Cottbus, Staatstheater Cottbus, Premiere – DON CARLOS von Giuseppe Verdi, 16.04.2016

April 12, 2016 by  
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Staatstheater Cottbus

Staatstheater Cottbus © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus © Marlies Kross

DON CARLOS (Don Carlo)  von Giuseppe Verdi

Premiere: Samstag 16. April 2016, 19.30 Uhr,  weitere Vorstellungen 26.4.2016; 12.5.2016; 2.6.2016; 10.6.2016

Oper in vier Akten und einem Vorspiel von Giuseppe Verdi nach dem Drama von Friedrich Schiller Libretto von Josephe Méry und Camille du Locle, Italienischer Text von Antonio Ghislanzoni, In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Nach einem knappen Jahrhundert ist Giuseppe Verdis komplexe und dramatische Oper DON CARLOS wieder am Staatstheater Cottbus zu erleben. Nach dem Drama von Friedrich Schiller gestaltet Verdi das Räderwerk eines erbarmungslosen Apparates, das Menschen und deren Träume deformiert.

Cottbus / Staatstheater DonCarlos © Marlies Kross

Cottbus / Staatstheater DonCarlos © Marlies Kross

Das Staatstheater hat sich für eine Version der Oper entschieden, die in italienischer Sprache (mit deutschen Übertiteln) gesungen wird und auf der fünfaktigen Pariser Urfassung von 1867 gründet, jedoch mehrere Kürzungen vornimmt. Der erste Akt wurde hier zu einem kurzen Vorspiel verknappt. Die Figur Karl V. und mit ihr das Metaphysische der Handlung ist eliminiert, ein namenloser Mönch singt musikalische Passagen dieser Partie.

Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Evan Christ und im Bühnenbild von Walter Schütze (Kostüme: Nicole Lorenz) inszeniert Intendant Martin Schüler den Konflikt zwischen absolutistischer Machtanmaßung und dem Recht auf persönliche Freiheit.

Drei junge Menschen versuchen, ihre Lebensbestimmung zu finden – Don Carlos (Jens Klaus Wilde), Prinzessin Elisabeth (als Gast: Stella Motina) und der Marquis von Posa (Andreas Jäpel) – und scheitern auf unterschiedliche Art und Weise. Aber am Anfang der Oper (Vorspiel) leuchtet für einen Moment utopisch auf, wie die Welt beschaffen sein könnte: In der Liebe von Elisabeth und Carlos und ihrer Freundschaft zu Posa liegt die Chance einer Übereinstimmung von Politischem und Persönlichem, die Möglichkeit, eine Gesellschaft menschlich zu gestalten. Doch das autoritäre System der weltlichen und geistlichen Macht zerstört diese Utopie mit brutaler Gewalt.

Neben den Damen und Herren des Opernchores und des Extrachores (Einstudierung: Christina Möbius) singen in dieser personenintensiven Oper weiterhin u.a. Marlene Lichtenberg (Prinzessin Eboli) und Jörn E. Werner (Großinquisitor). Für die Partie des Königs Philipp II. konnte Tilmann Rönnebeck  als Gast von der Semperoper gewonnen werden. Es spielt das Philharmonische Orchester.

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Pressemeldung Staatstheater Cottbus

Essen, Aalto Musiktheater, AIDA von Giuseppe Verdi: 27 Jahre Kult, IOCO Aktuell, 03.02.2016

März 4, 2016 by  
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Aalto Theater Essen

Aalto-Theater-Essen © IOCO

Aalto-Theater-Essen © IOCO

AIDA – Farbenfrohe Abkehr von Pompösem

Essen / Aalto-Theater AIDA © Hamza Saad

Essen / Aalto-Theater AIDA © Hamza Saad

AIDA ist große Oper, Giuseppe Verdi einzigartiger Komponist. Nicht nur in Verona besitzt AIDA Kultstatus, auch im Aalto-Theater in Essen. In Verona inspiriert seit 100 Jahren die vom feinsinnigen ägyptischen Vizekönig Khedive Ismail Pasha in Auftrag gegebene klassische Volksoper AIDA. Ismail Pasha beauftragte Verdi 1870 für den astronomischen Betrag von 150.000 Goldfranken eine wahrhaft ägyptische Volksoper schreiben. Das Szenarium stammt von Auguste Mariette, Leiter der ägyptischen Antikenverwaltung, und, unbewiesen, aus einer alt-ägyptischen Papyrusrolle. Verdi jedenfalls schwärmt von seiner Ägyptenreise, als ihn die heiße Sonne inspirierte, die „glutvolle Thematik und das eigentümliche Wesen ägyptischer Volksweisen“ mit italienischem Belcanto-Kolorit zu füllen.

Essen / Aalto -Theater AIDA © Hamza Saad

Essen / Aalto -Theater AIDA © Hamza Saad

Dietrich Hilsdorfs inszenierte diese AIDA  in Essen bereits 1989. Dort wurde sie zu Kult und reizt auch 2016 mit grandioser Beleuchtung, farbenreicher Vielschichtigkeit und der Abkehr von Monumentalem. Eine modern-gefällige Anti-Kriegs-Sicht bietet Hilsdorf im Programmheft, wenn er die Handlung, wenig Verdi-treu, mit heutiger Rhetorik beschreibt: Ramphis facht dort „die kriegshetzerische Stimmung an“, „Vernichtungsauftrag wird in einem religiösen Akt abgesegnet“…. Doch mit farbig faszinierenden Bühnenbildern (Johannes Leiacker), auffälligen Lichteffekten und dunklen Schattenstrukturen (Jürgen Nase) verlässt Hilsdorf  allzu flachen Populismus und verleiht Verdis Belcanto-Oper einen lebendig differenzierenden Geist der heutigen Zeit. Hilsdorfs bleibende Neigung, Verdis AIDA mit Anti-Kriegs-Pathos zu verkleiden zeigt auch seine Bonner AIDA Inszenierung aus 2014.

Essen / Bühnenprospekt AIDA © IOCO

Essen / Bühnenprospekt AIDA © IOCO

Mit Beginn der Vorstellung stimuliert den Besucher bereits die Bildsprache eines riesigen  in weichen Farben gemalten Bühnenprospekts (Bild). Wüste, Pyramiden, Schilf und Palmen bilden sich darauf im sommerlichen Sonnenuntergang ab. Zu den zarten Lauten der Ouvertüre wandeln am Bühnenrand  Aida und Amneris in Prachtgewändern. Mit dem folgenden ersten Akt wird der Prospekt durch Lichteffekte durchsichtig, gibt dem Bühnebild mit aufregenden Schattenbildern lebendigen Charakter, wird zur Trennlinie von Liebe und Krieg. In einem großen einsichtigen Raum konspirieren planen Radames, Priester, Krieger. Hypnotische Faszination erzeugt auch das zweite Bild,  im welchem Radames das heilige Schwert erhält und den Gott Ptha den Feldzug segnen läßt.

Essen / Aalto Theater AIDA © Hamza Saad

Essen / Aalto Theater AIDA © Hamza Saad

Der kompositorisch einzigartige Triumph-Marsch, ein Höhepunkt von AIDA, verfällt in Hilsdorfs Inszenierung leider zum anbiedernden Anti-Kriegsplüsch. Zu großartigen Orchesterklängen und  AIDA-Trompeten defilieren nicht huldigende Kämpfer vor dem König. Stattdessen danken Priester aus den Rängen des Theaters, tanzen die Töchter gefallener Kämpfer RingelReihe, weihen Witwen ihre Kinder dem Krieg, feiern Industriemanager den Krieg, grüßen Veteranen mit Krücken, Jungfrauen überreichen dem König….. Zwei coole „Memphis Twins“ vertreiben tanzend Sorgen, dass Krieg doch etwas Schlechtes sein könnte. Texte, in Verdis Libretto nicht zu finden, sind gut gemacht und stärken die Authentizität der Bühnenhandlung als legitime Freiheiten moderner Inszenierungen. Mitreißend das letzte, sich im Unendlichen verlierende Bühnenbild, in welchem Aida mit ihrer Pace-Arie in dämonisch beklemmendem Halbdunkel Frieden für Radames und sich beschwört.

Das erfahrene Aalto-Ensemble meistert die hohen Anforderungen der Oper glänzend: Kelebogile Besong verleiht der vielschichtigen Partie der Aida mit romantisch-lyrischem Sopran, von zarten Piani hin zum dramatischen C einen ungewöhnlich reizvollen elegischen Klang; ihre Arie „O patria mia“ war ein Höhepunkt des Abends. Helena Zubanovich begegnet als Amneris dem lyrischen Duktus ihrer Gegenspielerin mit kultiviert dramatischem Mezzo.

Essen / Aalto Theater AIDA © Hamza Saad

Essen / Aalto Theater AIDA © Hamza Saad

Gaston Rivero gestaltet den Radames sicher mit verblüffend heller Tenorkraft. Die fordernde, frühe „Antrittsarie“ Celeste Aida meistert Rivero sicher und wohltimbriert, mitsamt des darin so gefürchteten hohen B. Tijl Faveyts ist als Hohepriester Ramfis ist mit schwerem Bass ebenso präsent wie Heiko Trinsiger mit wohlklingem Bariton als Amonasro und, aus den Rängen, Baurzhan Anderzhanov als König–Pharao. Yannis Pouspourikas leitet die Essener Philharmoniker mit gefühlsreicher Intensität. Zur zentralen Triumphszene des 2. Aktes gelingt Pouspourikas die komplexe Interaktion von Bühne und den in den Rängen des Aalto-Theaters verteilten großen Chöre (Patrick Jaskolka). So verbindet sich der Klangreichtum Verdis mit dem Bühnengeschehen und wird zu einem homogenen Gesamtwerk.

AIDA im Aalto-Theater, 1989 erstmals inszeniert, ist auch 2016 hochmodern, ansprechend und faszinierend. Ensemble, Chöre und Orchester wurden von den Besuchern lange und laut gefeiert.

IOCO / Viktor Jarosch / 04.04.2016

AIDA im Aalto-Theater: Weitere Vorstellungen am 1. Juli 2016, 10. Juli 2016

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Berlin, Staatsoper im Schillertheater, FESTTAGE-Premiere: ORFEO ED EURIDICE von Christoph Willibald Gluck, 18.03.2015

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Staatsoper im Schiller Theater

Staatsoper im Schillertheater © Thomas Bartilla

Staatsoper im Schillertheater © Thomas Bartilla

FESTTAGE-Premiere:  Orfeo ed Euridice von Christoph Willibald Gluck

In einem Raum entworfen von Frank O. Gehry

Azione teatrale per musica, Text  Ranieri de’ Calzabigi
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere Freitag, 18. März 2016 19:00 Uhr, weitere Vorstellungen 23. und 27. März

Die FESTTAGE-Premiere 2016 ist am 18. März Christoph Willibald Glucks Orfeo ed Euridice in einer Neuinszenierung von Jürgen Flimm unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim. Für Jürgen Flimm und Daniel Barenboim ist es nach Verdis Otello im Jahr 2001 die erste künstlerische Zusammenarbeit seit 15 Jahren. Für beide ist diese Produktion außerdem ein Debüt: anlässlich des 20-jährigen Bestehens der FESTTAGE bringen sowohl der Intendant als auch der Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper erstmals in direkter Kooperation diese Reformoper auf die Bühne.

Wien / Christoph Willibald Gluck  Foto IOCO

Wien / Christoph Willibald Gluck Foto IOCO

  Als Orfeo ist Countertenor Bejun Mehta zu erleben, der zu den international führenden Interpreten dieser Partie zählt. Ihm zur Seite steht als Euridice Anna Prohaska. Bereits 2010 standen beide Sänger gemeinsam auf der Bühne der Staatsoper. Für ihre Darbietung von Händels »Agrippina« unter der musikalischen Leitung von René Jacobs wurden sie im Haus Unter den Linden gefeiert.
Nadine Sierra gibt in dieser Neuproduktion nicht nur ihr Haus-, sondern auch ihr Rollendebüt als Amor. Die 27-jährige amerikanische Sopranistin zählt zu den vielversprechenden Sängerinnen ihrer Generation und ist zurzeit die jüngste Gewinnerin der Metropolitan Opera National Council Auditions und der Marilyn Horne Song Competition. Ihre Debüts an der Opéra National de Paris sowie an der Metropolitan Opera New York und Mailänder Scala als Zerlina in Don Giovanni und Gilda in Rigoletto in der laufenden Spielzeit 2015/2016 wurden von Publikum und Presse gleichermaßen gefeiert.

Das Bühnenbild der Berliner Orfeo-Neuproduktion stammt von Architekt Frank O. Gehry – nach Don Giovanni in der Regie von Christopher Alden (2012) und Lucinda Childs sowie John Adams Tanzproduktion »Available Light« (1983) ist es seine dritte Arbeit als Bühnenbildner. Bekannt für unzählige private und öffentliche Gebäude in Amerika, Europa und Asien, zählen zu seinen bemerkenswertesten Projekten u. a. das Guggenheim-Museum Bilbao, das Tanzende Haus in Prag, die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles, die Stiftung Louis Vuitton in Paris sowie das Kunst- und Medienzentrum Rheinhafen in Düsseldorf. Auch die Barenboim-Said-Akademie in Berlin erhält mit dem »Pierre Boulez Saal« einen von Frank O. Gehry entworfenen Konzertsaal, in dem künftig Kammer- und Orchesterkonzerte stattfinden werden.
Die Kostüme entwarf die renommierte Kostümbildnerin und Professorin an der Universität der Künste Berlin Florence von Gerkan, die bereits mehrfach mit Jürgen Flimm zusammengearbeitet hat, u. a. bei Händels »Il trionfo del Tempo e del Disinganno«.
Es singen und spielen der Staatsopernchor unter der Leitung von Martin Wright und die Staatskapelle Berlin.

Mit Glucks Version des Mythos um den trauernden Orpheus, der in die Unterwelt herabsteigt, um seine geliebte Euridice von den Toten zurückzuholen, entwickelte sich aus der traditionellen »Opera seria« eine »Azione theatrale« neuen Zuschnitts, in der Figuren mit ihrem wirklichen, authentischen Fühlen und Ausdrucksstreben in den Mittelpunkt gestellt wurden. Es entstand ein Werk, das gleichsam zum Inbegriff der klassischen Reformoper wurde. Mit der Uraufführung von »Orfeo ed Euridice« Anfang Oktober 1762 am Wiener Burgtheater wurde ein neues Kapitel der Operngeschichte aufgeschlagen.

MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Barenboim
INSZENIERUNG Jürgen Flimm
BÜHNENBILD Frank O. Gehry
KOSTÜME Florence von Gerkan
CHOREOGRAPHIE Gail Skrela
LICHT Olaf Freese
CHOR Martin Wright
DRAMATURGIE Roman Reeger

BESETZUNG:
ORFEO: Bejun Mehta
EURIDICE: Anna Prohaska
AMOR: Nadine Sierra
JUPITER: Wolfgang Stiebritz
STAATSOPERNCHOR
STAATSKAPELLE BERLIN

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Pressemeldung Staatsoper im Schiller Theater

Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Premiere: NORMA von Vincenzo Bellini, 05.03.2016

Februar 17, 2016 by  
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Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

Premiere: NORMA  von  VINCENZO BELLINI

Libretto  FELICE ROMANI, Uraufführung 1831

EINE KOPRODUKTION MIT DEM STAATSTHEATER MAINZ

PPREMIERE am 05. MRZ. 2016, 19.30 UHR, Weitere Vorstellungen:, 13. MRZ. 2016, 18.00 UHR, 18. MRZ. 2016, 19.30 UHR, 25. MRZ. 2016, 18.00 UHR, 10. APR. 2016, 15.00 UHR, 17. APR. 2016, 18.00 UHR, 29. APR. 2016, 19.30 UHR, 14. MAI. 2016, 19.30 UHR
26. MAI. 2016, 18.00 UHR

Gelsenkirchen / MiR Norma © Karl und Monika Forster

Gelsenkirchen / MiR Norma © Karl und Monika Forster

 Norma, Priesterin und Orakel, versucht ihre gallischen Landsleute von einem Aufstand gegen die römischen Besatzer abzuhalten. Doch sie will nicht nur ihr Volk vor einer vernichtenden Niederlage bewahren, sondern auch ihren Geliebten schützen, den römischen Prokonsul Pollione, dem sie verfallen ist. Normas geheimes Doppelleben als Mutter zweier Kinder des Prokonsuls und als keusche Priesterin der Gallier wird unmöglich, als Pollione auch die gallische Novizin Adalgisa verführt. Der labile Frieden zerbricht. Norma gerät in einen Strudel aus Rachegefühlen, Leidenschaft, Vernichtungswahn, Lebenswillen und ethischer Größe, in dem die Rollen als Priesterin, Mutter, betrogene Gattin und Freundin so heftig kollidieren, dass die Ordnung zusammenbricht und Opfer fordert. Die Oper  Norma spielt in einer archaischen Welt, die zwischen dem männlichen Kriegsgott Irminsul und der weiblichen, friedenspendenden Mondgöttin Luna angesiedelt ist. Normas Geschichte beschreibt über den antiken und zwischenmenschlichen Kontext hinaus ein zeitloses Szenario, in dem die Utopie einer humaneren Gesellschaft jenseits religiöser Dogmen unerreichbar zu sein scheint.

Mit Vincenzo Bellini (1801-1835) beginnt eine neue Ära der italienischen Oper. Nur zehn Bühnenwerke komponierte der frühverstorbene Bellini, diese aber waren perfekt ausgearbeitet und auf dauerhafte Wirkung angelegt. Einen legendären Status genießt bis heute die 1831 am Teatro alla Scala in Mailand uraufgeführte Tragödie Norma. An ihr, dem Paradebeispiel des italienischen Belcanto, mussten sich nachfolgende Komponisten messen, allen voran Giuseppe Verdi und Richard Wagner. Von „Melodie lunghe, lunghe, lunghe“ sprach etwa Verdi, den schier unendlichen Melodielinien, mit denen Bellini die gesungenen Worte zum musikalischen Drama gestaltet und den Hörer in die Höhen und Tiefen der Tragödie trägt. Das Musiktheater im Revier spielt die kritische Neuedition nach autographen Quellen von Maurizio Biondi und Riccardo Minasi, die bisher szenisch nur bei den Salzburger Festspielen zu erleben war. Regie führt Elisabeth Stöppler, die am MiR bereits die Benjamin Britten-Trilogie, Rusalka und zuletzt Don Quichotte inszenierte.

MUSIKALISCHE LEITUNG: VALTTERI RAUHALAMMI
NACHDIRIGAT: THOMAS RIMES
INSZENIERUNG: ELISABETH STÖPPLER
BÜHNE: HERMANN FEUCHTER
KOSTÜME: NICOLE PLEULER
CHOR: CHRISTIAN JEUB
DRAMATURGIE: STEPHAN STEINMETZ

BESETZUNG:
POLLIONE: HONGJAE LIM
OROVESO: DONG-WON SEO
NORMA: HRACHUHI BASSÉNZ
ADALGISA: ALFIA KAMALOVA
FLAVIUS: LARS-OLIVER RÜHL

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