Altenburg, Theater und Philharmonie Thüringen, Liberace – Glitzer, Schampus – Chopin, 19.05.2019

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Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / Liberace – Glitzer, Schampus und Chopin - Ballett von Silvana Schröder, im Bild: Jon Beitia Fernandez als junger Liberace, Thüringer Staatsballett © Ronny Ristok

Theater und Philharmonie Thüringen / Liberace – Glitzer, Schampus und Chopin – Ballett von Silvana Schröder, im Bild: Jon Beitia Fernandez als junger Liberace, Thüringer Staatsballett © Ronny Ristok

 Liberace – Glitzer, Schampus und Chopin

Ballettdirektorin Silvana Schröder hat einen schillernden Ballettabend kreiert, der nun auch in Altenburg zu sehen ist. Premiere hat Liberace – Glitzer, Schampus und Chopin am Sonntag, 19. Mai 2019 18 Uhr im Großen Haus des Altenburger Theaters.

Das Stück beschäftigt sich mit dem glamourösen, überraschenden und tragischen Leben des amerikanischen Ausnahmepianisten Wcadziu Valentino Liberace (1919-1987).

Theater und Philharmonie Thüringen / Liberace – Glitzer, Schampus und Chopin - © Ronny Ristok

Theater und Philharmonie Thüringen / Liberace – Glitzer, Schampus und Chopin – © Ronny Ristok

Zwar begann Liberace seine Laufbahn als klassischer Konzertpianist, doch schon bald war ihm die Welt der klassischen Musik nicht mehr genug. Er begeisterte sich in gleichem Maße für Jazz und Pop, für die Musicals am Broadway und für das verlockende Glitzern des Show-Business. So ernannte sich Liberace selbst zum „Mr. Showmanship“, eroberte mit seinen Klavier-Shows in kürzester Zeit das Fernsehen, und wurde in Las Vegas mit einer Gage von $100.000 pro Woche zum bestbezahlten Pianisten des 20. Jahrhunderts. Liberaces ausschweifendes Leben, seine extravaganten Kostüme und Auftritte – ob in einem weißen Chinchillapelz mit langer Schleppe, in diamantenbesetzen Anzügen, in einem verspiegelten Rolls-Royce oder mit pink gefärbten Federn aus einem übergroßen Fabergé-Ei – und nicht zuletzt die Gerüchte um seine Sexualität hielten die Presse in den USA, Großbritannien und Australien über Jahrzehnte in Atem.

Theater und Philharmonie Thüringen / Liberace – Glitzer, Schampus und Chopin - © Ronny Ristok

Theater und Philharmonie Thüringen / Liberace – Glitzer, Schampus und Chopin – © Ronny Ristok

In ihrem Ballett spürt Silvana Schröder der faszinierenden Persönlichkeit Liberaces nach und stellt dabei die Liebesbeziehung zu seinem Weggefährten Scott Thorson in den Mittelpunkt. Die Hauptrolle des Abends übernehmen drei Künstler gemeinsam: Schauspielkapellmeister Olav Kröger gibt den Pianisten Liberace live am Flügel, der ehemalige Ballettdirektor Peter Werner-Ranke spielt den alten Liberace und der Tänzer Jon Beitia Fernandez übernimmt die Rolle des jungen Liberace. Filip Kvacák tanzt die Rolle des langjährigen Liebhabers Scott Thorson.

Die Ausstattung gestaltete Kostüm- und Bühnenbildnerin Verena Hemmerlein, die bereits mit ihrer Ausstattung für das Ballett Dracula begeisterte. Mit einer Musikauswahl von Klassik, Jazz, Pop und Broadway-Hits lädt das Thüringer Staatsballett mit zu einem vielseitigen, unterhaltsamen und nachdenklichen Ballettabend ein.

Premiere LIBERACE am 19.5.2019; weitere Vorstellungen im Theater Altenburg: Fr. 24. Mai 19.30 Uhr, So. 2. Juni 2019 18.00 Uhr, Do. 6. Juni 14.30 Uhr

 

—| Pressemeldung Theater und Philharmonie Thüringen |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Die Spielzeit 2019/20

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Die Spielzeit 2019/20 an der Deutschen Oper am Rhein

30 Opern und sieben Ballettprogramme auf den großen Bühnen in Düsseldorf und Duisburg

Mit dem 4. Haniel Klassik Open Air vor dem Theater Duisburg startet die Deutsche Oper am Rhein am 6. Septem­ber in die Spielzeit 2019/20. Für die rund 300 Vorstellungen im Opernhaus Düsseldorf und im Theater Duisburg sind ab sofort Tickets erhältlich. Im Fokus stehen zehn Opernpremieren – darunter sechs Neuproduktio­nen – und 19 weitere Stücke aus dem großen Opernrepertoire. Das Ballett am Rhein präsentiert sechs Ballettprogramme mit insgesamt 17 Choreographien. Festliche Galas und Konzerte, Liedermatineen, Kammermusik und nicht zuletzt das vielfältige Angebot der Jungen Oper am Rhein ergänzen das Programm der kommenden Saison.


Oper in Düsseldorf und Duisburg

„Samson et Dalila“, Camille Saint-Saëns‘ französische Oper über den Freiheitskampf der in Sklaverei gefallenen Hebräer und ihren verführbaren Helden Samson kommt am 18. Oktober im Opernhaus Düsseldorf auf die Bühne – und das zum ersten Mal seit Gründung der Deutschen Oper am Rhein im Jahr 1956. Joan Anton Rechi, der hier zuletzt sehr erfolgreich „Madama Butterfly“ inszenierte, setzt die erste Neuproduktion der Spielzeit in Szene. Generalmusikdirektor Axel Kober hat die musikalische Leitung und übergibt den Stab im November an Marie Jacquot, die neue Erste Kapellmeisterin der Deutschen Oper am Rhein. Die Titelpartien gestalten Ramona Zaharia (Dalila) und Michael Weinius (Samson).

Vor dem historischen Hintergrund des englischen Bürgerkriegs entspinnen sich die dramatischen Liebes­ver­wicklungen in Vinzenzo Bellinis Oper „I puritani“, die am 18. Dezember im Opernhaus Düsseldorf Premiere feiert. In seiner zweiten Regiearbeit für die Deutsche Oper am Rhein widmet sich Rolando Villazón nach Doni­zettis „Don Pasquale“ erneut einem Klassiker des Belcanto. Antonino Fogliani hat die musikalische Leitung. Adela Zaharia, die in dieser Spielzeit als Maria Stuarda und Violetta Valéry gefeiert wurde, debütiert als Elvira in einer weiteren wichtigen Partie des Belcanto-Fachs. Ioan Hotea gastiert als Lord Arturo Talbot in Düsseldorf.

Als beste Nachwuchskünstlerin 2015 mit dem International Opera Award ausgezeichnet, ist Lotte de Beer heute europa­weit als Regisseurin gefragt. Mit Georg-Friedrich Händels Zauberoper „Alcina“ präsentiert die Niederländerin am 14. Februar im Opernhaus Düsseldorf ihre erste Inszenierung für die Deutsche Oper am Rhein. Den zeittypischen Orchesterklang entwickeln die Barockspezialisten der Neuen Düsseldorfer Hofmusik unter Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober. Rollendebüts geben Jacquelyn Wagner als Alcina, Maria Kataeva als Ruggiero und Elena Sancho Pereg als Morgana. Wallis Giunta gastiert als Bradamante.

Als vierte Neuproduktion im Opernhaus Düsseldorf und Koproduktion mit der Opera Vlaanderen hat Giuseppe Verdis „Macbeth“ am 29. Mai Premiere. Der Regisseur Michael Thalheimer entwickelt seine Inszenierung aus den innersten Triebkräften der Figuren und knüpft mit Boris Statsenko (Macbeth) und Liana Aleksanyan (Lady Macbeth) an seine ein­dring­liche Interpretation von Verdis „Otello“ an. Unter musikalischer Leitung von Axel Kober wird „Macbeth“ 2020 auch live gestreamt auf www.operavision.eu.

Als Glanzstück der Wiener Operette feiert „Die Fledermaus“ von Johann Strauß am 25. Januar im Opernhaus Premiere. Nach dem Premierenerfolg in Duisburg setzt Axel Köhler das quirlige Ensemblestück nun in Düsseldorf in Szene: Norbert Ernst ist Gabriel von Eisenstein, Anke Krabbe seine Frau Rosalinde, Thorsten Grümbel spielt den Gefängnisdirektor, die Düsseldorfer Schauspiel-Legende Wolfgang Reinbacher den Frosch. Benjamin Reiners dirigiert die Düsseldorfer Symphoniker.

Im Theater Duisburg wird die Spielzeit 2019/20 am 28. September mit der Premiere von Peter Iljitsch Tschaikowskys „Pique Dame“ eröffnet. In der Inszenierung der amerikanischen Regisseurin Lydia Steier feiert das opulente Außenseiterdrama zunächst am 25. Mai 2019 in Düsseldorf Premiere und kommt vier Monate später in der neuen Sängerbesetzung mit Sergej Khomov als Hermann, Sarah Ferede als Lisa und Renée Morloc als Gräfin in Duisburg auf die Bühne. Aziz Shokhakimov hat die musikalische Leitung.

Das Künstlertum ist Thema in Giacomo Puccinis Oper „La Bohème“, die am 8. Novem­ber in der Neuinsze­nie­rung von Philipp Westerbarkei in Duisburg herauskommt. Antonino Fogliani übernimmt die musikalische Leitung der ersten Neupro­duk­tion im Theater Duisburg, an der Liana Aleksanyan als Mimí, Ovidiu Purcel als Rodolfo und Bogdan Baciu als Marcello mitwirken.

Neben seiner Tätigkeit als Spielleiter bekam Philipp Westerbarkei in der Spielzeit 2018/19 Gelegenheit zu seiner ersten großen Inszenierung am eigenen Haus: Charles Gounods Shakespeare-Adaption „Roméo et Juliette“ läuft aktuell in Düsseldorf und feiert am 1. Februar mit neuer Sängerbesetzung Premiere in Duisburg. Gustavo di Gennaro (Roméo) und Sylvia Hamvasi (Juliette) gestalten die beiden Hauptpartien, Marie Jacquot dirigiert die Duisburger Philharmoniker.

Nachwuchsförderung ist ein wichtiges Thema an der Deutschen Oper am Rhein. Auf der Plattform Regie „Young Directors“ stellen sich am 19. April im Theater Duisburg zwei Spielleiterinnen mit eigenen Produktionen vor: Esther Mertel führt mit Georg Friedrich Händels Oratorium „Der Triumph der Zeit und der Desillusion“ in die Welt des römischen Barock, während Ilaria Lanzino ein Werk des 20. Jahrhunderts inszeniert: Viktor Ullmann schrieb seine Oper „Der Kaiser von Atlantis“ 1944 im Konzentrationslager Theresienstadt als Allegorie auf die politischen Verhältnisse. Die musikalische Leitung der beiden Einakter übernehmen mit Jason Tran und Jesse Wong zwei junge Dirigenten aus dem Ensemble.

In 19 weiteren Opern aus dem großen Repertoire sind die profilierten Sängerinnen und Sänger aus dem eigenen Ensemble und Gastsolisten aus aller Welt zu erleben. So kehren nach langer Zeit „Salome“ von Richard Strauss (6. März) und Gaetano Donizettis  „La Fille du Régiment“ (27. März) auf die Düsseldorfer Bühne zurück – mit Rollendebüts von Agneta Eichenholz  als Salome und Elena Sancho Pereg als charmante Soldatenbraut. Der neu inszenierte „Ring des Nibelungen“ kommt als Zyklus sowohl im Theater Duisburg (12. –17. November) als auch im Opernhaus Düsseldorf (7. – 13. April) zur Aufführung.


Junge Oper am Rhein

Gruselig, lustig und fesselnd liest sich Cornelia Funkes Internatsgeschichte „Geisterritter“, die in der Vertonung von James Reynolds auch das Opernpublikum begeistert. Inszeniert von Eric Petersen und uraufge­führt am Theater Bonn, feiert die neueste Familienoper im Rahmen der Kooperation „Junge Opern Rhein-Ruhr“ am 20. September, zum Start in die neue Saison, in Düsseldorf Premiere. Patrick Francis Chestnut hat die musikalische Leitung. Nach erfolgreichen Aufführungen an der Deutschen Oper am Rhein, in Dortmund und Bonn kehrt „Ronja Räubertochter“, Jörn Arneckes Familienoper nach dem Kinderbuchklassiker von Astrid Lindgren, ins Theater Duisburg zurück. Aus guter Tradition kommt Engelbert Humperdincks Familien­klassiker „Hänsel und Gretel“ auf die Bühnen beider Städte. Seine Inszenierung – die älteste im Repertoire der Deutschen Oper am Rhein – wird in dieser Spielzeit 50 Jahre alt!

Ganz nah am Bühnengeschehen sind Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter bei der mobilen Produktion „Nils Karlsson Däumling“, dem Musiktheater „Gold!“ und der „Zauberflöte für Kinder“. Mitmach-Angebote wie der Kinderchor am Rhein und das Mitsing-Projekt „Musik verbindet“, künstlerisch-praktische Projekte wie „Opernmacher 2.0“ und „Musiktheater im Labor“ sowie die intensive Vermitt­lungs­arbeit der Jungen Oper am Rhein ermöglichen jungen Menschen zwischen 4 und 28 Jahren vielfältige Zugänge zu Oper und Ballett.


Ballett am Rhein

Die letzte Spielzeit unter der künstlerischen Direktion von Martin Schläpfer ist in vielerlei Hinsicht dem Schaffen des Schweizer Künstlers gewidmet. Sie bietet zahlreiche Gelegenheiten, das Ballett am Rhein noch einmal in ausge­wählten Schläpfer-Choreographien zu erleben: Mit „Schwanensee“, „Reformations­sym­phonie“, „Ramifications“, „Streichquartett“, „Ulenspiegeltänze“ und „7“ stehen allein sechs Reprisen seiner Stücke auf dem Spielplan. Den Auftakt macht ab 3. Oktober im Opernhaus Düsseldorf und ab 6. Dezember im Theater Duisburg Martin Schläpfers jüngstes Erfolgsstück „Schwanensee“.

Aber auch eine Uraufführung präsentiert Martin Schläpfer. Im Programm b.41, das ab 23. November im Düsseldorfer Opernhaus zu erleben ist, formuliert er in „Cellokonzert“ tänzerische Antworten auf Dmitiri Schostakowitschs Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2 g-Moll op.126. Den Auftakt des vierteiligen Programms macht Ji?í Kyliáns „Forgotten Land“, ein Stück über Untergang und Verlust von Heimat, das der tschechische Künstler 1981 im Auftrag von Marcia Haydée für das Stuttgarter Ballett geschaffen hat. Mit Martha Grahams Solo „Lamentation“ und „Steps in the Street“ zeigt das Ballett am Rhein erstmals zwei Werke der Grande Dame des American Modern Dance, die mit ihrer Tanztechnik seit den späten 1920er Jahren die Ästhetik des Bühnen­tanzes revolutionierte. Die musikalische Leitung des Programms b.41 haben GMD Axel Kober sowie Wen-Pin Chien.

Eine weitere Uraufführung kreiert Ballettdirektor Remus ?uchean?: „Symphonic Poem“ zur Komposition „Metacosmos“ von Anna Thorvaldsdottir heißt sein neues Ballett, in dem er sich von den Musik gewordenen Kraftfeldern der Isländerin inspirieren lässt. ?uchean?s Uraufführung steht im Zentrum des Programms b.42, das mit „Square Dance“ außerdem eine selten zu sehende, tänzerisch höchst anspruchsvolle Balanchine-Einstudierung präsentiert. Erstmals seit 2012 wieder mit dem Ballett am Rhein zu erleben ist Martin Schläpfers „Reformationssymphonie“ zur gleichnamigen Komposition von Felix Mendelssohn Bartholdy. Die gefeierte Choreographie bildet den Schlusspunkt des Programms b.42, das ab 10. Januar unter der musikalischen Leitung von Martin Braun im Theater Duisburg auf die Bühne kommt.

Der kanadische Choreograph Robert Binet, der mit seiner Uraufführung „New World“ im November letzten Jahres das Publikum für sich eingenommen hat, zeigt im Programm b.43 mit „Dark with Excessive Bright“ ein neues Stück zu drei Kompositionen der Grammy Award-nominierten Amerikanerin Missy Mazzoli. Mit „Notations I–IV“ und „Siebte Sinfonie“ nimmt das Ballett am Rhein zum ersten Mal seit 2002 Choreographien von Uwe Scholz ins Repertoire auf. Einen filigranen Gegenpart zu Scholz‘ Solo „Notations I–IV“ bildet das 2005 für die Ballerina Marlúcia do Amaral kreierte Solo „Ramifications“ von Martin Schläpfer. Es komplettiert das Programm b.43, das ab 13. März in Düsseldorf unter der musikalischen Leitung von Finnegan Downie Dear und ab 4. April in Duisburg unter dem Dirigat von Stefan Klingele zu sehen ist.

Mit dem 1992 für das New York City Ballet kreierten „Herman Schmerman“ präsentiert das Ballett am Rhein erneut ein Stück von William Forsythe. In Kostümen des Designers Gianni Versace nehmen die Tänzerinnen und Tänzer das Publikum mit auf ein Tanzabenteuer, über das Forsythe scherzte, es habe genauso wenig zu bedeuten wie sein Titel, sondern sei einfach ein Stück über das Tanzen, das sehr viel Spaß macht. Nicht fehlen darf ein Stück von Hans van Manen – mit „Short Cut“ zeigt das Ballett am Rhein eine Choreographie des Meisters, die er 1999 für das Nederlands Dans Theater in Den Haag geschaffen hat. Für sein „Streichquartett“ zur Musik von Witold Lutos?awski erhielt Martin Schläpfer 2007 den als Oskar der Tanzwelt begehrten Prix Benois de la Danse. Als Finale des Programms b.44 ist dieses zentrale Werk ab 9. Mai erneut mit dem Ballett am Rhein zu erleben.

Zum Ende der Spielzeit 2019/20 heißt es Abschied nehmen von Martin Schläpfer. b.ye heißt deshalb das letzte Programm der Ära Schläpfer. Es schließt sich der 44-teiligen b-Reihe an, die bis dahin unter seiner künstlerischen Direktion für Düsseldorf und Duisburg entstanden ist. Mit einer Ballett-Gala, bei der neben Werken von Weggefährten auch Schläpfers „Ulenspiegeltänze“ zu erleben sind, einer exklusiven Reprise seines Gustav Mahler Balletts „7“ sowie einer letzten Vorstellung von „Schwanensee“ feiert das Ballett am Rhein vom 24.  bis zum 28. Juni 2020 Martin Schläpfer und dessen Kunst, bevor er sich als Direktor dem Wiener Staats­ballett und der Wiener Ballettakademie widmet.


Ballettgastspiele 2019/20: Japan, Österreich und NRW

Auch an anderen Spielstätten präsentiert das Ballett am Rhein wieder Ausschnitte aus seinem vielschichtigen Repertoire: Die weiteste Reise macht in der kommenden Spielzeit Martin Schläpfers „Schwanensee“, den die Compagnie im September 2019 sowohl in Tokyo als auch in Osaka auf die Bühne bringt. Unter der musikali­schen Leitung von Motonori Kobayashi werden die Tänzerinnen und Tänzer vom Theater Orchestra Tokyo sowie vom Osaka Symphony Orchestra begleitet. Eine weitere Bühne für Martin Schläpfers „Schwanensee“ ist im März 2020 die des Festspielhauses St. Pölten, wo das Tonkünstler Orchester Niederösterreich unter der Leitung von Axel Kober den musikalischen Part übernimmt. Beim Festival „Highlights des Internationalen Tanzes Oper Bonn“ schließlich zeigt das Ballett am Rhein im Mai 2020 „Streichquartett“ und „Ulenspiegeltänze“ von Martin Schläpfer sowie „Herman Schmerman“ von William Forsythe.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Ballettpremiere b.40, 08.06.02019

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Ballettpremiere b.40

am Samstag, 8. Juni 2019, um 19.30 Uhr im Opernhaus Düsseldorf:

Mark Morris PACIFIC / Trisha Brown LOCUS TRIO / Merce Cunningham NIGHT WANDERING / Paul Taylor OFFENBACH OVERTURES

die nächste Premiere des Balletts am Rhein, zu der wir Sie sehr herzlich einladen, wird ein Fest des American Modern Dance: Mark Morris, Trisha Brown, Merce Cunningham und Paul Taylor an einem Abend erleben zu können, ist ein europaweit einzigartiges Projekt.

Deutsche Oper am Rhein / Ballettpremiere b.40 © Gert Weigelt

Deutsche Oper am Rhein / Ballettpremiere b.40 © Gert Weigelt

Für ein Werk wie „Pacific“ mit seinem fließenden, formbewussten Tanzstil wird Mark Morris nicht zu Unrecht als „Mozart des Modern Dance“ gefeiert. Trisha Brown gehörte zu den Leitfiguren der Postmoderne. In ihrem Ballett „Locus Trio“ konstituieren sich Raum und Bewegung auf faszinierende Weise wechselseitig. Eine ergreifende Wanderung zweier Menschen durch eine nordische Landschaft schuf Cunningham mit „Night Wandering“, dessen Neueinstudierung durch das Ballett am Rhein auch Teil des weltweit gefeierten Merce Cunningham Centennial zum 100. Geburtstag des Choreographen ist. Paul Taylor schließlich entlarvt in seinen „Offenbach Overtures“ Ballettkonventionen und so manche menschliche Verhaltensweise und sorgt damit für einen wunderbar witzigen Ausklang.


PACIFIC Mark Morris
Man bezeichnet ihn als „Mozart des Modern Dance“ und die New York Times sprach kürzlich von einem der „bedeutendsten lebenden Choreographen“. Die meisten seiner Werke kreierte Mark Morris für seine in New York ansässige Mark Morris Dance Group, die seit ihrer Gründung 1980 seine unverwechselbare Handschrift trägt. In Europa dagegen macht sich der geniale Tanzschöpfer seit seinem von Gérard Mortier in Auftrag gegebenen Händel-Pasticcio „L’Allegro, il Penseroso ed il Moderato“ eher rar. Umso größer ist die Sensation, dass das Ballett am Rhein nun in seinem dem Modern Dance gewidmeten Programm b.40 erstmals ein Ballett des Amerikaners präsentieren kann. „Pacific“ – entstanden 1995 für das San Francisco Ballet – ist eine luzide Verbindung von Mark Morris’ fließendem und zugleich äußerst formbewussten Tanzstil mit der Musik von Lou Harrison.

MUSIK 3. und 4. Satz aus dem Trio für Violine, Violoncello und Klavier von Lou Harrison

CHOREOGRAPHIE : Mark Morris
KOSTÜME : Martin Pakledinaz
LICHT : James F. Ingalls
EINSTUDIERUNG : Tina Fehlandt
VIOLINE : Franziska Früh
VIOLONCELLO : Doo-Min Kim
KLAVIER : Alina Bercu


LOCUS TRIO Trisha Brown
Trisha Brown gehörte zu den Leitfiguren des amerikanischen Post Modern Dance. Im Denken mit Merce Cunningham verwandt, ging sie doch ihre ganz eigenen Wege mit einem Tanz, der sich von alltäglichen Bewegungen, experimenteller Musik und Kunst inspirieren ließ und immer wieder ein Thema fokussierte: die Schwerkraft. In ihrer 1975 entstandenen Choreographie „Locus Trio“ imaginierte Trisha Brown ein auf dem Boden markiertes Quadrat als dreidimensionale Form. 26 Punkte an den sechs Seiten des Würfels sowie ein 27. in seinem Mittelpunkt werden den Buchstaben des Alphabets zugeordnet und mit einem einfachen biographischen Statement verbunden. Der Raum bleibt nicht nur passive Umgebung für den sich in der Stille entfaltenden Tanz, sondern wird zu einem „Locus“, einem geometrischen Ort, der die Kinesphäre der Tänzer ebenso definiert wie die Architektur der Choreographie. Auf faszinierende Weise konstituieren sich Raum und Bewegung wechselseitig.

Ein Neueinstudierungs-Projekt der Trisha Brown Dance Company mit dem Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg

CHOREOGRAPHIE : Trisha Brown
EINSTUDIERUNG : Diane Madden


NIGHT WANDERING Merce Cunningham
Mit „Night Wandering“ erweitert das Ballett am Rhein sein Repertoire um ein einzigartiges Stück des post-modernen Choreographen Merce Cunningham. Durch die Arbeit mit Zufallsprozessen entwickelte der Amerikaner im Laufe seiner Karriere eine unverwechselbare Handschrift, die auf klaren Linien und abstrakten Bildern beruht. Der Tanz an sich, aber auch unbewusst und zufällig aus Bewegung abgeleitete Geschichten stehen im Mittelpunkt seines Schaffens. Die Uraufführung von „Night Wandering“ fand 1958 im Königlichen Theater von Stockholm statt, getanzt von Cunningham selbst und Carolyn Brown zu Musik des schwedischen Komponisten Bo Nilsson. Auf der Bühne bewegen sich zwei Gestalten in einer dunklen, „verschneiten“ Szenerie. Still und konzentriert, eine geheimnisvolle Sprache sprechend, begeben sie sich in ein Spiel der Begegnung und Verführung … Eine ergreifende Wanderung zweier Menschen durch eine schier unendliche nordische Landschaft.

MUSIK „Bewegungen“, „Quantitäten“ und „Schlagfiguren“ von Bo Nilsson

CHOREOGRAPHIE : Merce Cunningham
KOSTÜME : Robert Rauschenberg
LICHT : Beverly Emmons
EINSTUDIERUNG : Julie Cunningham
REKONSTRUKTION KOSTÜME : Stefanie C. Salm
KLAVIER : Alina Bercu


OFFENBACH OVERTURES Paul Taylor
Bis heute leitet Paul Taylor, der nicht nur den Modern Dance entscheidend geprägt, sondern auch immer wieder Brücken zum klassischen Ballett geschlagen hat, seine 1955 gegründete Company Paul Taylor‘s American Modern Dance. In seinem vielfältigen Œuvre zeigt er sich als genau beobachtender Dramatiker, Komiker, Humanist, Psychologe, Soziologe, Geschichtenerzähler – mal voller Romantik, mal voller Satire, manchmal nicht mehr als ein Feuerwerk an furiosen Bewegungen entfachend, dann wieder die Finger in die offenen Wunden unserer Zeit legend. In „Offenbach Overtures“ nimmt der New Yorker Starchoreograph nicht nur Ballettkonventionen auf den Arm, sondern entlarvt auch so manche menschliche Verhaltensweise. Ein herrlich witziger Ausklang für das American Modern Dance-Programm b.40.

MUSIK Ouvertüre „La Grande Duchesse de Gérolstein“, Ouvertüre „Barbe-Bleue“, „American Eagle Waltz“, Ouvertüre „Die Rheinnixen“ sowie Galopp aus „Flocons de Neige“ von Jacques Offenbach

CHOREOGRAPHIE : Paul Taylor
MUSIKALISCHE LEITUNG : Patrick Francis Chestnut / David Chestnut
BÜHNE & KOSTÜME : Santo Loquasto
LICHT : Jennifer Tipton
EINSTUDIERUNG : Richard Chen See
ORCHESTER : Düsseldorfer Symphoniker

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Wiesbaden, Hessisches Staatstheater, PREMIERE BALLETT – Shortcuts, 22.05.2019

Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

 BALLETT –  Shortcuts

Choreografische Begegnungen – Katarzyna Kozielska, Sita Ostheimer, Wubkje Kuindersma,  Xin Xie

Premiere 22. Mai 2019 19.30 Uhr in der Wartburg, Wiesbaden, weitere Vorstellungs-termine: 23. und 29. Mai 2019 19.30 Uhr

Mit Shortcuts startet das Hessische Staatsballett in der Spielzeit 2018.2019 ein neues Format: Abseits von eingefahrenen Produktionsabläufen begeben sich vier Choreografinnen mit den Tänzerinnen und Tänzern des Hessischen Staatsballetts auf die Suche nach neuen Impulsen. Das Besondere hierbei ist, dass zum ersten Mal in der Geschichte des Hessischen Staatsballetts bei der künstlerischen Führung kein Mann mitmischt.

Mit Katarzyna Kozielska, deren Schaffensmittelpunkt als Tänzerin und Choreografin das Stuttgart Ballett ist, Sita Ostheimer, die nach Stationen bei MS Schrittmacher und Itzik Galili seit 2008 mit der Hofesh Shechter Company arbeitet, der Niederländerin Wubkje Kuindersma, die bereits für das Bundesjugendballett unter der Leitung von John Neumeier tätig war und Xin Xie, ehemalige Tänzerin bei Sidi Larbi Cherkaoui und junge Stimme des zeitgenössischen Tanzes in China, sind vier Choreografinnen eingeladen, in kurzer Zeit Arbeiten für das Hessische Staatsballett zu schaffen.

So unterschiedlich wie die Biografien der Choreografinnen und die künstlerischen Positionen sind, die sie vertreten, so unterschiedlich können, sollen, dürfen auch ihre Arbeiten sein, die für Shortcuts entstehen. Ob kürzer oder länger, poetisch oder explosiv, für wenige oder viele Tänzer – den Choreografien sind keine Grenzen gesetzt, außer die der Zeit, denn sie alle haben kaum mehr als zwei Wochen ….

Choreografie Katarzyna Kozielska, Sita Ostheimer, Wubkje Kuindersma, Xin Xie

Licht Tanja Rühl, Dramaturgie Lisanne Wiegand, das Hessische Staatsballett

—| Pressemeldung Hessisches Staatstheater Wiesbaden |—

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