Klagenfurt, Stadttheater Klagenfurt, Premiere Der Zauberer von Oz, 12.04.2018

Stadttheater Klagenfurt

Stadttheater Klagenfurt

Stadttheater Klagenfurt © Stadttheater Klagenfurt / Helge Bauer

Stadttheater Klagenfurt © Stadttheater Klagenfurt / Helge Bauer

Der Zauberer von Oz

Musical von L. Frank Baum / mit Musik und Songtexten von Harold Arlen und E. Y. Harburg

Hintergrundmusik von Herbert Stothart /In deutscher Sprache / Übersetzung von Henry Mason

PREMIERE 12. April 2018, 19.30 Uhr

Die Reise des Mädchen Dorothy durch das Zauberland Oz ist zum Klassiker der amerikanischen Literatur geworden und erlangte durch die Verfilmung mit Judy Garland und den Song „Somewhere over the Rainbow“ Kultstatus.

Aron Stiehl bringt den Musicalhit mit Lisa Haberman als Dorothy auf die Bühne des Stadttheaters Klagenfurt. Weitere Rollen sind mit Publikumslieblingen wie Erwin Belakowitsch, Michael Del Coco, Ralph Morgenstern und Christoph Wagner-Trenkwitz besetzt. Großes Musical für die ganze Familie!

Stadttheater Klagenfurt / Der Zauberer von Oz © Karlheinz Fessl

Stadttheater Klagenfurt / Der Zauberer von Oz © Karlheinz Fessl

Da Dorothys fliegendes Haus im Orkan die böse Hexe des Ostens erschlagen hat, wird sie direkt bei ihrer Ankunft von den Bewohnern des Zauberlandes als Heldin gefeiert. Dennoch sehnt sie sich zurück nach Hause. Sie erfährt, dass nur der geheimnisvolle Zauberer von Oz ihr den Weg weisen kann. So begibt sich Dorothy auf die Reise in die prächtige Smaragdstadt und trifft unterwegs neue Freunde, die Vogelscheuche, den Blechmann und den feigen Löwen. Sie schließen sich ihr an, da auch sie unerfüllte Wünsche an den Zauberer herantragen wollen. Am Ende müssen sie aber nach zahlreichen Abenteuern erkennen, dass nur sie selbst sich ihre innersten Herzenswünsche erfüllen können.

 

REGIE Aron Stiehl MUSIKALISCHE LEITUNG Günter Wallner AUSSTATTUNG Nicola Reichert

CHOREOGRAPHIE Otto Pichler DRAMATURGIE Philine Kleeberg

MIT Lisa Habermann, Ines Hengl-Pirker I Erwin Belakowitsch, Michael Del Coco, Lukas Benjamin Engel, Denis Lakey, Christoph Leyermann, Ralph Morgenstern, Florian Scholz, Christoph Wagner-Trenkwitz Chor des Stadttheaters Klagenfurt, Kärntner Sinfonieorchester, Singakademie Carinthia

Weitere Vorstellungen: 27., 20., 22., 27., 29. April; 2., 9., 12., 17., 19., 26., 27., 29. April 8., 13., 18., 19., 21., 25., 28., 30. April; 2., 9., 12., 17.,19., 26., 27., 29., 30. Mai; 1., 2., 4., 5., 6. Juni 2018

Einführungsmatinee 8. April 2018, 11 Uhr, Bühne. Moderation Intendant Florian Scholz

 

Pressemeldung Stadttheater Klagenfurt

Wien, Volksoper Wien, Musical Carousel von Rogers & Hammerstein, IOCO Kritik, 23.03.2018

März 23, 2018  
Veröffentlicht unter Hervorheben, Kritiken, Musical, Volksoper Wien

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Volksoper Wien

Volksoper Wien © IOCO

Volksoper Wien © IOCO

Carousel –  Richard Rogers & Oscar Hammerstein II

Von Marcus Haimerl

Mit dem Musical Carousel von Richard Rogers & Oscar Hammerstein fand nun die zweite Premiere eines großen, klassischen Broadway-Musicals in nur einer Saison statt. Einfach ist es nicht, dieses Werk, basierend auf Ferenc Molnárs Drama Liliom, auf die Bühne zu bringen. Die deutsche Erstaufführung am 15. Oktober 1972 an der Wiener Volksoper, Bernd Weikl sang den Billy Bigelow, brachte es auf nur auf fünfzehn Vorstellungen, für eine Musical-Produktion ein negativer Rekord am Haus am Gürtel.

  Karussell, Küstenlandschaft, üppig erleuchteter Sternenhimmel

Doch seit der Direktionszeit von Robert Meyer entwickelt sich die Wiener Volksoper zu einer Autorität im Bereich des klassischen Musicals.

Volksoper Wien / Musical Carousel - hier Ensemble © Barbara Palffy

Volksoper Wien / Musical Carousel – hier Ensemble © Barbara Palffy

Regie führte Henry Mason, welcher sich auch für die sehr feinfühlige deutsche Fassung verantwortlich zeigte. Zusammen mit einer sehr stimmungsvollen Ausstattung von Jan Meier ergibt das die notwendigen Zutaten für eine neue Erfolgsproduktion. Zwischen Karussell, Küstenlandschaft und einem üppig erleuchteten Sternenhimmel spielt sich das Drama um den Karussell-Ausrufer Billy Bigelow ab. Dieser verliert seinen Job als er Partei für die junge Textilarbeiterin Julie Jordan ergreift. Beide heiraten, doch Billy leidet unter seiner Arbeitslosigkeit. Als Julie ihm verrät, dass er Vater wird, lässt er sich von Jigger Craigin, einem zwielichtigen Walfänger, zu einem Raubüberfall überreden. Nachdem dieser misslingt, nimmt sich Billy, um der Verhaftung zu entgehen, das Leben. An dieser Stelle tröstet Julies Cousine Nettie diese mit einem der schönsten Broadway-Songs aller Zeiten: „You’ll never walk alone“.

Volksoper Wien / Musical Carousel - hier Daniel Schmutzhard als Billy Bigelow, Robert Meyer als Sternwart/Dr. Seldon, Oliver Liebl als Himmlischer Freund © Barbara Palffy

Volksoper Wien / Musical Carousel – hier Daniel Schmutzhard als Billy Bigelow, Robert Meyer als Sternwart/Dr. Seldon, Oliver Liebl als Himmlischer Freund © Barbara Palffy

Billy bekommt vom Sternwart die Möglichkeit für einen Tag auf die Erde zurückzukehren. Er nutzt die Gelegenheit, um für seine Tochter Louise Gutes zu tun. Diese ist bereits fünfzehn Jahre alt, einsam und verbittert, da die anderen Kinder sie mit ihrem Vater, dem Dieb, aufziehen. Bei der Abschlussfeier hält Dr. Seldon die Festansprache und mahnt die Jugendlichen sich nichts auf die Erfolge der Eltern einzubilden und sich von deren Fehlern nicht entmutigen zu lassen. Billy redet Louise, die ihn nicht sehen, nur hören kann, gut zu und endlich kann er Julie, immer noch unsichtbar, sagen, dass er sie liebt. Während alle das Lied singen, mit dem Nettie schon Julie getröstet hat, wird Billy ins Jenseits zurückgeführt.

Auch musikalisch lässt diese Produktion keine Wünsche offen. Dirigent Joseph R. Olefirowicz animierte das Orchester der Volksoper zu großen, emotionalen und temporeichen Broadway-Klängen. In der Rolle des Billy Bigelow bewies Daniel Schmutzhard sein Talent als Singschauspieler. Besonders beeindruckend in seinem knapp 8-minüten Bariton-Solo (Soliloquy), in welchem er über sein Leben mit seinem Kind nachdenkt. In Mara Mastalir hat Daniel Schmutzhard eine verlässliche, stimmlich sehr solide Julie. Auf ebenso hohem Niveau agiert das zweite, witzig spröde Liebespaar Carrie Pipperidge (Johanna Arrouas) und Enoch Snow (Jeffrey Treganza). Atala Schöck gibt in der Partie der Nettie ihr Hausdebüt und drückt mit ihrem schönen Mezzosopran mit „You’ll never walk alone“ auf die Tränendrüse. Christian Graf ist hervorragend als schmieriger Gangster Jigger Craigin und Hausherr Robert Meyer mimt in seiner unvergleichlichen Art den Sternwart und Dr. Seldon. Eine ganz großartige Leistung von Mila Schmidt als Billys Tochter Lousie in ihrer großen Tanzszene im zweiten Akt (Choreographie Francesc Abós).

Volksoper Wien / Musical Carousel - hier Wiener Staatsballett, Robert Meyer als Sternwart/Dr. Seldon, Daniel Schmutzhard als Billy Bigelow, Mila Schmidt als Louise Bigelow © Barbara Palffy

Volksoper Wien / Musical Carousel – hier Wiener Staatsballett, Robert Meyer als Sternwart/Dr. Seldon, Daniel Schmutzhard als Billy Bigelow, Mila Schmidt als Louise Bigelow © Barbara Palffy

Auch das restliche Ensemble, wie Regula Rosin als Karusselbesitzerin Mullin oder Nicolas Hagg als David Bascombe wissen nachhaltig zu überzeugen.

Der lang anhaltende Szenenapplaus bewies, dass der aktuellen Produktion ein besseres Schicksal als jener der deutschen Erstaufführung beschieden sein dürfte. Ein nicht minderer Jubel am Ende sowohl für das komplette Ensemble als auch für das Leading Team, welcher erst durch das Herabsenken des Vorhangs ein Ende fand.

Carousel an der Volksoper Wien; weitere Vorstellungen am 26.3.; 28.3. 1.4.; 7.4.; 11.4.; 14.4.; 16.4.; 18.4.; 22.4.2018

Pforzheim, Theater Pforzheim, Premiere La Cage aux Folles (Ein Käfig voller Narren), 23.03.2018

Theater Pforzheim

Stadttheater Pforzheim © Stadttheater Pforzheim

Stadttheater Pforzheim © Stadttheater Pforzheim

Broadway-Hit und farbenfroher Ausflug ins sonnige St. Tropez
Premiere des Musicals „La Cage aux Folles (Ein Käfig voller Narren)“

Das Publikum des Theaters Pforzheim kann sich auf ein farbenfrohes, mediterran angehauchtes Musical freuen: Ab Freitag, 23. März wird der bekannte Klassiker „La Cage aux Folles (Ein Käfig voller Narren)“ von Jerry Herman und Harvey Fierstein neu ins Programm genommen. Das 1983 am Broadway uraufgeführte Musical über einen sinnenfreudigen Travestieclub im sonnigen St. Tropez feiert mit Hits wie „I am what I am“, der von Stars wie Gloria Gaynor gecovert wurde, Welterfolge. Der Regisseur Anatol Preissler, der u.a. an der Wiener Volksoper, an der Oper in Odessa/Ukraine sowie an Theatern in Hamburg, München und Innsbruck arbeitet, zeichnet für die Regie verantwortlich.

Seit zwanzig Jahren sind Georges und Albin ein Paar. Albin kocht hervorragend, tritt jeden Abend als Travestie-Star Zaza in Georges Club „La Cage aux Folles“ auf und hat für Georges Sohn Jean-Michel die Mutterrolle übernommen. Jean-Michel will nun ausgerechnet Anne heiraten, die Tochter des Abgeordneten Dindon, der u. a. für die Schließung aller Transvestiten-Clubs an der Riviera plädiert. Um vor seinen zukünftigen Schwiegereltern bestehen zu können, braucht Jean-Michel ein untadeliges Familienleben. Schließlich kann man Dindon keine Tunte in der angeheirateten Verwandtschaft zumuten. Georges liebt seinen Lebensgefährten und will, dass er als Onkel AL beim Besuch der Dindons mit dabei ist. Und so kommt es zu turbulenten Verwechslungen, Verwirrungen und Verwicklungen …

Mehr als 100 Produktionen und über 30 Theater im deutschsprachigen Raum – der österreichische Regisseur Anatol Preissler ist im Staatstheater ebenso zu Hause wie im Kellertheater oder auf der 400 m²–Freilichtbühne. Sein Regiestil ist geprägt von einem intuitiven Gespür für Pointen, gepaart mit sensibler Personenführung. Aus seinen Anfangszeiten als Regisseur nimmt Preissler das Augenzwinkern des Boulevards ebenso mit wie das Handwerk des exakten Timings und inszeniert stilsicher sämtliche Genres vom Krimi über Klassiker bis hin zu Musical, Oper und seinem Lieblingsfach, der Operette. Von 2010 bis 2014 war er zudem Mitbegründer und Künstlerischer Leiter der Festspiele Wangen.

Die angekündigte Musikrevue „James B(l)ond“, die das Theater Pforzheim ursprünglich geplant hat, wird wegen der noch andauernden Abstimmung über internationale urheberrechtliche Fragen bis auf weiteres verschoben. Die für „James B(l)ond“ erworbenen Tickets behalten auch für das Musical „La Cage aux Folles“ ihre Gültigkeit. Die bislang veröffentlichten Aufführungstermine von März bis Juli 2018 bleiben bestehen. Selbstverständlich können die Tickets auch an jener Vorverkaufsstelle zurückgegeben werden, an der sie erworben wurden. Eine Rücknahme von online gebuchten Karten erfolgt direkt über den Servicepartner „Reservix“.


„La Cage aux Folles (Ein Käfig voller Narren)“
Musical von Jerry Herman und Harvey Fierstein
Mit Lilian Huynen, Gabriela Zamfirescu, Johannes Blattner, Konstanze Fischer, Klaus Geber, John Goldsworthy/Mark Weigel, Philipp Werner, Bernhard Meindl und Fredi Noël
sowie als „Les Cagelles“ Adrian Ursulet, Stefaan Morrow, Antoine Audras, Isaac Di Natale, Alexander Ziebart, Tobias Ziebold und Dario Theiler
Chor und Ballett des Theaters Pforzheim
Badische Philharmonie Pforzheim

Inszenierung :  Anatol Preissler
Musikalische Leitung : Tobias Leppert
Bühne :  Heiko Mönnich
Kostüme : Ulli Kremer
Choreographie : Guido Markowitz

(R)Einblicke – Die öffentliche Probe am Samstag, 17. März um 11.30 Uhr im Großen Haus

Premiere am Freitag, 23. März um 19.30 Uhr im Großen Haus

Weitere Vorstellungen am Do, 29. März, Do, 12., Di, 17. und Sa, 21. April sowie an vielen weiteren Terminen im Laufe der Spielzeit


Karten gibt es zum Preis ab 17, 20 Euro (ermäßigt 8,60 Euro) an der Theaterkasse am Waisenhausplatz unter Tel. 0 72 31/39-24 40, im Kartenbüro in den Schmuckwelten und auf www.theater-pforzheim.de

Pressemeldung Theater Pforzheim

Rostock, Volkstheater Rostock, FAME – Musical von David De Silva, IOCO Kritik, 17.03.2018

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Volkstheater Rostock

Volkstheater Rostock © Dorit Gaetjen

Volkstheater Rostock © Dorit Gaetjen

 FAME – Musical um junge Sänger und Tänzer

Von David De Silva, Jose Fernandez, Jacques Levy, Steve Margoshes

Von Thomas Kunzmann

Es ist ruhig geworden um das Volkstheater Rostock. Nach den bundesweit für Aufsehen sorgenden Eskapaden um Intendanten, Spartenabbau-Diskussionen und Finanznöten wird nun ernsthaft der Neubau eines Theaterhauses vorangetrieben. Dennoch hängt vorerst die Abwicklung des Tanztheaters als Damoklesschwert über dem Ensemble. Was tun, um die Lust an der Sparte, ja die Theaterlust überhaupt, zurück in die Stadt zu bringen?

FAME   –  Tänzer, Sänger erleben ihr erstes Kunst-Semester

Seit April 2016, damals noch unter der Intendanz von Sewan Latchinian, lockte Feuerherz, das Sequel zu den Leiden des Jungen Werther  mit der Rostocker Punkband „Feine Sahne Fischfilet“ vorrangig junges Publikum in ca. 20 ausverkaufte Vorstellungen. Stadtintegration gelungen, auch wenn immer fraglich bleibt, ob dieses Publikum – derart motiviert – dann auch in eine Emilia Galotti geht, oder gar in eine Rossini-Oper. Seitdem, auch nach Intendantenwechsel, gab es einige weitere Produktionen in Zusammenarbeit. Überaus erfolgreich laufen Die vier Jahreszeiten als Tanztheater mit dem Tanzland Rostock und der Breakdance-ConneXion MV. Und nun also FAME.

Volkstheater Rostock / Musical FAME © Thomas Häntzschel

Volkstheater Rostock / Musical FAME © Thomas Häntzschel

Das Erfolgsmusical FAME, basierend auf dem Alan-Parker-Film mit Irene Cara und seinem gleichnamigen oscargekrönten Titel-Song, mit Dancin‘ On The Sidewalk und I Want To Make Magic begleitet Tänzer, Sänger und Schauspieler von der bestandenen Aufnahmeprüfung an der ‚Highschool for performing Arts’ durch das erste Semester mit all seinen Höhen und Tiefen, mit den unterschiedlichsten Liebes- und Lebensgeschichten.

Ob man alternativ mit den eigenen Leuten hätte inszenieren können? ‚Also Profis nehmen, die Laien darstellen sollen, die Profis werden wollen? Wenig realistisch’ denkt sich wohl Stephan Brauer, dem Rostocker Publikum bereits aus den Erfolgsproduktionen La Cage aux Folles sowie der Czardasfürstin bestens vertraut, und veranstaltet stilecht ein Casting, an dem jeder teilnehmen konnte. Dabei wurden individuelle Qualifikationen kurzerhand eingebunden und so gehen für die jungen Darsteller Realität und Stück nahtlos ineinander über.  In Videosequenzen vor Beginn und in der Pause stellen sich die Neulinge in kleinen Beiträgen vor: tolle Idee, denn bereits mit ihrem ersten Auftritt hat man eine Bindung zu ihnen aufgebaut. Da ist Alex Junge als Schlomo, der schon einige Erfahrung aus Gospelchor, zeitgenössischem Tanz und Theaterjugendclub mitbringt. Oder die 16-jährige Sarah Wockenfuß als Selena, die seit vielen Jahren Klavier- und Gesangsunterricht nimmt. Als Profis und Dozenten stehen auf der Bühne Sandra-Uma Schmitz (für Tanz) und Alexander Wulke (für Schauspiel) aus dem Schauspiel-Ensemble des Volkstheaters sowie Susi Koch (für den Gesangsunterricht), eine Rostocker Rock- und Popsängerin, die u.a. mit Keimzeit und Konstantin Wecker arbeitete und haben alle Hände voll zu tun, aus dem Pool der Individualisten ein Team zu formen.

Volkstheater Rostock / Musical FAME © Thomas Häntzschel

Volkstheater Rostock / Musical FAME © Thomas Häntzschel

– Das Publikum als Jury –

Das Publikum agiert dabei als Jury. Unterstützt durch die Regie, die die jungen Talente hauptsächlich nach vorn spielen lässt, nehmen die Premierengäste diese Aufgabe enthusiastisch an: wenn die Jungstudenten voller Impulsivität am Lehrplan vorbei zeigen dürfen, welche Begabungen in ihnen schlummern, brausen immer wieder Applaus-Salven durch die Reihen. Dass die Stimmen hier noch nicht vollständig ausgebildet sind, die Töne nicht immer getroffen werden, macht die Auftritte umso authentischer, denn  diese kleineren Mängel werden durch unbändige Spielfreude wettgemacht. Keine Spur von Lampenfieber, wenn die Jungs und Mädels die Bühne rocken. Die episodenhaften Szenen fügen sich in der Regie Brauers zu einem geschlossenen, eigenständigem Werk, das zwar aus dem Lebensgefühl des letzten Jahrhunderts stammt, aber nie in dieser Historie verhaftet bleibt. Das Streben nach Selbsterkenntnis, Unabhängigkeit und Anerkennung ist ein zeitloses Thema. Dafür, dass es keine reine Reminiszenz an die 80er wird, sorgen in Rostock in erster Linie die Musiker um John Carlson mit Klavier, Orgel, Synthi, E-Gitarre, Bass, Trompete und Schlagzeug.

Gewaltig gelingen sowohl die Chor- als auch Tanzszenen, letztere erneut unterstützt durch das Tanzland in der Choreografie von Katja Taranu. Das dürfte beim Publikum einmal mehr Lust auf modernen Tanz in all seinen Facetten machen – wenn schon nicht selbst, so doch als regelmäßiger Gast. Da hat dann auch die Rostocker Tanzcompagnie mit seiner wachsenden Fangemeinde noch eine Chance über die Saison 2018/19 hinaus verdient!

Musical FAME  am Volkstheater Rostock; weitere Vorstellungen 18.3.; 6.4.; 134.; 20.4.; 21.4.2018

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