Bielefeld, Theater Bielefeld, CHARLYS TANTE – Brandon Thomas, 09.11.2018

bielefeld.jpg

Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

CHARLYS TANTE  –  Brandon Thomas

Premiere Fr. 09.11.18, 20:00 Uhr, Theater am Alten Markt

Ein spanisches Urlaubsparadies mit Sonne, Strand und flirrender Hitze. Die Freunde Charly und Chris genießen das schöne Leben und sind in die Schwestern Eveline und Anita verliebt. Doch die Zeit drängt, die jungen Damen müssen schon bald zurückfliegen und auch ihr strenger, sie überbehütender Vater macht die Situation nicht einfacher. Da kündigt Charlys reiche, verwitwete Tante aus Texas ihren Besuch am Abend an. Der perfekte Anlass für eine Party! Der Hausangestellte Pedro soll sofort die Einladung an Eveline und Anita überbringen. Unterdessen taucht ebenso überraschend, dafür völlig verschuldet, Chris‘ Vater auf, der kurzerhand auf die millionenschwere Tante angesetzt wird. Damit scheint dem ungestörten Rendezvous der beiden jungen Paare nichts mehr im Wege zu stehen, denn mehr Gäste sind nicht geplant. Doch Charlys Tante lässt auf sich warten, während Evelines und Anitas Vater seinen Töchtern auf den Fersen ist. Da rettet Pedro die Situation und schlüpft mit High Heels und Perücke in die Rolle seines Lebens, die er zunehmend nach seinen eigenen Regeln spielt. Als dann auch noch die wirkliche Tante eintrifft, ist das Chaos perfekt und schon lange nicht mehr klar, wer wer ist und wer wen liebt.

Thomas Brandons furiose Verwechslungskomödie, die lustvoll Rollenmuster durcheinander wirbelt, hat seit ihrer Uraufführung 1892 in zahlreichen Adaptionen auf Leinwand und Bühne Kultstatus erlangt. Regisseurin Mareike Mikat verortet das Geschehen in den 50er Jahren, Songs aus der Zeit inklusive.

Inszenierung Mareike Mikat,  Bühne Jürgen Höth, Kostüme Anna Sörensen, Dramaturgie Katrin Enders Mit Oliver Baierl / Anica Happich / Alrun Hofert /, Vincent zu Linden / Nicole Lippold / Michael Schrodt / Alexander Stürmer / Thomas  Wolff

Die nächsten Vorstellungen  11.11., 27.11., 09.12., 10.12., 11.12., 31.12.18; Termine in 2019 folgen

INSZENIERUNG  –  Mareike Mikat, geboren 1978 in Frankfurt/Oder, studierte Regie an der »Ernst Busch« Hochschule für Schauspielkunst Berlin. Sie inszenierte u. a. am Thalia Theater Halle, am Staatstheater Kassel, am Theater unterm Dach in Berlin, an der Volksbühne Berlin, am Maxim Gorki Theater Berlin, am Staatstheater Stuttgart, am Volkstheater München, am Theater Heidelberg und am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Von 2008 bis zum Sommer 2010 war sie Hausregisseurin am Centraltheater / Schauspiel Leipzig. An der dortigen Skala inszenierte sie u. a. die deutschsprachige Erstaufführung von Iwan Wyrypajews Juli und wurde damit 2009 zum Festival Radikal Jung eingeladen. Am Theater Bielefeld inszenierte sie bereits sehr erfolgreich Minna von Barnhelm oder Das Soldatenglück, das 2013 zum NRW Theatertreffen eingeladen wurde, sowie Der Besuch der alten Dame, Ein Volksfeind, Die Netzwelt und Molières Der Menschenfeind.

BÜHNE  –  Der in Hamburg lebende Jürgen Höth ist seit 1993 freischaffend tätig, u. a. am Thalia Theater Hamburg, Volksbühne Berlin, Schauspiel Leipzig und an Theatern in Braunschweig, Oldenburg, Köln, Basel, Freiburg, Kiel, Konstanz und Heilbronn. Am Theater Bielefeld war Höth unter anderem für die Bühnenbilder von Der Raub der Sabinerinnen / Frau Director Striese (UA) und Der Menschenfeind (Regie: C. Schlüter) sowie für Die fetten Jahre sind vorbei (Regie: J. Zimmermann), Ein seltsames Paar (Regie: W.-D. Sprenger) und zuletzt für Othello (Regie: D. Yazdkhasti), Katze im Sack, Schlangenbrut (beides Regie: C. Schlüter), Sissy Murnau (Regie Folge 1 und 2: H. Kallmeyer, Regie Folge 3 und 4: C. Schlüter) und Weißes Gold (R. C. Schlüter) verantwortlich. Er entwarf zudem viele Bühnenbilder der TAMZWEI-Produktionen. Von 1989-93 war Höth am Thalia Theater Hamburg als Bühnenbildassistent engagiert. In dieser Zeit entstanden bereits seine ersten eigenen Arbeiten, u. a. Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui und Endspiel. In Hamburg kam es auch mit dem Bühnenbild zu Eroberung des Südpols zur ersten Zusammenarbeit mit Michael Heicks. Weitere Regisseure, mit denen Jürgen Höth zusammenarbeitete, waren u. a. Hiltrud Kissel, Robert Hungerbühler, Barbara Neureiter und Ulrike Grote. Der gebürtige Kölner studierte in seiner Heimatstadt Bühnenbild bei Prof. R. Glittenberg.

KOSTÜME
Anna Sörensen wurde 1982 in Hamburg geboren. 2001 begann sie ein Architekturstudium, das sie mit dem Studium der Medialen Raumgestaltung bei Prof. Colin Walker ergänzte. Sie arbeitete als Assistentin unter anderem am Thalia Theater Hamburg, am Theater Basel und am Deutschen Theater in Berlin. 2006 war sie für die Konzeption und Durchführung der Ausstellung »HALF MILE Hanover« verantwortlich und schuf im gleichen Jahr das Bühnenbild für die Opernproduktion La Finta semplice. 2007 entwarf sie das Filmset für Regenbogenengel, Preisträger auf dem OpenEyes Filmfest 2009. Von der Spielzeit 2008/09 bis 2010/11 war sie als Bühnenbildassistentin am Schauspiel Hannover engagiert. Für das Schauspiel Hannover gestaltete sie Bühne und Kostüm für die Produktion Mickybo und ich, die Bühne für Coraline (Regie: Hanna Müller) sowie für Troilus und Cressida (Regie: Thomas Dannemann). Am Theater Bielefeld zeichnete sie bereits für Bühne und Kostüme für Das Interview, Der Hals der Giraffe und Die Durstigen sowie für das Kostümbild bei Die Orchesterprobe, Alle 16 Jahre im Sommer und Der Menschenfeind verantwortlich.

BESETZUNG  Wolfgang Hartwig, Industrieller Thomas Wolff, Eveline, seine Tochter Anica Happich, Anita, seine Tochter Alrun Hofert, Charly Müller, junger Ingenieur Vincent zur Linden, Chris Kreysler, sein Freund Alexander Stürmer, August Kreysler, sein Vater Oliver Baierl, Mrs. Whitbaker, Charlys Tante Nicole Lippold, Pedro, spanischer Hausverwalter Michael Schrodt

—| Pressemeldung Theater Bielefeld |—

Linz, Landestheater Linz, Premiere EIN AMERIKANER IN PARIS, 25.11.2018

Oktober 16, 2018  
Veröffentlicht unter Landestheater Linz, Musical, Pressemeldung


Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

EIN AMERIKANER IN PARIS

DEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG
MUSIK VON GEORGE GERSHWIN | GESANGSTEXTE VON IRA GERSHWIN
Buch von Craig Lucas nach dem gleichnamigen Film von 1951
Deutsche Dialoge von Roman Hinze
In deutscher Sprache mit englischen Gesangstexten

Premiere Sonntag, 25. November 2018, 19.30 Uhr
Großer Saal Musiktheater

Musikalische Leitung Tom Bitterlich
Inszenierung und Choreografie Nick Winston
Bühne Charles Quiggin
Kostüme Aleš Valášek
Videodesign Duncan McLean
Lichtdesign Michael Grundner
Nachdirigat Christopher Mundy
Dramaturgie Arne Beeker

Gernot Romic (Jerry Mulligan), Myrthes Monteiro (Lise Dassin), Christian Fröhlich (Henri Baurel), Daniela Dett (Milo Davenport), Christof Messner (Adam Hochberg),
Lynsey Thurgar (Madame Baurel), Ariana Schirasi-Fard (Olga, Ensemble), Hanna Kastner (Cabaret-Sängerin, Ensemble)
Julia Hübner, Charlotte Lovell, Vicky Riddoch, Raphaela Pekovsek, Yves Adang, Alastair Postlethwaite, Stephen Dole, Leon de Graaf, Wei-Ken Liao (Ensemble)
Anastasia Bertinshaw, Lara Bonnel Almonem, Siân Brown, Mireia González Fernández, Julie Endo, Kasija Vrbanac, Kayla May Corbin, Tura Gómez Coll, Damián Cortes Alberti, Velerio Iurato, Kai Chun Chuang, Hodei Iriarte Kaperotxipi, Andrea Schuler, Lorenzo Ruta, Urko Fernandez Marzana, Filip Löbl (TANZLIN.Z)

Christopher Mundy, Bela Fischer jr. (Solo-Piano)
Statisterie des Landestheaters Linz
Bruckner Orchester Linz

Der junge amerikanische Soldat Jerry Mulligan versucht sich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Kunstmaler in Paris – mit be­scheidenem Erfolg. In der wieder aufblühenden Stadt verliebt er sich in die Parfümverkäuferin Lise, die jedoch mit dem erfolgreichen Sänger Henri liiert ist. Um finanziell über die Runden zu kommen, lässt sich Jerry auf die reiche Amerikanerin Milo ein. Die Straßen von Paris bilden den Hintergrund einer modernen Fabel rund um Kunst, Freund­schaft und Liebe.

—| Pressemeldung Landestheater Linz |—

Altenburg, Theater und Philharmonie Thüringen, Premiere – Die Schöne und das Biest, 20.10.2018

T&PhilThüringen_logo_300

Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / Die Schöne und das Biest - Es spielen Lys Schubert und Tobias Weishaupt © Ronny Ristok

Theater und Philharmonie Thüringen / Die Schöne und das Biest – Es spielen Lys Schubert und Tobias Weishaupt © Ronny Ristok

Die Schöne und das Biest – Schattentheater

Am 20., 21. und 28. Oktober 16 Uhr  – Heizhaus Altenburg

Willkommen in der turbulenten Show von Cécile und Mister Pink. Heute erzählen die beiden dem Publikum die Geschichte aus einem fernen Land namens Frankreich. Dort lebte einst ein Prinz, der von einer Fee in ein schreckliches Biest verwandelt wurde. Erlöst kann der Prinz erst wieder werden, wenn ihn ein Mädchen schön findet, obwohl man nur Hässliches an ihm sieht. Jahrelang lebt das Biest einsam und zurückgezogen in seinem verwunschenen Schloss. Bis es eines Tages einen alten Mann in seinem Garten ertappt, der eine Rose stehlen will. Diese hat sich seine Tochter, Belle genannt, als Geschenk gewünscht. Das Biest überfällt den Dieb und droht, es werde ihn umbringen, wenn er nicht seine Tochter auf sein Schloss kommen lässt. Fortan lebt Belle gemeinsam mit dem Biest. Doch welch wundersame Räume und schöne Gärten entdeckt sie auf dem Anwesen! Jeder Wunsch wird ihr erfüllt und wie sich herausstellt, ist auch das Biest ein angenehmer Gesprächspartner. Die Schöne würde hier eine angenehme Zeit verbringen, wenn das Biest sie nicht jeden Abend aufs Neue fragen würde, ob sie es liebe. Und Belles Heimweh wird größer und größer…

Theater und Philharmonie Thüringen / Die Schöne und das Biest - Es spielen Lys Schubert und Tobias Weishaupt © Ronny Ristok

Theater und Philharmonie Thüringen / Die Schöne und das Biest – Es spielen Lys Schubert und Tobias Weishaupt © Ronny Ristok

Lucy Kirkwoods und Katie Mitchells spielfreudige Fassung erzählt nicht nur die Geschichte der schönen Tochter und des rauen Biests, sondern lässt darüber hinaus die Erzählerfiguren Cécile und Mister Pink ihre ganz eigene, humorvoll-charmante Liebesgeschichte erfahren. Stefan Wey, der u. a. Die große Reise und Verbrechen am Puppentheater Gera inszenierte, lotet gemeinsam mit Ausstatter Christian Werdin für diese Inszenierung die Möglichkeiten des Schattentheaters aus, das aus zweidimensionalen Schablonen tiefschichtige Welten entstehen lassen kann, durch welche die Taschenlampe gleich einer Kamera fährt. So wird das Schloss erkundet, es erblühen dichte Rosengärten und letztlich auch die Freundschaft zwischen Belle und dem Biest….

Theater und Philharmonie Thüringen / Die Schöne und das Biest - Es spielen Lys Schubert und Tobias Weishaupt © Ronny Ristok

Theater und Philharmonie Thüringen / Die Schöne und das Biest – Es spielen Lys Schubert und Tobias Weishaupt © Ronny Ristok

In der Regie von Stefan Wey spielen Lys Schubert und Tobias Weishaupt für Kinder ab 6 Jahren, aber nicht nur die haben ihren Spaß, sondern auch die Erwachsenen werden amüsiert sein. Bühne und Puppen schuf Christian Werdin, für die Kostüme ist Hilke Förster verantwortlich, die Musik steuerte Udo Hemmann bei. Die Altenburger Premiere im Heizhaus ist am Samstag, 20. Oktober um 16 Uhr.  Weitere Vorstellungen sind in Altenburg geplant am 21. und 28. Oktober, 16 Uhr sowie Vormittagsvorstellungen um 10 Uhr am 22., 23. und 25. Okt.

—| Pressemeldung Theater und Philharmonie Thüringen |—

Linz, Landestheater Linz, Musical LAZARUS – DAVID BOWIE, 27.09.2018

September 25, 2018  
Veröffentlicht unter Landestheater Linz, Musical, Premieren, Pressemeldung

Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

LAZARUS 
Musical  – DAVID BOWIE  und  ENDA WALSH

Nach dem Roman The Man Who Fell to Earth von Walter Tevis, Deutsche Dialoge von Peter Torberg, In deutscher Sprache mit englischen Gesangstexten

Premiere LAZARUS – 27. September 2018, 19.30 Uhr, Öffentliche Generalprobe Mittwoch, 26. September 2018, 19.30 Uhr,  weitere Vorstellungstermine: 29. September; 6., 10., 12., 14., 16., 17., 19., 20., 26. Oktober 2018

Landestheater Linz / Lazarus © Robert Josipovic

Landestheater Linz / Lazarus © Robert Josipovic

ZUM STÜCK:  David Bowie entwickelte mit dem irischen Dramatiker Enda Walsh das Musical Lazarus, das wenige Wochen vor Bowies Tod in New York mit Michael C. Hall (Dexter, Six Feet Under) uraufgeführt und ein Jahr danach auch höchst erfolgreich in London gezeigt wurde. Johannes von Matuschka (in Linz zuletzt Hedwig and the Angry Inch und Préludes) führt Regie bei dem schon jetzt kulthaft verehrten Stück, das zwar randvoll mit Bowie-Klassikern wie „Absolute Beginners“, „Heroes“ und „This Is Not America“ ist, aber nie wie ein zusammengeschustertes Jukebox-Musical wirkt.

Die Handlung schließt an Nicolas Roegs Film „Der Mann, der vom Himmel fiel“  von 1976 an, in dem David Bowie den Außerirdischen Thomas Jerome Newton spielt, der auf die Erde kommt, um Wasser für seinen ausgetrockneten Heimatplaneten zu beschaffen. Viele Jahre später sitzt Newton noch immer auf dem ihm so fremden Planeten fest und trinkt einen Gin nach dem anderen, um seine Depression zu betäuben. Erst als eine junge namenlose Frau – Das Mädchen –, ebenso am Dasein verzweifelnd wie er, in sein Leben tritt, regt sich in ihm wieder Hoffnung, in seine ferne Heimat zurückkehren zu können.

David Bowie und sein Ko-Autor, der irische Dramatiker Enda Walsh, erzählen keine geradlinige Geschichte, sondern erbauen um den schwermütigen, einsamen Besucher aus dem All eine Art Innenbetrachtung seines Geistes und seiner depressiven Traumwelt.

Wenn es um die künstlerische Visualisierung von Traumwelten geht, gibt es in Linz eine internationale Kapazität: das Ars Electronica Futurelab. Das Forschungs- und Entwicklungslabor konzentriert sich seit seiner Gründung 1996 auf Projekte, bei denen sich Kunst und Technik wechselseitig inspirieren. Lazarus-Regisseur Johannes von Matuschka und Bühnenbildner Christoph Rufer (Hedwig and the Angry Inch) merkten rasch, dass das Futurelab bei ihrer entstehenden Konzeption für Lazarus ein idealer Partner wäre. Futurelabs Senior Director Horst Hörtner musste nicht lange überzeugt werden – das Thema erschien ihm geradezu ideal für die künstlerischen Möglichkeiten, die das „Lab“ in den letzten Jahren entwickelt hat.

Lazarus soll mit neuartigen visuellen Effekten versehen werden, die aber nicht effekthascherisch sein, sondern die Erzählung der komplexen, abstrakten Gedanken- und Gefühlswelt der extraterrestrischen Hauptfigur veranschaulichen sollen. Damit führen wir ein wesentliches Element von David Bowies Karriere in eine neue Zeit: Im Rock-Lexikon von 1973 wurde ihm noch vorgeworfen, „seinen paranoiden Rock’n’Roll mit Reizbildern aus Horrorshows“ zu übersättigen und „sich mit pinkfarbenem Haar, surrealistischem Make-up und bizarrer Kostümierung“ wie der Bob Dylan eines Paralleluniversums zu gebärden. Die kritisch gemeinten Äußerungen beschreiben heutzutage gut den Kultcharakter, den die Kunstfigur Bowie heute genießt. Der Mann, der vom Himmel fiel, das war nicht nur seine berühmteste Filmrolle, sondern, auch nach seinem Tod, scheint Bowie immer noch der geheimnisvolle Fremde von einem anderen Stern zu sein, der – wie seine Figur Newton – mit nüchtern- nalytischem Blick aus kalten Alien-Augen das auf dieser Erde herumkriechende Menschenvolk betrachtet und sich doch nicht dessen Einfluss entziehen kann.

Musikalische Leitung Christopher Mundy, Nachdirigat Tom Bitterlich, Inszenierung Johannes von Matuschka, Choreografie Wei-Ken Liao, Bühne Christoph Rufer, Kostüme Tanja Liebermann, Mitarbeit Kostümbild Giuliana Savari, Mediadesign Ars Electronica Futurelab, Lichtdesign Johann Hofbauer, Produktionsleitung Kathrin Obernhumer, Dramaturgie Arne Beeker

Newton Riccardo Greco, Elly Ariana Schirasi-Fard, Das Mädchen, später Marley Hanna Kastner, Valentine Carsten Lepper, Michael Christian Fröhlich, Zach Christof Messner, Japanerin / Maemi Aoi Yoshida, Girl 1 Daniela Dett, Girl 2 Lynsey Thurgar, Girl 3 Aoi Yoshida, Ben Christof Messner

Keyboard 1 Christopher Mundy / Tom Bitterlich, Keyboard 2 Gerald Landschützer / Marco Palewicz, Posaune (Tenor / Bass) Hermann Mayr / Philipp Buttinger, E-Bass Wolfgang „Fanti“ Boukal / Gerald Kiesewetter, Saxophon (Tenor / Bariton) Jürgen Haider / Charly Schmid, Schlagzeug Ewald Zach / Erwin Drescher, Gitarre 1, Gitarre 2 Wolfgang „Bruno“ Bründlinger /, Johannes Pichler / Oliver Deak


BIOGRAFIEN


CHRISTOPHER MUNDY –  MUSIKALISCHE LEITUNG : Der Brite Christopher Mundy studierte Piano am Associated Board of the Royal Schools of Music und machte seinen Bachelor und Master in Musik an der Cambridge University. Seit über 15 Jahren arbeitet er als Pianist, musikalischer Leiter und Arrangeur vor allem in Großbritannien, u. a. in den Produktionen Little Shop of Horrors (Cambridge), Merrily We Roll Along (Cambridge), Whistle Down the Wind (Cameo Theatre Company), Assassins (Landor Theatre, The Union Theatre), Sweeney Todd (The Union Theatre), Company (The Union Theatre), Pirates of Penzanes (The Union Theatre, The Rose Theatre, Wilton’s Music Hall), Iolanthe (The Union Theatre, Wilton’s Music Hall), The Baker’s Wife (The Union Theatre), Oliver! (Cameron Mackintosh/Stage Entertainment Tournee), High Society (UK-Tournee), Grease (Ljubljana), Happy Days (UK-Tournee), Annie Get Your Gun (UK-Tournee), Oklahoma! (UK-Tournee), Chitty Chitty Bang Bang (UK-Tournee), Sunset Boulevard (UK-Tournee). Seit Anfang dieser Spielzeit ist Mundy Studienleiter Musical am Landestheater Linz. Außer bei Lazarus wird er in laufenden Spielzeit auch die musikalische Leitung bei der Uraufführung Der Hase mit den Bernsteinaugen und die Nachdirigate von Ein Amerikaner in Paris und Ragtime übernehmen.

JOHANNES VON MATUSCHKA – INSZENIERUNG : Johannes von Matuschka absolvierte nach seinem Juraexamen an der Humboldt-Universität in Berlin ein Regie- und Schauspielstudium am Wiener Max Reinhardt Seminar. Nach Assistenzjahren an den Münchner Kammerspielen, der Berliner Schaubühne und Festivals wie der Ruhrtriennale begann er ab 2008 mit eigenen Regiearbeiten im Sprechtheater im In- und Ausland. So entstanden Arbeiten in Chennai (Madras), Bordeaux (Frankreich), Linz (Österreich) und in deutschen Stadt- und Staatstheatern, unter anderen in Berlin, Nürnberg, Konstanz und Kiel. 2016 gab von Matuschka sein Debüt als Opernregisseur an der Staatsoper Hannover mit Zemlinskis Traumgörge. Es entstanden zunehmend Arbeiten im Musiktheater, wie Simon Boccanegra an der Staatsoper Saarbrücken oder die ungewöhnlichen Projekte Hedwig & the Angry Inch und Préludes für die Musicalsparte des Landestheaters Linz. In dieser Spielzeit wird er neben Lazarus auch Die Gezeichneten von Franz Schreker an der Staatsoper Hannover inszenieren.

Er lehrt als Dozent für szenischen Unterricht an der Universität der Künste, Berlin (UDK) in den Abteilungen Musiktheater und Musical. Am Landestheater Linz war er auch häufig als Gastregisseur im Schauspiel vertreten, zuletzt für die Stücke Verbrennungen und Ein Sommernachtstraum.

WEI-KEN LIAO –  CHOREOGRAFIE : Wei-Ken Liao erhielt seine Ausbildung in Gesang, Schauspiel und Tanz in Wien, London, Toronto, Los Angeles und New York. Neben seiner Tätigkeit als Musicaldarsteller ist er auch als Tanzdozent und Choreograf tätig – er choreografierte u.a. für Puls4 (Herz von Österreich), PartyLite Austria und Europe, für REWE Group Austria und weitere Galas. Er stand bis heute in zahlreichen Produktionen auf der Bühne; dazu zählten allen voran A Chorus Line (Paul San Marco, Stadttheater Klagenfurt), sowie Mackie Messer – Eine Salzburger Dreigroschenoper (Dance Captain, Salzburger Festspiele), Flashdance (Dance Captain, Theater St.Gallen), Aida (Mereb, Thuner Seespiele), Evita (Theater Erfurt), Bounce – The Killer Swing Musical (Choreografieassistent, Vindobona Wien), Join! (Dance Captain, Wiener Festwochen), Musical Rocks! (Swing, Tourneeproduktion) und Miss Saigon (Stadttheater Klagenfurt). Zudem war er Tänzer für Adam Lambert, Natasha Bedingfield und Dave Stewart. Auch für Film und Fernsehen stand Wei-Ken Liao bereits vor der Kamera; so tanzte er in der TV-Liebeskomödie Bollywood lässt Alpen glühen und im Kinofilm Im Weißen Rössl – Wehe du singst! Wei-Ken Liao ist seit der Saison 2016/2017 Resident Dance Captain (choreografischer Assistent) der Musicalsparte am Landestheater Linz, choreografierte die Musicals Préludes und Attentäter und ist hier des Öfteren auch als Darsteller auf der Bühne zu sehen.

CHRISTOPH RUFER –  BÜHNE : Christoph Rufer wurde in Bern geboren und lebt in Zürich und Berlin. Nach einer Ausbildung zum Buchhändler studierte er von 2002 bis 2006 Scenographical Design an der Zürcher Hochschule der Künste. Im Anschluss daran war Christoph Rufer von 2005 bis 2009 Ausstattungsassistent an der Berliner Schaubühne am Lehniner Platz und von 2009 bis 2011 in selber Funktion am Hamburger Thalia Theater. An beiden Häusern legte er bereits während dieser Zeit zahlreiche eigene Bühnen- und Kostümbilder vor, u. a. bei Die Räuber (Regie: Lars Eidinger, eingeladen zum Nachwuchsfestival Radikal Jung), Jelineks Jackie. Ein Prinzesinnendrama oder für Schorsch Kameruns Projekt Vor uns die Sintflut. Seit 2011 arbeitet er frei, u. a. am Thalia Theater, am Staatstheater Mainz, am Schauspielhaus Düsseldorf, am Theater Basel, am Staatstheater Stuttgart, am Theater Altenburg-Gera und am Schauspielhaus Wien. An den letzten beiden Häusern arbeitete er jeweils mit der Regisseurin und Autorin Anne Habermehl zusammen. Deren beide Uraufführungen (Narbengelände in Altenburg-Gera und Luft aus Stein in Wien), die Christoph Rufer ausstattete, wurden zu den Berliner Autorentheatertagen eingeladen. Weitere Arbeitspartner von Christoph Rufer sind Alia Luque (Uraufführung von Anne Leppers Text La chemise Lacoste am Schauspielhaus Düsseldorf, eingeladen zu Radikal Jung 2015) und Antje Schupp (Uraufführung von Wolfram Hölls Text Vom Verschwinden vom Vater).

Mit dem Regisseur Johannes von Matuschka verbindet Christoph Rufer bereits eine mehrjährige Arbeitspartnerschaft, die mit Das Interview am Theater Kiel ihren Anfang nahm und ebendort mit Fräulein Julie mit Premiere im Mai 2016 ihre Fortsetzung fand. Darüber hinaus arbeitet Christoph Rufer an eigenen Projekten in den Bereichen Design und Innenarchitektur.

Für Hedwig And The Angry Inch hat Christoph Rufer die Ausstattung für eine Erfolgsproduktion kreiert, die im Oktober in ihre vierte Spielzeit gehen wird.

TANJA LIEBERMANN KOSTÜME : Tanja Liebermann wurde in Süddeutschland geboren und lebt nun in Berlin. Nach ihrem Modedesignstudium war sie als Kostümassistentin, seit 2004 dann als freischaffende Kostümbildnerin, hauptsächlich in Deutschland, der Schweiz und Österreich, sowie zuletzt auch in Italien und Frankreich engagiert.

Sie arbeitet dabei spartenübergreifend nicht nur für Schauspiel und Oper, Musical und Tanz sondern auch für verschiedene Film & Kinoproduktionen. Ihre Arbeiten brachten sie u. a. an das Deutsche Theater Berlin, Berliner Ensemble, Volkstheater sowie Volksoper Wien, Düsseldorfer Schauspielhaus, an das Staatstheater am Gärtnerplatz München, das Opernhaus Zürich und an die Staatstheater Karlsruhe, Saarbrücken, Braunschweig, Wiesbaden sowie des Weiteren an die Theater- und Opernhäuser der Städte Freiburg, Lübeck, Erfurt, Bern, St. Gallen, Bozen und Montpellier.

Mit dem Regisseur Johannes von Matuschka arbeitete sie bereits für die Uraufführung Konstanz am Meer am Theater Konstanz und in der Spielzeit 2016/2017 bei Préludes am Landestheater Linz zusammen.

ARS ELECTRONICA FUTURELAB MEDIADESIGN : Das 1996 gegründete Futurelab ist die interdisziplinäre F&E-Abteilung der Ars Electronica und eine Speerspitze im Bereich Cyber-Art und Medieninszenierung. Das international renommierte Labor kann ein umfangreiches Portfolio an Projekten für hochkarätige Kunden und Partner aus Industrie und Kunst aufweisen. Das Team mit zirka 30 permanenten Mitgliedern skizziert Zukunftsvisionen in unterschiedlichsten Bereichen und entwickelt Konzepte und Prototypen mithilfe von experimentellen und unkonventionellen Zugängen. Das Futurelab produzierte zahlreiche vielbeachtete und einflussreiche Arbeiten, ein repräsentatives Beispiel aus jüngerer  Vergangenheit sind die Spaxels-Shows aus choreografierten Schwärmen LED-bestückter Quadrocopter, die riesige dreidimensionale Objekte in den Nachthimmel zeichnen und eine Art Feuerwerk der Zukunft demonstrieren.

Am Projekt Lazarus waren beteiligt (in alphabetischer Reihenfolge): Roland Aigner, Florian Berger, Marianne Eisl, Roland Haring, Horst Hörtner, Johannes Pöll, Erwin Reitböck. Der Künstlerische Geschäftsführer von Ars Electronica, Gerfried Stocker, vertritt bei diesem Pressegespräch das AEC Futurelab.

Riccardo Greco Newton : Geboren im Westerwald. Stipendiat an der Joop van den Ende Academy Hamburg. Sky in Mamma Mia! (Berlin), Nightmare Solo/Alfred in Tanz der Vampire (Oberhausen, Stuttgart), Lucheni in Elisabeth (Wien), Kenicki und Danny in Grease (Tournee), Simon und Petrus in Jesus Christ Superstar (Wien), Sonny Malone in Xanadu (Amstetten), Nick in Flashdance (Amstetten), Monty in Saturday Night Fever (Amstetten), Junger Alfred in Besuch der alten Dame (Wien), Berger in Hair (Bad Hersfelder Festspiele), ab Oktober 2018 Sam in Ghost (Stage Operettenhaus Hamburg). Seit 2014 im Musicalensemble Linz, u. a. Tommy in Tommy, Hedwig in Hedwig and the Angry Inch, Sam in Ghost, Edna in Hairspray.

Hanna Kastner Das Mädchen : Geboren in Linz. Musicalausbildung an den Performing Arts Studios Wien. Wendla in Frühlings Erwachen (Ronacher Wien), Minki in Krawutzi Kaputzi im Kabarett Simpl. Festengagement am Salzburger Landestheater, dort u. a. Liesl in Sound of Music, Klärchen im Weißen Rössl, Erzählerin in Joseph und im Solo Heute Abend: Lola Blau. Weitere Rollen: Marie Leo in Non(n)sens (Wien), Anne in La cage aux folles (Stockerau), Junge Claire in Der Besuch der alten Dame (Thun, Wien) und Wednesday in The Addams Family (Zürich, Wien). Seit 2017 im Musicalensemble Linz, u. a. Amber in Hairspray, Mrs. Lockwood in Betty Blue Eyes, Squeaky Fromme in Attentäter (Assassins)

—| Pressemeldung Landestheater Linz |—

Nächste Seite »