Wien, Wiener Staatsoper, Zum Tod von KS Montserrat Caballé, 06.10.2018

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Zum Tod von KS Montserrat Caballé

Die Wiener Staatsoper trauert um die große katalanische Sopranistin und Österreichische Kammersängerin Montserrat Caballé, die heute im Alter von 85 Jahren in ihrer Heimatstadt Barcelona verstorben ist. „Mit Montserrat Caballé ist eine der beeindruckendsten Sängerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts von uns gegangen. Ihre schöne Stimme, ihre perfekte Technik und ihr einnehmendes Charisma haben Generationen von Opernliebhabern berührt und begeistert. Darüber hinaus hat sie durch ihre Genre übergreifenden Aktivitäten Millionen von Menschen auf der ganzen Welt erreicht und ihnen den Zugang zur klassischen Musik erleichtert“, so Staatsoperndirektor Dominique Meyer.

Montserrat Caballé wurde am 12. April 1933 in Barcelona geboren. Ihre Karriere begann sie 1956 in Basel, es folgten Engagements an deutschen Theatern. 1965 gelang ihr als kurzfristige Einspringerin als Lucrezia Borgia an der New Yorker Carnegie Hall und mit ihrem Debüt als Marguerite in Gounods Faust an der New Yorker Met der internationale Durchbruch. Es folgten Auftritte an den wichtigsten Opernhäusern und Konzertsälen der Welt, darunter die Mailänder Scala, Wiener Staatsoper, Royal Opera House Covent Garden London, Opéra de Paris, Gran Teatro del Liceu Barcelona, Teatro Real Madrid, Bolshoi Moskau, Mariinski Sankt Petersburg, Teatro Colón de Buenos Aires, San Francisco Opera, Bayerische Staatsoper München und die Festspiele von Salzburg, Aix en Provence oder Glyndebourne. Bald avancierte sie – mit einem Repertoire von beinahe 90 Rollen – zu einer der größten Sängerinnen ihrer Zeit.

An der Wiener Staatsoper hatte Montserrat Caballé ihren ersten Auftritt vor knapp 60 Jahren am 28. Februar 1959 als Donna Elvira in Mozarts Don Giovanni. Es folgten die Partien der Salome, Elisabeth (Don Carlo), Leonora (Il trovatore), Tosca, Amelia (Un ballo in maschera), Norma (Neuproduktion), Leonora (La forza del destino), Maddalena (Andrea Chénier), Madama Cortese (Neuproduktion von Il viaggio a Reims 1988). Im April 2007 kehrte sie nochmals an die Wiener Staatsoper zurück und verkörperte die Duchesse de Crakentorp in der Premierenserie von La Fille du régiment. Im Zuge dieser Auftritte wurde ihr am 26. April 2007 der Titel „Österreichische Kammersängerin“ verliehen. Insgesamt sang Montserrat Caballé 11 verschiedene Partien in 44 Vorstellungen an der Wiener Staatsoper, darunter 3 Premieren. Zum letzten Mal auf der Staatsopernbühne stand sie am 28. April 2007 als Duchesse de Crakentorp.

Neben ihren über 4.000 Auftritten auf den internationalen Opern- und Konzertbühnen und ihren unvergleichlich vielen Aufnahmen klassischer Musik (darunter zahlreiche durch sie wiederentdeckte Werke) hat sie auch mit Künstlern aus dem Bereich der Populärmusik zusammengearbeitet, so u.a. Freddie Mercury, und ist dadurch einem breiten Publikum bekannt geworden. Die Liste der hohen, internationalen Auszeichnungen, Ehrungen und Titel, die ihr im Laufe der Jahre verliehen wurden, ist lang und beeindruckend.

—| Pressemeldung Wiener Staatsoper |—

Hamburg, NDR, Deutscher Radiopreis 2018 – Gala, IOCO Aktuell, 07.09.2018

September 8, 2018  
Veröffentlicht unter Deutscher Radiopreis, Hervorheben, IOCO Aktuell

 

Deutscher Radiopreis 2018 © radiopreisaward118

Deutscher Radiopreis 2018 © radiopreisaward118

Deutscher Radiopreis

 Deutscher Radiopreis 2018 

Verleihung in Hamburg im „Schuppen 52“ – Stargast Lenny Kravitz 

Patrik Klein berichtet für IOCO von der Gala am 6.9.18

Dr. Peter Tschentscher, erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg eröffnet mit freundlichen Worten die Gala des Deutschen Radiopreises 2018, übergibt die Moderation der Show in die bewährten Hände der Moderatorin Barbara Schöneberger, die mit viel Humor, der manchmal die Grenzen des guten Geschmacks tangiert, durch die gut zweistündige Veranstaltung führt.

Deutscher Radiopreis 2018 / Joachim Knuth, NDR Programmdirektor, links, Dr Peter Tschentscher und Gattin © Patrik Klein

Deutscher Radiopreis 2018 / Joachim Knuth, NDR Programmdirektor, links, Dr Peter Tschentscher und Gattin © Patrik Klein

Ein absoluter Weltstar kam zum Deutschen Radiopreis 2018: Lenny Kravitz war mit dabei, als in Hamburg die besten Radiomacher Deutschlands ausgezeichnet wurden.

Nicht nur für die Nominierten war die Gala-Nacht eine ganze besondere. Sondern auch für Lenny Kravitz. Er kam am Vorabend der Veröffentlichung seines neuen Albums „Raise Vibration“ nach Hamburg. Die erste Single daraus, „Low“, ist seit Wochen im deutschen Radio zu hören. Im Refrain überrascht sie mit dem markanten Schrei von Michael Jackson. Der King of Pop hatte den Part vor seinem Tod extra für Lenny Kravitz aufgenommen. „Es ist eine große Ehre, ihn auf diesem Track zu wissen“, sagt Lenny Kravitz und würdigte den Super-Star damit auf seine Weise. Die Radiopreis-Gala wurde mit diesem Song „Low“ live eröffnet.

Deutscher Radiopreis 2018 / Lenny Kravitz © Philipp Szyza

Deutscher Radiopreis 2018 / Lenny Kravitz © Philipp Szyza

Der Deutsche Radiopreis ist eine seit 2010 verliehene Auszeichnung für in Deutschland produzierte Hörfunkprogramme und deren Macher. Laut den Statuten wird sie für Leistungen vergeben, „die in besonderer Weise durch ihre Qualität die Stärken und Möglichkeiten des Mediums vorführen und hervorheben und die damit auch beispielhaft wirken“.

Gestiftet wird der deutsche Radiopreis von den Hörfunkprogrammen der ARD, des Deutschlandradios und den Privatradios in Deutschland. Zu den Kooperationspartnern zählen das Grimme-Institut in Marl, die Freie und Hansestadt Hamburg, die Radiozentrale sowie die Radio-Vermarkter AS&S Radio GmbH und RMS. Die Federführung liegt beim Norddeutschen Rundfunk, NDR.

Die elfköpfige Jury, vom Grimme-Institut berufen, besteht aus Journalisten, Programm-chefs und Fachexperten. Sie ist sowohl für die drei Nominierungen in jeder Kategorie als auch für die Ermittlung der Preisträger zuständig. Sie vergibt Preise in zehn bis elf Kategorien (beste Moderatorin, bester Moderator, bester Newcomer, beste Morgensendung, beste Comedy, bestes Nachrichten- und Informationsformat, beste Reportage, bestes Interview, beste Programmaktion, beste Innovation, beste Sendung).

Alle Preise sind nichtdotierte Ehrenpreise. Der ebenfalls elfköpfige Beirat des Deutschen Radiopreises hat von 2010 bis 2014 einen Sonderpreis für das Lebenswerk eines Radiomenschen (z.B. Udo Lindenberg, 2012) und von 2010 bis 2016 einen „Sonderpreis Musik“ (z.B. Sting, 2016) vergeben.

Der Deutsche Radiopreis wird im Rahmen einer Galaveranstaltung verliehen, die live von öffentlich-rechtlichen und privaten Radiosendern sowie als Videostream im Internet übertragen wird. Die dritten Fernsehprogramme der ARD senden sie zeitversetzt. Die Gala findet seit 2010 im Schuppen 52 im Hamburger Hafen statt, mit Ausnahme in 2017, wo sie einmalig in der Elbphilharmonie Hamburg durchgeführt wurde. Moderiert wird die Veranstaltung seit 2011 von Barbara Schöneberger.

Beste Comedy

Ausgezeichnet werden können originär für das Radio entwickelte und gestaltete Formate mit Witz und Humor, die alles bieten, was Spaß macht: Das Spektrum reicht von Primetime-Comedy, politischer Satire und Sketches über humoristische Aktionen bis hin zu humoristischen Serien.

Laudator Heikko Deutschmann hat auf jeden Fall eine „Radiostimme“ und präsentierte den Gewinner in dieser Kategorie, Die Radio Hamburg NEWSSHOW. Der in Innsbruck geborene Schauspieler gehört zu den beliebtesten Hörbuchsprechern Deutschlands. Bekannt geworden ist Deutschmann, der selbst auch Drehbücher schreibt, als Bühnenschauspieler im Hamburger Thalia Theater und in Film- und Fernseh-produktionen wie der dreiteiligen Literaturverfilmung Der Laden„, die 1999 mit dem Grimme-Preis in Gold ausgezeichnet wurde.

Mit der Daily Comedy „Die Radio Hamburg NEWSSHOW lassen sich Lokales und Aktualität – die großen Stärken des Radios – perfekt abbilden. Als News Anchor Peter von Rumpold ist Radio Hamburg Comedy-Chef Dietmar Simon zu hören. Fast alle Figuren, darunter News-Assistentin „Jessica Burmeister„, spricht der Hamburger YouTube-Star Buddy Ogün. Die NEWSSHOW nimmt die aktuellen Themen des Tages aus Politik, Sport und Gesellschaft auf die Schippe. Die Top-Themen im vergangenen Jahr: natürlich die Bundestagswahl, G20, den Dieselskandal und die #MeToo-Debatte.

Beste Innovation

Ausgezeichnet werden können Initiativen und Realisierungsformen eines redaktionell gestalteten Radioprogramms, die moderne Möglichkeiten medialer Darstellung innovativ und kreativ nutzen. Hierbei kann es sich um eine besonders gelungene Verknüpfung von Programm und digitaler Technik, um crossmediale Angebote oder die intelligente Nutzung sozialer Netzwerke handeln. Die Angebote zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass sie digital sozialisierte Zielgruppen in deren Nutzungsgewohnheiten zu erreichen und für das Medium Radio zu begeistern wissen.

Laudatorin ist Jasmin Tabatabai, die den Gewinner in dieser Kategorie vorstellt. Es ist N-JOY vom NDR mit dem „Night Lab“ . In „Letzte Spur Berlin“ spielte Jasmin Tabatabai die erste iranisch-stämmige Kommissarin im deutschen Fernsehen, hat aber auch schon die Kriemhild bei den Wormser Nibelungenfestspielen gegeben. Als Tochter einer Deutschen und eines Iraners verbringt Jasmin Tabatabai ihre Kindheit in Teheran, bevor sie mit zwölf Jahren das von Unruhen erschütterte Land verlässt und mit ihrer Familie nach Deutschland geht. Sie studiert an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart und wird 1997 in Katja von Garniers Musik-Road-Movie „Bandits“ mit einem Schlag als Schauspielerin und Musikerin zugleich berühmt.

Radio braucht ständig neue Stimmen und Impulse. Um systematisch Talente zu entwickeln hat N-JOY vom NDR das „Night Lab“ geschaffen. Newcomer bekommen die seltene Chance, eigene Sendungen „on air“ zu moderieren. Mitmachen können alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des NDR. Sie brauchen keine Moderationserfahrung, müssen sich aber mit einer kreativen Idee für ihre Show bewerben. Intensives Coaching inklusive.

Musikalisch wird die Show nun mit Max Giesinger und Michael Schulte weitergeführt. Im ersten Song bringt Max Giesinger „Legenden“ und danach der erfolgreichen Grand Prix Teilnehmer Michael Schulte das Stück „Don´t let me be alone“. Die Stimmung im Publikum, das meist an Tischen zu sechst platziert ist und mit allerlei feinen Getränken und Snacks verwöhnt wird, erscheint gelöst und erwartungsvoll.

Beste Programmaktion

Ausgezeichnet werden können herausragend realisierte Interaktionsinitiativen – von Call-in- Aufrufen bis zu Hörerrunden und Off-Air-Aktionen – sowie besondere Ideen, mit denen Radio die Hörer zu Wort kommen lässt, mit ihnen in Dialog tritt, sie selbst zum Teil der Sendung werden lässt und an das Programm bindet.

Laudatorin Laura Ludwig, Weltmeisterin im Beach Volleyball stellt den Gewinner in dieser Kategorie vor. Es ist Radio Fritz (rbb); Karen Schmied und Momo Faltlhauser mit dem MottoFritz Abbechern – Kampf den Pappbechern“. 420.000 Pappbecher wandern in Berlin täglich in den Müll. Ein riesiges Müll- und Ressourcenproblem. Also hat Fritz etwas unternommen. Zusammen mit den Hörerinnen und Hörern. Das Ziel: den ganzen Oktober lang „Abbechern“ und dabei eine Million Pappbecher einsparen. Spielerisch, ohne Zeigefinger. „Das klappt nie“, hallte es durch die Redaktion. Aber das Fritz-Publikum ist großartig, hat sich die FritzApp aufs Handy geladen und darin jeden gesparten Becher dokumentiert. Im Programm wurden die Zwischenstände dokumentiert. Um das Sparen zu erleichtern, hat Fritz Thermobecher verschenkt. Reportagen, Töne, Interviews verleihen der Aktion Tiefe.

Bestes Nachrichten- und Informationsformat

Ausgezeichnet werden können alle Informations- und Nachrichtenformate, die das Zeitgeschehen – so in Gesellschaft und Politik, in der Region und in Deutschland, im nationalen und/oder im internationalen Bezug – aufgreifen, plausibel aufbereiten und formatgerecht vermitteln. Dies soll faktengetreu und sachlich, sorgfältig, kompetent und verständlich geschehen, bei klar erkennbarer Grundierung durch eine moderne, zielgruppenorientierte Präsentation.

Laudator Norbert Blüm erzählt zunächst aus alten Zeiten und findet den Bogen in die aktuelle weltpolitische Lage, in der er sich klar gegen das immer stärker aufkeimende nationalistische Denken in der Welt ausspricht.  „Unverzagt und unverblümt“ ist nicht nur der Titel eines seiner Bücher. Norbert Blüm nimmt als Politiker, Philosoph und Gesellschaftskritiker traditionell kein Blatt vor den Mund. Seine eigene Geschichte macht ihn authentisch. Der Gewinner in dieser Kategorie heißt:

Radio Gong 96.3: Johannes Ott „Der Gong 96.3 Erste Hilfe Crash Kurs“. Richtiges Handeln rettet Leben. Zum ersten Mal strahlt ein Sender einen speziell fürs Radio entwickelten 60-minütigen Erste-Hilfe-Kurs aus, der nur durchs Zuhören die wichtigsten Grundlagen vermittelt. Mit einfachen Eselsbrücken und einprägsamen Geschichten werden den Hörerinnen und Hörern Erste-Hilfe-Grundlagen vermittelt. Dass dieses Format funktioniert, zeigt sich auch auf den Social-Media-Kanälen und durch einen Anstieg der Webradio-Zugriffszahlen.

Die Show wird nun wieder aufgelockert durch den Beitrag von Namika mit dem Song „Je ne parle pas francais“

Beste Moderatorin

Ausgezeichnet werden kann die Radiomoderatorin mit besonderen Moderationsqualitäten, die auch Identifikationsfigur des jeweiligen Senders ist. Sie überzeugt durch professionelle Performance: mit Kompetenz, Kreativität, Spontaneität, Witz, Hörernähe, Emotionalität und gewinnender Stimme; sie schafft Aufmerksamkeit für Themen und hilft, diese einzuordnen. Aufgeschlossen für die Stimmung ihrer Hörer trägt sie wesentlich zur Programmbindung bei und begeistert in der Summe ihrer Fähigkeiten für das Medium Radio.

Laudator Ingo Zamperoni stellt den Gewinner in dieser Kategorie vor. Es ist Antenne Niedersachsen mit Mehr Musik bei der Arbeit“. Die Faszination für die USA zieht sich durch seinen Lebenslauf. Ingo Zamperoni studiert Amerikanistik, Jura und Geschichte in Konstanz, Berlin und Boston. Seit 2005 moderiert er aktuelle Sendungen im NDR Fernsehen. Mehrfach vertritt der gebürtige Wiesbadener die ARD-Korrespondenten in Washington und in London. 2012 wird Ingo Zamperoni fester Vertreter für die Tagesthemen-Moderation, im Februar 2014 Fernsehkorrespondent im ARD-Studio Washington.

Die einstige „Chaos-Kaya“ bei Antenne Niedersachsen hat sich entwickelt – zu einer erwachsenen Allrounderin und unverkennbaren Marke in der deutschen Radiolandschaft! Kaya Laß ist Moderatorin, Sängerin, Texterin, Musikjournalistin und Freundin zugleich und spricht von Herz zu Herz, ist immer authentisch. Mit Mehr Musik bei der Arbeit“ ist sie mitreißend und herzlich, ohne aufdringlich zu sein, bodenständig, norddeutsch und nie um einen Schnack verlegen.

Bester Moderator

Ausgezeichnet werden kann der Radiomoderator mit besonderen Moderationsqualitäten, der auch Identifikationsfigur des jeweiligen Senders ist. Er überzeugt durch professionelle Performance: mit Kompetenz, Kreativität, Spontaneität, Witz, Hörernähe, Emotionalität und gewinnender Stimme; er schafft Aufmerksamkeit für Themen und hilft, diese einzuordnen. Aufgeschlossen für die Stimmung seiner Hörer trägt er wesentlich zur Programmbindung bei und begeistert in der Summe seiner Fähigkeiten für das Medium Radio.

Laudatorin  Mareile Höppner zieht den Gewinner aus dem Briefumschlag. Es ist NDR Kultur mit „Klassisch in den Tag“. Beinahe wird Mareile Höppner Lehrerin für Deutsch und evangelische Religion, dann schlägt sie nach dem Studium doch lieber den Weg Richtung Journalismus ein. Bei Radio NORA und RTL stehen vor allem Wettermoderationen auf dem Plan. Nach nur zwei Jahren gelingt ihr 2002 der Sprung zum ersten eigenen Magazin: „Guten Abend RTL. Seit 2008 moderiert Mareile Höppner für Das Erste „Brisant„.

NDR Kultur „Klassisch in den Tag“. Schnee, Frost, Glatteis: Der Frühlingsanfang 2018 war einer jener Tage, an denen viele lieber den Kopf unter der Decke gelassen hätten. Wer aber das Glück hatte, Philipp Schmid zu hören, dem wurde es von Beginn an etwas leichter ums Herz. Mit Leidenschaft und Humor erinnert er an das, was schön ist im Leben. Er gibt seinem Publikum das Gefühl, dass es persönlich gemeint ist – leise, zärtlich, vergnügt und voller verblüffender Einfälle.

Die Show hat nun mit Dua Lipa sowohl einen optischen als auch musikalischen Hingucker bzw. -hörer. Die hübsche Dame, der über 17 Millionen Instagramm Fans folgen gibt den Song „Thinking about you“ zum Besten.

Deutscher Radiopreis 2018 / Dua Lipa © Philipp Szyza

Deutscher Radiopreis 2018 / Dua Lipa © Philipp Szyza

Beste Sendung

Ausgezeichnet werden können Sendestrecken von der Radioshow am Nachmittag, der Sportsendung, dem Wochenendmagazin bis zu den verschiedenen Formen von Musiksendungen, die als moderne Trendsetter und Impulsgeber maßgeblich zum Erfolg des gesamten Programms beitragen. Sie sollen darüber hinaus den Hörer auf inspirierende Weise begleiten und sich durch eine kompetente, hörernahe Moderation auszeichnen.

Laudator Max Giesinger wählt aus dem passenden Umschlag die Gewinnerin in dieser Kategorie, die da heißt: Patrizia Schlosser. Max Giesinger hat immer davon geträumt, seine Hits im Radio zu hören und dieses Ziel hartnäckig verfolgt. Schon als 13-Jähriger spielt er in einer Schulband, nach dem Abitur reist er als Straßenmusiker durch Australien und Neuseeland. 2011 erreicht er den vierten Platz bei der TV-Castingshow „The Voice of Germany“ und tourt durch Deutschland. Mit dem aktuellen Album „Der Junge, der rennt“ übertrifft er seine eigenen Erwartungen: Seine Songs „80 Millionen“ und „Wenn sie tanzt“ werden von Radiosendern nicht nur gern und oft gespielt, sondern auch mehrfach ausgezeichnet.

Patrizia Schlosser ist dem gesuchten RAF-Trio Staub, Klette und Garweg auf der Spur. Seit mehr als 25 Jahren leben die drei letzten Mitglieder der Roten Armee Fraktion im Untergrund und begehen Raubüberfälle. Zusammen mit ihrem Vater, einem ehemaligen Polizisten, macht sie sich auf die Suche. Je tiefer die Journalistin und ihr Vater in die Geschichte der Radikalisierung eintauchen, desto stärker verändert sich auch ihr eigenes Verhältnis. „Im Untergrund“ ist eine Sendung von FluxFM in Kooperation mit Audible unter redaktioneller Leitung von Tim Kehl.

Beste Reportage

Ausgezeichnet werden können Reportagen aus allen Alltagsbereichen, die ihr Thema lebendig und informativ einfangen und dabei eine hohe Intensität und Präsenz aufbauen. Dazu zählen auch herausragende investigative Recherche-Leistungen von Reportern oder Autorenteams. Zugelassen sind sowohl eigenständige Beiträge bis zu einer halben Stunde als auch in Tagesformate und Magazine eingebettete kürzere Formen, die Sachverhalte und Geschehnisse mit dem klassischen Spektrum der Reportageelemente anschaulich und farbig wiedergeben.

Laudatorin Julia Becker lüftet den Gewinner: Es istParadise Papers von NDR Info, NDR Radiokunst und WDR 3. Seit Beginn dieses Jahres ist Julia Becker Verlegerin und Vorsitzende des Aufsichtsrats der Funke Mediengruppe. Die Enkelin des Gründers folgt damit auf ihre Mutter, Petra Grotkamp. Zunehmend Frauen in Führungspositionen zu etablieren, ist ihr ein großes Anliegen. Ein weiteres zentrales Thema, für das sie sich energisch einsetzt, ist die Pressefreiheit. Davon zeugte auch die viel beachtete Rede bei der diesjährigen Goldenen Kamera, die seit mehreren Jahren von der Funke Mediengruppe verliehen wird. „Jeder Journalist, der zu Unrecht in Haft ist, weil er seiner Arbeit nachgeht, ist für uns nicht tolerierbar“, erklärte Julia Becker.

Die Radio- und Podcastserie Paradise Papers von NDR Info, NDR Radiokunst und WDR 3 bietet einen ebenso seltenen wie spannenden Einblick in den investigativen Journalismus: Die beiden Radioreporter Benedikt Strunz und Philipp Eckstein nehmen ihr Publikum mit in die Höhen und Tiefen eines beispiellosen Rechercheprojekts, bei dem NDR, WDR und SZ gemeinsam mit Journalistinnen und Journalisten auf der ganzen Welt die Steuervermeidungs-Strategien von Konzernen und Superreichen aufdecken.

Ein weiterer Showact wird von der Gruppe Glasperlenspiel eingelegt. Mit den beiden Songs „Geiles Leben“ und „Schloss“ sorgen sie für weitere gute Stimmung im prall gefüllten Saal des Schuppen 52 im Hafen Hamburg.

Beste Morgensendung

Ausgezeichnet werden können alle moderierten Sendestrecken in der „Primetime“ des Radios, sofern sie in herausragender Weise beispielhaft sind für eine Kernkompetenz des Mediums: auf kreative und kompetente Art die Hörer zu wecken, zu unterhalten und mit allen wichtigen Informationen für den Tag zu versorgen. Mit der richtigen Mischung aus harten Fakten, guter Laune, Unterhaltung und Comedy, wobei sie das Verhältnis zwischen Distanz und Nähe zum Hörer stets austarieren und damit Glaubwürdigkeit vermitteln.

Laudator Matze Knop beginnt seinen Part mit ein wenig Slapstick, den das Publikum nicht unbedingt aus den Sitzen reißt. Als Gewinner präsentiert er dann „Unser Team für Berlin„. Schon im Alter von fünf Jahren äußert Matze Knop den Berufswunsch, „ich werde Rudi Carrell. Die ersten Schritte in diese Richtung sind eine Ausbildung zum Hörfunkredakteur bei Radio Bielefeld und ein Journalistikstudium an der Universität Dortmund. Der große nationale Durchbruch gelingt Knop 1997 mit der Comedy-Figur „Supa Richie“. Seither liefert Matze Knop reihenweise Parodien – von Sport-Stars wie Franz Beckenbauer, Lothar Matthäus, Cristiano Ronaldo, Jürgen Klopp oder Jogi Löw und Show-Größen wie Dieter Bohlen, Dieter Thomas Heck oder Thomas Gottschalk.

Wer mit Simone Panteleit und Ron PerdussUnser Team für Berlin“ aufsteht, der bekommt: Berlin wie es ist, wie es tickt, was es liebt und lieber lässt – und das jeden Morgen direkt, ehrlich und echt. Hier ist die Stadt der Star der Show. Simone, Ron und ihr Team kennen und lieben Berlin mit all seinen Facetten, den Menschen, Meinungen und Marotten. Wer morgens Berliner Rundfunk 91.4 hört, kann mitreden und mitmachen, ist immer auf dem neuesten Stand und einfach besser informiert.

Auflockerung der manchmal doch etwas starr wirkenden Präsentationen der Gewinner und deren artiges „Dankeschön Sagen“ erfolgt nun durch die deutsche Popband Revolverheld feat. Antje Schomaker mit „Liebe auf Distanz

Bester Newcomer

Ausgezeichnet werden können jüngere Radio-Talente in den ersten fünf Jahren ihrer beruflichen Tätigkeit, die sich als Moderator(inn)en, Reporter(innen) oder „on air“ hörbare Autor(inn)en, allein oder im Team, durch besondere Qualitäten wie Kreativität, Spontaneität, Hörernähe, Emotionalität, Witz bzw. besonders guten Einsatz von Stimme und Sprache auszeichnen und somit als Hoffnungsträger ihrer Sender gelten.

Johannes Strate, Sänger und Frontmann der Band Revolverheld, zieht als Laudator den Gewinner. Es ist Helena Daehler, die als Reporterin nicht nur live und aktuell aus Berlin (Berliner Rundfunk 91.4) berichtet, sie verbringt auch die kälteste Nacht des Jahres draußen zusammen mit den Obdachlosen der Hauptstadt, begleitet den Berliner Senat zu Gesprächen mit der EU-Kommission in Brüssel und lässt das Publikum an der königlichen Hochzeit in Windsor teilhaben. Mit ihrer empathischen Art schafft sie es immer wieder, ihren Interviewpartnerinnen und -partnern die überraschendsten Antworten zu entlocken, auch wenn es um schwierige Themen geht.

Bestes Interview

Ausgezeichnet werden können sämtliche Gesprächsformen im Radio. Die Formen können kurz oder lang sein, vom Entertainment-Talk bis zum hintergründigen Interview reichen, die Themen können alles umfassen – von Pop bis Politik. Der Hörer erfährt nicht nur thematisch Neues, sondern erhält auch Einblicke in das Handeln und Denken des Gesprächspartners.

Laudatorin Esther Schweins spricht über die Unverzichtbarkeit des Radios und präsentiert den Sieger Bremen Zwei mit der Sendung „Zwei nach Eins“. Mehr als zehn Jahre lang hat Dominik Bloh auf Parkbänken und unter Brücken geschlafen; und versucht, trotz Hunger und Einsamkeit ein Mindestmaß an Normalität aufrechtzuerhalten. Im Gespräch mit der Bremen-Zwei-Moderatorin Kristin Hunfeld spricht das ehemalige Hamburger Straßenkind über die ständige Angst vor Nässe, Kälte und Gewalt. Ein Gespräch, das betroffen macht, weil Erfahrungen und Gefühle ohne Wertung bleiben und eben deshalb persönlich nachhallen.

Deutscher Radiopreis 2018 © Philipp Szyza

Deutscher Radiopreis 2018 © Philipp Szyza

Zum musikalischen Höhepunkt des Abends tritt noch einmal Lenny Kravitz mit den beiden Songs „Johnny Cash“ und „Fly away“ auf. Das geladene Publikum und die zahlreichen Vertreter aus Kultur und Presse zeigt sich begeistert und hat nach der gut zweistündigen Show noch viel Gelegenheit bei Musik und kulinarischen Genüssen bis tief in die Nacht zu feiern.

—| IOCO Aktuell Deutscher Radiopreis NDR Hamburg |—

Berlin, Deutsche Oper Berlin, DOB Spielzeit 2018/19 – Eröffnungsfest, IOCO Aktuell, 01.09.2018

deutscheoperberlin

Deutsche Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

1.9.2018:  Spielzeiteröffnung der Deutschen Oper Berlin

„Die Pfosten sind, die Bretter aufgeschlagen,
Und jedermann erwartet sich ein Fest“

Von Kerstin Schweiger

Ein Haus und 666 Gastgeber: Die Deutsche Oper Berlin und das Staatsballett Berlin luden zur Spielzeiteröffnung in die Deutsche Oper Berlin ein und feierten an einem hellen Nachmittag bis in die Nacht hinein ein Fest mit tausenden Besuchern. Doch eigentlich kam das Opernhaus seinem Publikum – und gerade auch denen entgegen -, die aus verschiedenen Gründen noch keinen Zugang zu diesem Haus nicht gefunden haben, um den Beginn der Spielzeit 2018/2019 gemeinsam zu feiern.

„Besonders aber laßt genug geschehn!
Man kommt zu schaun, man will am liebsten sehn.
(…) Ein jeder sucht sich endlich selbst was aus.
Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen;
Und jeder geht zufrieden aus dem Haus“

Das Kraftwerk Oper brummte und klang. Auf dem Vorplatz, im Restaurant, in den Foyers, auf den Probebühnen, in Probensälen, Musikzimmern und in der Tischlerei, der kleinen Spielstätte der Oper, zeigten die gut gelaunten, engagierten Spielmacher, was Oper kann, und vor allem, wie viel Spaß Oper machen kann: Vom „Bügeln wie die Profis“ der Ankleideabteilung bis zu individuellen, aus Wunschstoffen genähten Tütüs für kleine Prinzessinnen war das Foyer ein Mitmach-Parcours für kleine und erwachsene Kinder. Das Orchester der Deutschen Oper erwies sich als wahrhaft musikalisches Chamäleon: Salonorchester, Tango- oder Big Band. Stipendiaten des Förderkreises gaben erste gesangliche Kostproben.

Deutsche Oper Berlin / Fest zur Eröffnung der Spielzeit 2018/19 © Kerstin Schweiger

Deutsche Oper Berlin / Fest zur Eröffnung der Spielzeit 2018/19 © Kerstin Schweiger

Einblicke in musikalische und szenische Ausschnitte aus den Produktionen der aktuellen Spielzeit fanden sich überall, auf kleinsten Podesten wie auf der Hauptbühne. Besonders schön und begehrt: die vielen Angebote für Kinder. Schminken, Mittanzen und jede Menge gelber Luftballons, die beim Zerplatzen zahlreiche musikalische Akzente setzten. Das Musikinstrumentenmuseum im Foyer des ersten Ranges bebte von wunderbar hingepupsten Trompeten- und Posaunenklängen kleiner Musiker.

„Ihr wißt, auf unsern deutschen Bühnen
Probiert ein jeder, was er mag;
Drum schonet mir an diesem Tag
Prospekte nicht und nicht Maschinen“

In einer Technikshow präsentierte sich die neue Bühnenmaschinerie, nach der Wasserhavarie, die Anfang des Jahres die Technik fast außer Betrieb setzte und monatelange, großartige ersonnene, Notfallmaschinerie und –Beleuchtung erforderte, ein glücklicher Moment. Was kein Zuscahuerauge sonst zu sehen bekommt, entdeckten Besucher bei den sehr begehrten Rundgängen hinter der Bühne. Kabel und Scheinwerfer, Inspizientenpult und hohe Kulissenmagazine waren als überraschende, verborgene Orte zu erkunden.

Durch die Foyers flanierten Ritter in schimmernden Rüstungen, das Publikum genoss selbst Verkleidungen und wählte dafür unter rund 300 Kostümen und Kostümteilen von Biedermeier bis Mittelalter, von der Königskrone bis zum Zylinder. 200 Bärte und 60 Perücken hat die Maske hervor- und interessierten Besuchern angezaubert.

Deutsche Oper Berlin / Fest zur Eröffnung der Spielzeit 2018/19 _ Ein Hinweisschild © Kerstin Schweiger

Deutsche Oper Berlin / Fest zur Eröffnung der Spielzeit 2018/19 – Ein Hinweisschild © Kerstin Schweiger

Selbst die neuen T-Shirts der Deutschen Oper, gestaltet von dem Zeichner und Illustrator Christoph Niemann, dessen Bilder und Zeichnungen die Spielzeit im Foyer porträtieren, tragen die Oper nach draußen. Sie enthalten Stilelemente der markanten Fassade des Hauses und machen so alle T-Shirt-Träger zum Botschafter des Opernhauses.

Ergänzend strahlte die graue Außenmauer des Parkhauses der Deutschen Oper als Pop Up-Paste Streetart-Galerie. In Zusammenarbeit mit dem Kunstprojekt „Wandelism“ rufen hier phantasievolle Paste-Collagen – mit Leim aufgeklebte Plakate – noch bis Ende Oktober ein interessiertes, smart fotografierendes, Publikum in die Oper als Ort, an dem noch mehr Überraschungen lauern.

„Sie sitzen schon mit hohen Augenbraunen
Gelassen da und möchten gern erstaunen“

Dietmar Schwarz © IOCO

Dietmar Schwarz © IOCO

Die stärkste Chorbesetzung an diesem Ort ließ den vollbesetzten Zuschauerraum zum Extrachor werden. Die smarteste Geste machte Intendant Dietmar Schwarz selbst: zusammen mit Ensemblemitglied Alexandra Hutton las er pointiert und augenzwinkernd aus „fiesen Kritiken“ zu den Produktionen der vergangenen Spielzeit und versenkte den „Inszenierungsmüll“ anschließend galant in der Abfalltonne.

Der Theaterdirektor und seine 665 Mitstreiter können also gespannt der kommenden Spielzeit entgegen sehen.

 


„Wenn sich der Strom nach unsrer Bude drängt,
Und mit gewaltig wiederholten Wehen
Sich durch die enge Gnadenpforte zwängt;
Bei hellem Tage, schon vor vieren,
Mit Stößen sich bis an die Kasse ficht
Und, wie in Hungersnot um Brot an Bäckertüren,
Um ein Billet sich fast die Hälse bricht“

 

https://deutscheoperberlin.de/de_DE/calendar/premiere

Paste-Up Festival bis 31. Oktober 2018

—| IOCO Aktuell Deutsche Oper Berlin |—

Rudolstadt, Theater Rudolstadt, 225 Jahre Theater Rudolstadt, September 2018

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Theater Rudolstadt

225 Jahre  Theater Rudolstadt

Buntes Theaterfest, Filmkomödie „Schtonk!“, Starpianist und mehr

1793, vor 225 Jahren, öffneten sich während des Vogelschießens erstmals die Türen der Komödie am Anger in Rudolstadt. Kein Geringerer als Johann Wolfgang von Goethe ließ während der ersten Spielzeiten seine Truppe aus Weimar in der Saalestadt gastieren und versorgte das Publikum mit dem Neuesten und Aufregendsten, was das Theater seinerzeit zu bieten hatte. Mit Beginn dieser Saison gilt es, diese 225-jährige Geschichte des Theaters Rudolstadt zu feiern!

Theater Rudolstadt / Theater fest © Friederike Lüdde

Theater Rudolstadt / Theater fest © Friederike Lüdde

Am 9. September lädt das Theater ab 15 Uhr zu einem großen Eröffnungsfest unter freiem Himmel in den Park auf dem Platz der OdF ein. „Geschichte wird gemacht – es geht voran“ lautet der Slogan für einen bunten Nachmittag mit Programm auf mehreren Bühnen, bei dem es auch ein Wiedersehen mit bekannten Persönlichkeiten aus 225 Jahren Rudolstädter Theatergeschichte geben wird. Platzkonzerte der Thüringer Symphoniker, lustige Showeinlagen der Schauspieler, eine Versteigerung, Kinderschminken und mehr versprechen Spiel, Spaß und Unterhaltung für Groß und Klein. Auch für Speis und Trank ist gesorgt. „Rampenfieber III“ heißt es dann am Abend um 19.30 Uhr im Stadthaus. In einer einmaligen, improvisierten wie überraschenden Show offenbaren die Theatermitarbeiter ihre versteckten Talente oder geheimen Leidenschaften, welche sonst auf keiner Bühne Platz haben.

Theater Rudolstadt / Schtonk mit Seidensticker und Ostberg © Lisa Stern

Theater Rudolstadt / Schtonk mit Seidensticker und Ostberg © Lisa Stern

Schtonk!, die gefeierte deutsche Filmkomödie von Helmut Dietl und Ulrich Limmer, eröffnet am 22. September im Theater im Stadthaus den Premierenreigen. 1992 kam die Satire über den Skandal um die vermeintlichen Hitler-Tagebücher in der Hamburger Illustrierten Stern mit Stars wie Uwe Ochsenknecht und Götz George in die Kinos und wurde für den Oscar nominiert. Das Theater Rudolstadt bringt die Komödie als eines der ersten Häuser auf die große Bühne. Regie führt Reiner Heise (bekannt von „Es war nicht die Fünfte, es war die Neunte“). In den Hauptrollen spielen Markus Seidensticker und Marcus Ostberg.

Theater Rudolstadt / 1. Sinfonie KonzertLukas Vondracek © Irene Kim

Theater Rudolstadt / 1. Sinfonie Konzert Lukas Vondracek © Irene Kim

Eine Woche später gibt es beim 1. Sinfoniekonzert der Thüringer Symphoniker am 28. und 29. September im Meininger Hof Saalfeld die Virtuosität und Ausdruckskraft des Weltklassepianisten Lukás Vondrácek zu bestaunen. Der gebürtige Tscheche, der 2003 als 16-Jähriger bereits in der Carnegie Hall in New York zu hören war, gewann 2016 den Königin-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel, einer der Höhepunkte seiner glanzvollen Karriere. Im Meininger Hof Saalfeld interpretiert er das 3. Klavierkonzert d-Moll von Rachmaninow, das sogenannte „Elefantenkonzert“, mit welchem er in Brüssel Jury und Publikum gleichermaßen euphorisierte.

Neben diesen Höhepunkten stehen im September bereits weitere Aufführungen an. Ob Kinderliederkonzerte für die Kleinsten, „3käsehoch“, ein „Klassik Open Air“ in Bad Blankenburg, die beliebte Rateshow „MMM-Was bin ich?“ oder die erste Schminkkasten-Premiere „Der dressierte Mann“ – der erste Theatermonat gibt den Auftakt für eine vielfältige Jubiläumssaison mit nicht weniger als insgesamt 22 Premieren, 8 Sinfoniekonzerten und unzähligen weiteren Veranstaltungen.

Der Eintritt für das Theaterfest ist frei. Für alle anderen Veranstaltungen sind Karten an den üblichen Vorverkaufsstellen und telefonisch unter 03672/422766 erhältlich.

—| Pressemeldung Theater Rudolstadt |—

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