Aachen, Theater Aachen, 3. Sinfoniekonzert Debussy – Chausson – Ravel – Durufle, 18.+19.11.2018

November 13, 2018  
Veröffentlicht unter Konzert, Pressemeldung, Theater Aachen

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 Theater Aachen

Theater Aachen © IOCO

Theater Aachen © IOCO

3. Sinfoniekonzert mit Werken von Debussy // Chausson // Ravel // Duruflé

Von Liebe und Meer handeln die Werke beim 3. Sinfoniekonzert mit dem Sinfonieorchester Aachen am 18. und 19. November im Eurogress Aachen. Den Auftakt macht Claude Debussys zartes »Prélude à l’aprés-midi d’un faune«, das als Hauptwerk des Impressionismus gilt. Die Ballettmusik basiert auf einem fantastischen Gedicht von Stéphane Mallarmé, welches Debussy mit großem Gespür für Klanglichkeit vertonte. Im Programm folgt Ernest Chaussons »Poème de l’amour et de la mer« für Singstimme und Orchester.

Theater Aachen / Angela Brower © Birgit Hart

Theater Aachen / Angela Brower © Birgit Hart

Der in Deutschland in den Spielplänen vernachlässigte Chausson gehört zu den prägenden Komponistenpersönlichkeiten Frankreichs im 19. Jahrhundert. In seinem »Poème« vertont er in einer hochromantischen, bisweilen an Richard Wagner erinnernden Musiksprache zwei Gedichte eines befreundeten Dichters und trennt sie durch ein orchestrales Zwischenspiel. Ravels »Une barque sur l’océan« ist das dritte Stück aus der Reihe »Miroirs«, die fünf Werke für Klavier umfasst. Besonders an diesem erst später orchestrierten Satz ist, dass das Pedal in der Urfassung das gesamte Stück über gehalten werden sollte. Den Abschluss des Konzerts bildet Maurice Duruflés 1947 uraufgeführte lateinische Totenmesse, ein inniges »Requiem« für Sopran- und Baritonsoli, gemischtem Chor und Orchester. Angela Brower und Hrólfur Saemundsson sind als Solisten zu erleben. An Pult des Sinfonieorchester Aachen steht GMD Christopher Ward.

Karten für beide Konzerte sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Das Konzert am Sonntag beginnt um 18.00 Uhr und das am Montag um 20.00 Uhr.

—| Pressemeldung Theater Aachen |—

Aachen; Theater Aachen, Il trionfo del Tempo e del Disinganno – G. F. Händel, IOCO Kritik, 28.10.2018

Oktober 30, 2018  
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Theater Aachen

Theater Aachen © IOCO

Theater Aachen © IOCO

Il trionfo del Tempo e del Disinganno   

Der Triumph der Zeit und der Ernüchterung

Oratorium von Georg Friedrich Händel – Libretto Benedetto Pamphili

 Von Ingo Hamacher

DER TRIUMPH von Händel ist ein wunderschönes, aber äußerst selten gespieltes Werk. Und das mag wohl auch daran liegen, dass niemand so richtig etwas mit dem Stück anzufangen weiß. Schon alleine der Titel: Der Triumph von Zeit und Enttäuschung. Seltsam! „Der Triumph der Zeit“, dazu mag man ja noch Bilder im Kopf haben. Aber „Triumph“ und „Enttäuschung“ wollen zusammen keinen Sinn ergeben. Enttäuschung ist kein Triumph. Es ist das Gegenteil davon.

Grabstätte von Georg Friedrich Händel in Westminster Abbey © IOCO

Grabstätte von Georg Friedrich Händel in Westminster Abbey © IOCO

Sehen wir uns die Entstehungsgeschichte an: Georg Friedrich Händel reiste 1706 nach Rom. Die öffentliche Darbietung von Opern war zu dieser Zeit in der Heiligen Stadt verboten, weshalb die Komponisten auf Kantaten und Oratorien auswichen. Ein geistlicher Herr namens Kardinal Benedetto Pamphilj hatte ein moralisches Libretto geschrieben, in dem die Schönheit die Falschheit ihres Handelns erkennt, die Lust auf der Strecke bleibt und Zeit und Enttäuschung den Sieg davon tragen. Und dieses moralinsaure Traktätchen hat Händel dann mal eben 1707 in eine der schönsten Musiken seiner Zeit gekleidet. So die offizielle Geschichtsversion.

Für das Jahr 1700 hatte Papst Clemens IX. ein Opernverbot für Rom verhängt. Die wollüstigen Bühnenspektakel, die sich in ganz Italien immer weiter ausbreiteten, schienen für das anstehende Heilige Jahr nicht passend zu sein. Aufgrund der auch im römischen Klerus zunehmenden Sitten- und Zügellosigkeiten wurde auch in den nachfolgenden Jahren an diesem Verbot fest gehalten. Händel reiste also an keinen frömmlerischen Tugendort, sondern in eine Welt sprudelnder Lebens- und Sinnesfreude, die kaum zu bändigen war. Der ‚geistliche Herr‘, auf den er dort traf, war auch nicht irgendwer, sondern Kardinal Benedetto Pamphilj. Pamphilj war italienischer Kardinal, Librettist, Komponist und Musikmäzen. Er war bis zu seinem Tode zuständig für das Vatikanische Geheimarchiv und die Vatikanische Apostolische Bibliothek. Und außerdem war der zu diesem Zeitpunkt 50-jährige stattliche Mann ein leidenschaftlicher Verehrer junger Männer. Händel, 23, jung, schlank, bildschön und ebenfalls sein ganzes Leben lang nur an Männern interessiert, erhielt zahlreiche Liebesbriefe von Pamphilj, in denen dieser seinen „caro sassone“ (lieben Sachsen) zärtlich umgarnt.

Theater Aachen / Il trionfo del Tempo e del Disinganno © Wil van Iersel

Theater Aachen / Il trionfo del Tempo e del Disinganno  © Wil van Iersel

Das Wort „Disinganno“ ist nicht ganz eindeutig. Es kann „Enttäuschung“ bedeuten, jedoch gibt es auch die Möglichkeit, es mit „Erkenntnis“ zu übersetzen. Und in diesem Fall ergibt sich ein völlig neuer Sinnzusammenhang: Es handelt sich bei dem Libretto offensichtlich um ein Werbelied des reiferen Mannes an seinen jungen Geliebten.

Schönheit und Lust (Attribute der Jugend) werden im ersten Teil des weltlichen Oratoriums kritisch hinterfragt. Im zweiten Teil hebt Pamphilj die Vorzüge der Zeit und der Erkenntnis hervor (die von ihm als reifem, gestandenen Mann in vorbildlicher Weise vertreten werden). Zeit und Erkenntnis triumphieren am Ende. Der junge Mann, der derzeit noch an so lästigen Vergänglichkeiten wie Schönheit und Lust leidet, wäre also dumm, wenn er sich nicht in die Arme des reifen Partners sinken ließe, der bereits den Triumph von Zeit und Erkenntnis genießt.

 Theater Aachen mit – Händel für Hipster 

Das Theater Aachen startet diese Inszenierung mit einem spannendem Experiment. Es stellt die Frage:   Lässt sich das Stück mit seinen verschiedenen Aspekten auch in die heutige Zeit übertragen?

Den mutigsten Vorstoß wagt Ric Schachtebeck (Bühne) mit einer völligen Veränderung der Sicht- und damit auch der Hörgewohnheiten. Er zerschneidet geradezu das klassische Setting einer Opernbühne. Barockgesang ist immer Rampensteherei; egal ob Oper oder Oratorium. Also verändert und verlängert er die Bühnenrampe derart, Foto oben, dass sie den Raum des Bühnengrabens überspannt, um sich dann S-förmig in den Zuschauerraum zu erstrecken. Die dadurch verlorenen Sitzplätze werden im Bereich des Orchestergrabens und im linken Teil der Bühne ausgeglichen. Jeder Besucher gerät dadurch in eine Doppelrolle zwischen Beobachter und Teilnehmer, spätestens dann, wenn eine der zahlreichen Kameras auf ihn gerichtet sind, und er auf einer der vielen großen Leinwand für alle sichtbar erscheint. Die Sänger stehen den ganzen Abend an der Rampe, aber diese Rampe ist überall, so dass ein sehr ansprechendes akustisches Raumerlebnis entsteht. Ein geglücktes interessantes Konzept.

Theater Aachen / Il trionfo del Tempo e del Disinganno © Wil van Iersel

Theater Aachen / Il trionfo del Tempo e del Disinganno © Wil van Iersel

Ebenfalls fantasievoll die Kostüme. Die völlig übersteigerte und lebensfremde Bühnenkostümierung der Barockzeit wird von Raphael Jacobs in einen catwalk-artigen Showlauf der Prêt-à-porter-Mode übersetzt, mit der die Protagonisten sich auf dem Laufsteg in Szene setzen. Bizarre Kombinationen aus Farben, Schnitten und Materialien, in der Wirkung wie ein Schaulaufen von Narzisten, prägt das Bühnengeschehen. Raschelplastik und Knisterfolie setzen nicht nur materialinteressante Akzente, sondern verhindern über weite Strecken hinweg ein Wahrnehmen der großartig komponierten und auf historischen Instrumenten gespielten wunderschönen Musik.

Meine Sitznachbarin, eine mittelalte Lehrerin, interpretierte das die Musik überdeckende Geraschel und Geknarze der Kostüme begeistert als das Rauschen des Windes im Wald der Vergänglichkeit. Die Inszenierung lässt also reichlich Raum für eigene Bilder des Betrachters.

Im zweiten Teil der Aufführung wechseln die geräuschintensiven Kleidungsstücke zugunsten farbenfrohem Irgendetwas, so dass die großartige Musik Händels wieder erlebbar wird.

Der Regisseur Ludger Engels hatte Händel = Handy assoziiert, Foto unten, und so filmt jeder Sänger sich, andere oder das Publikum, übertragen auf zahlreiche große Bildschirme, mittels eines Mobiltelefons. Auch bedeutungsschwangere Facebook-Posts, immer wieder in den Bildschirmen oder auf dem Bühnenhintergrund eingeblendet, sollen der Inszenierung einen doppelten Boden und eine entsprechende Tiefe vermitteln. Irgendwann springen irgendwoher irgendwelche jungen Tänzer auf die Bühne, tanzen schweißtreibend irgendetwas, und springen ins Publikum zurück. Konkret krass! Musiktheater für junge Leute.

Theater Aachen / Il trionfo del Tempo e del Disinganno © Wil van Iersel

Theater Aachen / Il trionfo del Tempo e del Disinganno © Wil van Iersel

Wie in der Einführungsveranstaltung bereits erfahrbar, hatte die junge Dramaturgin Pia-Rabia Vornholt zu dem Stück keinen Zugang gefunden. Um dem turbulenten Treiben auf der Bühne nicht im Wege zu sein, wurde das Orchester im Bühnenhintergrund platziert, worunter jedoch die Akustik deutlich leidet.

Das Theater Aachen führt mit diesem Oratorium seinen Barock-Schwerpunkt fort, bei dem jede Spielzeit ein Werk der Barockzeit auf historischen Instrumenten einstudiert wird. In besonderen Kursen wird den Musikern ermöglicht, mit den alten Instrumenten vertraut zu werden, um auf diesem Wege möglichst nah an den Originalklang der alten Musik heran zu kommen. Das unter der musikalischen Leitung von Justus Thorau, dem stellvertretenden GMD der letzten Spielzeit, stehende Orchester des Theaters Aachen, das bereits aus den Vorjahren große Erfahrung in diesem Bereich vorweisen kann, meistert diese Aufgabe mit Bravour.

Die Musik von Händel ist ausgesprochen abwechslungsreich. Stücke, die nur vom Continuo begleitet werden, wechseln sich mit Arien mit obligaten Soloinstrumenten ab, ruhigere Teile folgen auf hochvirtuose, rhythmisch angeschärfte Gesangsequilibristik. Immer dann, wenn die Aufmerksamkeit des Hörers nicht allzu sehr vom schrillen Treiben auf der Bühne, das in keinem erkennbaren Zusammenhang mit dem musikalischen Geschehen steht, abgelenkt wird, ist der Abend ein musikalischer Hochgenuss.

Unter den Arien vielleicht eine der berühmtesten Melodien Händels, die er mehrfach verwendet hat und die vielleicht mit dem Text „Lascia ch´io piango“ aus Händels Oper Rinaldo am bekanntesten geworden sein dürfte, gesungen von Fanny Lustaud. Wunderbar!

Die jungen Sänger auf der Bühne sind großartig.  La Belezza (Die Schönheit) wird vom Sopran Suzanne Jerosme gesungen, die das Ensemble des Theaters Aachen in ihrer zweiten Spielzeit bereichert. Kolloraturreich und stimmschön gestaltet sie die Partie. Il Piacere (Die Lust) ist von Händel eigentlich für einen Alt geschrieben. Fanny Lustaud, eher Mezzo, gefällt an diesem Abend ebenfalls mit einer großartigen gesanglichen Leistung.

Auch die männlichen Partien überzeugen: Il Disinganno (Die Erkenntnis) gesungen vom kanadischen Countertenor Cameron Shahbazi und Il Tempo (Die Zeit), dargestellt vom chilenischen Haustenor des Aachener Theaters Patricio Arroyo, beide eine perfekte Ergänzung des Ensembles.

Neben der gesanglichen Höchstleistung soll aber auch nicht die schauspielerische Leidenschaft und Begeisterung der Sänger unerwähnt bleiben, die zusammen mit dem Orchester einen turbulenten und ungewöhnlich interessanten Abend gestaltet haben.

Verdienter großer Applaus vor ausverkauftem Haus.

Um die eingangs gestellte Frage noch zu beantworten, ob sich das Stück mit seinen verschiedenen Aspekten auch in die heutige Zeit übertragen lässt: Eher nein. Auch bei großartiger musikalischer Leistung und farbenfrohem lebendigem Bühnengeschehen, beide Aspekte haben in dieser Aufführung leider nicht zusammen gefunden.

Il trionfo del Tempo e del Disinganno am Theater Aachen: Weitere Termine: 17.11.18; 22.11.18; 02.12.18; 14.12.18; 19.12.18; 29.12.18; 02.02.19; 14.02.19

—| IOCO Kritik Theater Hagen |—

Aachen, Theater Aachen, La forza del destino – Giuseppe Verdi, 09.09.2018

September 7, 2018  
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 Theater Aachen

Theater Aachen © IOCO

Theater Aachen © IOCO

Theater Aachen lädt zur Kostprobe

La forza del destino – Giuseppe Verdi

Am 09. September wird die Musiktheatersaison am Theater Aachen mit Verdis La forza del destino eröffnet. Interessierte bekommen bereits am Montag, den 03. September, um 19.00 Uhr bei einer Kostprobe einen ersten Eindruck von der Inszenierung von Jarg Pataki. Am Pult des Sinfonieorchester Aachen ist Aachens neuer Generalmusikdirektor – Christopher Ward – zu erleben. Der Eintritt zum Probenbesuch ist wie immer frei.

Theater Aachen / La forza del destino- Julia Mintzer © Marie-Luise Manthei

Theater Aachen / La forza del destino- Julia Mintzer © Marie-Luise Manthei

Die junge Adlige Leonora ist liiert mit Alvaro. Ihre Familie steht dieser Beziehung jedoch im Weg. Als Alvaro Leonora nachts abholen will, werden die beiden von Leonoras Vater gestellt. Alvaro will einem drohenden Kampf aus dem Weg gehen und wirft demonstrativ seine Pistole von sich. Ein Schuss löst sich, der Vater stirbt. Die verhängnisvollen Ereignisse der Nacht lassen die Figuren nicht mehr los. Alvaro und Leonora verlieren auf der Flucht jede Spur von einander. Leonoras Bruder verfolgt die beiden durch ganz Europa.

Verdi und sein Librettist Piave ergänzen die Familiengeschichte um große Chorbilder, die eine vom Krieg gezeichnete und fanatisierte Gesellschaft zeigen. Die Macht des Schicksals wirkt nicht nur im Kreis der Familie. Sie reißt die ganze Welt mit sich.

—| Pressemeldung Theater Aachen |—

Aachen, Theater Aachen, 3. Klassik Lounge im Alten Kurhaus, 06.07.2018

Juli 6, 2018  
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 Theater Aachen

Theater Aachen © IOCO

Theater Aachen © IOCO

Sinfonieorchester – 3. Klassik Lounge ins Alte Kurhaus

Am Freitag, den 06. Juli 2018, findet um 19.30 Uhr unter dem Motto »Nachtstücke« die 3. Klassik Lounge mit dem Sinfonieorchester Aachen im Alten Kurhaus statt. Aufgrund eines Sportunfalls mit Schulterverletzung kann nicht wie geplant Justus Thorau das Konzert dirigieren. Für ihn springt Mathis Groß dankenswerter Weise ein.

Theater Aachen / Mathis Groß © Marie-Luise Manthei

Theater Aachen / Mathis Groß © Marie-Luise Manthei

In der Klassik Lounge können die Besucher zwanglos einen gemütlichen Abend in einzigartiger Atmosphäre verbringen: Zunächst erwartet die Zuhörer ein gut einstündiges Konzert mit einem besonders abwechslungsreichen Programm. Im Anschluss daran sind alle eingeladen, mit den Musikerinnen und Musikern und dem Dirigenten an der Bar ins Gespräch zu kommen.

Schon immer übte die Nacht mit ihrer Dunkelheit und der geheimnisvollen, gar unheimlichen Stimmung eine besondere Faszination auf uns aus. Wolfgang Amadeus Mozarts Serenade Nr. 13, heute besser bekannt als Eine kleine Nachtmusik, entstand nicht etwa als düsteres und bedrohliches Stück der Dunkelheit, sondern erfüllte in ihrer viersätzigen (Serenaden)-Form die Funktion eines Entspannungsstückes für abendliche Stunden im Freien. Alfred Schnittkes Komposition Moz-Art à la Haydn lässt sich als Hommage an den großen und von ihm ausdrücklich verehrten Salzburger Tonschöpfer lesen. Mittels einer Collagentechnik verband Schnittke originale Themen und Melodiefragmente aus Mozarts »Faschingspantomime« zu einem Ganzen und versah seine Komposition zusätzlich mit szenisch-schauspielerischen Ergänzungen, die den theatralischen und komischen Charakter der Mozartschen Musik unterstreichen. Die einsätzige »Piccola musica notturna« des italienischen Komponisten Luigi Dallapiccola entstand 1968 und zeugt mit ihrer Struktur weit mehr von nächtlicher Atmosphäre als die mitunter beschwingte Nachtmusik Wolfgang Amadeus Mozarts. Claude Debussy schließlich beschwor mit seiner sinfonischen Dichtung Prélude à l´après-midi d´un faune eine Szenerie aus dem Reich der mystischen Fabelwelt herauf. Der Faun, Zwitterwesen aus Jüngling und Ziegenbock, entwickelt in der Nachmittagshitze lüsterne Fantasien von verspielten Nymphen.

—| Pressemeldung Theater Aachen |—

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