Lüttich, Opéra Royal de Wallonie-Liège, Tosca – Giacomo Puccini, IOCO Kritik, 23.11.2108

Opéra Royal de Wallonie-Liège © Opéra Royal de Wallonie-Liège.

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Opéra Royal de Wallonie-Liège

Tosca – Giacomo Puccini

– Himmel und Hölle der Gefühle –

Von Ingo Hamacher

Tosender Applaus, Ovationen, rythmisches Klatschen und Standing Ovations krönten einen Abend, bei dem das begeisterte Publikum die Darsteller und das Produktionsteam so oft an die Bühnenrampe zurück forderte, bis dass der Inspizient das Machtwort sprach, und den Vorhang endgültig in den nicht enden wollenden Jubel fallen ließ.

Musikalisch ein Genuss und stimmlich großartig bis in die kleinste Partie stellt diese Tosca einen Höhepunkt der jetzigen Saison dar. TOSCA errang schnell, obwohl sie attraktive Partien für Tenor und Bariton aufweist, als Primadonnenoper Ruhm und Anfeindung.

Tosca  –  Giacomo Puccini
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1913 wurde die Oper noch vernichtend beurteilt: „Die Sensation schlägt durch. Ein ekelhafter Text, blutig nicht bloß im Stoff, auch in der Behandlung“, die Musik sei „Schlächterarbeit im Kleid des Liebenswürdigen, lächelnder Mord“ und die Arien seien versungen und vertan: „geopfert dem Moloch der Kinodramatik“.

Inzwischen gilt TOSCA als eine der bekanntesten Opern der Welt; Puccinis Musikdrama wird vom Publikum als realistisch empfunden, als komplexer Ausdruck einer psychischen Situation der Opernfiguren. Gianluigi Gelmetti, der die Aufführung musikalisch leitet, zeichnet die musikalischen Welten des Stücks, wie die Welt Scarpias mit ihrem tonalitätsfernen Blechbläserklang; die schmerzliche Chromatik der gequälten Revolution; wie auch die naive Sphäre des naiven Messners, feinfühlig und differenziert nach.

Gianluigi Gelmetti, 72, ist ein italienischer Dirigent und Komponist. Lange Jahre hatte Gelmetti die Position als Chefdirigent des SWR Radio-Sinfonieorchester Stuttgart (1989–1995) inne. Im Jahre 2001 wurde er zum Chefdirigenten des Teatro dell’Opera in Rom ernannt.

Wie häufig in Puccinis Werk sind in TOSCA sinnliche Liebe und Todesnähe oft unentrinnbar miteinander verknüpft. Das Werk ist dramatisch stringent und steht dem Verismo nahe. Die Handlung der TOSCA lässt sich auf den Tag genau festlegen: den Nachmittag und Abend des 17. Juni 1800 mit folgendem Morgen, drei Tage nach der Schlacht bei Marengo.

Hintergrund: Napoleon Buonaparte hatte in den Jahren zuvor fast ganz Italien erobert, und freiheitliche Republiken nach französischem Vorbild errichtet. Als er anschließend zu seinem Ägypten-Feldzug aufbracht, kam es zu einem Sieg reaktionärer Kräfte, die die republikanischen Bestrebungen aufs heftigste unterdrücken, und statt dessen eine Polizeiherrschaft errichten. An ihrer Spitze: die Königin Maria Carolina, die in Rom alle Unterstützer der vormaligen Republik erbarmungslos verfolgen ließ. Napoleon kehrte aus Ägypten zurück, marschierte erneut in Italien ein und errang den entscheidenden Erfolg in der Schlacht von Marengo am 14. Juni 1800. Vor diesem historischen Hintergrund spielt das Stück.

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Tosca hier links  A. Machado als Cavaradossi © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Tosca hier links  A. Machado als Cavaradossi © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Die berühmte Sängerin Tosca, die sich ihre Frömmigkeit bewahrt hat, liebt einen freigeistigen Maler, den liberal intellektuelle Cavaradossi, der neben seiner bildenden Kunst auch noch zum republikanischen Parteigänger wird. Dadurch kommt er in Konflikt mit dem allmächtigen Polizeichef Scarpia, dessen Persönlichkeit durch eine Mischung aus rücksichtsloser Grausamkeit und sexueller Obsession geprägt ist, und der den ehemaligen republikanischen Funktionär Angelotti jagt, dem nach Monaten im Kerker als Strafe für seinen Kampf gegen den alten Feudalismus die Flucht gelungen ist.

1. Akt

Ohne Ouvertüre, nur mit drei wuchtigen Harmonien eingeleitet, beginnt der erste Akt. Der Vorhang hebt sich und gibt den Blick frei auf das Innere von Sant’Andrea della Valle, eine römische Kirche im Stil des Barock, die in einzelnen Elementen auf der Bühne nachgebildet wurde. Linkerhand sehen wir die zuerst verhangene akuelle Arbeit des Künstlers: Ein Bildnis der Magdalena. Im Hintergrund barocke Goldelemente und lebensgroße Heiligenstatuen; rechts das Gitter einer Familienkapelle sowie den Kerzen und Blumenschmuck einer Madonna.

Der politische Gefangene Angelotti (Bass) versteckt sich in der Kirche Sant’ Andrea, wo sein Freund, der Maler Cavaradossi (Tenor) ein Bildnis der Magdalena fertigstellt. Der Messner behauptet, das Bild ähnelt einer der Frauen, die zum Beten regelmäßig in die Kirche komme. Cavaradossi malt tatsächlich die Gesichtszüge dieser Frau in sein Bild, besingt jedoch leidenschaftlich seine große Liebe: Tosca.
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MARIO CAVARADOSSI – Aquiles Machado
Für den venezuelanischer Tenor, 45, der sein Debut 1996 in Caracas in L‘elisir d‘amore hatte gehört die Partie des Cavaradossi zu einer seiner Paraderollen, mit denen er weltweit auftritt. Die Wärme seiner großartigen Stimme passt perfekt zu dem Menschenfreund Cavaradossi, der bereit ist, selbst Schaden zu nehmen, um andere zu schützen.
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Angelotti kommt aus seinem Versteck und Cavaradossi will ihm helfen. Als Tosca (Sopran) die Kirche betritt, versteckt sich Angelotti erneut. Im Bild der Magdalena erkennt die Primadonna die Ähnlichkeit mit der Gräfin Attavanti, Angelottis Schwester, und beim Anblick der überlebensgroßen lasziven Nacktheit der Sünderin werden es wohl nicht nur die besungenen blauen Augen gewesen sein, die ihre flammende Eifersucht geweckt haben. Cavaradossi überzeugt sie jedoch von seiner Liebe und kann sie beruhigen.

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Tosca hier Virginia Tola als Tosca © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Tosca hier Virginia Tola als Tosca © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Virginia Tolah, ein international gefeierter argentinischer Sopran, 42, singt die Partie der FLORIA TOSCA mit der gebotenen leichten Hysterie der gefeierten Künstlerin im ersten Akt, um dann folgend alle Tiefen der Emotionen und Leidenschaften stimmschön und kraftvoll musikalisch zu gestalten.Kanonenschüsse sind zu hören. Angelottis Flucht wurde entdeckt und Cavaradossi bietet ihm seinen Garten als Versteck an. Der Polizeichef Scarpia (Bariton) kommt in die Kirche und bemerkt den Korb mit Essen, den Cavaradossi für Angelotti hingestellt hat. Zudem findet Scarpia einen Fächer. Er behauptet gegenüber Tosca, dies sei der Fächer der Gräfin aus dem Bild, mit der der Maler eine Affäre habe. Erneut eifersüchtig verlässt Tosca die Kirche.

Als nachtschwarze Bosheit und Schlechtigkeit, die sich in Scarpia manifestiert, steht Marco Vratogna, ein italienischer Bariton, mit schwarzem Bart, Glatze und mephistotelischem Umhang auf der Bühne. Vratogna hat die Partie schon in Wien, Dresden, Berlin, London, Hamburg und Baden-Baden gesungen; in Lüttich feiert er sein Hausdebut. Auch er, wie die beiden voraus genannten Hauptfiguren, stimmlich ein Erlebnis, dass den Abend noch lange nachklingen lassen wird.

Die Nachricht einer gewonnenen Schlacht gegen Napoleon läßt die reaktionären Kräfte jubeln. Scarpia schwört unterdessen, Tosca zu erobern. Das zur Feier des – vermeintlichen – Sieges aufgeführte Te Deum gibt der Regisseurin Claire Servais die Möglichkeit, den bisher kammerspielartigen Handlungsablauf zur großen Chorszene auszuweiten.

Zahllose Messnerknaben, Mönche, Nonnen, Priester, Kardinäle und nicht weniger als neun Bischöfe verwandeln die gold-barocke Szenerie mit ihrer schier unüberschaubaren Menge an Menschen, Weihrauch, Gesang und Gebet in ein Abschlussbild, bei dem man den Eindruck gewinnt, einen Blick auf himmlische Heerscharen geworfen zu haben und dem Himmel nahe gekommen zu sein.

2. Akt

Haben wir am Ende des ersten Aktes einen Blick in den Himmel geworfen, erwartet uns nun die Hölle. An der Rückwand der bis auf Scarpias Festtagstafel leeren, schwarzen Bühne sehen wir 13 Bilder alter Holzschnitte, die historische Folter- und Tötungsszenen grafisch darstellen. Als 14. und uns allen als Erlösungszeichen bekannte Darstellung hängt lebensgroß der gekreuzigte Jesus vor uns, nicht als Heiland, sondern als figürliche Darstellung des Sterbens und des Leidens.

Vor diesem Hintergrund beginnt der dramaturgisch geschickte zweite Akt: Während Scarpia im oberen Stockwerk seinen Machenschaften nachgeht, feiert die Königin im Stockwerk darunter ein Fest zu Ehren des mutmaßlichen Siegs über Napoleon. In Scarpias Wut darüber, daß seine Häscher Angelotti nicht gefunden haben, und in seiner Freude über die vorsorgliche Verhaftung Cavaradossis ertönt dann aus dem Festsaal eine Kantate mit Fünfstimmigem Chor mit dem Solo der Sopran-Primadonna Tosca.

Wir befinden uns in Scarpias Räumen im Palazzo Farnese. Der Palazzo Farnese, nach dem Adelsgeschlecht der Farnese benannt, ist eines der bedeutendsten Bauwerke der italienischen Renaissace und einer der größten Paläste Roms. Scarpia will Tosca besitzen. Triumphierend singt er „Ella verrà“, „Sie wird kommen“. Seine Diener holen Cavaradossi und bringen ihn genau in dem Moment herein, als auch Tosca kommt. Der Polizeichef befiehlt, Cavaradossi foltern zu lassen, bis er das Versteck des geflohenen Angelottis verrät.

Cavaradossi wird durch eine verborgene Tür in der Wand des Grauens in einen dahinter liegenden Raum geführt. Da die Türe einen Spalt offen steht, erleben wird die Qualen seine Folter durch seine zu uns dringenden Schreie mit. Wie der Gottessohn, der für die Sünden der Menschen sein Leben gab, erleidet auch der Maler seine Leiden, um einen anderen Menschen zu schützen. Wie der Erlöser wird auch Cavaradossi mit einem Dornenkranz um den Kopf gefoltert, wie wir aus dem Bericht Scarpias erfahren. Der weiße Corpus Christi als einzig erleuchteter Fleck in dieser Dunkelheit des Schreckens veranschaulicht uns die Gemeinsamkeit der Schicksale.

Tosca ist erschüttert und verrät das Versteck, um ihren Geliebten zu retten. Darüber ist Cavaradossi außer sich, zeigt aber, dass er sich über die von einem Boten gebrachte Nachricht vom endgültigen Sieg Napoleons freut. Daraufhin ordnet Scarpia seine Exekution an. Nur wenn sich Tosca mit ihm Scarpia einließe, würde ihr geliebter Maler verschont bleiben. In der berühmten Arie „Vissi d’arte, vissi d’amore“, der Tradition entsprechend liegend gesungen, wendet sich die Primadonna zu Gott und fleht „Nur der Schönheit weihte ich mein Leben“.

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Tosca hier Roger Joakim als Cesare Angelotti © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Tosca hier Roger Joakim als Cesare Angelotti © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Kurz darauf erfahren wir, dass sich Angelotti umgebracht hat, um der Gefangenschaft zu entgehen. Scarpia erpresst Tosca weiterhin, um sie zu erobern. Er ist bereit eine Scheinhinrichtung Cavaradossis organisieren, ihn aber anschließend freilassen, wenn sie ihm zu Willen ist. Als sich Scarpia schließlich Tosca nähert, ersticht sie ihn mit dem Ausruf „Hier ist Toscas Kuss!“. Tief in ihrem christlichen Glauben verwurzelt, kann sie selbst ihn nicht unversorgt liegen lassen. Sie lagert seine Hände und bedenkt ihn mit einer Rose. Vor Gott ist Vergebung. Das übergroße Kreuz neigt sich von der Wand, und kommt dem Sünder entgegen. Atemberaubend!

3. Akt

Dem dritten Akt geht eine lange Einleitung voran, bis auf das kurze Lied des jungen Hirten, ganz ohne Text. Die Musik schildert Umgebung, Situation und Szene, die am Ende der Nacht auf der Plattform der damals noch vor den Toren der Stadt liegenden Engelsburg spielt, was den Hirtenknaben verständlich macht. Schließlich ertönen in verschiedenen Höhen und Rhytmen die Morgenglocken der städtische Kirchen. Puccini war persönlich nach Rom gefahren, um die Schauplätze der Handlung kennen zu lernen und besonders die Stimmung der Engelsburg und den Klang der umgebenden Kirchen im stimmigen musikalischen Couleur wieder geben zu können.

Gefängnis in der Engelsburg. Die Engelsburg in Rom wurde ursprünglich als Mausoleum für den römischen Kaiser Hadrian (117–138 n. Chr.) errichtet und später zur Festungsanlage umgebaut. Den heutigen Namen erhielt die Anlage im Jahr 590, als in Rom die Pest wütete. Papst Gregor I. der Große soll über dem Grabmal die Erscheinung des Erzengels Michael gesehen haben, der ihm das Ende der Pest verkündete.

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Tosca hier V. Tola als Tosca und Marco Vratogna als Scarpia © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Tosca hier V. Tola als Tosca und Marco Vratogna als Scarpia © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Wir blicken auf eine leere, steingraue Bühne, auf der das Auge bis auf eine nach oben führende Treppe mit anschließender Empore keinen Anhaltspunkt findet. Darüber ein nachtblauer Himmel mit einem Sternenmeer. Die Hinrichtung von Mario Cavaradossi soll in einer Stunde stattfinden. Er denkt an Tosca: „E lucevan le stelle“, „Es funkeln die Sterne“. Tosca kommt und erzählt, dass sie Scarpia getötet hat und ihm nur eine Scheinhinrichtung bevorstehe. Er solle wie in einem Theaterstück mitspielen und sich nach den Schüssen fallen lassen.

Für die Hinrichtungsszene senkt sich eine ebenfalls graue Wand vor den Hintergrund. Auf der davor befindlichen Empore erscheint das Erschießungskommando; Cavaradossi steht mit dem Rücken zum Publikum. Die Schützen zielen, und auf Befehl schießen sie auf ihn und damit gleichzeitig auch auf das Publikum. Erneut ein schwer auszuhaltender Moment. Cavaradossi stürzt und Tosca ruft: „Ecco un artista!“, „Was für eine Schauspieler!“. Die Mauer im Hintergrund hebt sich wieder und gibt den Blick auf das blutrote Morgenlicht frei. Tosca sagt ihm mehrfach, er solle noch liegenbleiben, merkt dann jedoch, dass ihr Geliebter wirklich tot ist.

Bevor der Polizeiagent Spoletta, der inzwischen Scarpias Tod bemerkt hat, Tosca verhaften kann, stürzt sie die Treppen zum Rand der Engelsburg hoch. Die Figur des Erzengels Michael wird sichtbar; Tosca stürzt in den Tod.

Regie: Claire Servais
Claire Servais hat Tosca bereits 2016 in Toulon inszeniert. Ihre letzte Inszenierung in Lüttich war die wunderschöne und märchenhaft verspielte ZAUBERFLÖTE als Kinderzimmertraum eines kleinen Jungen im Frühjahr 2017. Mit dieser dritten Inszenierung für Lüttich wird die große Breite ihres künstlerischen Arbeitens erlebbar.
Bühne: Carlo Centolavigna, 65-jähriger italienischer Bühnenbildner mit internationaler Arbeitserfahrung.
Kostüme: Michel Fresnay
Fresnays erste Kostümarbeit fand im Jahre 1965 statt. Seit dem hat er nicht nur Produktionen auf fast allen französischsprachigen Bühnen ausgestattet, sondern auch Shows im Ausland und fürs Fernsehen ausgestattet. Die Kostüme von TOSCA geben die Mode der Handlungszeitdes Stücks wieder.
Licht: Olivier Wéry / Chorleiter: Pierre Iodice / ORCHESTRE, CHŒURS ET MAÎTRISE / Opéra Royal de Wallonie-Liège
CESARE ANGELOTTI: Roger Joakim
EIN MESSNER: Patrick Delcour
Beide Bariton und Mitglied des Ensembles der königlichen Oper Lüttich / SPOLETTA: Pierre Derhet / Belgischer Solist des Royal Theater la Monnaie, Brüssel
SCIARRONE: Marc Tissons / EIN TRÄGER: Pierre Gathier

Tosca an der Opéra Royal de Wallonie-Liège, weitere Vorstellungen 25.11.; 27.11. – 15.00 Uhr; 28.11.; 29.11.; 30.11.; 1.12.; 2.12.2018

—| IOCO Kritik Opéra Royal de Wallonie-Liège |—

Lüttich, Opéra Royal de Wallonie-Liège, IL MATRIMONIO SEGRETO – Domenico Cimarosa, IOCO Kritik, 22.10.2018

Opéra Royal de Wallonie-Liège © Opéra Royal de Wallonie-Liège.

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Opéra Royal de Wallonie-Liège

IL MATRIMONIO SEGRETO  –  Domenico Cimarosa

– Eine heimliche Ehe mit unheimlich viel Klamauk –

Von Ingo Hamacher

IL MATRIMONIO SEGRETO weist als Lustspieloper des Rokoko alles auf, was eine gute Komödie der damaligen Zeit ausmacht: Großspurige Neureiche, verarmter Adel, junge Liebende, ein liebestolles ältliches Fräulein, Verwechslungen, Mißverständnisse, Lauschen an Türen, Bündnisse und schließlich die Aufklärung, die alle vorausgegangenen Verzweiflungen in Wohlgefallen auflöst.

Inszeniert wurde das Ganze von Stefano Mazzonis di Pralafera, dem Intendanten der Opéra Royal de Wallonie-Liège, der alle Register zieht, was Inszenierungsfreude, Witz und Klamauk hergeben.

Il Matrimonio segreto – Domenico Cimarosa
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Zu Beginn der Ouvertüre betreten zwei livrierte Lakeien die Bühne, entfachen mit ihren Lampenanzündern die Bühnenbeleuchtung und bestätigen uns gleichzeitig unsere Vermutung, das wir auch heute im Prachtsaal der Lütticher Oper eine traditionelle, in der Entstehungszeit der Oper angesiedelte Aufführung erleben werden.

Der junge russische Dirigent Ayrton Desimpelaere setzt die Schwerelosigkeit von Cimarosas Musik gut um und entführt uns mit dem Orchester der Royal Opéra in eine Welt des unbeschwerten, problemlosen Wohlklangs.Sobald sich der Vorhang hebt, sehen wir, wie sich im Hause des reichen Kaufmanns Geronimo das junge Ehepaar Carolina und Paolino hinter einem Paravent im Bett vergnügen. Der colloraturreiche Part der Carolina wird von der jungen elsässischen Sopranistin Céline Mellon gesungen, die auch bereits in der Mailänder Scala zu hören gewesen ist. Als jungen Ehemann Paolino erleben wir den italienischen Tenor Matteo Falcier der sein Hausdebut gibt.

Aus Angst vor Zurückweisung hatte der Kaufmannsgehilfe Paolino den Mut nicht gefunden, seinen Chef und jetzigen Schwiegervater um die Hand seiner Tochter zu bitten. Da die Liebe jedoch so groß war, dass man unmöglich noch länger hätte warten können, haben die beiden Verliebten heimlich geheiratet. Es wird jedoch noch bis zum Ende der Oper dauern, bis beide den Mut finden, dies der Familie zu offenbaren.

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Il Matrimonio segreto - hier : Céline MELLON als Carolina und M. Falcier als Paolino © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Il Matrimonio segreto – hier : Céline MELLON als Carolina und M. Falcier als Paolino © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Die bunten Kostüme und grell geschminkten Gesichter der Protagonisten weisen das Stück als dass aus, was es darstellen soll: Einen spritzigen, komischen und lebensfreudigen Unterhaltungsabend. Kein Gag wird ausgelassen. So verhebt sich die Dienerschar prompt an den zu transportierenden Sesselchen, worauf sie den Rest des Abends nur gebeugt mit schwerem Rückenleiden ihren weiteren Dienst versehen können. Nur einem gelingt es, die Blockade seines Rückrades zu durchbrechen und in die Senkrechte zurück zu finden, was aus dem Orchestergraben prompt mit einem knarzenden Gestöhn begleitet wird.

Den schier unermeßlichen Reichtum des schwerhörigen Kaufmanns Geronimo, wunderbar gespielt und gesungen vom belgischen Bariton Patrick Delcour, können wir unschwer an der Pracht seines Hauses erkennen, die einem Schloß in nichts nachsteht. Diesem Mann fehlt auf Erden nichts, außer vielleicht noch die Nobilitierung seines Hauses durch die Verheiratung seiner beiden Töchter Elisetta und Carolina mit Mitgliedern des Adels, wodurch sein Glück vervollständigt würde.

Und diese Gelegenheit biete sich in Form eines verarmten Adeligen, der auf diesem Wege hofft, seine finanziellen Schwierigkeiten zu überwinden. Als Ehemann für Geronimos älteste Tochter Elisetta vorgesehen, die ehrgeizigen Pläne des zukünftigen Schwiegervaters zu verwirklichen, reist der Conte Robinson mit Postkutsche und einem bühnenfüllenden Sammelsurium an Taschen, Koffern und dergleichen an. Das Spinett im Orchestergraben begleitet diesen spektakulären Auftritt mit Wagners Walkürenritt.

Dumm nur, dass der Conte Robinson, Mario Cassi, vor wenigen Wochen noch auf dieser Bühne in Verdis TROVATORE als Conte di Luna zu hören, sich auf den ersten Blick in die jüngere Tochter Carolina verliebt.

Man kann es ihm kaum verdenken. Die ältere Schwester Elisetta, Sophie Junker, eine 33 jährige bild- wie stimmschöne belgische Sopranistin, ist mit Hakennase und Hexenkinn ein Opfer des Masken- und Kostümbildners Fernand Ruiz geworden, der sich vermutlich in den Kulissen den Bauch vor Lachen hält.

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Il Matrimonio segreto - hier : Sophie JUNKER alsElisetta, Annunziata VESTRI als Fidalma, Celine MELLON als Carolina © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Il Matrimonio segreto – hier : Sophie JUNKER alsElisetta, Annunziata VESTRI als Fidalma, Celine MELLON als Carolina © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Selbst auf die Hälfte der Mitgift will Conte Robinson verzichten, um die jüngere der beiden Schwestern heiraten zu dürfen. Und diesen Vorschlag soll ausgerechnet Paolino dem Herrn des Hauses überbringen. Vor Entsetzen fällt dieser erst einmal in Ohnmacht. Es wird noch einige Ohnmachten im Verlauf der Oper geben, schließlich spielt das Stück im Rokoko.

Es ist nicht leicht, Neid, Missgunst und Gezank der beiden Schwestern im Rahmen der Brautwerbung im Zaume zu halten. Aber auch wenn die Tante der Beiden, Fidalma, unverheiratete Schwester des Hausherren, alle Hände damit zu tun hat, fällt es ihr nicht schwer. Schließlich ist auch sie beflügelt von Liebesgefühlen, die dem jungen Gehilfen ihres Bruders gelten (Der ja schon verheiratet ist, was aber keiner weiß… Wir sehen eine Opera Buffa).

Die Rolle der Fidalma, Annunziata Vestri, ist mit dem italienischen Mezzosopran stimmlich ausgezeichnet, jedoch nicht ganz typgerecht besetzt. Vestri ist einfach zu jung, zu schlank und zu schön für die Rolle der Matrone Fidalma, so dass man oft den Eindruck hat, sie stünde als dritte Schwester der anderen Mädchen auf der Bühne.

Intrigen, Bündnisse und Missverständnisse steigern sich in schwindelerregende Höhen. Wechselnde Bühnenbilder (Jean-Guy Lecat), Beleuchtung: Franco Marri, führen uns durch das ganze Haus des Kaufmanns. Es scheint keine Lösung der Konflikte möglich; das Spinett intoniert Beethovens Schicksalssinfonie. Aus tiefer Verzweiflung planen Carolina und Paolino ihre nächtliche Flucht. Die an den Schlafzimmertüren lauschende Elisetta missinterpretiert die Männerstimme im Zimmer ihrer Schwester als die des ihr untreu werdenden Grafen: Sie bläst zum Skandal!!!

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Il Matrimonio segreto - hier : Matrimonio - Celine MELLON als Carolina und Mario CASSI als Conte Robinson © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Il Matrimonio segreto – hier : Matrimonio – Celine MELLON als Carolina und Mario CASSI als Conte Robinson © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Die Herbeigeeilten werden Zeuge des Auftritts der Frischvermählten, die nun auch nicht länger die Wahrheit verschweigen wollen.

Elisetta darf die entstellende Gesichtsmaske ablegen und findet in ihrer nun erkennbaren zauberhaften Erscheinung umgehend das Wohlwollen des Conte Robinson, der sie jetzt natürlich sehr gerne heiraten möchte. Signor Geronimo verzeiht allen, und Tante Fidalma geht leer aus. Auch das Opernleben kann ungerecht sein.

In der abschließenden Ensemblenummer reißen sich dann noch alle Beteiligten die Kleider vom Leib und stehen in den Trikots der belgischen Nationalmannschaft auf der Bühne.  Großer Jubel.

Das Publikum ist mehr als zufrieden.Stimmlich und musikalisch eine äußerst gelungene Aufführung. Frenetischer Beifall mit rhythmischem Klatschen für alle Beteiligten nach einem vergnüglichen Opernabend.

Opéra Royal de Wallonie-Liège – Il Matrimonio segreto:  weitere Vorstellungen am 21.10.; 23.10.; 25.10.; 27.10.2018

—| IOCO Kritik Opéra Royal de Wallonie-Lièg |—

Lüttich, Opéra Royal de Wallonie-Liège, Il Trovatore – Giuseppe Verdi, IOCO Kritik, 21.09.2018

September 21, 2018  
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Opéra Royal de Wallonie-Liège © Opéra Royal de Wallonie-Liège.

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Opéra Royal de Wallonie-Liège

Il Tovatore  –  Giuseppe Verdi

Lütticher Inszenierung in der Tradition der „Grand Opéra“

Von Ingo Hamacher

Premiere von IL TROVATORE in Zusammenarbeit mit dem Teatro Lirico Giuseppe Verdi de Trieste am 16.09.2018 an der Opéra Royal de Wallonie-Liège.

Mit Giuseppe Verdis Troubadour startet die Oper Lüttich in die neue Saison. Nach drei Paukenwirbeln öffnet sich der Vorhang und gibt den Blick frei auf eine nächtlich düstere Bühne, und das verworrene, ans grausame reichende Stück nimmt seinen Lauf.

Seit vielen Jahren verfolgt die lütticher Oper ein einfaches aber funktionierendes Konzept: Man überlässt Wagner den Deutschen, die Zeitgenossen und die Mutigen dem Brüsseler La Monnaie und Lüttich zeigt die Italiener: die klassischen Stücke, klassisch vorgetragen, mit den entsprechenden Kostümen und dem vornehmen Dekor.

Il Trovatore
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Stefano Vizioli verzichtet in seiner Regie auf zeitgenössische Bezüge oder eine moderne Interpretation. Statt dessen zeigt er eine Inszenierung, die dem Werk als Uraufführung zur Ehre gereicht hätte. Der international renomierte Opernregisseur Stefano Vizioli hatte sein Debut 1979 und hat seitdem zahlreiche Produktionen an bedeutenden Theatern und Opernhäusern in und außerhalb Europa aufgeführt. Im Januar 2017 wurde er künstlerischer Leiter des Teatro Verdi di Pisa.

Mit Begeisterung war das blutrünstige Bühnenstück EL TROVADOR von Antonio García Gutiérez bei seiner Uraufführung 1836 aufgenommen worden. Eine Liebesgeschichte und ein Bruderzwist. Ein idealer Plot für eine Oper. Verdi wandte sich an Cammarano, ein Libretto daraus zu machen.

Nach Reduktion der Schauplätze, Vereinfachung der Charaktere und Hinzufügung eines historischen Hintergrunds: Der Kampf des aragonischen Adels gegen Rebellen entstand dann mit Zigeunerromantik, Burgen- und Klostermotiven das verworrene, aber großartig vertonte Werk, das neben RIGOLETTO und LA TRAVIATA als Verdis Erfolgstrias berühmt geworden ist.

Die Uraufführung von Verdis Oper Il Trovatore, Der Troubadour, fand in Rom im Januar 1853 statt. Die Handlung dreht sich um die bittere Rivalität zwischen dem Grafen Luna, einem aragonischen Adeligen, und dem Troubadour Manrico, die beide in Leonora, eine Hofdame, verliebt sind.

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Il Trovatore - hier : Ensemble © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Il Trovatore – hier : Ensemble © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Diese Dreiecksgeschichte wird durch die politische Gegnerschaft der beiden Rivalen und durch die Geschichte der Zigeunerin Azucena, die im Wahn ihren eigenen Sohn getötet und Manrico, den geraubten 2. Sohn des Grafen, als ihren eigenen Sohn erzogen hat, verkompliziert.

Insgesamt stellt Il Trovatore weniger ein folgerichtiges Drama, als vielmehr eine dramatische Szenenfolge dar, und steht damit in der Tradition der „Grand Opéra“. Dies aufgreifend erleben wir eine Bühne, auf der zwei verschiebbare hohe Treppenelemente im Bühnenhintergrund wechselnde Szenen andeuten, teils festungsähnlich vertäfelt, teils ein schlichtes Zigeunerlager andeutend. Dabei sind die verschiedenen entstehende Treppenanlagen Ausgangspunkt für die Tableau-artigen Chorszenen, vereinzelt verstärkt durch das Ballett. Verschiebbare Gaze-Elemente im Vordergrund deuten Szenenwechsel an und ermöglichen kurzfristige Umbauten. Die Kostüme sind zeitgenössisch. Bühne & Kostüme: Alessandro Chiammarughi, Licht: Franco Marri

Die größte Spannung, die einem Abend in klassischer Inszenierung erwächst, stammt aus der Musik. Verdi bleibt der Tradition des Dreiecksverhältnisses zwischen Sopran-Tenor-Bariton verpflichtet, wie er auch der italienischen Tradition: Kavantinen mit virtuosen Kabaletten und Ensembles mit ausgreifenden ‚Concertati‘ treu bleibt.

Der in Deutschland ausgebildete israelische Dirigent Daniel Oren, der weltweit an fast allen Großen Häusern gearbeitet hat (2014 wurde er Nachfolger von David Stern als Leiter der Israeli Opera in Tel Aviv), zeichnet mit dem bestens aufgelegten Orchester der Königlichen Oper der Wallonie/Lüttich ganz hervorragend die oft atemlose Nervosität und den drängenden Charakter der Musik. Den großartigen und klangschönen Chor und Extrachor (Einstudierung: Pierre Iodice) lässt er oft im Piano singen, und selbst die großen Ausbrüche behalten bei aller Klanggewalt eine Binnenstruktur.

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Il Trovatore - hier : Yolanda Auyanet als Leonora und Fabio Sartori als Manrico © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Il Trovatore – hier : Yolanda Auyanet als Leonora und Fabio Sartori als Manrico © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Wenn Fabio Sartori als MANRICO seine Stimme zum Gesang erhebt, erleben wir ihn als beeindruckenden Verführer und tollkühnen Kämpfer. Der international gefeierte italienische Tenor hat Kraft ohne Ende und macht er eine sehr gute Figur. Im deutschsprachigen Raum wird er in Kürze in einigen Rollen erlebbar sein: AIDA in Wien, als NORMA sowie als TOSCA an der Deutschen Oper Berlin. LEONORA Yolanda Auyanet, in Las Palmas de Gran Canaria geboren, ist derzeit eine der bekanntesten spanischen Sopranistinnen ihrer Generation. Nach ihrem Debut in Bari als Musetta in Bohème erarbeitete sie sich ein umfangreiches Repertoir, mit dem sie inzwischen international gastiert. Sie hat einen gedeckten Sopran von großer Intensität, mit leuchtender Höhe, bei aller Beweglichkeit in den Verzierungen. Beide gaben in Lüttich ihr Bühnen-Debut.

IL CONTE DI LUNA Der 44-jährige Bariton Mario Cassi gab sein Operndebüt 2001 im Rahmen des Laboratorio „Voci in Musica“ der Stiftung „Musica per Roma“. Das Repertoire von Mario Cassi, der auch ein Wirtschaftsstudium absolvierte, reicht vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik, wobei Belcanto-Werke einen Schwerpunkt bilden. Er ist ein stimmgewaltiger Graf Luna von hoher Präsenz, der einen sehr virilen Bösewicht abgibt.

AZUCENA Violeta Urmana, eine litauische Opernsängerin (Mezzosopran, dramatischer Sopran). Im März 2016 wurde Violeta Urmana in Paris von Irina Bokowa, der Generaldirektorin der UNESCO, zur „UNESCO Künstlerin für den Frieden“ ernannt. Die Ehrung erfolgte als Anerkennung ihrer ständigen Bemühungen, Kultur als Mittel des Dialogs und zur Förderung des gegenseitigen Verständnisses einzusetzen, und für ihren Einsatz zur Verwirklichung der Ziele der Organisation UNESCO, insbesondere in Afrika. SIe gestaltet die Rolle der Zigeunerin Azucena mit abgründiger Farbe und gibt ihr damit die brodelnden Unruhe, die der Figur ansteht. Auch sie ist erstmalig in Lüttich zu hören.

Opéra Royal de Wallonie-Liège - Der wunderbare Innenraum © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège – Der wunderbare Innenraum © Opéra Royal de Wallonie-Liège

FERRANDO Wird vom italienischen Baß Luciano Montanaro gesungen, INÉS Julie Bailly, eine international tätige belgische Mezzo-Sopranistin, RUIZ Xavier Petithan, Tenor
EIN ALTER ZIGEUNER Alexei Gorbatchev, Bass, EIN BOTE Sefano De Rosa, Tenor
Production : Opéra Royal de Wallonie-Liège, Teatro Lirico Giuseppe Verdi de Trieste

Enrico Caruso hat einmal gesagt, für Verdis Oper Il Trovatore brauche man nicht viel mehr als die vier besten Sängerinnen und Sänger der Welt. Ihm hätte diese Aufführung sicher gefallen, und seine Freude wäre das angemessene Kompliment für die großartigen Sänger gewesen. Die herausragenden Leistungen vor ausverkauftem Haus werden mit reichlich Szenenapplaus gewürdigt. Standing ovations, großer Jubel, Ovationen und nicht enden wollender Applaus ist der Dank für dieses großartige Erlebnis.

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