Hildesheim, TfN, Die Pantöffelchen – Pjotr I. Tschaikowsky, IOCO Kritik, 12.12.2018

Dezember 12, 2018  
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Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

 Die Pantöffelchen – Pjotr I. Tschaikowsky

 – Märchenhafter Weihnachtszauber –

Von Randi Dohrin

Die Oper beruht auf der Erzählung Die Nacht vor Weihnachten von Nikolai Gogol aus den Jahren 1831/32; die Großfürstin Jelena Pawlowna beauftragte Jakow Polonski, ein Libretto für den Komponisten Alexander Seros anzufertigen. Dieser verstarb jedoch, sodass nur sehr wenige Skizzen vorhanden waren. Daraufhin rief die Großfürstin einen Wettbewerb für die beste Vertonung des Librettos aus.

Das Pantöffelchen  – Peter Tschaikowsky
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Der äußerst selbstkritische Tschaikowsky beteiligte sich aber erst an diesem Wettbewerb, als ihm bekannt wurde, dass keine Meister wie Nikolai Rimski-Korsakow oder Anton Rubinstein daran teilnehmen würden. Im Juni 1874 begann er den Text der Oper, mit dem ursprünglichen Titel Der Schmied Wakula, zu vertonen.

Bereits nach wenigen Monaten hatte er sein Werk vollendet und erhielt dafür den ersten und zweiten Preis, auch wenn man einmal davon absieht, dass – außer ihm – nur Amateure versucht hatten, ihr bestes zu geben. Am 6. Dezember 1876 wurde seine Erstfassung in Sankt Petersburg uraufgeführt, und sie verschwand bereits 1879 wieder vom Spielplan. …„Die Oper erfülle nicht die Erwartungen!“ ..., hieß es allgemein.

Zutiefst unglücklich, überarbeitete Tschaikowsky 1885 seine einzige komische Oper, veränderte einige Teile der Musik, vereinfachte die Harmonik und die Instrumentierung und gab der Oper den neuen Namen Pantöffelchen. Trotz seiner immer vorhandenen Selbstzweifel, gefiel ihm seine Umarbeitung ausgesprochen gut, und er hielt diese Oper für seine …„lustigste und gelungenste“ … .

Leider wird bis heute diese winterliche Märchenoper sehr selten aufgeführt und so verwundert es nicht, dass Florian Ziemen, GMD und Operndirekter des TfN Hildesheim, wieder einmal mit einer fantasievollen Besonderheit im Spielplan aufwartet.

Die Uraufführung dieser Neufassung fand am 19. Januar 1887 im Bolschoi-Theater in Moskau statt. Tschaikowsky hatte damals die musikalische Leitung übernommen.

Theater für Niedersachsen / Die Pantoeffelchen - hier : Neele Kramer als Hexe Solocha, Peter Kubik als Teufel © Falk von Traubenberg

Theater für Niedersachsen / Die Pantoeffelchen – hier : Neele Kramer als Hexe Solocha, Peter Kubik als Teufel © Falk von Traubenberg

Die Oper spielt in der Nacht vor Weihnachten in einem Dorf in der Ukraine, Ende des 18. Jahrhunderts. Oxana, (Katja Bördner) die Tochter Tschubs, (Uwe Tobias Hieronimus) stellt ihren Verehrer und Schmied Wakula (Wolfgang Schwaninger) vor einen kaum zu erfüllenden Liebesbeweis. Er soll ihr die goldenen Pantöffelchen der Zarin bringen.

In klagender Verzweiflung will Wakula sich ins Wasser stürzen. Doch der Teufel (Peter Kubik), der in dieser vorweihnachtlichen Nacht im Dorf erscheint, hindert ihn daran und hält Wakula nun für seinen Besitz. Der Teufel bot dem Schmied an, ihm seine Seele zu verkaufen, um Oxana den Liebesbeweis bringen zu können. Wakula stimmt zu, jedoch nur zum Schein. Als er den Vertrag des Teufels unterschreiben soll, drückt er ihn zu Boden, sodass der Teufel nun dem Schmied gehorchen muss. In der Hoffnung, von der Zarin die Pantöffelchen zu erhalten, fordert er den Teufel auf, ihn nach St. Petersburg zu fliegen.

Theater für Niedersachsen / Die Pantoeffelchen - hier : Wolfgang Schwaninger als Wakula, Katja Boerdner als Oxana © Falk von Traubenberg

Theater für Niedersachsen / Die Pantoeffelchen – hier : Wolfgang Schwaninger als Wakula, Katja Boerdner als Oxana © Falk von Traubenberg

Nur gut, dass in der Nacht vor Weihnachten Wünsche erfüllt werden und so erhält Wakula die Pantöffelchen für seine Braut. Solocha, die Hexe, (Nele Kramer) und Oxana glauben indes, dass Wakula nicht mehr lebt. Plötzlich, wie aus dem Nichts, erscheint Wakula und zeigt Oxana die Pantöffelchen. Diese ist aber gar nicht mehr an den Pantöffelchen interessiert, sie will nur noch ihren Wakula. Die Vermählung der beiden wird ausgelassen im Dorf gefeiert und von Tschub gesegnet.

Einprägende Melodien in meisterhaften Orchestrierungen, kennzeichnen nicht nur die Ballette, Sinfonien, Klavierkonzerte und Opern des genialen Komponisten Pjotr. I. Tschaikowsky; so versteht es der Komponist in seiner Oper Die Pantöffelchen die folkloristisch tänzerischen und lyrischen Elemente musikalisch excellent umzusetzen.

Dem Orchester des Theaters für Niedersachsen, unter der Leitung seines GMD Florian Ziemen, gelingt es, die fortlaufende Handlung mit einem abwechselnd strahlenden oder dramatisch kraftvollen Klang unterstützend zu bereichern. Beeindruckend setzt das Orchester die dichte anspruchsvolle Vertonung der vielfältigen charakteristischen Szenen dieser Oper um.

Lyrisch sentimental leiten zwei Flöten die Ouvertüre ein, der es zudem an vielen Motiven und langen Kantilenen nicht mangelt. Nur wenige Takte darauf, erklingt die prägnante Melodie des Hornsolos. Souverän führt Florian Ziemen das Orchester durch das winterlich märchenhafte Geschehen in eine andere sphärische Wirklichkeit. Die gekonnt dargebotenen tänzerischen Einlagen, in der fantastischen Choreographie von Natascha Flint, meistert das Ensemble mit ausgeprägter Spielfreude.

Stimmlich und darstellerisch, vom ersten bis zum letzten Ton, überzeugte Wolfgang Schwanninger als liebenswürdiger Schmied Wakula. Mit komödiantischen Verve brillierten Nele Kramer als Hexe Solocha und ganz besonders Peter Kubik als Teufel mit gekonnter tänzerischer Beweglichkeit. Hinreißend erklingen die Spitzentöne von Katja Bördner. Mit ihrer klangvollen Stimme füllt sie die Rolle der launischen Oxana perfekt aus.

Theater für Niedersachsen / Die Pantoeffelchen © Falk von Traubenberg

Theater für Niedersachsen / Die Pantoeffelchen © Falk von Traubenberg

Uwe Tobias Hieronimus als Tschub, Levente György als Dorfschulze, Julian Rohde als Schulmeister und Jesper Mikkelsen als Zeremonienmeister standen den Hauptakteuren in Nichts hinterher und runden das Solistenbild hervorragend ab.

Besonders hervorzuheben ist die großartige Leistung des Opern- und Extrachores des Theaters für Niedersachsen unter der Leitung von Achim Falkenhausen. Spielsicher, im traumhaft homogenen Klang, verkörperte der Chor Burschen, Mädchen, alte Männer, alte Frauen, Geister, Hofdamen, Kavaliere, Rusalken und noch viele Personen mehr.

Verdient, nicht enden wollender frenetischer Applaus für alle Beteiligten dieser humoristischen Operninszenierung von Anna Katharina Bernreiner und der fantasievollen Ausstattung von Hannah Oellinger und Manfred Rainer; man darf sie sich auf keinen Fall entgehen lassen.

—| IOCO Kritik für Niedersachsen |—

Aachen, Theater Aachen, Roméo et Juliette – Charles Gounod, IOCO Kritik, 12.12.201

Dezember 12, 2018  
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Theater Aachen

Theater Aachen © IOCO

Theater Aachen © IOCO

  Roméo et Juliette – Charles Gounod

Von Ingo Hamacher

„Ich liebe Gounod! Und ich bin jedes mal froh, wenn ich eine seiner Opern aufgeführt sehe. Neben seinem berühmten Faust, in Deutschland in der Regel zur Vermeidung von Verwechslungen unter dem Titel Margarethe gezeigt, gehört das wesentlich seltener gespielte Stück Roméo et Juliette ebenfalls zum festen Bestandteil des Opernrepertoires.“

Aber auch seine anderen Stücke werden inzwischen wieder entdeckt. 2017 spielte die Oper Leipzig den Cinq Mars unter dem Titel: Der Rebell des Königs und in diesem Jahr hat die Opéra Comique, Paris, die zweite seiner zwölf Opern: La Nonne sanglante (Die blutige Nonne) erneut zur Diskussion gestellt.

Theater Aachen / Roméo et Juliette - hier : auch Soon-Wook Ka, Pawel Lawreszuk, Ensemble © Wil van Iersel

Theater Aachen / Roméo et Juliette – hier : auch Soon-Wook Ka, Pawel Lawreszuk, Ensemble © Wil van Iersel

Charles Gounod, der populärste Komponist der französischen Opernschule des 19. Jahrhunderts, kam am 17. Juni 1818 in Paris zu Welt (gestorben 1893). Sein musikalisches Talent und seine dramatische Begabung ließen ihn zum Hauptvertreter der französischen Romantik werden. Mit seinem Werk Roméo et Juliette, das sich mit großer Treue an Shakespeares Drama hält, – Libretto von Jules Barbier und Michel Carré – gelang ihm ein Erfolgsstück, mit dem viele Jahre regelmäßig die prunkvolle Saisoneröffnung der New Yorker Metropolitan-Oper erfolgte.

Die Regisseurin Ewa Teilmans erarbeitet mit ihrem Produktionsteam eine Inszenierung von so wunderbarer Schönheit, dass sich die für Gounod typische Süsse der Musik, mit teilweise ins kirchlich-religiöse übergehenden Klangbild in der liebevollen Aufführung wiederspiegelt, ohne jedoch die Härte und Brutalität des Stückes zu verwischen.

Giulietta Statue im berühmten Casa di Giulietta in Verona © IOCO

Giulietta Statue im berühmten Casa di Giulietta in Verona © IOCO

Gewalt, Streit und Kampf. Verfolgungsszenen und Schlägerreien sind unsere ersten Bilder, wenn sich zu Beginn der Ouvertüre der Vorhang öffnet und wir in die Lebenswelt der Familien Montaigu und Capulet blicken. Wir schauen auf eine kreisrund aufgerissene Fabrikwand, wie nach einem Bombeneinschlag, die ihre Standfestigkeit nur noch aus rostigen Gerüsten und Stützstreben erhält, und die in ihrer Zerborstenheit mehr Blicke freigibt, als dass sie sie noch verstellen kann. Marodes Industriegelände im hier und jetzt, Niemannsland und No-Go-Ärea für friedfertige Menschen.

In einem Prolog berichten die am Geschehen Beteiligten über das aus der Fehde zwischen den Capulets und den Montaigus erwachsene Schicksal Roméos und Juliettes.

1. Akt –  Im Palast der Capulets wird eine Maskenball veranstaltet.

Die Bühne dreht sich, und wir sehen auf der anderen Seite die prachtvolle Welt der Renaissance. Rot- und Gelbocker, Säulen mit goldenen Kapitelen, Bögen und Ornamenten. Auf der linken Seite ein kleiner Balkon, der im weiteren Verlauf große Bedeutung gewinnen wird.

Ein buntes Fastnachtstreiben mit schrillen Kostümen, halbnackten Menschen, strapsetragende Transvestiten und weiterem buntem Volk wird auf die Bühne gespült um tanzend in wildem Rausch das Leben zu genießen.

Roméo und Mercutio aus dem Haus der befeindeten Montaigus mischen sich unter die feiernden Gäste. Juliette, gerade 14 Jahre geworden, soll der Gesellschaft und ihrem zukünftigen Ehemann, dem vornehmen Pâris, vorgestellt werden. Und es ist höchste Zeit! Von ihrer Amme Gertrude, wunderbar gesungen und gespielt von Ariana Fucos als Ersatz für die erkrankte Julia Mintzer, erfahren wir, dass diese in dem Alter bereits lange verheiratet war.

Als Juliette ihren Auftrittswalzer „Je veux vivre“ (‚Ich will leben‘) singt, frieren alle Bewegungen des wilden Treibens ein, so dass wir diesen zeitlos-lyrischen Moment in aller Schönheit genießen können.

Juliette Capulet  –  Larisa Akbari

Der russische Sopran Larissa Akbari sang erstmalig im Frühling 2016 am Theater Aachen, und zwar die Partie der Blonde in der Produktion Entführung aus dem Serail. Seit dem ist sie immer wieder gerne gesehener und gehörter Gast des Hauses, wobei sie mit ihrer großen Lebendigkeit und Spielfreude genauso begeistert wie mit ihren großartigen Gesang.

Theater Aachen / Roméo et Juliette auf dem berühmten Balkon © Wil van Iersel

Theater Aachen / Roméo et Juliette auf dem berühmten Balkon © Wil van Iersel

Als Juliette für kurz unbeaufsichtigt ist, spricht Roméo sie an; beide sind sofort in Liebe entbrannt. In diesem ersten der vier großen Liebesduette gestehen sie sich gegenseitig mit „Ange adorable“ (‚Anbetungswürdiger Engel‘) ihre Liebe.

Roméo Montaigu  –  Alexey Sayapin

Der junge russische Tenor, in Aachen augenzwinkernd auf Grund der großen Ähnlichkeit auch gerne „Unser Jonas Kaufmann“ genannt, weiß neben seinem guten Aussehen auch mit seiner schönen Stimme zu überzeugen; eine Idealbesetzung für diese Partie. Tybalt, Juliettes Cousin (gesungen von Soon-Wook Ka), deckt die Herkunft des Fremden auf; nur das Eingreifen Capulets hält ihn davon ab, auf Roméo loszugehen.

2. Akt  –  Garten vor dem Haus Juliettes.

Balkonszene, Duett II: „Ô nuit divine“ (‚O göttliche Nacht‘).  Die Beiden genießen eine heimliche Liebesnacht; Juliette bittet Roméo, sie zu heiraten.

3. Akt  –  Pater Lorenzo verheiratet das Liebespaar

Es sind regelrechte Schnapsideen die Bruder Laurent den jungen Liebenden anträgt: Als wenn sich über Generationen bestehende Familienfehden durch die heimliche Heirat der jüngsten Familiensprosse besänftigen ließen!  Und wohin seine Idee mit dem Narkotikum am Ende führen wird, kann man ja getrost als bekannt voraus setzten.

Daher ist es nur folgerichtig, wenn Ewa Teilmans ihn als bekifften obdachlosen Ex-Rocker zeigt, auf einem Klappstühlchen neben einem Campingtisch sitzend. In einer Ecke einer an den betongrauen Charm eines Parkhauses erinnernden Wand hat er sich mittels Plakaten, Zeitungsausrissen und Ansichtskarten eine Insel des Dogenkonsums und des Gottesglaubens geschaffen.

Aber wenn der Einsiedler, wunderbar gesungen von Woong-jo Choi, dann seine „Klause“ verlässt und das Priestergewand anlegt, sind wir wieder zurück in der klassischen Handlung, und erleben die ergreifende Eheschließung Roméos und Juliettes.

In einer anschließenden Straßenszene entfacht Roméos Page (Hosenrolle: Fanny Lustaud) die Fehde erneut. Die in den vorhergehenden Szenen historisierenden Kostüme sind aktueller Mode junger Menschen gewichen und verdeutlichen damit das Zeitlose des Konfliktes. Der hinzukommende Roméo versucht, die Parteien zu beschwichtigen, doch als Tybalt Mercutio im Kampf verletzt, läßt er sich herausfordern und ersticht ihn. Daraufhin wird er vom Herzog aus der Stadt verbannt.

4. Akt

Trotz des Bannspruchs verbringt Roméo die Nacht bei Juliette und nimmt erst bei Tagesanbruch Abschied: Duett III: „Va! Je t‘ai pardonné“ (‚Geh, ich habe dir verziehen‘)

Vater Capulet drängt indessen auf die Hochzeit seiner Tochter mit Pâris. Bruder Laurent findet einen Ausweg und gibt Juliette ein Narkotikum, das sie in einen todesähnlichen Schlaf versetzen soll. Als der Vater Juliette zur Hochzeit mit Pâris führen will, bricht sie leblos zusammen.

5. Akt

Ein Brief Bruder Laurents an Roméo, der ihn über Juliettes fingierten Tod informieren sollte, hat den Empfänger nicht erreicht. So muß Roméo in der unterirdischen Gruft der Capulets glauben, am Grab seiner Frau zu stehen. Er umarmt Juliette ein letztes Mal, dann nimmt er einen Gifttrank. Noch ehe das Gift wirkt, erwacht Juliette. Ein letzter ergreifender Liebesgesang, Duett IV, „Dieu! quelle est cette voix“ (‚Gott! Was ist diese Stimme?‘) verabschiedet das unglückliche Paar. Dann sinkt Roméo tot nieder und Julia ersticht sich über seiner Leiche.

Theater Aachen / Roméo et Juliette - hier :  auch mit Pawel Lawreszuk, Larisa Akbari, Woong-jo Choi, Andranik Fatalov © Wil van Iersel

Theater Aachen / Roméo et Juliette – hier : auch mit Pawel Lawreszuk, Larisa Akbari, Woong-jo Choi, Andranik Fatalov © Wil van Iersel

Als romantische Nummernoper mit Arien, Duetten und Chorszenen bietet das Stück zahlreiche musikalische Höhepunkte. Eine Reihe von Melodien hat sich außerhalb des Werks verbreitet, so die Tenorarie Romeos „Ah, lève toi soleil!“ (‚Erhebe dich, Sonne‘), ein froher Walzer Julias „Je veux vivre dans le rêve“ (‚Ich will wie im Traume leben‘) und einiges aus den Liebesduetten.

Großer Applaus für die wunderbare stimmliche Leistung der Solisten und des gesamten Ensembles. Jubel für das Produktionsteam und Standing Ovations für die musikalische Leistung von Christopher Ward und dem Sinfonieorchesters Aachen.

Eine großartige Leistung aller Beteiligten, der man für die kommenden Aufführungen auch weiterhin ausverkaufte Reihen wünscht. Es wäre schade, die Aufführung zu verpassen.

Musikalische Leitung – Christopher Ward – Seit August 2018 ist Christopher Ward Generalmusikdirektor der Stadt Aachen und damit auch Leiter des Sinfonieorchesters Aachen.

Inszenierung: Ewa Teilmans –  Teilmans, eine Theaterfrau von der Pike auf, hat eine Vielzahl von Opern und Schauspielen am Theater Aachen inszeniert. In der laufenden Spielzeit sind sechs Arbeiten von ihr in Aachen zu sehen.

Bühne – Elisabeth Pedross (Mit Ewa Teilmans ist es nach den Opern Rigoletto und Rusalka und den Schauspielproduktionen Mein Kampf und Wassa Schelesnowa die fünfte gemeinsame Arbeit in Aachen.)

Kostüme –  Andreas Becker (In der laufenden Spielzeit mit vier Arbeiten in Aachen vertreten)

Romé et Juliette am Theater Aachen; weitere Termine: 15.12., 20.12., 25.12., 31.12.2018; 13.01., 20.01. (Nachmittags), 25.01.;17.02., 09.03., 24.03., 04.04., 13.04., 23.04.2019

—| IOCO Kritik Theater Aachen |—

Duisburg, Deutsche Oper am Rhein, Premiere Siegfried, 26.01.2019

Dezember 11, 2018  
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Deutsche Oper am Rhein

Theater Duisburg © IOCO

Theater Duisburg © IOCO

Richard Wagners Der Ring des Nibelungen
„Siegfried“-Premiere am 26. Januar

„Siegfried“, der dritte Teil von Richard Wagners „Ring des Nibelungen“, feiert am Samstag, 26. Januar, um 17.00 Uhr Premiere im Theater Duisburg. Generalmusikdirektor Axel Kober bringt Dietrich W. Hilsdorfs Inszenierung mit einer neuen hochkarätigen Sängerbesetzung und den Duisburger Philharmonikern zur Aufführung.

Deutsche Oper am Rhein / Siegfried - Corby Welch © Max Brunnert

Deutsche Oper am Rhein / Siegfried – Corby Welch © Max Brunnert

Corby Welch zeigt mit seinem Debüt als Siegfried dessen Entwicklung vom furchtlosen Anarchisten zu einem empfindsamen jungen Mann. Es ist seine zweite Rolle im neuen „Ring am Rhein“: Für seinen bravourösen Auftritt als Siegmund wurde er zuletzt in Düsseldorf gefeiert. Cornel Frey spielt Siegfrieds Ziehvater Mime. Mit seinem fulminanten Rollendebüt als Mime – er war kurzfristig eingesprungen – überraschte er in der Düsseldorfer „Siegfried“-Premiere. James Rutherford, der Göttervater Wotan, tarnt sich jetzt als Wanderer. Heike Wessels trifft als Brünnhilde auf den jungen Helden Siegfried.

Siegfried

Zweiter Tag des Bühnenfestspiels „Der Ring des Nibelungen“
Text vom Komponisten

In deutscher Sprache mit Übertiteln / Dauer: ca. 5 ½ Stunden, zwei Pausen
Musikalische Leitung: Axel Kober
Inszenierung: Dietrich W. Hilsdorf
Bühne: Dieter Richter
Kostüme: Renate Schmitzer
Licht: Volker Weinhart
Chorleitung: Gerhard Michalski
Dramaturgie Bernhard F. Loges / Anna Grundmeier
Siegfried: Corby Welch
Mime: Cornel Frey
Der Wanderer: James Rutherford
Alberich: Stefan Heidemann
Fafner: Lukasz Konieczny
Erda: Renée Morloc
Brünnhilde: Heike Wessels
Waldvogel: Julia Sitkovetsky
Orchester: Duisburger Philharmoniker
„Siegfried“ im Theater Duisburg:
Sa 26.01. – 17 Uhr (Premiere), So 03.02. – 17 Uhr, Do 30.05. – 17 Uhr

Opernwerkstatt vor der Premiere: Im Gespräch mit dem Produktionsteam gibt Dramaturgin Anna Grundmeier am Dienstag, 22. Januar, um 18.00 Uhr im Theater Duisburg Einblick in „Siegfried“. Anschließend besteht die Möglichkeit zum Probenbesuch. Der Eintritt ist frei.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Duisburg |—

Linz, Landestheater Linz, Premiere ELEKTRA – Richard Strauss, 19.01.2019

Dezember 11, 2018  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

ELEKTRA – RICHARD STRAUSS

Text von Hugo von Hofmannsthal
 Premiere Samstag, 19. Jänner 2019, 19.30 Uhr

Landestheater Linz / Elektra © Robert Josipovic.

Landestheater Linz / Elektra © Robert Josipovic.

Wenn antike Mythologie, die frühe Psychoanalyse und spätromanti­sche Oper aufeinandertreffen: Richard Strauss’ Elektra ist der Schrei eines unerlösten Ichs, wild und laut zum Ausdruck gebracht von einem gigantischen Orchesterapparat, gefasst in einer Partitur wirkungs­mächtiger und expressionistischer Klangsprache. Ein Kapitel aus dem großen Atriden-Epos ist Gegenstand dieser Antikenrezeption Hugo von Hofmannsthals, aus welcher vorerst, kurz nach der Wende zum 20. Jahrhundert, sein Drama Elektra und infolge, 1909 in Dresden urauf­geführt, die erste Zusammenarbeit mit Richard Strauss hervorging.

Der Einakter Elektra widmet sich der Durchleuchtung nervöser Psycho­gramme: Nach seiner Rückkehr aus dem Trojanischen Krieg wurde Agamemnon von seiner Gattin Klytämnestra und ihrem Geliebten Ägisth im Bad erschlagen. Die Bluttat versetzt den Hof von Mykene in einen permanenten Ausnahmezustand und macht Agamemnons Toch­ter Elektra zur zwanghaften Mahnerin, ja zu einer von Rache Besesse­nen, die keine Erlösung findet, bis der Mord an ihrem Vater gesühnt sein wird.

Musikalische Leitung Markus Poschner, Inszenierung Michael Schulz, Bühne Dirk Becker, Kostüme Renée Listerdal, Chorleitung Elena Pierini, Dramaturgie Ira Goldbecher

Klytämnestra Katherine Lerner, Elektra Miina-Liisa Värelä, Chrysothemis Brigitte Geller, Ägisth Matthäus Schmidlechner, Orest Michael Wagner, Der Pfleger des Orest Philipp Kranjc, Die Vertraute Etelka Sellei, Die Schleppträgerin Kateryna Lyashenko, Ein junger Diener Mathias Frey, Ein alter Diener Timothy Connor, Die Aufseherin Gotho Griesmeier, Erste Magd Isabell Czarnecki, Zweite Magd Jessica Eccleston, Dritte Magd Florence Losseau, Vierte Magd Svenja Isabella Kallweit, Fünfte Magd Theresa Grabner

Chor des Landestheaters Linz, Statisterie des Landestheaters Linz, Bruckner Orchester Linz

—| Pressemeldung Landestheater Linz |—

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