Speyer, Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, 8. Musikfest Speyer 30.6.-4.7.2021, IOCO Aktuell, 22.06.2021

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Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz an der Neckarspitze © Felic Broede

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz an der Neckarspitze © Felic Broede

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

Musikfest Speyer

8. Musikfest Speyer 2021 – 30.6. – 4.7.2021

In einer gemeinsamen Pressekonferenz gaben die Stadt Speyer und die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz das Programm des Musikfest Speyer bekannt. Die achte Auflage des Festivals findet vom 30. Juni bis 4. Juli statt. Geplant sind insgesamt acht abwechslungsreiche Konzerte, die von Sinfonik bis zum Kinderkonzert reichen. Neben Chefdirigent Michael Francis gehört Pianist Joseph Moog zu den Gästen. Der Vorverkauf für ein Corona-bedingt limitiertes Kartenkontingent startet am 21. Juni.

Für die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz ist die Residenz in Speyer am Ende der Saison längst Tradition. Die achte Auflage des Festivals findet wie auch im vergangenen Jahr unter Corona-Bedingungen statt. Dies hindert die Staatsphilharmonie aber nicht daran, das Maximum herauszuholen und dem Publikum attraktive und facettenreiche Programme in Aussicht zu stellen. Das Angebot reicht von Sinfonik, Kammermusik, einer musikalischen Lesung bis hin zu einem Kinderkonzert.

8. Musikfest Speyer – 30.6. – 4.7.2021 – Das vollständige Programm – link  HIER!

Chefdirigent Michael Francis leitet traditionell das Eröffnungs- und das Schlusskonzert in der Speyerer Gedächtniskirche. Gewonnen werden konnte auch in diesem Jahr der Pianist Joseph Moog, den bereits eine lange Freundschaft mit der Staatsphilharmonie verbindet. Neu ist die transkulturelle Begegnung mit dem Ensemble Colourage. Ebenfalls ein Novum ist das Konzert mit den Stipendiat*innen der orchestereigenen Ernst-Boehe-Akademie. Während der Ausbildung erhalten junge, sehr talentierte Musiker*innen die Chance, sich spezifisch auf eine Leitungsfunktion im Orchester vorbereiten zu können. Beim Musikfest Speyer treten die Stipendiat*innen erstmals öffentlich auf.

MONDMANN – Kinderkonzert Festval Speyer – 3. Juli 2021 – link HIER!

Für die musikalische Lesung und das Kinderkonzert ist Matthias Folz vom Kinder- und Jugendtheater Speyer federführend.

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz / hier:  der Mondmann von Speyer © Klaus Landry

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz / hier: der Mondmann von Speyer © Klaus Landry

Fachbereichsleiter für Kultur, Tourismus, Bildung und Sport der Stadt Speyer Matthias Nowack freut sich auf die anstehenden Konzerte: „Dass wir auch in diesem Jahr das Musikfest ausrichten können, ist ein wichtiges Signal für die Kultur und verbreitet Aufbruchsstimmung für die Menschen in unserer Stadt und auch darüber hinaus.“ Staatsphilharmonie-Intendant Beat Fehlmann pflichtet ihm bei und ergänzt: „Nach den vielen Corona-bedingten Konzertabsagen freue ich mich auf den Saisonabschluss in der persönlichen Begegnung mit dem Publikum. Wir alle freuen uns sehr auf fünf Tage ‚Dolce Vita in der Pfalz‘ mit Programmen, die sowohl Anspruch als auch Zerstreuung bieten.“

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Die Konzertbesuche sind mit einigen Bestimmungen verbunden: Mitgebracht werden muss ein offizieller Nachweis eines negativen Covid-19-Tests, der nicht älter als 24 Stunden ist. Der Beleg über eine vollständige Impfung vor mindestens 14 Tagen oder der Nachweis einer Genesung, die nicht länger als 6 Monate zurückliegt, ersetzt das negative Testergebnis. Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske besteht bis zum Einnehmen des Sitzplatzes. Eine Registrierung mit der Luca-App zur Kontaktnachverfolgung gehört weiterhin zu den Auflagen. Personen, die nicht über ein Smartphone verfügen, wenden sich vor Ort an das Einlasspersonal.

—| IOCO Aktuell Musikfest Speyer |—


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Mannheim, Musikalische Akademie, 8. Akademiekonzert – 22. Juni 2021, IOCO Aktuell, 18.06.2021

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Der Rosengarten von Mannheim, Spielstaette der Musikalischen Akademie © Ben van Skyhawk

Der Rosengarten von Mannheim, Spielstaette der Musikalischen Akademie © Ben van Skyhawk

Musikalische Akademie Mannheim

8. AKADEMIE-KONZERT – Musikalische Akademie – 22. Juni 2021

Das 8. Akademiekonzert 2020/21 der Musikalischen Akademie des Nationaltheater-Orchesters Mannheim e. V. findet als Hybrid-Veranstaltung statt: Nicht nur wird das Konzert am 22. Juni 2021 um 20 Uhr live aus dem Mannheimer Rosengarten übertragen; aufgrund sinkender Inzidenzzahlen darf die Akademie zusätzlich 250 Abonnentinnen und Abonnenten im Saal willkommen heißen. Zu Gast ist Weltklasse-Geiger Augustin Hadelich, der unter der Leitung von Generalmusikdirektor Alexander Soddy Sergej Prokofjews zweites Violinkonzert präsentieren wird. Zudem darf das Publikum vor Ort und Zuhause auf Strawinskys Dumbarton Oaks sowie Prokofjews erste Symphonie gespannt sein.

IOCO berichtete über das 7. Akademiekonzert – link HIER!

»Als Orchester freuen wir uns selbstverständlich sehr, dass die Ränge im nächsten Konzert nicht gänzlich leer bleiben müssen. So viele tolle Möglichkeiten das Digitale birgt: Die Energie des Publikums hat uns Musikerinnen und Musikern über die Schließzeit ungemein gefehlt«, kommentierte der Akademiepräsident Fritjof von Gagern. »Zugleich ist es sehr bedauernswert, dass bei der Personenbeschränkung in Innenbereichen nicht feiner differenziert wird die im Rosengarten durchgeführte Aerosolstudie hat bereits vor einigen Monaten eindrücklich dargestellt, dass eine Belegung von 50 % des Mozartsaals unter Einhaltung der gängigen Abstands- und Hygieneregeln als vollkommen sicher einzustufen ist. Die 250 verfügbaren Plätze für dieses Konzert haben wir nun unter unseren über 2.000 Abonnentinnen und Abonnenten ausgelost und hoffen, im Rahmen des nachgeholten 2. Akademiekonzerts Ende Juli allen Interessenten ein sanaloges Angebot: machen zu können.«

Musikalische Akademie Mannheim © Christian Kleiner

Musikalische Akademie Mannheim © Christian Kleiner

Der Livestream beginnt am Dienstag, 22. Juni 2021, 20 Uhr auf

www.musikalische-akademie.de/digital.

Die Liveaufnahme des Konzerts steht bis einschließlich Donnerstag, 24. Juni 2021 auf der Webseite der Musikalischen Akademie zur Verfügung. Einzeltickets für den Livestream können über die Musikalische Akademie für 15 erworben werden. Abonnentinnen und Abonnenten der Akademiekonzerte erhalten kostenlos Zugang. 0 zahlen Schüler und Schülerinnen, Studierende sowie Menschen mit geringem Einkommen nach erfolgter Anmeldung über die Musikalische Akademie.

Musikalische Akademie – Nationaltheater-Orchester Mannheim e. V.

Die in der Musikalischen Akademie organisierten Mitglieder des Nationaltheater-Orchesters Mannheim e. V. sind seit über 240 Jahren Veranstalter der Konzertreihe „Akademiekonzerte“. Unter den Theater- und Symphonieorchestern sind die demokratische Struktur der Akademie und ihre damit verbundene programmatische sowie finanzielle Eigenständigkeit einzigartig. Sie sind entscheidend für die künstlerische Identität und das Selbstbewusstsein der Musikerinnen und Musiker. In üblicherweise acht Doppelkonzerten pro Spielzeit präsentiert sich heute das Orchester, das sonst im Operngraben erklingt, im Mozartsaal des Mannheimer Rosengartens.

—| IOCO Kritik Musikalische Akademie Mannheim |—


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Berlin, Staatsoper Unter den Linden, KONZERT FÜR BERLIN – Kultur gemeinsam genießen, IOCO Aktuell, 17.06.2021

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Staatsoper unter den Linden

Staatsoper Unter den Linden - Im Traum © Max Lautenschläger

Staatsoper Unter den Linden – Im Traum © Max Lautenschläger

 Staatsoper Unter den Linden – Kultursenator Dr. Klaus Lederer

23. Juni 2021 – KONZERT FÜR BERLIN –  Freier Eintritt

Am 23. Juni laden die Staatsoper Unter den Linden und Kultursenator Dr. Klaus Lederer in Kooperation mit KulturLeben Berlin – Schlüssel zur Kultur e. V. zum KONZERT FÜR BERLIN bei freiem Eintritt ins Opernhaus ein. Es spielt die Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim. Auf dem Programm stehen Max Bruchs Violinkonzert Nr. 1 g-Moll op. 26 mit Yamen Saadi als Solist sowie Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67.

Das Konzert wird den Opfern des israelisch-palästinensischen Krieges gewidmet. Die Kartenvergabe erfolgt über KulturLeben Berlin.

Senator für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer: »Kultur gemeinsam genießen – langsam eröffnen sich dafür wieder Spielräume. Zu lange haben wir alle, Künstler*innen wie Berliner*innen dieses unmittelbare Erlebnis missen müssen. Insofern bin ich sehr dankbar, dass das Konzert für Berlin in diesem Jahr erneut stattfindet und danke allen Beteiligten aufs herzlichste. Freuen wir uns auf ein tolles Konzert, wundervolle Musik, großartige Künstler*innen und einen für alle großen Abend.«

Staatsoper Unter den Linden / Der Besucherraum © Marcus Ebener

Staatsoper Unter den Linden / Der Besucherraum © Marcus Ebener

Intendant Matthias Schulz: »Das gemeinsam mit Kultursenator Lederer ins Leben gerufene Konzert für Berlin ist seit einigen Jahren eines der besten Zeichen für die Zugänglichkeit unserer Institution. Gerade in diesem Jahr ist es besonders wichtig, dieses Konzert noch zum Saisonabschluss für die Berliner:innen möglich machen zu können.«

Daniel Barenboim: »Ich bin zutiefst betroffen über den jüngsten israelisch-palästinensischen Krieg, so wie ich über alle Kriege seit Beginn des Konfliktes 1948 sehr traurig und betroffen bin. Ich halte sowohl die palästinensische als auch die israelische Staatsbürgerschaft und leide mit beiden Seiten in diesem Konflikt, ein Konflikt zwischen zwei Völkern die beide zutiefst davon überzeugt sind das Recht zu haben, auf dem gleichen kleinen Stück Land zu leben – am besten jeweils ohne den anderen. Für unser Konzert in Berlin freue ich mich auf Yamen Saadi als Solisten, dessen Biografie als Palästinenser aus Nazareth außergewöhnlich und für den Anlass unseres Konzertes besonders stimmig ist: wir widmen es den Opfern des Krieges auf beiden Seiten.«

Yamen Saadi wurde 1997 in Nazareth geboren, wo er seinen ersten Violinunterricht am Barenboim-Said Konservatorium bekam. Später wurde er von Chaim Taub, dem Konzertmeister des Israel Philharmonic Orchestra, unterrichtet. Bis zum Sommer 2019 studierte er bei Mihaela Martin an der Barenboim-Said Academy in Berlin. Mit elf Jahren trat Yamen Saadi dem West-Eastern Divan Orchestra bei, das von Daniel Barenboim gegründet und geleitet wird. Sechs Jahre später war er der Konzertmeister dieses Orchesters. Sein erstes Solo-Konzert spielte er mit elf Jahren mit dem Haifa Symphony Orchestra. Weitere Auftritte als Solist hatte er mit dem Galilee Chamber Orchestra, dem Harvard Orchestra, dem Netanya Kibbutz Orchestra, dem Jerusalem Orchestra und dem Orchestra de Valencia.

Yamen Saadi ist ein sehr aktiver Kammermusiker. Er bereiste die USA, Europa und Asien mit verschiedenen Kammermusikensembles, spielte in Konzertsälen wie der Philharmonie de Paris und dem Pierre Boulez Saal in Berlin und trat bei vielen Festivals auf, u. a. beim Rolandseck Festival, dem Gotland Festival, dem Kfar Blum Festival und dem Jerusalem Festival. Er musizierte zusammen mit Musikern wie Daniel Barenboim, Guy Braunstein, Amichai Grosz, Alisa Weilerstein und Sergei Krylov. Yamen Saadi ist seit 2016 Teil des Pierre Boulez Ensemble und seit 2017 Teil der Non-Profit-Organisation Musethica.

Tickets für dieses Konzert sind kostenfrei. Die Kartenvergabe erfolgt über KulturLeben Berlin, einem gemeinnützigen Verein, der sozial benachteiligten Menschen den Zugang zu kulturellen Angeboten erleichtert. Für die Anmeldung als sogenannter »Kulturgast« benötigt man lediglich einen Nachweis über geringes Einkommen und kann dann – mit etwas Glück – bis zu zwei Freikarten für das KONZERT FÜR BERLIN, aber auch für viele weitere Kulturveranstaltungen bei über 450 Kulturpartnern in Berlin erhalten.

—| IOCO Aktuell Staatsoper Unter den Linden |—


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Dresden, Kulturpalast, Rudolf Buchbinder – Kammerorchester Wien-Berlin, IOCO Kritik, 15.06.2021

Juni 15, 2021  
Veröffentlicht unter Hervorheben, Konzert, Kritiken, Kulturpalast

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Kulturpalast Dresden © Nikolaj Lund

Kulturpalast Dresden © Nikolaj Lund

Kulturpalast Dresden

Kammerorchester Wien-Berlin – Rudolf Buchbinder

Mozart-Deutung –  ein Konzerterlebnis der Sonderklasse

von Thomas Thielemann

Die Rivalität der Wiener Philharmoniker und Berliner Philharmoniker um den Spitzenplatz des weltbesten Orchesters war für Simon Rattle 2005 Anlass, zu seinem  50. Geburtstag ein gemeinsames Konzert beider Klangkörper zu dirigieren. Diese erste erfolgreiche Zusammenarbeit der konkurrierenden Orchesterin Wien und Berlin führte zu dem Entschluss, in einer gelegentlichen Formation die besonderen Qualitäten beider Ensembles, die geschmeidige Eleganz und Noblesse der Wiener mit dem zupackenden, leidenschaftlichen Spiel sowie der solistischen Brillanz der Bläser der Berliner, zu kombinieren: das Kammerorchester Wien-Berlin entstand. Seit Beginn dieser Zusammenarbeit ist Rainer Honeck Konzertmeister, Dirigent und Künstlerischer Leiter. Honeck, 1961 in Nenzing (Vorarlberg) geboren, ist seit 1984 Konzertmeister des Orchesters der Wiener Staatsoper und seit 1962 Konzertmeister der Wiener Philharmoniker.

Das Kammerorchester Wien-Berlin

Kulturpalast Dresden / Kammerorchester Wien - Berlin mit Rudolf Buchbinder © Oliver Killig

Kulturpalast Dresden / Kammerorchester Wien – Berlin mit Rudolf Buchbinder © Oliver Killig

Das Klavierkonzert Nr.9 in Es-Dur KV 271, vermutlich im Dezember 1776 oder im Januar 1777 entstanden, ist wahrscheinlich Wolfgang A Mozarts erste bedeutende Komposition. Mit der Meisterschaft seiner Orchestrierung und in seiner, alle Konventionen sprengenden Wirkungen hat es keine Vorgänger in seinem Genre.

Zur Herkunft der unterschiedlichen Beinamen des Konzertes, „Jenamy“,die jenomy“ oder  „Jeunehomme“, gibt es reichliche Deutungen. Inzwischen scheint aber sicher, dass die Tochter des französischen Tänzers Jean-Georges Nowerre (1727-1810), eines Freundes Mozarts, Adressatin dieser Widmung war. Nowerre wirkte von 1767 bis 1774 als Ballettmeister in Wien. Dessen älteste Tochter Luise Victoire (1749-1812), eine gute Klavierspielerin, war, mit einem Joseph Jenamy verheiratet und Mozart habe sie sehr verehrt.

Für eine Interpretation von Mozarts frühem Klavierkonzert  Nr. 9 Es-Dur KV 271 war Rudolf Buchbinder in den Kulturpalast nach Dresden gekommen. Sonst ein häufiger Gast der Sächsischen Staatskapelle, mit der er auch oft als Solist und Leiter der Konzerte musizierte, war er Solopartner des Kammerorchesters Wien-Berlin.

Das Buchbinders Klavierspiel auch über die Jahre neben der Reife der Technik die notwendige Spontanität behalten hat, war keine Überraschung. Auch dass uns die sprühend intelligente Mozart-Deutung ein Konzerterlebnis der Sonderklasse verschaffte, erfüllte alle Erwartungen.

Kulturpalast Dresden / Kammerorchester Wien - Berlin hier mit Rudolf Buchbinder © Oliver Killig

Kulturpalast Dresden / Kammerorchester Wien – Berlin hier mit Rudolf Buchbinder © Oliver Killig

Ein hell leuchtende Klangbild und die spannungsgeladene Musizierfreude des Kammerorchesters Wien-Berlin führten zu einem steten, intensiven Dialog mit dem Pianisten. Vor allem begeisterte die kühne Quecksilbrigkeit des Finalsatzes.

Im zweiten Konzert-Teil folgte Mozarts Divertimento B-Dur, KV 287, die “Zweite Lodronische Nachtmusik“. Wie im Jahre 1776, erhielt Mozart den Auftrag, auch zum Namenstag der Gräfin Maria Antonia Lodron am 13. Juni des Jahres 1777 zur Komposition und Aufführung eines Divertimentos, eigentlich einer Zerstreuung, eines Vergnügens. Mozart hatte aber für die Unterhaltung der Salzburger Gäste der Gräfin ein 45-minütiges Bravourstück für die Erste Geige vorbereitet und selbst diesen Part übernommen.

Eingebunden in eine dichte kammermusikalische Begleitung von Streichern und zwei Hörnern meisterte Rainer Honeck als Primgeiger die Aufgabe der sechssätzigen Darbietung. Von spritziger Munterkeit, Leichtigkeit und Eleganz bis zu tiefer Empfindung bot das Kammerorchester Wien-Berlin alles, was man von großer Musik erwartete: ein Konzerterlebnis der Sonderklasse

—| IOCO Kritik Kulturpalast Dresden |—


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