Rudolstadt, Theater Rudolstadt, Exotische Verlockungen, 24. & 25.05.2019

Mai 22, 2019  
Veröffentlicht unter Konzert, Pressemeldung, Theater Rudolstadt

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Theater Rudolstadt

Exotische Verlockungen

8. Sinfoniekonzert der Thüringer Symphoniker anlässlich des 150. Todestages von Hector Berlioz

Am 24. und 25. Mai, jeweils 19.30 Uhr im Meininger Hof Saalfeld, wird die Sopranistin Mary Elizabeth Williams (häufiger Gast der Opéra de Lille, der Opéra Dijon und an der Mailänder Scala) „La mort de Cléopâtre“ und von Duparc „L’invitation au voyage“ interpretieren.

Theater Rudolstadt / Mary Elizabeth Williams  © Claire Cousin

Theater Rudolstadt / Mary Elizabeth Williams © Claire Cousin

Rudolstadt/Saalfeld. So umstritten Hector Berlioz seinerzeit war – heute gilt der Franzose als einer der wichtigsten Komponisten des 19. Jahrhunderts. Im achten und zugleich letzten Sinfoniekonzert der Thüringer Symphoniker in dieser Saison erklingen seine Werke eingebettet zwischen Kompositionen von Duparc und Dvo?ák, die sich von exotischen Verlockungen ferner Länder und Kulturen inspirieren ließen. Solistin der Konzerte am 24. und 25. Mai, jeweils 19.30 Uhr im Meininger Hof Saalfeld, ist die Sopranistin Mary Elizabeth Williams unter der musikalischen Leitung von Chefdirigent Oliver Weder.

Berlioz (1803?1869) war ein Meister des Extremen. Während er von einem riesigen Orchesterklangköper träumte, konfrontierte er Publikum und Musiker in seinen Werken mit kühnen musikalischen Ideen. Sein Frühwerk „La mort de Cléopâtre“ (Der Tod der Kleopatra), mit dem er für den begehrten Rompreis antrat, schockierte die Jury ob seiner Brutalität. Im Sinfoniekonzert erklingt das düster-dramatische Dramolette als Kontrapunkt zum fröhlich-tänzerischen Maskenspiel der Italiener in „Le carnaval romain“.

In eine orientalische Stadt am Mittelmeer nimmt der Schriftsteller und Lyriker Charles Baudelaire seine Leser in dem Gedicht „Die Einladung zur Reise“. Komponist Henri Duparc, der in seiner Harmoniesprache unter dem Einfluss von Berlioz und Wagner stand, vertonte die Fantasiereise zu einem Kunstlied, in dem man das schläfrige Dahindämmern in der Sommerhitze förmlich spürt. Mit der Sopranistin Mary Elizabeth Williams begegnet dem Publikum eine herausragende Solistin, die an großen Opernhäuser Europas und Amerikas zu hören ist, u. a. in der Opéra de Lille, der Opéra Dijon und an der Mailänder Scala, und die bereits im Silvesterkonzert 2017 zusammen mit den Thüringer Symphonikern zu erleben war.

Krönender Abschluss des letzten Sinfoniekonzerts in dieser Spielzeit ist Antonín Dvo?áks 9. Sinfonie in e-Moll, besser bekannt als die Sinfonie „Aus der Neuen Welt“. Auf Geheiß des Nationalen Konservatorium hatte er in New York den Auftrag, auch den Amerikanern eine nationale Musik zu verschaffen. Zwar studierte Dvo?ák indianische Melodien und ließ amerikanische Folklore in die Sinfonie einfließen, jedoch ist sie ebenso vom typisch böhmischen Kolorit und einem immer wieder ertönenden Sehnsuchtsthema geprägt.

Karten für die Konzerte sind an den üblichen Vorverkaufsstellen sowie telefonisch unter 03672/422766 erhältlich. Zu diesem Konzert findet am 24. Mai zudem eine für Schüler öffentliche Generalprobe statt. Um Anmeldung wird gebeten.

—| Pressemeldung Theater Rudolstadt |—

Düsseldorf, Robert Schumann Saal, Metropolitan Youth Orchestra of Hong Kong, 28.07.2019

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Robert Schumann Saal   

Robert Schumann Saal im MPK Düsseldorf © Christoph Schuknecht

Robert Schumann Saal im MPK Düsseldorf © Christoph Schuknecht

Programm Juli 2019
(August: Keine öffentlichen Veranstaltungen)


Di, 2.7.2019, 20 Uhr
Klavier-Festival Ruhr
Sir András Schiff
Franz Schubert
Sonate in a-Moll D 845
Sonate in D-Dur D 850 „Gasteiner“
Sonate in G-Dur D 894

„Ich weiß ganz genau, wo ich in einer Schubert-Sonate die sprichwörtliche Gänsehaut bekomme.“ Dieses Geständnis hat András Schiff einmal in seinem ungemein lesenswerten Essay- und Gesprächsband „Musik kommt aus der Stille“ gemacht. Und tatsächlich: Wer diesen Jahrhundertpianisten jemals dabei erleben konnte, wie er das himmlisch Kantable in Schuberts Sonaten fast schwerelos in Schwingung versetzt, der hat ein Gespür dafür bekommen, wie nah sich Schiff diesem Komponisten fühlt. Dessen Klavierwerke zählt er immerhin zu den erhabensten Kompositionen, die je für dieses Instrument geschrieben worden sind. Schon Mitte der 1990er Jahre unterstrich Schiff seine Liebe zu Schubert mit einer epochalen Einspielung aller Klaviersonaten. Seitdem ist Sir András Schiff Schubert treu geblieben. Wenn er sich nun in gleich drei Sonaten in einen pianistischen Schubert-„Sänger“ verwandelt, bekommt nicht nur er dabei Gänsehaut. Sir András Schiff ist Preisträger des Klavier-Festivals Ruhr 2009.

Veranstalter: Stiftung Klavier-Festival Ruhr


Mo, 15.7.2019, 20 Uhr
Klavier-Festival Ruhr
Frank Peter Zimmermann Violine
Martin Helmchen Klavier
Ludwig van Beethoven
Sonate für Violine und Klavier Nr. 1 D-Dur op. 12/1
Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 A-Dur op. 12/2
Sonate für Violine und Klavier Nr. 3 Es-Dur op. 12/3
Sonate für Violine und Klavier Nr. 4 a-Moll op. 23

Eine „Sternstunde der Kammermusik” mit “ungemein viel Spielwitz, Frische und Esprit” erlebte der Kritiker der Westdeutschen Zeitung im November in Wuppertal, als Frank-Peter Zimmermann und Martin Helmchen in einem Klavier-Festival Ruhr Extra-Konzert die letzten drei Violinsonaten Beethovens vorstellten. Nun widmen sich die beiden Musiker in Düsseldorf den Sonaten 1 – 4, bevor sie dann am 20. November 2019 in der Stadthalle Mülheim mit den mittleren Sonaten 5, 6 und 7 den Zyklus beenden. Dass mit Helmchen und Zimmermann zwei so renommierte Solisten zusammengefunden haben, um alle zehn Violinsonaten von Beethoven in drei Konzerten beim Klavier-Festival Ruhr zu präsentieren, ist ein großes Glück!

Veranstalter: Stiftung Klavier-Festival Ruhr


So, 28.7.2019, 12 Uhr
Metropolitan Youth Orchestra of Hong Kong
Inga Hilsberg Leitung
Vivaldi, Bach, Mozart und Highlights aus Hong Kong

Robert Schumann Saal / Metropolitan Youth Orchestra of Hong Kong © Metropolitan Youth Orchestra of Hong Kong

Robert Schumann Saal / Metropolitan Youth Orchestra of Hong Kong © Metropolitan Youth Orchestra of Hong Kong

Mit dem Metropolitan Youth Orchestra of Hong Kong gastiert eins der besten Jugendorchester Asiens in Düsseldorf. Bestehend aus sechs Orchestern in vier Leistungsstufen, führt das MYO jeden Sommer seit 2005 Austauschprogramme und Trainingscamps in verschiedenen Ländern durch und war bereits in 14 Städten weltweit zu Gast.

Das Konzert des ca. 30-köpfigen Kammerorchesters unter der Leitung von Inga Hilsberg, Chefdirigentin der Kölner Symphoniker, bildet den Abschluss der 2019 Summer Music Tour mit fünftägigem Trainingscamp in Aachen. Auf dem Programm stehen neben einigen „Golden Oldies“ aus Hong Kong, wie „Pearl of the Orient“ und „Below the Lion Rock“, u. a. Vivaldis Konzert für zwei Violoncelli und Orchester in g-Moll, Mozarts „Neunundzwanzigstes Quartett“ und das 3. Brandenburgische Konzert von Bach.

Veranstalter: Michael Chan im Auftrag des MYO
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

—| Pressemeldung Robert Schumann Saal Düsseldorf |—

Lüneburg, Theater Lüneburg, Der Rosenkavalier – Richard Strauss, IOCO Kritik, 22.05.2019

Theater Lüneburg am Abend © C. Kozycki / Theater Lüneburg

Theater Lüneburg am Abend © C. Kozycki / Theater Lüneburg

Theater Lüneburg

Der Rosenkavalier – Richard Strauss

– Kleines Haus mit großer Produktion –

von Hartmut Kühnel

„Rote Rosen“ ist eine Telenovela der ARD, die in Lüneburg spielt und der Stadt inzwischen einen regen Bustourismus mit Leuten eingebracht hat, die auf den Spuren der Serie wandeln wollen wie einstmals die Besucher der „Schwarzwaldklinik“, inklusive „Erlebnisführung Rote Rosen“. Das entbehrt nicht der Komik, ist aber inzwischen durchaus auch ein Wirtschaftsfaktor für die Stadt. Insofern war die Idee (von wem auch immer sie stammte), die Lüneburger Erstaufführung des ROSENKAVALIERs kurzerhand während der Probenzeit mit in die Serie einzubetten (zuzüglich einiger Serien-typischer Verwicklungen) durchaus sinnvoll. Signe HEIBERG, die Sängerin der Marschallin, hatte dazu auch eine Gastrolle übernommen.


Der Rosenkavalier – Richard Strauss
youtube Trailer Theater Lüneburg
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Gespielt wird seit 1961 im ehemaligen Globe-Kino der britischen Besatzungstruppen, 542 Plätze in 21 kontinuierlich ansteigenden Reihen mit durchweg guter Sicht und erfreulich viel Beinfreiheit. Das hat nicht nur optischen Charme (wenn man es ein bisschen altmodisch liebt) sondern ist auch akustisch erstaunlich gut. Nur geben natürlich weder der Orchestergraben noch die Größe des Hauses als solche den Platz für ein originales Rosenkavalier-Orchester her. Also erarbeitete Musikdirektor Thomas DORSCH – ab 2019 frei von eventuellen Genehmigungs- und Tantiemenquerelen – die „Lüneburger Fassung“ für ca. 55 Musiker und fügte obendrein etliche kleinere Striche oder auch schlicht der vorhandenen Gegebenheit geschuldete Vereinfachungen hinzu.

So ist der Tierhändler im 1. Akt weggefallen, anstelle der 4 Lakaien laufen nur noch 2 dem „Herrn Grafen“ nach etc. Aber was tut’s, das Lüneburger Ensemble, das bei der nicht eben geringen Anzahl von Rollen trotzdem mit nur 3 Gästen auskommt (Octavian, Ochs und erstaunlicherweise die Jungfer Leitmetzerin) ist ohnehin genug gefordert. So muss der Haushofmeister der Marschallin nach getaner Frühschicht mittags im gleichen Job bei Faninal antreten und – im Niedriglohnsektor ja heutzutage leider nicht unüblich – abends auch noch den Wirt machen, bei dem sich der indisponiert gemeldete Alexander TREMMEL klugerweise das hohe B bei der „Frau Fürstin FEEELDmarschall“ schenkte. Und selbst der Notar der Marschallin kellnert abends, die Dame zahlt offenbar miserabel, was allerdings nur an der ebenso miserablen finanziellen Lage der kommunalen Theater in Niedersachsen liegen kann, das Lüneburger Haus war im letzten Herbst angeblich sogar Insolvenz-gefährdet, es wäre ein Jammer!

Theater Lüneburg / Der Rosenkavalier - hier : Ensemble  ©  Andreas Tamme

Theater Lüneburg / Der Rosenkavalier – hier : Ensemble  ©  Andreas Tamme

Kein Wunder also, dass auch die – wenn man richtig gezählt hat – 28 Mitglieder der Lüneburger Symphoniker nur 80% des gültigen Flächentarifvertrages bekommen. Sie legen sich – aufgestockt durch etwa die gleiche Anzahl Gäste – trotzdem mächtig ins Zeug und liefern unter der schwungvollen Leitung von Thomas DORSCH einen ebensolchen, obendrein sehr sauber und differenziert gespielten Strauss ab, bei dem so manches Detail in den Bläsern einmal nicht im süffigen Streicherklang von 32 Violinen untergeht.

Für die Inszenierung zeichnet Hajo FOUQUET, seit 2010 Intendant des Theaters, verantwortlich. Er lässt die Handlung in etwa in der Entstehungszeit des Werkes spielen und liefert in einem einfachen, aber funktionalen und durchaus atmosphärischen Bühnenbild, bei dem die Rückwände die Decke des jeweiligen Raumes abbilden, vor allem eine solide Personenführung mit lauter lebendigen Figuren ab (Handwerk scheint an den kleinen Häusern noch ein Wert an sich zu sein); niemand rutscht in die Karikatur ab, auch der Ochs ist – bei aller Busengrapscherei – einer, der sich im Prinzip benehmen kann, so es denn seinen Zwecken dient. Martin BLASIUS (neben der Sängerin des Octavian der Einzige, von dem ich sicher weiß, dass er seine Rolle schon vor Lüneburg gesungen hat) verleiht ihm pralle Züge und einen immer noch veritablen Bass, bei dem zwar die Intonation nicht mehr immer so ganz genau stimmt und der ein oder andere Ton auch mal leicht verrutscht; aber er mogelt sich nicht durch, sondern singt auch in den extremen Lagen ausgesprochen ehrlich. Und die Parlando-Fähigkeit, ohne die der Ochs nicht zu machen ist, lässt nichts zu wünschen übrig.

Die beste Leistung des Abends kam allerdings von Signe HEIBERG. Die ist seit der Saison 2016/17 festes Ensemblemitglied und hat seitdem neben Operette und moderner Musik Desdemona, Micaela, Mimi und Figaro-Gräfin gesungen. Jetzt also die Marschallin, mit gerade einmal 31 Jahren. Das ist früh, aber damit steht hier endlich einmal die von Strauss gewünschte junge Frau auf der Bühne, die bei allen melancholischen Anwandlungen eben doch lebenslustig ist und sich irgendwann nach dem dritten Akt (für den sie auch die Autorität der gelernten Fürstin mitbringt) sicher einen neuen Liebhaber suchen wird.

Und stimmlich kommt die Partie nicht zu früh, denn neben aller Jugendlichkeit der Stimme und einer souveränen, dynamisch differenzierten Stimmführung steht eine erstaunlich reife Textbehandlung – und die „silberne Rose“ am Ende des ersten Aktes habe ich noch selten so tonschön gehört. Das einzige Problem ist mitunter die Balance zu den Partnern, das Organ ist in diesem Haus im Forte schlicht zu groß, im Schlussterzett dominiert sie eindeutig, obwohl sie deutlich weiter hinten positioniert ist als ihre Partnerinnen. In der nächsten Spielzeit wird sie in Lüneburg noch die Senta singen, danach wäre ihr ein größeres Haus zu wünschen.

Theater Lüneburg / Der Rosenkavalier - hier : vl.  Regina Pätzer als Octavian, Signe Heiberg als Marschallin © Andreas Tamme

Theater Lüneburg / Der Rosenkavalier – hier : vl.  Regina Pätzer als Octavian, Signe Heiberg als Marschallin © Andreas Tamme

Weder Regina PÄTZER (Octavian) noch Franka KRANEIS (Sophie) können mit vergleichbarem Material aufwarten, aber Beide machen ihre Sache gut, singen sauber, ausgesprochen musikalisch und absolut höhensicher und sind auch optisch wunderbar rollendeckend.
Ulrich KRATZ ist der geboten cholerisch-devote Faninal während Karl SCHNEIDER doch ein paar Probleme mit der vertrackten Arie des Sängers hat – aber da habe ich schon ziemlich berühmte Kollegen regelrecht „sterben“ gehört, die allein für die fünf Minuten sicherlich mehr Geld bekommen haben, als eine Lüneburger Monatsgage.

Diverse kleinere Partien (Annina & Valzacchi – Kirsten PATT & Marcus BILLEN, Notar & Polizeikommissar – Wlodzimierz WROBEL & Steffen NEUTZE) sind aus dem Chor heraus besetzt, alle schlagen sich wacker, wie überhaupt die ganze Aufführung eine in sich geschlossene Einheit ist.

Und auch wenn man sich vielleicht im Einzelfall etwas mehr Volumen oder ein persönlicheres Timbre gewünscht hätte, man ist hier nicht an der Met und man bekommt selbst auf dem teuersten Platz eine komplette Oper samt Inszenierung für einen Preis zu sehen, für den man sich für den Arienabend eines einzelnen Stars in der Hamburger Elbphilharmonie allenfalls die billigste Kategorie leisten könnte.

Der Rosenkavalier am Theater Lüneburg;  leider weiteren Vorstellungen in dieser Spielzeit 2018/19

—| IOCO Kritik Theater Lüneburg |—

Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Lollo im JOiN – Interaktives Musiktheater, 25.05.2019

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Oper Stuttgart

 Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

  Lollo –   Aus alt mach neu – und spiel‘ dabei!

Interaktives Musiktheater

Premiere, Samstag, 25. Mai 2019, 15 Uhr im JOiN, weitere Vorstellungen, 29. Mai 2019, 04. / 06. / 13. / 17. Juni 2019, 10. / 11. / 12. Juli 2019

Elisabeth Naskes interaktives Musiktheater Lollo feiert am Samstag, 25. Mai 2019, Premiere im JOiN

Interaktives Musiktheater für Kinder von 3 bis 6 Jahren zum Thema Müll, Umweltschutz und Nachhaltigkeit von Ela Baumann (Libretto und Konzept) und Elisabeth Naske (Musik und Konzept) In Zusammenarbeit mit der Abfallwirtschaft Stuttgart

Am Samstag, 25. Mai 2019, lädt das JOiN, die „Junge Oper im Nord“, um 15 Uhr Kinder von drei bis sechs Jahren und ihre Familien zur Premiere des interaktiven Musiktheaters Lollo rund um das Thema Müll, Umweltschutz und Nachhaltigkeit ein. Lovinia Schuchert ist für die szenische Realisation verantwortlich.

Dass Dinge, die man wegwirft, durchaus noch nützlich und klangvoll sein können, dürfen die Kinder in Lollo selbst ausprobieren und erfahren: Aus Verpackungsmaterial, Dosen, Papierrollen, Joghurtbechern, Schachteln und vielem mehr basteln die Kinder im ersten Teil des Nachmittags unter Anleitung Luftballontrommeln, Gitarrenrasseln und Fliesophone, bevor sie im anschließenden Konzertteil und in der folgenden Klanggeschichte mit ihren selbstgebauten  Instrumenten musizieren.

Die Mezzosopranistin Diatra Zuleika erzählt und singt die Geschichte von Lollo. Begleitet wird sie von einer Klarinette und einer Bassklarinette (Stefanie Faber und Frank Bunselmeyer aus dem Staatsorchester Stuttgart) sowie von den Kindern, die innerhalb des Konzertteils immer wieder mit ihren selbst gebauten Instrumenten die Geschichte klanglich unterstützen und als Kinderorchester mitwirken.

Auf der Schutthalde findet Lollo eine Autohupe, eine Fahrradklingel, alte Dosen, alte Kleider, alte Hosen, alte Schirme, alte Schuhe, alte Koffer und ein altes Bügeleisen. Auch Spielsachen verbergen sich in der Schutthalde und so zieht Lollo nach und nach die alten und kaputten Dinge heraus, transportiert sie in den Wald und repariert sie. Dank „Frau Doktor Lollo“ geht’s am Ende allen Sachen wieder gut. Gemeinsam zieht Lollo mit den Spielsachen und den Kindern in die aus gesammelten Pappkartons und Kisten gebauten „Schachtelstadt“ ein.

Szenische Realisation Lovinia Schuchert, Erzählerin und Sängerin Diatra Zulaika, Musiker*in Stefanie Faber, Frank Bunselmeyer

Über das JOiN
Die Staatsoper Stuttgart gehört seit der Gründung der Jungen Oper Stuttgart 1997 zu den wichtigsten Akteuren der Kulturvermittlung in der internationalen Opernlandschaft. Als eigenständige Institution unter dem Dach der Staatsoper Stuttgart hat die Junge Oper Stuttgart mit zahlreichen Uraufführungen zur Entwicklung des Musiktheater-Repertoires für junges Publikum wesentlich beigetragen und bei der Entwicklung von Musik-Vermittlungskonzepten Maßstäbe gesetzt. Diesen Weg wird die Staatsoper Stuttgart fortsetzen und die Junge Oper weiter entwickeln. Die Junge Oper bezog zu Beginn dieser Spielzeit mit dem Nord eine eigene Spielstätte, aus der sich ihr neuer Name ableitet: JOiN ist das Akronym von „Junge Oper im Nord“, versteht sich inzwischen aber zugleich als Einladung und als Aufforderung für Menschen jeglichen Alters zum Mitmachen. Das JOiN ist im gleichen Haus beheimatet wie das Probenzentrum der Staatsoper Stuttgart. Somit ist das JOiN nicht nur Schnittstelle von jungem Publikum zur „Großen Oper“, sondern auch Begegnungs- und Aktionsort aller Altersstufen und Künste.

JOiN-Programm 2018/19: Von Mozart bis Aperghis und Dick

Der Schauspieldirektor –  von W.A. Mozart und Henrik Albrecht für Kinder ab acht Jahren und ihre Familien
Gold –  von Leonard Evers für Kinder ab sechs Jahren und ihre Familien
Antigone-Tribunal –  von Leo Dick für alle ab 16 Jahren
Rotkäppchen –  von Georges Aperghis für Kinder ab sechs Jahren und ihre Familien
Lollo –  von Elisabeth Naske für Kinder von drei bis sechs Jahren
Control CTRL — von und mit Jugendlichen ab 12 Jahren für Jugendliche ab 12 Jahren

—| IOCO Kritik Oper Stuttgart |—

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