München, Münchener Musikseminar, Nadja Preissler und Natalya Boeva im Gespräch, IOCO Interview, 24.02.2021

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 Münchner Musikseminar e V / Die Musikschule in München © Oswald Kessler

Münchner Musikseminar e V / Die Musikschule in München © Oswald Kessler

Münchener Musikseminar e.V.

Nadja Preissler und Natalya Boeva im Gespräch

Im Unisono mit sich und der Welt

Münchener Musikseminar e.V. / Vorstand Nadja Preissler © Münchner Musikseminar

Münchener Musikseminar e.V. / Vorstand Nadja Preissler © Münchner Musikseminar

Das Münchener Musikseminar e.V.  ist ein breit angelegtes musikalisches Ökosystem, eine etablierte Musikschule für Groß und Klein, für Anfänger, Fortgeschrittene unter der Leitung von Nadja Preissler. Am 27.2.2021 findet hier das Livestream-Konzert  UNISONO statt – mit Mezzosopranistin Natalya Boeva, Pianistin Susanna Klovsky und Sprecherin Cornelia Schweitzer.

IOCO -Korrespondentin Oxana Arkaeva sprach mit Nadja Preissler und Natalya Boeva über das Münchener Musikseminar, über das am  27. Februar 2021 geplante Livestream-Konzert UNISONO und  die beteiligten Künstler, Mezzosopranistin Natalya Boeva, Pianistin Susanna Klovsky und Sprecherin  Cornelia Schweitzer. Organisiert vom Münchener Musikseminar.

Erleben Sie das Konzert  UNISONO  –  27.2 2021 –  20.30 Uhr – HIER bei IOCO

Unisono: Natalya Boeva und Susanna Klovsky
youtube Trailer Münchener Musikseminar
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Oxana Arkaeva (OA) : Liebe Frau Preissler, wie lange sind Sie schon beim Münchener Musikseminar? Was ist Besonderes an dieser Organisation?

Nadja Preisler (NP): Als Lehrerin bin ich seit ca. 12 Jahren bei Musikseminar tätig. Damals habe ich angefangen, unserem kürzlich verstorbenen Gründer Walter Krafft bei den organisatorischen Fragen zu unterstützen. Nach seinem Rücktritt vor sechs Jahren bin ich 1. Vereinsvorsitzende geworden und vor zwei Jahren auch die Schulleiterin. Was ist Besonderes an unserem Verein? Ich kann das Münchener Musikseminar als musikalisches Ökosystem bezeichnet. Wir sind sowohl eine Musikschule für Groß und Klein, für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis als auch Konzertveranstalter, Musiklabel und Verlag.

OA: Ihr Verein ist meiner Erfahrung nach einer der weniger nicht institutionell geförderten kulturellen Einrichtungen, die Livestreams in solch einer hohen Qualität anbieten. Woher kam die Idee für einen Livestream?

NP: Ich wäre nicht aufrichtig, wenn ich sagen würde, mit der Idee hätten wir uns schon länger beschäftigt. Aber als Geist kreiselte Sie um uns herum bereits eine Weile. Als der erste Lockdown kam und alle unsere Projekte abgesagt wurden, haben viele Musiker versucht, online zu gehen, um dort zu musizieren, auftreten zu können. Als wir es wahrgenommen haben, haben wir auch angefangen, die Idee eines Livestreams zu eruieren und zu recherchieren, und die dafür notwendigen technischen Voraussetzungen zu prüfen. Es war für uns vom Anfang an klar: Alles muss professionell und ansprechend aussehen. Vor allem die Klangqualität muss hervorragend sein. Nach dem langen Suchen haben wir einen wunderbaren Partner, Stefan Ginger von Mastermixstudios (https://www.mastermixstudio.de) in München gefunden. Als auf einmal die Ereignisse sich überschlagen haben – zuerst das Veranstaltungsverbot im November letzten Jahres und danach der zweite Lockdown mit der Ausgangssperre war es uns klar: Wir wollten unsere für den Anfang Dezember geplante Veranstaltung, ein Klavierkonzert nicht mehr absagen. So gingen wir digital.

UNISONO Konzert - Sprecherin Cornelia Schweitzer © Bertnd Hartmann

UNISONO Konzert  – Sprecherin Cornelia Schweitzer © Bernd Hartmann

AO:  Frau Boeva. Können Sie sich unseren Lesern kurz vorstellen?

Natalya Boeva (NB): Gerne. Ich komme aus St. Petersburg, Russland, wo ich mein Hochschulstudium erst in Chorleitung und dann im Operngesang absolviert habe. Anschließend habe ich dort an einem staatlichen Theater gesungen. 2018 habe ich mein Masterstudium an der Theaterakademie August Everding in München gemacht. In demselben Jahr habe ich beim ARD-Musikwettbewerb den 1. Preis gewonnen und wurde mit einem Sonderpreis für die beste Interpretation der Auftragskomposition ausgezeichnet. Seit der Spielzeit 2018/19 bin ich am Staatstheater Augsburg engagiert. Hier habe ich neben den wichtigen Repertoire-Mezzosopran-Rollen wie Charlotte, Komponist und Glucks „Orfeo“ auch Jackie Onassis in der europäischen Erstaufführung von David T. Littles „JFK“ verkörpert. Gerne trete ich als Kammermusikerin und Konzertsängerin auf. In diesem Bereich verfüge ich über ein sehr breites Repertoire – von den Barock-Stücken wie Händels „Lucrezia“ über Wagners „Wesendonck Lieder“ bis Boulez’ „Le marteau sans maitr“.

AO: Frau Preissler, welche Ziele verfolgen Sie mit Livestream? Was wollen Sie erreichen?

NP: Ein Livestream hat im Prinzip die gleiche Funktion oder die gleichen Ziele wie ein Konzert: die Musik zu den Menschen zu bringen. Allerdings hat solch eine Veranstaltung sowohl Vor- als auch die Nachteile. Ein wichtiger Vorteil ist die Erweiterung unseres Auditoriums, die viel größer sein kann als in einem Konzertsaal. Natürlich geht der unmittelbare Kontakt zum Publikum verloren. Um diesen Verlust zu reduzieren, muss Stream qualitativ sehr hochwertig sein. Ich persönlich finde ein Live Konzert viel schöner, nur ist das gerade jetzt leider nicht möglich! Wir müssen flexibel agieren und uns anpassen, um mit unserem Publikum weiter im Kontakt zu bleiben. So können wir unsere Vereinsziele des Münchener Musikseminar (Bildung und Kultur) auch in diesen Zeiten erfüllen. Ein Livestream ist auch eine Botschaft unsererseits an alle Musiker, die mit einem faktischen Berufsverbot belegt sind. Die besagt: Hört, wir kämpfen, wir sind für euch da. Helft uns bitte auch und macht mit. Gleichzeitig versuchen wir unsere Zuhörer zum Spenden zu animieren. Solche Projekte sind ohne finanzielle Unterstützung nicht möglich. So sind bei uns die Spenden in jeder Höhe herzlich willkommen. Das Geld wird für die Vereinszwecke verwendet. Für ähnliche Projekte oder Konzerte sowie für die Unterstützung der freischaffenden Künstler.

AO: Wie war das Feedback zu dem ersten Stream mit dem Pianisten Dmitry Mayboroda? Waren Sie mit dem künstlerischen wie auch finanziellen Ergebnis zufrieden?

NP: Nach diesem Stream haben wir ein unglaublich positives Feedback und viel Zuspruch bekommen. Gerade in solchen unsicheren Zeiten suchen Menschen nach dem ewigen Sinn und den Werten. Ich glaube, das Programm mit der Mondschein-Sonate vom Beethoven und Werken vom Chopin hat dieser Suche zu hundert Prozent entsprochen. Dmitry hat sehr professionell und überzeugend gespielt. Über 600 Zuschauer haben das Konzert angeschaut, und es gab viele Spenden.

 Staatstheater Augsburg © Staatstheater Augsburg

Staatstheater Augsburg © Staatstheater Augsburg

OA: Frau Boeva, wo hat die Pandemie Sie angetroffen?

NB: Am 8. März 2020 als ich zusammen mit dem wunderbaren Pianisten Boris Kusnezow eine Matinee am Palais de Bozar in Brüssel gesungen habe. Dort haben wir ein Programm mit Liedern von Ravel, Debussy und Mussorgski aufgeführt. Einige Tage davor hat in Augsburg am Staatstheater bereits die Endprobenphase der Inszenierung Faust (Gounod) begonnen, und als ich wieder in Augsburg war, durfte ich noch 3 Tage lang den Siébel proben. Dann kam der 1. Lockdown. Es traf uns alle sehr hart, es war ein purer Schock! Zuerst hat das Theater versucht, sich Varianten der Ausführung der Premiere zu überlegen: vielleicht die Vorstellung streamen? Aber dann hat man gesehen, dass es zu riskant wäre mit so vielen Menschen im Orchestergraben und auf der Bühne (bei Faust gibt es eine Riesenbesetzung). Danach wurde alles komplett eingestellt. Im Sommer haben wir ein bisschen singen dürfen und haben mit dem „Wünsch Dir was“ Projekt auf der grünen Wiese am Theater mit den Opern- und Operetten-Highlights das Publikum begeistern können. Im Juli habe ich noch an einem Projekt teilgenommen – „Konzerte im Fronhof“ in Augsburg. Da durfte ich bei der konzertanten Aufführung der Mozarts Oper Così fan tutte die Dorabella singen: Eine Partie, die mich schon seit vielen Jahren begleitet. In der aktuellen Spielzeit im Oktober 2020 haben wir es geschafft, Orfeo Inszenierung von unserem Intendanten André Bücker am Staatstheater Augsburg zu Premiere zu bringen und dann 2-mal zu spielen, dann kam der 2. Lockdown. Zum zweiten Mal ein Schockzustand, der immer noch anhält.

OA: Sie sind eine, die zu sogenannten „glücklichen“ gehört, denn Sie haben eine feste Einstellung und bekommen monatlich ihren Lohn. Welche Auswirkungen hat Lockdown auf ihre Arbeit? Wie erleben Sie die Situation persönlich, als Musikerin und als Sängerin?

NB: Lockdown hat sehr viele Auswirkungen auf die Arbeit eines Künstlers, und die sind nicht gerade schön. Wir wollen immer etwas mitteilen, etwas dem Publikum erzählen, vor diesem Publikum zu stehen. Wenn man das nicht hat, ist man verzweifelt, deprimiert, frustriert. Man stellt sich die Fragen: Warum ist es so, dass die Leute in einem Büro beieinander sitzenbleiben und arbeiten dürfen und wir – sogar mit den ganz tollen Hygiene-Konzepten wie am Staatstheater Augsburg – nicht? Wie geht es weiter? Wie wird die Kultur, die Kunst nach dieser Krise aussehen? Ich mache mir Sorgen, versuche diese Fragen zu beantworten, gleichzeitig, aber positiv zu bleiben und nicht die Motivation zu verlieren. Natürlich schätze ich mich als eine glückliche Sängerin, weil ich jetzt in der Krise festes monatliches Einkommen habe, obwohl wir seit Ende Oktober 2020 nicht spielen dürfen. Ich kann mir nur vorstellen, wie schwer es für die Freischaffenden ist, und insbesondere für diejenigen, die am Anfang ihrer Karriere sind.

OA: Frau Preissler, welche Bedeutung hat die Pandemie für Sie persönlich und als Musikerin? Wie sieht es mit Ihrer Livestream-Idee danach weiter?

NP: Ich denke, diese Zeit ist für alle sehr herausfordernd. Da ich mein Einkommen unter anderem als Klavierlehrerin und Schulleiterin beziehe, wurde ich finanziell nicht so hart betroffen wie viele anderen. Vor allem freischaffenden Musiker. Es ist klar, dass es sich bei der Pandemie um ein Ereignis handelt, das unser Leben noch lange prägen und nachhaltig verändern wird. Wie diese Veränderung aussehen wird, denke ich, kann im Augenblick niemand genau sagen. Es gibt sowohl optimistische als auch pessimistische Szenarien und nur der lieber Gott weiß, was uns erwartet. Gerade im Bereich Kunst und Kultur kann man mit großen Umwälzungen rechnen. Auch unsere zukünftige Planung im Verein ist wegen dieser Unsicherheit extrem eingeschränkt. Als eine kleine Organisation können wir nur warten, kleinere Projekte machen, die keine längeren Vorbereitungszeiten erfordern. Also flexibel denken und agieren. Wenn wir an unseren Zielen weiterhin festhalten, finden wir auch die Möglichkeiten, sie zu erreichen.

OA: Frau Boeva, können Sie uns etwas zu Ihrem Programm vom 27. Februar sagen?

Gerne! Das wird ein sehr schönes Programm, welches an ein breiteres Publikum gerichtet ist. Bei solch einer online Veranstaltung ist es viel leichter, aus diesem digitalen „Zuschauerraum“ herauszugehen. Und genau das wollen wir vermeiden. Unserem lieben Publikum präsentieren wir ein kompaktes Programm, das durch moderiert wird, damit die Zuschauer wissen, worum es in der Arie oder dem Lied grade geht. Die Moderation übernimmt Cornelia Schweitzer, die 2019 einen meiner Liederabende – „Meine Seele weinte…“ – im kleinen Konzertsaal im Gasteig München moderiert hat. Sie stand selber Jahre lang auf der Bühne als Schauspielerin. Aktuell arbeitet sie als Sprecherzieherin unter anderem an der Akademie der darstellenden Künste Baden-Württemberg in Ludwigsburg und an der Theaterakademie August Everding in München. Sie wird unser Programm dem Publikum deutlich und erfrischend vorstellen! Dabei gibt es Arien wie der Dalila aus Samson et Dalila von Saint-Saëns, der Prinzessin de Bouillon aus Cileas Adriana Lecouvreur, der Monolog des Komponisten aus R. Strauss’ Ariadne auf Naxos und das Lied der Polina aus Tschaikowskys Piqué Dame. Alle sind Stücke, die man als Opernliebhaber gut kennt und die man als Opern-Highlights bezeichnen kann. Ich singe aber auch wunderschöne Lieder vom Brahms und Rachmaninow.

OA: Und zum Schluss, noch ein kleines Statement: Warum sollen, ihre Meinung nach, die Zuschauer sich Ihren Livestream anhören?

Erstens ist unser Programm sehr spannend, vielseitig, lebendig und schön aufgebaut. Zweitens ist es nicht lang und es gibt für jeden Geschmack was. Diejenigen, die mit dieser Art des Musizierens noch nichts zu tun haben, bietet der Livestream eine willkommene Gelegenheit, diese wunderschöne und ausdrucksstarke Musik kennenzulernen! Drittens trete ich wieder mit der brillanten Pianistin Susanna Klovsky auf. Wir haben uns beim ARD-Wettbewerb in 2018 kennengelernt, wo sie mich sehr zuverlässig und künstlerisch hochsensibel begleitet hat. Von Anfang an waren wir auf einer emotionalen Welle – eben im Unisono. Vielen Zuschauern des ARD-Wettbewerbs ist unser Duo bereits bekannt. Mit diesem Stream wollen wir uns dem breiteren Internetpublikum vorstellen.

Eintritt und Spenden unter Bankverbindung: DE91 7015 0000 0013 1172 96 SSKMDEMMXXX PayPal: mail@musikseminar.eu. In der Betreffzeile bitte entweder als Spende oder Eintritt eingeben.

—| IOCO Interview |—


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Augsburg, Theater Augsburg, Daniel Herzog – Corona – Theater – die Künstler, IOCO Interview, 29.12.2020

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Staatstheater Augsburg

 Staatstheater Augsburg   © Staatstheater Augsburg

Staatstheater Augsburg   © Staatstheater Augsburg

Daniel Herzog, Operndirektor –  im Gespräch mit Oxana Arkaeva über Corona und die Kultur

Daniel Herzog, *1968 in Kassel, einer Theaterfamilie entstammend, ist seit über 25 Jahren im Musiktheater tätig; so in Kassel, Dortmund, Darmstadt, Kiel, Trier, Kaiserslautern – anfangs als Regieassistent, seit 1999 als Regisseur. Von 2000 bis 2004 war Herzog Spielleiter am Staatstheater Darmstadt mit eigenen Inszenierungen. Ab der Spielzeit 2004/05 wurde er Chefdisponent und Leiter des Künstlerischen Betriebsbüros am Theater Kiel, um in dieser Funktion seine vielseitigen Erfahrungen sowohl im Künstlerischen als auch im Organisatorischen zu verbinden. Ab der Spielzeit 2007/08 bis 2012 war er Künstlerischer Betriebsdirektor und Chefdisponent am Theater Trier sowie bei den Antikenfestspielen Trier. Ab der Spielzeit 2012/13 wirkte Daniel Herzog als Künstlerischer Betriebsdirektor, Chefdisponent und Stellvertreter des Intendanten am Pfalztheater Kaiserslautern. Seit der Spielzeit 2017/18 wirkt Daniel Herzog als Operndirektor am Staatstheater Augsburg, unter der neuen Intendanz von André Bücker.

Staatstheater Augsburg / Operndirektor Daniel Herzog © Ulrich Wagner

Staatstheater Augsburg / Operndirektor Daniel Herzog © Ulrich Wagner

Daniel Herzog, Operndirektor –  hier im Gespräch mit Oxana Arkaeva über Corona und die Kultur

Oxana Arkaeva (OA): 1. Wie sind Sie ans Theater gekommen?

Daniel Herzog (DH): Es war vorbestimmt, dass mein Weg mich dahin führen wird. Meine Mutter war eine Opernsängerin und der Vater ein Orchestermusiker. Ich bin in meiner Geburtsstadt Kassel quasi im Theater gezeugt worden. Als mein Vater fast jeden Sommer in Bayreuth gespielt hat, war es für mich kein Problem 4 oder 5 Stunden in der Vorstellung zu sitzen. Bald stand die Frage: Wohin gehts? Auf oder hinter der Bühne? Und irgendwann war es klar: ich will hinter die Bühne. Und so habe ich meinen Weg, mittlerweile seit fast 30 Jahren, zuerst als Regieassistent, Regisseur, Spielleiter an einem Opernhaus begonnen. Bald hat es mich auf die organisatorische Seite verschlagen. Zuerst als Künstlerische Betriebsdirektor und aktuell, seit vier Jahren in meiner ersten Funktion als Operndirektor am Staatstheater Augsburg.

OA: 2. Wie hat die Leitung des Staatstheaters auf den Ausbruch der Pandemie reagiert?

DH: In Augsburg sind wir von Beginn an in einer Interimsspielstätte untergebracht, weil das große Haus bis 2026 saniert wird (d.h. Interimsspielstätte martini-Park). Das heißt, dass wir schon von Beginn an mit eingeschränkter räumlicher Situation konfrontiert wurden. Als Ende Februar die Pandemie den Einzug gehalten hat und die ganzen Einschränkungen eingetreten sind, waren wir zwei und halb Wochen vor der Premiere unserer Produktion Margarethe von Gounod entfernt. Am Anfang waren wir erst unvorbereitet, denn man wusste überhaupt von nichts. Anschliessend haben die Proben und Vorstellungen unterbrochen und versucht uns zu informieren, sowohl für unsere Künstler, aber auch für den gesamten Betrieb.

Corona und Kultur – Zeitzeugen berichten
Daniel Herzog – Staatstheater Augsburg – im Gespräch mit Oxana Arkaeva

youtube Trailer youtube Trailer – ArkNet
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OA:  3. Musste der Spielbetrieb eingestellt werden?

DH: Über den Zeitraum vom März über April und Mai 2020 haben wir wirklich nie einen richtigen Lockdown gehabt. Wir haben zwar in den künstlerischen Bereichen keine Proben gehabt, aber die Mitarbeiter haben im Homeoffice weitergearbeitet. Wir haben relativ früh versucht, nachdem man die ersten Informationen bekommen hat, mit unserem Publikum in Kontakt zu treten und haben unterschiedliche digitale Formate vorbereitet. Zum Beispiel eine ganz tolle Aktion, die fast bis in den Juni ging: Eine Wunsch-Aktion, wo die Menschen sich bei uns melden und sich ein Lied, ein Gedicht, ein Tanz oder was Musikalisches wünschen, bzw. bestellen konnten. Für meine Sparte zum Beispiel haben die Sänger zu Hause mit einem Playback verschiedene Nummern eingesungen, und das wurde dann verschickt. Allerdings wurde uns bald klar, dass die Pandemie bis zum Sommer nicht vorbei sein wird. Wir haben dann eine Freilichtbühne, wo das Musical Kiss me Kate geplant war in Visier genommen. Die Bühne haben wir dann entsprechend eingerichtet und Ende Mai den Probebetrieb für die letzte Produktion vom Orpheus und Eurydike unter den Abstandsregeln wieder aufgenommen.

OA: 4. Wie hat die Theaterleitung die Sicherheit der Mitarbeiter gewährleisten können?

DH: Ein Vorteil der Interimssituation ist, dass wir im Haus einen eigenen Sicherheitsingenieur haben, der im Zusammenspiel mit der Betriebsärztin uns eine Gefahrenbeurteilung für jede Sparte vorbereiteten haben. Außerdem waren die Leiter aller Abteilungen angehalten, für sich und für seine Mitarbeiter eine Gefahrenbeurteilung zu erstellen. Zum Beispiel konkret in der Oper zu der Aerosol Thematik. Was heißt das?  Welche Räume können genutzt werden? Wo bestehen die Gefahren? Man hat schon im Homeoffice versucht sich diesbezüglich über die Monate zu erkundigen. So haben wir uns daran getastet und mit unserem Ensemble aber auch teilen vom Chor dazu entschlossen, den Probebetrieb erst mal wieder aufzunehmen. Gleichzeitig war es uns klar, dass wir im Sommer, in jedem Falle bis Ende Juni die Freilichtbühne bespielen wollen. Zwar nicht mit einem Stück, das Abstand-technisch mit 120 Leute auf engstem Raum nicht möglich war, sondern mit einem Corona-Konzept. Zu der Zeit befanden wir uns in Deutschland in der Phase, wo nach zweieinhalb Monaten Sport erlaubt war und die Gaststätten wiedereröffnet wurden. Nachdem die Kunst und Kultur monatelang als nicht systemrelevant erachtet wurden (natürlich verstehe ich, was mit diesem Begriff gemeint ist: Dass es erst mal um den medizinischen Pflegedienst geht) und von den Trägern, aber auch der Politik irgendwie völlig heruntergespielt wurde, war für uns ganz klar, dass wenn Fußball gespielt werden kann, die Gaststätten geöffnet werden dürfen, sollte es uns mit einem Hygienekonzept möglich sein anstelle von 2000 Zuschauern vielleicht 300, 400 oder 500 Zuschauer zu haben.

OA: 5. Ist Ihr Konzept aufgegangen?

DH: Ja. Wir haben ein Konzept für eine Musical-Gala entwickelt, welche am Ende eine tolle Show geworden ist und 22-mal von dem 28. Juni bis zum 31. Juli 2020 gespielt wurde. Unser Konzept sah im Zuschauerraum 550 Leute vor. Allerdings zwei Wochen vor der Premiere war die Anzahl der Zuschauer Indoor auf 50 und Outdoor auf 100 beschränkt. Zum Ausgleich haben wir zusätzlich ab Juni auf dem Gelände des Interimstheaters im martini-Park eine Bühne aufgestellt und kleine Open Air Veranstaltungen aufgeführt. Eine Woche vor der Premiere der Gala waren es 200 Zuschauer gestattet und drei Tage vor der Premiere 550. Das war trotzdem toll. Wir hatten ein 19-köpfiges Orchester und waren zu dem Zeitpunkt im deutschsprachigen Raum, also in Deutschland, der Schweizund Österreich die einzigen, die eine 90 Minuten Show auf die Beine gestellt haben. Das, so glaube ich, war ein wichtiges Zeichen für den Erhalt von Kunst und Kultur. Weil es bei uns unter Sicherheits- und Hygienemaßnahmen so gut geklappt hat, wies das Staatstheater Augsburg in diesem Fall eine Vorreiterrolle auf, denn nach uns haben viele Veranstalter im August und September davon profitiert.

Musical-Gala des Staatstheater Augsburg
youtube Trailer Staatstheater Augsburg
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OA:  6. Singen mit der Maske. Geht das?

DH: Für uns im Musiktheater stand, gebe ich zu, schon die Frage, ob und wie geht das? Aufgrund der Rückmeldungen müssten wir feststellen, dass man mit einer normalen Maske nicht singen kann. Es wir nass, durchlässig und unhygienisch. Und dann habe ich gesehen, dass es solche Kunststoffvisiere gibt, die man auch überziehen konnte. So haben wir uns entschieden, diese auszuprobieren. Allerdings stellte diese eine akustische Blockade dar. Wir haben versucht, eine Öffnung rein zu schneiden und mit einem Sicherheitsvlies, fixiert mit einem doppelten Klebeband von außen darauf zu kleben. Die Darsteller waren damit nach vorne geschützt und konnten sprechen und auch zu singen. So haben wir uns damit zunächst über die Monate Mai und Juni beholfen. Bald wurde es uns aber klar, dass auch diese keine Dauerlösung sein kann. Es hat dann den ganzen Sommer gedauert, bis wir eine sogenannte Singmaske entwickelt haben. Dafür bin ich bei einer Hutmacherin gelandet, einer Kollegin, die ich von ganz früher kannte. Letztendlich ist es uns tatsächlich gelungen, im Sommer eine Baumwollmaske zu entwickeln, die 3-lagig ist, den Abstand zum Mund hat, an der Nase über Silikonstreife fixiert ist und um den Kiefer so anliegt, dass die Sänger problemlos singen können. Nach dem Sommer haben wir die Masken unseren Sängern zum Ausprobieren gegeben und das ging gut. Ich weiß, dass mittlerweile anderen größeren Theatern, wo der Chor als Kollektiv nach wie vor nicht wirklich zum Einsatz kommt, an die Firma diesbezüglich angetreten sind und diese Masken bestellt haben, um damit sicher arbeiten zu können.

Daniel Herzog interview in english – link HERE!

OA:  7. Was wurde aus der aktuellen Spielzeit?

Parallel hat uns natürlich die Situation mit der aktuellen Spielzeit beschäftigt. Aufgrund dass Bayern relativ spät Ferien hat, und das Ende der Pandemie in den Herbst geruckt war, haben wir beschlossen den Spielplan zu überprüfen. Weil wir ein Mehrspartenhaus sind, hieß es, dass z. B. im Schauspiel ist es sehr gut möglich, mit Abstandsregeln und mit Masken zu spielen. Im Musiktheater haben wir zwei Korrekturen vorgenommen und uns entschlossen, mit letzter Premiere, dem Orfeo, der sowieso vor anderthalb Jahren digital als eine virtual reality mit VR-Brillen konzipiert wurde, zu eröffnen. Somit waren wir Anfang Februar, als das Aufführungsverbot kam, just in Besitzt von 500 VR-Brillen. Diese ermöglichten den Zuschauern während den 90 Minuten eine Hybridvorstellung zu erleben und mit dem Orfeo in die Unterwelt zu reisen. Dank der VR-Brillen war es uns noch vor dem Sommer möglich, zusätzlich unsere digitalen Angebote, ein Ballettabend oder Schauspiel wie eine Pizza für 9 € nach Hause zu liefern. Da wir im Vorfeld als eine der Ersten bereits eine Digitalsparte für die aktuelle Spielzeit geplant haben, hatten wir glücklicherweise das nötige Equipment an der Hand, um eben live mit unserem Publikum in Dialog zu treten.

OA: 8. Hat die Pandemie Auswirkungen auf die Besetzungspolitik im Musiktheater?

DH: Auf die Besetzungspolitik hat die Pandemie wenig Auswirkung gehabt. Weil ich der Überzeugung bin, wenn ich die Sänger im Ensemble habe, dann plane die Stücke für die Stimmen, die ich am Haus habe.

OA: 9. Wie ist der aktueller IST Zustand?

DH: Zwei Premieren, die wir im Sommer rausbringen wollten, und eigentlich beabsichtigt hatten, zur Eröffnungspremiere zu machen, wie Die Strafkolonie, müssten wir in die übernächste Spielzeit verlegen, weil es eben große Chorwerke hat, aber auch vom Orchester her große Dimensionen aufweist. So haben wir eine Dezember Premiere auf Ende Januar verschoben. Wir haben uns dann auch entschieden die Abonnements ruhen zu lassen, was eine sehr kluge Entscheidung der Geschäftsführung gewesen ist. Diese hat uns erlaubt die Vorstellungen flexibler ansetzen zu können. Gleichzeitig aber weil es uns nicht nur um die Publikumssicherheit, sondern auch um die Sicherheit unserer Mitarbeiter ging und geht. So sind wir mit der ersten Premiere gestartet, ein Schauspielstück aufgeführt und sogar Ende Oktober, dann leider ohne Publikum das Ballett Die Winterreise.

OA: 10. Digitalisierung und die Oper Orpheus und Eurydike als Vertual Reality. Pass das gut zusammen?

DH:  Dieser Orfeo ist eine Hybridproduktion, die es macht möglich, einen Opernabend zu erleben und gleichzeitig dreidimensional mit dieser VR-Brille in eine neue Ebene einzutauchen. Ich muss sagen, dass es, obwohl schon faszinierend, keine Ersetzung einer Regie ist. Darum geht es auch gar nicht. Aber bei bestimmten szenischen Vorgängen, hilft es schon die VR-Brille konzeptionell einzubauen, wie es bei dieser Produktion der Fall war. Ich kann mir auch vorstellen, dass man sie durchaus in anderen Opern einsetzen könnte, weil es eine gewisse Faszination hat. Ich bin kein Gamer, aber ich kann mir es gut zum Beispiel im Tannhäuser,r den Venusberg Akt vorstellen, wo man üblicherweise versucht sich mit Lichteffekten abzuarbeiten. Mit einer VR-Brille könnte man dagegen eine Welt erzeugen, die in der Realität nicht erzeugt werden kann, und welche ist, muss ich schon sagen, sehr spannend.

Der Untergang des Egoisten Johann Fatzer –  Fragment nach Bertolt Brecht
youtube Trailer Staatstheater Augsburg – David Ortmann
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OA: 11. Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation mit selbstständigen Künstlern?

DH: Es wird immer wieder über die sogenannten Soforthilfen für Soloselbstständige gesprochen. Und wenn man jetzt die letzten 10 Monate betrachtet, finde ich es bedauerlich, dass die sogenannten Soforthilfen nach wie vor nicht bei allen angekommen und die bürokratischen Hürden immer noch zu hoch sind. Dass der größte Teil der Soloselbstständigen oder diejenigen selbständigen Künstler, die abhängig beschäftigt angestellt sind, diese Hilfen dadurch gar nicht beantragen können. An unserem Haus haben wir von Anfang der Pandemie alles Mögliche getan unsere abhängig-beschäftigten, selbständigen Künstler, mit Ausnahme von einer Sängerin aus Schweden, entsprechend der Verträge einzusetzen i.e. zu entlohnen (die Musical-Gala). Wir haben auch versucht diejenigen, die über drei Monaten keine Proben/Auftritte hatten, und aus dem Rhythmus waren mit Einsatz einer Choreographin bei den Proben zu unterstützen.

OA: 12. Was können die Künstler tun, um diesen Zustand zu ändern?

DH: Ich glaube, man muss sich in Netzwerke näher zusammenfinden, was jetzt auch schon passiert, und dort versuchen, sich stärker einzubringen. So, dass am Ende des Tages jeder nicht als Einzelkämpfer unterwegs ist. Ich glaube, dass die Künstler selbst aufgrund der aktuellen Erfahrungen, ihre Forderungen nach entsprechenden, faireren Arbeitsbedingungen gegenüber ihren Arbeitgebern laut machen können und sollen.

OA: 13. Hätten Sie eine Prognose für die kommenden Monate?

DH: Aktuell sind die Zahlen seit den letzten 2–3 Wochen zwar nicht mehr gestiegen, aber sie sind auch nicht nach unten gegangen. Wir müssen erst mal unter diesem 50er Wert kommen, um überhaupt daran denken zu können, Theater wieder zu öffnen. Und dieser Stand muss auch eine Weile gehalten werden. In den letzten paaren Wochen haben wir gesehen, wie langsam diese Zahl nach unten geht. Da bin ich ehrlich gesagt nicht sicher, ob wir dann schon Anfang Februar spielen werden. Fakt ist, wir haben, wie viele andere Theater genug Sachen probiert: Arbeit war nicht verboten. Wir haben das Langfristige für uns schon geplant. Somit können wir, wenn wir wieder spielen dürfen, mit z. B. einer Wiederaufnahme loslegen. Es bleib auch abzuwarten, ob wir vor 50 Leuten spielen wollen, oder man lässt es uns das wieder zu. Das glaube ich kann momentan keiner sagen. Um das Publikum dagegen mache ich mir weniger Sorgen. Das wird kommen. Man wird sehr ausgehungert nach live Musik und live Darbietung sein.

OA: 14. Was würden Sie sich als Künstler und Operndirektor wünschen?

DH: Ich glaube, es ist ganz wichtig, wenn man in einem Bereich wohnt, wo es ein Theater gibt, wo Kultur stattfindet, mit politisch Zuständigen im Dialog zu bleiben. In einem Gespräch deutlich zu machen, wie sehr man Theater, Kunst, Kino, wie sehr man das alles vermisst. Und nicht nur die Künstler, sondern auch das Publikum sollen es tun. Es geht, um bewusst zu machen, dass die Kultur neben allen anderen Sachen zu unserem DNA gehört. Zum DNA vom schönen Land der Dichter und Denker. Und die Musik gehört definitiv dazu. Aktuell wird ausschließlich bei der Bildung, bei der Schulen schöngeredet, die sollen offenbleiben, und es wird immer nur über die Fächer aus der Geisteswissenschaft gesprochen. Aber die kulturellen, kreativen Fächer gehören genauso dazu. Ich glaube, es wäre gut, wenn unsere Leser oder Zuhörer, wenn sie das Bedürfnis haben oder die Kultur vermissen, dies zur Sprache bringen werden. Mit ihrem jeweiligen Kommunalpolitikern vor Ort oder Stadtabgeordneten reden, aktiv ihre Stimmen für die Erhalt der Kultur zu erheben.

—| IOCO Interview |—


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Augsburg, Theater Augsburg, Digitale Entwicklung am Staatstheater, Juli 2020

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Theater Augsburg

Theater Augsburg / Außenansicht © Theater Augsburg

Theater Augsburg / Außenansicht © Theater Augsburg

Digitale Entwicklung am Staatstheater Augsburg:

Tina Lorenz wird neue Projektleiterin

Als erstes Theater im deutschsprachigen Raum hat das Staatstheater Augsburg nun eine Projektleitung für Digitale Entwicklung. Tina Lorenz, sowohl am Theater als auch im Digitalen »zu Hause«, wird das Team um Staatsintendant André Bücker ab der kommenden Spielzeit als Projektleiterin, die mit beiden Welten hervorragend vernetzt und vertraut ist, unterstützen. »Nach dem großen Erfolg unserer digitalen Experimente im Bereich Virtual Reality wollen wir den nächsten Schritt machen und die neuen, kreativen Möglichkeiten erschließen, die uns der digitale Raum bietet. Ich freue mich sehr, dass wir die strukturelle Weiterentwicklung der Digitalsparte nun mit Tina Lorenz vorantreiben können.«, so Staatsintendant André Bücker.

Theater Augsburg / Tina Lorenz © privat

Theater Augsburg / Tina Lorenz © privat

Nicht erst seit Corona macht das Staatstheater Augsburg unter dem Stichwort Digitalsparte von sich reden. Eigens für die virtuelle Realität geschaffene Inszenierungen in 360-Grad-Perspektive bilden das stetig wachsende digitale Repertoire des Hauses und mit der Oper »Orfeo ed Euridice« wird zur Eröffnung der Saison 20/21 erstmals eine Bühnen-Inszenierung um eine virtuelle Dimension erweitert, wenn die Zuschauer*innen mittels VR-Brille in die Unterwelt abtauchen (Premiere: 10.10.20).

 

Die gebürtige Berlinerin Tina Lorenz wurde um die Jahrtausendwende im Chaos Computer Club erwachsen, studierte dann aber Theaterwissenschaft und Amerikanische Literaturgeschichte in Wien und München. Sie war Dozentin für Theatergeschichte an der Akademie für Darstellende Kunst Bayern, später Dramaturgin am Landestheater Oberpfalz und schließlich Referentin für digitale Kommunikation am Staatstheater Nürnberg. Sie ist Gründungsmitglied der Hackspaces metalab Vienna und Binary Kitchen Regensburg und sitzt in der Auswahlkommission der Dortmunder Akademie für Theater und Digitalität. Seit 2012 publiziert und spricht sie zum Thema des digitalen Theaters, unter anderem auf der re:publica Berlin, auf nachtkritik.de und bei der Heinrich-Böll-Stiftung. 2020 übernimmt sie die Stelle der Projektleiterin für Digitale Entwicklung am Staatstheater Augsburg.

—| Pressemeldung Theater Augsburg |—


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Augsburg, Theater Augsburg, Freilichtbühne am Roten Tor – Musical-Gala, 27.06.2020

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Theater Augsburg

Theater Augsburg / Außenansicht © Theater Augsburg

Theater Augsburg / Außenansicht © Theater Augsburg

The Show must go on!
Musical-Gala auf der Freilichtbühne vor dem Roten Tor

Premiere: Samstag, 27. Juni

Hits aus den ganz großen Musicals unserer Zeit stehen auf dem Programm, wenn am Samstag, den 27. Juni die Musical-Gala The Show must go on auf der Freilichtbühne am Roten Tor Premiere hat. Prominente Musicalstars wie Katja Berg, Chris Murray, Susanna Panzner und Alexander Franzen sorgen dann für hochkarätige musikalische Unterhaltung im romantischen Ambiente der Bühne am Roten Tor in Augsburg.

Theater Augsburgb / Herz aus Gold © Jan Peter Fuhr

Theater Augsburgb / Herz aus Gold © Jan Peter Fuhr

Die Musical-Gala bietet ab dem 27. Juni statt der wegen der Corona-bedingten Einschränkungen leider abgesagten Musicals Kiss me, Kate und Herz aus Gold ein sommerliches Musikerlebnis: Songs aus Kiss me, Kat«, Herz aus Gold, Les Misérables und beliebte Hits wie den Abba-Song Mamma Mia!, speziell für die Freilichtbühne arrangiert von Stephan Kanyar, sorgen für einen mitreißenden Sound.

Die deutschlandweit gefragten Musicalstars, die im Juni/Juli 2020 für das Staatstheater Augsburg auf der Bühne stehen, waren für die beiden ursprünglich in diesem Sommer geplanten Produktionen engagiert gewesen: unter anderem Katja Berg, mehrfach bei Gesangswettbewerben ausgezeichnete und in Augsburg aus Roxy und ihr Wunderteam (2017/18) bekannt, Chris Murray, umjubelter Hauptdarsteller aus »Herz aus Gold«, Susanna Panzner, bekannt unter anderem aus »Anastasia« in Stuttgart (Stage Palladium Theater) und Alexander Franzen, regelmäßig auf den großen Bühnen in München zu Gast.

Premiere »The Show must go on«
Sa 27.6.2020 21:00 | Rotes Tor

Solist*innen
Katja Berg, Chris Murray, Susanna Panzner und Alexander Frantzen
sowie zahlreiche Ensemble-Solist*innen
Augsburger Philharmoniker & Gäste
Musikalische Leitung: Justin Pambianchi, Musikalische Einrichtung: Stephan Kanyar
Choreographie: Mario Mariano

Mit Hits aus:

»Kiss Me, Kate«, »3 Musketiere«, »Jekyll & Hyde«, »Jesus Christ Superstar«, »Aladdin«
»Chicago«, »Les Misérables«, »Rocky Horror Show«, »Einstein – Das Musical«, »Dreamgirls«, »Herz aus Gold«, und den Abba-Songs »Mamma Mia« & »The Winner Takes It All«

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Di 30.6.2020 21:00 | Rotes Tor, Do 2.7.2020 21:00 | Rotes Tor, Fr 3.7.2020 21:00 | Rotes Tor, Sa 4.7.2020 21:00 | Rotes Tor

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Mi 22.7.2020 21:00 | Rotes Tor
Do 23.7.2020 21:00 | Rotes Tor
Fr 24.7.2020 21:00 | Rotes Tor
Sa 25.7.2020 21:00 | Rotes Tor

Di 28.7.2020 21:00 | Rotes Tor
Mi 29.7.2020 21:00 | Rotes Tor
Do 30.7.2020 21:00 | Rotes Tor
Fr 31.7.2020 21:00 | Rotes Tor

—| Pressemeldung Theater Augsburg |—


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