Hoffmanns Erzählungen für Kinder – Opernwerkstatt, IOCO CD-Rezension, 27.05.2021

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CD - Hoffmanns Erzählungen - für Kinder © OPERNWERKSTATT / von Donat

CD – Hoffmanns Erzählungen – für Kinder © OPERNWERKSTATT / Sascha von Donat

Hoffmanns Erzählungen für Kinder – CD – Jacques Offenbach

Ein Kinderhörspiel – CD – Opernwerkstatt am Rhein e.V.

von Marcus Haimerl

Der künstlerische Leiter der Opernwerkstatt am Rhein, Sascha von Donat, erfüllte sich einen lang gehegten Wunsch und produzierte eine CD, welche eine Kinderfassung, empfohlen für Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren, von Jacques Offenbachs Oper Hoffmanns Erzählungen (Les contes d’Hoffmann) ist.

CD – Hoffmanns Erzählungen für Kinder
Ein Kinderhörspiel – zu bestellen auch  HIER! 

Offenbachs vielleicht nicht immer für Kinder geeignete Oper Hoffmanns Erzählungen wurde in vorliegendem Fall jedoch auf hervorragende Weise kindgerecht aufbereitet.

Jacques Offenbach Paris © IOCO

Jacques Offenbach Paris © IOCO

Erzählt wird die Handlung aus Sicht der Muse Nicola, die auf ihre Erlebnisse mit dem Dichter E.T.A. Hoffmann zurückblickt, den sie im Alter von 23 Jahren auf seinen Abenteuern begleitet hat. Heute ist sie 293 Jahre alt und bildet die Verbindung in die Gegenwart und kann die Kinder durch Verwendung der Alltagssprache in ihren Bann ziehen. Aber auch sonst ist die Sprache der Handlung Mitte des 19. Jahrhunderts sehr nahe an der Gegenwart und durchaus aktuell, wenn Coppelius beispielsweise beteuert kein Meister zu sein, der Meister sei nämlich im Homeoffice in Kurzarbeit. Auch sonst ist die Gestaltung der Handlung humorvoll und kurzweilig, spannend und fantastisch. Nach einer kurzen Einführung erzählt Hoffmann die Geschichte der todkranken Antonia, die nicht singen soll, um nicht sterben zu müssen, von Dr. Miracle aber zum Singen verführt wird. Im Olympia-Akt erzählt Hoffmann wie es dazu kam, dass er sich in eine mechanische Puppe verliebt und am Ende landet er bei der Kurtisane Giulietta, die ihm das Spiegelbild, und damit seine Persönlichkeit raubt. Schließlich endet alles gut, Hoffmann und die Muse erfinden ein Ende, das so gut ist, dass es schließlich von anderen Künstlern aufgegriffen wird.

Besonders positiv an dieser CD ist, dass hier nicht die Handlung zu Ausschnitten vorhandener Opernaufnahmen vorgetragen wird, sondern auch die wichtigsten Melodien der Oper für Klavier, Harfe und acht Sänger neu arrangiert wurden. Damit ergibt sich eine harmonische Ganzheit, die das Hörspiel zu einem besonderen Erlebnis macht.

Musikalisch finden sich im Hörspiel (alles in deutscher Sprache) unter anderem das Lied von Klein-Zack, der Arie der Antonia, das Terzett des Dr. Miracle mit Antonia und ihrer Mutter, die Arie des Coppelius, der Olympia und die Barkarole.

CD Hoffmanns Erzählungen für Kinder / im Studio hier Anette Hörle als Muse und Elena Puszta als Giuletta © Opernwerkstatt am Rhein

CD Hoffmanns Erzählungen für Kinder / im Studio hier Anette Hörle als Muse Nicola und Elena Puszta als Giuletta © Opernwerkstatt am Rhein

Aber auch die künstlerischen Leistungen sind auf höchstem Niveau. Hermann Bedke ist nicht nur ein sehr sympathischer Hoffmann mit angenehmem hellem Tenor, sondern auch mit ebenso schöner Sprechstimme. Anette Hörle überzeugt als junge Muse Nicola und berührt mit ihrem warmen Mezzosopran in der Barkarole, in der sie mit dem intensiven, kräftigen Sopran von Elena Puszta als Giulietta wunderbar harmoniert. Auf ebenfalls sehr hohem Niveau Diana Petrova, die mit ihren Koloraturen keine Wünsche offenließ. Benjamin Hewat-Craw, mit schönem tiefem, fast dämonischem Bariton ist ein optimaler Dr. Miracle. Frederik Schauhoff ist mit seinem helleren, aber ebenso kräftigen Bariton als Coppelius auch ideal besetzt.  Nicht zu vergessen der schöne Mezzosopran von Solgerd Isalv als Antonias Mutter, welcher das „Todesterzett“ wunderbar ergänzt.

Die musikalische Leitung lag in den Händen von Yuhao Guo, der den Sängern nicht nur ein exzellenter Begleiter ist, sondern auch als Solist den Zuhörer in seinen Bann zu ziehen vermag.  Hervorragend auch die Harfenbegleitung von Marie Junke.

 CD Hoffmanns Erzählunen für Kinder / hier Yuhao Guo, Musikalischer Leiter © OPernwerkstatt am Rhein

CD Hoffmanns Erzählunen für Kinder / hier Yuhao Guo, Musikalischer Leiter © OPernwerkstatt am Rhein

Doch sollte bei der Bewertung eines Kinderhörspiels nicht auf die Meinung der eigentlichen Zielgruppe, also Kinder zwischen 8 und 14 Jahren, vergessen werden. Zum Testhören bereit erklärt haben sich Anna (8 Jahre) und Daniel (10 Jahre), damit genau innerhalb des empfohlenen Alters. Beide Kinder haben die CD (Dauer ca. 75 Minuten) gleich beim ersten Mal vollständig angehört und beiden hat es ohne Nachfrage (Anna, 8 Jahre) und mit Nachfrage (Daniel 10 Jahre) gut gefallen. Beide Kinder waren besonders in die Musik vertieft und hat in ihnen etwas angesprochen, was herkömmliche Hörspiele nicht vermögen. Annas Lieblingslied war das Lied von Klein-Zack, bei der Barkarole kam es zu einer spontanen Tanzeinlage. Einige Stellen mögen vielleicht für Kinder zwischen 8 – 10 Jahren ohne Erklärungen nicht ganz verständlich sein, aber zum mechanischen Spielzeug, der Puppe Olympia, wurde sofort eine Beziehung hergestellt. Und wenn das gesamte Ensemble die Barkarole am Ende der CD wiederholt, ist dann doch die ganze Familie berührt.

Insgesamt kann man sagen, dass die vorliegende CD durchaus für die empfohlene Altersgruppe geeignet ist und den Kindern auch die klassische Musik und Gesang auf angenehme Weise näherbringen kann.

Am Schönsten hört man die CD gemeinsam mit Kindern; auch um gegebenenfalls Fragen zu beantworten. In jedem Fall aber empfiehlt IOCO diese CD, Hoffmanns Erzählungen für Kinder,  zum Kauf, zum Hören, zum Schenken!

—| IOCO CD-Rezension |—


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Wien, Wiener Staatsoper, Ab 19. Mai – 6 Premieren und viel mehr, IOCO Aktuell, 29.04.2021

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

CARMEN, TOSCA und viel mehr : 6 Premieren ab 19. Mai 2021

Wiedereröffnung mit begeisterndem Spielplan

Fast ein halbes Jahr ist die Wiener Staatsoper nun schon geschlossen – die längste Periode seit der Wiedereröffnung nach dem Zweiten Weltkrieg. In dieser Zeit wurde stets weitergearbeitet, geprobt, einstudiert und zahlreiche Vorstellungen konnten für TV, Streaming und Radio herausgebracht werden, zuletzt die hochkarätig besetzte Premiere der ParsifalNeuproduktion unter Musikdirektor Philippe Jordan, IOCO link dazu HIER!. Dank der Kooperation mit dem ORF und dem eigenen Streaming-Kanal wurden auf diese Weise bisher weltweit mehr als fünf Millionen Kontakte erreicht.

Entsprechend der Ankündigung der österreichischen Bundesregierung und vorausgesetzt, dass die Maßnahmen der Stadt Wien es zulassen, wird das Haus am Ring nun am 19. Mai 2021 endlich wieder für seine Besucherinnen und Besucher öffnen. In den sechs Wochen bis zum Ende der Saison wird die Staatsoper dem Publikum sechs Premieren bieten.

Zum einen können zwei der Premierenproduktionen dieser Spielzeit, die nur für Kameras und Mikrofone gespielt wurden bzw. werden, nun auch vor Publikum gezeigt werden: Calixto Bieitos Produktion von Carmen sowie Faust in der Inszenierung von Frank Castorf.

Einführungsmatinee zu Faust der Wiener Staatsoper –
youtube Wiener Staatsoper
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Neben diesen beiden nachgeholten Premieren werden bis Ende Juni insgesamt noch vier weitere Premieren auf die Bühne gebracht: L’incoronazione di Poppea – der Auftakt der geplanten Monteverdi-Trilogie –, Macbeth in der Regie von Barrie Kosky mit Anna Netrebko als Lady Macbeth, der Ballett-Dreiteiler Tänze Bilder Sinfonien mit der Uraufführung von Martin Schläpfers Sinfonie Nr. 15 sowie Der Barbier für Kinder, die erste Kinderopern-Produktion, die in der neuen Direktion auf der Bühne im großen Haus zu sehen sein wird.

Für den Zeitraum vom 19. bis 25. Mai musste der Spielplan entsprechend den neuen Gegebenheiten leicht überarbeitet werden. Neben den zwei Faust-Vorstellungen wird auch zwei Mal Tosca mit Sonya Yoncheva in der Titelrolle sowie Piotr Beczala als Mario Cavaradossi zu sehen sein. Statt des Schließtages am 1. Juni findet ein Liederabend von Diana Damrau statt.

Die kommende Spielzeit 2021/22 wird am 3. Juni auf der Bühne des Hauses am Ring, ebenfalls vor Publikum, präsentiert. Alle Details dazu werden gesondert bekanntgegeben.

Der Kartenverkauf für sämtliche Vorstellungen ab 19. Mai bis Saisonende 30. Juni startet heute, Mittwoch ab 12.00 Uhr. Karten sind aktuell online über die Website der Wiener Staatsoper sowie telefonisch unter +43 1 513 513 buchbar. Mit Beendigung des harten Lockdowns in Wien ab 3. Mai sind auch die Bundestheaterkassen für den Kartenverkauf geöffnet.

Einführungsmatinee zu Carmen der Wiener Staatsoper –
youtube Wiener Staatsoper
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

DER SPIELPLAN AB 19. MAI 2021

19. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
FAUST – PREMIERE VOR PUBLIKUM
Musikalische Leitung Bertrand de Billy
Inszenierung Frank Castorf
Doktor Faust Juan Diego Flórez
Marguerite Nicole Car
Méphistophélès Adam Palka
Valentin Étienne Dupuis

20. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
SUITE OF DANCES – NEUEINSTUDIERUNG
Glass Pieces (Jerome Robbins)
Duo Concertant (George Balanchine)
A Suite of Dances (Jerome Robbins) – Erstaufführung an der Wiener Staatsoper
The Concert (Jerome Robbins)
Musikalische Leitung Benjamin Pope
Wiener Staatsballett

21. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
TOSCA
Musikalische Leitung Axel Kober
Inszenierung Margarethe Wallmann
Floria Tosca Sonya Yoncheva
Mario Cavaradossi Piotr Beczala
Baron Scarpia Ambrogio Maestri

Einführung von Intendant Bogdan Roscic zu L’INCORONAZIONE DI POPPEA der Wiener Staatsoper –
youtube Wiener Staatsoper
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

22. Mai 2021, 18.30 Uhr
L’INCORONAZIONE DI POPPEA – PREMIERE
Musikalische Leitung Pablo Heras-Casado
Inszenierung Jan Lauwers
Nerone Kate Lindsey
Poppea Slávka Zámecníková
Ottone Xavier Sabata
Ottavia Christina Bock
Seneca Willard White
Virtù / Drusilla Vera-Lotte Boecker
23. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
FAUST
Besetzung wie am 19. Mai

24. Mai 2021, 11.00 Uhr (Programmänderung)
DER BARBIER FÜR KINDER – PREMIERE
Musikalische Leitung Markus Henn
Inszenierung Grischa Asagaroff
Graf Almaviva Josh Lovell
Rosina Patricia Nolz
Figaro Stefan Astakhov
Ambrogio Andy Hallwaxx

24. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
TOSCA
Besetzung wie am 21. Mai

25. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
SUITE OF DANCES
siehe 20. Mai

Ab dem 26. Mai wird der geplante Spielplan wieder aufgenommen, beginnend mit

Georges Bizet Paris © IOCO

Georges Bizet Grabstätte Paris © IOCO

26. Mai 2021, 18.30 Uhr
CARMEN – PREMIERE VOR PUBLIKUM
Musikalische Leitung Andrés Orozco-Estrada
Inszenierung Calixto Bieito
Carmen Michèle Losier
Don José Dmytro Popov
Escamillo Erwin Schrott
Micaëla Vera-Lotte Boecker

Details zum weiteren Spielplan und Beginnzeiten sowie die vollständigen Besetzungen finden Sie auf der Website der Wiener Staatsoper, am 1. Juni kommt es zu folgender Änderung:

1. Juni 2021, 20.00 Uhr (anstelle eines Schließtages)
Liederabend DIANA DAMRAU

AUSBLICK AUF DEN WEITEREN SPIELPLAN

Bis zum Ende dieser Spielzeit stehen noch zwei weitere Premieren auf dem Programm der Wiener Staatsoper:

10. Juni 2021, 18.30 Uhr
MACBETH – PREMIERE
Musikalische Leitung Philippe Jordan
Inszenierung Barrie Kosky
Macbeth Luca Salsi
Banquo Roberto Tagliavini
Lady Macbeth Anna Netrebko
Macduff Freddie De Tommaso

26. Juni 2021, 19.00 Uhr
TÄNZE BILDER SINFONIEN – PREMIERE
Symphony in Three Movements (George Balanchine)
Pictures at an Exhibition (Alexei Ratmansky)
Sinfonie Nr. 15 (Martin Schläpfer) – Uraufführung
Musikalische Leitung Robert Reimer
Wiener Staatsballett

Einführung zuHans Neuenfels Einführung zu Die Entführung aus dem Serai der Wiener Staatsoper –
youtube Wiener Staatsoper
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Weitere Programmhighlights

 Die Entführung aus dem Serail (Premiere im Oktober 2020) mit Antonello Manacorda am Dirigentenpult und mit Brenda Rae, Emanuela von Frankenberg, Regula Mühlemann, Stella Roberts, Daniel Behle, Christian Natter, Michael Laurenz, Ludwig Blochberger, Goran Juric, Andreas Grötzinger und Christian Nickel;

Der Rosenkavalier unter Philippe Jordan u. a. mit Martina Serafin, Jennifer Holloway, Louise Alder, Albert Pesendorfer und Adrian Eröd;

Lohengrin u. a. mit Klaus Florian Vogt, Kwangchul Youn, Sara Jakubiak, Johan Reuter, Tanja Ariane Baumgartner und Cornelius Meister am Dirigentenpult

Elektra unter Franz Welser-Möst und u. a. mit Michaela Schuster, Aušrine Stundyte, Camilla Nylund, Jörg Schneider und Derek Welton.

Alle Vorstellungstermine und Besetzungen finden Sie online unter www.wiener-staatsoper.at.

—| IOCO Aktuell Wiener Staatsoper |—


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Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, UFO – Junge Oper Urban – ein Projekt, 22.04.2021

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein für alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

UFO – Junge Oper Urban

 Projekt der Deutschen Oper am Rhein  –  Für junge Menschen

Die Deutsche Oper am Rhein geht auf Entdeckungsreise. Mit „UFO – Junge Oper Urban“ landet sie an acht unterschiedlichen Spielorten in Düsseldorf und Duisburg. In den beiden kommenden Spielzeiten werden hier die großen Fragen erforscht: Wie klingt Musiktheater für Kinder? Was erzählt es? Was sind momentane Strömungen und wo geht die Reise hin?

Das UFO will neue Ideen, Denkräume und Realitäten entern und ihnen eine Bühne geben. Als mobiles Klanglabor und Spielstätte bringt es Künstlerin­nen und Künstler zusammen, die acht neue Stücke für und mit jungem Publikum von 4 bis 12 Jahren ent­wickeln. Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammen­arbeit mit dem NRW KULTURsekretariat Wuppertal gefördert.

Stücke für und mit jungem Publikum von 4 bis 12 Jahren

Deutsche Oper am Rhein / hier das UFO - Junge Oper Mobil - ein Raumlabor © raumlaborberlin

Deutsche Oper am Rhein / hier das UFO – Junge Oper Urban – ein Raumlabor © raumlabor berlin

Das UFO findet seine Landeplätze mitten im Stadtraum von Düsseldorf und Duisburg. Es wird zum Begegnungsort für Komponistinnen, Librettisten, Regieteams und Bühnenkünstlerinnen, die mobile Spielformate entwickeln und aufführen. Das UFO möchte Geschichten erzählen, die eng an den Alltag des jungen Publikums andocken und mit Impulsen aus den Lebens- und Erlebnisräumen der Kinder ein vielseitiges Musiktheater-Repertoire entwickeln. Der Entstehungs- und Probenprozess findet dabei nicht hinter verschlossenen Türen statt, sondern sichtbar und hörbar für alle – eingebettet in die Klänge des urbanen Stadtteillebens. So entstehen innerhalb der Spielzeiten 2021/22 und 2022/23 acht Uraufführungen – neue Stücke für Kinder verschiedener Altersgruppen zwischen 4 und 12 Jahren. Die Aufführungen werden von der Jungen Oper am Rhein durch ein umfangreiches Vermittlungs­­programm flankiert, das den Ideen der Kinder Raum geben möchte. Bei seinen Erkundungen im Stadtteil wird das UFO zudem von lokalen Institutionen wie Jugendzentren, Schulen und Universitäten unterstützt.

Das UFO, ein mobiler Theaterraum für etwa 30 Gäste, wurde von raumlabor berlin entwickelt. Das Architektenkollektiv um Jan Liesegang arbeitet an den Schnittstellen zwischen Architektur, Stadtplanung und künstlerischer Intervention mit der Vision, den städtischen Raum positiv verändern zu können, neue Atmosphären und ein Gefühl für Potentiale und Freiräume zu schaffen. Für das UFO hat es sich von einem Raumfahrzeug inspirieren lassen, das sich nach verschiedenen Seiten öffnet. Je nach Bedarf kann es kleinere Experimentier- und Begegnungsräume an- und abdocken, z. B. einen Bauwagen mit Tonstudio, so dass es vielfältige Interaktionen zwischen den künstlerischen Teams und dem Publikum ermöglicht.

Deutsche Oper am Rhein / hier das UFO - Junge Oper Mobil - ein Raumlabor © raumlaborberlin

Deutsche Oper am Rhein / hier das UFO – Junge Oper Urban – ein Raumlabor © raumlaborberlin

Die unbedingten Dinge –  Premiere 1. Oktober 2021

Seine erste Station ist das Kuhtor in Duisburg: Ab September 2021 erarbeitet hier das Klangkunst-Duo Merzouga (Eva Pöpplein und Janko Hanushevsky) gemeinsam mit der Kinderbuchautorin Nikola Huppertz und der Regisseurin Kerstin Steeb ein Musiktheaterstück für Kinder ab 6 Jahren, das den Arbeitstitel „Die unbedingten Dinge“ trägt und am 1. Oktober 2021 Premiere haben soll. Es wird die Geschichte zweier Freunde erzählen, die in dringender Mission durch die Zeit reisen. Im Januar 2022 landet das UFO am Anne-Frank-Haus, einem Jugendzentrum im Düsseldorfer Stadtteil Garath. Dort wird der für seine Kindertheater­stücke mehrfach ausgezeichnete Belgier Jan Sobrie (Libretto und Inszenierung) zusammen mit der Komponis­tin Misha Cvijovic ein neues Stück für Kinder ab 8 Jahren entwickeln – Arbeitstitel: „Als wir nicht mehr wussten, wer wir waren“. Es erzählt von einer großen Freundschaft und den gemeinsamen Traum­welten einer ehemaligen, mittlerweile an Demenz erkrankten Opernsängerin und einem Kind. Die Uraufführung ist für den 17. Februar 2022 geplant.

Als wir nicht mehr wussten, wer wir waren  – Premiere 17. Februar 2022

Alle zwei bis drei Monate schlägt die Junge Oper Urban an einem anderen Ort auf – im April 2022 in Duisburg-Bruckhausen, im Juni 2022 im Glasmacherviertel in Düsseldorf-Gerresheim, im Oktober 2022 in Ruhrort/Laar, im Dezember 2022 im WGZ-Bank-Park in Düsseldorf-Oberbilk, im März 2023 in der Duisburger Altstadt und schließlich im Juni 2023 in Düsseldorf-Golzheim, direkt am Rhein.

Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein erklärt: „Die Junge Oper Urban ist ein weiterer Baustein unserer Arbeit für und mit unserem jungen Publikum, die wir dank der Projektförderung durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen und das NRW KULTUR­sekretariat nun erheblich ausbauen können. Als Satellit unserer Bühnen gibt uns das UFO die Möglichkeit, noch unmittelbarer mit dem Publikum beider Städte in Kontakt zu kommen. Hier entsteht eine zusätzliche Chance für Transparenz, Offenheit und gegenseitiges Kennenlernen – barrierefrei und durch die Zielgruppe der Kinder auch ganz unvoreingenommen allen gängigen Klischees gegenüber.“

Dr. Christian Esch, Direktor des NRW KULTURsekretariats Wuppertal: „Theater, Opernhäuser und Orchester sind Orte der Reflexion über das Zeitgeschehen und Verständigungsräume für das soziale Mit­einander. Schmerzlich müssen wir zurzeit erleben, dass an diesen Orten keine direkte Begegnung möglich ist. Vor diesem Hintergrund ist der Ansatz des UFO, sich buchstäblich auf das junge Publikum auch als potentielle Mitakteure zuzubewegen, noch einmal bedeutsamer geworden: Dass sich das Klanglabor jetzt aufmacht, allen Widrigkeiten zum Trotz, an wechselnden Orten Kinder und Jugendliche für Musik und Theater zu begeistern, ist auch ein Signal der Hoffnung. Im Rahmen des Landes-Förder­pro­gramms Neue Wege stellt das Düsseldorfer Projekt ein spannendes Beispiel der Öffnung des Theaters dar, für kreative Formen der Annäherung an ein junges Publikum.“

In enger Zusammenarbeit mit der Jungen Oper am Rhein wird „UFO – Junge Oper Urban“ über insgesamt drei Jahre neue Wege beschreiten, bestehende Kooperationen in den beiden Städten vertiefen und neue Bande mit Schulen und Kindergärten, aber auch sozialen Einrichtungen knüpfen. Organisiert wird das Projekt von Michaela Dicu, die zusammen mit Immanuel de Gilde und der Dramaturgie der Deutschen Oper am Rhein die Ideen für das Mobile Klanglabor entwickelt und umsetzt. Aktuelle Informationen zum UFO – Junge Oper Urban sind auf der Website www.operamrhein.de hinterlegt.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein |—


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Essen, Aalto-Musiktheater, Hexe Kleinlaut und Kinder singen – online, IOCO Aktuell, 27.03.2021

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Aalto Theater Essen

Aalto Theater Essen © Bernadette Grimmenstein

Aalto Theater Essen © Bernadette Grimmenstein

 Video-Treff – – Kinder singen mit Hexe Kleinlaut !

Zehnminütige Video-Treffs   – Mittwoch, 31. März, 10 bis 16 Uhr 

Für Hexe Kleinlaut wäre es die allergrößte Freude, vor Ostern noch einmal ihre vielen kleinen Freundinnen und Freunde zu treffen!

Aber das geht ja gerade nicht, schließlich ist das Aalto-Theater geschlossen. Oder ist es vielleicht doch möglich? Die kleine Opernhexe alias Marie-Helen Joël hat sich jetzt einen Plan überlegt, wie sie sich direkt in die Kinderzimmer zaubern kann: Als Hexe Kleinlaut lädt dazu ein, sich mit ihr per Video-Übertragung zu treffen.

Zur Hexe Kleinlaut@aalto-musiktheater.de – link – buchen – HIER!

Am Mittwoch, 31. März, von 10 bis 16 Uhr hat Hexe Kleinlaut  Zeit. Und natürlich hat sie sich einiges überlegt: Sie möchte gerne mit den Kindern singen, ein wenig Sport machen oder einfach nur Quatschen. Das alles funktioniert nämlich auch vor dem Bildschirm! Mit von der Partie ist außerdem der Pianist Heribert Feckler, denn Singen ohne Begleitung ist ja nur halb so schön. Natürlich kann Hexe Kleinlaut nicht alle Kinder gleichzeitig sehen, dafür ist so ein Monitor viel zu klein. Stattdessen bietet sie ganz viele zehnminütige Gespräche an, die hintereinander stattfinden.

 Aalto Theater Essen, hier ist die Hexe Kleinlaut alias Marie-Helen Joël © Jochen Tack

Aalto Theater Essen, hier ist die Hexe Kleinlaut alias Marie-Helen Joël © Jochen Tack

Kinder können sich mit Hexe Kleinlaut entweder alleine oder gemeinsam mit Freundinnen und Freunden verabreden. Anmeldungen sind möglich bei Dramaturgin Sandra Paulkowsky unter dem folgenden Link:

Zur Hexe Kleinlaut@aalto-musiktheater.de – link – buchen –  HIER!

mit Angabe des Namens und des Alters des Kindes bzw. der Kinder. Musik-Interessen können auch geannt werden. Wer einen Wunschtermin hat, kann diesen ebenfalls angeben – allerdings ohne Garantie, dass dieser Termin auch wirklich eingehalten werden kann.

—| IOCO Aktuell Aalto Theater Essen |—


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