Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Lollo im JOiN – Interaktives Musiktheater, 25.05.2019

Oper_Stuttgart_1zeilig_rotNEU

Oper Stuttgart

 Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

  Lollo –   Aus alt mach neu – und spiel‘ dabei!

Interaktives Musiktheater

Premiere, Samstag, 25. Mai 2019, 15 Uhr im JOiN, weitere Vorstellungen, 29. Mai 2019, 04. / 06. / 13. / 17. Juni 2019, 10. / 11. / 12. Juli 2019

Elisabeth Naskes interaktives Musiktheater Lollo feiert am Samstag, 25. Mai 2019, Premiere im JOiN

Interaktives Musiktheater für Kinder von 3 bis 6 Jahren zum Thema Müll, Umweltschutz und Nachhaltigkeit von Ela Baumann (Libretto und Konzept) und Elisabeth Naske (Musik und Konzept) In Zusammenarbeit mit der Abfallwirtschaft Stuttgart

Am Samstag, 25. Mai 2019, lädt das JOiN, die „Junge Oper im Nord“, um 15 Uhr Kinder von drei bis sechs Jahren und ihre Familien zur Premiere des interaktiven Musiktheaters Lollo rund um das Thema Müll, Umweltschutz und Nachhaltigkeit ein. Lovinia Schuchert ist für die szenische Realisation verantwortlich.

Dass Dinge, die man wegwirft, durchaus noch nützlich und klangvoll sein können, dürfen die Kinder in Lollo selbst ausprobieren und erfahren: Aus Verpackungsmaterial, Dosen, Papierrollen, Joghurtbechern, Schachteln und vielem mehr basteln die Kinder im ersten Teil des Nachmittags unter Anleitung Luftballontrommeln, Gitarrenrasseln und Fliesophone, bevor sie im anschließenden Konzertteil und in der folgenden Klanggeschichte mit ihren selbstgebauten  Instrumenten musizieren.

Die Mezzosopranistin Diatra Zuleika erzählt und singt die Geschichte von Lollo. Begleitet wird sie von einer Klarinette und einer Bassklarinette (Stefanie Faber und Frank Bunselmeyer aus dem Staatsorchester Stuttgart) sowie von den Kindern, die innerhalb des Konzertteils immer wieder mit ihren selbst gebauten Instrumenten die Geschichte klanglich unterstützen und als Kinderorchester mitwirken.

Auf der Schutthalde findet Lollo eine Autohupe, eine Fahrradklingel, alte Dosen, alte Kleider, alte Hosen, alte Schirme, alte Schuhe, alte Koffer und ein altes Bügeleisen. Auch Spielsachen verbergen sich in der Schutthalde und so zieht Lollo nach und nach die alten und kaputten Dinge heraus, transportiert sie in den Wald und repariert sie. Dank „Frau Doktor Lollo“ geht’s am Ende allen Sachen wieder gut. Gemeinsam zieht Lollo mit den Spielsachen und den Kindern in die aus gesammelten Pappkartons und Kisten gebauten „Schachtelstadt“ ein.

Szenische Realisation Lovinia Schuchert, Erzählerin und Sängerin Diatra Zulaika, Musiker*in Stefanie Faber, Frank Bunselmeyer

Über das JOiN
Die Staatsoper Stuttgart gehört seit der Gründung der Jungen Oper Stuttgart 1997 zu den wichtigsten Akteuren der Kulturvermittlung in der internationalen Opernlandschaft. Als eigenständige Institution unter dem Dach der Staatsoper Stuttgart hat die Junge Oper Stuttgart mit zahlreichen Uraufführungen zur Entwicklung des Musiktheater-Repertoires für junges Publikum wesentlich beigetragen und bei der Entwicklung von Musik-Vermittlungskonzepten Maßstäbe gesetzt. Diesen Weg wird die Staatsoper Stuttgart fortsetzen und die Junge Oper weiter entwickeln. Die Junge Oper bezog zu Beginn dieser Spielzeit mit dem Nord eine eigene Spielstätte, aus der sich ihr neuer Name ableitet: JOiN ist das Akronym von „Junge Oper im Nord“, versteht sich inzwischen aber zugleich als Einladung und als Aufforderung für Menschen jeglichen Alters zum Mitmachen. Das JOiN ist im gleichen Haus beheimatet wie das Probenzentrum der Staatsoper Stuttgart. Somit ist das JOiN nicht nur Schnittstelle von jungem Publikum zur „Großen Oper“, sondern auch Begegnungs- und Aktionsort aller Altersstufen und Künste.

JOiN-Programm 2018/19: Von Mozart bis Aperghis und Dick

Der Schauspieldirektor –  von W.A. Mozart und Henrik Albrecht für Kinder ab acht Jahren und ihre Familien
Gold –  von Leonard Evers für Kinder ab sechs Jahren und ihre Familien
Antigone-Tribunal –  von Leo Dick für alle ab 16 Jahren
Rotkäppchen –  von Georges Aperghis für Kinder ab sechs Jahren und ihre Familien
Lollo –  von Elisabeth Naske für Kinder von drei bis sechs Jahren
Control CTRL — von und mit Jugendlichen ab 12 Jahren für Jugendliche ab 12 Jahren

—| IOCO Kritik Oper Stuttgart |—

Osnabrück, Theater am Domhof, Die Feen – Oper für Kinder, IOCO Kritik, 21.05.2019

theater_osnabrueck_logo

Theater Osnabrück

Osnabrück / Theater am Domhof © Marius Maasewerd

Osnabrück / Theater am Domhof © Marius Maasewerd

Die Feen –  Richard Wagner – Fassung für Kinder

Ein Loblied auf die Macht der Musik

von Hanns Butterhof

Eine Wagner-Oper vormittags um elf Uhr? Wagner für Kinder? Geht das überhaupt? Dass das geht, hat die Premiere von Die Feen, Richard Wagners Jugendoper von 1834, begeisternd gezeigt. Jan Friedrich Eggers hat sie in der Textfassung Elke Heidenreichs und der musikalischen Bearbeitung durch Marc-Aurel Floros im Foyer des Theaters am Domhof als Kinderoper inszeniert.
Ausstatterin Elisabeth Benning hat für Die Feen eine kleine abstrakte Bühne gebaut. Eckige geometrische Figuren, die entfernt an Menschengestalt erinnern, dienen als elektronische Anzeigetafeln oder Zapfsäulen, an denen schwächelnde Akteure ihre Akkus wieder aufladen können.

Regisseur Jan Friedrich Eggers strebt, Die Feen ist ja schließlich eine Märchenoper, keinen Realismus an, sondern lehnt sich an Muster von Videospielen an: der Held kann zum Ziel gelangen, indem er Entscheidungspunkte sammelt.

Theater am Domhof / Die Feen  - Fassung für Kinder - hier :  Arindal glaubt seine Fee für immer verloren zu haben (Veronika Schäfer, Tobias Bialluch, Yohan Kim, Clara Nadeshdin) © Uwe Lewandowski

Theater am Domhof / Die Feen – Fassung für Kinder – hier : Arindal glaubt seine Fee für immer verloren zu haben (Veronika Schäfer, Tobias Bialluch, Yohan Kim, Clara Nadeshdin) © Uwe Lewandowski

Auf eine gute Stunde Spielzeit, um alle Chöre und, aufs kindliche Seelenheil bedacht, um jeden Schlachtenlärm gekürzt, wird nur die Geschichte des Königssohns Arindal (Yohan Kim) erzählt, der sich in die Fee Ada (Clara Nadeshdin) verliebt. Fast verliert er sie, weil er zur Unterstützung seiner bedrohten Schwester Lora (Veronika Schäfer) in sein Vaterland zurückkehrt. Aber mit Hilfe der Musik und des Feenkönigs (Julian Acht) wendet er dann alles zum Besten und wird mit Ada ein Feen-Königspaar; Die Feen sind ein einziges romantisches Loblied auf die Macht der Musik.

Die knapp bemessene, auf die Aufnahmefähigkeit von Kindern berechnete Zeit lässt wenig Raum für eine breitere Entfaltung der Charaktere, und nicht immer wird in allen Einzelheiten deutlich, was warum passiert. Dafür wird in den rein orchestralen Partien durch Video-Projektionen (Alexander Schröder) schön verdeutlicht, was sich in den Gefühlen und Gedanken der Figuren abspielt.

Theater am Domhof / Die Feen  - Fassung für Kinder - hier :  Arindal rettet Ada mit Hilfe des Feenkönigs, (Yohan Kim, Clara Nadeshdin, Julian Acht) © Uwe Lewandowski

Theater am Domhof / Die Feen – Fassung für Kinder – hier : Arindal rettet Ada mit Hilfe des Feenkönigs, (Yohan Kim, Clara Nadeshdin, Julian Acht) © Uwe Lewandowski

Dem jungen Ensemble aus der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und der Hochschule für Künste Bremen gelingt es mühelos, das nicht nur aus Kindern bestehende Publikum zu fesseln; zwei Schulklassen Osnabrücker Grundschulen waren begeistert, wie eine selber sehr angetane Lehrerin bekräftigte. Vor allem Sopranistin Clara Nadeshdin ist eine einnehmend liebende Ada und rührt mit ihrer Arie des Verzichts auf Unsterblichkeit. Stimmkräftig steht ihr Yohan Kim zur Seite, dessen warmer Tenor besonders in den ruhigeren Passagen und mit dem Lied zur Rettung Adas glänzt. Auch Veronika Schäfer mit beeindruckend gut geführtem Mezzosopran und Julian Acht mit profundem Bass zeigen eine erstaunlich reife Leistung.

Neben der Bühne dirigiert An-Hoon Song einfühlsam das kleine, auf acht Instrumentalisten reduzierte Osnabrücker Symphonieorchester. Sie bringen einen romantischen, in der Tonsprache sehr verständlichen und nirgends verschwurbelten Wagner zum Klingen, dem man sich als Kind wie als Erwachsener problemlos hingeben kann.
Die Feen, die aus enger Bayreuther Sicht in Nachfolge des Meisters als Jugendsünde Wagners angesehen werden, kommen selten auf den Spielplan. Nicht nur für diejenigen, die alles von Wagner gehört und gesehen haben wollen, sondern auch die Oper selbst lohnt in dieser Fassung einen Besuch, auf den sich inhaltlich vorzubereiten aber nicht schaden kann.

Mit lang anhaltendem Beifall und Bravos dankte das Premierenpublikum begeistert allen Beteiligten.

Die Feen – Fassung für Kinder, im Theater am Domhof, die nächsten Termine: 22. und 23.5. sowie 5.6.2019 jeweils um 11.00 Uhr

—| IOCO Kritik Theater Osnabrück |—

Ulm, Theater Ulm, Der Freischütz – Kinderkonzert, 15.05.2019

theater_ulm_2.jpg

Theater Ulm

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Der Freischütz – Als Kinderkonzert

Ab 15. Mai 2019 steht Der Freischütz als Konzert, das Motive aus der gleichnamigen Oper von Carl Maria von Weber kindgerecht aufarbeitet, für Kinder ab sechs Jahren auf dem Spielplan des Theater Ulm. Das Konzert feiert um 10 Uhr Premiere im Podium.

Der Jägerbursche Max liebt Agatheund sie liebt ihn. Doch bevor die beiden heiraten dürfen, muss Max einen Probeschuss ablegen – so will es der Brauch. Da befällt den schlechten Schützen die Angst. Was, wenn er nichts trifft? Was wird dann aus ihm und Agathe? So kommt ihm die Hilfe von Kaspar gerade Recht. Dieser behauptet nämlich, man müsse nur nachts in der unheimlichen Wolfsschlucht die sagenumwobenen Freikugeln gießen. Keine dieser Kugeln verfehle ihr Ziel. Der Haken an der Sache: Diese vielversprechenden Freikugeln gehören dem Teufel – und eine davon lenkt dieser selbst. Und so begibt sich Max in ein gefährliches Abenteuer …

Was Carl Maria von Weber einst als große romantische Oper auf die Bühne gebracht hat, erhält im Podium als Kinderkonzert in der szenischen Einrichtung und der Textbearbeitung von Nilufar K. Münzing ein neues Gewand. Zu den berühmten Melodien des »Freischütz« wird unter der musikalischen Leitung von Michael Weiger von Schauspieler Jakob Egger die spannende Geschichte von Max, Agathe und Kaspar erzählt, das Bläserensemble des Philharmonischen Orchester verleiht Webers Musik Glanz und Zauber.

—| Pressemeldung Theater Ulm |—

Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, JOiN: Rotkäppchen – Georges Aperghi, 04.05.2019

Oper_Stuttgart_1zeilig_rotNEU

Oper Stuttgart

 Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

Rotkäppchen – Georges Aperghi

Musiktheater für Kinder ab 6 Jahren und ihre Familien, Eine Produktion von ACHT BRÜCKEN / Musik für Köln, gemeinsam mit JOiN

Samstag, 4. Mai 2019, 14 Uhr im JOiN, weitere Vorstellungen : 5. / 7. / 16. / 18. / 21. / 22. / 24. / 26. / 28. Mai 2019

Es war einmal…

Georges Aperghis‘ Rotkäppchen feiert am Samstag, 4. Mai 2019, Premiere im JOiN
Guillaume Hulot und Elena Tzavara verantworten Choreografie und Regie, Elisabeth Vogetseder entwirft die Ausstattung

Staatsoper Stuttgart / Rotkäpchen © Martin Sigmund

Staatsoper Stuttgart / Rotkäpchen © Martin Sigmund

Am Samstag, 4. Mai 2019, lädt das JOiN, die „Junge Oper im Nord“, um 14 Uhr Kinder ab sechs Jahren und ihre Familien zur Premiere von Georges Aperghis‘ märchenhaftem Musiktheater Rotkäppchen ein. Inszeniert und choreografiert wird die Neuproduktion von Guillaume Hulot und Elena Tzavara. Bühne und Kostüme entwirft Elisabeth Vogetseder. Aperghis‘ Musiktheateradaption des Märchens von Charles Perrault, eine Vorlage der hierzulande bekannteren Version der Brüder Grimm, wurde 2001 in Köln uraufgeführt. Am 11. Mai 2019 kehrt das Musiktheater in der Neuinszenierung des JOiN im Rahmen des Acht Brücken-Festivals Köln an den Ort seiner Uraufführung zurück.

In der Geschichte um Rotkäppchen, Großmutter und den Wolf findet Aperghis‘ von musikalischem Witz und Esprit sprühende Komposition immer wieder neue überraschende Konstellationen. Das sechsköpfige Instrumentalensemble erzählt, spielt, singt und begleitet die Handlung und entwickelt so aus dem bekannten Märchen ein hochvirtuoses musiktheatrales Kammerstück. Das Bühnengeschehen oszilliert dabei zwischen choreografiertem Konzert und fantasievoller Märchenerzählung, in dem die Musikerinnen und Musiker häufig ihre Rollen wechseln und Szenen in immer neuen Variationen wiederholen, ganz wie Kinder es oft tun, wenn sie sich selbst eine Geschichte erspielen. Die Handlung setzt sich so erst nach und nach zusammen und steuert am Ende auf ein überraschendes Finale zu: Was ist gut? Was ist böse?

Choreografie und Regie Guillaume Hulot, Elena Tzavara
Bühne und Kostüme Elisabeth Vogetseder
Klavier Olga Wien, Markus Hein
Klarinette und Bassklarinette Andrea Nagy, Adam Ambarzumjan
Sopran- und Baritonsaxophon Mark Lorenz Kysela
Violine Lisa Kuhnert

Über das JOiN
Die Staatsoper Stuttgart gehört seit der Gründung der Jungen Oper Stuttgart 1997 zu den wichtigsten Akteuren der Kulturvermittlung in der internationalen Opernlandschaft. Als eigenständige Institution unter dem Dach der Staatsoper Stuttgart hat die Junge Oper Stuttgart mit zahlreichen Uraufführungen zur Entwicklung des Musiktheater-Repertoires für junges Publikum wesentlich beigetragen und bei der Entwicklung von Musik-Vermittlungskonzepten Maßstäbe gesetzt. Diesen Weg wird die Staatsoper Stuttgart fortsetzen und die Junge Oper weiter entwickeln. Die Junge Oper bezog zu Beginn dieser Spielzeit mit dem Nord eine eigene Spielstätte, aus der sich ihr neuer Name ableitet: JOiN ist das Akronym von „Junge Oper im Nord“, versteht sich inzwischen aber zugleich als Einladung und als Aufforderung für Menschen jeglichen Alters zum Mitmachen. Das JOiN ist im gleichen Haus beheimatet wie das Probenzentrum der Staatsoper Stuttgart. Somit ist das JOiN nicht nur Schnittstelle von jungem Publikum zur „Großen Oper“, sondern auch Begegnungs- und Aktionsort aller Altersstufen und Künste.

—| Pressemeldung Oper Stuttgart |—

Nächste Seite »