Linz, Landestheater Linz, Premiere ON THE TOWN von Leonard Bernstein, 04.06.2017

Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

ON THE TOWN von LEONARD BERNSTEIN

Buch und Gesangstexte von Betty Comden und Adolph Green
Konzertante Aufführung, Songs in englischer Sprache mit Übertiteln, Dialogpassagen in Deutsch

Premiere 4. Juni 2017, 19.30 Uhr, Weitere Vorstellungen: 26. Juni und 7. Juli 2017 jeweils 19.30 Uhr

Sechzehn Jahre nach der legendären Linzer West Side Story finden der scheidende Generalmusikdirektor Dennis Russell Davies und der Linzer Musicalchef Matthias Davids wieder zusammen und präsentieren in Leonard Bernsteins 99. Geburtsjahr einen weiteren seiner Klassiker konzertant im Musiktheater. In On the Town (1944) erobern drei Matrosen das pulsierende New York City. Mit jeder Nummer zeigt sich, warum Bernstein und Comden & Green (Singin’ in the Rain) zu Recht als Meister ihres Fachs gelten. Die Moderation übernimmt Christoph Wagner-Trenkwitz. Es spielt das Bruckner Orchester Linz.

Landestheater Linz / On The Town - v.l.n.r. Peter Lewys-Preston, Rob Pelzer und Gernot Romic © Christian Herzenberger

Landestheater Linz / On The Town – v.l.n.r. Peter Lewys-Preston, Rob Pelzer und Gernot Romic © Christian Herzenberger

Musikalische Leitung Dennis Russell Davies, Inszenierung Matthias Davids, Chorleitung Georg Leopold, Dramaturgie Magdalena Hoisbauer, Christoph Wagner-Trenkwitz (Moderation)

Peter Lewys Preston (Gabey), Gernot Romic (Chip), Rob Pelzer (Ozzie), Anaïs Lueken (Claire), Ariana Schirasi-Fard (Hildy), Ruth Fuchs (Ivy Smith), Karen Robertson (Madame Dilly), Tomaz Kovacic (Pitkin), Ulf Bunde (Workman I), Christoph Wagner-Trenkwitz (Announcer), Riccardo Greco (Rajah Bimmy), Daniela Dett (Diana Dream / Dolores Dolores), Lynsey Thurgar (Solo Girl), Xiaoke Hu, Rastislav Lalinsky, Justus Seeger (Three New Sailors), Daniela Dett (Lucy Schmeeler), Cheryl Lichter (Kleine alte Dame)

Chor des Landestheaters Linz, Bruckner Orchester Linz

Premiere Sonntag, 4. Juni 2017, 19.30 Uhr, Weitere Vorstellungen: 26. Juni und 7. Juli 2017 jeweils 19.30 Uhr. PMLThLi

Frankfurt, Oper Frankfurt, LIEDERABEND mit PIOTR BECZALA, 14.03.2017

März 8, 2017 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt / Piotr Beczala © Johannes Ifkovits

Oper Frankfurt / Piotr Beczala © Johannes Ifkovits

  PIOTR BECZALA LIEDERABEND
Dienstag, dem 14. März 2017, um 20.00 Uhr im Opernhaus.

Wer Piotr Beczala live erleben will, muss in der Regel nach Salzburg, London oder gar New York aufbrechen, wo der Sänger an der Seite von „Bühnen-Liebhaberinnen“ wie Anna Netrebko, Diana Damrau oder Renée Fleming stetig für Begeisterungsstürme sorgt. Auf städtischen Kinoleinwänden sowie am eigenen Bildschirm lassen sich jedoch einige der musikalisch wie darstellerisch ausdrucksstarken und selbstsicheren Interpretationen des Tenors mitverfolgen, ohne einen vergleichbar weiten Weg anzutreten – etwa seine Auftritte an der Met als Chevalier des Grieux (Manon von Jules Massenet) unter Fabio Luisi oder als Herzog von Mantua (Rigoletto), für dessen Darstellung er 2014 den ECHO Klassik als „Sänger des Jahres“ erhielt. Der Exklusivkünstler des Labels Deutsche Grammophon ergänzte seine überaus vielseitige Diskografie, die u.a. mit einer Grammy-Nominierung und mit Opernraritäten wie Karol Szymanowskis Król Roger, Jacques Offenbachs Die Rheinnixen oder Johann Strauß’ Operette Simplicius aufwartet, in jüngerer Zeit mit den Alben Heart’s Delight – The Songs of Richard Tauber und The French Collection. Nach rund einem Jahrzehnt, das seit Piotr Beczalas berauschender Werther-Darstellung an unserem Haus ins Land gezogen ist, dürfen sich die Frankfurter nun auf die Rückkehr eines Stars im „Liederabend-Format“ freuen, mit der sich Weltreisen einmal mehr erübrigen.

Anlässlich seines Frankfurter Liederabends präsentiert Piotr Beczala, begleitet von keinem Geringeren als Helmut Deutsch am Klavier, Robert Schumanns Dichterliebe op. 48 und Antonin Dvráks Zigeunerlieder op. 55 sowie Lieder von Mieczyslaw Karlowicz und Sergei W. Rachmaninow.


Weitere Liederabende in dieser Saison:
Anna Caterina Antonacci, Sopran 09. Mai 2017, Camilla Nylund, Sopran 06. Juni 2017
Dagmar Manzel, Gesang 27.

Pressemeldung Oper Frankfurt

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Berlin, Komische Oper Berlin, Premiere – La Vie en rose – Edith Piaf, IOCO Kritik, 13.12.2015

Januar 29, 2016 by  
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Komische Oper Berlin

Musicalabend um Édith Piaf:   La Vie en rose

Komische Oper Berlin / La Vie en rose - Katharine Mehring © Magdalena Lepka

Komische Oper Berlin / La Vie en rose – Katharine Mehring © Magdalena Lepka

  Édith Piaf  – Der Spatz von Paris

Hundert Jahre wäre sie geworden – die legendäre, 1,47 Meter kleine, französische Chanson-Sängerin Édith Piaf (1915 – 1963). Fast auf den Tag genau, präsentierte die Komische Oper Berlin am 13. Dezember die Premiere des Chansonabends zu Ehren der großen Künstlerin. (Am 19. Dezember 2015, genau an Piafs Geburtstag, konnte man den Konzertabend ein zweites Mal erleben.)

Die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Édith, begann ihre sängerische Laufbahn auf den Pariser Straßen, wurde aber dann von dem Kabarettbesitzer Louis Leplée entdeckt und als Chanteuse in sein Kabarett geholt. Der große künstlerische Durchbruch gelang ihr gegen Ende der dreißiger Jahre, dem Schallplattenaufnahmen und Auftritte in ganz Europa folgten. Das Leben von Édith Piaf, das gekennzeichnet war von Elend, Traurigkeit und vielen Schicksalsschlägen, großen Leidenschaften, aber auch von Drogen- und Alkohol Exzessen, hat sich immer in den Liedern dieser großartigen Künstlerin widergespiegelt. Sie lebte und liebte mit vollem Einsatz und ließ all das Erlebte in ihre Lieder immer einfließen. 1961 starb sie nach langer Krankheit, ist aber mit ihren Chansons und Balladen unvergesslich geblieben.

Komische Oper Berlin / La Vie en rose - Katharine Mehring © Jim Rakete

Komische Oper Berlin / La Vie en rose – Katharine Mehring © Jim Rakete

Mittelpunkt dieses besonderen Konzertabends – natürlich neben der Piaf – die erfolgreiche Schauspielerin und Sängerin Katherine Mehrling, dem Publikum der Komischen Oper bestens aus ihrer bejubelten Interpretation der Daisy Darlington in der Abraham Operette Ball im Savoy bekannt, oder aus ihrer letzten Verkörperung der Eliza in dem Musical My Fair Lady. Nach ihrem Studium in Schauspiel und Musical in London und New York, folgten zahlreiche Engagements in Deutschland und der Schweiz mit Hauptrollen in verschiedenen bekannten Musicals, wie Evita, Funny Girl oder Kiss me Kate. Seitdem ist die Wahlberlinerin auch immer wieder auf Berliner Theaterbühnen zu erleben. Bereits zwei Soloprogramme hat sie dem französischen Chanson gewidmet – ein von ihr sehr geliebtes Genre neben dem Jazz.

Begleitet vom vielseitigen Orchester der Komischen Oper, unter der musikalischen Leitung des baskischen Akkordeonisten Enrique Ugarte, interpretierte sie einfühlsam und mit perfekter französischer Aussprache Piafs Welterfolge, angefangen von L’Accordeoniste über Milord und Padam bis hin zu Non, je ne regrette rien oder dem wohl bekanntesten La vie en rose, zu dem sie selbst den Text schrieb. Katherine Mehrlings Interpretation der Lieder ist, als große Bewunderin der Piaf zu der sie sich bekennt, zwar an den Ausdruck der Chanson-Legende angelehnt, hat jedoch durch ihre eigene unverkennbare, rauchige Stimme, und im Zusammenspiel mit den neuen und teilweise überraschenden Arrangements von Enrique Ugarte, einen eigenen, persönlichen Stil. Mit viel Charme führte sie das Publikum durch die wunderbaren Melodien und Texte. Nur gelegentlich merkte man ihr ihre  Ehrfurcht vor der großen Piaf an, die sie etwas zu bescheiden, ja sogar fast etwas eingeschüchtert wirken lies.

Nicht desto trotz begeisterte sie das Publikum und wurde mit herzlichem Applaus belohnt. Ein ganz besonderer Genuss war auch das hervorragende, ausdruckstarke und beseelte Akkordeon Spiel von Enrique Ugarte.  Ein gelungener musikalischer Abend in Erinnerung an die  Künstlerin mit großer Seele, Édith Piaf.

IOCO / G.G. / 13.12.2015

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Berlin, Komische Oper Berlin, Premiere – My fair Lady, IOCO Kritik, 28.11.2015

Dezember 4, 2015 by  
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Komische Oper Berlin

Großartige Darsteller für „My fair Lady“ Premiere. 28.11.2015

Komische Oper Berlin / My Fair Lady Foto @copy Iko Freese | www.drama-berlin.de

Komische Oper Berlin / My fair Lady – Foto : © Iko Freese | www.drama-berlin.de

Erstmals am letzten November-Samstag, an der Komischen Oper Berlin präsentiert, das weltberühmte Musical „My fair Lady“, in der Regie von Andreas Homoki, ehemaliger Intendant der Komischen Oper und aktuell Intendant des Opernhauses Zürich.

Komische Oper Berlin / My fair Lady - Foto : © Iko Freese | www.drama-berlin.de

Komische Oper Berlin / My fair Lady – Foto : © Iko Freese | www.drama-berlin.de

My fair Lady“, dass zu den weltweit beliebtesten Musicals gehört, basiert auf dem erfolgreichen Schauspiel „Pygmalion“ des irischen Autors George Bernard Shaw, dass wiederum auf dem von Ovid geschilderten Mythos des gleichnamigen Künstlers beruht. Während in der mythologischen Erzählung der Bildhauer, enttäuscht von den Frauen, sich seine eigene, ideale Frau in Stein meißelt und sie dann zum Leben erweckt wird, geht es in der Komödie des Literaturnobelpreisträgers Shaw, der eine Karikatur der damaligen Londoner Gesellschaft zeichnen wollte,  etwas anders zu. Hier ist es kein Künstler, sondern der Sprachwissenschaftler und Phonetik Spezialist, Professor Higgins, der anstatt der Frauenstatue ein vulgäres Blumenmädchen mit der feinen Sprache, sittlichen Manieren und einer eleganten Garderobe ausstatten und zur Dame machen will.

Da sich Shaw Zeit seines Lebens einer musikalischen Vertonung wiedersetzt hatte, konnte erst nach seinem Tod, als die Rechte dafür vergeben wurden, das Werk zu einem Musical bearbeitet und schließlich mit der Musik von Frederick Loewe und den Liedtexten von Alan Jay Lerner uraufgeführt werden.

Die erfolgreiche Premiere dieses Musicals, dass im Gegensatz zu Shaws Stück mit einer Art „Happy End“ durch die letztendlich entstandene Liebe zwischen dem Professor und der Blumenverkäuferin Eliza ausgestattet wurde, fand am 18. April 1956 in New York im Mark Hellinger Theatre, mit Julie Andrews und Rex Harrison in den Hauptrollen statt. Seitdem wurde „My fair Lady“ immer wieder weltweit in die Repertoires sämtlicher Theater- und Opernhäuser aufgenommen.

In einer deutschen Fassung wurde das Musical erstmals 1961 im Berliner Theater des Westens aufgeführt, indem der spezifische Londoner Dialekt „Cockney“ ins „Berlinerische“ übersetzt worden war. 1964 kam dann auch die berühmte Verfilmung (mit Audrey Hepburn in der Hauptrolle), die dem Musical noch zusätzlichen Ruhm verschaffte.

So ist auch diese Neuproduktion der Komischen Oper Berlin mit großem Beifall vom Publikum honoriert worden. Die solide Inszenierung von Homoki glänzt zwar nicht durch Originalität oder besonderen Einfallsreichtum, verschafft aber mit bester Personenregie den Darstellern zu ihrer großartigen Leistung. Allen voran der Berliner Schauspieler Max Hopp als Professor Henry Higgings. Dem Publikum der Komischen Oper bestens aus vorangegangene, erfolgreichen Produktionen bekannt, zeichnet er mit viel Witz, aber auch viel Sensibilität, den eingefleischten Junggesellen und lässt ihn trotz seiner frauenverächtlichen Züge rührend liebenswert erscheinen. Applaus für die Glanzleistung!

Auch Katharine Mehrling begeistert mit ihrer charaktervollen und spritzigen Interpretation der Eliza Doolittle. Ihre jazzige Stimme passt zwar mehr zu der frechen und vorlauten Göre als zu der verträumten und zerbrechlichen Eliza nach ihrer „Verwandlung“, jedoch bekommt die Figur vielleicht gerade dadurch mehr Glaubwürdigkeit. Sehr schön das Evergreen „Ich hätt getanzt heut Nacht“.

Ausgezeichnet Jens Larsen als Elizas Vater, Alfred P. Doolittle. Mit großer Bravur und mit bereits mehrfach in anderen Rollen bewiesenem, schauspielerischem Talent, verkörperte der Bassist die sympathische Figur.

Überzeugend auch alle anderen Darsteller: Die Schauspielerin Susanne Häusler als Mrs Higgins, die langjährigen Ensemblemitglieder Christoph Späth und Christine Oertel als Oberst Pickering und Mrs. Pearce und ganz besonders beeindruckend Johannes Dunzals (Mitglied des Opernstudios) als  Freddy – sowohl szenisch wie vor allem gesanglich. Mit seinem strahlenden Tenor und voller Inbrunst sang er seinen Song und sorgte für einen der Highlights des Abends. Auch die Chorsolisten waren klangvoll und spielfreudig wie immer.

Das Orchester spielte unter der sicheren musikalischen Leitung der estnischen Dirigentin Kristiina Poska, seit 2012/2013 erste Kapellmeisterin an der Komischen Oper. Hier und da hätte man sich vielleicht nur etwas mehr Schwung gewünscht.

Das recht wenig spannende, aber für die Umstände gut gelöste Bühnenbild, bestehend aus einigen überdimensionalen, immer wieder anders angeordneten Grammophonen und einem stilvollen, auf einer Rundschiene laufenden Vorhang, wurde von Frank Philipp Schlösmann geschaffen. Kostüme von Metchield Seipel.

Unter den Premierengästen zahlreiche Prominente, u. A. der ehemalige regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit.

Insgesamt ein sehr gelungener Theaterabend und eine empfehlenswerte Produktion, vor allem den bestens zusammengestellten und hervorragenden Darstellern und ihrer Glanzleistung zu verdanken.

IOCO / G.G./ 28.11.2015

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