Münster, Picasso Museum, „Im Rausch der Farben“ – Ausstellung, IOCO Aktuell, 16.10.2019

Kunstmuseum Pablo Picasso Muenster © Kunstmuseum Pablo Picasso

Kunstmuseum Pablo Picasso Muenster © Kunstmuseum Pablo Picasso

Kunstmuseum Pablo Picasso

„Im Rausch der Farben – Von Gauguin bis Matisse“

  Französische Moderne  –  Kunstmuseum Pablo Picasso Münster

von Hanns Butterhof

Dem Kunstmuseum Pablo Picasso Münster ist wieder ein Glücksgriff gelungen. In seiner Ausstellung „Im Rausch der Farben – Von Gauguin bis Matisse“ zeigt es sehenswert über sechzig Meisterwerke aus dem Musée d’Art moderne de Troyes, die bisher außerhalb ihres Stammhauses nur in Seoul zu sehen waren. Aus eigenen Beständen würdigt es den Namensgeber mit der Sonderausstellung „Wie Gott in Frankreich – Picasso kulinarisch“.

Die Ausstellung positioniert sich gleich zu Anfang mit einem kurzen schwarz-weiß-Film auf der Gewinnerseite der Kunstgeschichte. Der Reihe nach präsentieren sich die Künstler der „Fauves“, die Wilden, mit einschlägigen Kunst-Parolen, um dann in Boxkämpfen ihren Gegnern punktgenau den knock out zu versetzen. Warum sich die Fauves als Sieger im Kampf gegen die akademische und Salon-Malerei fühlen durften, zeigt die Ausstellung dann mit ihrem Farbrausch eindringlich.

 Kunstmuseum Pablo Picasso Muenster / Ausstellung Im Rausch der Farben - hier : André Derain, Big Ben, 1906, Öl auf Leinwand © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Kunstmuseum Pablo Picasso Muenster / Ausstellung Im Rausch der Farben – hier : André Derain, Big Ben, 1906, Öl auf Leinwand © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Die Werke entstammen dem Teil der Sammlung, die das Textilindustriellen-Paar Denise und Pierre Lévy dem französischen Staat für das  Musée d’Art moderne von Troyes, der Stadt in der Champagne, vermacht haben. Freund und künstlerischer Anreger der Lévys war André Derain (1880 – 1954), deren „Hausgott“, wie ihn der Direktor des Picasso-Museums, Dr. Markus Müller, im Gespräch nennt. Derain hatte mit seinen Künstlerfreunden um Henri Matisse (1869 – 1954) auf dem Pariser Salon d’Automne 1905 den Skandalerfolg gefeiert, der die lose Maler-Gruppe als „Les Fauves“ etablierte.

Entsprechend bildet Derain einen Schwerpunkt der mit Gemälden, Grafiken und Skulpturen bestens bestückten Ausstellung. Einen besonderen Blickfang im großen Ausstellungsraum bildet sein an Monet erinnerndes Gemälde „Big Ben“, und sein „Hafen von Collioure“ trägt deutliche Spuren seines Zusammenseins mit Matisse 1904 in der katalonischen Hafenstadt nahe der Kapitale Perpignan. Von der Erfindung ihrer völlig neue Bildsprache aus dem Licht Südfrankreichs spricht auch Chaim Soutinés (1893 – 1943) „Das Kapuzinerkloster von Céret“, das auf ein unweit von Collioure gelegenes Städtchen verweist, dessen Musée d’art moderne Céret noch viele Zeugnisse aus der frühen französischen Moderne und eine Vielzahl von Keramiken Pablo Picassos mit Stierkampfszenen besitzt.

Kunstmuseum Pablo Picasso Muenster / Ausstyellung : Im Rausch der Farben - hier : Félix Vallotton, Afrikanerin, 1910, Öl auf Leinwand, Foto Ville de Troyes, Carole Bell © Domaine public 2019

Kunstmuseum Pablo Picasso Muenster / Ausstyellung : Im Rausch der Farben – hier : Félix Vallotton, Afrikanerin, 1910, Öl auf Leinwand, Foto Ville de Troyes, Carole Bell © Domaine public 2019

Der Ausstellung im westfälisch verregneten Münster eignet ein Hauch von Leichtigkeit, als atme sie die helle Luft des französischen Südens, und vermittelt jenseits von systematischem Sammlertum etwas von den sympathisch persönlichen Neigungen der Lévys. So fallen Werke von Jean Metzinger (1883 – 1956) wie seine  sanft kubistische „Frau von vorne und im Profil“ oder von Robert Delaunay (1885 – 1941) „Die Läufer“ ins Auge, daneben von Amado Modigliani (1884 – 1020) das Portrait „Jeanne Hébuterne“, von Max Ernst (1891 – 1976) eine Landschaft, und dazwischen überrascht die nahezu fotorealistisch gemalte „Afrikanerin“ von Félix Valloton (1865 – 1925). Im Kontrast dazu steht das Portrait “Junge Kreolin“ von Paul Gauguin (1848 – 1903), und wieder anders strahlen die Pointilisten Paul Signac (1863 – 1935) mit dem lichten Aquarell „Venedig“ oder Georges Seurat (1859 – 1891) mit dem „Vorort“.

Erstaunlich sind auch Sujet-Ähnlichkeiten zu entdecken. Atelierszenen oder Blicke aus dem Fenster auf die Straße wie von Maurice Marinot (1882 – 1960) erinnern frappant an Bilder der Ausstellung „Raoul Dufy – Les Ateliers de Perpignan 1940 – 1950“,  wie sie letztes Jahr im Musée d’art moderne Hyacinthe Rigaud in Perpignan zu sehen waren. Dort läuft gegenwärtig noch die sehenswerte Ausstellung „Rodin – Maillol – face à face“ mit charakteristischen Skulpturen der beiden Bildhauer, die auch in der Ausstellung im Picasso-Museum zu sehen sind. Auguste Rodin (1840 – 1917) etwa ist mit dem stolzen Kopf „Balzac“, Aristide Maillol (1861 – 1944) mit der hübschen „Krabbenfrau“ vertreten. Weitere Skulpturen finden sich verstreut in der Ausstellung, darunter Pferde- und Frauen-Motive von Edgar Degas (1834 – 1917).

Kunstmuseum Pablo Picasso Muenster / Ausstellung : Im Rausch der Farben - hier : Pablo Picasso, Drei Sardinen, 1948, Keramik (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Kunstmuseum Pablo Picasso Muenster / Ausstellung : Im Rausch der Farben – hier : Pablo Picasso, Drei Sardinen, 1948, Keramik (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

In der Sonderausstellung  „Wie Gott in Frankreich – Picasso kulinarisch“ würdigt das Picasso-Museum in der 2. Etage aus eigenen Beständen Pablo Picasso (1881 – 1973) mit Linolschnitten, Lithografien, Keramiken und Gemälden rund um das Thema Essen und Trinken. Frisch gefangener Fisch, Artischocken und Wein lassen das Wasser im Munde zusammenlaufen. Manche Bilder vermitteln aber auch eine Ahnung von den Phantasien, die von der Lebensmittelknappheit in Frankreich zur Zeit der deutschen Besatzung angeregt wurden.

In beiden Ausstellungen kommt den Besuchern eine außerordentlich nahe Moderne entgegen, bei der erstaunen lässt, vor wie langer Zeit ihre Protagonisten gewirkt haben. Und dazu gesellt sich das Erschrecken, wie vorbei diese Epoche ist.

Die Ausstellung „Im Rausch der Farben – Von Gauguin bis Matisse“ im Kunstmuseum Pablo Picasso Münster läuft noch bis zum 19.1.2020.

Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag und Feiertage: 10.00 bis 18.00 Uhr. Freitag: 10.00 bis 20.00 Uhr.  Der ausführliche, umfassend bebilderte Katalog zur Ausstellung kostet an der Museumskasse 29,80 €, im Buchhandel 38,00 €.

—| ioco-art Kunstmuseum Pablo Picasso Münster |—

Wien, Wiener Staatsoper, Staatsoper trauert – Marcello Giordani, 05.10.2019

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

 Wiener Staatsoper trauert  –  Marcello Giordani

Die Wiener Staatsoper trauert um den italienischen Tenor Marcello Giordani, der am Samstag, 5. Oktober 2019 zuhause in Augusta (Provinz Syrakus, Sizilien) im Alter von 56 Jahren einem Herzinfarkt erlegen ist. Die Staatsoperngemeinschaft drückt seiner Frau und den beiden Kindern ihre aufrichtige Anteilnahme aus.

Der 1963 in Augusta, Sizilien, geborene Marcello Giordani gewann 1986 den Gesangswettbewerb in Spoleto und debütierte im selben Jahr ebendort als Rigoletto-Herzog. Er avancierte bald zu einem der international gefragtesten Tenöre seines Fachs mit Auftritten an den bedeutendsten Häusern der Welt, so an der Mailänder Scala, der New Yorker Met, dem Royal Opera House Covent Garden in London, an der Pariser Oper, in San Francisco, Chicago, Barcelona, an der Dresdner Semperoper, der Arena di Verona u. v. a. m. A

n der Wiener Staatsoper gab Giordani bereits 1992 sein Debüt als Sänger im Rosenkavalier, es folgten Hauptpartien u. a. in I puritani, Rigoletto, La traviata, La Bohème, Roméo et Juliette, La forza del destino oder Aida. 2016 gab er seine Staatsopern-Rollendebüts als Calaf in Turandot und als Des Grieux an der Seite Anna Netrebkos in Manon Lescaut. Insgesamt gestaltete Marcello Giordani 14 verschiedene Partien in 72 Vorstellungen im Haus am Ring. Sein letzter Auftritt auf dieser Bühne war Radames (Aida) am 2. Oktober 2016. Marcello Giordani war auch sehr um den Sängernachwuchs bemüht: 2010 gründete er die Marcello Giordani Foundation mit dem Ziel, junge Sängerinnen und Sänger zu Beginn ihrer professionellen Karriere zu unterstützen; 2011 fand der erste Marcello Giordani Gesangswettbewerb auf Sizilien statt.

—| Pressemeldung Wiener Staatsoper |—

Berlin, Georg Kolbe Museum, Der Verrat der Bilder – 100 Jahre Bauhaus, IOCO Kritik, 28.09.2019

September 28, 2019  
Veröffentlicht unter Hervorheben, IOCO Aktuell, IOCO Ausstellungen, ioco-art

Georg Kolbe Museum Berlin / Der Verrat der Bilder - Augmented reality © Georg Kolbe Museum - NICO AND THE NAVIGATORS

Georg Kolbe Museum Berlin / Der Verrat der Bilder – Augmented reality © Georg Kolbe Museum – NICO AND THE NAVIGATORS

Georg Kolbe Museum

La trahison des images – Der Verrat der Bilder

– Wenn eine Brille Unsichtbares sichtbar machen und gewohnte Perspektiven hinterfragen könnte –

von Kerstin Schweiger

Europa-Premiere mit Augmented Reality in der darstellenden Kunst: Verrat der Bilder:
Eine Performance zu 100 Jahre Bauhaus im Berliner Georg Kolbe Museum

In ihrem Projekt Verrat der Bilder begibt sich die Gruppe Nico and the Navigators anlässlich des 100-jährigen Bauhausjubiläums auf eine performative Reise in die Geschichte des Bauhauses. Die Uraufführung des von der Bundeskulturstiftung geförderten multimedialen Projekts fand in den Dessauer Meisterhäusern statt. Die Berliner Premiere war am 26.9.2019 im Georg Kolbe Museum.

Vier Aufführungen gibt es dort täglich bis 4. Zum Oktober 2019, die maximale Anzahl von Teilnehmenden ist begrenzt (25 Personen).

So modern das Bauhaus und seine Protagonisten 1919 in ihrer Haltung und Kunstanwendung waren, so modern setzt das Projekt an, die Personen und Haltungen hinter der Kunstschule vorzustellen und auch kritisch zu hinterfragen. Nicola Hümpel und Oliver Proske, Kopf und Herz der Gruppe Nico and the Navigators, die seit 1998 ihren Ursprung am Ort des Geschehens am Dessauer Bauhaus hat, beziehen sich in der szenisch-technologischen Performance auf ihre ganz persönliche Verbundenheit zum Bauhaus, wo sie als Artists in Residence viele Projekte realisieren konnten. Sie nehmen die von Walter Gropius geprägte Formel „Kunst und Technik – Eine neue Einheit“ in Verrat der Bilder zum Anlass, die Aufführung an den Originalschauplätzen des Bauhauses zu verorten und mit den anderen künstlerischen Ebenen verknüpft zu einem neuen Rezeptions- und Theatererlebnis zu machen.

So fand die Uraufführung in den Meisterhäusern in Dessau statt, das Georg Kolbe Museum, das in seiner Bauweise Bauhaus nah und das einzig erhaltene Bildhaueratelier der 1920er-Jahre in Berlin ist, ist der zweite Spielort. Im Geiste des Bauhauses ließ sich Georg Kolbe hier einen idealen Ort für die Verbindung von Leben und Arbeiten, Natur und Kunst, urbaner Vernetzung und künstlerischer Einhausung, energetischer Produktionsstätte und lichtdurchflutetem Schauplatz gestalten. Diese Verbindungen werden in der Performance aufgegriffen, die Architektur, Schauspiel, Tanz, Skulptur und virtuelle Bilder zu einem vielschichtigen ästhetisch-räumlichen Gesamterlebnis vereint.

Doch welche Rolle spielt dabei die Augmented Reality?  Erstmals kommen bei einem Kunstprojekt in Europa Augmented-Reality-Brillen zum Einsatz, die jedem Zuschauer ein ganz eigenes Erleben des Kunstprojekts im Aufführungsraum ermöglichen. Die Brillen sind auf dem Stand der neuesten Technologie, so wie auch am Bauhaus vor 100 Jahren mit modernster Technik gearbeitet wurde. Mit ihrer Hilfe wird die Inszenierung um ein weiteres Element zusätzlich zum darstellerischen erweitert. Aus der Geschichte kennt man ähnliche Narrative wie Tarnkappen, Siebenmeilenstiefel oder die Fata Morgana als Vorläufer von Augmented Reality. Die Technik ermöglicht die Überlagerung eines realistischen Blicks durch programmierte dreidimensionale Bilder und Effekte, mit denen auch interagiert werden kann. Eine Second Life Erfahrung, die bereits im Game-Bereich weit verbreitet ist. Jeder Zuschauer wird mit seiner Brille einzeln angeleitet, so dass eine individuelle Rezeption der Aufführung möglich ist. Die tatsächliche Sicht auf Darsteller und den umgebenden Theaterraum wird dabei mit per Software programmierten narrativen Bildern, Elementen und visuellen Eindrücken ergänzt. Auch interaktive Elemente wie z.B. das Malen im virtuellen Raum sind Teil der Inszenierung.

Georg Kolbe Museum Berlin / Der Verrat der Bilder - Augmented reality © Georg Kolbe Museum - NICO AND THE NAVIGATORS

Georg Kolbe Museum Berlin / Der Verrat der Bilder – Augmented reality © Georg Kolbe Museum – NICO AND THE NAVIGATORS

Weltweit gibt es nur zwei Hersteller, darunter Magic Leap, deren Brillen hier zum Einsatz kommen. Die Brillen sind eine Weiterentwicklung der Technik in den Helmen von Jagdflugzeugpiloten. Sowohl im militärischen Bereich, wie in der Medizin oder Architektur ist ihre künftige Nutzung denkbar. Für die Aufführung hier wurden sie erstmals für ein Kunstprojekt adaptiert. Die Performer*innen bewegen sich dabei in bewährter Manier zwischen Sprache und Bewegung und arbeiten darüber hinaus mit einer theatral bisher kaum erprobten Technologie. Für die Darsteller, die mit programmierten Bildern und Effekten interagieren, ist das Spielen in Verbindung mit programmierter Technik eine besondere Herausforderung, sie sehen, anders als die Zuschauer, die Augmented Reality Elemente nicht.

Die Performance wirft einen ganz eigenen Blick auf die Geschichte und den künstlerischen Input des Bauhauses und seiner Gründer. Reduziert auf das „Eingemachte“, agieren auf der Bühne vier Personas, in die verschiedene Bauhausfiguren einfließen und die stellvertretend für die Bauhaus-Akteure stehen: Ernst Neufert, Johannes Itten, Gertrud Grunow und die junge Karla Grosch, die eng mit Paul Klee und seiner Ehefrau verbunden war. Alles gesprochene Wort basiert nur auf O-Tönen der Bauhaus-Protagonisten. Dabei liegt der Fokus auf einer durchaus auch kritischen Auseinandersetzung mit dem Bauhaus, die im bisherigen Glorienschein der Feierlichkeiten nicht hell genug leuchtete. „Kunst ist nicht Luxus, sondern Notwendigkeit“, Lyonel Feininger – in diesem Sinne eröffnet die Brille in der Collage Sichtweisen auf die politischen Verwerfungen und die ästhetischen Gegensätze der Weimarer Republik, die sich mit Blick auf das Heute wie eine historische Überblendung lesen lassen.

Die Vorstellung beginnt analog, die vier Protagonisten stellen sich und Grundgedanken der Bauhausbewegung vor. Dann werden die Brillen ausgegeben und spielerisch leiten die Darsteller das Publikum durch den Raum und die erweiterte Realität in Ton und 3D-Bild. Annedore Kleist, Pauline Werner, Patric Schott und Michael Shapira werfen sich in die Figuren mit großer Spiellust und Umsicht für die technische Umgebung, mit der sie interagieren. Ganz groß ist das, wenn das Ensemble um ein virtuelles Ensemble ergänzt wird. Duplikate der Darsteller beleben die Szene und turnen in der Gymnastikszene mit, die Vorstellung der verschiedenen Bauhausstühle wird zur Möbel-Revue, per Handzeichen paradieren lebensgroße Freischwinger über der Bühne. Das Finale lässt dann tief eintauchen in die Bauhaus-Familie, im gesamten Raum finden sich Abbilder der Bauhäusler in dreidimensionaler Erscheinungsweise, wo immer der Zuschauer hinblickt oder – alles dreht sich um Walter Gropius und seine Mitstreiter.

So entsteht ein Projekt, das mit einem neuen Medium nah an der Tradition und unmittelbar an der Zukunft arbeitet. Die ortsspezifische Arbeit wird nach den Aufführungen im Berliner Georg Kolbe Museum auch noch in der Landesvertretung Sachsen-Anhalts in Brüssel gezeigt. Durch das Anpassen einzelner Szenen vor Ort wird jede Station zum Schauplatz einer Uraufführung.

Der Verrat der Bilder,   Aufführungen im Georg Kolbe Museum, Sensburger Allee 25, 14055 Berlin vom 26.9. – 4.10.2019,

—| IOCO Ausstellungen |—

Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Alexander Soddy – Vertrag bis 2022 verlängert, IOCO Aktuell, September 2019

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Generalmusikdirektor Alexander Soddy  – Vertrag bis 2022 verlängert

Der Vertrag mit Alexander Soddy als Generalmusikdirektor an der Oper des Nationaltheaters Mannheim wurde bis 2022 verlängert.

»Drei gemeinsame Jahre liegen nun vor uns, auf die ich mich sehr freue. Denn die ideale Zusammenarbeit zwischen Alexander Soddy, dem Nationaltheater-Orchester und dem Opernensemble kann somit fortgesetzt werden – das ist auch im Hinblick auf die Pflege des wunderbaren Mannheimer Repertoires großartig. So steht als nächstes die Wiederaufnahme von Die Frau ohne Schatten an und dann die Neuproduktion von Peter Grimes, die Alexander Soddy als nächstes dirigieren wird«, so Albrecht Puhlmann, Intendant der Oper des NTM.

Alexander Soddy: »Nach drei inspirierenden und fruchtbaren Spielzeiten an der Oper des Nationaltheaters und mit dem Nationaltheater-Orchester freue ich mich sehr, dass ich meinen Vertrag in Mannheim verlängern kann. Nach vielen schönen und besonderen Höhepunkten haben wir Pläne für zahlreiche weitere spannende und künstlerisch hochwertige Projekte, die wir zusammen gestalten.«

Nächste Dirigate von Alexander Soddy sind in der Saison 2019/20 neben Die Frau ohne Schatten und Peter Grimes auch die Neuproduktion Tristan und Isolde sowie die Wiederaufnahmen von unter anderem Salome, Der Rosenkavalier und Otello. Im Rahmen der Musikalischen Akademie dirigiert Soddy unter anderem  die 9. Symphonie innerhalb des Bruckner-Zyklus’, Messiaens Turangalîla-Symphonie und Strauss’ Alpensinfonie.

Nationaltheater Mannheim / Generalmusikdirektor Alexander Soddy © Gerard Collett

Nationaltheater Mannheim / Generalmusikdirektor Alexander Soddy © Gerard Collett

Alexander Soddy – Vita

Der britische Dirigent Alexander Soddy (+1982 in Oxforf) ist seit der Spielzeit 2016/17 Generalmusikdirektor des Nationaltheaters Mannheim und leitete dort zuletzt die Neuinszenierungen der Meistersinger von Nürnberg und von Pelléas et Mélisande sowie Vorstellungen von La bohème,Fidelio und Salome. In der Spielzeit 2019/20 widmet er sich unter anderem den Neuproduktionen von Brittens Peter Grimes und Wagners Tristan und Isolde.

Des Weiteren gastiert er regelmäßig an der Bayerischen und der Berliner Staatsoper. In der Saison 2017/18 erfolgten seine Debüts an der Metropolitan Opera (La bohème), der Wiener Staatsoper (Il barbiere di Siviglia), der Semperoper in Dresden (Der Freischütz) und der English National Opera in London (»Midsummer Night’s Dream«). Dazu kamen Gastengagements mit »Madama Butterfly« und La bohème an der Royal Swedish Opera und La Cenerentola an den Opernhäusern in Köln und Frankfurt. Alexander Soddy wurde in Oxford geboren und erhielt seine Ausbildung an der Royal Academy of Music und an der Cambridge University. Nach seinem Abschluss 2004 wurde er Repetitor und Kapellmeister am National Opera Studio in London und erhielt zahlreiche Auszeichnungen.

2010–12 war er Kapellmeister an der Hamburgischen Staatsoper. Zudem gab Alexander Soddy in dieser Zeit mit Mozarts Zauberflöte sein Debüt sowohl an der Bayerischen Staatsoper München als auch an der Staatsoper Berlin. Ab 2012 war er Gastdirigent am Stadttheater Klagenfurt und wurde ab 2013/14 zum Chefdirigenten ernannt. Diese Position behielt er bis zum Ende der Saison 2015/16.

—| IOCO Aktuell Nationaltheater Mannheim |—

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