Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Ballett am Rhein: b.29 George Balanchine: Mozartiana, 23.09.2017

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

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Ballett am Rhein: b.29
George Balanchine: Mozartiana
Martin Schläpfer: Konzert für Orchester
Jerome Robbins: The Concert
Premiere im Opernhaus Düsseldorf: Samstag, 23. September 2017, 19.30 Uhr

George Balanchine: Mozartiana
Wenn sich zu Wolfgang Amadeus Mozarts berühmtem „Ave verum corpus“ in einer Instrumentierung durch den Russen Peter I. Tschaikowsky der Vorhang hebt, so liegt – wie der schwarze Tüll über dem weißen Tutu der Ballerina – ein Schleier von eigentümlicher Melancholie und ein Hauch von Vergänglichkeit über der Szene. Begleitet von vier Mädchen zelebriert eine Tänzerin eine innige Andacht. Ihre schlichten Gebetshaltungen und sehnsuchtsvollen Gesten sind von einer Musikalität, als würde sie die Klänge im Moment des Tanzens erschaffen und den Raum erst öffnen für das, was folgt: ein lebensvolles, höchst virtuoses, aber auch elegantes Tanzfest für zwei weitere Tänzer und ein Corps de ballet aus vier Frauen.

Mit der Musik Tschaikowskys nahm George Balanchines (1904–1983) Begeisterung für die Ballettkunst ihren Anfang, als er selbst als kleiner Junge in einer St. Petersburger „Dornröschen“-Aufführung den Cupido spielte. Tschaikowsky blieb ihm neben Strawinsky der bedeutendste Ballettkomponist. Seine Musik begleitete Balanchine über sein gesamtes Schaffen bis hin zu seiner „Mozartiana“ – eines seiner letzten Werke, entstanden 1981 zur Eröffnung des Tschaikowsky-Festivals im New York State Theater auf die gleichnamige Orchestersuite des Komponisten.

Fasziniert vom menschlichen Körper und der immer weiteren Erforschung seiner tänzerischen Möglichkeiten hat Balanchine insbesondere mit seinen Werken aus den 1950er Jahren den klassischen Tanz bis an seine Grenzen geführt und für seine Zeit auf radikale Weise weitergedacht. In „Mozartiana“ spricht dagegen ein Künstler zu uns, der im hohen Alter noch einmal zu seinen Wurzeln zurückkehrt: zu Marius Petipa und der großen Petersburger Balletttradition. Den Glauben an den Wert, das Potential und jene überwältigende Schönheit, die sich im klassischen Ballett finden kann, hatte Balanchine nie verloren – auch davon erzählt seine „Mozartiana“.

In Kooperation mit der Akademie des Tanzes an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim, Leitung: Prof. Birgit Keil MUSIK Suite Nr. 4 G-Dur op. 61 „Mozartiana“ von Peter I. Tschaikowsky CHOREOGRAPHIE George Balanchine MUSIKALISCHE LEITUNG Wen-Pin Chien KOSTÜME Rouben Ter-Arutunian LICHT Franz- Xaver Schaffer CHOREOGRAPHISCHE EINSTUDIERUNG Joysanne Sidimus ORCHESTER Duisburger Philharmoniker / Düsseldorfer Symphoniker

Martin Schläpfer: Konzert für Orchester
Mit der Choreographie „Konzert für Orchester“ für sein gesamtes Tänzerensemble zur gleichnamigen Komposition von Witold Lutos?awski zeigt Martin Schläpfer Zerrbilder einer Welt, die in Schieflage geraten ist. Er stellt die Frage: Wie verhält sich der Mensch, wenn das kostbare Leben nicht sicher ist, alles aus den Fugen gerät und das Unheil droht? Alle Bewegung durchzieht eine unermessliche Spannung und Kraft: Sprünge, die sich scheinbar nicht vom Boden heben dürfen, Spitzentanz, wie mit Spatenstichen die Erde aufbrechend, ekstatisch schüttelnde Anklänge an archaische Rituale. Immer wieder sind es große Gruppen, die in neoklassischen Formationen rastlos vorwärtsdrängen.

Eine „Liebeserklärung“ an den großen instrumentalen Klangkörper schuf Witold Lutos?awski mit seinem „Konzert für Orchester“, mit dem sich der Meister der polnischen Moderne an Béla Bartóks berühmtes Vorbild anlehnte. Diese Komposition, die ihn 1954 auf einen Schlag berühmt gemacht hatte, ist sein einziges großangelegtes Werk, in dem er sich mit einem folkloristisch getönten Neoklassizismus auseinandersetzt und zugleich das letzte seiner frühen Schaffensperiode, in welchem er noch auf dieser Basis komponiert. „Diese Komposition ist von einer Wucht und Tiefe und einer nuancenreichen Farbvielfalt in der Instrumentierung – und hat auch großes dramatisches und menschlich-dramaturgisches Potential“, so Martin Schläpfer über seine Musikwahl zu diesem im Oktober 2016 im Theater Duisburg uraufgeführten Ballett.

Seine fruchtbare künstlerische Zusammenarbeit führte Martin Schläpfer mit dem Bühnen- und Kostümbildner Florian Etti fort, der mit aus den Angeln gehobenen, scharfkantigen Kulissen und Kostümen aus glänzend-festem, abwehrendem Material der Choreographie die passende optische Atmosphäre verleiht.
In Programm b.29 positioniert zwischen George Balanchine und Jerome Robbins erscheint „Konzert für Orchester“ aber auch wie ein rebellischer Kontrapunkt zu den beiden Meistern des neoklassischen Balletts. „Man staunt über Schläpfers Fantasie, die keine Wiederholung zulässt. Radikaler ist er geworden, noch dramatischer und vor allem theatraler“, schrieb Bettina Trouwborst im K.West-Magazin über die Uraufführung.

MUSIK Konzert für Orchester von Witold Lutos?awski CHOREOGRAPHIE Martin Schläpfer MUSIKALISCHE LEITUNG Wen-Pin Chien BÜHNE & KOSTÜME Florian Etti LICHT Franz-Xaver Schaffer ORCHESTER Duisburger Philharmoniker / Düsseldorfer Symphoniker

Jerome Robbins: The Concert
Zu den Freuden eines Konzertbesuchs gehört die Möglichkeit, sich als Zuhörer ganz in der Musik zu verlieren und die Gedanken schweifen zu lassen. Bilder, die vorm geistigen Auge entstehen, werden durch die Musik gelenkt und Träume und Fantasien angeregt. In „The Concert (or The Perils of Everybody)“ stellt Jerome Robbins (1918–1998) den Konzertflügel auf die Bühne und lässt das Ballett als Publikum zum Konzert antanzen. Was sich dann entwickelt, ist eine geradezu irrwitzige Folge von tänzerischen Pannen, Slapstick-artigen Nummern, aber auch ein raffiniertes Fantasiespiel mit den Sehnsüchten und Wünschen der Zuhörer der romantischen Klaviermusik.

Während der Pianist in geradezu heiliger Ernsthaftigkeit berühmte Préludes, Walzer und Balladen Frédéric Chopins interpretiert, nimmt Robbins nicht nur die wunderlichen Typen des Publikums und ihre Einbildungskraft, sondern auch das Ballett selbst aufs Korn: Eine besonders strebsame Ballerina jagt mit aufbrausendem Temperament ihren schüchternen Tanzpartner über die Bühne. Sechs verwirrte Ballerinen versuchen verzweifelt, ihre Schritte und Posen in perfekten Einklang zu bringen. Wirbeln die Finger des Pianisten dann virtuos über die Tasten, werden sie wie Möbelstücke über die Bühne manövriert. Während bei Chopin die Tropfen perlen, erinnert die Bühne an einen tristen Regentag auf den belebten Straßen von New York. Und wenn in der Musik die Dramatik steigt, schleicht der frustrierte Ehemann mit Mordgelüsten um die gelangweilte Ehefrau.

Schließlich schwirrt und flattert das gesamte Ensemble wie ein Insektenschwarm über die Bühne und Robbins führt diese hinreißende Liebeserklärung an alle Unarten der Ballettwelt in ein wirbelndes Finale. Jerome Robbins zählte nicht nur neben George Balanchine zu den wichtigsten Größen der amerikanischen Ballettgeschichte des 20. Jahrhunderts, sondern verlieh auch dem Musical-Tanz mit Werken wie „West Side Story“ oder „Fiddler on the Roof“ eine neue, wegweisende Bedeutung. Mit „The Concert“ kreierte er 1956 ein Meisterwerk, das mit seiner umwerfenden Komik und seinem Humor ein Solitär des Ballettrepertoires ist und bis heute das Publikum zu begeistern versteht. So schrieb Heiner Frost in den Niederrhein Nachrichten über die Ballett am Rhein-Premiere im Oktober 2016 im Theater Duisburg: „Eine solche Liebeserklärung an den Tanz wie Robbins’ Chopin hat man lange nicht erlebt. Eine derart kurzweilige Vorlesung über das Herz des Ballettes auch nicht.“

MUSIK Polonaisen, Préludes, Berceusen, Walzer, Mazurkas und Balladen von Frédéric Chopin in einer Orchestrierung von Clare Grundman CHOREOGRAPHIE Jerome Robbins MUSIKALISCHE LEITUNG Wen- Pin Chien BÜHNE Saul Steinberg KOSTÜME Irene Sharaff LICHT Jennifer Tipton LICHTUMSETZUNG Kévin Briard CHOREOGRAPHISCHE EINSTUDIERUNG Ben Huys KLAVIER Matan Porat ORCHESTER Duisburger Philharmoniker / Düsseldorfer Symphoniker Ballettwerkstatt im Opernhaus Düsseldorf: Mittwoch, 20. September 2017, 18.00 Uhr, Eintritt frei

Vorstellungen im Opernhaus Düsseldorf: Sa 23.09. 19.30 Uhr (Premiere) / So 01.10. 18.30 Uhr / Di 03.10. 18.30 Uhr / Fr 06.10. 19.30 Uhr / Sa 07.10. 19.30 Uhr / Do 19.10. 19.30 Uhr

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Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Saisonstart im September und Oktober 2017

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Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

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Saisonstart in Düsseldorf und Duisburg
Oper und Ballett am Rhein im September und Oktober 2017

 


Fr 08.09. – 20.00 Uhr                  3. Haniel Klassik Open Air auf dem Vorplatz des Theaters Duisburg


So 17.09. – 17.00 Uhr                „Rossini à la carte“ zur Wiederaufnahme von Rossinis „La Cenerentola“ in der legendären Inszenierung von Jean-Pierre Ponnelle: Rahmenpro­gramm und Aufführung zum Saisoneröffnungspreis von 25 bzw. 20 €


Sa 23.09. – 19.30 Uhr                 PREMIERE: Ballett am Rhein – b.29 im Opernhaus Düsseldorf: George Balanchine: Mozartiana / Martin Schläpfer: Konzert für Orchester / Jerome Robbins: The Concert


Sa 23.09. – 19.30 Uhr                 Giacomo Puccini: Turandot – Wiederaufnahme im Theater Duisburg


Do 28.09. – 18.00 Uhr                Familienopernwerkstatt zur Premiere von „Gullivers Reise“ im Theater Duisburg


Di 03.10. – 14.00-18.00 Uhr      Maus-Türöffner-Tag: Das Theater Duisburg und die neue Familienoper entdecken – der Eintritt ist frei.


Di 03.10. – 18.00 Uhr                 Premiere: „Gullivers Reise“ von Gerald Resch – die neue Familien­oper (empfohlen ab 6 Jahren) im Theater Duisburg


Mi 04.10. – 19.30 Uhr                „Die Zauberflöte“ von W. A. Mozart in der weltweit erfolgreichen Inszenierung von Barrie Kosky und „1927“ – Wiederaufnahme im Opernhaus Düsseldorf


Do 05.10. – 19.00 Uhr                „Il trittico“ von Giacomo Puccini in der Inszenierung von Dietrich W. Hilsdorf – Wiederaufnahme im Theater Duisburg


Sa 14.10. – 19.30 Uhr                 „Die Entführung aus dem Serail“ von W. A. Mozart – Wiederaufnahme im Opernhaus Düsseldorf


Sa 14.10. – 19.30 Uhr                 Premiere: Ballett am Rhein – b.32: Martin Schläpfers „Petite Messe solennelle“ zur Musik von Gioacchino Rossini im Theater Duisburg


So 15.10. – 19.30 Uhr                „Meisterklasse“: Konzert des Opernstudios der Deutschen Oper am Rhein zum Abschluss des Meisterkurses bei Marius Vlad im Maxhaus, Düsseldorf


Mo 16.10. – 17.00 Uhr               Opernwerkstatt: Gespräch und Probenbesuch zur Premiere von Alban Bergs „Wozzeck“ (Eintritt frei)


Fr 20.10. – 19.30 Uhr                  PREMIERE: Alban Bergs Oper „Wozzeck” in der Inszenierung von Stefan Herheim. Musikalische Leitung: Axel Kober.


So 22.10. – 11.00 Uhr                „Symphoniker im Foyer“ zur Premiere von „Wozzeck“: Die Sopranistin Heidi Elisabeth Meier und Mitglieder der Düsseldorfer Symphoniker präsentieren Kammermusik und Lieder des Komponisten Alban Berg.


Do 26.10. – 18.00 Uhr                Opernwerkstatt: Gespräch und Probenbesuch zur Premiere von „Das Rheingold“ im Theater Duisburg (Eintritt frei)


Sa 28.10. – 18.30 Uhr                 „Les Contes d’Hoffmann“ von Jacques Offenbach in der Inszenierung von Christof Loy: Wiederaufnahme der im Opernhaus Düsseldorf


So 29.10. – 18.30 Uhr                „Le nozze di Figaro“ von W. A. Mozart in der Inszenierung von Michael Hampe: Wiederaufnahme im Theater Duisburg


Di 31.10. – 18.30 Uhr                 „Lucia di Lammermoor“ von Gaetano Donizetti in der Inszenierung von Christof Loy – Wiederaufnahme im Opernhaus Düsseldorf


Am 8. September startet die Deutsche Oper am Rhein mit einem dichten und vielseitigen Programm in die  neue Spielzeit 2017/18. Für große Opern-Emotionen unter freiem Himmel und bei freiem Eintritt sorgt an diesem Freitagabend ab 20.00 Uhr das 3. Haniel Klassik Open Air auf dem Opernplatz in Duisburg. Bereits zum dritten Mal in Folge ermöglicht das Duisburger Familienunternehmen gemeinsam mit den Duisburger Philharmonikern und der Deutschen Oper am Rhein ein stimmungsvolles Klassik-Erlebnis, das mit den „Special Guests“ Victor Smolski und Peter Bursch’s All Star Band bis zu sinfonisch-rockigen Klängen reicht. Der Entertainer Götz Alsmann moderiert den Abend, den Generalmusik­direktor Axel Kober musikalisch leitet.

Mit der Wiederaufnahme der legendären „La Cenerentola“-Produktion von Jean Pierre Ponnelle feiert die Deutsche Oper am Rhein am Sonntag, 17. September, im Opernhaus Düsseldorf den Spielzeitstart als musikalische und kulinarische Rossini-Delikatesse. Ab 17.00 Uhr lädt das Haus zu einem unterhaltsamen Rahmenpro­gramm mit dramaturgischen Rossini-Petitessen und italienischen Gaumenfreuden ein. Um 18.30 Uhr beginnt die Vorstellung von „La Cenerentola“ zum Spielzeitstart-Sonderpreis von 25 und 20 Euro auf allen Plätzen.

Zwei Opern- und zwei Ballettpremieren stehen im September und Oktober im Zentrum des Programms: Mit der Premiere am 23. September holt das Ballett am Rhein seine erfolgreichen Produktion b.29 ins Opernhaus Düsseldorf. Zwei Meister­werke der amerikanischen Neoklassik – George Balanchines letztes großes Ballett „Mozartiana“ und Jerome Robbins virtuose Parodie „The Concert“ – umrahmen Martin Schläpfers Ballett „Konzert für Orchester“ zu energiegeladener Musik von Witold Lutos?awski. Im Theater Duisburg folgt am 14. Oktober die Premiere von b.32, Martin Schläpfers neueste, abendfüllende Kreation zu Gioacchino Rossinis „Petite Messe solennelle“.

Die erste Opernpremiere gehört den jungen Zuschauern ab 6 Jahren: Gerald Reschs neue Familienoper „Gullivers Reise“ kommt im Rahmen der Kooperation „Junge Opern Rhein-Ruhr“ am 3. Oktober, um 18.00 Uhr im Theater Duisburg auf die Bühne. In der fantasievollen Ausstattung von Tatjana Ivschina erzählt Regisseur Marcelo Diaz von den wundersamen Begegnungen des jungen Gulliver mit den winzig kleinen Bewohnern der Insel Lilliput. Die musikalische Leitung hat Lukas Beikircher. Karten für die Premiere sind für 18 Euro (Erwachsene) oder 10 Euro (Kinder) erhältlich. „Türen auf!“ heißt es am 3. Oktober schon von 14.00 bis 18.00 Uhr: Die Deutsche Oper am Rhein macht mit beim Maus-Türöffner-Tag, an dem Kinder ab 4 Jahren im Theater Duisburg viel entdecken und ausprobieren können. Mit dabei ist Malte Arkona: Der beliebte Fernseh­moderator und Pate der Jungen Oper am Rhein will um Punkt 14.30 Uhr wissen, was auf der Bühne passiert, bevor sich der Vorhang zur Premiere von „Gullivers Reise“ hebt. Der Eintritt zum Maus-Türöffner-Programm ist frei.

Am Freitag, 20. Oktober, begrüßt Generalintendant Christoph Meyer die Zuschauer zur ersten Opernpremiere der neuen Spielzeit im Opernhaus Düsseldorf: Regiestar Stefan Herheim inszeniert mit Alban Bergs „Wozzeck“ ein Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts. Der Norweger, der inzwischen drei Mal zum Opernregisseur des Jahres gekürt wurde und in Düsseldorf bereits mit seiner Inszenierung von Händels „Xerxes“ begeisterte, setzt das um Verbrechen, Schuld und Strafe kreisende Drama mit erstklassigen Solisten wie Bo Skovhus (Wozzeck), Camilla Nylund (Marie), Matthias Klink (Hauptmann) sowie Corby Welch (Tambour­major) und Sami Luttinen (Doktor) in Szene. Generalmusik­direktor Axel Kober übernimmt die musikalische Leitung. Direkten Bezug auf die Neuproduktion nehmen die „Opernwerkstatt“ zu „Wozzeck“ am 16. Oktober um 17.00 Uhr und die Matinee der „Symphoniker im Foyer“ am 22. Oktober um 11.00 Uhr – beide im Foyer des Düsseldorfer Opernhauses.

Nicht weniger als acht Stücke aus ihrem großen Repertoire bringt die Deutsche Oper am Rhein zum Spielzeitstart auf ihre beiden Bühnen: Rossinis „La Cenerentola“, die beiden Mozart-Opern „Die Zauberflöte“ und „Die Entführung aus dem Serail“ sowie Offenbachs „Les Contes d’Hoffmann“ und Donizettis „Lucia di Lammermoor“ sind im Opernhaus Düsseldorf ­zu sehen, während Puccinis Opern „Turandot“ und „Il trittico“ sowie Mozarts „Le nozze die Figaro“ ins Theater Duisburg zurückkehren. Dort gibt die Deutsche Oper am Rhein am 26. Oktober um 18.00 Uhr mit der „Opernwerkstatt“ bereits einen Ausblick auf die „Rheingold“-Premiere am 4. November. Mit dem ersten Teil der Tetralogie in der Neuinszenierung von Dietrich W. Hilsdorf startet Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ mit einer neuen Sängerbesetzung und den Duisburger Philharmonikern unter der Leitung von Axel Kober im Theater Duisburg.

 

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München, Bayerische Staatsoper, Premieren Spielzeit 2017 / 2018

Bayerische Staatsoper München

Bayerische Staatsoper München Foto: © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper München Foto: © Wilfried Hösl

  Premieren in der Spielzeit 2017 / 18

Das Spielzeitthema der kommenden Saison lautet Zeig mir deine Wunde. Staatsintendant Nikolaus Bachler betont: „Ob positives Wagnis, sich in seiner Verletzlichkeit zu zeigen, oder zweifelnde Wahrheitssuche: Verschiedene Interpretationen liefern den Stoff für unsere sieben Opern-Premieren.“

Opern-Premieren:

26.10.2017 – Le nozze di Figaro
Musikalische Leitung: Constantinos Carydis, Inszenierung: Christof Loy
Mit Christian Gerhaher, Federica Lombardi, Anett Fritsch, Alex Esposito, Olga Kulchynska

17.12.2017 – Il trittico
Musikalische Leitung: Kirill Petrenko, Inszenierung: Lotte de Beer
Mit Wolfgang Koch, Yonghoon Lee, Ermonela Jaho, Ermonela Jaho, Ambrogio Maestri, Rosa Feola, Pavol Breslik

11.3.2018 – Les Vêpres siciliennes
Musikalische Leitung: Omer Meir Wellber, Inszenierung: Antú Romero Nunes
Mit Carmen Giannattasio, Erwin Schrott, George Petean

21.5.2018 – Aus einem Totenhaus von Fjodor M. Dostojewski
Musikalische Leitung: Simone Young, Inszenierung: Frank Castorf
Mit Peter Rose, Evgeniya Sotnikova, Aleš Briscein, Bo Skovhus

28.6.2018 –  Parsifal von Richard Wagner
Musikalische Leitung: Kirill Petrenko, Inszenierung: Pierre Audi
Mit Jonas Kaufmann, Christian Gerhaher, Nina Stemme, René Pape

23.7.2018 –  Orlando Paladino von Joseph Haydn 1732 — 1809
Musikalische Leitung: Ivor Bolton, Inszenierung: Axel Ranisch
Mit Sofia Fomina, Mathias Vidal, Edwin Crossley-Mercer, Tara Erraught


Ballett-Premieren:

19.11.2017 – Anna Karenina 
Choreographie: Christian Spuck, Komponist: Sergej W. Rachmaninow, Witold Lutoslawski, Sulkhan Tsintsadze und Josef Bardanashvili

14.4.2018 – Portrait Wayne McGregor
Choreographie: Wayne McGregor, Musik: Joel Cadbury, Paul Stoney, Max Richter

4.7.2018 –  Ballettabend – Junge Choreographen
Junge Nachwuchschoreographen kreieren für das Ensemble des Bayerischen Staatsballetts zeitgenössische Werke, PMBayerStoM

 

Duisburg, Deutsche Oper am Rhein, Ballettpremiere b.29, 28.10.2016

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Deutsche Oper am Rhein

Theater Duisburg © IOCO

Theater Duisburg © IOCO

Ballettpremiere b.29 –  Theater Duisburg

Mit einem neuen dreiteiligen Programm eröffnet Martin Schläpfer am Freitag, 28. Oktober, um 19.30 Uhr, die Ballettsaison im Theater Duisburg. Neben zwei Meisterwerken der amerikanischen Neoklassik – Mozartiana von George Balanchine und The Concert von Jerome Robbins – präsentiert das Ballett am Rhein eine Uraufführung von Martin Schläpfer: Konzert für Orchester heißt sein neues Stück zur gleichnamigen Komposition von Witold Lutoslawski. Den musikalischen Part gestalten die Duisburger Philharmoniker unter der Leitung von Kapellmeister Wen-Pin Chien. Gastsolist in The Concert ist der international gefragte Pianist und Komponist Matan Porat.

Für seine Neukreation Konzert für Orchester hat Martin Schläpfer eine Komposition von Witold Lutoslawski als musikalische Basis gewählt, die ihn „mit ihren unglaublich vielen Wechseln, Schattierungen und unterschiedlichen Temperaturen“ schon lange beschäftigt. Das Wechselspiel, die Überlagerung von Atmosphären und Strukturen, das rastlos Vorwärtstreibende in Lutoslawskis Komposition hat Schläpfer zu einer Choreographie für die ganze Compagnie inspiriert, die genau diese Vielschichtigkeit aufgreift. Im Mittelteil des neuen Programms setzt „Konzert für Orchester“ zugleich unübersehbar einen Kontrapunkt zu den beiden Werken der amerikanischen Neoklassik, die b.29 eröffnen und abschließen.

Deutsche Oper am Rhein / Martin Schläpfer bei Proben von „Konzert für Orchester“ © Gert Weigelt

Deutsche Oper am Rhein / Martin Schläpfer bei Proben von „Konzert für Orchester“ © Gert Weigelt

Mit Mozartiana nimmt das Ballett am Rhein eine weitere Choreographie von George Balanchine in sein Repertoire. Zu Tschaikowskys Orchesterbearbeitung mehrerer kurzer Stücke Mozarts hat Balanchine mit diesem letzten großen Werk eine ergreifende Hommage an seine Muse Suzanne Farrell und ein klares Bekenntnis zur Schönheit des klassischen Balletts geschaffen. The Concert von Jerome Robbins ist als  groteske wie liebevolle Persiflage auf die Riten beim Besuch eines Konzerts und auf die Gepflogenheiten der Ballettwelt in seiner humoristischen Art eine völlig neue Herausforderung für Schläpfers Compagnie. Zu bekannten Klavierstücken von Frédéric Chopin, interpretiert von dem vielfach ausgezeichneten Nachwuchskünstler Matan Porat, entwickeln sich auf der Bühne unter den Tänzern die komischsten Situationen, die manchem Besucher des Balletts bekannt vorkommen werden.PMDOR

Ballett b.29 Vorstellungen im Theater Duisburg: Fr 28.10.  19.30 Uhr  (Premiere) / So 30.10.  15.00 Uhr / Di 01.11.  18.30 Uhr / Sa 05.11.  19.30 Uhr / Mi 16.11.  19.30 Uhr / Do 01.12.  19.30 Uhr / Sa 03.12.  19.30 Uhr / Sa 17.12.  19.30 Uhr

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