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# Berlin, Deutsche Oper Berlin, Maria Stuarda, konzertant - Gaetano Donizetti, IOCO Kritik, 02.06.2018
- URL: https://www.ioco.de/berlin-deutsche-oper-berlin-maria-stuarda-konzertant-gaetano-donizetti-ioco-kritik-02-06-2018/
- Published: 2018-06-01T19:00:01.000Z
- Updated: 2023-09-06T12:46:03.000Z
- Author: Redaktion
- Tags: Oper & Operette, Kritiken, Berlin

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[Deutsche Oper Berlin](https://www.deutscheoperberlin.de/?ref=ioco.de)

![Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2015/03/deutsche_oper_berlin_c_leo_seidel_588.jpg "Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)")

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

# MARIA STUARDA, konzertant - Gaetano Donizetti

***Diana Damrau - Königin des Belcanto und Starbesetzung*** 

Von **Patrik Klein**

**Diana Damrau** ist mittlerweile unumstritten die "*Königin des Belcanto"*. Dies stellte sie vor ein paar Wochen an der **Oper Zürich** unter Beweis. In der Inszenierung von **David Alden** debutierte sie in der Rolle der "**Maria Stuarda**" mit überaus großem Erfolg.

Ob als wahnsinnige **Lucia** in **Lucia di Lammermoor*,* als dem Tod geweihte **Violetta** in **La Traviata*,* als sterbende **Antonia** in ***Hoffmanns Erzählungen*** oder als aufopfernde **Gilda** in **Rigoletto*;* etliche Operntode ist **Diana Damrau** bereits überzeugend und das Publikum in ihren Bann ziehend gestorben. Nun kam an der **Deutschen Oper Berlin** nach Sängerinnen wie **Joan Sutherland**, **Montserrat Caballé** und zuletzt **Joyce DiDonato** der blutige und hochdramatische Hinrichtungstod der **Maria Stuarda,** ein Meisterwerk des Belcanto und ein Höhepunkt für jeden **Donizetti-** Liebhaber in die Palette der einzigartigen Diva hinzu.

Das Berliner Publikum lag ihr wie dem gesamten Ensemble zu Füßen.

![Deutsche Oper Berlin / Maria Stuarda - konzertant hier Schlussapplaus © Patrik Klein](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2018/06/maria-stuarda-1-neu.jpg)

Deutsche Oper Berlin / Maria Stuarda - konzertant hier Schlussapplaus © Patrik Klein

 ***Maria Stuarda* von** **Gaetano Donizetti** ***\- Entstehung***

Das **Teatro San Carlo** in Neapel beauftragte **Donizetti** 1834, **Giuseppe Bardaris** Libretto angelehnt an **Schillers** Drama **Maria Stuarda** zu vertonen. Bei der Generalprobe tauchte ganz überraschend die Königin **Maria Christina von Neapel** im Theater auf und wollte sich die Oper schon vor der Uraufführung ansehen. Während des letzten Aktes geschah das Verhängnis: Die Monarchin war von der Beichtszene so ergriffen, dass sie in Ohnmacht fiel. Hinzu kam, dass eine Königin, die am Ende hingerichtet wird, nach offizieller Lesart keine geeignete Opern-Heldin war. Als Folge verbot die Zensur die Aufführung des Werkes von nun an.

**Donizetti** hielt seine Musik für zu wertvoll, als sie einfach in der Versenkung verschwinden zu lassen. In Gemeinschaftsarbeit mit einem neapolitanischen Librettisten verfasste er einen neuen Text, den er seiner Musik unterlegte. Am 18\. Oktober 1834 erlebte dann die neue Oper unter dem Titel **Buondelmonte** eine völlig glanzlose Uraufführung.

Als die **Mailänder Scala** für die Premiere zum Jahreswechsel 1835/1836 nach einer geeigneten Oper Ausschau hielt, schlug die damals schon sehr berühmte Sängerin **Maria Malibran Donizettis** „verbotene“ Oper **Maria Stuarda** vor. Nach heftiger Diskussion wurde das Werk angenommen. **Donizetti** erhielt den Segen, seine lyrische Tragödie im Original herauszubringen. Aber wieder hatte es das Schicksal nicht gut mit der Oper gemeint. Beide Sängerinnen, die **Maria** und **Elisabetta** verkörpern sollten, waren indisponiert. Die Sängerinnen wollten jedoch so kurz vor dem Jahreswechsel nicht auf ihre Gage verzichten und bestanden darauf, dass das Werk über die Bühne ging. Der Erfolg war wiederum nur sehr mäßig. Daraufhin wollte **Donizetti** nie mehr etwas mit der **Mailänder Scala** zu tun haben.

Erst 123 Jahre später wurde **Maria Stuarda** wiederentdeckt. Die Aufführung nach einer solch langen Pause erfolgte 1958 in **Donizettis** Geburtsort **Bergamo,** und dieses Mal blieb ihr der verdiente Erfolg nicht versagt.

![Deutsche Oper Berlin / Maria Stuarda - konzertant hier Schlussapplaus mit vlnr Jana Kurocová, Francesco Ivan Ciampa, Diana Damrau, Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin © Patrik Klein](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2018/06/m-s-2-neu.jpg)

Deutsche Oper Berlin / Maria Stuarda - konzertant hier Schlussapplaus mit vlnr Jana Kurocová, Francesco Ivan Ciampa, Diana Damrau, Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin © Patrik Klein

 ***Maria Stuarda - Die Handlung*** 

Die Oper spielt im Palast zu Westminster sowie im Schloss und dem angrenzenden Park zu Fotheringhay 1587 während der letzten Lebenstage **Maria Stuardas.**

**Erster Akt (Erster Teil): Galerie im Palast von Westminster**

Ein französischer Diplomat überbringt der englischen Monarchin ein Schreiben seines Königs, in dem dieser um ihre Hand anhält. Gleichzeitig bittet er **Elisabetta**, **Maria Stuarda** wieder die Freiheit zu schenken. (Die Königin von Schottland wurde vor 18 Jahren von ihrem Volk vertrieben, weil sie ihren Gatten ermorden ließ. Sie suchte daraufhin bei ihrer englischen Cousine Schutz. **Elisabetta** selbst fürchtete jedoch um ihren Thron und ließ **Maria** gefangen nehmen.) Auch die beim Königshof versammelte Gesellschaft unterstützt den Wunsch des französischen Königs. Einzig und allein **Cecil**, der Baron von Burleigh, fordert den Tod **Marias**. Er war früher selbst einmal in die schöne Königin von Schottland verliebt. Als sie ihn aber abgewiesen hatte, wandelte sich seine Liebe in Hass.

Der **Graf von Shrewsbury**, **Giorgio Talbot**, überbringt **Graf Leicester** ein Schreiben der inhaftierten Königin, in dem sie darum bittet, er möge sich doch bei **Elisabetta** für sie einsetzen. **Leicester** genießt die hohe Gunst seiner Herrscherin. Weil sein Herz aber für die schöne **Maria** entbrannt ist, ist er allzu gerne geneigt, bei **Elisabetta** ein gutes Wort für die Schottin einzulegen. Nach langem Zureden erklärt sich **Elisabetta** bereit, sich mit **Maria** zu treffen.

**Zweiter Akt (Zweiter Teil): Park des Schlosses zu Fotheringhay**

**Maria** ist froh, nach langer Kerkerhaft endlich wieder einen Sonnentag an der frischen Luft genießen zu können. Als aus der Ferne Hörner ertönen, schlägt ihr Herz höher. Sie ist sich bewusst, dass **Elisabetta** mit ihrer Jagdgesellschaft auf dem Weg nach Fotheringhay ist. Plötzlich steht **Graf Leicester** vor ihr. Er ist der Jagdgesellschaft vorausgeeilt, um sich unter vier Augen mit ihr unterhalten zu können. Er fleht die von ihm so geschätzte **Maria** an, sich demütig vor **Elisabetta** niederzuwerfen. Dies sei der einzige Ausweg, um ihr Leben zu retten. In Sorge um **Leicesters** persönliches Geschick erklärt sie sich schließlich dazu bereit.

Beim Zusammentreffen der beiden Königinnen kommt alles anders, als von **Maria** erhofft. Die stolze Engländerin hat für ihre Verwandte nur Hohn und Spott übrig. Sie erinnert sie an ihre früheren Amouren und an ihren Mann, den sie verraten hatte und anschließend töten ließ. **Maria** hält die Schmach nicht lange aus und schleudert **Elisabetta** die Verachtung über ihre Herkunft ins Gesicht: Tief geschändet sei Englands Thron durch den Bastard, der sie sei. Wachen führen **Maria** ab.

**Dritter Akt (Dritter Teil): Galerie im Palast von Westminster**

**Cecil** drängt **Elisabetta*,* endlich **Marias** Todesurteil zu unterschreiben. Zunächst zögert sie; doch als sie **Leicester** erblickt und ihr bewusst wird, welch hinterhältiges Spiel er mit ihr getrieben hat, setzt sie ihren Namen unter das Dokument. **Cecil** triumphiert und fordert seinen Widersacher **Leicester** auf, sich freiwillig gefangen nehmen zu lassen. Er gesteht ihm auch, selbst dafür gesorgt zu haben, dass **Marias** Brief ihm zugespielt worden sei. Er habe dies alles so geschickt eingefädelt, um ihn als Verschwörer gegen **Elisabetta** überführen zu können.

**Vierter Teil: Gemach im Gefängnis von *Maria Stuarda***

**Maria** ist sich bewusst, dass sie bald dem Henker zugeführt wird. **Talbot** und ***Cecil*** überbringen ihr das Urteil. Sie lässt ihr Leben Revue passieren. Dabei denkt sie vor allem an ihren Ehemann, dessen Tod sie zu verantworten hat. Sie ist so mitgenommen, dass sie Wahnvorstellungen bekommt. **Talbot*,* der unter seiner Kleidung ein Priestergewand trägt, kann sie wieder in die Realität zurückzuführen. Bei ihm legt sie ihre letzte Beichte ab. Als Akt letzter Gnade erlaubt **Elisabetta Maria*,* dass ihre Dienerin **Anna** sie auf das Schafott begleiten darf. **Maria** verzeiht **Elisabetta** und betritt gefasst die Hinrichtungsstätte.

![Deutsche Oper Berlin / Maria Sturda - hier Schlussapplaus mit Diana Damrau und Javier Camarena © Patrik Klein](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2018/06/m-s-3-neu-1.jpg)

Deutsche Oper Berlin / Maria Sturda - hier Schlussapplaus mit Diana Damrau und Javier Camarena © Patrik Klein

***Die musikalische Interpretation an der Deutschen Oper Berlin***

Konzertante Opern erfreuen sich größer werdender Beliebtheit, da sie oft innere Widerstände zu schlechten oder unverständlichen Inszenierung auflösen und allein die Komposition den Fokus des Besuchers prägt. Zudem genießt man auch die Superstars der Opernwelt persönlicher, emotionaler.

Orchestergraben und erste Reihe im Parkett sind in der **Deutschen Oper Berlin** überbaut, der Chor aufsteigend im Hintergrund der Bühne positioniert, davor das riesige Orchester; ein Meter über die gesamte Breite der Bühne sind Spielfläche der Solisten des Abends. Der Kontakt des Publikums zu den Protagonisten ist maximal; Emotionen und Konflikte erspürt, erlebt man hautnah. Es wird gezickt, gekniet, Machtlust und Rache ausgeübt, gefleht, geflucht und gehofft; die Musik **Donizettis** dringt tief ein in die gebannte Zuhörerschaft.

An der **Deutschen Oper Berlin** darf man die ganz besondere Zusammenkunft mehrerer Gesangskünstler und -innen größten Formats wahrnehmen. Die musikalischen Spitzen, die Koloratur-Dramatik lässt **Jana Kurucová** (Ensemblemitglied an der **Deutschen Oper Berlin**) als **Elisabetta** regelrecht aufblitzen. Sie überzeugte mit herrischer Präsenz und Autorität einer britischen Monarchin. Wunderbar gestaltet sie die Partie mit feinster italienischer Diktion besonders in den schweren Koloraturpassagen. Ihr herrlich abgedunkelter Mezzosopran beherrscht die Tücken dieser Rolle vollkommen. Man kann ihre absolut sichere Intonation auch in den allerhöchsten Tönen mit großer emotionaler Betroffenheit vernehmen. Mit großartiger Dynamik in der Stimme unterstreicht sie die zahlreichen emotionalen Regungen der englischen Monarchin. Ob liebevoll, Giftspritzen verteilend, Machtgelüste genießend oder rasend vor Eifersucht; man nimmt ihr die Partie ab. Ganz besonders überzeugt sie in der **Cavatine** im ersten Akt: **"*Ah! quando all'ara sorgemi – Ah dal ciel discenda un raggio"*** und in der „Trost-“ oder „Beleidigungs-Szene“ von Maria und **Elisabetta** im zweiten Akt: **"*Morta al mondo, morta al trono".*** Das war Weltklasse!

![Deutsche Oper Berlin / Maria Sturda - hier :Schlussapplaus mit Jana Kurucová, Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin © Patrik Klein](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2018/06/m-s-4-neu.jpg)

Deutsche Oper Berlin / Maria Sturda - hier :Schlussapplaus mit Jana Kurucová, Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin © Patrik Klein

(Schlussapplaus Jana Kurucová, Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin; Foto Patrik Klein)

Mit ihrer nach Zürich zweiten **Maria Stuarda** erhärtet **Diana Damrau** aufs Neue, dass sie wie z.B. **Jonas Kaufmann** zu den wenigen Deutschen gehört, die auch im nicht deutschen Fach Weltruhm erreichen können. **Diana Damrau** schließt hier nahtlos an die langjährige Ära der **Edita Gruberova** an und markiert buchstäblich eine gesangliche Zeitenwende. Es ist ein zeitgemäßes Singen auf allerhöchstem stimmlichen Niveau. Es ist ein Triumph. **Diana Damrau** besticht mit glasklarem wunderschönen Sopran, bei dem die Koloraturen gestochen scharf herausgearbeitet sind. Sowohl im Forte, als auch im Pianissimo ist ihre Stimmtechnik einzigartig, die Phrasierungen und das Legato gelingen ihr in hohem Maße. In ihrer einzigartigen Weise, ob leise flüsternd oder dramatisch aufbrausend, wirkt sie völlig frei jedweder Verstelltheit oder jedweden Manierismus. Es hat den Anschein, dass sie wie ein Michelangelo die Töne mit federleichtem Pinselstrich geschmeidig auf die Leinwand tupft. In ihrer Stimme erklingt eine innere Wucht und eine Entschiedenheit, wie man sie bisher bei ihr noch nicht kannte. Im Finale **"*Anna! Qui più sommessi … Deh! Tu di un’umile preghiera il suono Anna!"*** schließlich wandelt sie sich von einer von Qual durchdrungenen zu einer mit sich und der Welt ins Reine gekommen Frau. Sie singt mit schlafwandlerischer Sicherheit jeden Ton. Es klingt alles so leicht und ist doch so schwer. Das Pianissimo in der Höhe füllt das riesige Haus. Von inniger Liebe bis reiner Angriffslust. Vom "zartesten Ton" bis zur "hochdramatischen Eruption", man hört seelenverloren zu und spürt, dass kein einziger Moment der Unsicherheit folgen wird. Das ist es, was nicht bange werden lässt bei ihrem Weg vom hohen Koloratursopran zur tragischen Belcanto-Königin. Nach ihrem letzten Gebet: Ovationen. Man nimmt auch ihr die Rolle der unglücklichen schottischen Königin ganz einfach ab: **Diana Damrau** ist eine glaubhafte **Maria Stuarda*.* Im nächsten Jahr wird sie in **Hamlet** von **Ambroise Thomas** an der **Deutschen Oper Berlin** zu hören sein.

**Javier Camarena** beeindruckte uneingeschränkt als **Graf Leicester*.* Er gestaltete seine Partie mit großer Leidenschaft und doch viel Zärtlichkeit ohne Rückgriff auf extravagante Gesten. Seine Stimme klang einzigartig und so verführerisch, dass man es ihm leicht abnahm, die Eifersucht der Königin von England zu wecken. Besonders in der **Cavatine** und dem anschließenden Duett mit **Talbot** im ersten Akt: **"*Ah! rimiro il bel sembiante",*** ließ er die Stärken seiner Stimme zum ungebremsten Jubel seiner Zuhörerschaft erklingen.

Bass-Bariton **Nicolas Testé**, der Ehemann und Bühnenpartner von **Diana Damrau**, gestaltete einen geerdeten, väterlichen **Talbot** in etwas zurückhaltender wenig Schwärze aufzeigender Manier. Der Bass **Dong-Hwan Lee**, der die Partie des **Sir William Cecil** gab, sang sehr schön und angemessen dramatisch zurückhaltend. Als überkorrekter und bürokratischer Lord fiel es ihm leicht, **Elisabetta** zu überzeugen, das Todesurteil für **Maria Stuarda** zu unterzeichnen. Die Mezzosopranistin **Amira Elmadfa** gestaltete die Partie der **Anna Kennedy** erdig und sehr sicher.

Der **Chor der Deutschen Oper Berlin** nach ganz kleinen anfänglichen Orientierungsunsicherheiten wieder einmal mit großartiger Präzision, Formschönheit und Wohlklang, für die sich alleine schon die Reise in die Hauptstadt lohnt. Das **Orchester der Deutschen Oper Berlin** unter dem Gastdirigenten **Francesco Ivan Ciampa** bot rhythmisch und dynamisch flexiblen Donizettiklang, besonders im ersten Teil sehr wuchtig. Manchmal hätte hier ein wenig Zurücknahme die Sänger an der Rampe noch mehr zur Geltung gebracht.

Das Publikum unterbrach die Vorstellung häufig nach zahlreichen gelungenen Arien, Duetten und besonders eindringlich geratenen Passagen mit ungebremsten Jubelstürmen. Der Schlussapplaus war entsprechend gewaltig. Da **Diana Damrau** an diesem Tag ihren Geburtstag feierte, trat **Javier Camarena** als Dirigent hervor und forderte das Publikum zum Ständchen für die Jubilarin auf.

\---| IOCO Kritik Deutsche Oper Berlin|---