Augsburg, Theater Augsburg, BELACQUA, 04./05./06.07.2014

Juli 3, 2014 by  
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Theater Augsburg

Theater Augsburg / Außenansicht © Theater Augsburg

Theater Augsburg / Außenansicht © Theater Augsburg

BELACQUA. theater wasserburg zu Gast in Augsburg

Misery´s the river of the world
The Black Rider, Alice & Woyzeck

Erstmals als Musiktheater-Trilogie

4. und 5. Juli | 19.30 Uhr | brechtbühne
6. Juli | 19.00 Uhr | brechtbühne

2011 hatte „The Black Rider“ in Wasserburg Premiere, 2012 „Alice“, 2013 „Woyzeck“. Damit hat Regisseur Uwe Bertram alle drei Waits/Wilson-Produktionen in direkter Folge inszeniert. Das ist bislang einzigartig im deutschsprachigen Theaterraum. Vollendet wurde die „Trilogie der Zauberstückchen“, wie Egbert Tholl in seiner Kritik vom 30. Januar 2013 in der SZ schrieb, „mit traumhaft suggestivem Musiktheater”. Was mit „Woyzeck“ seine Erfüllung fand, hatte 2011 mit „The Black Rider“ begonnen. Seither schraubten Theaterleiter und Regisseur Uwe Bertram und der musikalische Leiter Georg Karger an einer gemeinsamen Übersetzung der Waits-typischen Stimmung und Kraft. Für Uwe Bertram war vor allem die Suche danach interessant, was die Macher Tom Waits und Robert Wilson dazu bewogen haben könnte, genau diese drei Stücke zu machen. Gemeinsam mit Dramaturgie und Ensemble fand er ein übergreifendes Thema: Eigenverantwortung. Drei Stücke, drei Individuen, eine Fragestellung: Wer ist für das eigene Handeln verantwortlich? Ein Gott oder ein Teufel, die Gesellschaft, bestimmte Umstände? Kann man tun, was man will? Aus diesen Fragestellungen heraus entstanden Welten, die schon für die Jury der 30. Bayerischen Theatertage in Augsburg vor zwei Jahren den Ausschlag für einen Preis gegeben haben.

Nun kommen alle drei Stücke zusammen nach Augsburg. Auf der brechtbühne sind die drei Produktionen, die unter dem Titel „Misery’s the river of the world“ als Trilogie zusammengefasst sind, also zum ersten Mal überhaupt in direkter Abfolge zu erleben:

„The Black Rider“ wird am Freitag, 4. Juli, 19.30 Uhr gezeigt, „Alice“ am Samstag, 5. Juli, 19.30 Uhr und „Woyzeck“ am Sonntag, 6. Juli, 19.00 Uhr.

Pressemeldung Theater Augsburg

Darmstadt, Staatstheater Darmstadt, Woyzeck, 13.10.2013

September 30, 2013 by  
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Staatstheater Darmstadt

Staatstheater Darmstadt © IOCO

Woyzeck von Georg Büchner

Konzept Robert Wilson | Musik Tom Waits | Liedtexte Kathleen Brennan | Textfassung Ann-Christin Rommen und Wolfgang Wiens

 
Inszenierung Malte Kreutzfeldt | Bühne und Kostüme Nikolaus Porz | Musikalische Leitung Michael Erhard
 
Mit Sonja Mustoff, Margit Schulte-Tigges, Maika Troscheit | Matthias Kleinert, Simon Köslich, Andreas Manz-Kozár, Hubert Schlemmer, Aart Veder, István Vincze, Uwe Zerwer
 
Vorstellung nur am 13. Oktober 2013 | gegen 21 Uhr | Kleines Haus | Vorstellung im Rahmen von Ich bin so jung und die Welt ist so alt – Leonce und Lena, Dantons Tod, Woyzeck an einem Tag | nur als Gesamtpaket buchbar!
 
 
 
 
 
 
Pressemeldung Staatstheater Darmstadt

Berlin, Berliner Ensemble, Peter Pan von James Matthew Barrie , IOCO Kritik, 24.06.2013

Juli 1, 2013 by  
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Kritik

Berliner Ensemble

Berliner Ensemble Haus, Berlin © Berliner Ensemble

Berliner Ensemble Haus, Berlin © Berliner Ensemble

  PETER PAN – Inszenierung von Robert Wilson

Von G.G.  –   Aufführung vom 24.06.2013

Berliner Ensemble / Peter Pan - oben: Boris Jacoby, Traute Hoess, Stefan Kurt, Georgios Tsivanoglou, Felix Tittel, Antonia Bill, unten: Anna Graenzer, Winfried Goos, Marko Schmidt, Johanna Griebel, Jörg Thieme, Anke Engelsmann, Ulrich Brandhoff, Andy Klinger, Stephan Schäfer, Sabin Tambrea © Lucie Jansch

Berliner Ensemble / Peter Pan – oben: Boris Jacoby, Traute Hoess, Stefan Kurt, Georgios Tsivanoglou, Felix Tittel, Antonia Bill, unten: Anna Graenzer, Winfried Goos, Marko Schmidt, Johanna Griebel, Jörg Thieme, Anke Engelsmann, Ulrich Brandhoff, Andy Klinger, Stephan Schäfer, Sabin Tambrea © Lucie Jansch

Peter Pan, oder das Märchen vom Jungen der nicht groß werden wollte“ ist die faszinierende aber auch traurige Geschichte aus der Feder des schottischen Schriftstellers und Dramatikers James Matthew Barrie (1860-1937). Sie handelt von einem Kind, das niemals erwachsen werden will und auf ewig unverändert in einer Fantasiewelt der unbegrenzten Möglichkeiten lebt. Sicher ein verlockender Gedanke, von dem jeder Erwachsene schon mal sehnsüchtig nach der Leichtigkeit und Sorglosigkeit aus vergangenen Kindertagen heimgesucht wurde. Dies einer der Hauptgründe, warum die Geschichte von Peter Pan an Anziehungskraft und Beliebtheit bei Groß und Klein seit seiner Erschaffung nichts eingebüßt hat, und neben dem Buch und dem Theaterstück, immer wieder als Vorlage zahlreicher Verfilmungen und anderer literarischer wie musikalischer Adaptionen diente und auch immer wieder dient.

Nun hat sich auch der erfolgreiche texanische Regisseur, Theaterautor und bildende Künstler Robert Wilson dieses Stoffes angenommen und hat das Theaterstück von Barrie, in der deutschen Übersetzung des Schriftstellers und Drehbuchautors Erich Kästner (1899-1974) in einer Produktion des Berliner Ensembles letzten April am Theater am Schiffbauerdamm auf die Bühne gebracht.

Berliner Ensemble / Peter Pan - Ulrich Brandhoff © Lucie Jansch

Berliner Ensemble / Peter Pan – Ulrich Brandhoff © Lucie Jansch

In Zusammenarbeit mit den amerikanischen Schwestern, Sierra und Bianca Casady, und ihrer 2003 gegründeten Musikgruppe „CocoRosie“, von denen die Musik und die Songtexte für das Stück komponiert wurden, schafft Wilson einen magischen, in blaues Licht und Nebel getauchten Kosmos von witzig-skurrilen Kunstfiguren mit weißen Gesichtern und überzeichneten Augen (Kostüme von Jacques Reynaud), zwischen Comic und Marionettentheater. Nach gewohnter Art erzählt er in stilisierten, präzise bis ins kleinste Detail choreographierten und durchgestellten Bildern, von der Familie Darling, von Wendy und deren Brüdern und entführt uns mit Peter Pan ins fantasievolle Nimmerland, mit seinen Feen, Meerjungfrauen, Piraten und dem tickenden Krokodil.

Die Musik von CocoRosie, gespielt von „The Dark Angels“ unter der musikalischen Leitung von Stefan Rager und Hans-Jörn Brandenburg, ist von Glockenspielen und Rasseln, Spieluhren, Fahrradklingeln und Jahrmarktklängen geprägt und verleihen dem Stück, ergänzend zu den Bildern, den passenden musikalischen Rahmen. Träumerisch verzaubert und fantastisch entrückt, erinnern die musikalischen Kompositionen mit ihren verschiedenen Songs in Stil und Atmosphäre an die Musik von Tom Waits oder an die bizarre Klangwelt der Lieder von Meret Becker.

Gut besetzt ist auch das spiel- sing- und tanzfreudige Schauspielerensembles, wobei es schade ist, dass gerade die eigentlich so charismatische Titelfigur des Peter Pan, gespielt von Sabin Tambrea, etwas entzaubert und blass in den Hintergrund rückt. Um so überzeugender die köstliche Darbietung von Anna Graenzer mal als freche, mal als rührende Wendy oder die besonders herausragende Interpretation von Christopher Nell als durchgeknallte, im grünen Tutu zuckende, hüpfende und mit Sopranstimme singende Fee Tinkerbell, vom Publikum begeistert bejubelt.

Insgesamt eine sehr ästhetische, illustrative Inszenierung nach Wilson’scher Manier mit schönen Ideen, interessantem Sound, netten Songs. Zum Schluss viel Beifall für Darsteller und Musiker von einem zufriedenen Publikum.

Weitere Vorstellungen von Peter Pan:

  • 01.07.2013 um 20:00 Uhr,  02.07.2013 um 18:00 Uhr,  27.08.2013 um 20:00 Uhr
  • 28.08.2013 um 19:30 Uhr,  29.08.2013 um 19:30 Uhr,  30.08.2013 um 16:00 Uhr

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