Baden-Baden, Festspielhaus, Anja Harteros singt Wagners Wesendonck-Lieder, 28.01.2018

Januar 18, 2018 by  
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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

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Anja Harteros singt Wagners Wesendonck-Lieder im Festspielhaus Baden-Baden

Die Wonne ermessen

Die gewaltige Kraft der Liebe besingt Anja Harteros mit Wagners dramatischen Wesendonck-Liedern in einem Konzert am Sonntag, 28. Januar 2018 im Festspielhaus Baden-Baden. Das Orchestre Philharmonique du Luxembourg steht bei Claude DebussysLa mer“ im Mittelpunkt.

Festspielhaus Baden-Baden / Anja Harteros © Markus Tedeskino

Festspielhaus Baden-Baden / Anja Harteros © Markus Tedeskino

Noch vor ihrem Debüt bei den Bayreuther Festspielen im kommenden Sommer ist Anja Harteros  als Wagner-Interpretin im Festspielhaus Baden-Baden zu erleben: Am Sonntag, 28. Januar 2018 um 19 Uhr wird sie, begleitet vom Orchestre Philharmonique du Luxembourg die berühmten Wesendonck-Lieder interpretieren. Bei diesen Liedern handelt es sich um Vertonungen der Gedichte von Mathilde Wesendonck, der Muse Richard Wagners. Die Lieder waren für den Komponisten auch Inspiration zu seiner Oper „Tristan und Isolde“, in der die Sehnsucht zweier Liebenden, die im Leben nicht zueinander kommen, auf die Spitze getrieben wird.

Eröffnet wird das Konzert mit der Ouvertüre und der Venusberg-Szene aus der Wagner-Oper „Tannhäuser“, die ebenfalls alle Dimensionen der Liebe musikalisch intensiv auslotet.

Von der Fachzeitschrift Opernwelt wurde Anja Harteros zur Sängerin des Jahres 2017 gekürt, und auch in Baden-Baden ist sie keine Unbekannte: erstmalig zu Gast am Festspielhaus war sie beim Silvesterkonzert 2010. Für Besucher sicher unvergesslich ihre Auftritte als Marschallin im „Rosenkavalier“ 2015 und ihr Auftritt bei der Baden-Baden-Gala in der vergangenen Spielzeit an der Seite von Jonas Kaufmann und Bryn Terfel.

Im zweiten Teil des Konzertes begleitet das Orchestre Philharmonique du Luxembourg seinen Musikdirektor Gustavo Gimeno in dessen südliche Heimat und entführt mit Claude Debussys Iberia, der Suite Nr.2 aus „Images pour l’orchestre“ das Publikum in feurig-spanische Nächte.

Der aus Valencia stammende Gustavo Gimeno ist ein weltweit gefragter Dirigent, nach Meinung der der Süddeutschen Zeitung „atmet er Gelassenheit und horcht dabei hellwach ins kleine Geäst von Partitur und Orchester“. Hellwach horchen ist auch das Motto im Festspielhaus, wenn Gustavo Gimeno in Debussys Orchesterskizzen „La mer“ die gewaltige Natur, das Meer, aufleben lässt und die Zuhörer herzlich zu einem gedanklichen Kurzurlaub mit Meeresrauschen einlädt.

Pressemedung Festspielhaus Baden-Baden

Leipzig, Oper Leipzig, Highlights der Oper Leipzig im März 2018

Januar 17, 2018 by  
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Oper Leipzig

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Highlights der Oper Leipzig im März 2018

 

  • DEUTSCHLAND-PREMIERE VON CALIXTO BIEITOS »TANNHÄUSER«
  • PREMIERE VON LEWIS CARROLLS »ALICE IM WUNDERLAND« ALS BALLETT AN DER MUSIKALISCHEN KOMÖDIE
  • THEMENWOCHE »STARKE FRAUEN«
  • MUSIKALISCHER SALON: »SCHERZI MUSICALI«
  • KLEINE KOMÖDIE: »ICH HABE MEINE TANTE GESCHLACHTET« –  EIN FRANK-WEDEKIND-ABEND
  • PASSIONSZEIT MIT »PARSIFAL« UND »JOHANNES-PASSION

DEUTSCHLAND-PREMIERE VON CALIXTO BIEITOS »TANNHÄUSER«

Am Samstag, 17. März, 18 Uhr feiert Richard Wagners Oper »Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg« in der Inszenierung von Calixto Bieito ihre Deutschland-Premiere im Leipziger Opernhaus. Der renommierte katalanische Regisseur, der die ursprünglich mit Katharina Wagner geplante Produktion übernahm, lenkt den Fokus auf den Gegensatz zwischen ureigenen menschlichen Impulsen und gesellschaftlichen Konventionen. Der Minnesänger Tannhäuser ist zwischen Realität und Illusion hin- und hergerissen und zerreibt sich zwischen künstlerischer Freiheit und gesellschaftlichen Zwängen. Im Venusberg lockt eine Welt der Sinnesfreuden und Fleischeslust, auf der Wartburg offenbart sich ihm das Ideal der reinen Minne. Doch Heimat und Halt findet er in keiner der beiden Sphären.

Bieitos »Tannhäuser«-Inszenierung war nach ihrem großen Erfolg in Gent und Antwerpen in der Spielzeit 2015/2016 im vergangenen Jahr bereits in Venedig und Bern zu erleben. Der für die Titelpartie engagierte Burkhard Fritz gab bei der Premiere in Gent sein gefeiertes Tannhäuser-Debüt. Anders als in Antwerpen, aber wie zunächst geplant, wird in Leipzig die Dresdner Fassung zu hören sein.

Premiere: Samstag, 17. März 2018, 18 Uhr, Opernhaus
Weitere Aufführungen: 24. März, 2. April, 27. Mai 2018 (alle Vorstellungen mit Einführung 45 Min. vor Vorstellungsbeginn)


PREMIERE VON LEWIS CARROLLS »ALICE IM WUNDERLAND« ALS BALLETT AN DER MUSIKALISCHEN KOMÖDIE

Jeder kennt sie, die quietschbunte Welt der körperlosen Grinsekatze, des verrückten Hutmachers oder der bösen Herzkönigin. Mirko Mahr, Chefchoreograph der Musikalischen Komödie, setzt diesen skurrilen Kosmos von Lewis Carroll, in dem der Unsinn seine sonderbarsten Blüten treiben darf, in eine gleichermaßen für Kinder wie Kind gebliebene Erwachsene ansprechende Choreografie um. Die Premiere seines Balletts »Alice im Wunderland« findet am Freitag, 23. März, 19:30 Uhr statt. Lewis Carrolls Abenteuergeschichte »Alice’s Adventures in Wonderland« ist längst zum zeitlosen Klassiker avanciert, der seit 150 Jahren eine Leserschaft aus Alt und Jung begeistert. Die Gesetze von Logik und Sprache sind hier ausgehebelt, dem Nonsens Tür und Tor geöffnet.

Premiere: Freitag, 23. März 2018, 19:30 Uhr, Musikalische Komödie
Weitere Aufführungen: 24. & 30. März / 14., 15. & 17. April /?10., 11., 26. & 27. Mai 2018


THEMENWOCHE »STARKE FRAUEN«

Starke Frauen sind in der Woche vom 3. bis zum 10. März auf den Bühnen der Oper und der Musikalischen Komödie zu erleben. Ob »Lucia di Lammermoor«, »Salome«, »Rusalka« oder »La Cenerentola« –  ihrem Schicksal treten sie selbstbestimmt entgegen, auch wenn am Ende der Tod steht.

Wiederaufgenommen wird an der Musikalischen Komödie außerdem der Liederabend »Die Sekretärinnen«. Dass in diesen gern als »Tippse« oder »graue Büromaus« verkannten Damen ungeahnte Talente schlummern, davon erzählt die Revue von Franz Wittenbrink. Mit Evergreens und Schlagern von Cole Porter bis Eros Ramazotti und Herbert Grönemeyer, von den Andrew Sisters bis hin zu Hildegard Knef und Caterina Valente möbelt die Belegschaft eines Großraumbüros ihren drögen Büroalltag auf. Seit den 90er Jahren hat Franz Wittenbrink mit seinen szenischen Liederabenden das Genre Revue neu belebt – mit großem Erfolg, wie die Aufführungszahlen zeigen.

Termine:
»Lucia di Lammermoor«, Samstag, 3. März 2018, 19 Uhr, Opernhaus
»Sekretärinnen«, Samstag, 3. März 2018, 19 Uhr | Sonntag, 4. März, 15 Uhr, Musikalische Komödie
»Rusalka«, Sonntag, 4.März, 18 Uhr 2018, Opernhaus
»La Cenerentola«, Freitag, 9. März 2018, 19:30 Uhr, Opernhaus
»Salome«, Samstag, 10. März 2018, 19:30 Uhr, Opernhaus


MUSIKALISCHER SALON: »SCHERZI MUSICALI«

Heitere Arien und Duette von Claudio Monteverdi, Georg Friedrich Händel und Gaetano Donizetti halten zwei weitere starke Frauen, die Ensemblemitglieder Stefania Abbondi und Wallis Giunta, im Musikalischen Salon am Samstag, 3. März, 15 Uhr für ihr Publikum bereit. An Klavier und Cembalo begleitet sie Studienleiter Ugo D‘Orazio. Vor dem Konzert besteht die Möglichkeit zu Kaffee und Kuchen. Die Veranstaltung ist bereits ausverkauft.

Termin: Samstag, 3. März 2018, 15 Uhr, Konzertfoyer, Opernhaus


KLEINE KOMÖDIE: »ICH HABE MEINE TANTE GESCHLACHTET« –  EIN FRANK-WEDEKIND-ABEND

Ein Kleinod der Kabarettkunst erwartet das Publikum am Freitag, 9. März, 19:30 Uhr im Venussaal der Musikalischen Komödie. Unter dem Titel »Ich habe meine Tante geschlachtet« geben Sabine Töpfer und Andreas Rainer Texte, Lieder und Moritate von Frank Wedekind (1864-1918) zum Besten. Berühmt geworden durch Dramen wie »Frühlings Erwachen« und »Lulu«, letzteres Textgrundlage für Alban Bergs gleichnamige Oper (Leipziger Premiere: 16. Juni 2018), wirkte Wedekind als einer der »Elf Scharfrichter«, einem Münchner Kabarett-Ensemble der Zeit um 1900.

Beißende Kritik an einer in Konventionen erstarrten Gesellschaft wurde sein Markenzeichen. In seinen Texten spürte er aber auch den verborgenen Triebwelten seiner Zeit nach und verlieh dadurch dem Lebensgefühl einer ganzen Generation Ausdruck.

Termin: Freitag, 9. März 2018, 19:30 Uhr, Venussaal, Musikalische Komödie


PASSIONSZEIT MIT »PARSIFAL« UND »JOHANNES-PASSION«

Die Oper Leipzig begeht die diesjährige Passionszeit mit der Aufführung zweier Werke, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Wie auch in den Jahren zuvor gibt es am Karfreitag, 30 März, 17 Uhr, Wagners Bühnenweihfestspiel »Parsifal« zu erleben – vorerst zum letzten Mal. Mit dem Dualismus von Leiden und Erlösung, Moral und Erotik, Religion und Atheismus berührt Wagners »Parsifal« die großen Themen des 19. Jahrhunderts und erhebt zugleich einen religiösen Anspruch für die Kunst. Roland Aeschlimann übersetzt Wagners musikalisches Mysterium in ein synästhetisches Klang-Raum-Erlebnis. Die Titelpartie ist mit Stefan Vinke besetzt, der erst kürzlich als Siegfried im dritten Teil des Leipziger Rings glänzte.

Tags darauf, am Karsamstag um 19 Uhr, besteht die Möglichkeit, sich von Mario Schröders sinnlicher Umsetzung von Bachs »Johannes-Passion« als Ballett berühren zu lassen. Mit seinem Ensemble entwickelt der Ballettdirektor und Chefchoreograph des Leipziger Balletts Reflexionen über die Vergänglichkeit – und über die Frage nach dem Verhältnis von Körper und Seele. Die Tänzer Yan Leiva und Anna Jo verkörpern die Rollen der Erzähler der bekannten Geschichte um die letzten leidensvollen Tage im Leben Jesu Christi: die Verleugnung durch Petrus, die Verurteilung durch Pontius Pilatus, die Folter und die Kreuzigung.

Termine:
»Parsifal«, Karfreitag, 30. März 2018, 17 Uhr, Opernhaus
»Johannes-Passion«, 31. März 2018, 19 Uhr, Opernhaus


Pressemeldung Oper Leipzig

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Frankfurt, Oper Frankfurt, DOROTHEA RÖSCHMANN – Liederabend, 23.01.2018

Januar 12, 2018 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

 DOROTHEA RÖSCHMANN

Dienstag 23. Januar 2018 20.00 Uhr im Opernhaus

Der fünfte Liederabend der Spielzeit 2017/18 wird bestritten von der deutschen Sopranistin  Dorothea Röschmann

Immer wenn Dorothea Röschmann für Gesangsstunden nach London fuhr, war der Besuch der National Portrait Gallery ein Muss. Die Gemälde historischer Persönlichkeiten begeisterten sie so nachhaltig, dass der Gedanke wuchs, ein Liedprogramm zusammenzustellen, das den Hörer wie durch eine Kunstgalerie führt. Portraits heißt so auch ihr 2014 bei Sony erschienenes Album, in dem die lyrische Sopranistin mit unglaublicher Intensität und Sinnlichkeit musikalische Frauenbilder der Romantik zeichnet. Gemeinsam mit dem Pianisten Malcolm Martineau, der sie auf dieser Einspielung begleitet, wird die Sängerin, die bereits in der Carnegie Hall, der Wigmore Hall, im Concertgebouw Amsterdam und im Wiener Konzerthaus auftrat, nun erstmals einen Liederabend an der Oper Frankfurt gestalten.

Oper Frankfurt / Dorothea Röschmann © Harald Hoffmann

Oper Frankfurt / Dorothea Röschmann © Harald Hoffmann

Ihr letztes Soloalbum mit Frauenporträts von Schumann und Berg, auf dem die japanische Starpianistin Mitsuko Uchida ihre Partnerin ist, wurde kürzlich mit einem Grammy ausgezeichnet. Dorothea Röschmann ist seit ihrem Debüt als Susanna in Le nozze di Figaro unter Nikolaus Harnoncourt 1995 auf den renommiertesten Opernbühnen der Welt zu erleben. Die großen Mozart-Heroinen hat sie alle gesungen; mit ihrem exquisiten, samtigen Timbre und unwiderstehlicher Intensität verkörpert sie inzwischen auch Desdemona, Feldmarschallin oder Jenufa. Seit vielen Jahren ist Dorothea Röschmann der Staatsoper Berlin verbunden und wurde dort kürzlich zur Kammersängerin ernannt.

Dorothea Röschmann präsentiert, begleitet von Malcolm Martineau am Klavier, Lieder von Franz Schubert, Robert Schumann, Richard Wagner und Gustav Mahler.

Weitere Liederabende in dieser Saison:
Michael Fabiano, Tenor 03. April 2018,  Nicole Cabell, Sopran 08. Mai 2018, Tanja Ariane Baumgartner, Mezzosopran 12. Juni 2018

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Dresden, Semperoper, Der Ring des Nibelungen – Ab 13.01.2018, IOCO Aktuell

Januar 12, 2018 by  
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Semperoper

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Der Ring des Nibelungen von Richard Wagner

Richard Wagner Büste in Bayreuth © IOCO

Richard Wagner Büste in Bayreuth © IOCO

Am 13. Januar beginnt an der Semperoper Dresden die erste der beiden Aufführungsserien von Richard Wagners musikalischem Weltendrama Der Ring des Nibelungen. Damit ist vom 13. bis 20. Januar und vom 29. Januar bis 4. Februar 2018 nach acht Jahren erstmals wieder der komplette szenische »Ring«-Zyklus in Dresden zu erleben.

Die Nachfrage nach dem Dresdner Ring des Nibelungen mit der Sächsischen Staatskapelle unter der Musikalischen Leitung ihres Chefdirigenten Christian Thielemann ist enorm: Bereits wenige Tage nach der Eröffnung des Vorverkaufs im Januar 2017 waren die Kartenkontingente ausgeschöpft. Mögliche Restkarten für Stehplätze zu den Einzelvorstellungen sind an den Abendkassen zu erfragen.

Die Semperoper zeigt die Tetralogie in der Inszenierung von Willy Decker. Der vielfach mit Preisen bedachte Regisseur zählt mit seinen Arbeiten zu den renommiertesten Opernregisseuren Europas. Viele seiner Inszenierungen, wie die Dresdner Inszenierung des Rings, entstanden in Zusammenarbeit mit dem Bühnen- und Kostümbildner Wolfgang Gussmann und zeichnen sich durch ihren besonderen szenischen Minimalismus und die psychologisch präzise Personenführung aus.

Semperoper Dresden / Rheingold hier Simone Schröder als Flosshilde, Christiane Kohl als Woglinde, Sabrina Kögel als Wellgunde © Matthias Creutziger

Semperoper Dresden / Rheingold hier Simone Schröder als Flosshilde, Christiane Kohl als Woglinde, Sabrina Kögel als Wellgunde © Matthias Creutziger

Neben den hohen Erwartungen an die Aufführungen unter der Musikalischen Leitung des ausgezeichneten Wagner-Kenners Christian Thielemann, der das musikalisch wie psychologisch höchst komplexe Werk gemeinsam mit der von Richard Wagner selbst als »Wunderharfe« bezeichneten Sächsischen Staatskapelle Dresden zu Gehör bringen wird, verspricht die hochkarätige Sängerinnen- und Sängerbesetzung unter anderem mit Petra Lang, Christa Mayer, Albert Dohmen, Stephen Gould, Vitalij Kowaljow, Andreas Schager, Peter Seiffert, Gerhard Siegel, Kurt Streit und Georg Zeppenfeld ein Opernerlebnis von außerordentlichem Rang nicht nur für Wagner-Fans zu werden.

Petra Lang – im Ring in der Partie der Brünnhilde zu erleben – gehört weltweit zu den führenden Interpretinnen im Wagner-Repertoire. Nach ihren Anfängen als lyrischer Mezzosopran wandte sie sich früh dem dramatischen Fach zu und gilt seither als gefragte Darstellerin auf den Opernbühnen der Welt. Ihren Durchbruch als Brünnhilde feierte sie mit ihren Auftritten in allen drei Ring-Opern in der Neuinszenierung von Dieter Dorn am Grand Théâtre de Genève. Unter der Leitung von Christian Thielemann gab sie 2016 ihr Rollendebüt als Isolde in der Tristan und Isolde-Produktion von Katharina Wagner bei den Bayreuther Festspielen.

Die Mezzosopranistin Christa Mayer ist in der zyklischen Aufführung von Wagners Ring unter Christian Thielemann als Fricka und Erda zu erleben. Christa Mayer sind die Wagner-Partien wohl vertraut: Unter der Leitung von Zubin Mehta sang sie im La Fura-dels-Baus-»Ring« in Valencia und debütierte unter der Leitung von Christian Thielemann als Erda und Waltraute bei den Bayreuther Festspielen, wo sie seitdem regelmäßig zu Gast ist. So sang sie dort im Festspielsommer 2015 Brangäne in der Neuproduktion »Tristan und Isolde« sowie Mary in Der fliegende Holländer und kehrte 2016 mit beiden Partien nach Bayreuth zurück. 2015 gab Christa Mayer ihr Debüt am New National Theatre in Tokio als Erda in einer Neuproduktion von »Das Rheingold«. Die Oberpfälzerin studierte Gesang an der Bayerischen Singakademie und an der Musikhochschule München. Gastspiele führten sie u.a. an die Opernhäuser in Berlin, Hamburg, München, Venedig, Florenz, Barcelona, Bilbao und Sevilla, zum Rheingau und Schleswig-Holstein Musikfestival sowie zum Lucerne Festival.

Auch Albert Dohmen kann auf eine langjährige internationale Karriere zurückblicken, die ihn in den großen Rollen seines Fachs an die bedeutenden Opernhäuser der Welt führt. Sein Debüt an der Metropolitan Opera New York gab Albert Dohmen 2003/04 als Jochanaan und etablierte sich darüber hinaus als einer der führenden Wotan-Interpreten seiner Generation: 2007 gab er sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen im »Ring«-Zyklus als Wotan und als Wanderer und war in diesen Partien auch in den Folgejahren zu hören. Neben vielen weiteren wichtigen Engagements gab Dohmen die Partie des Orest in »Elektra« unter Christian Thielemann in Baden-Baden. Im Januar 2018 kehrt Dohmen als Alberich im »Ring« nach Dresden zurück.

Semperoper Dresden / Rheingold hier Georg Zeppenfeld als Hunding, Petra Lang als Sieglinde, Christopher Ventris als Siegmund © Frank Hoehler

Semperoper Dresden / Rheingold hier Georg Zeppenfeld als Hunding, Petra Lang als Sieglinde, Christopher Ventris als Siegmund © Frank Hoehler

Zu Gast an der Semperoper Dresden in der Partie des Wotan ist Vitalij Kowaljow, der sich als einer der international gefragtesten Bässe etabliert hat und mit 40 großen Opernpartien in seinem Repertoire weltweit an allen großen Opernhäusern gastiert. Seine musikalische Ausbildung erhielt Kowaljow in Moskau, Bern und Biel. Gastengagements führten ihn unter anderem an die Metropolitan Opera in New York, die San Francisco Opera, die Lyric Opera in Chicago, das Royal Opera House Covent Garden, das Teatro alla Scala in Mailand, die Wiener Staatsoper, die Semperoper Dresden und in die Arena di Verona. Bereits 2009/10 sang er die Partien des Wotan und des Wanderers im Ring des Nibelungen in Los Angeles in der Inszenierung von Achim Freyer. Den Walküren -Wotan interpretierte er unter anderem auch an der Mailänder Scala unter der Musikalischen Leitung von Daniel Barenboim und 2014 unter Valery Gergiev bei seinem Debüt am St. Petersburger Mariinsky-Theater sowie in seinem von Publikum und Presse gefeierten Debüt beim Edinburgh Festival im »Das Rheingold«, ebenso mit dem Mariinsky Theater unter Valery Gergiev.

Der niederösterreichische Tenor Andreas Schager, der in den Partien des »Siegfried« an der Semperoper zu hören sein wird, feierte seinen vielbeachteten Durchbruch gleich nach dem Sprung vom lyrischen Tenor ins dramatische Heldenfach. Aktuell ist er sowohl auf Grund seiner stimmlichen wie darstellerischen Leistung ein viel gefragter Wagner-Interpret. Seit 2015 ist Schager festes Ensemblemitglied der Staatsoper Unter den Linden, wo er unter Daniel Barenboim sein Rollendebüt als Parsifal gab. Nach zahlreichen weiteren internationalen Engagements folgte 2017 das Debüt in der Wiener Staatsoper als Apoll in der Richard Strauss-Oper »Daphne« sowie als Parsifal bei den Bayreuther Festspielen. In dieser Rolle wird er auch 2018/19 wieder nach Bayreuth zurückkehren.

Im der zweiten Aufführung des Zyklus wird der US-amerikanische Heldentenor Stephen Gould am 1. Februar 2018 die Titelpartie des Siegfried singen. Gould studierte unter anderem an der Lyric Opera in Chicago und wechselte erst nach acht Jahren am Musicaltheater zurück ins Opernfach. Spätestens seit seinem Auftritt als Siegfried bei den Bayreuther Festspielen unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann hat sich Gould als einer der international führenden Sänger etabliert, der seinen Weg auf die großen Bühnen dieser Welt findet. Den Siegfried interpretierte Gould unter anderem bereits an den Staatsopern in Wien und München sowie an der Metropolitan Opera New York. Weitere große Partien seines Repertoires sind der Erik im »Fliegenden Holländer«, Siegmund in »Die Walküre«, Lohengrin, Parsifal und Tannhäuser aber auch Strauss-Rollen wie der Bacchus in »Ariadne auf Naxos«.

Der Bassist Georg Zeppenfeld zählt nicht nur an der Semperoper, sondern auch bei den Bayreuther Festspielen zu den Publikumslieblingen, wo er 2010 als König Heinrich in »Lohengrin« sein Debüt gab. Zeppenfeld gastiert an nahezu allen großen Opernhäusern Europas sowie an der Metropolitan Opera New York, in Chicago und San Francisco. Unter Dirigenten wie Myung-Whun Chung, Daniele Gatti, Fabio Luisi, Zubin Mehta, Kent Nagano, Peter Schneider, Marcello Viotti und Claudio Abbado konnte er sich ein breites Repertoire an Basspartien erarbeiten. Von 2001 bis 2005 war er Ensemblemitglied an der Semperoper Dresden, wohin er immer wieder als Gast zurückkehrt, unter anderem in der Spielzeit 2015/16 für sein Rollendebüt als Baculus in der Neuinszenierung »Der Wildschütz«. Der Bass ist auch in der Spielzeit 2017/18 an der Semperoper neben vielen anderen Partien unter anderem zu Gast in der Neuproduktion von Lucia di Lammermoor und im »Ring«-Zyklus als Fasolt in »Das Rheingold«, als Hunding in »Die Walküre« und als Fafner in »Siegfried« zu erleben. Im Oktober 2015 wurde Georg Zeppenfeld der Ehrentitel Kammersänger verliehen.PMSODr


Die Aufführungstermine an der Semperoper

Ring-Zyklus 1
Sa, 13.1.2018, 18 Uhr           Das Rheingold
So, 14.1.2018, 16 Uhr           Die Walküre
Do, 18.1.2018, 17.30            Siegfried
Sa, 20.1..2018, 16 Uhr         Götterdämmerung

Ring-Zyklus 2
Mo, 29.1.2018, 19 Uhr          Das Rheingold
Di, 30.1.2018, 18 Uhr           Die Walküre
Do, 1.2.2018, 17.30 Uhr      Siegfried
So, 4.2.2018, 16 Uhr           Götterdämmerung

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