Kassel, Staatstheater Kassel, LUCIO SILLA von W.A. Mozart, 09.12.2017

Oktober 26, 2017 by  
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Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

LUCIO SILLA –  Wolfgang Amadeus Mozart

Premiere: Samstag 9.12.2017 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen: 13.12., 16.12., 29.12.

Gerade 16 Jahre alt war Wolfgang Amadeus Mozart, als er Lucio Silla komponierte, ein Werk von vibrierender Energie, in dem sein Personalstil sich schon deutlich ausprägt. Doch nicht nur die musikalische Reife erstaunt an diesem Jugendwerk, auch thematisch widmet es sich Anliegen, die Mozart später immer wieder aufgreifen sollte: das Aufbegehren gegen Machtwillkür und das humanistische Ideal des Verzeihens. Konkreter Anlass für die Komposition waren erneute Aufträge aus Mailand nach dem triumphalen Erfolg seiner ersten Mailänder Oper Mitridate, re di Ponto.

Wolfgang Amadeus Mozart Denkmal in Wien © IOCO

Wolfgang Amadeus Mozart Denkmal in Wien © IOCO

Lucio Silla handelt von dem römischen Diktator Lucius Cornelius Sulla (128-78 v. Chr.), der nach dem Ersten Bürgerkrieg 82 v. Chr. die Macht in Rom an sich gerissen und seine Gegner in die Verbannung geschickt hatte, bevor er 79 v. Chr. seinen Rücktritt erklärte.

Auch in Mozarts Oper steht der Name Lucio Silla für Grausamkeit und Terror. Der Diktator hat den Senator Cecilio aus Rom verbannt, und dies nicht nur aus politischen Gründen: Er will dessen Verlobte Giunia für sich gewinnen und lässt daher die Nachricht verbreiten, Cecilio sei gestorben. Giunia jedoch weist den Diktator ab, um ihrem Geliebten auch im Tod die Treue zu halten. Umso beglückter ist sie, als Cecilio ihr am Grabmal ihres Vaters lebendig gegenübersteht.

Trotz aller Weigerungen Giunias beharrt jedoch Lucio Silla darauf, sie zu heiraten – und provoziert damit einen Mordanaschlag Cecilios, der mit gezogenem Schwert auf den Diktator losgeht, allerdings sofort festgenommen wird. Lucio Silla jedoch führt bald darauf zum Erstaunen aller die Liebenden zusammen und erklärt, dass er seinen Feinden verzeihe und alle Verbannten nach Rom zurückkehren dürften.

Musikalische Leitung: Jörg Halubek, Inszenierung: Stephan Müller, Bühne: Siegfried E. Mayer, Kostüme: Carla Caminati, Dramaturgie: Ursula Benzing, Choreinstudierung. Marco Zeiser Celesti

Mit Tobias Hächler (Lucio Silla), Elizabeth Bailey (Giunia), Maren Engelhardt (Cecilio), Bénédicte Tauran (Lucio Cinna), Lin Lin Fan (Celia), Bassem Alkhouri (Aufidio), Staatsorchester Kassel, Opernchor und Statisterie des Staatstheaters Kassel

Pressemeldung Staatstheater Kassel

Würzburg, Mainfranken Theater, COSÌ FAN TUTTE von Wolfgang A. Mozart, 07.10.2017

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Mainfrankentheater Würzburg

Mainfranken Theater Würzburg © Nico Manger

Mainfranken Theater Würzburg © Nico Manger

  COSÌ FAN TUTTE – Wolfgang Amadeus Mozart
Treuetest mit Folgen: Mozarts turbulentes Meisterwerk Così fan tutte

Premiere Sa., 7.10.2017 | 19:30 Uhr:  Mit der ersten Musiktheaterpremiere der Spielzeit 17/18 steht im Mainfranken Theater ab 7. Oktober ein beliebtes Werk der Opernliteratur auf dem Programm: Mozarts Così fan tutte erzählt die Geschichte eines zwischen zwei Paaren angezettelten Partnertausches. In der Würzburger Inszenierung feiern die neuen Ensemblemitglieder Marzia Marzo und Akiho Tsujii ihr hiesiges Operndebüt. Für spektakuläre Bühneneffekte sorgt das Künstlerduo fettFilm.

 Mozart Denkmal Foto IOCO / Gallee

Mozart Denkmal Foto IOCO / Gallee

In Così fan tutte treiben Mozart und sein Librettist Lorenzo Da Ponte die Mechanik der komischen Oper auf die Spitze. Um seine These von der Untreue der Frauen zu belegen, verführt Don Alfonso die Offiziere Ferrando und Guglielmo zu einer Wette. Er behauptet, die Herzensdamen der beiden, Dorabella und Fiordiligi, dem jeweils anderen Mann zuführen zu können – eine Wette mit ungeahnten Folgen.

Symbiose aus Projektionen und Handlung

Die Inszenierung von Così fan tutte liegt in den Händen von Martina Veh, die zuletzt unter anderem in München, am Theater Erfurt und am Pfalztheater Kaiserslautern mit Regiearbeiten auf sich aufmerksam machte. Ihr zur Seite stehen mit Momme Hinrichs und Torge Møller zwei Videokünstler und Bühnenbildner, die unter dem renommierten Label fettFilm tätig sind.  In ihrer Arbeit, die sie neben den Bayreuther, Salzburger und Bregenzer Festspielen auch an die Ruhrtriennale, zu den Wiener Festwochen oder an große europäische Opernhäuser führte, erzeugen die beiden eine spielerische Symbiose aus Projektionen und Handlungen auf der Bühne. Auch außerhalb des Theaters feiert das Duo Erfolge, so etwa mit Videoinstallationen wie Signs Fiction am Potsdamer Platz in Berlin oder mit dem Videodesign für Tourneen von Marius Müller-Westernhagen. Neu im Ensemble: Akiho Tsujii und Marzia Marzo

Ihre mit Spannung erwarteten Debüts am Mainfranken Theater geben zwei neue Mitglieder im Musiktheaterensemble, die japanische Sopranistin Akiho Tsujii (Despina) und die aus Italien stammende Mezzosopranistin Marzia Marzo (Dorabella).


COSÌ FAN TUTTE  

Musikalische Leitung: Enrico Calesso, Regie: Martina Veh, Bühne und Video: fettFilm (Momme Hinrichs, Torge Møller), Kostüm: Christl Wein, Zeichnungen: Freddy Engel, Dramaturgie: Berthold Warnecke

Mit: Bryan Boyce, Silke Evers, Daniel Fiolka, Marzia Marzo, Roberto Ortiz, Akiho Tsujii, Taiyu Uchiyama, Philharmonisches Orchester Würzburg, Opernchor des Mainfranken Theaters Würzburg, PMMFrTh

Premiere: 7.10. | 19:30 Uhr, Weitere Termine: 15:00 Uhr: 22.10.  19:30 Uhr: 12.10. | 24.10. | 29.10. | 3.11. | 11.11. | 17.11. | 25.11. | 9.12. | 13.12. | 21.12. | 26.12.17  | 13.1. | 17.1. | 27.1.2018

Mainfranken Theater Würzburg – Alle Karten Hier :
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Stuttgart, Oper Stuttgart, Hartmut Haenchen dirigiert Mozart und Wagner, 08. & 09.10.2017

September 27, 2017 by  
Filed under Konzert, Pressemeldung, Staatsoper Stuttgart

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Oper Stuttgart

 Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

 Mozart  –  Wagner
1. Sinfoniekonzert des Staatsorchesters Stuttgart

08. und 09. Oktober 2017 –  Beethovensaal der Liederhalle

Im 1. Sinfoniekonzert dieser Spielzeit am Sonntag, 08. Oktober, um 11 Uhr und am Montag, 09. Oktober 2017, um 19:30 Uhr im Beethovensaal der Liederhalle kehrt Dirigent Hartmut Haenchen ans Pult des Staatsorchesters Stuttgart zurück. Zum feierlichen Auftakt der Konzertsaison im Zeichen des 425-jährigen Bestehens des Klangkörpers erklingen Werke von Mozart und Wagner.

Staatsoper Stuttgart / Hartmut Haenchen © Riccardo Musacchio

Staatsoper Stuttgart / Hartmut Haenchen © Riccardo Musacchio

Spätestens seit seinem umjubelten Parsifal bei den Bayreuther Festspielen im vergangenen Jahr gilt Hartmut Haenchen als einer der großen Wagner-Dirigenten unserer Zeit. Mit der von ihm zusammengestellten Götterdämmerung-Suite knüpft Hartmut Haenchen an ein Experiment Richard Wagners an, der in einem Wiener Konzert von 1875 Teile des Finales der Ring-Tetralogie rein symphonisch, als Orchesterstück ohne Gesangsstimmen, zur Aufführung brachte. Die Jupiter-Sinfonie galt schon Mozarts Zeitgenossen als Gipfelwerk der menschlichen Existenz, das den Zwiespalt zwischen Freiheit und Gesetz in einer bis dahin nicht erreichten Formvollendung zum Ausdruck bringt.

Einführung zum 1. Sinfoniekonzert mit Rafael Rennicke, Dramaturg der Oper Stuttgart, jeweils 45 Minuten vor Konzertbeginn, sonntags im Mozartsaal, montags im Silchersaal der Liederhalle.

Auf der Website der Oper Stuttgart finden Sie weitere Informationen zum Konzertprogramm.Karten über www.oper-stuttgart.de, Kartentelefon: 0711. 20 20 90, und an der Abendkasse.  PMStoSt

Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater, DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL, 14.10.2017

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Oldenburgisches Staatstheater

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL
Singspiel von Wolfgang Amadeus Mozart

Text von Johann Gottlieb Stephanie d. J. nach dem Libretto von Christoph Friedrich Bretzner zu der Operette ‚Belmont und Constanze oder Die Entführung aus dem Serail‘ von Johann André

Premiere: 14. Oktober 2017 19.30 Uhr, weitere Vorstellung: Sa 21. Di 31.10. 2017

Belmonte liebt Konstanze. Doch statt an seiner Seite befindet sich diese gerade in den Armen des Bassa Selim und steht kurz davor, die Seine zu werden. „Frisch zum Kampfe!“, nimmt er da seinen Freund Pedrillo beim Wort und setzt fortan alles daran, Konstanze zurückzugewinnen – sei es auch durch eine Entführung!

 Wolfgang Amadeus Mozart in Wien_  ©  IOCO

Wolfgang Amadeus Mozart in Wien_ © IOCO

Schon bei der Uraufführung 1782 gab Wolfgang Amadeus Mozarts Entführung aus dem Serail den Zeitgenossen so einige Rätsel auf. Für ein Singspiel hätte das Ganze aber „gewaltig viele Noten“, monierte der Auftraggeber Kaiser Joseph II. Und Hector Berlioz konstatierte Jahre später gar: „Vater Leopold Mozart [hätte], anstatt wie gewöhnlich vor diesem Werk seines Sohnes vor Bewunderung zu weinen, besser daran getan, es zu verbrennen.“ Bis heute gilt die ‚Entführung‘ – ähnlich ihrer späteren Schwester Die Zauberflöte – als vielschichtiges Konglomerat, das vor Deutungsmöglichkeiten und Facetten nur so schillert. Dies ist vor allem den zutiefst menschlichen Charakteren geschuldet, die der gerade einmal 25-jährige Komponist aus den hölzernen Figurentypen der Türkenoper zu schnitzen verstand. Mehr als auf die äußere Handlung war er auf die inneren Konflikte der Figuren bedacht, die seine Musik tiefenpsychologisch ausloten sollte.

Arien wie ‚Martern aller Arten‘ oder ‚Hier soll ich dich denn sehen‘ wurden so Ausdruck einer Extremsituation, in der Gut in Böse und Vertrautes in Fremdes umschlagen. Sind erst einmal alle Emotionen offengelegt, sehen sich die Protagonisten auf die Grundfrage zwischenmenschlicher Beziehungen zurückgeworfen: Liebe ich den anderen wirklich so, dass ich mein Leben mit ihm verbringen will? Und: Darf ich jemanden zu seinem angeblichen Glück zwingen?

Musikalische Leitung: Vito Cristofaro; Regie: Kateryna Sokolova; Bühne und Kostüme: Christian Andre Tabakoff; Chorleitung: Thomas Bönisch; Licht: Ernst Engel; Dramaturgie: Valeska Stern

Mit: Sooyeon Lee, Alexandra Scherrmann; Ill-Hoon Choung, Philipp Kapeller, Timo Schabel, Johannes Sima, Oldenburgisches Staatsorchester, Opern- und Extrachor des Oldenburgischen Staatstheaters, Statisterie des Oldenburgischen Staatstheaters

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