Kassel, Staatstheater Kassel, Premiere Antigona von Tommaso Traetta, 03.06.2017

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Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klingerkassel

Antigona von Tommaso Traetta

Tragedia per musica, Text: Marco Coltellini

Premiere: Samstag, 3. Juni, 19.30 Uhr, Nächste Vorstellungen: 3.6. (19.30), 10.06. (19.30), 15.06. (19.30), 18.06. (16.00), 28.06. (19.30)

Eine Oper von 1772 nach einer antiken Tragödie in der spektakulären Bildsprache von Science Fiction und mit Anleihen aus dem Bewegungsrepertoire des Kabuki-Theaters: Der Schweizer Regisseur Stephan Müller und die international renommierte Künstlerin Goshka Macuga, die auch auf der documenta 13 vertreten war, zeigen Tommaso Traettas Antigona als Negativ-Utopie, in der sich Machtgebaren und despotische Herrschaftsformen immer nach denselben Mustern wiederholen. Die skulpturalen Kostüme dazu hat der britische Modedesigner Gareth Pugh entworfen.

Staatstheater Kassel / Antigona - Spaceship window Silhouette © Goshka Macuga

Staatstheater Kassel / Antigona – Spaceship window Silhouette © Goshka Macuga

Antigona, das ist eine Geschichte inmitten des Ausnahmezustands, in dem alle fanatisch werden. Jede einzelne Figur in dieser antiken Tragödie trägt dazu bei.

Antigonas Brüder Eteokles und Polyneikes, die beiden Söhne des Ödipus, haben sich im Kampf um die Macht gegenseitig getötet. Creonte, neuer Herrscher in Theben, lässt Eteokles mit allen Ehren begraben. Polyneikes jedoch, der sich gegen Theben gewandt hatte, soll den wilden Tieren vor den Stadtmauern zum Fraß überlassen werden. Bei Androhung der Todesstrafe verbietet Creonte seiner Nichte Antigona, die auch die Verlobte seines Sohnes Emone ist, die Bestattung ihres Bruders. Antigona jedoch widersetzt sich Creontes Befehl.

Staatstheater Kassel / Antigona © Goshka Macuga

Staatstheater Kassel / Antigona © Goshka Macuga

Der italienische Komponist Tommaso Traetta, der als Opernreformator und Neuerer 1768 an den russischen Zarenhof geholt wurde, und sein Librettist Marco Coltellini folgen weitgehend der Tragödie von Sophokles und verhandeln wie er den Konflikt zwischen persönlichem Gewissen und Staatsgesetz, setzen jedoch auch eigene Akzente. Besonders Creontes Sohn Emone, Antigonas Verlobter, erhält bei ihnen neue Facetten.

Angesichts der Neuerungen, mit denen Traetta in Antigona die Konventionen der Barockoper hinter sich lässt, könnte man fast von einer „Experimentieroper“ sprechen, wie der Dirigent Jörg Halubek ausführt. Traetta lässt Ensembles, Arien und Chöre ineinander übergehen und hat farbenreiche sprechende Instrumentalpassagen voll düsterer Moll-Wendungen und Chromatik geschrieben.

Musikalische Leitung: Jörg Halubek, Inszenierung: Stephan Müller, Bühne: Goshka Macuga (Design) und Siegfried E. Mayer (Produktion), Kostüme: Gareth Pugh, Video: Sophie Lux, Choreografie: Deborah Smith-Wicke, Dramaturgie: Ursula Benzing, Chor: Marco Zeiser Celesti

Mit Elizabeth Bailey / Jaclyn Bermudez (Antigona, Prinzessin von Theben),  Maren Engelhardt (Ismene, ihre Schwester), Bassem Alkhouri (Creonte, ihr Onkel mütterlicherseits), Marta Herman (Emone, sein Sohn), Musa Nkuna (Adrasto, ein thebanischer Edler), Karim Afoun und Dhimas Satwiko (Tänzer, Söhne des Ödipus) sowie Staatsorchester Kassel und Opernchor des Staatstheaters Kassel

Kostprobe: Montag, 29. Mai, 18 Uhr Opernhaus (17.45 Uhr Einführung)

PMStthKS

 

 

Coburg, Landestheater Coburg, Antigone von Sophokles, 14.01.2017

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Landestheater Coburg

Landestheater Coburg © Andrea Kremper

Landestheater Coburg © Andrea Kremper

ANTIGONE – Tragödie von Sophokles

Premiere Antigone Samstag, 14. Januar 2017, weitere Vorstellungen 19.1.2017, 26.1.2017, 31.1.2017, 3.2.2017, 8.2.2017, 9.2.2017, 10.2.2017, 15.2.2017, 10.3.2017

Bis heute gehört sie weltweit zu den meistgespielten antiken Dramen: Sophokles’ Antigone. 442 v. Chr. in Athen uraufgeführt, wirft die Tragödie Fragen auf, die uns auch heute noch unter den Nägeln brennen und auf die sich, so scheint es, klare, eindeutige Antworten nicht so ohne Weiteres finden lassen. Was wiegt schwerer, das von staatlicher Seite erlassene Gesetz oder das eigene moralische und menschliche Empfinden? Wer entscheidet über Recht und Unrecht? Und gibt es überhaupt Gerechtigkeit?

Landestheater Coburg / Antigone Probe - © Henning Rosenbusch

Landestheater Coburg / Antigone Probe – © Henning Rosenbusch

Ein Dilemma, in dem sich auch Antigone befindet: Im Kampf um den Thron Thebens haben sich ihre beiden Brüder, Eteokles und Polyneikes, gegenseitig umgebracht. Nun besteigt König Kreon den Thron, und verfügt: Eteokles ist als Sieger zu ehren und feierlich zu bestatten, Polyneikes aber wird als Verräter und Feind Thebens gebrandmarkt, seine Leiche den Vögeln und wilden Tieren zum Fraß überlassen. Ihn zu begraben, ist bei Todesstrafe untersagt. In Antigones Augen verstößt dieses Gesetz gegen das Gebot der Menschlichkeit; die Liebe zu ihrem Bruder, ihr moralisches Empfinden lassen sie in Widerstand treten: Sie bettet Polyneikes zur letzten Ruhe – mit schwerwiegenden Folgen …

Landestheater Coburg / Antigone Probe - © Henning Rosenbusch

Landestheater Coburg / Antigone Probe – © Henning Rosenbusch

Den Konflikt zwischen Antigone und Kreon auf seinen Ursprung zurückführend, wird die Coburger Textfassung der Antigone (in der modernen Übersetzung von Peter Krumme) um Szenen aus Euripides’ „Phönizierinnen“ erweitert: So wird die Vorgeschichte des Brudermords beleuchtet, und außerdem gezeigt, wie Kreon die Machtübernahme vorbereitet.
Nach Eugen Onegin, Zur schönen Aussicht und Norma ist Antigone die vierte Regiearbeit Konstanze Lauterbachs für das Coburger Landestheater. Neben Antigone rückt die Regisseurin eine weitere Figur ins Zentrum des Bühnengeschehens: Kreon, der im Machtrausch das von ihm erlassene Gesetz über alles stellt, und aus Angst vor Kontrollverlust zum Tyrannen, zum Diktatoren wird. Ohne vordergründige Aktualisierung öffnet sich auch darin eine Parallele zum aktuellen politischen Weltgeschehen.

Inszenierung und Kostüme Konstanze Lauterbach, Bühnenbild Ariane Salzbrunn
Bühnenmusik Achim Gieseler, Antigone Anne Rieckhof, Ismene Sarah Zaharanski
Kreon Nils Liebscher, Haimon Oliver Baesler, Eteokles Frederik Leberle
Polyneikes/Wächter/Bote Thorsten Köhler, Iokaste/Eurydike/Teiresias Dorothea Arnold
Chor 1 Jörg Zirnstein, Chor 2 Niklaus Scheibli

Premiere Antigone Samstag, 14. Januar 2017, weitere Vorstellungen 19.1.2017, 26.1.2017, 31.1.2017, 3.2.2017, 8.2.2017, 9.2.2017, 10.2.2017, 15.2.2017, 10.3.2017

Karten Theaterkasse Di bis Fr 10.00 – 17.00 Uhr, Sa 10.00 – 12.00 Uhr, PMLthCo

 

 

Wiesbaden, Hessisches Staatstheater, Premiere: ELEKTRA, 28.01.2016

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Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Premiere: ELEKTRA  von Richard Strauss (1864 – 1949)

Tragödie in einem Akt | Libretto: Hugo von Hofmannsthal, nach der Tragödie von Sophokles |Uraufführung: 1909 in Dresden
In deutscher Sprache mit Übertiteln.

Premiere Premiere am 28. Januar 2016 um 19:30 Uhr im Großen Haus, Nächste Vorstellungstermine  31. Januar um 19:30 Uhr, 03. Februar um 19:30 Uhr

Hessisches Staatstheater Wiesbaden / Elektra _ Merit Ostermann, Sophie Angebebault, Ute Döring, Betsy Horne, Simone Brähler, Cordula Berner © Martin Kaufhold

Hessisches Staatstheater Wiesbaden / Elektra _ Merit Ostermann, Sophie Angebebault, Ute Döring, Betsy Horne, Simone Brähler, Cordula Berner © Martin Kaufhold Merit Ostermann, Sophie Angebebault, Ute Döring, Betsy Horne, Simone Brähler, Cordula Berner

Die Musik von Richard Strauss‘ wegweisender Oper »Elektra« ist hochdramatisch und radikal, sie lässt den Atem stocken. Dies gilt vor allem dann, wenn eine Sängerin wie Catherine Foster die Titelpartie verkörpert. Sie ist gegenwärtig eine der gefragtesten Sopranistinnen im dramatischen Fach, singt bei den Bayreuther Festspielen im aktuellen »Ring« die Brünnhilde und glänzte als Elektra bereits an der Deutschen Oper Berlin, in Kopenhagen, Mannheim und Köln. In der Neueinstudierung der Inszenierung nach Rebecca Horn sind auch in den beiden anderen großen Rollen starke Frauen besetzt: Als Klytämnestra kommt Dalia Schaechter von der Oper Köln nach Wiesbaden, die hier derzeit auch in »Katja Kabanowa« mit Kabanicha zu hören ist. Chrysothemis ist Erika Sunnegardh, die in Partien wie Salome (München und Dresden), Leonore (Metropolitan Opera) und zuletzt Turandot (Bregenz und Deutsche Oper Berlin) an den wichtigsten Opernhäusern gastiert und in Wiesbaden regelmäßig zu erleben ist. Am Pult des Hessischen Staatsorchesters steht erstmals in der Oper – nach seinem hochgelobten Sinfoniekonzert – Vassilis Christopoulos. 2011 bis 2014 war er Künstlerischer Direktor des Staatsorchesters Athen, 2005 bis 2015 Chefdirigent der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz.

Musikalische Leitung Vassilis Christopoulos Inszenierung & Bühne nach Rebecca Horn Spielleitung Magdalena Weingut Kostüme Amélie Haas Licht Andreas Frank Chor Albert Horne Dramaturgie Bodo Busse

BESETZUNG:
Elektra: Catherine Foster
Klytämnestra: Dalia Schaechter
Chrysothemis: Erika Sunnegårdh
Orest: Young Doo Park
Ägisth: Aaron Cawley
Der Pfleger des Orest: Wolf Matthias Friedrich
Die Vertraute: Petra Urban
Die Schleppträgerin: Ines Behrendt
Ein junger Diener: Benedikt Nawrath
Ein alter Diener: Leonid Fistov
Die Aufseherin: Ruth Staffa
Mägde: Silvia Hauer, Marta Wryk, Celeste Haworth, Stella An, Katharina Konradi
Chor & Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Pressemeldung Hessiches Staatstheater Wiesbaden

Wiesbaden, Hessisches Staatstheater, Premiere: ELEKTRA von Richard Strauss, 28.01.2016

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Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Premiere: ELEKTRA  von Richard Strauss (1864 – 1949)

Tragödie in einem Akt | Libretto: Hugo von Hofmannsthal, nach der Tragödie von SophoklesUraufführung: 1909 in Dresden

Premiere am Do, 28.01.2016 19:30, GROSSES HAUS, Weitere Vorstellungen:  So, 31.01.2016, 19:30, Mi, 03.02.2016, 19:30, Sa, 06.02.2016, 19:30 So, 14.02.2016, 19:30

Das »dämonische, ekstatische Griechentum des 6. Jahrhunderts« wollte Richard Strauss mit seiner Oper Elektra nach dem alten griechischen Mythos heraufbeschwören und »Winkelmannschen Römerkopien und Goethescher Humanität« entgegenstellen. Er brauchte alle seine »Steigerungskraft«, um nach seinem Jahrhundertwerk Salome von Oscar Wilde zum ersten Mal ein genialisches Textbuch Hugo von Hofmannsthals in Musik zu setzen, erneut eine große Frauengestalt auf die Bühne zu bringen.

Der griechische Mythos aus Homers Ilias wurde zuerst von Sophokles für die Bühne bearbeitet. Die Librettoversion Hofmannsthals von 1903 spitzt den Stoff um die Hysterieforschung von Freud, die Aggressionen der Vorzeit des kommenden Weltkriegs und den Untergang des Habsburgerreichs Österreich zu. Richard Strauss führt ein bis aufs Äußerste gespanntes großes Orchester in die Klänge der Moderne, ohne die Tonalität und das Melos zu verlieren. Dieses Werk am Beginn des 20. Jahrhunderts steht für alles Folgende, aber auch für eine untergegangene Welt, die wir in uns tragen.

Musikalische Leitung Zsolt Hamar, Inszenierung & Bühne Rebecca Horn
Kostüme Amélie Haas, Licht Klaus Krauspenhaar
Chor Albert Horne, Dramaturgie Bodo Busse

BESETZUNG:
Elektra: Catherine Foster, Klytämnestra: Dalia Schaechter, Doris Soffel
Chrysothemis: Erika Sunnegardh, Emily Magee, Orest: Young Doo Park
Ägisth: Aaron Cawley, Der Pfleger des Orest: Wolf Matthias Friedrich
Die Vertraute: Petra Urban, Die Schleppträgerin: Ines Behrendt
Ein junger Diener: Benedikt Nawrath
Ein alter Diener: Monte Jaffe
Die Aufseherin: Ruth Staffa
Mägde: Silvia Hauer, Marta Wryk, Celeste Haworth, Stella An, Katharina Konradi
Chor & Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Pressemeldung Hessisches Staatstheater Wiesbaden

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