Leipzig, Oper Leipzig, Spielplan November 2016

September 15, 2016 by  
Filed under Oper Leipzig, Pressemeldung, Spielpläne

Oper Leipzig

 Oper Leipzig © Adreas Bikigt

Oper Leipzig © Adreas Bikigt

Spielplan der Oper Leipzig Spielzeit 2016/17 November 2016

03 November 2016
19:00 Das Rote Sofa »Starke Frauen – starke Stimmen« | Konzertfoyer Opernhaus


04 FR
18:00 Die Märchen der Gebrüder Grimm (Ballett) Schröder | Opernhaus
19:30 muko.hör.saal//3 Musik und Lyrik aus Russland | Musikalische Komödie


05 SA
14:00 Öffentliche Hausführung | Opernhaus
19:00 Turandot Puccini | Opernhaus
19:00 Die Piraten Gilbert/Sullivan | Musikalische Komödie


06 SO
11:00 Peter und der Wolf Prokofjew | Venussaal MuKo
11:00 Familienführung | Opernhaus
14:00 Oper zum Mitmachen Ein Märchenprinz für Aschenputtel | Probebühne
15:00 Die Piraten Gilbert/Sullivan | Musikalische Komödie
18:00 La Traviata Verdi | Opernhaus


08 DI
10:00 Babykonzert | Venussaal Musikalische Komödie
19:30 Romeo und Julia (Ballett) Prokofjew/Mahr | Musikalische Komödie


10 DO
18:30 Sächsisches Druckgrafik-Symposion Vernissage | Konzertfoyer Opernhaus


11 FR
18:00 Le nozze di Figaro Mozart | Opernhaus
21:45 Nachtführung | Opernhaus


12 SA
14:00 Öffentiche Hausführung | Opernhaus
19:00 Die Zauberflöte Mozart | Opernhaus
19:00 Die Fledermaus   J.Strauß – WIEDERAUFNAHME | Musikalische Komödie
22:00   euro-scene Leipzig (Gastspiel) Ayelen Parolin, Brüssel | »Hérétiques« (Ketzer), Tanzstück | Probebühne Opernhaus


13 SO
11:00   Familienführung | Opernhaus
15:00 Die Märchen der Gebrüder Grimm (Ballett) Schröder | Opernhaus
15:00 Die Fledermaus   J.Strauß | Musikalische Komödie
17:00   euro-scene Leipzig (Gastspiel) Ayelen Parolin, Brüssel | »Hérétiques« (Ketzer), Tanzstück | Probebühne Opernhaus


14 November 2016
18:00   Blue Monday Vorgestellt: die neuen Tänzer | Ballettsaal Opernhaus (Eingang Kellertheater)


15 DI
18:00   Oper Leipzig Werkstatt zu »Lucia di Lammermoor« | Opernhaus
19:30   Dracula Wildhorn/Black/Hampton | Musikalische Komödie


16 MI
15:00  Aladin und die Wunderlampe Rota | Opernhaus
15:00  Dracula Wildhorn/Black/Hampton | Musikalische Komödie
17:30   Nachtführung | Opernhaus


18 FR
08:30     LeseLust Leipzig e.V. (Sonderlesung) | Probebühne Opernhaus
11:00   Der Karneval der Tiere (Ballett) Bruland/Saint-Saëns | Konzertfoyer Opernhaus
19:30   Romeo und Julia (Ballett) Prokofjew/Mahr | Musikalische Komödie


19 SA
14:00   Öffentliche Hausführung | Opernhaus
19:00 Madama Butterfly Puccini | Opernhaus
19:00 Im Weißen Rössl Benatzky | Musikalische Komödie
20:00   Tanz in den Häusern der Stadt #12 | Club International


20 SO
11:00   Familienführung | Opernhaus
14:00   Oper zum Mitmachen Von Helden, Zwergen, Drachen … | Probebühne
15:00 Im Weißen Rössl Benatzky | Musikalische Komödie
15:00 Der Karneval der Tiere (Ballett) Bruland/Saint-Saëns | Konzertfoyer Opernhaus
18:00   Nabucco Verdi | Opernhaus


22 DI
11:00 Der Karneval der Tiere (Ballett) Bruland/Saint-Saëns | Konzertfoyer Opernhaus
19:30 Die Fledermaus   J.Strauß | Musikalische Komödie


25 FR
10:00 Babykonzert | Venussaal Musikalische Komödie
19:30 Der Nussknacker (Ballett) Tschaikowski/Dury | Opernhaus
19:30 Capriolen Die Lindenauer Palast-Revue | Musikalische Komödie
22:15 Nachtführung | Opernhaus


26 SA
14:00 Öffentliche Hausführung | Opernhaus
15:00 Musikalischer Salon »Enoch Arden« Strauss | Konzertfoyer Opernhaus
19:00 Lucia di Lammermoor Donizetti – PREMIERE | Opernhaus
19:00 Die Piraten Gilbert/Sullivan | Musikalische Komödie


27 November 2016
10:00 Musikalisches Weihnachtsbaumschmücken | Musikalische Komödie
15:00 Die Piraten Gilbert/Sullivan | Musikalische Komödie
15:00 Der Karneval der Tiere (Ballett) Bruland/Saint-Saëns | Konzertfoyer Opernhaus
18:00 Turandot Puccini | Opernhaus


28 MO
19:30 Jazz am Montag | Musikalische Komödie


29 DI
11:00 Der Karneval der Tiere (Ballett) Bruland/Saint-Saëns | Konzertfoyer Opernhaus


30 MI
10:00 Peter und der Wolf Prokofjew | Venussaal Musikalische Komödie
11:00 Der Karneval der Tiere (Ballett) Bruland/Saint-Saëns | Konzertfoyer Opernhaus; PMOL

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Wien, Wiener Staatsoper, 610.461 Besucher, 98,59% Auslastung, IOCO Aktuell, 11.09.2016

September 13, 2016 by  
Filed under Pressemeldung, Wiener Staatsoper

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Staatsoper Wien: Olymp der Musiktheater in Zahlen

610.461 Gäste  besuchten in der Spielzeit 2015/16 299 Opern-, Ballett-, Kinderopern-vorstellungen und Matineen auf der Hauptbühne der Wiener Staatsoper, 76 Vorstellungen im Studio Walfischgasse sowie 20 Matineen im Gustav Mahler-Saal. Das entspricht einem Besucherrekord seit der Ausgliederung der Wiener Staatsoper aus dem Bundestheaterverband 1999.

Die Auslastung der Wiener Staatsoper betrug 2015/16 98,59% (2014/2015: 99,02%).

 Intendant Dominique Meyer © IOCO

Intendant Dominique Meyer © IOCO

Erfreulich auch die Zahl verkaufter Kinderkarten im Haupthaus und der Walfischgasse: In der Saison 2015/2016 wurden 11.652 Kinderkarten (2014/2015: 9.159) vergeben – somit um über 20% mehr als in der Vorsaison. Dazu kommen in beiden Spielzeiten rund 7.000 Kinder in den beiden Vorstellungen von Die Zauberflöte für Kinder am Tag nach dem Wiener Opernball. Weiterhin gut angenommen wird das Angebot von WIENER STAATSOPER live at school, bei dem Schülerinnen und Schülern ein virtueller Probenbesuch in der Wiener Staatsoper ermöglicht wird: Seit Projektstart im Juni 2014 gab es bisher 328 Klassenanmeldungen aus rund 150 Schulen in ganz Österreich, Deutschland, Tschechien, Großbritannien und der Türkei für die insgesamt 19 Termine, womit rund 6.500 Schülerinnen und Schüler erreicht werden konnten. PMWSto

Hamburg, Staatsoper Hamburg, Spielplan 2016/17: Zauberflöte, Frau ohne Schatten, Anna Karenina, IOCO Aktuell, 10.09.2016

September 9, 2016 by  
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Staatsoper Hamburg

Kurztext : „Die Hamburgische Staatsoper ist mit 1670 Plätzen nach der Bayerischen Staatsoper in München und der Deutschen Oper in Berlin drittgrößtes Musiktheater Deutschlands. Vor über 300 Jahren, am 2. Januar 1678, wurde es  als Opern-Theatrum und erstes öffentliches Opernhaus in Deutschland gegründet.“

Hamburgische Staatsoper © Kurt Michael Westermann

Hamburgische Staatsoper © Kurt Michael Westermann

Spielplan 2016/17 der Staatsoper Hamburg

Die Hamburgische Staatsoper ist mit 1670 Plätzen nach der Bayerischen Staatsoper in München und der Deutschen Oper in Berlin bedeutend wie drittgrößtes Musiktheater Deutschlands. Vor über 300 Jahren, am 2. Januar 1678, wurde es  als Opern-Theatrum und erstes öffentliches Opernhaus in Deutschland gegründet.

Hamburg / Staatsoper-Management Neumeier, Nagano, Delnon © IOCO

Hamburg / Staatsoper-Management Neumeier, Nagano, Delnon © IOCO

Die gesamte Auslastung der Staatsoper Hamburg betrug in der Spielzeit 2014/15 84%. Das HAMBURG BALLETT und John Neumeier bestätigte dabei seinen Weltstandard mit 92% Auslastung. Auffällig die bescheidene Auslastung des Musiktheaters von 79%.  Etwa 370.000 Zuschauer besuchten die bedeutendste Kulturinstitution Norddeutschlands. Der Weltruf der Staatsoper Hamburg ist weiterhin  maßgeblich  durch das HAMBURG BALLETT von John Neumeier  getrieben.

Georges Delnon, Intendant, und Kent Nagano, Generalmusikdirektor, neu im Amt als Nachfolger von Simone Young, und John Neumeier, langjähriger Intendant des HAMBURG BALLETT formulierten in ihrer Jahrespressekonferenz im April 2016 nur künstlerische Inhalte zum Spielplan 2016/17. Das neue Management Delnon / Nagano machte trotz wiederholter Rückfragen zum operativen Status der laufenden Saison 2015/16 der Staatsoper, zu Budget, Auslastung oder ihren Zielen keine Aussagen.

 Hamburg / Binnenalster © IOCO

Hamburg / Binnenalster © IOCO

Die Staatsoper Hamburg eröffnet am 23. September 2016 die Saison mit Mozarts Zauberflöte. „Eines der größten Rätselwerke unserer Kultur“ (Peter von Matt) zieht sich gleichsam durch die  Spielzeit: mit einer Neuinszenierung auf der Großen Bühne, einer Version eigens für Kinder und  einem flankierenden Stadt- und Schulprojekt. „In Zeiten von Umbruch, von Wertediskussion und  fundamentalen gesellschaftlichen Veränderungen stellt die Staatsoper Hamburg mit Mozarts  Meisterwerk DIE Oper in den Mittelpunkt, die sich exemplarisch mit der Würde des Menschen und  der Sinnhaftigkeit des (Zusammen-) Lebens auseinandersetzt.“, so Opernintendant Georges Delnon zur Programmatik der Spielzeit 2016/2017.

Paris / Serge Nijinski © IOCO

Paris / Serge Nijinski © IOCO

Beim  Hamburg Ballett steht die Saison 2016/2017 im Zeichen der Tradition Russlands als großer  europäischer Kulturnation. Ballettintendant und Chefchoreograf John Neumeier zum diesjährigen  Schwerpunkt: „In der aktuellen Saison stehen Ballette inspiriert von Meisterwerken der russischen Literatur besonders im Blickpunkt, beispielsweise durch die Uraufführung von Anna Karenina nach Leo Tolstoi und die Wiederaufnahme von Die Möwe nach Anton Tschechow. Ebenfalls als Wiederaufnahme kehrt mit Nijinsky das Porträt eines polnisch-russischen Tänzers ins Repertoire zurück, der zu den wichtigsten Persönlichkeiten der Ballettgeschichte zählt. Als Premiere präsentieren wir die Hamburger Fassung meiner getanzten Version von Gustav Mahlers Das Lied von der Erde, die ich im Februar 2015 mit dem Ballett der Pariser Oper kreiert habe.“

Die Konzertsaison 2016/2017 steht ganz im Zeichen der Elbphilharmonie-Eröffnung im Januar 2017. Das Philharmonische Staatsorchester und Generalmusikdirektor Kent Nagano präsentieren u.a. im Rahmen der Eröffnungsphase die Uraufführung einer Auftragskomposition von  Jörg Widmann und im weiteren Verlauf mit Mahlers 8. Sinfonie oder Schönbergs Gurre-Liedern zwei programmatische Schwergewichte in Hamburgs neuem Konzerthaus. Daneben bilden internationale  Gastspiele Höhepunkte der kommenden Spielzeit: Einladungen des Ravenna Festivals und der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern folgt eine rund 3-wöchige Südamerika-Tournee mit Stationen in Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien und Uruguay.

Die Spielzeit 2016/2017 der Staatsoper Hamburg  im Überblick:

 Wien / Wolfgang Amadeus Mozart © IOCO

Wien / Wolfgang Amadeus Mozart © IOCO

Die Zauberflöte wird in der Regie von Jette Steckel und der musikalischen Leitung von Jean-Christophe Spinosi am 23. September 2016 die Spielzeit 2016/2017 eröffnen. Flankierend werden  hierzu in den sieben Stadtteilen Hamburgs mit opernbegeisterten Laien Teile der Zauberflöte einstudiert und diese am frühen Abend am Jungfernstieg zusammengefügt. Um die Eröffnungspremiere möglichst für alle Hamburger zugänglich zu machen, wird sie im Rahmen des Binnenalster Filmfestes und in Zusammenarbeit mit Filmfest Hamburg, dem City Management Hamburg und dem „Verein lebendiger Jungfernstieg“, zeitversetzt auf einer Kino-Leinwand am Jungfernstieg übertragen.

Am 6. November 2016 fügen sich zwei Opern-Einakter zu einem besonderen Opernabend zusammen: Péter Eötvös‘ Oper Senza Sangue gelangt zu ihrer szenischen Uraufführung. Der zweite Teil des Abends ist Béla Bartóks Herzog Blaubarts Burg. Die musikalische Leitung hat Péter Eötvös, Regie führt der russische Regisseur Dmitri Tcherniakov.  Als Übernahme vom Theater Basel wird ab dem 8. Januar 2017 Giuseppe Verdis Otello in der Regie-Handschrift von Calixto Bieito und der musikalischen Leitung von Paolo Carignani an der Staatsoper Hamburg zu sehen sein. Alban Bergs Lulu erfährt durch den Hamburgischen Generalmusikdirektor Kent Nagano und den Schweizer Regisseur Christoph Marthaler eine neue aufregende Lesart. Premiere ist am 12. Februar  2017.  Als weitere Neuproduktion der Staatsoper Hamburg inszeniert Andreas Kriegenburg Richard Strauss’ Frau ohne Schatten unter der musikalischen Leitung von Kent Nagano. Premiere ist am 16. April 2017.

Als Koproduktion der Staatsoper Hamburg, des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg und  der Elbphilharmonie Hamburg wird Gustav Mahlers Achte Sinfonie am 28. April 2017 in der  Elbphilharmonie Premiere haben. Die musikalische Leitung hat Kent Nagano. Für die Visualisierung zeichnet die Künstlerin rosalie.

Alle Neuproduktionen der Großen Bühne und Mahlers Achte in der Elbphilharmonie werden freundlicherweise durch die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper unterstützt. Tristan und Isolde, eine legendäre Produktion der Staatsoper Hamburg in der Inszenierung von Ruth Berghaus aus dem Jahr 1988 ist zu einem Gastspiel mit zwei Vorstellungen am 4. und 7. Oktober 2016 an das Teatro Mayor in Bogotá/Kolumbien nach Südamerika eingeladen. Es spielt das Philharmonische Staatsorchester unter der Leitung von Kent Nagano.

Die „opera piccola“ der Staatsoper Hamburg mit dem Titel Erzittre, feiger Bösewicht! bietet ein Vermittlungsprojekt der besonderen Art. Diese Oper für Kinder ab 7 Jahren nach Motiven der Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart in der Bearbeitung von Johannes Harneit wird von Georges Delnon inszeniert und von Kent Nagano musikalisch geleitet. Premiere ist am 20. April 2017 auf der Probebühne 1 und danach wird die Produktion an unterschiedlichen Orten in Hamburg  zur Aufführung kommen. Es singen und spielen die Mitglieder des Internationalen Opernstudios, The Young ClassX Solistensemble, Mitglieder der Orchesterakademie des Philharmonischen Staatsorchesters und des Felix Mendelssohn Jugendsinfonieorchesters.

Die Spielzeit des Hamburg Ballett John Neumeier 2016/2017 im Überblick:

Die Saison 2016/2017 steht beim Hamburg Ballett ganz im Zeichen der großen Tradition Russlands als europäischer Kulturnation. In den Mittelpunkt stellt Ballettintendant und Chefchoreograf John Neumeier Ballette inspiriert von Meisterwerken der russischen Literatur. Zur Uraufführung kommt am 2. Juli 2017 mit Anna Karenina die tänzerische Sicht John Neumeiers auf den weltberühmten Roman des russischen Schriftstellers Leo Tolstoi. Mit Musik von Peter I. Tschaikowsky und Alfred Schnittke erweckt John Neumeier die rund 800 geschriebenen Seiten zum Leben für sein neues Ballett, das in Zusammenarbeit mit dem Ballett des Bolschoi Theaters und dem National Ballet of Canada produziert wird.

Wien / Gustav Mahler © IOCO

Wien / Gustav Mahler © IOCO

Am 24. September 2016 steht beim gemeinsamen Eröffnungswochenende mit der Staatsoper Hamburg die Wiederaufnahme von John Neumeiers im Jahr 2000 uraufgeführtem Ballett Nijinsky auf dem Programm. Das Porträt des legendären polnisch-russischen Tänzers und Choreografen war zuletzt 2013 in Hamburg zu erleben. Mit der zweiten Wiederaufnahme der Spielzeit, Die Möwe, wird am 26. Februar 2017 der Saison-Schwerpunkt zu choreografischen Interpretationen von russischer Literatur fortgesetzt. John Neumeiers 2002 uraufgeführtes Ballett frei nach Anton Tschechow wurde zuletzt 2009 in Hamburg aufgeführt und befragt die Balance zwischen Leben und Kunst. Als Premiere der Spielzeit präsentiert John Neumeier am 4. Dezember 2016 mit Das Lied von der Erde die Hamburger Fassung seiner getanzten Version von Gustav Mahlers Komposition, die er im Februar 2015 mit dem Ballett der Pariser Oper kreiert hat. Vielleicht seine letzte Schöpfung zu  einem sinfonischen Werk des großen österreichischen Komponisten, ist Das Lied von der Erde für John Neumeier „die ergreifendste und erhabenste ‚Sinfonie‘ von Gustav Mahler“. Es singt der Tenor Klaus Florian Vogt.  Die Uraufführung von John Neumeiers Anna Karenina eröffnet zugleich die 43. Hamburger Ballett-Tage, die am 16. Juli 2017 mit der international besetzten Nijinsky-Gala XLIII ihren Abschluss finden. Während des zweiwöchigen Festivals sind mit Die Möwe, Nijinsky und Tatjana drei weitere Ballette des Russland-Schwerpunkts der Saison erneut zu erleben, genauso wie Die kleine Meerjungfrau zur Musik der russisch-amerikanischen Komponistin Lera Auerbach. Außerdem stehen John Neumeiers jüngste Kreationen Das Lied von der Erde, Turangalîla, Duse und Peer Gynt auf dem Programm sowie zwei Vorstellungen einer renommierten  Gastcompagnie (11./12. Juli 2017).

Viermal in der Spielzeit finden die beliebten Ballett-Werkstätten statt. In diesen Matinee- Vorstellungen erläutert John Neumeier die tanzhistorischen Hintergründe zu seinen Balletten und  gibt Einblicke in deren Entstehungsprozesse. Die Ballettschule des Hamburg Ballett präsentiert vom 27. Februar bis zum 5. März 2017 erneut die eigenen Choreografien der Absolventen der Abschlussklassen bei der  Werkstatt der Kreativität VIII im Ernst Deutsch Theater. Im Frühjahr werden auch die Jungen Choreografen des Hamburg Ballett wieder mit eigenen Arbeiten in der opera stabile zu erleben sein. Die Spielzeit 2016/2017 führt das Hamburg Ballett darüber hinaus auf  Tourneen ins In- und  Ausland – mit insgesamt vier verschiedenen Balletten, einer Ballett-Werkstatt und einem Gala-Programm. Im Oktober reist die Compagnie für ihre alljährliche Herbstresidenz ins Festspielhaus  Baden-Baden, im Februar 2017 ins Opernhaus von Florenz und im März und April dann auf eine große USA-Tournee mit Stationen im Joyce Theater in New York und im Kennedy Center in Washington.

4.  Die Konzertsaison des Philharmonischen Staatsorchesters 2016/2017 im Überblick:

Zu den Höhepunkten der 189. Philharmonischen Konzertsaison zählen drei großbesetzte oratorische Werke unter der Leitung von Kent Nagano in der Elbphilharmonie: am 13. Januar 2017 steht die Uraufführung der Auftragskomposition von Jörg Widmann im Rahmen der Eröffnungsphase der Elbphilharmonie  auf dem Programm. Der Kompositionsauftrag an Jörg Widmann wird gefördert durch die Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. Ende April/Anfang Mai 2017 folgt als Kooperation mit der Staatsoper Hamburg und der Elbphilharmonie Hamburg die spektakuläre Achte Sinfonie von Gustav Mahler, visualisiert von der Künstlerin rosalie. Im Juni 2017 dirigiert Hamburgs Generalmusikdirektor mit Arnold Schönbergs Gurre-Liedern ein weiteres hochkarätiges und äußerst selten zu erlebendes Oratorium.  Außer in Hamburg ist das Philharmonische Staatsorchester mit Kent Nagano auch bei internationalen Gastspielen im Sommer und Herbst 2016 zu erleben: Einladungen des Ravenna Festivals und der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern folgt eine rund 3-wöchige Südamerika-Tournee mit Stationen in Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien und Uruguay.

Vielversprechende Programme und Künstler hält auch die übrige Hamburger Konzertsaison bereit: Gast-Solisten wie Gautier Capuçon, Gidon Kremer, Heinz Holliger, Mirijam Contzen oder Augustin Hadelich präsentieren Werke von Mendelssohn Bartholdy über Elliott Carter bis hin zu Sofia Gubaidulina. Gast-Dirigenten wie Thomas Zehetmair, Reinhard Goebel, Sir Neville Marriner, Manfred Honeck oder Gustavo Gimeno dirigieren Klassiker etwa von Beethoven, Brahms oder Tschaikowsky. Die 2015 von Kent Nagano initiierte Philharmonische Akademie steht auch 2016 vor dem offiziellen Beginn der Spielzeit auf dem Programm: Neben der Violinistin Veronika Eberle ist die Audi Jugendchorakademie eingeladen um mit den Philharmonikern kammermusikalisches Ensemblespiel zu praktizieren. Die interdisziplinäre Reihe „Musik und Wissenschaft“ in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft ist im Februar 2017 geplant, mit Veranstaltungen in der Elbphilharmonie und dem Spiegelsaal des Museum für Kunst und Gewerbe.

Im Rahmen der Kammermusikreihe der Philharmoniker gibt es Konzerte sowohl im kleinen Saal der Laeiszhalle als auch im kleinen Saal der Elbphilharmonie, u.a. ein Sonderkammerkonzert mit dem ehemaligen Philharmoniker-Hornisten und jetzigem Heldentenor Klaus Florian Vogt. Darüber hinaus präsentieren die Musikerinnen und Musiker des Philharmonischen Staatsorchesters Musik von barocken Meistern, über Streichtrio- und Streichquartett-Literatur bis hin zu einem reinen Blechbläser-Programm.

Das Education-Programm des Philharmonischen Staatsorchesters „jung“ wird um eine neue Reihe für Kinder und Jugendlicheerweitert: mit „Tonangeber“ präsentieren Philharmoniker kurze kammermusikalische Werke und entschlüsseln zusammen mit den Hörern im Alter von 9 bis 13 Jahren musikalische Begriffe und Extreme in der Musik. PMHHStO/IOCO

 

Osnabrück, Theater am Domhof, Die Zauberflöte von Wolfgang A. Mozart, IOCO Kritik, 08.09.2016

September 8, 2016 by  
Filed under Kritiken, Theater Osnabrück

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Theater Osnabrück

Die Zauberflöte im Theater am Domhof versprüht wenig Glanz. Regisseur Alexander May gestaltet Mozarts letzte Oper „Die Zauberflöte“ nicht sehr klar als Traum vom Erwachsenwerden, und Dirigent Daniel Inbal schafft für die Handlung keinen durchgehend tragenden Mozartschen Klang“.   Hanns Butterhof

Osnabrück / Theater am Domhof © Marius Maasewerd

Osnabrück / Theater am Domhof © Marius Maasewerd

Traum und Trauma des Erwachsenwerdens

Die Zauberflöte im Theater am Domhof

Großer Premierenbeifall für Mozarts Singspiel „Die Zauberflöte“ im Theater am Domhof.  Von Hanns Butterhof

Der Saisonauftakt des Musiktheaters versprüht wenig Glanz. Im Theater am Domhof gestaltet Regisseur Alexander May  Mozarts letzte Oper „Die Zauberflöte“ nicht sehr klar als Traum vom Erwachsenwerden, und Dirigent Daniel Inbal schafft für die Handlung keinen durchgehend tragenden Mozartschen Klangraum.

Osnabrück / Theater am Domhof - Die Zauberflöte - Taminos Aufnahme in den Sarastro Clan © Uwe Lewandowski

Osnabrück / Theater am Domhof – Die Zauberflöte – Taminos Aufnahme in den Sarastro Clan © Uwe Lewandowski

In einem düsteren Klassenzimmer (Bühne: Etienne Pluss) träumt ein Schüler (Daniel Wagner), als Prinz Tamino furchtlos eine schöne Prinzessin zu retten und nach einigen schwierigen Prüfungen König zu werden. In Papageno (Jan Friedrich Eggers) hat er einen völlig anderen Begleiter. Der bunte Geselle lässt sich von seinen Gefühlen leiten, und ein kleines Glück mit einer passenden Frau genügt ihm. Realistisch entzieht er sich allen Ritualen, deren Sinn er nicht einsieht.

Die werden ihm und Tamino von Sarastro (José Gallisa) verordnet, dem Chef einer grau uniformierten (Kostüme: David Gonter) Gemeinschaft gesichtsloser Mitläufer; der Finsterling ist sogar einem Übergriff auf die von ihm gefangen gehaltene Prinzessin Pamina (Erika Simons) nicht abgeneigt. Taminos Traum, sich den Regeln dieses Clans anzupassen, als Mann anerkannt und dann König zu werden, kann in Papagenos Augen nur ein Trauma sein; er macht sich stattdessen mit der sinnlichen Papagena (Caroline Bruker) ins Bett davon.

Es ist von der Regie durchaus aufklärerisch gedacht, den Prozess von Taminos Erwachsenwerden als soziale Integration nicht nur positiv zu sehen und Papagenos Anarchie zumindest als notwendige Ergänzung ernst zu nehmen. Doch wird diese Geschichte nicht klar erzählt und geht in vielen kleinen, teilweise wenig plausiblen Regieeinfällen nahezu unter.

Osnabrück / Theater am Domhof - Die Zauberflöte - Pamino und Tamina © Uwe Lewandowski

Osnabrück / Theater am Domhof – Die Zauberflöte – Pamino und Tamina © Uwe Lewandowski

Der unbedingte Wille der Regie zur Aufklärung lastet auch auf der Musik. Daniel Wagner singt den  Tamino stimmlich gepresst und agiert schulbubenhaft eng auch bei den Proben auf Leben und Tod. Jan Friedrich Eggers als Papageno ist durchweg ernsthaft angelegt, und Erika Simons ist als Pamina einnehmend das nette Mädchen von nebenan mit einer Neigung zum dramatischen Ausdruck.

Marie-Christine Haase füllt die Rolle der Königin der Nacht respektabel aus. Warum sie schließlich zum neurodermitischen Gruftie mutiert, wird so wenig deutlich wie die Rolle Sarastros, deren Tiefe José Gallisas Bass nicht auslotet. Nicht nur er artikuliert so undeutlich, dass man sich nach Übertitelung sehnt.

Die Partitur hat Daniel Inbal am Pult noch nicht recht im Griff. Tempo und Dynamik stimmen nicht immer, so dass sich der Mozartsche Klangraum nicht hält, selbst wo er im einzelnen entsteht. Gleichwohl gab es langanhaltenden Beifall für Inbal und sein Symphonieorchester, das Ensemble, den von Markus Lafleur einstudierten Chor und das Regieteam. Von Hanns Butterhof

Theater am Domhof – Die Zauberflöte: Termine: 9., 23., 28.9.2016, 6.10., 9.10., 23.10., 28.10.2016, 5.11., 12.11.2016, 8.12., 18.12., 20.12., 23.12., 26.12.2016  jeweils 19.30 Uhr.

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