Radebeul, Landesbühne Sachsen, Premiere Road Opera TSCHICK, 19.01.2017

Landesbühnen Sachsen 

Landesbühne Sachsen / Tschick - Michael Zehe- Johannes Leuschner © MATTHIAS RIETSCHEL

Landesbühne Sachsen / Tschick – Michael Zehe- Johannes Leuschner © MATTHIAS RIETSCHEL

 TSCHICK –  Road Opera von Ludger Vollmer

Libretto Tiina Hartmann – Nach Wolfgang Herrndorf

Premiere Freitag, 19.1.2018,19:30 Uhr, Landesbühnen Sachsen

Kann man in unserer karriereorientierten, rational durchgeplanten und in fast jeder Beziehung geregelten Welt jenseits der Computerspiele noch wirkliche Abenteuer erleben?

2010 erschien die Roadstory Tschick. Der millionenfach gelesene Bestsellerroman von Wolfgang Herrndorf, der sich lebensphilosophischen Grund- und Sinnfragen junger Menschen auf unkonventionelle Weise nähert, beantwortet die Frage mit ja!

Landesbühne Sachsen / Tschick - Michael Zehe- Johannes Leuschner © MATTHIAS RIETSCHEL

Landesbühne Sachsen / Tschick – Michael Zehe- Johannes Leuschner © MATTHIAS RIETSCHEL

Zwei 14jährige Außenseiter aus problematischen Familienverhältnissen, der umtriebige «Iwan» Tschick und der luxusverwahrloste Maik, beschließen Ende der 8. Klasse, die großen Ferien gemeinsam zu verbringen: Ohne Orientierungshilfen wie Handys oder Karten starten sie von Berlin aus mit einem gestohlenen Lada Richtung Süden und erfahren die Welt und sich selbst auf völlig neue Art und Weise … Und da den beiden Helden auf ihrer außergewöhnlichen Reise alles «größer» erscheint als bisher, die Farben satter, die Menschen netter und alle Emotionen stärker, ist es nur folgerichtig, dass sich – nach der Schauspieladaption des Buches 2011 und der Verfilmung durch Fatih Akin 2016 – jetzt auch das Musiktheater des Stoffes annimmt. Ludger Vollmer, einem erfahrenen Komponisten auf dem Gebiet «Jugendoper», der auch in seinem neuesten Werk wieder einen Jugendchor mitwirken lässt, ist es beeindruckend gelungen, diesem gesteigerten Erleben von Realität musikalischen Ausdruck zu verleihen. Und natürlich wendet sich die Oper Tschick mit ihren vielen lyrischen Glücksmomenten zwischen rasanten Fahrten auf der Autobahn oder auf der Flucht vor der Polizei nicht nur an ein junges Publikum!

ES SPIELT DIE ELBLAND PHILHARMONIE SACHSEN,  MUSIKALISCHE LEITUNG : HANS –PETER PREU, INSZENIERUNG UND AUSSTATTUNG:  SEBASTIAN RITSCHEL

Darsteller:   Tschick – Michael Zehe; Maik – Johannes Leuschner; Vater – Hagen Erkrath; Mutter – Stephanie Krone; Isa – Kirsten Labonte; Friedemann – Iris Stefanie Maier; Mutter Friedemann – Christiane Günther, Julia Böhme, Gundula Ehret, Jonas Friedemann – Tabea-Drechsler-Reckmann; Elisabeth Friedemann – Manuela Neumann; Florentina Friedemann – Ekaterina Iankovskaia; Horst Fricke – Kay Frenzel; Richter Burgmüller – Paul Gukhoe Song; Krankenschwester – Christiane Günther, Julia Böhme, Gundula Ehret; Taxifahrer – Michael König; Lehrer – Kazuhisa Kurumada; Mona – Anna Erxleben; Lutz Heckel – Stefan Glause; Vater Heckel – Fred Bonitz; Schulze – Stefan Glause

„Abfahrt 3“, Solo 1 Fred Bonitz, „Abfahrt 3“, Solo 2 Kay Frenzel, „Abfahrt 3“, Solo 3 Kazuhisa Kurumada,  Es singt der Chor der Landesbühnen Sachsen und der Jugendchor des Gymnasiums Coswig.

Termine
So           21.01.2018        19:00    V             S             Tschick (Mth)    Hauptbühne
Do          25.01.2018        11:00    V             OK          Tschick (Mth)    Hauptbühne
So           28.01.2018        18:00    V                             Tschick (Mth)    GRH/Kulturzentr.
Di           30.01.2018        11:00    V             SCH       Tschick (Mth)    Hauptbühne
Fr            02.02.2018        19:30    V             W23      Tschick (Mth)    Hauptbühne
Fr            16.03.2018        19:00    V                             Tschick (Mth)    FTL/Kulturhaus
Do          03.05.2018        10:30    V                             Tschick (Mth)    Dresden              Kleines Haus/ Sächsische Theatertage


PREMIEREN    Musiktheater Landesbühnen Sachsen aus Radebeul  2017/18


19. JANUAR 2018     TSCHICK
Road opera von Ludger Vollmer, Libretto von Tiina Hartmann
Nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf
Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen

10. FEBRUAR 2018     BALL D‘AMOUR
Bühnenball der Landesbühnen Sachsen

31. MÄRZ 2018     DER VETTER AUS DINGSDA
Operette von Eduard Künneke, Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen

13. APRIL 2018     RADEBEULER BILDERBOGEN
Theater in der Stadt

26. MAI 2018     DER BESUCH DER ALTEN DAME
Oper von Gottfried von Einem, Libretto von Friedrich Dürrenmatt; PMLbSa

 

Hagen, Theater Hagen, Weihnachtsmärchen König Drosselbart, 12.11.2017

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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Märchen zur Weihnachtszeit – König Drosselbart

MUSIK Andres Reukauf – TEXT Petra Grube NACH den BRÜDERN GRIMM

URAUFFÜHRUNG 12. NOVEMBER 2017 –  18.00 Uhr, 36 Vorstellungen

Das Theater Hagen setzt die beliebte Tradition fort und präsentiert auch in diesem Jahr ein Märchen zur Weihnachtszeit: König Drosselbart nach den Brüdern Grimm von Petra Grube (Text) und Andres Reukauf (Musik). Die Premiere (Uraufführung) findet am 12. November 2017 um 18 Uhr im Großen Haus statt.

Theater Hagen / König Drosselbart - (v.l.n.r.): hinten: Daniel Heck, Jan Schuba, Kristina Günther-Vieweg, vorne: Emanuele Pazienza, Carolina Walker, Tobias Rusnak © Klaus Lefebvre

Theater Hagen / König Drosselbart – (v.l.n.r.): hinten: Daniel Heck, Jan Schuba, Kristina Günther-Vieweg, vorne: Emanuele Pazienza, Carolina Walker, Tobias Rusnak © Klaus Lefebvre

Wie soll der perfekte Mann für Philine aussehen? – Das weiß sie auch nicht so genau, aber wie er NICHT aussehen soll, das weiß sie dafür umso besser. Und einen Bart wie eine Drossel soll er schon mal gar nicht haben. Ein König Drosselbart hat bei ihr keine Chance! Was ist schon dabei, wenn alle anderen sie für oberflächlich halten, schließlich ist sie eine richtige Prinzessin – und die dürfen zickig sein. Oder lohnt es sich doch, seine Mitmenschen nicht nur nach dem Äußeren zu beurteilen? Diese und noch viel mehr Fragen führen die Prinzessin zusammen mit ihrem treuen Hund Karlo mitten hinein ins Abenteuer.  Ob es ein Happy End gibt?

Die musikalische Komposition und Leitung übernahm und -nimmt, wie in den letzten Jahren, der Dirigent, Pianist, Arrangeur und Komponist Andres Reukauf. Jan Friedrich Eggers ist dem Hagener Publikum sowohl als renommierter Opernsänger im lyrischen Baritonfach, als auch als Regisseur der Kinderoper Gold! bekannt. Mit König Drosselbart gibt er nun zum zweiten Mal eine Kostprobe seines inszenatorischen Könnens am Theater Hagen. Wieder mit im Team ist der Choreograph und ehemalige Solotänzer Ricardo Viviani, der erneut mit seinen Choreographien das Publikum des Märchens zur Weihnachtszeit verzaubern wird. Ebenfalls mit dabei ist der Bühnen- und Kostümbildner Jeremias H. Vondrlik, der eine phantasievolle Ausstattung geschaffen hat. Neu im Team ist die Berliner Autorin Petra Grube, die im Friedrichstadtpalast seit vielen Jahren erfolgreich buntes und verspieltes Musiktheater für Jung und Alt macht und mit ihrer Bearbeitung des Grimm’schen Stoffes frischen Wind nach Hagen bringt.

Es spielen, singen und tanzen: Daniel Heck (Hund Karlo), Kristina Günther-Vieweg (Katze Charlie), Emanuele Pazienza (Diener Johann/Koch), Tobias Rusnak (König Drosselbart), Jan Schuba (König Ludwig), Carolina Walker (Prinzessin Philine); Märchenband: Martin Siehoff (Schlagzeug), Ilona Haberkamp, Gerrit Rentz (Saxophon, Flöte), Andreas Müller (E-Bass), Andres Reukauf/Daniel Kurland/Andreas Vogelsberger (Klavier, alernierend)

Insgesamt 36 Vorstellungen. Derzeit noch Karten für folgende Aufführungen: 12.11. (Premiere, 18 Uhr), 13.11. (10 Uhr), 14.11. (10 Uhr), 15.11. (10 Uhr), 19.11. (11 Uhr); 3.12. (11 Uhr, 14 Uhr, 17 Uhr), 4.12. (9 Uhr, Restkarten), 5.12. (9 Uhr (Restkarten), 11.30 Uhr), 6.12. (11.30 Uhr), 8.12. (10 Uhr), 9.12. (11 Uhr), 10.12. (17 Uhr), 11.12. (9 Uhr (Restkarten), 11.30 Uhr), 12.12. (11.30 Uhr), 13.12. (9 Uhr (Restkarten), 11.30 Uhr), 16.12. (11 Uhr), 17.12. (11 Uhr), 18.12. (9 Uhr (Restkarten), 11.30 Uhr), 20.12. (9 Uhr), 25.12. 2017 (16 Uhr). PMThHa


Auch dieses Mal wurde wieder eine CD mit den Songs zu König Drosselbart produziert, die ab dem 12. November 2017 an der Theaterkasse zum Preis von 8 Euro erhältlich ist.

Theater Hagen – Alle Karten Hier:
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Berlin, Komische Oper, Premiere Pelléas et Mélisande von Claude Debussy, IOCO Kritik, 15.10.2017

Oktober 31, 2017 by  
Filed under Hervorheben, Komische Oper Berlin, Kritiken, Oper, Premieren

Komische Oper Berlin

Komische Oper Berlin / Zuschauerraum © Gunnar Geller

Komische Oper Berlin / Zuschauerraum © Gunnar Geller

  Pelléas et Mélisande – Claude Debussy

Von GG

Eine in jeder Hinsicht, gelungene Produktion mit der die Komische Oper ihre Saison am 15. Oktober eröffnete. Das „Drame lyrique“ von Claude Debussy, uraufgeführt 1902 an der Pariser Opéra – Comique, ist ein stark symbolträchtiges und psychologisch dichtes Drama, welches Akt-weise durchkomponiert ist  und ohne Arien auskommt, da der Komponist das Gewicht auf den musikalischen Ausdruck des Textes setzt.

In einem in grauen Farbtönen konzipierten Guckkasten-Bühnenbild (Bühnenbild und Licht Klaus Grünberg) findet das Geschehen statt. Geschickt wird die in mehrere Ringe unterteilte Drehbühne eingesetzt, um die Protagonisten auf- und abtreten zu lassen, zueinander oder voneinander weg zu bewegen und das fließende Fortlaufen der einzelnen Bilder zu ermöglichen. Bewusst wird auf Überflüssiges verzichtet und das Drama auf seine Essenz in präziser Personenregie reduziert.

 Komische Oper Berlin / Pelleas et Mélisande © Monika Rittershaus

Komische Oper Berlin / Pelléas et Mélisande © Monika Rittershaus

Barrie Kosky schafft ein intimes Kammerspiel, indem die Verzweiflung, Sehnsucht, Angst, Bedrohung, Hilflosigkeit und  Zerbrechlichkeit der Figuren in ihrer vollen Dimension und aus nächster Nähe dargestellt wird und den Zuschauer über das ganze Stück in Spannung hält.

Am Dirigentenpult der junge, aus Kanada stammende neue Kapellmeister, Jordan de Souza, der es verstand, nicht nur für den musikalischen Genuss der impressionistischen Klangwelt von Debussy zu sorgen, sondern mit transparenter Präzision die Regiearbeit zusätzlich noch zu unterstützen.

Hervorragend auch die Sänger, angefangen mit der Sopranistin Nadja Mchantaf, die seit 2016 Mitglied des Hauses und bereits durch mehrerer Rollen dem Publikum der Komischen Oper bekannt ist. Anfangs stimmlich noch etwas verhalten, steigerte sie sich dann schnell zu einer bemerkenswerten Leistung. Sowohl gesanglich, wie auch darstellerisch, bot sie eine feingliedrige und intensive Verkörperung der zerbrechlichen und sehnsüchtigen Mélisande und steigerte sich in den Schlussszenen zu wahrer Höchstleistung.

Komische Oper Berlin / Pelléas et Mélisande © Monika Rittershaus

Komische Oper Berlin / Pelléas et Mélisande © Monika Rittershaus

Der Bariton Dominik Köninger berührte mit seinem schönen Gesang und seiner sensiblen Gestaltung eines zutiefst unsicheren aber höchst emotionalen Pelléas. Ebenfalls begeisternd, Günter Papendell, der mit seinem warmen Bariton einen männlichen, inbrünstigen Golaud facettenreich präsentierte.

Mit schönem, rundem und ausgeglichenem Mezzo sang Nadine Weissmann die Rolle der Genèviève, während der König Arkel vom Bass Jens Larsen bravurös mit gewohntem subtilen schauspielerischen Können charakterisiert wurde. Der junge finnische Bass Samuli Taskinen, Mitglied des Opernstudios, sang die Rolle des Arztes und die Stimme des Hirten.

Die größte Überraschung des Abends bot jedoch der 10 jährige Sänger des Tölzer Knabenchors, Gregor-Michael Hoffmann als Yniold, Golauds Sohn aus erster Ehe. Mit schönem, klaren Knabensopran und seiner großen Bühnenpräsenz absolvierte er sein Bühnendebut mit bewundernswerter Professionalität und begeisterte das Publikum.

Insgesamt ist somit zu sagen, dass es sich hierbei um eine rundum ausgezeichnete Produktion zum Auftakt dieser Jubiläumsspielzeit zum 70 jährigen Bestehen der Komischen Oper unter dem Motto „70 Jahre Zukunft Musiktheater“ handelt – Mit einer vorzüglichen musikalischen Leitung, einem, sowohl vokal wie darstellerisch, tollen Sängerensemble und einer intensiven, auf das Wesentliche meisterlich reduzierten und klugen Inszenierung.

Musiktheater vom Besten!

 

Linz, Landestheater Linz, Premiere Rigoletto, 04.11.2017

Oktober 24, 2017 by  
Filed under Landestheater Linz, Oper, Premieren, Pressemeldung

Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

OPERNPREMIERE RIGOLETTO   4. November 2017 19.30 Uhr

Das Landestheater Linz lädt Sie zur Premiere von Giuseppe Verdis Rigoletto am 4. November 2017 im Linzer Musiktheater ein. Regie führt Andreas Baesler. Für die Bühne zeichnet sich Harald B. Thor und für Kostüme Tanja Hofmann verantwortlich, die vergangenen Sommer bei den Salzburger Festspielen an der Seite von Andreas Kriegenburg Lady Macbeth von Mzensk realisierten. Für die Titelpartie konnte Federico Longhi gewonnen werden, der in der vergangenen Spielzeit in Linz schon als „saftig-eloquenter“ Falstaff brillierte. Am Pult des Bruckner Orchesters Linz: Martin Braun.

RIGOLETTO
OPER VON GIUSEPPE VERDI
Text von Francesco Maria Piave nach dem Drama Le roi s’amuse von Victor Hugo
In italienischer Sprache mit Übertiteln
Musikalische Leitung Martin Braun
Inszenierung Andreas Baesler

Premiere Samstag, 4. November 2017, 19.30 Uhr
Großer Saal, Musiktheater Volksgarten
Musiktheaterwerkstatt, Musiktheater

 

Pressemeldung Landestheater Linz

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