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# Augsburg, Theater Augsburg,  Die Orestie - Aischylos, 29.09.2018
- URL: https://www.ioco.de/augsburg-theater-augsburg-premiere-die-orestie29-09-2018/
- Published: 2018-07-30T13:00:48.000Z
- Updated: 2023-09-06T12:47:24.000Z
- Author: Redaktion
- Tags: Oper & Operette, Konzert & Liederabend, Spielplan, richard wagner, Premiere, Klassik, Rigoletto, wolfgang amadeus mozart, giacomo puccini, Kritiken, Puccini, Premieren, Augsburg

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[Theater Augsburg](http://www.theater-augsburg.de/?ref=ioco.de)

![Theater Augsburg / Außenansicht © Theater Augsburg](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2017/07/theater-augsburg-aussenansicht-c-theater-augsburg1.jpg "Theater Augsburg / Außenansicht © Theater Augsburg")

Theater Augsburg / Außenansicht © Theater Augsburg

# Die Orestie - Agamemnon, Die Choephoren, Die Eumeniden

***Von der griechischen Antike zur heutigen Rechtsprechung***

**Premiere : 29.9.2018 19:30 im martini-Park, weitere Vorstellungen: siehe unten**

Mord, Rache und Sühne lauten die zentralen Motive in ***Die Orestie,*** ein 2500 Jahre altes Stück aus der griechischen Antike mit heutiger Wucht, dessen Premiere am 29\. September die Eröffnung der Schauspielsaison 2018/19 im martini-Park markiert. In seiner Tragödien-Trilogie skizzierte **Aischylos** vor fast 2500 Jahren die »Erfindung« eines (vor-)demokratischen Staatswesens, auf deren Fundament unsere heutige westlich-demokratische Grundordnung basiert und deren Existenz gegenwärtig von massiven politisch tektonischen Verschiebungen bedroht erscheint. Regisseur **Wojtek Klemm** übersetzt die politische Aktualität dieser Trilogie in einer packenden Inszenierung von großer nicht zuletzt körperlich spürbarer Intensität.

![Theater Augsburg / Die Orestie © Jan-Pieter Fuhr](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2018/07/buehnenbild_c_jan-pieter-fuhr.jpg)

Theater Augsburg / Die Orestie © Jan-Pieter Fuhr

# *Die ORESTIE*

**Tragödientrilogie von Aischylos**

Das Unheil nimmt seinen Lauf, als der griechische Herrscher ***Agamemnon*** seine Tochter ***Iphigenie*** opfert, um die Götter auf dem Weg in den Krieg nach Troja gnädig zu stimmen. Das Opfer zeigt zwar den gewünschten Erfolg, doch seine Frau, ***Klytaimestra,*** ist davon naturgemäß nicht gerade begeistert. Sehnsüchtig wartet sie auf seine Rückkehr, um ihn aus Rache zu erschlagen. Dies und die Tatsache, dass sie sich mit dem verhassten Onkel ***Thyest*** zur Herrscherin über die Stadt erhebt, bringt wiederum ihre beiden Kinder, ***Orest*** und ***Elektra,*** gegen sie auf. Dabei steht ***Orest*** vor dem moralischen Dilemma, den Mord am Vater rächen zu wollen, dafür aber die Mutter umbringen zu müssen. Angestachelt vom aufgebrachten Volk, das die ihm verhasste Herrscherin loswerden möchte, entschließt er sich zur Tat, wird dafür aber zur Strafe von den Erinnyen, den von seiner Mutter geschickten Rachegeistern, verfolgt. Dieser – scheinbar gottgewollten – Spirale von *»Tod folgt auf Tod«* setzt schließlich die ***Göttin Athene*** ein Ende, indem sie eine weltliche Ordnung einsetzt und die Menschen in die Selbstverantwortung entlässt.

Als der Dichter **Aischylos** im Jahr 458 v. Chr., zwei Jahre vor seinem Tod, mit der Uraufführung seiner Trilogie, die den Weg aus der Blutrache hin zu einer vormodernen Rechtsprechung nachzeichnet, den Siegespreis bei den Dionysien in Athen gewann, konnte er nicht ahnen, dass die Halbwertzeit der attischen Demokratie nur von begrenzter Dauer war und Europa für mehr als 2000 Jahre wieder im Blutsumpf rach- und herrschsüchtiger Despoten versinken sollte. Vor diesem Hintergrund und der sich aktuell immer deutlicher abzeichnenden antidemokratischen Verwerfungen in der Welt, kann uns diese einzige erhaltene Tragödien-Trilogie als mahnende Warnung gelten, unbeugsam für den Erhalt unserer Demokratie einzustehen.

***Die Orestie*** ist die erste Regiearbeit des deutsch-polnischen Regisseurs **Wojtek Klemm** am **Theater Augsburg.** Er inszeniert regelmäßig in Polen, Deutschland, der Schweiz, Österreich und Israel. Seine letzten Arbeiten endstanden am Deutschen Theater Berlin (»Tigermilch«), an den Münchner Kammerspielen (»1968«) und am polnischen Theater in Toruc (***König Ödipus***).

Inszenierung **Wojtek Klemm,** Bühne & Kostüme Katrin Kersten, Musikkomposition Albrecht Ziepert, Choreografie Efrat Stempler, Dramaturgie **Lutz Keßler**

***Orestes,*** Chor Sebastian Baumgart, ***Kassandra,*** Chor Linda Elsner, Wächter, Apollon, Chor Gerald Fiedler, ***Iphigenie,*** Chor, Chorführerin (2\. Teil) Marlene Hoffmann, Amme, Athene, Chor Natalie Hünig, Bote, Chorführer (1\. Teil), Chor Anatol Käbisch, Agamemnon, Chor Thomas Prazak, **Klytaimnestra,** Chor Katharina Rehn, Aigisth, Chor Patrick Rupar, ***Elektra,*** Chor Karoline Stegemann

**Premiere :** 29.9.2018 19:30 | martini-Park, **Weitere Termine** 3.10.2018 18:00 | martini-Park, 6.10.2018 19:30 | martini-Park, 20.10.2018 19:30 | martini-Park, 16.11.2018 19:30 | martini-Park, 22.11.2018 19:30 | martini-Park, 8.12.2018 19:30 | martini-Park, 18.12.2018 19:30 | martini-Park, 2.1.2019 19:30 | martini-Park, 18.1.2019 19:30 | martini-Park,, 3.2.2019 18:00 | martini-Park

\---| Pressemeldung Theater Augsburg |---