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# Baden-Baden, Festspielhaus, En suite-Festival - Tamestit, Tjeknavorian, Zassimova, 18.07. - 30.8.2020
- URL: https://www.ioco.de/baden-baden-festspielhaus-antoine-tamestit-mit-dem-ferrari-der-stradivaris-18-07-2020/
- Published: 2020-07-09T09:00:29.000Z
- Updated: 2023-09-06T13:03:50.000Z
- Author: Redaktion
- Tags: romeo und julia, Pressemeldungen & Nachrichten, Kritiken, Oper & Operette, Baden-Baden

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[Festspielhaus Baden - Baden](http://www.festspielhaus.de/?ref=ioco.de)

![Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2015/03/festspielhaus_baden-baden-foto-festspielhaus.jpg)

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

# *En suite - Festival - 18.7\. - 30.8.2020*

## Antoine Tamestit - Telemann, Bach - 18.7\. - 19.7.2020

Die **Festspiele Baden-Baden** finden im Sommer 2020 in **Hotels** und dem **Museum Frieder Burda** statt. Unter dem Motto **En suite** gibt es ein **Konzert-Programm** mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern sowie fest eingeplanten *„Aha- Effekten“* vom **18\. Juli bis zum 30\. August 2020.**

*„Wer die Begriffe Baden-Baden, Musik und Hotel zusammenfügt, erzeugt angenehme Bilder in den Köpfen der Menschen“,* so **Stampa.** Der Intendant möchte die durch die Corona-Pandemie erzwungene Spielpause auf diese angenehme Weise beenden. „*Wir tasten uns langsam wieder an Live-Veranstaltungen heran – derzeit in kleinem Rahmen, der in Baden-Baden aber auch immer die Begriffe Sicherheit und Wohlergehen mitschwingen lässt“.*

## [**Das vollständige Programm - En suite und mehr - HIER!**](https://www.festspielhaus.de/programm?ref=ioco.de)

Das **En suite - Festival** begrüßt Solistinnen und Solisten wie den französischen Ausnahme-Bratschisten **Antoine Tamestit,** ein Streich-Trio um den gefeierten österreichischen Geiger **Emmanuel Tjeknavorian**, die in Baden lebende russische Pianistin **Anna Zassimova** sowie die international gefeierten Ensembles delian::quartett und das Schumann-Quartett.

Spielorte sind der **Maler-Saal** des **Hotels Maison Messmer,** die Orangerie des **Brenners Park Hotel** sowie das **Museum Frieder Burda** (in Zusammenarbeit mit dem Hotel **„Kleiner Prinz**“).

Den Auftakt macht im **Malersaa**l des Hotels **Maison Messmer** der international als einer der einzigartigsten **Bratschisten** gefeierte **Antoine Tamestit**. In seinen Konzerten am Samstag **18\. Juli, 16 Uhr, und Sonntag 19\. Juli, 11 Uhr**, stellt er auf reizvolle Weise Werke **Johann Sebastian Bachs** denen seines Zeitgenossen **Georg Philip Telemann** gegenüber. Festspielhaus-Dozent **Dariusz Symanzski** wird in das Konzert einführen und so für zusätzliche Aha-Effekte beim Musikgenuss sorgen.

![Festspielhaus Baden - Baden / Antoine Tamestit à Paris en octobre 2016 © Julien Mignot / harmonia-mundi](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2020/07/antoinetamestit_168027-julien-mignot-for-harmonia-mundi.jpg)

Festspielhaus Baden - Baden / Antoine Tamestit à Paris en octobre 2016 © Julien Mignot / harmonia-mundi

Sowohl als Solist, Rezitalist und Kammermusiker ist **Antoine Tamestist** für seine unübertroffene Technik und die vielgerühmte Schönheit seines farbenreichen Bratschentons bekannt. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen bei renommierten Instrumentalwettbewerben, wie bei den **New Yorker Young Concert Artists Auditions** und dem Internationalen **Musikwettbewerb der ARD**. Und auch sein Instrument ist einzigartig: **Antoine Tamestist** spielt die vielleicht **wertvollste Viola der Welt**:

Er konzertiert auf der **1672** von **Stradivari** gebauten **„Mahler“- Bratsche,** die vermutlich erste Viola, die von **Stradivari** stammt. Sein Repertoire reicht von der Barockzeit bis zur Gegenwart. In der aktuellen Saison sollte er mit einem umfangreichen Programm an Solo- und Kammerkonzerten „**Portrait Artist**“ des London Symphony Orchestra sein, was die Corona-Pandemie unmöglich gemacht hat. Seine Residenz an der Kammerakademie Potsdam konnte er mit zwei Konzerten zumindest teilweise in Anspruch nehmen.

Er spielte mit dem **NDR Elbphilharmonie Orchester**, der **Sächsischen Staatskapelle** **Dresden**, dem **Orchestre de Paris**, den **Wiener Symphonikern**, dem **Tokyo Metropolitan Symphony Orchestr**a und dem **São Paulo Symphony Orchestra.** Neben **Sir John Eliot Garniner** arbeitet er regelmässig mit den Dirigenten **Valery Gergiev, Riccardo Muti, Marek Janowski, Antonio Pappano, François-Xavier Roth** und **Franz Welser-Möst** zusammen.

In der Zeit **Bachs** und **Telemanns** hatte die **Bratsche** im Ensemble der Streichinstrumente noch sehr viel mehr zu tun, als viele ihr heute zutrauen: Die Unterwerfung der Mittelstimmen kam erst im Rokoko und in der Wiener Klassik. War die Bratsche zuvor gleichberechtigter Partner im polyphonen Stimmgeflecht, verschwand sie nun in der vernachlässigten Mitte zwischen den Geigen, die oben jubilierten, und den Celli und Bässen, die unten Halt gaben. **Tamestit** deutet in seinem Programm die Bratsche wieder um: aus der lauen Mitte wird der wandlungsfähige, nach vielen Seiten offene Mittler: Denn es ist eine Stärke seines Instruments, dass auf ihm spieltechnisch alles möglich ist, was auch die Geige kann, wenn auch deren brillante Höhe fehlt. Zudem hat die Bratsche im tieferen Register mehr zu bieten als ihre zierliche Schwester – sie betört mit warmem, vollem Ton.

![Festspielhaus Baden - Baden / Malersaal Baden-Baden © Maison Messmer](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2020/07/baden-baden-malersaal_cmaison-messmer.jpg)

Festspielhaus Baden - Baden / Malersaal Baden-Baden © Maison Messmer

In den Konzerten am **18\. und 19 Juli** erklingen im **Malersaal des Maison Messmer** Fantasien von **Georg Philipp Telemann** und Suiten von **Johann Sebastian Bach**. Entstanden sind **Bachs** Suiten wie auch **Telemanns *Fantasien*** in den 1720er und 30er Jahren. Waren **Telemanns *Fantasien*** im Aufbau von **Bach** gar nicht so weit entfernt – auch in ihnen verbergen sich kleine Tanzsuiten und flotte Gigues im Dreiachteltakt.

Doch während bei **Bach** die Musik voranschreitet wie in einem Selbstgespräch oder einer Meditation, hört man bei **Telemann** das „Publikum“ immer gleich mit. Er bevorzugte klar umrissene, eingängige Melodien und folkloristische Rhythmen und komponierte mit Blick auf musikalische Laien, die seine Noten kauften oder Unterricht bei ihm nahmen. Damit stieß er eine Tür auf zur bürgerlichen Musikkultur, die nicht mehr für Gott oder den König, sondern für sich selbst musizierte.

Dass er in Leipzig aus geselligem Musizieren unter Studenten die öffentlichen „Kollegiumskonzerte“ formte, passt in diese neue Musikkultur. Sein Nachfolger als Leiter dieser Konzerte war dann gleichwohl kein Geringerer als Bach. Der Malersaal aus der Zeit der Belle Époque ist das Herzstück unter den festlichen Sälen, die das traditionsreiche Hotel **Maison Messmer** für außergewöhnliche und exklusive Veranstaltungen bereithält. Schon im alten „Messmer“ war der **Malersaal** Ort für festliche Events, hier gab sich die High Society von Baden-Baden ein Stelldichein. Aufwendig restauriert, mit über sieben Metern Raumhöhe und einem geradezu imperialen Ambiente, knüpft der Malersaal heute wieder an diese Tradition an und bietet einen idealen Rahmen für den En suite- Auftakt.

\---| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |---