Bayreuth, Markgräfliches Opernhaus, Wiedererstehung in barocker Pracht, IOCO Aktuell, 27.12.2018

Bayerische Schlösserverwaltung

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth bei Abend © Bayerische Schlösserverwaltung

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth bei Abend © Bayerische Schlösserverwaltung

Markgräfliches Opernhaus in ursprünglicher Pracht

Das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth, eines der schönsten Barocktheater Europas, zeugt noch heute vom Leben und Wirken sowie den künstlerischen Neigungen der Markgräfin Wilhelmine. Die preußische Prinzessin und Lieblingsschwester Friedrichs des Großen, eine der bedeutendsten Frauengestalten im Deutschland des 18. Jahrhunderts, machte aus der Residenzstadt Bayreuth eine strahlende Kulturmetropole. Ihr Lieblingsprojekt und zugleich prächtigster Spielort war das Markgräfliche Opernhaus.
In nur vier Jahren Bauzeit wurde es 1748 fertig gestellt – außen von Joseph Saint-Pierre, innen von Giuseppe und Carlo Galli-Bibiena. Zu seiner Zeit war es in Größe und Prachtfülle nur vergleichbar mit Häusern in Wien, Dresden, Paris oder Venedig. Am 01. Oktober 2012 begannen mehrjährige Sanierungsarbeiten des barocken Kleinods, welche im April 2018 zu einer glanzvollen Wiedereröffnung führen werden.  Das Gebäude sollte    den Beginn eines Zeitalters von Weisheit und Frieden vermitteln, vom Markgrafenpaar Friedrich und Wilhelmine eingeleitet.

Das Opernhaus ist ein Logentheater, ganz aus Holz erbaut, mit drei Logenrängen, welche den drei Ständen der Gesellschaft gewidmet sind. 500 Besucher finden hier normalerweise Platz. Für Richard Wagner war dies Markgräfliche Opernhaus der Anlaß, Bayreuth für sein Festspielhaus zu wählen. So dirigierte er zur Grundsteinlegung des Festspielhauses, am 22. Juli 1872, dort die 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven.

Der Freistaat investiert mit 29,6 Millionen Euro kräftig in die Sanierung des Markgräflichen Opernhauses in Bayreuth. Das UNESCO-Weltkulturerbe ist ein einzigartiges Monument barocker Theaterkultur. Seit etwa fünf Jahren laufen die Instandsetzungs- und Restaurierungsarbeiten an dem Kulturschatz.

Festlicher Zuschauerraum bereits fertiggestellt

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth / Der Zuschauerraum nach der Restaurierung, Blick zur Bühne mit neu rekonstruiertem Bühnenbild © Bayerische Schlösserverwaltung

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth / Der Zuschauerraum nach der Restaurierung, Blick zur Bühne mit neu rekonstruiertem Bühnenbild © Bayerische Schlösserverwaltung

„Die Investition in das einzigartige Monument barocker Theaterkultur lohnt sich sichtbar. In wenigen Monaten wird das einzige vollständig erhaltene Beispiel der Hofopernarchitektur wieder in seiner ursprünglichen Farbigkeit und Pracht erstrahlen“, teilte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder bei einem Ortstermin im Markgräflichen Opernhaus in Bayreuth am Donnerstag (21.12.) mit. Im April 2018 wird das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth mit einem umfangreichen Festprogramm feierlich wiedereröffnet. Unmittelbar im Anschluss an die Wiedereröffnungsfeiern finden die Residenztage Bayreuth 2018 vom 17. bis 29. April unter dem Motto: „Vorhang auf!“ statt. Ein buntes Programm mit Führungen, Workshops, Vorträgen, Theateraufführungen und Mitmachstationen bietet eine Zeitreise mit besonderen Einblicken und Erlebnissen für Groß und Klein. Geboten wird auch ein Blick hinter die Kulissen im frisch sanierten Opernhaus und dem Neuen Schloss Bayreuth.

Neue Bühnenvorhänge vermitteln den authentischen Eindruck der ursprünglichen, barocken Bühnenöffnung

Söder stellte den bereits fertiggestellten Zuschauerraum und den neuen Bühnenvorhang vor. „Der Zuschauerraum gehört zu den spektakulärsten Schöpfungen der europäischen Festarchitektur des Barock. Er strahlt nun wieder in seiner ursprünglichen Farbigkeit und Pracht“, betonte Söder. Die Restauratoren benötigten allein für diese hochwertige Restaurierung ca. 93.000 Arbeitsstunden. Der Heimatminister stellte ferner die neu angefertigten Bühnenvorhänge vor. Die Neuanfertigung war notwendig, da die originale Größe der Bühnenöffnung aus dem 18. Jahrhundert wiederhergestellt wurde. Allein für den Hauptvorhang wurden über 150 qm Stoff verwendet mit einem Material, das auch im 18. Jahrhundert für den bemalten Hauptvorhang verwendet wurde. „Die Vorhänge vermitteln einen authentischen Eindruck der ursprünglichen, barocken Bühnenöffnung“, hob Söder hervor.

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth / Fuerstenloge, Baldachin mit den Allegorien des Ruhmes © Bayerische Schlösserverwaltung

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth / Fürstenloge mit Baldachin und den Allegorien des Ruhmes © Bayerische Schlösserverwaltung

Söder präsentierte auch den Neuankauf einer sehr seltenen Hochzeitmedaille die im künftigen Opernhausmuseum ausgestellt werden soll. Die Silbermedaille wurde 1748 als Erinnerung an die Hochzeit von Elisabeth Friederike Sophie von Brandenburg Bayreuth mit Herzog Carl Eugen von Württemberg geprägt. Diese Hochzeit war der Anlass für den Bau des Opernhauses.
Anlässlich der Wiedereröffnung bringt die Bayerische Theaterakademie August Everding mit der Bayerischen Schlösserverwaltung am 12. April 2018 die Oper Artaserse von Johann Adolph Hasse auf die Bühne des Markgräflichen Opernhauses. Mit der Aufführung von Artaserse wird an die Eröffnung des Opernhauses in Bayreuth im Jahre 1748 durch Markgräfin Wilhelmine angeknüpft. Die Schwester Friedrichs des Großen wählte dieses Werk für die Einweihungsfeierlichkeiten des von ihr mit Nachdruck betriebenen Neubaus. Realisiert werden kann die Hasse-Oper Artaserse durch die großzügige Unterstützung der Oberfrankenstiftung, der Bayernwerk AG, der BayWa AG, der Hasse-Gesellschaft München e.V und der VR-Bank Bayreuth.

Das bedeutendste und besterhaltene Beispiel höfischer Opernhausarchitektur wird künftig neben der musealen Nutzung auch in den Sommermonaten von Mai bis Oktober denkmalverträglich bespielbar. Für das Redoutenhaus wird derzeit die Einrichtung eines Welterbe-Informationszentrums mit Besucherserviceeinrichtung und musealer Präsentation geplant. Dadurch wird eine neue zentrale Anlaufstelle für die Besucher geschaffen, die eine optimale Besucherführung ermöglicht und den Anforderungen einer Weltkulturerbestätte gerecht wird.

Das Markgräfliche Opernhaus der damaligen Residenzstadt Bayreuth entstand ab 1744 in nur vier Jahren Bauzeit nach Plänen von Joseph St. Pierre. Es gehört zu den wenigen in Europa erhaltenen Theaterbauten des 18. Jahrhunderts und wurde 2012 in den Rang des UNESCO-Welterbes erhoben. Den Innenraum gestaltete  Giuseppe Galli Bibiena, der wohl berühmteste Theaterarchitekt seiner Zeit. Der heute noch unversehrt erhaltene Theaterraum strahlt eine Atmosphäre von unvergleichlichem Reiz aus. PMBSchVW

Klagenfurt, Stadttheater Klagenfurt, La Traviata und Lange Nacht der kurzen Musik, 14. – 15.09.2017

Stadttheater Klagenfurt

Stadttheater Klagenfurt

Stadttheater Klagenfurt © Stadttheater Klagenfurt / Helge Bauer

Stadttheater Klagenfurt © Stadttheater Klagenfurt / Helge Bauer

  Stadttheater Klagenfurt – Spielzeitbeginn

La Traviata und Lange Nacht der kurzen Musik

Nach Sanierungsarbeiten während der Sommerpause erstrahlt das Stadttheater Klagenfurt in neuem Glanz und startet mit Verdis La Traviata, in der Regie von Richard Brunel, am 14. September 2017 in die Spielzeit 2017/2018.

Stadttheater Klagenfurt / Bestuhlung © ArnoldPöschl

Stadttheater Klagenfurt / Bestuhlung © Arnold Pöschl

Die Geschichte von Violetta Valéry wird als das Schicksal einer Frau von heute erzählt. Sie versucht aus der schillernden Halbwelt der Pariser „High Society“ auszubrechen, indem sie eine Beziehung mit dem aus der Provinz stammenden Alfredo Germont eingeht. In der Titelrolle ist die irische Sopranistin Claudia Boyle zu sehen. Giedre Šlekyte leitet das Kärntner Sinfonieorchester.

Alexandre Dumas Grabstätte in Paris © IOCO

Alexandre Dumas Grabstätte in Paris © IOCO

Am Tag nach der Eröffnungspremiere feiert das Stadttheater Klagenfurt den Spielzeitbeginn mit Konzerten an verschiedenen Spielstätten im und um das Theater. Ein bunter Mix unterschiedlicher Musikstile, von Klassik über Pop und Jazz bis zur Volksmusik steht am Programm. Erstmals dabei auch eine musikalische Quizshow, zusammengestellt von unserer Dramaturgie. Mit: Kärntner Sinfonieorchester, Klakradl, Voxon, LEYYA, Chor des Stadttheaters Klagenfurt, Tanzlmusi, Singschule Carinthia, The Erlkings, Swinging Strings, musikalische Quizshow , half//half, After Show Party im Park Haus.

Ab 5. Oktober zeigt das Stadttheater Klagenfurt eine Uraufführung: Hier stehe ich – ich kann nicht anders. ist ein Theaterprojekt zu Martin Luther von Cesare Lievi. Es ist in Koproduktion mit Theatern in Rom und Bologna anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums entstanden. Die zwölf szenischen Fragmente werden von deutsch- und italienischsprachigen Darstellern gespielt.

Die Renovierungsarbeiten konnten während der Sommermonate abgeschlossen werden. Das Dach und die Bestuhlung des Zuschauerraums sind vollkommen neu: 25.000 Dachziegel wurden verarbeitet und 716 Stühle mit einem nahezu geräuschlosen Klappmechanismus in edlem Olivgrün sorgen für neuen Sitzkomfort. Die Kasse und das Abo-Büro wurden in minimalistisch – elegantem Schwarz-Weiß, inspiriert von der Jugendstilfassade des Hauses, von Architekt Günther Domenig gestaltet. Die Kosten für die Sanierung des Theaters belaufen sich auf knapp 1 Mio. Euro und werden aus den laufenden Budgets finanziert. Alle Aufträge für die Sanierungsarbeiten gingen an Kärntner Firmen.


Stadttheater Klagenfurt / La Traviata © Jean-Louis Fernandez

Stadttheater Klagenfurt / La Traviata © Jean-Louis Fernandez

La Traviata  von Giuseppe Verdi
Libretto von Francesco Maria Piave nach dem Drama La dame aux camélias
von Alexandre Dumas d. J.  , In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

PREMIERE 14. September 2017, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen 16.9.; 19.9.; 21.9.; 23.9.; 27.9.; 29.9.; 6.10.; 11.10.;  14.10.;  17.10.;  21.10.; 10.11.; 12.10.; 14.10.2017

Als „Walzer in drei Akten“ ist La Traviata mitunter charakterisiert worden. Dem Dreiertakt gewinnt Verdi in seiner berühmtesten Oper das gesamte Spektrum menschlicher Emotionen ab. Der französische Regisseur Richard Brunel kehrt nach dem überwältigenden Erfolg von Dialogues des Carmélites nach Klagenfurt zurück und inszeniert Verdis Meisterwerk. Die Titelrolle übernimmt Claudia Boyle.

Bei der Uraufführung 1853 im venezianischen Opernhaus La Fenice wurde La Traviata vom Publikum kühl aufgenommen. Ein zeitgenössischer Stoff auf der Opernbühne, noch dazu das Lieben und Sterben einer Edelkurtisane, gereichte zum Zeitpunkt der Erscheinung des Werkes noch zum Skandal. Neu war auch, dass anhand des Leidens der an Tuberkulose erkrankten Titelheldin Themen wie der Widerstreit zwischen bürgerlicher Wohlanständigkeit und dem frivolen Flitterglanz der „High Society“ verhandelt werden. Dem Widerstand der Zensoren zum Trotz ließ der bis heute anhaltende Siegeszug der „vom Wege Abgekommenen“ – so die wörtliche Übersetzung des Titels – nicht lange auf sich warten. Dies ist nicht nur auf Verdis unmittelbar mitreißende Musik zurückzuführen, sondern auch auf die Tatsache, dass sich in ihr die Höhen und Tiefen der modernen menschlichen Existenz spiegeln.

MUSIKALISCHE LEITUNG Giedre Šlekyte, REGIE Richard Brunel, BÜHNE Anouk Dell’ Aiera, KOSTÜME Axel Aust, LICHTDESIGN Laurent Castaingt, CHOR-EINSTUDIERUNG Günter Wallner,  DRAMATURGIE Catherine Ailloud-Nicolas, Markus Hänsel

Mit: Violetta Valéry Claudia Boyle, Flora Bervoix Iris van Wijnen, Annina Júlia Banyai , Alfredo Germont Giordano Lucá, Giorgio Germont Domenico Balzani, Gastone Joshua Owen Mills, Barone Douphol Nicholas Crawley, Marchese d´Obigny Josef Pepper, Dottore Grenvil Jisang Ryu , Giuseppe Thomas Tischler, Ein Diener Floras Jihoon Kwon, Chor und Extrachor des Stadttheaters Klagenfurt, Kärntner Sinfonieorchester

Weitere Vorstellungen: 16., 19., 21., 23.,27., 29. Sept; 6., 11., 14., 17., 21.Okt; 10.,12.,14. Nov 2017
Einführungsmatinee 03. September 2017, 11 Uhr, Bühne. Moderation Intendant Florian Scholz
Einführung zur Oper 25 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Galeriefoyer links


URAUFFÜHRUNG
Hier stehe ich – ich kann nicht anders“

Premiere 24.10.2017, weitere Vorstellungen

Theaterprojekt zu Martin Luther von Cesare Lievi, Zwölf szenische Fragmente / Auftragswerk des Stadttheaters Klagenfurt, Koproduktion mit Emilia Teatro Fondazione – Bologna und Associazione Teatro di Roma Aus dem Italienischen von Hinrich Schmidt-Henkel

„Hier stehe ich – ich kann nicht anders” soll Martin Luther vor den größten Autoritäten seiner Zeit, dem Kaiser und dem Papst, ausgesprochen haben. Für welche Überzeugungen stehen wir noch ein? Cesare Lievi geht mit vier deutsch- und vier italienischsprachigen SchauspielerInnen in zwölf szenischen Fragmenten auf eine theatralische Suche…

1517 veröffentlichte Martin Luther seine 95 Thesen gegen den päpstlichen Ablasshandel und leitete damit das Zeitalter der Reformation ein. Was ist 500 Jahre danach von diesem historischen Ereignis, das die Kirche spaltete und den längsten Glaubenskrieg aller Zeiten auslöste, geblieben? Und welche Rolle spielt dieser Einschnitt in der Glaubensgeschichte Europas heute in unserem Alltag, in unserer Denk- und Lebensweise? Wie steht es heute um Gott, den Glauben, die Gnade, die Sakramente, die Erlösung, die Wahrheit und die Macht des Wortes? Sind diese Themen in unserem laizistischen und säkularisierten Weltbild noch aktuell? Führt der Glaube, vor allem der Glaube an einen einzigen Gott, zwingend zu Intoleranz und Fanatismus? Konnte Luthers einstmals revolutionärer Gottesbegriff überdauern? Tragen wir Menschen den göttlichen Funken für alle Ewigkeit in uns oder sind wir nichts weiter als vergängliche Wesen in einem kalten Universum?

Autor und Regie Cesare Lievi, Musik Mauro Montalbetti, Bühne Maurizio Balò, Kostüme Birgit Hutter, Lichtdesign Cesare Agoni, Dramaturgie Sylvia Brandl, Philine Kleeberg

Darsteller Valentina Bartolo, Bea Brocks, Irene Kugler, Alvia Reale I, Hendrik Arnst, Paolo Garghentino, Gregor Kohlhofer, Graziano Piazza

Premiere 24.10.2017; Weitere Vorstellungen: 7., 10., 12., 13., 18., 28. Oktober; 3., 8. November 2017,  Einführungsmatinee 24. September 2017, 11 Uhr, Bühne. Moderation Intendant Florian Scholz – Einführung vor Vorstellungsbeginn im Galeriefoyer links


Stadttheater Klagenfurt / Lange Nacht der kurzen Musik © Bauer

Stadttheater Klagenfurt / Lange Nacht der kurzen Musik © Bauer

STATT THEATER
WIENER STÄDTISCHE

Die lange Nacht der kurzen Musik

Feiern Sie mit uns den Spielzeitbeginn am Stadttheater Klagenfurt!,  15. September 2017, 19.00 – 24.00 Uhr,    EINTRITT FREI!

Am Tag nach der Eröffnungspremiere mit La Traviata feiert das Stadttheater Klagenfurt den Spielzeitbeginn mit Konzerten an mehreren Spielstätten im und um das Theater. Ein bunter Mix unterschiedlicher Musikstile, von Klassik über Pop und Jazz bis zur Volksmusik steht am Programm. Erstmals dabei auch eine musikalische Quizshow, zusammengestellt von unserer Dramaturgie. Mit: Kärntner Sinfonieorchester, Klakradl, Voxon, LEYYA, Chor des Stadttheaters Klagenfurt, Tanzlmusi, Singschule Carinthia, The Erlkings, Swinging Strings, musikalische Quizshow , half//half, After Show Party im Park Haus.


PROGRAMM


BÜHNE
19.00 Uhr Kärntner Sinfonieorchester
Das Kärntner Sinfonieorchester eröffnet – ganz der Tradition gemäß – auch in diesem Jahr die „Lange Nacht“. Unter Leitung von Günter Wallner werden Werke der Filmmusik – von Ben Hur bis Captain America zu hören sein. Und zur Einstimmung auf die Spielzeit gibt es bereits jetzt die schönsten Melodien aus Schwanensee.
21.00 Uhr Klakradl
Wenn das mit dem Salzburger Stier preisgekrönte Kabarettduo RaDeschnig mit den Musikern von [:klak] gemeinsame Sache macht, ist alles möglich: Jazz, traditionelles Kärntnerlied oder Filmmusik. Musikalische Virtuosität trifft auf bodenständige Texte und auf große Lyrik.


WIENER STÄDTISCHE FREILICHTBÜHNE GOETHEPARK
20.00 Uhr Voxon Die beliebte Kärntner A-capella-Band Voxon präsentiert mitreißenden Pop, Rock und Jazz in deutscher, englischer, slowenischer und italienischer Sprache – Rhythmus und Power, ganz ohne Instrumentalbegleitung.

21.00 Uhr Tanzlmusi Dass die Musiker des Kärntner Sinfonieorchesters sich nicht nur auf das klassische Repertoire verstehen, sondern auch auf traditionelle Volksmusik, beweist dieses Projekt. Bei Volksfeststimmung darf natürlich auch getanzt werden.
22.00 Uhr LEYYA Sphärisch-fließend, aber ebenso kraftvoll und impulsiv ist der Sound der Wiener/ Eferdinger Experimental/Elektronik-Pop-Formation LEYYA. Mit ihrer Kombination von feiner Melancholie und elektronischen Beats schaffen die FM4-Award-Gewinner LEYYA eigensinnige Klangwelten an der Grenze zwischen Kunst und Pop.


OBERES FOYER
20.00 Uhr Musikalisches Quiz Musikalische Quizshow, mit der Sie unser Dramaturgie-Team durch die Opern-Produktionen der neuen Saison aber auch durch die Unterhaltungsmusik des 20. Jahrhunderts führt. Raten Sie mit und gewinnen Sie Theaterkarten!


ORCHESTERPROBENRAUM
19.30 Uhr The Erlkings Ob in einem Bierlokal oder auf einer Konzertbühne: The Erlkings beweisen, dass man auch zu Goethe, Schiller und Schubert tanzen kann. Vier Multi-Instrumentalisten präsentieren frisch arrangierte Versionen von Schuberts Lied-Klassikern.
21.30 Uhr Swinging Strings-Quartett Von jazzigen Bearbeitungen bekannter Klassik-, Pop- und Rockhits über Swingjazz in der Tradition von Django Reinhard bis hin zu eigenen Kompositionen: die Swinging Strings überwinden Genregrenzen.


STADTPFARRKIRCHE ST. EGID
20.00 Uhr Singakademie Carinthia Die Singakademie Carinthia fördert seit 2013 junge Gesangstalente, die regelmäßig in den Opernproduktionen des Stadttheaters mitwirken. Entdecken Sie bei diesem Konzert das Talent der jungen Sängerinnen und Sänger.
21.00 Uhr Chor des Stadttheaters Klagenfurt Der Chor des Stadttheaters unter Leitung von Günter Wallner lädt in der Stadtpfarrkirche zu einem einzigartigen Klangerlebnis und setzt in seinem A-capella- Programm auf die Kraft der puren Stimme.


RESTAURANT OSCAR
20.00 Uhr half//half Stimmenmeer trifft auf zupfenden Herzschlag. Hier reicht der Jazz dem Pop die Hand und tanzt in der Klassik. Die Stimme: Sophie Eder, der Kontrabass: Mathias Krispin Bucher.


PARK HAUS
23.00 After Show Party Im Park Haus gegenüber vom Stadttheater wird nach dem letzten Konzert weitergefeiert. Mit DJ Nina Love und guter Stimmung wird hier die lange Nacht zum frühen Morgen.
Die Bars im Foyer des Stadttheaters und bei der Freilichtbühne sind ab 18.00 Uhr geöffnet. Die Konzerte dauern 50 bis 60 Minuten, ein Konzertwechsel ist für das Publikum jederzeit möglich.  PM Stadttheater Klagenfurt

Karlsruhe, Badisches Staatstheater, Sanierung und Erweiterung – Kosten 230 Mio, Juli 2017

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Badisches Staatstheater Karlsruhe

Badisches Staatstheater Karlsruhe © Jochen Klenk

Badisches Staatstheater Karlsruhe © Jochen Klenk

Kommende Sanierung des Badischen Staatstheaters

Entwurf der Architekten Delugan Meissl wird fortgeführt

Der Verwaltungsrat des Badischen Staatstheaters (BST) hat sich in seiner Sitzung am 21. Juli 2017 dafür ausgesprochen, dass der Vorentwurf der Architekten Delugan Meissl zur Sanierung und Erweiterung des BST fortgeführt und die Umsetzung mit einem projektbegleitenden Kostencontrolling begleitet wird. Im Mai 2017 lagen erstmals nach der Überarbeitung des Wettbewerbsergebnisses aus dem Jahr 2014 Zahlen zu den voraussichtlichen Gesamtkosten der Sanierung und Erweiterung des BST in Karlsruhe vor. Diese bilden neben den Gesamtbaukosten von 200 bis 230 Millionen Euro auch die Bauherrenrisiken ab sowie nutzerspezifische Kosten (z.B. Ausstattung), zusätzliche bauliche Maßnahmen wie die Gestaltung des Theatervorplatzes, die Baupreissteigerung seit der Wettbewerbsauslobung bis zur geplanten Umsetzung und die während der Bauzeit erforderlichen Kosten zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebs. Insgesamt ergibt sich daraus ein Kostenrahmen von 270 bis 325 Millionen Euro (Vollkosten).

Badisches Staatstheater Karlsruhe / Außenansicht © Architekt Delugan Meissl / Badisches Staatstheater Karlsruhe

Badisches Staatstheater Karlsruhe / Außenansicht © Architekt Delugan Meissl / Badisches Staatstheater Karlsruhe

Ein externes Gutachten hat nun bestätigt, dass diese seit Mai vorliegende Kalkulation verlässlich und die Planung für ein Staatstheater angemessen ist. „Wir sind uns einig, dass wir das Projekt mit der notwendigen Sorgfalt weiter voranbringen werden“, sagten Kunstministerin Theresia Bauer, Finanzstaatssekretärin Gisela Splett und der Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, Dr. Frank Mentrup, am Freitag (21. Juli) in Karlsruhe.

Auf Vorschlag der städtischen Mitglieder des Verwaltungsrats steht der heutige Beschluss des Verwaltungsrates unter dem Vorbehalt der Entscheidung im Gemeinderat der Stadt Karlsruhe, der für Ende September 2017 geplant ist. Aus den Reihen des Gemeinderats gibt es noch viele offene Fragen und es besteht noch ein intensiver Diskussionsbedarf über mögliche Einsparungen.

Badisches Staatstheater Karlsruhe / Außenansicht © Architekt Delugan Meissl / Badisches Staatstheater Karlsruhe

Badisches Staatstheater Karlsruhe / Außenansicht © Architekt Delugan Meissl / Badisches Staatstheater Karlsruhe

„Die Sanierung und Erweiterung des Badischen Staatstheaters ist eine lohnende Zukunftsinvestition – für die ganze Gesellschaft, für Stadt und Land und für das Theater. Ich sehe im heutigen Beschluss eine wichtige Grundsatzentscheidung, die es uns erlaubt, konzentriert die weiteren Klärungen herbeizuführen“, sagte die Vorsitzende des Verwaltungsrates, Kunstministerin Theresia Bauer. „Der Vorentwurf der Architekten wurde inzwischen durch ein externes Gutachten hinsichtlich Programm, Standards und Kosten plausibilisiert. Im Ergebnis stellt das Gutachten fest, dass die Planungsaufgabe aus künstlerischer, funktionaler und technischer Sicht gut gelöst wurde“, sagte Finanzstaatssekretärin Gisela Splett. Zudem seien die für die Sanierung und Erweiterung des Badischen Staatstheaters angesetzten Bauwerkskosten und Kostenkennwerte plausibel und vergleichbar mit anderen Referenzprojekten.

OB Dr. Frank Mentrup betonte, dass die geplante Sanierung des Badischen Staatstheaters eine Notwendigkeit für den Erhalt der Qualität der Kulturstadt Karlsruhe sei: „Das ist mir wichtig und das hat auch der Verwaltungsrat heute anerkannt. Die Erweiterung definiert zudem die städteräumlichen Beziehungen an dieser Stelle neu und setzt architektonische Akzente. Theater und Platz rücken dichter an die Innenstadt heran, die Verbindung zur Südstadt wird aufgewertet.“ Kultur stehe hier „als Motor für die städtebauliche Entwicklung.“ Es gehe dabei aber auch „um akzeptable Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf und hinter der Bühne und in den Werkstätten.“

Das Gutachten empfiehlt, die Ansätze für die Baunebenkosten und die Vorsorge für Baupreis- und Bauherrenrisiken nochmals zu betrachten sowie die Fassaden und Dachkonstruktionen und die Proportionen der Foyerflächen mit Blick auf mögliche Optimierungen und Einsparpotenziale zu überprüfen. Mögliche Optimierungen sollen in die Planung eingearbeitet und die Kostenansätze gegebenenfalls nochmals angepasst werden. Die derzeitigen Planungen für die Sanierung und Erweiterung des Badischen Staatstheaters sehen einen zeitlichen Rahmen von rund 12 Jahren vor. PMBSTK

 

Köln, Oper Köln, Sanierungsdauer 10 Jahre – €570 Mio, IOCO Aktuell, 03.07.2017

Juli 4, 2017 by  
Filed under IOCO Aktuell, Oper Köln

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Oper Köln

 Köln / Interimspiestaette StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

Köln / Interimspiestaette StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

 Oper Köln am Offenbachplatz – K-Eine Satire

2013 – 2022: ZEHN JAHRE SANIERUNG

Von Viktor Jarosch

Stadt Köln: „Schlüsselübergabe soll 2022 erfolgen; die prognostizierten Kosten liegen zwischen 545 und 570 Millionen Euro“

StaatenHausKöln -Oper Köln / 60 Jahr Feier mit Frau Dr. Birgit Meyer © IOCO

StaatenHausKöln -Oper Köln / 60 Jahr Feier mit Frau Dr. Birgit Meyer © IOCO

60 Jahre Oper Köln am Offenbachplatz feierte IOCO mit vielen Kölnern am 11.3.2017 in Köln. Die Feier „60 Jahre Oper Köln am Offenbachplatz“ fand allerdings in der Ersatzspielstätte StaatenHaus statt, das Stammhaus der Oper Köln ist bekanntlich seit 2013 geschlossen. Dr. Birgit Meyer, Intendantin der Oper Köln, zeigte sich in der Feier vor  Gästen, Politikern und Verantwortlichen der Stadt Köln wie Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach in bester Laune: „Wir feiern 60 Jahre Oper Köln am Offenbachplatz. Selbst wenn die Lage schwierig ist und anders als gedacht…..Ich begrüße zu unserer heutigen Veranstaltung……Eine große Ehre…!“. Nichts sagten Meyer wie anschließende Festredner zur Wiedereröffnung der Oper Köln am Offenbachplatz! Man feierte, man war ganz Kölner!

Dr. Karl Zieseniß, 103 Jahre alter Zeitzeuge und von 1954 bis 1979 Verwaltungs-direktor der Bühnen Köln störte die schöne Feier; fordernder, konkreter als Intendantin Dr. Meyer: Man möge bald in das sanierte Theater am Offenbachplatz einziehen, denn „ich möchte mir das noch ansehen, und zwar nicht vom Himmelspötzke!“.

Herr Dr. Ziesenitz wurde nun, vier Monate nach jener schönen Feier, erhört:  Die Stadt Köln nannte zur Wiedereröffnung der Oper Köln  am Offenbachplatz am 30.6.2017 einen Termin:

  Oper Köln Wiedereröffnung: 4. Quartal 2022

Gesamtkosten der Schließung €800 Millionen

Herr Dr. Karl Ziesenitz wird 2022 108 Jahre sein, die Sanierung der Oper Köln wird dann knapp zehn Jahre gedauert haben und nahezu €600 Millionen gekostet haben; wenn diese Zahl nur stimmt. Die von der Stadt Köln genannten Kosten von €600 Millionen enthalten nicht die Mehrkosten für den bestehenden operativen Opernbetrieb für Logistik, Anmietung von Interimspielstätten und entgangene Einnahmen durch geringeren Kartenverkauf. Eine Gesamtkostenrechnung der fast zehnjährigen Schließung der Oper Köln beziffert IOCO auf €800 Millionen!  Man zupft sich also am Ohr, zaudert, zweifelt, ob Köln tatsächlich noch in einem modernen Industrieland  liegt oder doch jenseits des……

Im Folgenden die vollständige Pressemitteilung der Stadt Köln und Floskeln der Kölner Führungskräfte zum Status der Oper Köln:

Oper Köln am Offenbachplatz in der Sanierung © IOCO

Oper Köln am Offenbachplatz in der Sanierung © IOCO

„Schlüsselübergabe soll 2022 erfolgen, die prognostizierten Kosten liegen zwischen 545 und 570 Millionen Euro“

„Für eine erfolgreiche Wiedereröffnung des Bühnenensembles ist eine umfassende Neuplanung der Technischen Ausstattung (Haustechnik) unumgänglich. Da diese Rückbaumaßnahmen nach sich zieht, rechnen die Bühnen durch entsprechende Bauzeitverlängerungen mit einer Fertigstellung im 4. Quartal 2022 und einem notwendigen Budget in Höhe von 545 bis 570 Millionen Euro. Die Berechnungen beinhalten das Ziel, die bereits eingebaute Technik soweit möglich weiter zu nutzen.

Oper Köln / Interimspielstätte Musical Dome © IOCO

Oper Köln / Interimspielstätte Musical Dome © IOCO

Der Technische Betriebsleiter Bernd Streitberger betrachtet die vorgelegten begründeten Annahmen als verlässlich und robust.

Hinter uns liegen sechs Monate intensiver Recherche, Berechnungen und Diskussion. Im Ergebnis steckt die Expertise von mehr als 50 Spezialisten, die die Annahmen mittragen. Wir sind uns sicher, dass wir mit den aufgezeigten Perspektiven, die bestmögliche, umsetzbare Balance aus größtmöglicher Qualität, kürzester Bauzeit zu geringstmöglichen Kosten ermittelt haben. Natürlich verstehen wir, dass die schiere Wucht der Zahlen zunächst für Diskussionen sorgen wird. Unsere Aufgabe war es aber, aus einer realistischen Zustandsbeschreibung der Baustelle zu einer realistischen Projektperspektive zu kommen. Diesen Auftrag haben wir erfüllt, auch wenn wir selbstverständlich wissen, dass sich viele Menschen ein anderes Ergebnis erhofft haben. Bei den vorgelegten Annahmen handelt es sich also um eine nach heutigem Stand realistische Perspektive, in die wir die relevanten Risiken entsprechend eingerechnet haben,

so der Technische Betriebsleiter. Die Bühnen werden eine weitere Konkretisierung dieser Prognosen nach Abschluss der Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung) zum Ende des 1. Quartals 2019 vorlegen.

Oper Köln / Interimspielstaette Palladium © IOCO

Oper Köln / Interimspielstaette Palladium © IOCO

Die Zustandsfeststellung unterstreicht aus Sicht der Bühnen auch, dass die Anstrengungen zur Entwicklung nachhaltiger Projektstrukturen zu belegbaren Fortschritten geführt haben:

Ohne die neu eingeführten Instrumente wie systematisches Kostenmanagement, Terminmanagement, Gegenforderungsmanagement und die Firmengespräche könnten wir diese Zahlen, so schwierig sie in ihrer Dimension auch sind, heute nicht vorlegen,

erläutert Streitberger.

Der große Aufwand, den wir bei der personellen Neuaufstellung zentraler Stellen im Projekt betrieben haben, ist jetzt schon gerechtfertigt,

resümiert Streitberger.  Dementsprechend positiv fällt seine Prognose zur Zukunft der Sanierung aus:

Wir haben uns alle strukturellen, personellen und planerischen Voraussetzungen für ein Gelingen des Projekts erarbeitet. Es hat sich kein technisches Problem gefunden, das wir nicht planerisch lösen können. Die Bühnensanierung ist also, trotz aller momentanen Probleme, im beschriebenen Rahmen möglich und machbar.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker betont:

Als ich meine Arbeit als Oberbürgermeisterin aufgenommen habe, war es eine meiner ersten Amtshandlungen, Transparenz in der verfahrenen Situation bei der Bühnensanierung herzustellen und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, das Projekt wieder in geordnetes Fahrwasser zu bringen. Ich habe Bernd Streitberger als Technischen Betriebsleiter gewonnen, ein professionelles Projektmanagement wurde aufgebaut. Ihm und seinem Team ist es gelungen, das völlig verknotete Knäuel zu entwirren und den Faden zur Fertigstellung dieses bedeutenden Kulturprojekts wieder aufzunehmen. Eine erfolgreiche Sanierung ist technisch möglich und realistisch machbar.

 

Oper Köln / Ex - Intendant Uwe Eric Laufenberg - 2013 Gefeuert wegen Etatunklarheiten_Heute Intendant in Wiesbaden © IOCO

Oper Köln / Ex – Intendant Uwe Eric Laufenberg – 2013 Gefeuert wegen Etatunklarheiten_Heute Intendant in Wiesbaden © IOCO

Oper und Schauspiel stehen auch für die verlängerte Bauzeit die Interims-Spielstätten Staatenhaus und Carlswerk weiter zur Verfügung, wie der Geschäftsführende Direktor Patrick Wasserbauer mitteilte:

Die Bühnen Köln mit ihren rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden alles tun, um die kommenden Jahre bis zur Wiedereröffnung weiterhin kreativ und auf hohem künstlerischen Niveau zu nutzen, so dass wir am Ende sagen können: Wir haben das Beste aus dieser für uns alle prägenden Dekade gemacht!,

 Opernintendantin Dr. Birgit Meyer erklärt zur aktuellen Situation:

Wir hatten natürlich alle gehofft, dass die Rückkehr an den Offenbachplatz früher passieren könnte, denn die Menschen verbinden mit dem Offenbachplatz „ihre“ Oper. Das gilt auch für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses. Nun wissen wir also, dass wir langfristig für das Staatenhaus planen müssen. Wie gut diese Spielstätte funktionieren kann, wenn man Opernproduktionen speziell auf ihre technischen und baulichen Gegebenheiten hin ausrichtet, ist ja mittlerweile hinlänglich bewiesen worden, nicht nur bei ,Falstaff‘ und ,Turandot‘. Wir sind uns sicher, dass das Sanierungsteam alles tut, um schnellstmöglich zur Wiedereröffnung am Offenbachplatz zu kommen.

Schauspiel-Intendant Stefan Bachmann zum verlängerten Interim:

Ich habe Vertrauen in das Team von Herrn Streitberger und hoffe sehr, dass heute endlich ein Wendepunkt für dieses Projekt erreicht ist. Auch meine Mitarbeiter und ich sind natürlich sehr enttäuscht, dass es noch so lange dauern wird, bis das Schauspiel wieder an den Offenbachplatz in der Innenstadt zurückzieht. Ein Theater braucht ein intaktes Zuhause im Zentrum der Stadt. Immerhin ist es tröstlich, dass wir mit dem Carlswerk in Mülheim eine Spielstätte haben, die wir in den vergangenen Jahren zu einem besonderen urbanen Ort entwickelt haben, der vom Publikum hervorragend angenommen wird und für die Stadt große Bedeutung erlangt hat.“

So die vollständige Pressemitteilung der Stadt Köln vom 30.6.2017.

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