Flensburg, SH – Landestheater, CAVALLERIA RUSTICANA & I PAGLIACCI, 20.01.2018

Schleswig-Holsteinisches Landestheater

Stadttheater Flensburg © Stadttheater Flensburg

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 CAVALLERIA RUSTICANA  –  I PALIACCI (DER BAJAZZO)

Beide Werke verdanken ihre Entstehung einem Wettbewerb: Ein Mailänder Verlagshaus forderte 1888 einaktige Opern mit packender theatralischer Wirkungskraft und zwar nur von bis dahin wenig bekannten Komponisten. Pietro Mascagni und Ruggiero Leoncavallo stellten sich dieser Talentprobe und schufen jeweils ein hoch emotionales Meisterwerk. Das Ergebnis erleben Sie ab 20. Januar 2018 auf der Landestheater-Bühne – in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln. Als Gast für die beiden zentralen männlichen Rollen Turridu und Canio begrüßen wir den Tenor Adrian Xhema im Ensemble.


Premiere
CAVALLERIA RUSTICANA & I PAGLIACCI (DER BAJAZZO)

Von Pietro Mascagni und Ruggiero Leoncavallo, italienisch mit deutschen Übertiteln

Lebenshunger und amouröse Leidenschaften, Eifersucht und Rachegelüste, Verrat und blutige Morde – klingt dramatisch? Um nichts Geringeres geht es in CAVALLERIA RUSTICANA und I PAGLIACCI (DER BAJAZZO), den beiden bekanntesten Vertretern des italienischen Verismo, der auf der Bühne das „wahre Leben“ zeigen wollte, weitab von Opernklischees und -konventionen. Pietro Mascagni und Ruggiero Leoncavallo schufen im Zuge eines 1888 ausgeschriebenen Opernwettbewerbs jeweils ein hoch emotionales Meisterwerk.

Die Sizilianerin Santuzza liebt den jungen Bauern Turiddu. Er verspricht ihr die Ehe, lässt sie aber wegen der attraktiven – nur bedauerlicherweise mit dem Fuhrmann Alfio verheirateten – Lola sitzen, die Turiddu immer wieder in ihren Bann zieht. Die Liebesgefühle der zurückgewiesenen Santuzza schlagen in Hass um. In rasender Eifersucht klärt sie Alfio über den Seitensprung seiner Frau auf. Die Rache des in seiner Ehre gekränkten Ehemanns trifft Turiddu tödlich.

Anderer Schauplatz, ähnliche Verwicklungen: Tonios Denunziation löst in Kalabrien sogar die Ermordung zweier Menschen aus. In einer Komödientruppe engagiert, fühlt er sich als Künstler permanent unterschätzt, als Mensch nicht ernst genug genommen und als Mann vernachlässigt. Als der bucklige Tonio die schöne Nedda beim Stelldichein mit Silvio ertappt, nimmt er das zum Anlass, sich endlich für alle Benachteiligungen zu rächen: Er teilt seine Entdeckung dem ohnehin eifersüchtigen Ehemann Neddas mit, der in blinder Wut seine Frau und deren Geliebten tötet. PMSHLTh

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Essen, Philharmonie Essen, Operngala – Neujahrskonzert, 01.011.2018

Dezember 19, 2017 by  
Filed under Konzert, Philharmonie Essen, Pressemeldung

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Philharmonie Essen

Philharmonie Essen / Carlos Cardoso © Saad Hamza

Philharmonie Essen / Carlos Cardoso © Saad Hamza

Neujahrskonzert der Essener Philharmoniker

Operngala mit Solisten und Aalto-Opernchor am Montag, 1. Januar 2018, um 18 Uhr

Mit Höhepunkten der italienischen Oper begrüßen die Essener Philharmoniker ihr Publikum im neuen Jahr. Am Montag, 1. Januar 2018, um 18 Uhr steht in der Philharmonie Essen das traditionelle Neujahrskonzert auf dem Programm. Unter der Leitung von Matteo Beltrami sorgen die rumänische Sopranistin Cristina Pasaroiu, der italienische Tenor Carlos Cardoso und der Opernchor des Aalto-Theaters für die ersten bezaubernden Stunden des Jahres. Ob VerdisLa Traviata“ oder DonizettisLiebestrank“, ob Puccinis „La Bohème“ oder RossinisLa gazza ladra“ – man darf sich auf viele große Arien, Duette, Chöre und Ouvertüren freuen. Pietro Mascagnis berühmtes Intermezzo aus „Cavalleria rusticana“ gehört ebenso dazu wie Ruggiero Leoncavallos „Coro delle campae“ aus „I Pagliacci“. Für das Essener Publikum sind Dirigent und Solisten keine Unbekannten: Matteo Beltrami bewies am Aalto-Theater nicht nur im aktuell laufenden „Troubadour“, sondern auch in „Rigoletto“ sein feines Gespür für das italienische Repertoire. Carlos Cardoso gehört seit dieser Spielzeit zum Ensemble und begeisterte schon in der vergangenen Saison als Herzog in „Rigoletto“ und zurzeit auch als Rodolfo in „La Bohème“. Ebenfalls in „Rigoletto“ konnte Cristina Pasaroiu als Gilda glänzen. Der perfekte Start ins musikalische Jahr 2018!

Pressemeldung Philharmonie Essen

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Münster, Theater Münster, Cavalleria Rusticana und Der Bajazzo begeistern, IOCO Kritik, 06.07.2016

Juli 6, 2016 by  
Filed under Kritiken, Theater Münster

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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

 Opern-Duo Cavalleria Rusticana und Der Bajazzo

Liebe, Eifersucht und Ehrenmord

VON HANNS BUTTERHOF

Hochdramatische Liebe, Eifersucht und Mord aus gekränkter Männerehre sind die gemeinsamen Themen von Pietro Mascagnis einaktiger Oper „Cavalleria Rusticana“ und Ruggero Leoncavallos Zweiakter „Der Bajazzo“. An Münsters Großem Haus begeistert die seit ihrer Entstehung um 1890 üblich gewordene Aufführung im Doppelpack.

Münster / Theater Cavalleria Rusticana © Oliver Berg

Münster / Theater Cavalleria Rusticana © Oliver Berg

Mascagnis „Cavalleria Rusticana“ ist eine tragische Liebesgeschichte, in der statt der Liebe die bäuerliche Sitte triumphiert. Die Ehe der schönen Lola (Lisa Wedekind) mit dem bäurischen Alfio (Michael Bachtadze) ist ein ebensolcher Irrtum wie die Verlobung des bürgerlichen Turiddu (Adrian Xhema) mit Santuzza (Jennifer Feinstein). Schon zur Ouvertüre lieben sich Lola und Turiddu, leidenschaftlicher in der Musik als auf dem Bett seines Hauses, in das man von allen Seiten hineinsehen kann (Bühne: Barbara Bloch). Flehend fällt Santuzza Turiddu zu Füßen, um ihn zurückzugewinnen. Als das misslingt, verrät sie Alfio voller Hass das ehebrecherische Verhältnis seiner Frau. Im Duell der beiden Männer, das nach dem bäuerlichen Ehrencodex unausweichlich ist, wird Turiddu getötet.

In der heute etwas befremdlichen Ehrenmordgeschichte begeistert Jennifer Feinstein als hochdramatisch von Demut in Hass kippende Santuzza wie Lisa Wedekind als lockend leichte Lola. Adrian Xhema gibt Turiddu auch in seiner Gereiztheit mit gepflegtem Tenor, Michael Bachtadze den Alfio mit männlich klarem Bariton. Der Chor (Einstudierung: Inna Batyuk) bekommt für sein Kirchenlied im Weihrauch Szenenapplaus.

Münster / Theater Bajazzo © Oliver Berg

Münster / Theater Bajazzo © Oliver Berg

Der stimmig in ein Theatergastspiel von heute versetzte „Bajazzo“ Leoncavallos ist thematisch eingängiger als die „Cavalleria Rusticana“. Weil ihn seine junge Frau Nedda (Sara Rossi Daldoss) verlassen möchte, bringt Casio (Adrian Xhema), Prinzipal einer fahrenden Theater-Truppe, sie in blinder Eifersucht und Gekränktheit um. Es war keine Liebe zwischen Nedda und dem für sie zu alten Casio, der sie nicht loslassen kann. Sara Rossi Daldoss zeichnet Nedda mit weichem Sopran berührend als Frau zwischen Abhängigkeit und Freiheitsdurst; die Verführung Silvios (Birger Radde), mit dem sie fliehen will, geht von ihr aus. Aber auch Xhema nimmt mit Belcanto in der traurigen Bajazzo-Arie des enttäuschen Casio für sich ein.

Beide Opern sind von mitreißender Italianita und durch das ausgewogen gut besetzte Gesangs-Ensemble und im Bühnenbild fein miteinander verknüpft. Fabrizio Ventura dirigiert das Sinfonieorchester Münster bei aller zum Verismo der beiden Komponisten gehörigen Dramatik sängerfreundlich und melodieselig, und erhält nach etwa drei Stunden italienischen, deutsch übertitelten Gesangs mit den Solisten und dem Chor den ungeteilten Beifall des Publikums. IOCO / HANNS BUTTERHOF / 06.07.2016

Zum letzten Mal in dieser Spielzeit am 8.7.2016 um 19.00 Uhr

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Krefeld, Theater Krefeld – Mönchengladbach, Premiere – Cavalleria rusticana – Gianni Schicchi 17.09.2016

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Theater Krefeld © IOCO

Theater Krefeld © IOCO

 Cavalleria rusticana / Gianni Schicchi  

Zwei Operneinakter von Pietro Mascagni und Giacomo Puccini – in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere 17.09.2016, weitere Vorstellungen 7.10.2016, 5.11.2016, 9.11.2016, 18.12.2016, 17.1.2017, 27.01.2017

Unter den argwöhnischen Augen der Bewohner eines kleinen italienischen Dorfes spielen sich eine Tragödie und eine Komödie ab:

Cavalleria rusticana: Als Turiddu vom Militärdienst heimkehrt, muss er feststellen, dass seine Verlobte Lola in der Zwischenzeit einen anderen Mann geheiratet hat. Er tröstet sich in den Armen von Santuzza, die ihn aufrichtig liebt. Als Lola jedoch wieder Interesse an ihm zeigt, hintergeht er Santuzza und wird Lolas Geliebter. Als deren Ehemann Alfio von der Liebschaft seiner Frau erfährt, fordert Turiddu zum Duell und tötet ihn.

Gianni Schicchi: Am Totenbett beklagen seine Verwandten heuchlerisch das Hinscheiden von Buoso Donati. Doch ihre schlimmste Befürchtung, er könnte sein gesamtes Vermögen den „Klosterbrüdern“ vermacht haben, bewahrheitet sich. Einer der Erben, der junge Rinuccio, möchte die schöne Lauretta heiraten. Ihr Vater Gianni Schicchi gilt als gewiefter Schelm und wird schleunigst herbeigeholt und um Rat gefragt. Prompt heckt er einen spektakulären Plan aus: Um das Testament zu Gunsten der Hinterbliebenen zu  fälschen, wird Buoso Donati kurzerhand wieder zum Leben erweckt und Schicchi spielt die Rolle seines Lebens …

Eifersucht und Geldgier gepaart mit Leidenschaft und Spielwitz sind die Katalysatoren der beiden Operneinakter von Pietro Mascagni und Giacomo Puccini. Der Ausgang der jeweils heiklen Situation ist im ersten Fall hochdramatisch, im zweiten wird nach bester Tradition der commedia dell’arte eine zufriedenstellende Lösung für alle herbeigeführt. Was die thematisch gegensätzlichen Werke verbindet, ist jedoch die Unmittelbarkeit der italienischen Tonsprache, die veristische Schilderung des religiös-bodenständigen Dorflebens und die an Filmmusik erinnernde, vor Witz nur so sprühende Lautmalerei.

Krefeld / Francois de Carpentries ©  Matthias Stutte

Krefeld / Francois de Carpentries © Matthias Stutte

François De Carpentries, der das hiesige Publikum zuletzt mit seiner Inszenierung von Jules Massenets Oper Manon bezauberte, wird nun die Fäden in die Hand nehmen und die beiden Einakter zu einem szenisch-musikalischen Ganzen verweben.

Musikalische Leitung Mihkel Kütson, Inszenierung Francois De Carpentries, Bühne Siegfried E. Mayer, Kostüme Karine Van Hercke, Choreinstudierung Maria Benyumova, Dramaturgie Ulrike Aistleitner

Besetzung: Santuzza – Janet Bartolova, Eva Maria Günschmann, Turiddu – Michael Wade Lee, Mamma Lucia / Zita – Satik Tumyan, Alfio /Gianni Schicchi – Johannes Schwärsky, Lola – Izabela Matula, Lauretta – Sophie Witte, Rinuccio – Michael Siemon, Gherardo – Kairschan Scholdybajew, Nella – Debra Hays, Betto von Signa – Matthias Wippich, Simon – Hayk Dèinyan, Marco – Rafael Bruck, Ciesca – Susanne Seefing
Magister Spinelloccio – Dae Jin Kim, Shinyoung Yeo, Herr Amantio di Nicolao – Bondo Gogia,

Premiere 17.09.2016, weitere Vorstellungen 7.10.2016, 5.11.2016, 9.11.2016, 18.12.2016, 17.1.2017, 27.01.2017

Theaterkasse Krefeld: (02151) 805-125,  Theaterkasse Mönchengladbach: (02166) 61 51-100              PM  Theater Krefeld – Mönchengladbach

 

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