Aachen, Theater Aachen, Premiere: ORLANDO von Georg Friedrich Händel, 08.11.2015

November 5, 2015 by  
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 Theater Aachen

Theater Aachen © IOCO

Theater Aachen © IOCO

  Orlando von  Georg Friedrich Händel

in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere am So, 08. November 2015, 18.00 Uhr, Weitere Termine: 08. | 14. | 20. | 29. November 2015, 19. Dezember 2015, 10. | 22. Januar 2016, 10. Februar 2016

Orlando ist ein Mann auf dem Drahtseil, ohne Netz und doppelten Boden. Ein Ritter, der aus dem Kriegsabenteuer in ein Liebesabenteuer stolpert, das ihn in den Wahnsinn treibt. Ein traumatisierter Narziss, der sich verbeißt in die Idee einer Frau, deren wirkliches Abbild ihn partout nicht lieben will. Die Jagd nach Angelica gerät ihm, dem die Wirklichkeit mehr und mehr abhandenkommt, zu einer albtraumhaften Reise, in deren Verlauf die Eifersucht ihn fast zum Mörder werden lässt. Orlando ist der traumatisierte Held, dem auch die Gefühlswelt zum Schlachtfeld gerät. Georg Friedrich Händel hat ihm und den Gestalten seiner tragikomischen Irrfahrt eine furiose, alle Register barocker Klangwelt ziehende Musik geschrieben.

Musikalische Leitung Justus Thorau, Inszenierung Jarg PatakiBühne,  Steffi Wurster
Kostüme Sandra Münchow, Dramaturgie   Michael Schmitz-Aufterbeck

BESETZUNG:
Orlando: Antonio Giovannini, Angelica: Netta Or
Medoro: Jud Perry, Dorinda: Soetkin Elbers
Zoroastro: Hrólfur Saemundsson und Statisterie Theater Aachen
Orchester: Sinfonieorchester Aachen,  PMThAC

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Premiere: L’ELISIR D’AMORE, 30.01.2015

Dezember 24, 2014 by  
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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Premiere in Düsseldorf 30.01.2015:

Liebestrank von Gaetano Donizetti

Libretto von Felice Romani nach Eugène Scribes Le philtre, In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Weitere Vorstellungen: 01.02.2015; 11.02.2015; 22.02.2015; 01.03.2015; 08.03.2015; 11.03.2015; 22.03.2015

In nur knapp zwei Wochen musste Gaetano Donizetti (1797–1848) die Musik zum Text seines Librettisten Felice Romani komponieren, dann begannen bereits die Proben zu L’elisir d’amore. Für Donizetti, der in den vergangenen 15 Jahren bereits 36 Opern geschrieben hatte, war diese sportliche Herausforderung jedoch kein Problem. Die Uraufführung im Mailänder Teatro della Canobbiana am 12. Mai 1832 wurde einer der größten Erfolge in seiner Karriere. Bis heute hat L’elisir d’amore eine ungebrochene Aufführungstradition in allen wichtigen Opernhäusern der Welt und wird vom Publikum geliebt.

Adina ist jung, reich und belesen. Der arme Nemorino bewundert und liebt sie, ist aber zu schüchtern, ihr dies zu gestehen. Erst als Sergeant Belcore, ein selbstverliebte Regimentsleiter, der schönen Adina den Hof macht, gesteht auch Nemorino ihr seine Liebe – erfolglos: Adina weist beide Männer lachend ab. Als schließlich der Quacksalber Dulcamara auftaucht und seine Tränke anpreist, sieht Nemorino seine Chance: Er gibt sein ganzes Vermögen für einen angeblichen Liebestrank aus. Obwohl es sich bei dem Wundermittel um nichts anderes als einen billigen Rotwein handelt, verwandelt sich Nemorinos blasses Dasein plötzlich in ein Leben voller Energie und Lebenslust. Und so wie sich das vermeintliche Liebeselixier auf Nemorino auswirkt, überträgt sich auch die bezaubernde Poesie der Musik Donizettis auf die Zuschauer.
Nach zahlreichen Verwirrungen kommt das Paar tatsächlich zusammen, der arme Nemorino zu Geld und niemand hat den Schwindel um den angeblichen Liebestrank bemerkt.

Der andorranische Regisseur Joan Anton Rechi, der zuletzt Die Csárdásfürstin und Werther an der Deutschen Oper am Rhein in Szene setzte, ist für seine wunderbar humorvollen Inszenierungen von komischen Opern bekannt. Mit den überregional gefeierten Produktionen von Rossinis La Cenerentola und Il barbiere di Siviglia am Theater Aachen hat er in den vergangenen beiden Spielzeiten auch in NRW dieses
Talent bereits unter Beweis gestellt.

Musikalische Leitung: Lukas Beikircher Chorleitung: Christoph Kurig
Inszenierung: Joan Anton Rechi Licht: Volker Weinhart
Bühne: Alfons Flores Dramaturgie: Bernhard F. Loges
Kostüme: Sebastian Ellrich

BESETZUNG:
Adina: Anett Fritsch, Dulcamara: Günes Gürle, Nemorino: Ovidiu Purcel
Gianetta: Luiza Fatyol, Belcore: Bogdan Baciu
Chor der Deutschen Oper am Rhein, Düsseldorfer Symphoniker

Alle Aufführungen im Opernhaus Düsseldorf:
Fr 30.01. 19:30 Uhr | So 01.02. 18:30 Uhr | Mi 11.02. 19:30 Uhr | So 22.02. 15:00 Uhr | So 01.03. 18:30 Uhr |,  So 08.03. 18:30 Uhr | Mi 11.03. 19:30 Uhr | So 22.03. 18:30 Uhr

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Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein

Aachen, Theater Aachen, Positive Bilanz für die Spielzeit 2013/14, 21.07.2014

Juli 21, 2014 by  
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 Theater Aachen

Theater Aachen © IOCO

Theater Aachen © IOCO

Theater Aachen zieht positive Bilanz für die Spielzeit 2013/14

Das Theater Aachen kann auf eine gute Spielzeit 2013/14 zurückblicken: Rund 153.000 Zuschauer besuchten die Schauspiel- und Opernaufführungen sowie Konzerte. Somit konnte das Ergebnis der letzten Spielzeit gehalten werden,vor allem wenn man bedenkt, dass es keine Chorbiennale und kein Außenprojekt mit dem Theater AUSbruch gab. Auch die Zahl der Abos blieb gegenüber dem Vorjahr stabil. Knapp 3.000 Zuschauer schlossen für die Spielzeit ein Fest-Abonnement ab.

24 Premieren, darunter drei Uraufführung (»Prinzessin im Eis«, »Kennen lernen« und »Partir á l‘aventure«), hat das Ensemble des Theater Aachen von September 2013 bis Juli 2014 auf die Bühne gebracht.

Viele Vorstellungen in allen drei Spielstätten waren bereits frühzeitig ausverkauft. Shakespeares »Hamlet« lockte 6.635 Besucher ins Große Haus und die Nachfrage ist ungebrochen groß, so dass die Inszenierung von Christina Rast in der kommenden Spielzeit wieder aufgenommen wird. Die Kammer und das Mörgens sind so erfolgreich wie nie zuvor. Mit »Orlando« wurde die Spielzeit in der Kammer eröffnet. In 16 Vorstellungen sahen 1.991 Zuschauer die Produktion was einer Auslastung von 85% entspricht. Mit Bernadette Sonnenbichlers Inszenierung von »Das Himbeerreich« wurde das Theater Aachen zum diesjährigen NRW-Theatertreffen nach Dortmund eingeladen. Auch die Aachener kamen begeistert in die Vorstellung. Mehr als 2.300 Zuschauer sahen die Inszenierung, was einer Auslastung von 97,5% entspricht. Da auch hier die Nachfrage ungebrochen ist, wird das Stück in der kommenden Spielzeit wieder aufgenommen.

Im Mörgens entwickelten sich vor allem »Mario und der Zauberer« und das Projekt mit Aachener Bürgern »Kennen lernen« zum Publikumsliebling. Alle zwölf Vorstellungen von »Mario und der Zauberer« waren ausverkauft und »Kennen lernen« hatte eine Auslastung von über 90%.

Die Angebote für Kinder und Familien kamen auch in diesem Jahr beim Publikum sehr gut an. Die Uraufführung von Anno Schreiers Oper »Prinzessin im Eis« erfreute viele große und kleine Theaterbesucher – insgesamt sahen in 9 Vorstellungen rund 4.300 Zuschauer die Inszenierung, was das bisher beste Ergebnis für eine Uraufführung im Musiktheater war. Ebenso erfolgreich war das diesjährige Familienstück »Die kleine Hexe«. 28.700 Zuschauer haben 39 Vorstellungen besucht. Und eine Auslastung von fast 100 % kann das Musiktheaterstück »Zirkus Furioso« in der Kammer aufweisen, welches aufgrund der großen Nachfrage in der kommenden Spielzeit ebenfalls wieder aufgenommen wird.

Das Musiktheater kann ebenfalls auf eine bemerkenswerte Saison zurückblicken. Es startete mit einer außergewöhnlichen und kontrovers diskutierten Inszenierung von Beethovens »Fidelio«. Überregionale Aufmerksamkeit erlangte Jarg Patakis Inszenierung von Händels »Alcina« bei der der junge Countertenor Josef Jakub Orlinski sein Bühnendebut in Aachen gab und frenetisch von Publikum und Presse gefeiert wurde. Die beste Auslastung konnte die Oper »Rusalka« mit knapp 6.000 Zuschauern verzeichnen. Zum Ausklang der Spielzeit zeigten junge Sängerinnen und Sänger der Hochschule für Musik und Tanz Köln ihr Können in der Mozart Oper »La Finta Giardiniera«. Das Publikum und die Presse zeigten sich begeistert.

Die Wiederaufnahmen von »Tschick« (insgesamt sind inzwischen 77 Vorstellungen gezeigt worden) im Mörgens und »Verrücktes Blut« (inzwischen 32 x gezeigt) in der Kammer entwickelten sich zu dauerausverkauften Hits und auch diese beiden Stücke werden aufgrund der großen Nachfrage in der kommenden Spielzeit zu sehen sein.

Eine erfolgreiche Bilanz kann auch das Sinfonieorchester Aachen unter seinem GMD Kazem Abdullah verzeichnen. Rund 15.000 Menschen kamen zu den Sinfoniekonzerten in den Aachener Eurogress, was einer Auslastung von 81,4% entspricht. Auch die Sonderkonzerte waren alle sehr gut besucht, teilweise ausverkauft. Mit »Einsteins Music Box« in der RWTH oder dem »Mitmachkonzert« hat das Sinfonieorchester Wege gefunden, neues Publikum für klassische Musik zu gewinnen.

Die Nachfrage nach den theaterpädagogischen Angeboten des Theaters wächst stetig. Neben den regulären Vorstellungen wurden mehrere geschlossene Vorstellungen extra für Schulklassen gespielt. Mehr als 600 Schulklassen nutzten in dieser Spielzeit die Angebote des theaterpädagogischen Büros. Damit trägt das Theater Aachen enorm zur kulturellen Bildung bei und fördert damit künstlerische, persönliche und soziale Kompetenzen.

Mit den Kurpark Classix vom 30. August bis 1. September beginnt für das Sinfonieorchester Aachen unter der Leitung von Aachens GMD Kazem Abdullah die neue Spielzeit. Am 21. September hebt sich um 18.00 Uhr der Vorhang für die erste Musiktheaterproduktion der neuen Spielzeit: »West Side Story« von Leonard Bernstein in der Regie von Ewa Teilmans und unter der musikalischen Leitung von Volker Hiemeyer. In der Woche darauf folgt am 26. September mit »Gift. Eine Ehegeschichte« die Eröffnung in der Kammer. Mit Kafkas »Der Prozess« wird am 27. September die Schauspielsaison auf der Großen Bühne eröffnet. Im Mörgens geht es am 18. September mit »Kaspar Häuser Meer« von Felicia Zeller in die neue Saison.

Pressemeldung Theater Aachen

Theaterkrisen – oder Der aufhaltsame Abstieg eines Wunderheilers, IOCO-Glosse, 30.05.2014

Mai 30, 2014 by  
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Wunderheiler gesucht !

Es war einmal ein Intendant in einem kleinen Land, welcher jahrein, jahraus um die Gesundheit seines Musiktheaters kämpfte. Er schuf neue Marketingformen, erweiterte das Repertoire, baute ein starkes Ensemble auf. Jedermann in dem kleinen Land staunte, feierte seine Lichtgestalt und verlieh ihm sonnenköniggleich den Namen Die Oper bin ich.

Doch, was geschah dann? Auf seinem Gipfel sinnend verkündete der Gralsritter der Kunst, alsbald aus seinem Bergländle scheiden zu wollen.

Opernhaus Stockholm-Aussenansicht © Mats-Baecker

Opernhaus Stockholm-Aussenansicht © Mats-Baecker

Denn es gab ein schönes Nachbarländle mit großer Kunst, mit einem Festspiel von zauberhafter aber auch kostspieliger Art.

Es paarte sich dort über Jahre paradieshelles Theater mit tiefer, schauervoller Finanznot. Mit Pomp, Glanz und Gloria suchte dessen besorgtes Kuratorium, das Gespenst des Untergangs zu vertreiben. Simples sparen schien den prunkenden Kunstaposteln zu irdisch, zu kurz gesprungen.

Ein Wunderheiler musste es richten. Ein Lohengrin, der „in der schwierigen Wirtschaftslage… einen Garant für eine sichere Fahrt“ darstellt. „Die Oper bin ich“ wurde geholt und bejubelt. Doch die Fahrt mit ihm war weder sicher noch ging sie bergauf. Statt Wunderheilung produzierte er hohe Verluste, niedrige Auslastung und lauten Streit. Weder Beschwörung noch Drohung konnte die Einsicht verhindern: „Der Wunderheiler war eine Fehlbesetzung„. Er wurde flugs entlassen.

Alexandre Dumas Fils Grabmal in Montmartre © IOCO

Alexandre Dumas Fils Grabmal in Montmartre © IOCO

Nun fügte das Schicksal, dass ein südliches Teatro, finanziell wie personell kriselnd, ebenfalls einen Wunderheiler wollte. Die Oper bin ich wurde berufen und das südliche Teatro feierte. Doch nur für kurze Zeit. Denn Die Oper bin ich handelte zwischen Festspiel und Teatro einen himmlisch spektakulären Deal aus.

Einen Deal, der nur Gewinner kennen würde. Das Teatro würde große Produktionen vom Festspiel zu einem hohen, aber günstigen Preis erwerben.

Nur einen winzigen Haken gab es bei dem Deal: Aufsichtsrat und Leitung des Teatro hatten nicht zugestimmt. Empfanden den Deal auch nicht als glücksbringend und kamen zu der Einsicht: „Dieser Wunderheiler ist eine Fehlbesetzung„. Er wurde flugs entlassen.

Bald wird es sich fügen, dass ein kriselndes Theater wieder einen Wunderheiler für Rettungen mit Glanz und Gloria sucht. Rasputins und Wunderheiler stehen bereit, auch „Die Oper bin ich“. Und das Ende wird lauten: „Dieser Wunderheiler ist eine Fehlbesetzung„.

IOCO / VJ / 30.05.2014

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