Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Schwanda der Dudelsackpfeifer – Jaromir Weinberger, IOCO Kritik, 19.06.2019

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Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

Schwanda der Dudelsackpfeifer – Jaromir Weinberger

Robin Hood trifft auf tschechischen Troubadix: Der Räuber Babinsky versteckt im Haus des musikalischen Bauernhelden Schwanda…..

von Ingo Hamacher

Teuflisch gut! Schwanda im MiR Gelsenkirchen: Mit tosendem Applaus in gut besetztem Haus, wurde eine großartige Premiere im MiR bejubelt, die auf allen Ebenen überzeugte.

Die Handlung von Schwanda ist eher unbekannt: Schwanda der Dudelsackpfeifer, verheiratet mit Dorota erhält Besuch von einem gewissen Babinsky, der Schwanda mit seinen Berichten von einem freien, abenteuerlichen Leben Lust macht, sein beschauliches Heim zu verlassen. Als Schwanda von einer melancholischen Königin hört, beschließt er, sie mit dem Spiels seines Dudelsacks zu heilen, und schleicht sich von zu Hause fort.

Musiktheater im Revier / Schwanda der Dudelsackpfeifer - hier :  Piotr Prochera als Schwanda © Forster

Musiktheater im Revier / Schwanda der Dudelsackpfeifer – hier : Piotr Prochera als Schwanda © Forster

Mit einer fröhlichen Polka befreit er die Königin von ihrer Schwermut – aber als sie ihren Retter heiraten will, erscheint Dorota, Schwandas Frau. Der böse Magier, unter dessen Einfluss sich die Königin bis dahin befand, lässt Schwandas Dudelsack verschwinden und nimmt ihm damit seine Macht. Nun soll Schwanda sogar hingerichtet werden – aber im letzten Augenblick ist Babinsky als Retter da. Als Dorota dem Gatten Vorwürfe wegen seiner Untreue macht, schwört Schwanda – und,  der Teufel soll in holen, wenn es nicht wahr ist! -, dass… und der Teufel holt ihn wirklich.

Schwanda hockt in der Hölle, aber auch hier taucht Babinskyauf. Babinsky gewinnt dem Teufel beim Kartenspiel Schwandas Seele ab und bringt den Dudelsackpfeifer seiner treuen Dorota zurück.

Dass dies heitere und in seinen sinfonischen Passagen ungewöhnlich brillante Musikwerk Schwanda der Dudelsackpfeifer so selten gespielt wird, liegt keinesfalls an einer fehlenden Repertoirefähigkeit des Stückes, wie die aktuell im MiR in  Gelsenkirchen zur Diskussion gestellte Aufführung beweist, sondern ist eher mit der tragischen Biographie des Komponisten verbunden. So wie die Stärke des Textbuches in der ansprechenden Verarbeitung von Volkssagen liegt, zieht auch die Musik ihre größte Wirkungen aus einer glänzenden Verwendung der slawischen Folklore. Weinberger gibt zahlreiche eigene Ideen dazu und zeigt sich in der Verarbeitung als ausgezeichneter Musiker, einfallsreich in Harmonie und Orchestrierung, melodiös in der Führung der Singstimmen.

Jaromir Weinberger, der jüdische Tscheche mit dem deutschen Nachnamen, wurde am 08. Januar 1896 in Prag geboren, studierte in seiner Heimatstadt sowie in Leipzig bei Reger. Schon 1922 wurde er Professor für Komposition in Ithaka, USA, kehrte 1936 nochmals in die Heimat zurück, aus der ihn dann die deutsche Invasion drei Jahre später endgültig vertrieb. Weinberger konnte mit seiner Frau Hansi in die USA fliehen, wogegen seine Mutter und Schwester nach Treblinka deportiert und ermordet wurden. Seine Oper konnte sich zwar noch auf den Spielplänen halten, aber die ihm zustehenden Tantiemen wurden ihm nicht ausbezahlt, so dass Weinberger in den USA mittellos und vergessen lebte. Zwei weitere Opern, Die geliebte Stimme (1931) und Wallenstein (1937) konnten den Erfolg von Schwanda nicht wiederholen. In Nordamerika, wo er sich nach der Auswanderung niederließ, schuf er u.a. eine Lincoln-Sinfonie sowie mehrere Musicals. In der Seele verwundet nahm er sich am 09. August 1967 in St. Petersburg/NY, USA das Leben.

Das Textbuch der zweiaktigen Volksoper Schwanda der Dudelsackpfeifer stammt von dem tschechischen Schriftsteller Milos Kares, der auf Weinbergers Anregung alte slawische Märchen verarbeitet, darunter jenes von edlen Räuber Babinsky und das des Dudelsackpfeifers und Aufschneiders Schwanda aus Strakonitz. Nach der noch mit Zurückhaltung aufgenommenen Uraufführung am 27.April 1927 in Prag (im gleichen Jahr haben Kreneks Jonny spielt auf, Schoecks Penthesilea und Hindemiths Hin und zurück Premiere) geht Schwanda nach der Übersetzung und Veränderungsberatung von Max Brod erfolgreich über 300 Bühnen in der ganzen Welt.

Eine charmante Begrüßungsidee: Auf den geschlossenen Vorhang werden zwei Lehrbuchzeichnungen projiziert. Die Skizze eines Dudelsacks und eines menschlichen Herzens. Neben den erstaunlich ähnlichen Umrissen wird damit auch das Thema des Abends vorgestellt: Musik und die menschliche Seele sind im Grunde eins.

Ort und Zeit: Schwandas Bauernhof im tschechischen Dorf Strakonice, das für seine Dudelsackspieler berühmt und sprichwörtlich war; der Hof der Königin zur Märchenzeit, d.h. zur Zeit des legendären Volkshelden Babinsky. Die Hölle.

Musiktheater im Revier / Schwanda der Dudelsackpfeifer  - hier :  Schwanda und Babinsky © Forster

Musiktheater im Revier / Schwanda der Dudelsackpfeifer – hier : Schwanda und Babinsky © Forster

Erstes Bild: DAHEIM

Der Vorhang hebt sich über einem böhmischen Bauernhausgarten, Teil des Heims von Schwanda, dem lustigen Dudelsackspieler und seiner Frau Dorota. Mit wenigen Elementen farbenprächtig angedeutet, strahlt die Szene vor einem dem den ganzen Abend schwarzen Hintergrund. Ilia Papandreou, die die Partie der Dorota singt, überzeugt mit einem stimmstarken Sopran, den man sich zwar auch lyrischer hätte vorstellen können, der jedoch zur burschikos inszenierten Rolle sehr gut passt.

Zwei Landsknechte erscheinen und fragen die allein anwesenden Dorota, ob sie nicht einen Fremden gesehen habe, den zu verhaften sie ausgeschickt wurden. Als die Frau verneint, eilen sie weiter. Da springt ein Mann aus der Krone eines Baumes auf die Erde nieder und beginnt ein liebenswürdiges galantes Gespräch mit Dorota, die vor Verlegenheit kaum weiß, wie sie ihn behandeln soll. Der Fremde, der sich später als Räuber Babinski vorstellen wird, wird von Uwe Stickert mit glasklarem hohen Tenor gesungen, eine starke Leistung!

Schwanda (Petro Ostapenko, Bariton, der sich nach anfänglichen Unsicherheiten im zweiten Teil der Partie vollumfänglich gewachsen zeigt) kommt von seinen Feldern heim, und der Fremde weiß sofort seine Neugierde zu wecken. Er gibt ein Lied über den berühmten Räuber Babinsky zum besten, der vom ganzen Volk mehr geliebt als gefürchtet wird, da er die Reichen plündert, um die Armen zu beschenken. Der Fremde erzählt, daß Babinsky stets, wohin er komme, eine ausgefranste Manschette als Kennzeichen zurücklasse.

Ja, wer solch ein Leben führen könne, frei, in der weiten Welt! Schwandas Wunsch, andere Gegenden und Menschen kennen zu lernen, wird immer größer. Vergebens sucht Dorota ihn mit einer herzlichen Melodie (die zu einem mehrfach wiederkehrenden Motiv des friedlichen Lebens auf dem Bauernhof wird) zurückzuhalten. Als Schwanda auch noch hört, daß eine Königin in Melancholie verfallen sei, aus der sei Dudelsack sie erlösen könne, hat er seinen Entschluss gefaßt. Während Dorota in die Küche geht, um das Mahl zu bereiten, schleichen die beiden Männer davon.

Der Fremde lässt eine zerfranzte Manschette auf dem Tisch zurück. Als Dorota sie findet, zögert sei keinen Augenblick. Sie eilt Schwanda nach, um ihn wieder für sich zu gewinnen.

Zweites Bild: BEI DER EISKÖNIGIN

Das zweite Bild spielt am Hof der Königin (Petra Schmidt, Mezzosopran), die, nachdem sie von einem Zauberer viel Schmuck, aber auch ein Herz aus Eis statt ihres eigenen erhalten hat, melancholisch geworden ist. Dichter Schnee fällt auf eine grausige Szene: Wir sehen ein Schafot, auf dem die Leiche eines enthaupteten Prinzen liegt, der es gewagt hatte um die Hand der Königin zu werben. Erstarrt verharren Königin und Hofstaat in operettenhaften Roben.

Plötzlich hallt der Palast von einer Polka wieder, die den seit langem erstarrten Hofstaat aufweckt. Schwanda tritt mit seinem Dudelsack auf und stellt sich als Retter vor, den die Königin natürlich sofort heiraten will. Schwanda sieht sich bereits als König, doch im Augenblick, da er seiner künftigen Gattin den ersten Kuss geben will, erscheint Dorota. Große Verwirrung am Hof. Die Königin will Dorota töten lassen, doch Schwanda versucht, sie zu schützen.

Beide werden festgenommen, während der Magier (Michael Heine, Bass, mit leichten Intonations- und Artikulationsschwächen) den Dudelsack verschwinden läßt. Sein Triumph scheint nun sicher, die Königin befindet sich neuerlich in seiner Gewalt. Die mächtige Waffe seines Feindes ist in den tiefsten Keller gesperrt. Statt Dorota soll nun Schwanda hingerichtet worden soll. Als letzte Gnade erbittet er seinen Dudelsack. Unverrichteter Dinge kehren die Diener zurück, der Dudelsack ist verschwunden. Die Königin ordnet die Hinrichtung an.

Musiktheater im Revier / Schwanda der Dudelsackpfeifer - hier :  Petra Schmidt als Königin Eisherz, Michael Heine © Forster

Musiktheater im Revier / Schwanda der Dudelsackpfeifer – hier : Petra Schmidt als Königin Eisherz, Michael Heine © Forster

Der Henker will Schwanda mit dem Beil den Kopf abschlagen, aber ein Lachsturm folgt seinem Versuch: Heimlich wurde von Babinsky das Beil mit einem Besen vertauscht, der Schwanda auch noch sein Instrument bringt. Mit voller Kraft legt der Musikant los, Hof und Volk tanzen in immer wilder werdenden Verrenkungen davon.

Dorota macht ihrem Gatten Vorwürfe über seine Untreue. Babinsky unterstützt sie darin und heizt den Konflikt weiter an, denn er hat schon längst ein Aufge auf die schöne Bäuerin geworfen. Schwanda schwört, er habe die Königin nicht geküßt, na nicht die Hälfte eines Kusses habe er ihr gegeben, nicht ein mal ein Viertel … und wenn es nicht wahr sei, so möge ihn der Teufel holen!

Kaum gesagt, ist Schwanda schon unter Flammen und Rauch im Bühnenboden versunken: der Teufel hat ihn wirklich geholt. Dorota ist untröstlich, und Babinsky, dem edlen Räuber, bleibt nicht anderes übrig, als Schwanda aus der Hölle zu befreien.

Drittes Bild: IN DER HÖLLE

Spontaner Beifall für die Bühne, wenn sich der Vorhang hebt: Pyramidenartig erhebt sich ein bis zur Bühnendecke reichender Turm aus wilden, rotgewandeten teuflischen Höllenknechten, in deren Mitte auf einem Thron der Teufel selbst sitzt. Farbenprächtig und strahlend; ein Augenschmaus!

Der Teufel (Joachim G. Maaß, Bass, stimmlich vereinzelt etwas unsicher aber großartig in seiner Spielfreude) ist mißgelaunt und gelangweilt, weil niemand mit ihm Karten spielen will. Vergeblich sucht er Schwanda dazu zu bringen, mit seinem Dudelsack die düstere Höllenatmosphäre aufzuheitern. Der sehnt sich jedoch nur nach Dorota. Schließlich zaubert der Teufel ihm das Bild der Geliebten vor Augen und verspricht ihm, sie wieder zusammen zu bringen, wenn Schwanda ihm ein Schriftstück unterzeichnet.

Schwanda unterzeichnet es, ohne viel auf den Inhalt zu achten. Damit hat er dem Teufel seine Seele verschrieben, so dass dieser ihn zwingen kann, Dudelsack zu spielen. Als Schwanda sich immer noch weigert, werden die Marterwerkzeuge für ihn bereitet. Da, große Überraschung in der Hölle: der berühmte Räuber Babinsky kommt persönlich zu Besuch! Man bereitet ihm einen würdigen Empfang. Babinsky schlägt dem Teufel eine Kartenpartie vor, begeistert stimmt dieser zu.

Als Einsatz zieht Babinsky Schätze aus seiner Tasche, die er vorher dem Teufel aus dessen Tresor geraubt hat. Was setzt der Teufel gegen diese herrlichen Juwelen? Die Hälfte der Hölle! „Zu wenig“, meint Babinsky und verlangt außerdem noch Schwandas Seele. Satan versucht zu handeln, stimmt aber schließlich ein, da er sich seines Sieges sicher glaubt. Alles scheint auch nach seinem Wunsch zu gehen. Dann jedoch zeigt sich, dass Babinsky noch besser schwindeln kann als der Teufel und dadurch gewinnt. Großer Jammer bricht in der Hölle aus, am meisten weint der Teufel, der nun wirklich ein armer Teufel geworden ist. Zum Trost schenkt Babinsky dem besiegten Gegner alles, was er ihm abgewann, mit Ausnahme der Seele Schwandas.

Schwanda beginnt überglücklich auf seinem Dudelsack zu spielen, und die ganze Hölle tanzt. Der Räuber nimmt rührenden Abschied von seinem neuen Freund, dem Teufel, und bald ist er mit Schwanda wieder auf der Erde angelangt

Musiktheater im Revier / Schwanda der Dudelsackpfeifer  - hier :  Piotr Prochera als Schwanda, Joachim G. Maaß als Teufel, Tobias Glagau als des Teufels Famulus, Jiyuan Qiu als Höllenhauptmann © Forster

Musiktheater im Revier / Schwanda der Dudelsackpfeifer – hier : Piotr Prochera als Schwanda, Joachim G. Maaß als Teufel, Tobias Glagau als des Teufels Famulus, Jiyuan Qiu als Höllenhauptmann © Forster

Viertes Bild: DAHEIM

Vergeblich versucht Babinsky noch einmal Schwanda zu weiteren Abenteuern in der Welt zu verführen. Schwanda will nur noch nach Hause zu seiner Dorota.

Der stimmgewaltige, von Alexander Eberle ausgezeichnet geführte Chor betritt in Alltagskleidung die Bühne und singt zusammen mit Schwanda und Dorota das Heimatlob: „Auf unserem Hofe daheim hört man die Gänse schrein…“, während im Hintergrund Stadtansichten von Gelsenkirchen bühnenfüllend eingeblendet werden. Große Begeisterung; tosender Applaus. Lobenswert: Obwohl auf Deutsch gesungen wird, wird auf eine Übertitelung nicht verzichtet, was das Text- und Handlungsverständnis nachhaltig unterstützt.

In den kleineren Rollen: Benjamin Hoffmann und John Lim,  Opern und Extrachor und Statisterie des MiR.,  Es spielt die Neue Philharmonie Westfalen unter der wunderbaren Leitung von Giuliano Betta, der mit großer Leidenschaft gerade in den ausgiebigen orchestralen Teilen jede Feinheit der Partitur auslotet. Inszenierung und Bühne: Michiel Dijkema, Kostüme: Julia Reindell, Licht: Thomas Ratzinger, Choreografie: Denis Untila,  Dramaturgie: Anna Chernomordik

Schwanda der Dudelsackpfeifer  im MiR, weitere Vorstellugnen am 22.6.; 27.6.; 5.7.; 7.7.2019

—| IOCO Kritik Musiktheater im Revier |—

Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater, THE ROCKY HORROR SHOW – Richard O´Brien, 21.06.2019

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Oldenburgisches Staatstheater

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

THE ROCKY HORROR SHOW – Richard O‘Brien

Premiere: Freitag, 21. Juni 2019, um 19.30 Uhr   weitere Vorstellungen: Mo 24. Juni, Fr 28. Juni, So 30. Juni, Di 02. Juli Di 27. August, Sa 31. August, Mo 02. September, Sa 07. September, So 22. September

Der Brite Richard O’Brien schrieb Anfang der 1970er-Jahre mit seiner Rocky Horror Show Musik- und Theatergeschichte. Er erweiterte den Kosmos der Pop-Musik um Unvergessliches wie ‚The Time Warp‘ oder ‚Sweet Transvestite‘. Der auf dem Musical basierende Film aus dem Jahre 1975 vergrößerte den Kultstatus und durch die expliziten Verstöße gegen „sittliche“ Filmkonventionen drohte die Verbannung auf den Index. Inzwischen gilt die Show als legendär. Es gibt eine ganze Liste an Aktionen und Requisiten („Fanbags“), die das Publikum während der Vorstellungen aktiv mit einbinden.

Für die Inszenierung am Staatstheater geht das Team um Regisseur Robert Gerloff noch einen Schritt weiter: In einem eigens ausgewiesenen Bereich direkt vor der Bühne hat das Publikum die Möglichkeit, in der „Dancing Area“ das totale Konzerterlebnis zu bekommen und Teil der ekstatischen Inszenierung zu werden. Fanbags werden vor jeder Vorstellung beim Besucherservice zum Preis von 10 Euro angeboten

Regie: Robert Gerloff; Musikalische Leitung: Hajo Wiesemann; Bühne: Maximilian Lindner; Kostüme: Johanna Hlawica; Choreografie: Mirjam Klebel

Mit: Agnes Kammerer, Zoe Knights, Carina Leopold, Marije Louise Maliepaard, Antonia Rinkel, Katharina Shakina, Helen Wendt; Rajko Geith, Max Herlitzius, Fabian Kulp, Jens Ochlast, Alexander Prince Osei, Oriol Sanchez i Tula, Klaas Schramm, Johannes Schumacher

Band: Jan-Olaf Rodt/Martin Flindt, Michael Bohn/Lisa Wulff, Christin Neddens/Christian Schoenefeldt, Matthias Schinkopf/Oliver Poppe, Hajo Wiesemann, Cindy Weinhold, Bastian Kahrs,

Arrangement with BB Group GmbH and The Rocky Horror Company Ltd.

—| Pressemeldung Oldenburgisches Staatstheater |—

Rathen, Felsenbühne Rathen, Hair – The American Tribal Love Rock-Musical, 08.06.2019

Landesbühnen Sachsen 

Landesbühne Sachsen / Hair - v.l : Luca Lehnehrt, Julia Rani, Lea Göpel, Chirstin Rettig, Uwe Thews, Felix Lydike, Michael Berndt © Hans Ludwig Böhme

Landesbühne Sachsen / Hair – v.l : Luca Lehnehrt, Julia Rani, Lea Göpel, Chirstin Rettig, Uwe Thews, Felix Lydike, Michael Berndt © Hans Ludwig Böhme

HAIR  – The American Tribal Love Rock-Musical

Buch und Liedtexte Gerome Ragni und James Rado, Musik Galt Macdermot, Die Originalproduktion fand in New York unter der Leitung von Michael Butler statt

 Hippies kommen in den Kurort Rathen

Junge Leute um die Hippie-Truppe von George Berger suchen ein neues Lebensgefühl: eine Gesellschaft jenseits von Krieg, Rassentrennung und Autorität. Sie hoffen auf ein Zeitalter im Zeichen des Wassermanns, das geprägt ist durch Liebe, Gewaltlosigkeit und Frieden. Der bürgerliche Claude kommt neu dazu und fühlt sich sofort von dem charismatischen Berger und seinen Freunden angezogen. Doch er hat gerade seinen Einberufungsbefehl nach Vietnam erhalten. Soll er pflichtbewusst in einen unsinnigen Krieg ziehen?

Premiere Sonnabend, 8. Juni 2019, 19.30 Uhr  – Felsenbühne Rathen

Oder soll er seinen Dienst verweigern, und somit eine Gefängnisstrafe und gesellschaftliche Ächtung in Kauf nehmen? Vor dem Hintergrund des Vietnamkrieges, des Protestes gegen autoritäre Gesellschaftsstrukturen und des Aufkommens der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung schrieben die Schauspieler Gerome Ragni und James Rado, die sich als Schauspieler am Broadway kennengelernt hatten, HAIR als lyrischen Theater-Text. Galt MacDermot, ein ehemaliger Organist und Kirchenmusiker, komponierte die eingängige, bisweilen an gregorianische Gesänge erinnernde Musik. Der Regisseur der Uraufführung, Bertand Castelli, wurde als Anführer von Friedensmärschen mehrere Male verhaftet.

Michael Butler, der sogenannte „Hippie-Millionär“, brachte 1968 das Musical an den Broadway, wo es über 1800 Auffuhrungen erlebte. 1979 wurde es von Miloš Forman verfilmt. Das Musical ist nicht nur eine brillante Show aus Tanz und Musik, auch die Songs von Aquarius und Hair bis Hare Krishna und Let the Sunshine in gehen bis heute unter die Haut und vermitteln eine Vision, die jetzt ebenso aktuell ist wie zur Zeit der Entstehung: die einer besseren Welt.

Anderson Pinheiro da Silva:Es war ein großer Traum von mir, einmal im Musical „Hair“ zu spielen. Ich freue mich sehr ein Teil der Produktion für Rathen zu sein. Ich bin gespannnt auf die Große Bühne in Rathen und wünsche das immer schönes Wetter sein wird.Singen und tanzen hat mir immer viel Spaßgemacht. Für mich als Tänzer ist es eine Herausforderung, in der Rolle des Hud jetzt auch auf der Bühne zu singen“

Inszenierung: Peter Dehler a.G.; Musikalische Leitung: Michael Fuchs a.G. / Uwe Zimmermann,  Choreographie: Till Nau a. G.;  Ausstattung: Stefan Wiel

Besetzung:  Claude -Holger Uwe Thews;  Berger – Benjamin Oeser a.G.; Sheila – Christin Rettig;  Hud – Anderson Pinheiro da Silva a.G.; Ronny – Alexander Wulke; Chrissie- Julia Rani;  Dionne -Sandra Maria Huimann; Jeane – Luca Lehnert / N. N.; Woof – Grian Duesberg; Linda- Julia Vincze Tribe – Michael Berndt-Canana, Johannes Krobbach, Felix Lydike, Iris Stefanie Maier / N. N.; Studierende der Theaterakademie Sachsen: Lena Beltermann/ Philipp Trant/ Lisa- Marie Breithaupt/ Max Henel/  Natalie Bernhardt / Katharina Apitz/  Lea Göpel/  Teresa Laura Mann-Fimmel

Die Band; Keybords : Michael Fuchs a.G. / Uwe Zimmermann; Saxophon:  Friedemann Seidlitz ;
Trompeten: Bert Bauer, Christian Rien; Posaune:  Christoph Hermann / Gregor Littke
Gitarre:  Flonian Naegli / Lars Kutschke; Bass:  Tino Scholz; Drumset:  Sascha Mock / Steffen Roth; Percussion:  Hendrik Gläßer / Stefan Köcher


Premiere in radebeul war am 5.5.2019

Felsenbühne Rathen

Sa   08.06.2019   19:30                Prem    Hair                  Felsenbühne Rathen
Mo   10.06.2019   17:00                             Hair                  Felsenbühne Rathen
Fr    14.06.2019   19:30                             Hair                  Felsenbühne Rathen
Sa   15.06.2019   19:30                             Hair                  Felsenbühne Rathen
Sa   06.07.2019   19:30                             Hair                  Felsenbühne Rathen
So   07.07.2019   17:00                             Hair                  Felsenbühne Rathen
Fr    12.07.2019   19:30                             Hair                  Felsenbühne Rathen
Sa   13.07.2019   19:30                             Hair                  Felsenbühne Rathen

—| Pressemeldung Landesbühne Sachsen |—

Schwerin Schlossfestspiele, Anatevka – Musical von Jerry Bock, 21.06.2019

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Mecklenburgisches Staatstheater

Mecklenburgisches Staatstheater / Schlossfestspiele Schwerin - Anatevka © LANDSIEDEL | MÜLLER | FLAGMEYER, iStock, Shutterstock

Mecklenburgisches Staatstheater / Schlossfestspiele Schwerin – Anatevka © LANDSIEDEL | MÜLLER | FLAGMEYER, iStock, Shutterstock

 Anatevka  –  Musical von Jerry Bock

  nach Geschichten von Sholem Alejchem

 Schlossfestspiele Schwerin 2019 –  21. Juni 2019 –  Alter Garten in Schwerin

Schlossfestspiele Schwerin 2019
youtube Trailer des Mecklenburgischen Staatstheaters
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Anatevka – ein fiktives Dorf zwischen jüdischen Traditionen und einer ungewissen Zukunft. Hier leben seit langer Zeit polnische Juden in unmittelbarer Nachbarschaft zu russisch-orthodoxen Christen und versuchen ihren einfachen Alltag zu meistern. So auch der verschmitzte und lebenskluge Milchmann Tevje, der dann und wann von einem kleinen Vermögen träumt („Wenn ich einmal reich wär‘„). Für seine heiratsfähigen Töchter versucht er einen passenden Ehemann zu finden, jedoch haben diese ihre ganz eigenen Vorstellungen von ihrem Zukünftigen und wirbeln so alles kräftig durcheinander.

 Premiere am 21.06.2019 20 Uhr auf dem Alten Garten

Anatevka   –  Musical in zwei Akten, basierend auf den Geschichten von Sholem Alejchem mit ausdrücklicher Genehmigung von Arnold Perl,  Buch von Joseph Stein, Musik von Jerry Bock, Gesangstexte von Sheldon Harnick, Deutsch von Rolf Merz und Gerhard Hagen

Musikalische Leitung  Michael Ellis Ingram, Inszenierung Toni Burkhardt, Bühnenbild Wolfgang Kurima Rauschning, Kostüme Udo Herbster, Choreinstudierung Friedemann Braun, Choreographie Adriana Mortelliti, Dramaturgie Peter Larsen

Mit:  Tevje, Milchmann Ansgar Schäfer / Gustav Peter Wöhler, Golde, dessen Frau Bettina Weichert, Zeitel, deren Tochter Irene Eggerstorfer / Barbara Felsenstein, Hodel, deren Tochter Katrin Hübner / Rebekka Reister, Chava, deren Tochter Katharina Boschmann / Nedime Ostheimer, Shprintze, deren Tochter Maialen Lesaka Braun / Sophie Schiller /
Stella Helene Thebud, Bielke, deren Tochter Leni Margareta Brauns / Anna Fräßdorf / Letizia, Zoe Löser, Jente, Heiratsvermittlerin Brigitte Peters, Mottel Kamzoil, Schneider Paul Kroeger / Gero Wendorff, Perchik, Student Philipp Lang / Cornelius Lewenberg, Lazar Wolf, Metzger Ansgar Schäfer / Matthias Unruh, Motschach, Gastwirt Olaf Meißner / André Schmidtke, Rabbi Agim Kasumi / Martin Scheil, Mendel, dessen Sohn Daniel Wernecke, Awram, Buchhändler Michael Meiske / Franz Sieveke, Nachum, Bettler Sylvio Kähler / André Schmidtke, Oma Zeitel Anne Ruth Kiefer / Undine Labahn, Schandel Kathrin Voß, Fruma Sara Itziar Lesaka, Wachtmeister Gottfried Richter / Matthias Unruh
Fedja Denis Edelmann / Stef van Gelder, Sascha Denis Edelmann / Christopher Wernecke, Erster Russe Daniel Wernecke, Zweiter Russe Christopher Wernecke, Erster Mann Wieland Beer, Zweiter Mann Reinhard Strey, Der Fiedler auf dem Dach Tommaso Bucciero / Alyosa Forlini

Opernchor / Ballettensemble / Extra-Chor / Statisterie des Mecklenburgischen Staatstheaters / Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin

—| Pressemeldung Mecklenburgisches Staatstheater |—

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