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# Berlin, Komische Oper Berlin, XERXES – SEXREX. Theater im Theater, IOCO Kritik, 02.11.2012
- URL: https://www.ioco.de/berlin-komische-oper-berlin-xerxes-sexrex-theater-im-theater-ioco-kritik-02-11-2012/
- Published: 2012-11-09T16:00:08.000Z
- Updated: 2023-09-06T12:04:51.000Z
- Author: Gilberto Giardini
- Tags: Kritiken, Karten, Oper & Operette, Berlin

![Komische Oper Berlin © IOCO](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2015/03/komische_oper_berlin_150_ioco.jpg)

Komische Oper Berlin © IOCO

[Komische Oper Berlin](http://www.komische-oper-berlin.de/?ref=ioco.de)

**XERXES – SEXREX. Theater im Theater. 02.11.2012**

Nach der erfolgreichen Premiere im Mai, fand vor einigen Tagen in der **Komischen Oper** die Wiederaufnahme der in Zusammenarbeit mit der **Deutschen Oper am Rhein** Düsseldorf/Duisburg ( **[Bericht](https://ioco-wordpress-production-assets.s3.eu-central-1.amazonaws.com/2013/01/28/dusseldorf-deutsche-oper-am-rhein-premiere-xerxes-uppiges-barock-spektakel-uber-einen-verliebten-konig-ioco-kritik-26-01-2013/?ref=ioco.de)** ) entstandenen Produktion der **Händel** Oper **„Xerxes“** statt.

**Händels** drittletztes Werk in der Reihe seiner Opern, mit buffonesken Zügen, spielt 481 v. Chr. und handelt von dem persischen König Xerxes und amourösen Intrigen.

**Theater im Theater**. **Stefan Herheim**, norwegischer Opernregisseur, bekannt aus kontrovers diskutierten wie auch sehr erfolgreichen Produktionen, transportiert die Handlung in das 17\. Jahrhundert und lässt es in einem Barocktheater spielen, mal zwischen den bemalten Theaterkulissen und mal auf der Seitenbühne.

**Herheim** kreiert eine amüsante Inszenierung voller Einfallsreichtum und effektvoller, spaßiger Momente, die in Humor und szenischer Ästhetik des öfteren an die brillanten **Rossini** Inszenierungen von **Jean-Pierre Ponnelle** erinnert. Stilsicher und geschmackvoll auch die schöne Ausstattung von **Heike Scheele** (Bühnenbild) und **Gesine Völlm** (Kostüme).

Rührend, wenn am Ende der Oper eine Gruppe Touristen in heutiger Kleidung auf die Bühne kommt und sich umschaut, so, wie man sich in einem Museum umschauen würde, und lässt die nun eingeschüchterten barocken Protagonisten wie aus einer weiten, vergangenen Welt erscheinen.

Bei all dem bunten, szenischen Treiben bleibt die Musik unter der Leitung von **Konrad Junghänel** leider etwas im Hintergrund.

Die Rolle des verliebten Opernhelden, im Original für einen Kastraten komponiert, wird hier von der Mezzosopranistin **Stella Doufexis** verkörpert. Überzeugend als Darstellerin, ist ihre eher helle Stimme angenehm im Klang und sehr ausgeglichen, man würde sich nur ein ausgeprägteres Timbre wünschen. Die so berühmte Arie des **Xerxes** zu Beginn der Oper „**Ombra mai fu**“ , vom Regisseur mit einer gewissen Ironie angelegt, berührt nicht. Sehr schön gesungen die Rolle des **Arsamenes** von **Karolina Gumos**. Klangvoll und mit warmem, wenn auch etwas verwackeltem Mezzo, die serbische Gastsolistin **Katarina Bradic** als Xerxes’ Braut **Amastris**. Auch die beiden Schwestern **Romilda** (**Brigitte Geller**) und **Atalanta** (**Julia Giebel**) sind bestens besetzt, wobei **Julia Giebel** vokal mehr überzeugt – entzückend auch ihr Spiel.

Hervorragend der Countertenor **Hagen Matzeit** als **Elviro**. Changiert mühelos zwischen seinem klaren und natürlich klingenden Bariton und den kräftigen Mezzosopran-Registern. Etwas schwach, besonders in der Tiefe, **Alexey Antonov** als **Ariodates**.

Eine witzige und geistreiche Produktion, musikalische Highlights bleiben aber, trotz gelungener und solider musikalischer Darbietung, eher aus.

Insgesamt jedoch ein heiterer und gelungener Theaterabend. **Zufriedenes Publikum und Applaus für alle.**

**IOCO** / Gilberto Giardini / 02.11.2012

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