Frankfurt, Oper Frankfurt, Wiederaufnahme: IL TRITTICO von Giacomo Puccini, 13.03.2016

März 10, 2016 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

  IL TRITTICO (DAS TRIPTYCHON)  von Giacomo Puccini

Il tabarro (Der Mantel) – Suor Angelica (Schwester Angelica) – Gianni Schicchi

Wiederaufnahme Sonntag, 13. März 2016 18.00 Uhr, weitere Vorstellungen: 20., 25., 28., 31. (19.00 Uhr) März, 3., 9. (19.00 Uhr) April 2016. Falls nicht anders angegeben, Beginn 18.00 Uhr

Die Inszenierung der unter dem Titel Il trittico zusammengefassten drei Einakter von Giacomo Puccini (1858-1924) aus der Spielzeit 2007/08 stammt von Claus Guth und war einer der großen Publikumserfolge dieser Saison. In der Sicht des in Frankfurt geborenen Regisseurs tauchen die Toten der Einakter auch in den jeweils anderen Stücken auf und fungieren dadurch – weißgekleidet und für die übrigen Protagonisten unsichtbar – als Klammer, welche sich um die drei Werke schließt. Die Presse rühmte nach der Premiere am 13. Januar 2007 die „hinreißende Theatralität“ der Produktion und sprach wieder einmal vom „Frankfurter Musiktheater-Glück“.

Oper Frankfurt / Il Tabarro _ Michele und Giorgetta © Monika Rittershaus

Oper Frankfurt / Il Tabarro _ Michele und Giorgetta © Monika Rittershaus

Zum Inhalt: Il tabarro (Der Mantel) erzählt die Dreiecksgeschichte zwischen der jungen Giorgetta, deren älterem Ehemann Michele – dem Kapitän eines Schleppkahns – und dessen Nebenbuhler Luigi, welche für diesen tödlich endet. Suor Angelica (Schwester Angelica) ist in einem Kloster angesiedelt. Die Heldin nahm einst auf Druck ihrer adeligen Familie nach der Geburt ihres unehelichen Kindes den Schleier und muss nun durch ihre hartherzige Tante erfahren, dass ihr Sohn bereits vor Jahren verstorben ist. Daraufhin begeht Angelica Selbstmord. Heiter verläuft die Geschichte des florentinischen Schlitzohrs Gianni Schicchi, der von der raffgierigen Familie Donati angeheuert wird, um das Erbe des kürzlich verstorbenen Buoso zu sichern. Durch einen Trick gelingt es ihm, sowohl das Vermögen des Alten an sich zu bringen als auch seiner Tochter Lauretta zu ihrem Liebesglück zu verhelfen.

Oper Frankfurt / Il Tabarro _ Giorgetta und Michele © Monika Rittershaus

Oper Frankfurt / Il Tabarro _ Giorgetta und Michele © Monika Rittershaus

Im Zuge der zweiten Wiederaufnahme dieser 2007/08 an der Oper Frankfurt herausgebrachten Produktion gibt es ein Wiedersehen und -hören mit zwei ehemaligen Ensemblemitgliedern, die erneut jene Partien übernehmen, in denen sie schon in der Premiere das Publikum begeisterten: Zeljko Lucic als Michele und Gianni Schicchi sowie Elza van den Heever als Giorgetta und nun erstmals auch als Suor Angelica. Beide Künstler gehörten seinerzeit zu den absoluten Lieblingen des Frankfurter Publikums und haben schon längst mit Auftritten an den renommiertesten Bühnen der Welt zum guten Ruf ihres ehemaligen Stammhauses beigetragen. Ihre Frankfurt-Debüts als Gäste geben die amerikanische Mezzosopranistin Suzanne Hendrix (Fürstin und Zita) und ihr Landsmann mit philippinischen Wurzeln, Arthur Espiritu (Rinuccio). Während zu ihren jüngsten Aufgaben Larina in Tschaikowskis Eugen Onegin an der Wiener Staatsoper gehört, war er kürzlich als Don Ramiro in Rossinis La Cenerentola am Staatstheater am Gärtnerplatz in München zu erleben. Nach ihrem großen Erfolg als Bronka in Weinbergs Die Passagierin 2014/15 kehrt die polnische Mezzosopranistin Joanna Krasuska-Motulewicz (Äbtissin und Ciesca) zurück an den Main. Der Münchner Tenor Vincent Wolfsteiner (Luigi) wechselte zur aktuellen Saison vom Ensemble der Staatsoper Nürnberg in das der Oper Frankfurt. Im zuerst genannten Haus sang er neben zahlreichen weiteren Partien zuletzt Loge, Siegmund und Siegfried in Wagners Der Ring des Nibelungen.

Siegmund wird er in dieser Saison auch im Frankfurter Ring übernehmen. Alle weiteren Partien sind mit Mitgliedern des Frankfurter Ensembles besetzt. Am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters steht erstmals der tschechische Dirigent Jakub Hrusa, der ab 2016 den Bamberger Symphonikern vorstehen wird. Zu den aktuellen Aufgaben des Preisträgers des erstmals durch die Leos-Janácek-Stiftung Brünn verliehenen Sir-Charles-Mackerras-Preises gehört Janáceks Die Sache Makropulos an der Wiener Staatsoper

Musikalische Leitung: Jakub Hrusa; Inszenierung: Claus Guth

Mitwirkende Il tabarro:
Zeljko Lucic (Michele), Elza van den Heever (Giorgetta), Vincent Wolfsteiner (Luigi), Claudia Mahnke (Frugola), Hans-Jürgen Lazar (Tinca), Alfred Reiter (Talpa), Beau Gibson (Liedverkäufer) u.a.

Mitwirkende Suor Angelica:
Elza van den Heever (Suor Angelica), Suzanne Hendrix (La zia principessa, Fürstin), Joanna Krasuska-Motulewicz (La badessa, Äbtissin), Judita Nagyová (La suora zelatrice), Louise Alder (Suor Genovieffa) u.a.

Mitwirkende Gianni Schicchi:
Zeljko Lucic (Gianni Schicchi), Arthur Espiritu (Rinuccio), Suzanne Hendrix (Zita), N.N. (Lauretta), Beau Gibson (Gherardo), Louise Alder (Nella), Franz Mayer (Betto di Signa), Alfred Reiter (Simone), Iurii Samoilov (Marco), Joanna Krasuska-Motulewicz (Ciesca) u.a.

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Pressemeldung Oper Frankfurt

Wien, Wiener Staatsoper, AIDA von Giuseppe Verdi, ab 08.03.2016

März 7, 2016 by  
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Wiener Staatsoper

Wiener Staatsoper © Starke

Wiener Staatsoper © Starke

Aida von Giuseppe Verdi

nach einem Libretto von Antonio Ghislanzoni

Vorstellungen: 08., 11., 14. und 17. März, 19:00 Uhr

Simone Young dirigiert ab Dienstag, 8. März 2016 eine großteils neu besetzte Vorstellungsserie von Verdis Aida – ein Werk, das sie erstmals an der Wiener Staatsoper leitet. Ihre Hausdebüts geben Liudmyla Monastyrska als Aida, Ekaterina Gubanova als Amneris und Simone Piazzola als Amonasro. Erstmals sind im Haus am Ring Fabio Sartori als Radames, Il Hong als König, Jongmin Park als Ramfis und Caroline Wenborne als Priesterin zu erleben.

Dirigent Simone Young, Regiekonzept Nicolas Joel
Ausstattung Carlo Tommasi
Choreographie Jan Stripling

BESETZUNG:
Ekaterina Gubanova_Amneris
Liudmyla Monastyrska_Aida
Fabio Sartori_Radames
Simone Piazzola_Amonasro
Il Hong_König
Jongmin Park_Ramfis
Carlos Osuna_Bote
Caroline Wenborne_Priesterin

Pressemeldung Wiener Staatsoper

Wien, Wiener Staatsoper, Manon mit Diana Damrau und KS Ramón Vargas, 14.02.2016

Februar 12, 2016 by  
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Wiener Staatsoper

Wiener Staatsoper © Starke

Wiener Staatsoper © Starke

Manon von  Jules Massenet

Am Sonntag, 14. Februar 2016 kehrt Diana Damrau wieder in der Titelpartie von Jules Massenets Manon an die Wiener Staatsoper zurück. An ihrer Seite – wie zuletzt 2010 – ist KS Ramón Vargas als Des Grieux zu erleben. Ihre Rollendebüts im Haus am Ring geben Boaz Daniel als Lescaut, Mihail Dogotari als Brétigny, Ulrike Helzel als Javotte und Miriam Albano als Rosette; Dan Paul Dumitrescu singt den Graf Des Grieux. Am Dirigentenpult steht Frédéric Chaslin.

Reprisen: 19., 22., 25. und 28. Februar

Die Vorstellung am 28. Februar wird via WIENER STAATSOPER live at home weltweit live in HD übertragen: www.staatsoperlive.com.

Pressemeldung Wiener Staatsoper

Essen, Philharmonie Essen, Strawinsky – Simón Bolivar Symphony Orchestra of Venezuela – Gustavo Dudamel, IOCO Kritik, 23.01.2016

Januar 25, 2016 by  
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Philharmonie Essen

Simón Bolivar Symphony Orchestra of Venezuela – Gustavo Dudamel

Igor Strawinsky  Petruschka +  Le Sacre du Printemps

Philharmonie Essen / Gustavo Dudamel © Saad Hamza

Philharmonie Essen / Gustavo Dudamel © Saad Hamza

Das Simón Bolivar Symphony Orchestra of Venezuela wurde 1975 gegründet. Das ehemalige Jugendorchester hat inzwischen eine weltweite Reputation. Schon 17 Spielzeiten leitet der Venezolaner Gustavo Dudamel das Orchester. Als Achtzehnjähriger hatte er es übernommen.

Philharmonie Essen / Gustavo Dudamel © Saad Hamza

Philharmonie Essen / Gustavo Dudamel © Saad Hamza

Dudamel hat inzwischen eine große Karriere gemacht. Es gibt kaum ein Orchester von Rang, bei dem er nicht zu Gast war. Seit sieben Spielzeiten ist er Chef des Los Angeles Philharmonic Orchestra.

Seine Verpflichtung mit dem venezolanischen Orchester läuft aber weiter. Mit diesem gastiert er in dieser Saison unter anderem an der Mailänder Scala in einer La Bóheme – Produktion. Im April dieses Jahres wird er sein Debüt an der Wiener Staatsoper in einer Neuproduktion von Puccinis Turandot geben.

Venedig / Grabstätte Igor Stravinski © IOCO

Venedig / Grabstätte Igor Stravinski © IOCO

Das gestrige Gastspiel des venezolanischen Ensembles unter seiner Leitung beinhaltete nur Musik von Igor Strawinsky.

Man begann mit Petruschka, Burleske Szenen in vier Bildern in der Fassung von 1947. Es ist eine tragische Geschichte, die hier mit einer effektvollen Musik erzählt wird. Ein alter Scharlatan führt zur Faschingszeit auf dem Petersburger Jahrmarkt seine Puppen vor. Einen Mohren, eine Ballerina und den Kasper Petruschka. Seine Zauberkunst hat den Puppen menschliche Gefühle eingegeben. Petruschka liebt die Ballerina, die sich jedoch in den aufgeputzten Mohren verliebt hat. Aus Eifersucht tötet der Mohr Petruschka. Das alles spielt vor einem sehr farbigen Hintergrund, mit tanzendem Bären, Drehorgel und mehr.

Die Uraufführung als Ballett fand 1911 in Paris durch das Ballett Russe von Sergei Diaghilew statt. Der große Erfolg veranlasste Strawinsky, aus den interessantesten Nummern eine Konzertsuite zu erstellen. 1947 gab er eine revidierte Fassung heraus. Diese, die die Instrumentation etwas auflichtet, wird heute allgemein gespielt. So auch hier beim Gastspiel der Venezolaner.

Dudamel und sein großartiges Orchester vermittelten eindringlich diese farbige, effektvolle Musik. Glänzend waren die Streicher, die in dieser Partitur dominieren. Kraftvoll klangen die Blechbläser und der Schlagzeuger (immer mit lächelndem Gesicht) leistete Schwerstarbeit. Verblüffend gut war die Korrespondenz zwischen den einzelnen Gruppen. Schon jetzt zeigte sich das Publikum begeistert.

Nach der Pause ging es weiter mit Le Sacre du Printemps, Bilder aus dem heidnische Russland. Archaisch, gewaltig, mit peitschenden Rhythmen kommt diese Musik daher und fasziniert sofort. Das zweiteilige, zirka halbstündige Werk, wurde auch in Paris beim Ballett Russe, zwei Jahre nach Petruschka, uraufgeführt.

Im ersten Teil Anbetung der Erde sind tanzende junge Mädchen die Vorboten des Frühlings. Frühlingsreigen folgen, Stämme rivalisieren miteinander. Höhepunkt des ersten Teils ist das Finale, der Tanz der Erde. Dazu schrieb Strawinsky eine Musik, die hart an die Schmerzgrenze geht. Sie ist ein Pandämonium an brutalen, den Orchesterapparat fordernden Klängen.

Doch auch der zweite Teil Das Opfer hat es in sich. Hier findet Strawinsky zu einer bohrenden, motorischen Rhythmik, sowohl für die heidnischen Riten und die barbarischen Stimmungen, wie den finalen Opfertanz.

Für Gustavo Dudamel und sein außerordentliches, hoch motiviertes Orchester gab es keine Probleme. Dudamel hatte den Riesenapparat fest im Griff. Wunderbar brachte er es fertig, selbst die dichtesten und härtesten Klangballungen ohne knallig zu werden, rüber zu bringen. Das war eine exemplarische Leistung. Der ganze Abend war ein Ereignis und wurde von den Besuchern einhellig honoriert.

Das Publikum im sehr gut besuchten Haus, spendete frenetischen, nicht enden wollenden Beifall. Fähnchen mit dem venezolanischen Wappen wurden geschwenkt und man jubelte lautstark.  Natürlich gab es Zugaben, wie etwa das Finale aus Strawinskys  Feuervogel. Dieser Abend wird in Erinnerung bleiben.

IOCO / UGK / 23.01.2016

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