Kassel, Staatstheater Kassel, 8. Sinfoniekonzert, Bellini Wagner Schönberg, 04.07.2018

Mai 24, 2018  
Veröffentlicht unter Pressemeldung

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Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

8. Sinfoniekonzert – 4. Juni 2018 – Stadthalle

Vincenzo Bellini: Sinfonia zu Norma
Richard Wagner / Felix Mottl: Wesendonck-Lieder WWV 91
Arnold Schönberg:  Pelleas und Melisande –  Sinfonische Dichtung op. 54

Dirigent: Francesco Angelico, Solistin: Okka von der Damerau (Mezzosopran)

Staatstheater Kassel / Francesco Angelico - GMD Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel / Francesco Angelico – GMD Staatstheater Kassel © N. Klinger

Zum Abschluss seiner Sinfoniekonzert-Saison spielt das Staatsorchester Kassel am Montag, 4. Juni, unter der Leitung von Generalmusikdirektor Francesco Angelico die Sinfonische Dichtung „Pelleas und Melisande“ von Arnold Schönberg, Vincenzo Bellinis Sinfonia zu Norma sowie Richard Wagners Wesendonck-Lieder in der Orchesterfassung von Felix Mottl. Eine Änderung hat sich bei der Besetzung der Sängerin ergeben: Statt Janina Baechle wird die international gefragte und Bayreuth-erfahrene Mezzosopranistin Okka von der Damerau die Wesendonck-Lieder singen.

Okka von der Damerau ist Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper und wirkte an zahlreichen Produktionen dieses Hauses und der Münchner Opernfestspiele mit, u.a. als Brangäne in Tristan und Isolde. Bei den Bayreuther Festspielen war sie 2013 und 2014 im Ring des Nibelungen als 1. Norn, Floßhilde und Grimgerde zu erleben, 2015 gab sie ihr Debüt an der Mailänder Scala und 2016 an der Lyric Opera of Chicago. 2017 trat sie als Erda erstmals an der Wiener Staatsoper auf.

Staatstheater Kassel / Okka von der Damerau © Daniel Schäfer

Staatstheater Kassel / Okka von der Damerau © Daniel Schäfer

Bellini und Wagner in einem Konzert? Das mag auf den ersten Blick verwundern. Stehen hier nicht musikalische Italianità gegen deutsche Bedeutungsschwere? Richard Wagner selbst wäre darüber durchaus anderer Ansicht gewesen: Er bewunderte Bellini für die unendlichen Melodien, die der Italiener anscheinend mühelos hervorzauberte – und die Wagner auf ganz andere Weise für sich neu erfand, als er „Tristan und Isolde“ komponierte.

Wagners Sympathie für die beiden unglücklich Liebenden und die musikalische Nähe einer Wesendonck-Lieder zu „Tristan und Isolde“ entspringen der sehnsuchtsvollen Liebesgeschichte zwischen ihm und der Schriftstellerin Mathilde Wesendonck, der Frau seines Züricher Gönners Otto Wesendonck. Seine Vertonung von fünf Gedichten Mathilde von Wesendoncks spiegeln den zwischen überschwänglicher Euphorie und wahnhafter Bedrücktheit schwankenden Zustand der heimlich Liebenden.

Zwei unglückliche Liebende, die in dieser Welt nicht zueinander finden können, sind auch Pélleas und Mélisande. Selten hat ein Drama so viele Komponisten inspiriert wie das gleichnamige Stück des Symbolisten Maurice Maeterlinck. Arnold Schönberg plante zunächst eine Oper, schrieb dann aber 1902 als sein Opus 5 eine 40-minütige sinfonische Dichtung, die ganz im Sinne von spätromantischer Programmmusik die einzelnen Stationen des Dramas nachvollzieht und eine ungeheure Palette an faszinierenden Orchesterfarben aufbietet – flirrend, schmelzend, aber auch schaurig abgründig.

4.6.2018: Konzertbeginn 20 Uhr. 19.15 Uhr findet eine Einführung statt. Karten erhältlich an der Theaterkasse, Tel. (0561) 1094-222

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