Münster, Theater Münster, Spielplan 2016/17: Tiefenbohrung nach Grundwerten, IOCO Aktuell, 06.06.2016

Juni 6, 2016 by  
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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

 Theater Münster: Spielplan 2016/17

Tiefenbohrung nach den europäischen Grundwerten

 Münster / Theater Management © Butterhof

Münster / Theater Management © Butterhof

Den aktuellen Spielplan 2016/17 präsentiert das Theater Münster als Tiefenbohrung nach den europäischen Grundwerten. Rundum zufrieden zeigt sich die Leitung des Theaters, als sie den neuen Spielplan 2016/17 vorstellt. Steigende Besucherzahlen, eine hohe Auslastung des Drei-Sparten-Hauses und ein ehrgeiziges Programm lassen Intendant Dr.Ulrich Peters und sein Team hoffnungsfroh in die Zukunft schauen. Von HANNS BUTTERHOF

Das Theater in Münster kann ohnehin auf eine lange Geschichte zurückblicken. Seit mehr als 200 Jahren hat es ein festes Haus, das 1755 auf ein Dekret des Kurfürsten Franz Freiherr von Fürstenberg hin in dessen Gegenwart eröffnet wurde. Aus  finanziellen Gründen und wegen baulicher Mängel wurde dieser Theaterbau 1890 geschlossen.

Seit 1895, als mit dem „Lortzingtheater“ der nächste Anlauf genommen wurde, hat das Theater seinen Platz auf dem Gelände des ehemaligen Adelshofes der von Romberg an der Neubrückenstraße. Schon im Juli 1941 wurde das Bauwerk zusammen mit der als Konzerthalle genutzten daneben gelegenen Stadthalle und weiteren 95% von Münster durch Bomben zerstört. Mauerreste des Rombergschen Hofs sind heute noch als mahnende Zeichen in die Anlage des neuen Theaterbaus integriert.

Als erster Theaterneubau in Deutschland nach dem Krieg war das neue Theater nicht unumstritten; heute steht das von dem Architektenteam Deilmann, von Hausen, Rave und Ruhnau entworfene Neue Haus für 955 Zuschauer unter Denkmalschutz. 1956 wurde es mit Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ eröffnet. 1971 kam das Kleine Haus dazu, in dem es möglich ist, Spielflächen und Ränge für bis zu 350 Zuschauer variabel anzuordnen.

Münster / Theater Intendant Dr. Ulrich Peters © Butterhof

Münster / Theater Intendant Dr. Ulrich Peters © Butterhof

Seit 2012 leitet Dr. Ulrich Peters als Generalintendant die zum Theater Münster umbenannten Städtischen Bühnen. Frank Behnke leitet die Schauspiel- und Hans Henning Paar die Tanz-Sparte. Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura wird Münster 2017 verlassen. Das Junge Theater leitet Julia Diana Heße, die Niederdeutsche Bühne Hannes Demming.

Für die neue Spielzeit gibt es kein spartenübergreifendes Motto. Das Musiktheater setzt auf ein breites Spektrum bewährter Klassiker von Gounods „Faust“, Verdis „Falstaff“, Händels „Alcina“ bis Webers „Freischütz“, und mit „Curtains“ wieder auf ein Krimi-Musical von Kander & Ebb.

Das Schauspiel unternimmt nach den Worten des Schauspiel-Direktors Frank Behnke eine Tiefenbohrung in die Mythologie der europäischen Geschichte. Behnke will mit Hebbels „Nibelungen“, Shakespeares „Wie es euch gefällt“ und Brechts „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ die Wurzeln des europäischen Wertesystems bloßlegen. Sein darin enthaltenes enthusiastische Lob der Aufklärung führt bis an den kritischen Punkt, wo Aufklärung wieder in Dogmatismus umschlägt.

Das Tanztheater wird ebenfalls die Fragen europäischer und persönlicher Identität umkreisen. Mit „Romeo und Julia“ greift Hans Henning Paar ein Bürgerkriegsthema auf, mit „Circ…us“ will er das problematische Anderssein tänzerisch befragen. Auf die neue Spielzeit am Theater Münster darf man gespannt sein. IOCO / HANNS BUTTERHOF / 03.06.2016

 

Osnabrück, Theater am Domhof, Spielplan 2016/17: Von Mozart bis Houellebecq, IOCO Aktuell, 31.05.2016

Juni 1, 2016 by  
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Theater Osnabrück

Osnabrück / Theater am Domhof © Marius Maasewerd

Osnabrück / Theater am Domhof © Marius Maasewerd

Spielplan 2016/17: Mozart, Büchner, Schirach, Gogol….

Zwischen Aufklärung und Unterhaltung

 Osnabrück / Auch 2016-17 wieder: My fair Lady © Joerg Landsberg

Osnabrück / Auch 2016-17 wieder: My fair Lady © Joerg Landsberg

Das Theater der Stadt Osnabrück in Niedersachsen ist ein Fünf-Sparten Haus für Konzert, Schauspiel, Musik- und Tanztheater wie Junges Theater.  Das Theater am Domhof hat 642 Plätze und eine schöne Jugendstilfassade. 1909 wurde es mit Shakespeares Julius Caesar eröffnet. Das kleine Haus mit knapp 100 Plätzen, das emma-theater, liegt dicht vor der Stadtmauer mit dem Heeger-Tor. Es zeigt meist experimentelle oder aktuelle Stücke von häufig jüngeren Autoren.  Von Hanns Butterhof

Im Dezember 2015 wurden die Städtischen Bühnen Osnabrück mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet. In der Preisvergabe heißt es: „Den Städtischen Bühnen Osnabrück gelingt es auf beeindruckende Weise, mit allen Sparten gleichermaßen ein qualitativ bemerkenswertes und stringentes Programm zu gestalten. Nachhaltige Autorenförderung steht hier ebenso im Zentrum wie ein ambitioniertes Musiktheater, das sich selten gespielten und zeitgenössischen Opern öffnet...“

Osnabrück / Theater Intendant Ralf Waldschmidt © Marek Kruszewski

Osnabrück / Theater Intendant Ralf Waldschmidt © Marek Kruszewski

Das Osnabrücker Theater versteht Intendant Dr. Ralf Waldschmidt als Ort lebendiger Diskussion, nicht als hehren Kunsttempel. Bei der Vorstellung der neuen Spielzeit 2016/17 mit prallen 28 Premieren und 10 Wiederaufnahmen betont er die gesellschaftliche Verpflichtung, die sich für das „Theater in der Friedensstadt“ ergibt. Doch kommt auch die Unterhaltung im neuen Programm nicht zu kurz.

Die „Kernthemen“  Menschenrechte, Toleranz und Fortführung des „Projekts Aufklärung“ finden ihren Platz am deutlichsten in der Schauspielsparte. Dominique Schnizer, der neue leitende  Schauspielregisseur, positioniert daher Lessings Toleranz-Drama Nathan der Weise zentral und flankiert es  mit Georg Büchners Dantons Tod und von Schirachs Terror. Das konkretisiert die Lessingsche Aufklärungsidee historisch, und mit Michel Houellebecqs  Unterwerfung wird ihr aktueller Stand provokant beleuchtet.

 Osnabrück / Theater GMD Andreas Hotz © Marek Kruszewski

Osnabrück / Theater GMD Andreas Hotz © Marek Kruszewski

Doch ist auch viel Komödie im Programm. Sie reicht von Nicolai Gogols Klassiker Der Revisor über eine deutschsprachige Erstaufführung von Das Lächeln einer Sommernacht des eher als Regisseur düsterer gesellschaftskritischer Filme bekannten Ingmar Bergmann bis hin zu Lutz Hübners boulevarderprobtem Stück Frau Müller muss weg.

Im Musiktheater stellt Generalmusikdirektor Andreas Hotz Mozarts Oper Die Zauberflöte unter das große Thema „Aufklärung“, insofern Mozart die humanitären Fragen der Zeit stelle. Franz Lehárs Operette Die lustige Witwe und Giacomo Puccinis Oper Manon Lescaut  entziehen sich dieser Zuordnung eher wie auch das als witzig und schrill angekündigte Musical The Addams Family von Andrew Lippa.

 Osnabrück / Theater: Die Physiker auch in 2016/17 © Marek Kruszewski

Osnabrück / Theater: Die Physiker auch in 2016/17 © Marek Kruszewski

Mit Ausgrabungen wie der Braunfels-Oper Die Vögel oder Manfred Gurlitts  Soldaten hatte das Musiktheater bisher eine äußerst glückliche Hand. Gespannt darf man daher auf Das Lied der Nacht von Hans Gál sein. Die 1930 erfolgreich uraufgeführte Oper wurde danach zusammen mit ihrem ins Exil gegangenen Komponisten vergessen.

Das Konzertangebot ist von Johann Sebastian Bach bis Mikis Theodorakis breit gefächert, die Schlosskonzerte Haydn Plus stellen jeweils Joseph Haydn einem weiteren Komponisten spannend gegenüber.

Osnabrück / Theater - TRI-ANGLE Prelude © Jörg Landsberg

Osnabrück / Theater – TRI-ANGLE Prelude © Jörg Landsberg

Interessant dürfte auch das werden, was der Künstlerische Leiter der Dance Company Theater Osnabrück, Mauro de Candia, aus dem Ballett Schwanensee macht. Denn zur Life-Musik Tschaikowskys, versichert de Candia, wird es keinen Spitzentanz geben. Zudem arbeitet de Candia für einen einst von Mary Wigman choreografierten Totentanz wie beim spektakulären Sacre du Printemps wieder mit Marco Goecke zusammen; das sehr hermetische Projekt Biografia del Corpo führt er mit Rafaële Giovanola weiter.

Insgesamt dürfte der vielseitige Spielplan das intakte Verhältnis von Stadt und Bürgern zu ihrem Theater Osnabrück stärken, das mit relativ geringem Budget Hervorragendes leistet, wofür es zu Recht mit dem „Theaterpreis des Bundes“ ausgezeichnet wurde.  IOCO /  Hanns Butterhof / 31.05.2016

 

 

 

Schwerin, Mecklenburgisches Staatstheater, PREMIERE MUSIKTHEATER: Die Zauberflöte, 23.10.2015

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Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin

Mecklenburgischs Staatstheater Schwerin © Silke Winkler

Mecklenburgischs Staatstheater Schwerin © Silke Winkler

 Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart,

Libretto von Emanuel Schikaneder

Premiere am Freitag, 23. Oktober 2015 19.30 Uhr im Großen Haus, Weitere Vorstellungen: 25.10.  18 Uhr, 29.10.  19.30 Uhr, 6.12. 18 Uhr sowie 23.12. um 19.30 Uhr im Großen Haus

Wien / Denkmal Wolfgang Amadeus © IOCO

Wien / Denkmal Wolfgang Amadeus © IOCO

 „Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen“ – und schon schraubt sich die Königin der Nacht in jene halsbrecherischen Koloratur-Höhen, die sie zu einer der furiosesten Figuren der Opernliteratur werden ließen. Grund zur Empörung hat die royale Dame in der Tat, hat Zauberer Sarastro doch Tochter Pamina entführt. Da kommt Tamino gerade recht, der sich beim Anblick von Paminas Bildnis Hals über Kopf in die Schöne verliebt und unverzüglich zu ihrer Befreiung aufbricht, unterstützt von Papageno sowie einer wunderwirkenden Flöte und einem magischen Glockenspiel. Im Reiche Sarastros liegen die Dinge allerdings anders als erwartet: Der skrupellose Entführer entpuppt sich als weiser Herrscher, der die Tochter dem dunklen Machtbereich der Mutter entreißen wollte und überdies nichts gegen eine Heirat von Tamino und Pamina einzuwenden hat – sobald Tamino in den Tempel der Weisheit aufgenommen ist und die drei obligatorischen Prüfungen bestanden hat.

Mit einem musikalischen Meisterwerk vom Sieg der Liebe über alles, was uns Menschen voneinander trennt, eröffnet das Musiktheater des Mecklenburgischen Staatstheaters seine Opernsaison 2015/16. Ist es ein Märchen? Eine Parabel? Oder doch das geheime Testament der Freimaurer? Kaum eine Oper beflügelte so die Fantasie ihrer Rezipienten wie Mozarts 1771 uraufgeführte Zauberflöte. Alles scheint geheimnisvoll miteinander verbunden in dieser Mischung aus Tragik, rätselhaftem Zauber und Komödie.

Für die Regie konnte erneut als Gast der international gefragte David Freeman gewonnen werden, der in den 1970er Jahren mit seiner Idee einer „Opera Factory“ dem Musiktheaterbetrieb weltweit Impulse gab. Das Bühnen- und Kostümbild obliegt seiner britischen Kollegin Louie Whitemore. Beide hatten in der Spielzeit 2013/14 schon die zeitgenössische Oper „Dead Man Walking“ im Großen Haus auf die Bühne gebracht, die besonders bei dem jüngeren Publikum für große Resonanz sorgte. Musikalisch geleitet wird die Produktion von Dirigent Gregor Rot, der seit der Spielzeit 2013/14 erster Kapellmeister der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin ist. Als Gastsolistin für die Partie der Königin der Nacht wurde Koloratursopranistin Nicola Proksch engagiert, als Tamino Gasttenor Daniel Wagner. Die Partien der drei Knaben werden durch Studierende der HMT Rostock besetzt. Die Premiere findet am 23. Oktober 2015 im Großen Haus statt. Eine Matinee am 18. Oktober 2015 mit dem Leistungsteam gibt im Vorfeld der Premiere interessante Einblicke in das Inszenierungskonzept.

Musikalische Leitung: Gregor Rot, Inszenierung: David Freeman, Bühne und Kostüme: Louie Whitemore, Choreinstudierung: Ulrich Barthel, Mit: Igor Storozhenko, Daniel Wagner, Nicola Proksch, Stamatia Gerothanasi, Markus Vollberg, Mártá Kosztolányi, Sophia Maeno, Itziar Lesaka, Niccoló Paudler, Katrin Hübner, Christian Hees, Opernchor, Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin

Pressemeldung Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin

Kassel, Staatstheater Kassel, Premiere: NORMA, 03.10.2015

September 28, 2015 by  
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Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Premiere: NORMA

Tragische Oper in zwei Aufzügen von Vincenzo Bellini, Text von Felice Romani
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere: Samstag, 3. Oktober, 19.30 Uhr, Opernhaus

Nächste Vorstellungen: 10.10. (19.30 Uhr), 18.10. (16 Uhr), 25.10. (18 Uhr, musikalische Leitung: Anja Bihlmaier, mit Oksana Kramareva als Gast in der Titelpartie)

Am 3. Oktober eröffnet das Staatstheater Kassel mit „Norma“ seine Opernsaison. „Mit Gesang zum Weinen bringen“ – so lautete das Credo von Vincenzo Bellini, dessen melodischer Erfindungsreichtum einzigartig und wegweisend war. Seine Opern gehören zu den herausragenden Werken des Belcanto, sie weisen voraus auf Verdi, Donizetti, teilweise schon auf Wagner, und rücken immer die Sänger und den dramatischen Ausdruck in den Mittelpunkt.
In „Norma“ hat Bellini seinen Bühnengestalten Musik von berückender Innigkeit, tiefer Traurigkeit und vor allem voller Schönheit mitgegeben.

Die Titelheldin ist als Oberpriesterin und Seherin in einem von Römern besetzten Dorf in Gallien hoch angesehen und lenkt die Geschicke ihres Volkes. Als die Bevölkerung sich gegen die Besatzer auflehnen will und Krieg fordert, zögert Norma, denn sie hütet ein großes Geheimnis: Sie liebt Pollione, den römischen Prokonsul und damit den Besatzer; und vor allem liebt sie die beiden Kinder, die sie mit ihm hat.

Doch Pollione hat sich von ihr abgewandt und sich in die Priesterin Adalgisa verliebt. Eine fatale Dreiecksgeschichte wird damit in Gang gesetzt, die für Norma tragisch endet: Wie Medea glaubt sie, mit dem Tod der Kinder deren Vater strafen zu können. Mit einem Dolch in der Hand nachts über die kleinen Köpfe gebeugt, ringt Norma mit sich, doch sie lässt ihre Kinder am Leben. Schließlich offenbart sie dem Volk ihre Verfehlungen und überantwortet sich selbst dem Scheiterhaufen.

Die Titelpartie singt die usbekische Sopranistin Hulkar Sabirova, Ensemblemitglied an der Deutschen Oper Berlin und seit 2013 auch am Staatstheater Kassel. Hier war sie zuletzt u.a. als Königin der Nacht in der „Zauberflöte“, als Rosalinde in der „Fledermaus“, in der Titelpartie von Glucks „Iphigénie en Tauride“ und als Vitellia in Mozarts „La clemenza di Tito“ zu erleben. Hector Sandoval, am Staatstheater Kassel in der vergangenen Spielzeit bereits als Calaf in „Turandot“ zu erleben, wird als Gast den Pollione singen. Weitere Solisten sind Ulrike Schneider, Inna Kalinina, Hee Saup Yoon und Paulo Paolillo.

Die musikalische Leitung hat als Gast der schwedische Dirigent und Komponist Joakim Unander, bevor ab Ende Oktober die neue Erste Kapellmeisterin und Stellvertreterin des GMD Anja Bihlmaier, die bis dahin noch Verpflichtungen an der Staatsoper Hannover hat, das Dirigat der Bellini-Oper übernimmt.

Joakim Unander gab 2001 sein Debüt an der Folkoperan in Stockholm und 2002 an der Königlichen Oper Stockholm und wurde anschließend von beiden Häusern jährlich wieder eingeladen. Von 2008 bis 2013 war Unander Musikdirektor und Chefdirigent an der Folkoperan.

Regie führt Yona Kim. Die gebürtige Südkoreanerin studierte Geisteswissenschaften in Wien, promovierte über Ingeborg Bachmann und absolvierte daneben eine Tanzausbildung. Heute arbeitet sie sowohl als Librettistin, etwa für Adriana Hölszky, als auch als Regisseurin. Zu ihren Inszenierungen zählen u. a. Chaya Czernowins Oper „Pnima“ an der Staatsoper Stuttgart (nominiert für den Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ 2011) und Eunyoung Kims „Mama Dolorosa“ im Rahmen der 13. Münchner Biennale, wofür sie auch das Libretto schrieb. In der vergangenen Spielzeit inszenierte sie u.a. Walter Braunfels‘ „Die Vögel“ in Osnabrück.

Musikalische Leitung: Joakim Unander (als Gast) / Anja Bihlmaier (erstmals 25.10.), Inszenierung: Yona Kim, Bühne: Etienne Pluss, Kostüme: Hugo Holger Schneider, Dramaturgie: Ursula Benzing, Chor: Marco Zeiser Celesti

Mit Hulkar Sabirova (Norma), Hector Sandoval (als Gast, Pollione), Ulrike Schneider (Adalgisa), Inna Kalinina (Clothilde), Hee Saup Yoon (Oroveso), Paulo Paolillo (Flavio), Staatsorchester Kassel, Opernchor und Statisterie des Staatstheaters Kassel

Pressemeldung Staatstheater Kassel

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