Bochum, Ruhrtriennale, Barbara Frey – Intendantin Ruhrtriennale – 2021 – 2023, IOCO Aktuell

Ruhrtriennale

Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW

Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW / Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen und Barbara Frey © Tobias Kreutzer/MKW

Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW / Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen und Barbara Frey © Tobias Kreutzer/MKW

Barbara Frey  – Intendantin  Ruhrtriennale  2021 – 2023

Ruhrtriennale – Größtes Kulturfestival in Nordrhein Westfalen

Die Schweizer Theaterregisseurin und Musikerin Barbara Frey ist eine sehr erfolgreiche und anerkannte Theatermacherin im deutschsprachigen Raum. NRW Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen stellte am 3. Juli 2019 die künftige Intendantin der Ruhrtriennale vorgestellt. Die Schweizer Theaterregisseurin und Musikerin Barbara Frey übernimmt ab November 2020 für drei Jahre (Spielzeiten 2021–2023) die künstlerische Leitung des größten Kulturfestivals in Nordrhein Westfalen. In seiner heutigen Sitzung hat der Aufsichtsrat der Kultur Ruhr GmbH unter dem Vorsitz von Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen die neue Intendantin ernannt. „Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, Barbara Frey als zukünftige Intendantin der Ruhrtriennale zu gewinnen. Sie hat die vergangenen zehn Jahre mit großem Erfolg die Geschicke des Schauspielhauses Zürich gelenkt und ist eine sehr anerkannte Theatermacherin im deutschsprachigen Raum und in Europa. In Zürich hat sie gezeigt, dass sie für ein offenes, neugieriges und lebendiges Theater auf höchstem Niveau steht. Ich bin sehr gespannt auf das künstlerische Programm unter ihrer Leitung und die Produktionen, mit denen sie die besonderen Industriestätten des Ruhrgebiets bespielen wird“, sagte Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.

„Ich freue mich sehr über meine Berufung als Intendantin der Ruhrtriennale ab 2021. Die Spielorte der Ruhrtriennale sind historisch gesehen unvergleichlich. Sie erzählen von vergangener Zukunft. Wir werden danach forschen, was die Umwidmung der Räume bedeutet: Aus stillgelegten Stahlwerken und Zechen entstehen immer wieder neue Denkorte der Kultur. Dies ist einzigartig, eine große Herausforderung und eine schöne Vision für die intensive Zusammenarbeit mit Menschen aus anderen Kunstformen und anderen kulturellen Zusammenhängen. Die Kulturschaffenden in Nordrhein-Westfalen sind, ebenso wie das dortige Publikum, zu Recht bekannt für ihre Offenheit, Neugierde und Zugewandtheit zu allen erdenklichen Formen künstlerischer Energien“, sagte Barbara Frey.


Zur Person  –  Barbara Frey (*1963 in Basel) studierte in Zürich Germanistik und Philosophie und spielte als Schlagzeugerin in verschiedenen Schweizer Bands. Ihre Karriere am Theater begann 1988 als Musikerin und Regieassistentin am Theater Basel unter der damaligen Leitung von Frank Baumbauer. Seit 1992 arbeitet Barbara Frey als Regisseurin, anfangs in der freien Szene sowie am Theater Neumarkt in Zürich, am Nationaltheater Mannheim und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Von 1999 bis 2001 war sie Hausregisseurin an der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin, 2005 bis 2008 in gleicher Funktion am Deutschen Theater Berlin. Wiederholt inszenierte sie etwa am Theater Basel, am Bayerischen Staatsschauspiel in München und bei den Salzburger Festspielen.

Zuletzt, seit der Spielzeit 2009/10 und noch bis zum Ende der Spielzeit 2018/19, war Barbara Frey Intendantin des Schauspielhauses Zürich. Zu Beginn ihrer Intendanz inszenierte sie etwa Schillers Maria Stuart und Shakespeares Was ihr wollt. Ihre jüngste im Mai in Zürich aufgeführte Produktion Die Toten nach einer Erzählung von James Joyce war von großem Erfolg gekrönt. Unter Barbara Freys künstlerischer Leitung wurde das Schauspielhaus Zürich mehrere Male zum renommierten Berliner Theatertreffen eingeladen. Darüber hinaus wurden Inszenierungen im Rahmen des Festivals „Radikal jung!“, während der Mülheimer Theatertage, auf dem Schweizer Theatertreffen und beim Prager Theaterfestival Deutscher Sprache gezeigt. Internationale Gastspiele führten das Schauspielhaus Zürich in die Theatermetropolen des deutschsprachigen Raums sowie u.a. nach Spanien, die Niederlande, Portugal, Russland, China und Taiwan. Während ihrer Zürcher Jahre inszenierte Barbara Frey an der Semperoper Dresden sowie immer wieder am Burgtheater Wien. 2016 erhielt sie im Rahmen des Dritten Schweizer Theatertreffens in Genf den renommierten Schweizer Theaterpreis.

Ruhrtriennale 2019
Die diesjährige Spielzeit der Ruhrtriennale findet vom 21. August bis 29. September 2019 statt. Unter der derzeitigen Intendantin Stefanie Carp sind rund 150 Veranstaltungen vorbereitet, darunter Musiktheater, Schauspielproduktionen sowie Konzerte. Zudem sind vier Installationen bei freiem Eintritt zu besuchen. Unter den insgesamt 36 Produktionen sind 14 Ur- und Erstaufführungen.  Mehr als 840 Künstlerinnen und Künstler aus 35 Ländern werden bei der Ruhrtriennale 2019 in 13 Spielstätten in Bochum, Duisburg, Essen und Gladbeck auftreten.

—| Pressemeldung Ruhrtrienale |—

—| Pressemeldung Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW |—

Hof, Theater Hof, Reinhardt Friese – Intendant bis 2024, IOCO Aktuell, 02.08.2019

Theater Hof

Theater Hof © Foto: Thomann

Theater Hof © Foto: Thomann

Reinhardt Friese bleibt Intendant des Theater Hof

Mit knapp 100.000 Besuchern / Jahr ist das 1822  gegründete Theater Hof  bedeutender Kulturträger seiner Region. Am Rande der Altstadt der Stadt Hof gelegen, erwartet den Besucher im Theater Hof ein vielfältiger Spielplan mit etwa zwanzig Produktionen pro Spielzeit, darunter Opern, Musicals, Operetten, Komödien, Dramen, Ballettabende sowie Kinder- und Jugendtheater. 1949 wurde das Theater Hof als Städtebundtheater neugegründet, 1994 bezog man den Neubau in der Kulmbacher Straße. Das Theater unterhält eigene Ensembles im Schauspiel, Musiktheater und Ballett. Als vierte Sparte nimmt seit der Spielzeit 2014/15 das Junge Theater Hof einen höheren Stellenwert aufgrund eigener künstlerischer Leitung ein. Geschäftsführer der Theater Hof GmbH sind gleichberechtigt Reinhardt Friese und Florian Lühnsdorf.

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Thaeter Hof / Intendant Reinhard Friese © Theater Hof

Thaeter Hof / Intendant Reinhard Friese © Theater Hof

Die Stadt Hof hat sich mit Reinhardt Friese auf eine erneute Verlängerung seines Vertrages bis zum Sommer 2024 geeinigt. „Ich freue mich, dass Sie uns weiter treu bleiben und dass wir frühzeitig Klarheit für unser Theater haben“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner bei der Vertragsunterzeichnung. Die zweifelsfreie und gremienübergreifende Vertragsverlängerung sei ein schönes Zeichen des Vertrauens und der Wertschätzung.

Reinhardt Friese ist seit 2012 Intendant am Theater Hof. In seiner Amtszeit gründete er das Junge Theater Hof als vierte Sparte des Hauses. Außerdem hat das Theater Hof durch zahlreiche Ur- und Erstaufführungen sowie die Wiederentdeckung reizvoller Raritäten auch überregional auf sich aufmerksam gemacht. Als Regisseur verantwortet Friese einige große Publikumserfolge der vergangenen Jahre, wie zum Beispiel die Rocky Horror Show, das  Rockmusical Der Ring oder die Oper Der fliegende Holländer.

DER RING Musical von Frank Nimsgern und Daniel Call
youtube Trailer des Theater Hof
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Bei der Vertragsunterzeichnung im Rathaus betonte Friese, dass in Hof auch abseits der großen Metropolen großes Theater stattfindet: „Ich nehme das Publikum ernst und versuche, für Hof mit dem selben hohen Anspruch an die Spielplangestaltung und die Auswahl der Künstler heranzugehen, wie ich das auch in München oder Hamburg machen würde. Wir trauen unseren Zuschauern etwas zu, auch moderne und sperrige Themen. Gleichzeitig soll Theater auch Spaß machen. Das führen wir in einem vielfältigen Programm zusammen. Ich bin dem Hofer Publikum dankbar, dass es so neugierig und aufgeschlossen unsere Aufführungen besucht und verspreche für die Zukunft weiterhin spannendes und sinnliches Theater auf der Höhe der Zeit!“

Friese (*1968 in Mainz) wurde 2018 mit der Ehrenmedaille in Silber des Bezirks Oberfranken ausgezeichnet. Er sieht dies auch als Auszeichnung für das Engagement aller Mitarbeiter des Theaters Hof, die sich mit Herzblut und Fleiß jeden Tag dafür einsetzen, dass Opern, Schauspiel und Ballett auf höchstem Niveau stattfinden können.

„Besonders die im Sommer 2020 beginnende Sanierung wird eine große Herausforderung für alle Mitarbeiter des Hauses, die wir aber mit Schwung und Optimismus angehen, um dem Publikum auch in der Ersatzspielstätte fantastisches Theater bieten zu können. Und wir freuen uns natürlich darauf, danach ins Stammhaus zurückkehren zu können, das dann wieder in Topform ist. Durch die Vertragsverlängerung kann ich diesen Wiedereinzug weiter begleiten, was mich sehr freut“, so Friese.

Derzeit befindet sich Reinhardt Friese, der an vielen Theatern im gesamten deutschsprachigen Raum ein gefragter Gastregisseur ist, in den Proben zu der Komödie Besucher von Botho Strauß. Das ebenso humorvolle wie rätselhafte Portrait der Vor-Wendezeit hat am 5. Oktober (also kurz vor dem 30 Jahrestag des Mauerfalls) Premiere im Großen Haus des Theater Hof.  

—| IOCO Aktuell Theater Hof |—

Stuttgart, MINISTERIUM FÜR WISSENSCHAFT, FORSCHUNG UND KUNST, Andreas Mölich-Zebhauser erhält Verdienstkreuz am Bande, 29.07.2019

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 Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden Württemberg

Ministerium für Wissenschaft Forschung & Kunst / Petra Olschowski hat Andreas Mölich-Zebhauser © MWK

Ministerium für Wissenschaft Forschung & Kunst / Petra Olschowski hat Andreas Mölich-Zebhauser © MWK

Andreas Mölich-Zebhauser mit Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt

Staatssekretärin Petra Olschowski: „Andreas Mölich-Zebhauser hat sich mit Leidenschaft für die Musik und Kultur eingesetzt und hat das Festpielhaus Baden-Baden zu einem Ort mit internationa-ler Strahlkraft gemacht“
Ehrung für den Intendanten und Geschäftsführer des Festspielhauses Baden-Baden

Staatssekretärin Petra Olschowski hat Andreas Mölich-Zebhauser das Verdienst-kreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland über-reicht und damit dessen jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement, seine wichtigen Impulse für die Musikwelt und seinen Einsatz für das Festspielhaus Ba-den-Baden gewürdigt, das internationale Anerkennung genießt.

„Andreas Mölich-Zebhauser hat mit mitreißender Energie, mit einem enormen Wissen, mit Kreativität und Können die Kulturlandschaft in Baden-Württemberg und darüber hinaus über Jahre hinweg geprägt“, sagte Olschowski am Montag (29. Juli) in Stuttgart. „Er hat Maßstäbe gesetzt und gezeigt, dass private Geldgeber und ein großes Publikum für klassische Musik, für Oper und Ballett zu gewinnen sind und dass sich große Ideen rechnen können“, so Olschowski weiter.

„Dank Andreas Mölich-Zebhausers Engagement ist das Festspielhaus Baden-Ba-den in der europäischen Hochkultur nicht mehr wegzudenken. Es ist ein Ort der Musik, der vom engen Vertrauensverhältnis zu den Künstlerinnen und Künstlern geprägt ist.“

Als neu ernannter Geschäftsführer und Intendant des 1998 in finanzieller Schief-lage geratenen Festspielhauses Baden-Baden hat er es geschafft, durch Überzeugungsarbeit und Gestaltungskraft den Konkurs abzuwenden. Durch die Grün-dung einer Stiftung, der Kulturstiftung Festspielhaus Baden-Baden, und durch private Sponsoren hat er dem größten Opernhaus in Deutschland einen Neustart ermöglicht. Er setzte als Intendant im Opern-, Konzert- und Ballettprogramm auf höchstes Niveau. Innerhalb kurzer Zeit gelang es ihm, bedeutende, internationale Orchester, Sängerinnen und Sänger, Solistinnen und Solisten und Dirigenten für besondere Festspielprogramme zu gewinnen. Mit der gemeinnützigen Sigmund Kiener Stiftung hat er die Kindermusikwelt „Toccarion“ ins Leben gerufen, bei der die musikalische Nachwuchs- und Talentförderung im Fokus steht.

Neben seinen beruflichen Funktionen als Musik- und Kulturmanager ist Andreas Mölich-Zebhauser in zahlreichen Ehrenämtern engagiert. Seit Gründung der „Ge-sellschaft der Freunde und Förderer“ der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main 2007 ist er deren ehrenamtliches Kuratoriumsmitglied. Zudem war er Präsident der Deutschen Ensemble Akademie e.V., Kuratoriumsmitglied der Kunststiftung Nordrhein-Westfalen, Mitglied des Hochschulrats in der Hochschule für Musik Karlsruhe und Kuratoriumsmitglied des Kulturfonds Frankfurt Rhein Main gGmbH.

Weitere Informationen
Andreas Mölich-Zebhauser, geboren 1952 in Hamburg, studierte Geschichte und Germanistik an den Universitäten Hamburg und Bonn. Nach dem Staatsexamen begann er in einem Musikverlag zu arbeiten und studierte parallel BWL, Jura, Musikwissenschaften, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften an der Uni-versität München. 1991 übernahm Andreas Mölich-Zebhauser die Geschäftsführung der Deutschen Ensemble Akademie und des Frankfurter „Ensemble Modern“. Von 1998 bis 2019 war er Intendant und Geschäftsführer der Festspielhaus- und Festspiele Baden-Baden gGmbH.

—| Pressemeldung  Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden Württemberg  |—

Halfing, Immling Festival, Pocci-Preis – Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann

August 1, 2019  
Veröffentlicht unter Immling-Festival, Oper, Personalie, Pressemeldung

Immling Festival

Immling Festival / Pocci-Preis für Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann © Nicole Richter

Immling Festival / Pocci-Preis für Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann © Nicole Richter

Pocci-Preis – Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann

Die Pocci-Gesellschaft e.V. hat Cornelia von Kerssenbrock, Musikalische Leiterin des Immling Festivals und Ludwig Baumann, Intendant des Immling Festivals, mit dem Pocci-Preis ausgezeichnet. Der Preis wurde 2019 zum 14. Mal verliehen. Die Preisverleihung fand vor Beginn der Vorstellung von Wolfgang Amadeus Mozarts Don Giovanni  (IOCO berichtete dazu, link HIER) im Festspielhaus Immling statt.

Mit dem Pocci-Preis werden Künstler ausgezeichnet, die im Sinne des Grafen Pocci (1807-1876) besonders hervorgetreten sind. „Er lebte für seine Kunst“, so Dr. Michael Köhle, der Vorsitzende der Pocci-Gesellschaft. Franz Graf von Pocci widmete sich mit Leib und Seele dem Marionettentheater, malte Kulissen, entwarf Kostüme und zeichnete sogar die Eintrittskarten. Zu den berühmtesten Figuren, die Pocci geschaffen hat, gehört der Kasperl Larifari, der ihm den Beinamen Der Kasperlgraf einbrachte. Am 22. Juli 1847 wurde Pocci von König Ludwig I. zum Hofmusikintendanten ernannt. 17 Jahre bekleidete er dieses Amt. Zwischendurch war er auch noch Interimsintendant an der Bayerischen Staatsoper.

Immling Festival / Pocci-Preis - v.l. Dr. Michael Koehle Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann © Nicole Richter

Immling Festival / Pocci-Preis – v.l. Dr. Michael Koehle Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann © Nicole Richter

Als Intendant des Immling Festivals lenkt Ludwig Baumann zusammen mit der Musikalischen Leiterin Cornelia von Kerssenbrock die Geschicke der Festspiele auf Gut Immling. Auch dieses Paar hat sich mit Leib und Seele dem Musiktheater verschrieben. Das Immling Festival findet in diesem Jahr bereits zum 23. Mal statt und zeigt Opern, Operetten, Konzerte und Galas mit Künstlern aus aller Welt in der traumhaften Kulisse des Chiemgaus. Verliehen wurde der Preis vor der Vorstellung der diesjährigen Neuinszenierung von Wolfgang Amadeus Mozarts Don Giovanni. Schließlich haben der Kasperl Larifari und Leporello, der Diener Don Giovannis, viel gemeinsam: „Beide sind Lebenskünstler, die sich ihre durchaus bissig-sarkastischen Kommentare zum Erlebten nicht verkneifen können“, so der Vorsitzende der Pocci-Gesellschaft Dr. Michael Köhle. Er deutete bei der Preisverleihung in Immling an, dass Kasperl Larifari durchaus auch beim Immling Festival auftreten könnte.

Immling Festival / Pocci-Preis für Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann - Ludwig Baumann: … „und meine Frau spielt das Krokodil“ © Nicole Richter

Immling Festival / Pocci-Preis für Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann – Ludwig Baumann: … „und meine Frau spielt das Krokodil“ © Nicole Richter

Intendant Ludwig Baumann bedankte sich strahlend für den Pocci-Preis: „Wir sind gerührt, diesen Preis zu bekommen. (…) Letztes Jahr habe ich ein Kasperl-Theater bauen lassen und darin zusammen mit meiner Schwägerin Verena von Kerssenbrock ‚Kasperl im Opernland – Die Zauberflöte‘ (von Christine Unterseer) zur Aufführung gebracht. (…) Ich war der Kasperl und meine Schwägerin der Seppel. (…) Heute habe ich mit Verena von Kerssenbrock vor der Vorstellung ausgemacht, dass wir wieder Kasperl-Theater in Immling spielen werden – und nächstes Mal mit meiner Frau als Krokodil“ – was Cornelia von Kerssenbrock mit einem herzlichen Lachen und das Publikum mit Applaus quittierte.
Bekannte Preisträger des Pocci-Preises waren u.a. die Brüder Well und Gerhard Polt für ihre kabarettistisch-musikalischen Programme sowie Wolf Euba als Schauspieler und Sprecher des Kasperl Larifari oder das Münchner Marionettentheater, das Pocci mit begründet hatte.

„Franz Graf von Pocci, Humor und Musik“
Das Immling Festival zeigt noch bis zum 18. August im Rahmen der Festspiel-Veranstaltungen eine Ausstellung über Franz Graf von Pocci und seine Zeit. Zu sehen sind satirische Zeichnungen. Außerdem wird Poccis Beitrag zur Entwicklung und drucktechnischen Präsentation der stürmischen Entwicklung des Humors und der Satire in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gezeigt. Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten der Ausstellung: nur zu den Veranstaltungen des Immling Festivals
Spielplan und Tickets Immling Festival: www.immling.de oder Tel. 08055 – 9034 0

—| Pressemeldung Immling Festival |—

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