Linz, Landestheater Linz, Das Land des Lächelns – Franz Léhar, IOCO Kritik, 09.06.2021

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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Das Land des Lächelns –  Franz Lehár

– eine träumerische Hommage an Richard Tauber und Franz Léhar –

von Marcus Haimerl

Das Landestheater Linz feierte mit einer Inszenierung von Das Land des Lächelns, link HIER,  den 150. Geburtstag von Franz Lehár. Die Premiere fand am 9. Oktober 2020 statt und wurde nach der pandemiebedingten Schließung im Mai planmäßig wieder aufgenommen. Noch mit einem Happy End und unter dem Titel Die gelbe Jacke wurde die Operette am 9. Februar 1923 im Theater an der Wien uraufgeführt. Unter dem Titel Das Land des Lächelns feierte die überarbeitete Fassung, mit eigens auf den großen Tenor Richard Tauber zugeschnittenen Liedern und ohne glückliches Ende, ihre Uraufführung am 10. Oktober 1929 im Berliner Metropol-Theater. Naheliegend, den in Linz geborenen Tenor auch in der aktuellen Inszenierung auftreten zu lassen.

Das Land des Lächelns – Interview mit Regisseur Andreas Bauermann
Youtube
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Die neue Textfassung für das Landestheater Linz stammt von Regisseur Andreas Beuermann unter dem Pseudonym Simon W. Alexander. Der erste Teil spielt in einem Wiener Museum im Winter 1929/1930 (Ausblick und Ambiente lassen vermuten, dass es sich hier wohl um das 1928 gegründete alte Völkerkundemuseum in der Neuen Hofburg, Wien, handeln könnte), in dem eine China Ausstellung eröffnet wird. Für geladene Gäste und Förderer des Museums singt Startenor Richard Tauber mit seiner Bühnenpartnerin Hella Kürty Ausschnitte aus der jüngst in Berlin uraufgeführten Operette Das Land des Lächelns. Der Auftritt ist der Großzügigkeit der Kunstmäzenin Gräfin Lichtenfels zu verdanken, die ihrer Nichte Lisa damit den Herzenswunsch erfüllt, den Tenor persönlich kennenzulernen.

Richard Tauber gibt Autogramme und unterhält sich mit Gästen, zieht sich aber dann zurück, um die Bekanntschaft mit Lisa bei einer Tasse Tee (mit den 1929 erfundenen Teebeuteln) zu vertiefen. Schließlich geben er und Hella Kürty eine Gesangsprobe zum Besten. Mit dem Chrysanthemen-Lied verführt sie die anwesenden Herren. Schließlich verabschiedet sich der Tenor mit dem Hinweis, zu geplanten Filmaufnahmen nach China reisen zu müssen. Lisa ist fest entschlossen, Richard Tauber nach China zu folgen. Sie schläft ein und der Museumsraum verwandelt sich in einen chinesischen Palast. Aus dem Museumsdirektor wird Tschang, der Onkel Sou-Chongs, Tauber geht in seiner Rolle als chinesischer Prinz auf, Hella Kürty fügt sich in ihre Rolle als Mi und die Gräfin von Lichtenfels tritt als Oberhofdame auf. Lisas Traum folgt nun inhaltlich Lehárs Operette. Die Europäerin ist Onkel Tschang ein Dorn im Auge. Sou-Chong wird mit der „gelben Jacke“ geehrt, Lisa bedauert jedoch von der Zeremonie ausgeschlossen worden zu sein. Ihr Jugendfreund Gustl, dessen Heiratsantrag sie ihm Museum abgelehnt hatte, ist mit seinem Sekretär auf der Suche nach Lisa in China angekommen. Sie erfahren von der Oberhofdame, dass alten Traditionen nach, das Familienoberhaupt Sou-Chong noch am selben Tag vier Mandschu-Frauen heiraten muss. Lisa hält an ihrer europäischen Sichtweise fest und will gemeinsam mit Gustl fliehen. Sie werden von Sou-Chong überrascht, nachdem Lisa ihm erklärt die Fremde nicht länger zu ertragen, gibt er sie frei.

Landestheater Linz / Das Land des Lächelns hier Franziska Stanner und Theresa Grabner © Michaela Haimerl

Landestheater Linz / Das Land des Lächelns hier Franziska Stanner und Theresa Grabner © Michaela Haimerl

Langsam scheint Lisa aus ihrem Traum zu erwachen und auch Sou-Chong und Mi verwandeln sich zurück in Richard Tauber und Hella Kürty.

Regisseur Andreas Beuermann zeigt in seiner Inszenierung eine interessante Deutung im Entstehungsjahr der Operette, in dem auch dem Tanz (Choreografie Kevin Schmid) eine bedeutende Rolle zukommt.  Dazu Andreas Beuermann: „Ergänzend dazu bekommt der Tanz eine stärker integrierte Bedeutung durch die Figuren „Lóng“ (Drache) und „Fenghuáng“ (Phoenix), die als chinesische Symbole des Männlichen und Weiblichen auf den Konflikt der Hauptfiguren widerspiegeln und in die Handlung eingreifen.“

Das ansprechende Bühnenbild von Bernd Franke zeigt einen Museumssaal mit chinesischen Artefakten, der sich mit geringfügigen Umbauten in einen chinesischen Palast verwandeln lässt. Zu erwähnen ist hier auch das Videodesign von Daniël Veder welches entweder den Ausblick aus dem Museumsfenster mit Blick auf das Palmenhaus, Dämmerung und Schnee inklusive, oder chinesische Bilder im Palast zeigen.

Als Gräfin Lichtenfels und Oberhofdame begeistert Franziska Stanner das Publikum ebenso mit unglaublicher Komik als auch mit der einen oder anderen Weisheit. Besser könnte man diese Partie, welche normalerweise der Obereunuch wäre, nicht besetzen.

In der Partie der Lisa überzeugt Regina Riel mit schönem, an manchen Stellen dramatischen Sopran und überzeugendem Spiel.

Matthäus Schmidlechner, langjähriges Ensemblemitglied in Linz, kann nicht nur stimmlich, sondern auch mit viel Witz und tänzerischen Talent die Rolle des Gustav von Pottenstein („Gustl“) perfekt ausfüllen. Auch die Partie des Richard Tauber / Sou-Chong ist mit Marco Jentzsch hervorragend besetzt. Mit luxuriösem Tenor und berührender Gestaltung kann er nicht nur die Rolle des chinesischen Prinzen ausfüllen, sondern wird auch dem Tenor der Rahmenhandlung mehr als gerecht.

Landestheater Linz / Das Land des Lächelns hier das Ensemble, mittig Marco Jentzsch als Richard Tauber © Michaela Haimerl

Landestheater Linz / Das Land des Lächelns hier das Ensemble, mittig Marco Jentzsch als Richard Tauber © Michaela Haimerl

Eine ideale Besetzung ist auch die Partie der Hella Kürty und Mi mit Theresa Grabner. Nicht nur mit ihrem entzückenden lebendigen Spiel und der tänzerischen Begabung, sondern auch ihrem schönen, klaren Sopran gelingen ihr einige der berührendsten Momente dieses Abends.

Aber auch mit Markus Raab als Tschang und Domen Fajfar als Sekretär sind die kleineren Rollen gut besetzt. Beeindruckend auch die Tänzerin Bianca Bauer (Kellnerin / Fenghuáng) und Tänzer Filip Löbl (Museumswärter/Lóng).

Das Bruckner Orchester Linz unter der Leitung von Marc Reibel zeigt, wie Operette auch klingen kann: dynamisch, präzise und mit viel Gefühl.

Wie schön Operette auch sein kann, bewies der Applaus des begeisterten Publikums. Noch bis Juli zu sehen im Musiktheater. Unbedingt noch ansehen!

Landestheater Linz;  Das Land des Lächelns die nächsten Vorstellungen 8.6.; 14.6.; 18.6.;  23.6.; 29.6.2021 und mehr

—| IOCO Kritik Landestheater Linz |—


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Strasshof, Kulturzentrum, Fäustling und Margarethl – parodistische Burleske, IOCO Kritik, 01.06.2021

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KUMST Kulturzentrum Machfeld Strasshof © Silvia Ceplichal

KUMST Kulturzentrum Machfeld Strasshof © Silvia Ceplichal

Kulturzentrum Marchfeld Strasshof

Fäustling und Margarethl – parodistische Burleske in alt-wiener Stil

von Marcus Haimerl

Im Kulturzentrum Marchfeld Strasshof, kurz KUMST, der künstlerischen Heimat des Ensembles Oper@Tee (link HIER!) fand aktuell die Premiere der Parodie Fäustling und Margarethl von Julius Hopp statt.
Julius Hopp (1819 in Graz – 1885 in Wien) wurde vor allem durch seine Adaptionen der Operetten von Jacques Offenbach bekannt und sicherte diesen Werken den Erfolg in Wien. Er komponierte aber auch Parodien und Possen, die vorwiegend, wie auch die von ihm bearbeiteten und übersetzten Operetten, im Theater an der Wien, wo Hopp als Kapellmeister tätig war, aufgeführt wurden.
Fäustling und Margarethl, eine Parodie auf Johann Wolfgang von Goethes Faust und Charles Gounods Oper Faust (Margarethe) wurde am 6. Oktober 1862 im Theater an der Wien uraufgeführt und zählte zu den beliebtesten Werken Julius Hopps mit zahlreichen Aufführungen.

 Kulturzentrum Machfeld Strasshof / Fäustling und Margarethl, eine porodistische Burleske, hier das Ensemble © Michaela Haimerl

Kulturzentrum Machfeld Strasshof / Fäustling und Margarethl, eine porodistische Burleske, hier das Ensemble © Michaela Haimerl

Während die Wiener Staatsoper nach Monaten der pandemiebedingten Schließung die letzten Wochen der Saison mit Gounods Faust gestartet hat, erlebt man in Strasshof an der Nordbahn die unterhaltsame Variante gleichen Stoffes. Hier beschwört Fäustling, ein alternder Lehrer ohne viel Wissen den Teufel, es erscheint jedoch Christof Mefeles, des Teufels Lehrbub. Er schließt mit ihm einen Pakt, um nochmals ein Jahr lang ein jugendliches Lotterleben führen zu können. Auf dem Kirtag treffen sie auf die jugendlich naive Margarethl, der Fäustling ewige Liebe schwört, sehr zum Missfallen Mefeles und Margarethls Verehrer, dem Schneider Sieberl.

Der Nachbarin Marthe bleibt nicht verborgen, dass Fäustling Margarethl heimlich wertvollen Schmuck geschenkt hat. In der Nacht treffen sich alle zu einem Rendezvous im Mondenschein. Nach langer Abwesenheit versucht Fäustling heimlich zu Margarethl zurückzukehren und wird von ihrem Bruder Valentin zum Duell herausgefordert. Nach einem Jahr des Herumtreibens zeigt Mefeles Fäustling einen Ball in der Vorhölle. Da fällt ihm wieder sein Margarethl ein, die gemeinsam mit Sieberl im Schuldturm sitzt. Er möchte sie befreien, aber sein Vertrag mit Mefeles läuft langsam ab…

Kulturzentrum Machfeld Strasshof / Fäustling und Margarethl, eine burleske Parodie, hier Thomas Reisinger, der Mefeles © Michaela Haimerl

Kulturzentrum Machfeld Strasshof / Fäustling und Margarethl, eine burleske Parodie, hier Thomas Reisinger, der Mefeles © Michaela Haimerl

Die Ausstattung der Produktion ist ebenso einfach wie wirkungsvoll. Drei mit Packpapier ausgestattete Wände, die während der Vorstellung von Mefeles bemalt werden und auch von der Rückseite durch verschiedene Öffnungen bespielt werden, bilden die Umgebung für diese gelungene Parodie. Die Regie lag in den Händen des erfahrenen Schauspielers und Theaterregisseurs Horst Dingens, dessen präzise Personenführung maßgeblich zum Erfolg der Aufführungen beitragen. Hans-Jörg Gaugelhofer ist ein ebenso weiser wie witziger Fäustling und überzeugt mit seinem eleganten hellen Tenor. Eine Idealbesetzung ist Thomas Reisinger in der Partie des Mefeles. Mit unglaublich viel Witz und Charme kann er das Publikum für sich einnehmen und mit seinem schönen Tenor begeistern. Mit ebensolchem komödiantischem Talent und beeindruckendem Sopran ausgestattet ist das Margarethl von Alice Waginger. Als ihr stoischer, ein wenig melancholischer, aber dennoch komischer Bruder Valentin überzeugt Bariton Michael Pinsker. Auf ebenso hohem Niveau kann Ellen Halikiopoulos mit ihrem großen, klaren Sopran und schauspielerischen Talent begeistern. Auch Annamaria Kaszoni als Schneider Sieberl weiß das Publikum mit ihrem unglaublichen Witz zum Lachen zu animieren. In den gemeinsamen Nummern konnte man sich überzeugen, wie das gesamte Ensemble stimmlich hervorragend harmonierte.

Das Publikum dankte diesem mit intensivem Applaus für einen knapp zweistündigen vergnüglichen und unterhaltsamen Abend. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Stück bald wieder zu erleben sein wird. Bis dahin steht die Kinderoper Aladin und die Wunderlampe mit Musik von Nikolai Rimsky-Korsakov und die Altwiener Barockkomödie Die Wiener Zauberflöte mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart und Wenzel Müller auf dem Programm. Das vollständige Programm finden Sie hier auf

https://www.wieneroperette.at/.

—| IOCO Kritik Kulturzentrum Marchfeld Strasshof |—


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Berlin, Komische Oper, 4. Juni – Hoffnung auf Spielbetrieb, IOCO Aktuell, 25.05.2021

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Komische Oper Berlin

Komische Oper Berlin / Zuschauerraum heute © Gunnar Geller

Komische Oper Berlin / Zuschauerraum heute © Gunnar Geller

»Wir sind elektrisiert!« –  Hoffnung auf Rückkehr zum Spielbetrieb
Saisonausblick 2021/22 verschoben

Die Komische Oper Berlin wird aufgrund des derzeitigen Infektionsgeschehens und der bis Ende Juni gültigen Regelungen der so genannten »Notbremse« im Infektionsschutzgesetz ihren regulären Spielbetrieb in der laufenden Spielzeit nicht wieder aufnehmen. Die Spielzeit am Haus hätte nach letztem Stand am 1. Juli geendet. Ausnahmen bilden voraussichtlich zwei Vorstellungen der Neuproduktion Der »Zigeuner«baron, teilte die Komische Oper Berlin  im April mit. Doch, es tut sich etwas an der Komischen Oper; hier die letzten Meldungen:.

Nach der Ankündigung von Kultursenator Dr. Klaus Lederer, dass möglicherweise auch Kulturveranstaltungen in Innenräumen ab 4. Juni 2021 unter Auflagen wieder regulär stattfinden könnten, hofft die Komische Oper Berlin darauf, ihren Spielbetrieb voraussichtlich ab 6. Juni wieder aufnehmen und einen angepassten Spielplan bis einschließlich 1. Juli präsentieren zu können. Dieser eröffnet nach aktuellem Stand mit der Premiere Der »Zigeuner«baron  am 6. Juni, in einer Neufassung und Inszenierung von Tobias Kratzer – gefolgt von der Premiere des Chorprojekts Mondnacht am 13. Juni.

Der »Zigeuner«baron von Johann Strauss:  Nun in Berlin

Johann Strauss Wien © IOCO

Johann Strauss Wien © IOCO

Der Zigeunerbaron – Schon der Titel von Johann Strauss’ Operette bietet ausreichend Anlass für kontrovers geführte Debatten. Dabei reichen die Meinungen von einer strikten Tilgung des als diffamierend empfundenen Begriffs »Zigeuner« als einziger möglicher Umgang mit diesem bis hin zu emotionalen Verteidigungen à la »Das Zigeunerschnitzel hieß immer Zigeunerschnitzel! Was soll daran diskriminierend sein?« Allerdings ist die Handlung der Operette wesentlich vielschichtiger, ihre Charaktere nicht so eindimensional, wie es uns traditionelle Inszenierungsmuster glauben machen wollen:Ein mittelloser, junger Emigrant, der in seine Heimat zurückkehrt und den elterlichen Besitz nur mehr als Ruine vorfindet; ein großtuerischer, reicher Schweinezüchter, der sich eben dieses Besitzes bemächtigt hat; ein Adliger, der sich als konservativer Sittenwächter geriert und sich dabei auf »die gute alte Zeit« beruft, und eine von der Gemeinschaft ausgeschlossene Minderheit, die von der privilegierten Schicht kollektiv als »Zigeuner« bezeichnet wird – es ist eine explosive Mischung, die Ignaz Schnitzer in seinem Libretto zum Zigeunerbaron vereint. Und das nicht aus Zufall: Als Reflexion des österreichisch-ungarischen Ausgleichs von 1867 geschrieben, thematisierte die Operette zu ihrer Entstehungszeit in unterhaltsam spielerischer Form das Selbstverständnis und den Selbstfindungsprozess des k. u. k. Vielvölkerstaates………
Mit der ihm eigenen Akribie und seiner stets humorvollen Sicht auf das allzu Menschliche stellt sich Regisseur Tobias Kratzer dem durch das Stück aufgeworfenen Diskurs. Indem er den nostalgisch in der »guten alten Zeit« und ihrer Ordnung hängengebliebenen, durchaus nicht unsympathischen adligen Grafen Homonay zum Ausgangspunkt seiner Inszenierung macht, stellt er den Konflikt zwischen konservativen und liberalen Tendenzen in einer multikulturellen Gesellschaft zur Diskussion und führt gleichzeitig darüber hinaus….

.Die derzeitig geltenden Regeln für das Spiel auf der Bühne nimmt Tobias Kratzer als Anlass für eine gemeinsam mit Dirigent Stefan Soltesz erarbeitete schlanke Fassung des Werkes, die auf oberflächliche Milieuschilderungen verzichtet und sich in knapp zwei pausenlosen Stunden ganz auf die Protagonist*innen und die zwischen ihnen auf humorvolle Art verhandelten Konflikte konzentriert.

Weiterhin finden schon ab 1. Juni 2021 wieder Konzerte in Berliner Hinterhöfen im Rahmen von Selam Opera! statt. Zusätzlich präsentiert das Projekt mit Selam Tango ein weiteres, neues Hinterhof-Programm. Weitere Details zu Spielplan und Hofkonzerten werden wir in den nächsten Tagen veröffentlichen.

Intendant und Chefregisseur Barrie Kosky: »Wir sind elektrisiert, dass wir vor Spielzeitende vielleicht doch noch die Möglichkeit haben werden, eine wichtige Neuproduktion zu präsentieren und weitere Vorstellungen zu spielen. Fingers crossed! – Wir drücken die Daumen, dass alles auch wirklich wie geplant über die Bühne gehen kann! Tobias Kratzer und das »Zigeuner«baron-Ensemble warten seit fast sechs Monaten darauf, diese sehr besondere Version von Strauss’ Operette endlich vor Zuschauer*innen spielen zu dürfen, und ich freue mich riesig, dass wir die Produktion jetzt unserem Berliner Publikum vorstellen können.«

ACHTUNG:  Die Rahmenbedingen für die Vorstellungen in der Komischen Oper Berlin stehen noch nicht final fest und richten sich nach den Auflagen der zuletzt gültigen Verordnung.

Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!

—| IOCO Aktuell Komische Oper Berlin |–


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Hannover, Staatsoper Hannover, APRIL 2021 – The Turn of the screw, Liebestrank …, IOCO Aktuell, 18.3.2021

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Staatsoper Hannover

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

DIE STAATSOPER HANNOVER IM APRIL 2021

Die Premiere von Brittens The Turn of the screw, das Visual Concert Mythos mit visuellen Welten von Tal Rosner und vieles mehr werden online gezeigt

Da es weiterhin sehr unsicher ist, ob die Staatstheater Hannover nach Ostern vor Publikum werden spielen können, spiegelt die Staatsoper ihre April-Vorstellungen ins Internet: Der ursprünglich für das Opernhaus disponierte Spielplan für April wird dabei mit nur wenigen Abweichungen in einen Online-Spielplan auf staatsoper-hannover.de übernommen.

Benjamin Britten Denkmal in Aldebro © IOCO

Benjamin Britten Denkmal in Aldebro © IOCO

So wird Benjamin Brittens Oper The Turn of the screw, in einer Inszenierung von Immo Karaman und unter der musikalischen Leitung von Hannovers Generalmusikdirektor Stephan Zilias, online Premiere feiern – ein Psychokrimi zwischen Menschen- und Geisterwelt auf der Opernbühne, eindrucksvoll und rätselhaft.

Auch ein sehr besonderes Konzert findet seinen Weg ins Internet: Mythos, ein visuelles Konzert mit Musik von Jean Sibelius. Selten gespielte Tondichtungen des finnischen Komponisten treffen dabei auf die abstrakten visuellen Welten des israelisch-britischen Videokünstlers Tal Rosner. Rosner – mit Konzert-, Theater- und Tanzprojekten oder Modenschauen international gefragt – arbeitet für Mythos zum ersten Mal in Deutschland.

Die Reihe Stimmen wird mit Stimmen der Nacht: Liebeslieder fortgesetzt, einer genreübergreifenden Musiktheater-Performance zum größten aller Themen. Kleine Geschichten von großen Verletzungen und die nicht aufzuhaltende Energie der Liebe – hier treffen sie aufeinander.

Ein Liebestrank – hier die lebensnahe Arie des Dulcamara 
youtube Trailer Staatsoper Hannover
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Der April bringt die Wiederaufnahme einer Produktion aus der Intendanzzeit von Dr. Michael Klügl. In Donizettis Liebestrank, der mit Abstand romantischsten aller italienischen Opern des 19. Jahrhunderts, bezaubern die Ensemblemitglieder der Staatsoper, unter ihnen Neue-Stimmen-Gewinner Long Long, mit Kabinettstückchen von hoher Virtuosität.

Die online bereits gezeigte Ballett-Produktion Der Liebhaber und die Oper Trionfo. Vier letzte Nächte werden wegen anhaltend hohen Abrufzahlen erneut gestreamt.

Aufgrund des langen Lockdowns kann die Staatsoper ihre Produktionen nicht mehr kostenlos anbieten. Zuschauer*innen haben jedoch die Wahl, welches Ticket sie erstehen möchten: Ein ermäßigtes Ticket kostet 5 €, der Standard-Preis beträgt 10 €. Fans können ihre Verbundenheit mit Oper, Ballett und Konzert durch den Erwerb eines Förder-Tickets zu 35 € ausdrücken. Zu sehen bekommen die User*innen stets dasselbe Angebot. Der Vorverkauf startet am Mittwoch, 24. März, auf staatsoper-hannover.de.

Darüber hinaus bietet die Staatsoper im Rahmen ihrer Online-Reihe „On Air“ weiterhin kostenlos Podcasts und eine Vielzahl an unterschiedlichsten Workshops an. Zu allen Stream-Produktionen wird eine kostenlose Audio-Einführung zur Verfügung stehen.

Tickets wahlweise 5 €, 10 €, 35 €    –  HIER !  unter www.staatsoper-hannover.de

STAATSOPER HANNOVER – STREAMS IM APRIL 2021

Di 13.04., 19:30 Uhr
Der Liebhaber
Ballett von Marco Goecke nach Marguerite Duras

Fr 16.04., 19:30 Uhr
Mythos
Visual Concert
Video und Raum: Tal Rosner. Musik: Jean Sibelius

Sa 17.04., 19:30 Uhr
L’elisir d’amore    Der Liebestrank
Oper von Gaetano Donizetti

Der Lieberhabe – und das Staatsballett Hannover
youtube Trailer Staatsoper Hannover
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

So 18.04., 18:30 Uhr
Der Liebhaber
Ballett von Marco Goecke nach Marguerite Duras

Mi 21.04., 19:30 Uhr
Stimmen: Liebeslieder
Stream-Premiere

Fr 23.04.,19:30 Uhr
The Turn of the screw
Oper von Benjamin Britten
Stream-Premiere

Sa 24.04., 19:30 Uhr
L’elisir d’amore Der Liebestrank
Oper von Gaetano Donizetti

So 25.04., 19:30 Uhr
Stimmen: Liebeslieder

Mi 28.04., 19:30 Uhr
The Turn of the screw
Oper von Benjamin Britten

Trionfo. – Vier letzte Nächte – Vier Leben am Scheidepunkt
youtube Trailer Staatsoper Hannover
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Fr 30.04. 19:30 Uhr
Trionfo. Vier letzte Nächte – IOCO Rezension dazu hier!
Oper von Georg Friedrich Händel

—| IOCO Aktuell Staatsoper Hannover |—


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