Wien, Wiener Staatsoper, Le nozze di Figaro von Mozart, ab 22.06.2016

Juni 21, 2016 by  
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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Le nozze di Figaro von Wolfgang Amadeus Mozart

22. Juni 2016 Reprisen: 25. und 28. Juni

Drei Vorstellungen von Mozarts Le nozze di Figaro stehen ab Mittwoch, 22. Juni 2016 auf dem Spielplan der Wiener Staatsoper: Unter der musikalischen Leitung von Cornelius Meister, der wie kürzlich bekannt wurde ab der Saison 2018/2019 Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart und des Staatsorchesters Stuttgart wird, sind erstmals im Haus am Ring Rachel Willis-Sørensen als Contessa d’Almaviva, Valentina Naforni als Susanna und Annika Gerhards als Barbarina zu erleben. Luca Pisaroni verkörpert den Conte d’Almaviva, Alessio Arduini den Figaro. Als Cherubino stellt sich die französische Mezzosopranistin Marianne Crebassa dem Staatsopernpublikum vor.

Die Vorstellung am 28. Juni wird via WIENER STAATSOPER live at home weltweit live in HD übertragen: www.staatsoperlive.com; die Aufführungen am 25. und 28. Juni sind im Rahmen von „Oper live am Platz“ live am Herbert von Karajan-Platz zu erleben.

Kurzbiografie (Hausdebüt):  Die Mezzosopranistin Marianne Crebassa studierte Gesang, Klavier und Musikwissenschaft in Montpellier. 2008 gab die damals 21-jährige ihr Bühnendebüt an der Opéra National de Montpellier in Schumanns Manfred. Nach ihrem großen Erfolg als Isabella in Wuthering Heights im Jahr 2010 wurde die Sängerin Mitglied des Atelier Lyrique der Pariser Opéra. Im Jahr 2012 debütierte Marianne Crebassa bei den Salzburger Festspielen als Irene in Tamerlano; sie sang in Salzburg auch in Lucio Silla. In der Spielzeit 2013/2014 sang sie Dorabella (Così fan tutte) in Montpellier und Siébel (Faust) in Amsterdam; in der Spielzeit 2014 / 2015 feierte sie ihr Debüt an der Scala und sang in Davide penitente bei der Salzburger Mozartwoche. Weitere Auftritte führten sie u. a. an das Théâtre des Champs-Elysées in Paris und zum Festival de Saint-Denis; künftige Engagements umfassen u. a. Roméo et Juliette in Chicago, La clemenza di Tito an der Opéra de Paris sowie die Titelpartie von Fantasio an der Opéra Comique in Paris.  PM Wiener Staatsoper

Würzburg, Mainfranken Theater, Premiere: IDOMENEO von Wolfgang Mozart, 25.06.2016

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Mainfrankentheater Würzburg

Mainfranken Theater Würzburg © Nico Manger

Mainfranken Theater Würzburg © Nico Manger

  IDOMENEO von Wolfgang Amadé Mozart
im Rahmen des Mozartfests Würzburg

Premiere 25. Juni 2016 | 19.30 Uhr | Großes Haus, weitere Termine:, 15.00 Uhr: 10.07., 19.30 Uhr: 16.07.2016. Matinee 19. Juni 2016 | 11.00 Uhr | Foyer-Café | Eintritt frei

Im Rahmen des Mozartfestes feiert im Mainfranken Theater Mozarts Idomeneo Premiere. Mit IDOMENEO steht ab dem kommenden 25. Juni im Rahmen des Mozartfests die letzte Musiktheaterinszenierung der Intendanz von Hermann Schneider auf dem Spielplan des Mainfranken Theaters. Für die Oper legt der scheidende Schauspieldirektor Stephan Suschke seine letzte Regiearbeit in Würzburg vor, bevor er Schneider zur Saison 2016/2017 ans Landestheater Linz folgt. Am Mainfranken Theater hat Suschke damit seit der Spielzeit 2005/2006 insgesamt 17 Produktionen im Schauspiel und sechs im Musiktheater in Szene gesetzt.

Wien / Wolfgang Amadeus Mozart © IOCO

Wien / Wolfgang Amadeus Mozart © IOCO

Idomeneo ist König von Kreta. Auf der Seite der Griechen nimmt er am Trojanischen Krieg teil. Nach dem Sieg über die Feinde will er in seine Heimat zurückkehren. Doch bei der Überfahrt droht sein Schiff, in einem Sturm zu zerschellen. Für den Fall seiner Rettung gelobt Idomeneo dem Meeresgott Nettuno, ihm den ersten Menschen zu opfern, der ihm bei seiner Rückkehr auf Kreta begegnen wird. Doch zurück in seiner Heimat, ist sein eigener Sohn Idamante der Erste, der Idomeneos Weg kreuzt. Soll der König das Gelübde erfüllen und sein Kind opfern, oder kann die Vaterliebe Nettuno besänftigen?

Für diese wahrhaft tragische und berührende Geschichte fand der erst 25-jährige Mozart Töne voll packender Leidenschaft, scheuer Zärtlichkeit und fesselnder Dramatik. In seiner Sturm-und-Drang-Phase scheute sich der Komponist nicht, an den Grundfesten westlicher Werte zu rütteln, wenn er die Autorität der Vätergeneration, die Notwendigkeit von Kriegen und den Absolutheitsanspruch der Religion mutig in Frage stellte. Mit einem nachgerade revolutionären Impetus setzte sich Mozart auch über Gattungstraditionen seiner Zeit hinweg, um mit größter Intensität den emotionalen Ausnahmezuständen seiner Protagonisten nachzuspüren.

Musikalische Leitung: Enrico Calesso, Regie: Stephan Suschke
Bühne: Momme Röhrbein, Kostüme: Angelika Rieck
Choreinstudierung: Michael Clark, Dramaturgie: Christoph Blitt,   Mit: Silke Evers, Hyeong-Joon Ha, Clay Hilley, Karen Leiber, Barbara Schöller, Joshua Whitener

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Pressemeldung Mainfranken Theater Würzburg

Wien, Volksoper Wien, Premiere Axel an der Himmelstür von Ralph Benatzky, 17.09.2016

Juni 13, 2016 by  
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Volksoper Wien

Volksoper Wien © IOCO

Volksoper Wien © IOCO

 Axel an der Himmelstür von Ralph Benatzky

Musikalisches Lustspiel von Paul Morgan und Adolf Schütz, Gesangstexte von Hans Weigel; für Volksoper bearbeitet: Peter Lund und Kai Tietje

Premiere am 17. September 2016,  Weitere Vorstellungen am 23., 25., 29. September,, 2., 4., 9., 11., 14., 17., 20., 24. Oktober, 15., 27. Dezember 2016, 5. Jänner 2017

Volksoper Wien / Axel an der Himmelstür - Andreas Bieber © Bettina Moench

Volksoper Wien / Axel an der Himmelstür – Andreas Bieber © Bettina Moench

Zum Saisonauftakt 2016 am 17. September bringt die Volksoper Wien mit Ralph Benatzkys Axel an der Himmelstür einen Hauch Hollywood nach Wien. 80 Jahre nach der Uraufführung kommt die Geschichte rund um den Möchtegern-Reporter Axel, der seine große Chance hinter einer Story über den Kinostar Gloria Mills wittert, erstmals auf die Bühne der Volksoper. Die Hauptrolle der exzentrischen Hollywoodgöttin Gloria Mills gestaltet Bettina Mönch, Andreas Bieber heftet sich als Reporter Axel Swift an ihre Fersen. Die Regie liegt in den bewährten Händen von Peter Lund, Lorenz C. Aichner steht am Pult des Volksopern-Orchesters.

Alles in Schwarz-Weiß

Dass die Geschichte „garantiert stilecht und ohne ein Quäntchen Übertreibung“ sei, dafür verbürgte sich Textautor Paul Morgan. Der Berliner Schauspieler war 1930 dem Ruf Hollywoods gefolgt und hatte dort einen Blick hinter die Kulissen der Filmmetropole werfen können. Vorbild für die schillernde Figur der Gloria Mills war Greta Garbo, gespielt wurde sie von der 26-jährigen, damals noch unbekannte Zarah Leander. „Benatzkys Operette ist ein Stück über den Film. Wir werden so tun, als ob jede Szene immer wieder frisch am Schneidetisch entstehen würde“, sagt Peter Lund über seine Inszenierung. Die Hollywood-Welt der 1930er Jahre soll mittels Projektionen erzählt werden. „Aus der Skizze entsteht erst ein Bühnenbildmodell und daraus dann die reale Bühne. Es ist ein lustvolles Spiel mit der weißen Leinwand“. Optisch ließen sich Peter Lund, Daria Kornysheva (Kostüm) und Sam Madwar (Bühnenbild) vom Stummfilm inspirieren: „Alles ist in Schwarz-Weiß gehalten, es wird todschick“.

Zarah Superstar

Ralph Benatzkys Hollywood-Satire wurde am 1. September 1936 im Theater an der Wien in Anwesenheit aller Größen aus Politik, Wirtschaft und Kultur und mit einem wahren Aufgebot an Stars uraufgeführt: von Max Hansen als Reporter Axel Swift bis zu Paul Morgan als durchgeknallter Studioboss. Der wahre Höhepunkt der Produktion war jedoch die neue Diva Zarah Leander, die mit dem Stück ihren Durchbruch hatte und für die Ufa entdeckt wurde. Benatzkys Operette bescherte dem Wiener Publikum einen späten Operettentriumph: nur drei Monate nach der Uraufführung fand bereits die 100. Vorstellung statt. Die Musik war voll charmanter, musikalisch-parodistischer Anspielungen zwischen Gstanzln und Jodlern, Foxtrott und Tango, Blues und Wiener Walzern made in Hollywood, dazu kamen die brillanten Gesangstexte von Hans Weigel sowie das humoristische Textbuch der Librettisten Adolf Schütz und Paul Morgan. Mit Axel an der Himmelstür kam noch einmal frischer Wind in das Genre der Operette, bevor die Protagonisten des Genres endgültig aus dem deutschen Sprachraum vertrieben wurden.

Dirigent: Lorenz C. Aichner, Regie: Peter Lund, Bühnenbild: Sam Madwar, Kostüme: Daria Kornysheva, Choreographie: Andrea Heil, Dramaturgie: Helene Sommer und Christoph Wagner-Trenkwitz,  Besetzung:  Gloria Mills, Filmstar: Bettina Mönch/Julia Koci, Axel Swift, Reporter: Andreas Bieber, Jessie Leyland, Sekretärin: Johanna Arrouas/Juliette Khalil, Theodor Herlinger, Friseur: Boris Eder/Peter Lesiak, Cecil McScott, Filmproduzent: Kurt Schreibmayer/Wolfgang Gratschmaier, Kriminalinspektor Morton: Gerhard Ernst, In weiteren Rollen: Stefan Bischoff, Maximilian Klakow, Oliver Liebl, Roman Martin, Jakob Semotan

Premiere 17. September 2016,  Weitere Vorstellungen am 23., 25., 29. September, 2., 4., 9., 11., 14., 17., 20., 24. Oktober, 15., 27. Dezember 2016,  5. Jänner 2017

 Biographien (Auswahl)

Peter Lund wurde in Flensburg geboren und studierte Architektur an der TU Berlin. Bereits während seines Studiums assistierte er bei John Dew, Günter Krämer und Richard Jones. 1985 gründete Lund die Gruppe Comp&Co. Seit 1987 führt er Regie u. a. bei Così fan tutte am Staatstheater Braunschweig, Die Wanze am Maxim-Gorki Theater, Orpheus in der Unterwelt am Theater Bremen, Die Dollarprinzessin in Erfurt, Die Blumen von Hawaii an der Neuköllner Oper und Die Dreigroschenoper am Staatschauspiel Dresden. Von 1996 bis 2004 war Peter Lund Leitungsmitglied der Neuköllner Oper in Berlin, die sich mittlerweile zu einem der kreativsten Uraufführungsorte für heutiges Musiktheater entwickelt hat. Seit 2002 ist er Professor am Studiengang Musical/Show der UdK Berlin. Als Autor verfasste Peter Lund satirische Bearbeitungen von Märchen und Kinderbüchern wie Cinderella passt was nicht, Der gestiefelte Straßenkater oder Maja und Co. Seine Stücke wurden an zahlreichen deutschen Bühnen gespielt, das Kinderstück Hexe Hillary geht in die Oper wurde an der Neuköllner Oper uraufgeführt und zählt zu Lunds erfolgreichsten Werken. Im Sommer 2010 debütierte Peter Lund mit dem Zarewitsch bei den Seefestspielen in Mörbisch, 2012 inszenierte er Orpheus und Euridice in Regensburg. Nun kehrt der Regisseur der Erfolgsproduktion Frau Luna an die Volksoper zurück und setzt hier die Eröffnungspremiere von Ralph Benatzkys Operette Axel an der Himmelstür in Szene.

Der gebürtige Salzburger Lorenz C. Aichner erhielt seine Ausbildung am Salzburger Mozarteum  (Klavier) sowie an der Musikhochschule für Musik und Darstellende Kunst Wien (Dirigieren, Chorleitung, Komposition und Korrepetition). Gastspiele führten ihn u. a. zu den den Hamburger Philharmonikern, dem RSO Wien, dem Mozarteum Orchester Salzburg und dem Kasugai City Philharmonic Orchestra (Japan). Im Januar 2012 gab Lorenz C. Aichner sein Debüt an der Volksoper Wien mit dem Musical Die spinnen, die Römer! von Stephen Sondheim. Seit der Spielzeit 2012/13 ist er Kapellmeister des Hauses. Zu seinen Dirigaten gehören Ein Walzertraum, Die Zauberflöte, Der Wildschütz, Die lustige Witwe, Eine Nacht in Venedig, Der Zauberer von Oz, Guys and Dolls, Frau Luna sowie Kiss me, Kate. In der vergangenen Saison übernahm Aichner die musikalische Leitung der Musical-Neuproduktion Der Mann von La Mancha und stand außerdem bei Fürst Igor und Im weißen Rössl am Pult des Volksopernorchesters. Mit Ralph Benatzkys musikalischem Lustspiel Axel an der Himmelstür eröffnet Lorenz C. Aichner die neue Spielzeit 2016/17 an der Volksoper Wien.

Bettina Mönch stammt aus München und studierte am Konservatorium Wien Musical, Operette und Chanson. Engagements führten sie u. a. ans Ronacher und in den Berliner Admiralspalast (Ulla in The Producers), an das Saarländische Staatstheater (Lisa in Jekyll and Hyde), das Salzburger Landestheater (Bianca in Kiss me, Kate, Polly in Die Dreigroschenoper), das Stadttheater Klagenfurt und die Oper Graz, das Stadttheater St. Gallen (Reno Sweeney in Anything Goes) und zu den Bad Hersfelder Festspielen (Sally Bowles in Cabaret). Bei der deutschsprachigen Erstaufführung des Musicals Shrek am Capitol Theater Düsseldorf verkörperte sie die Prinzessin Fiona. Am Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz war Bettina Mönch in zahlreichen Rollen zu erleben, u. a. als Lina Lamont in Singin‘ in the Rain und Sheila in Hair. Aktuell ist sie etwa im Theater Bonn als Audrey im Kleinen Horrorladen zu sehen. In Bonn wird sie auch die Titelrolle von Evita verkörpern. An der Volksoper spielte Bettina Mönch die Philia in Die spinnen, die Römer! und kehrt nun als Gloria Mills in Axel an der Himmelstür hierher zurück.

Sein erstes Engagement führte Andreas Bieber 1989 ins Ronacher, wo er in Cats als Tumblebrutus und Mungojerrie zu sehen war. Als Kronprinz Rudolf gehörte er später zur Originalbesetzung des Erfolgsmusicals Elisabeth und verkörperte die Hauptrolle in Jimmy Dean. 1995 war er in der ARD-Serie Marienhof als Phillip zu sehen. Er übernahm in der deutschsprachigen Erstaufführung die Titelrolle in Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat. Des Weiteren spielte er den Hans im Glück in der Märchen-Neuverfilmung. Er trat als Conferencier in Cabaret auf, spielte die Hauptrolle in der Rockoper Tommy und den Roboter Victor in der Weltpremiere von Barbarella. In den letzten Jahren wandte er sich verstärkt dem Schauspiel zu, spielte Euphorion in Faust II in Bad Hersfeld, Robert in Feuerwerk am Essener Aalto-Theater und Leo Bloom in The Producers in Wien und Berlin. In der Wiener Premiere von Ich war noch niemals in New York war er als Fred zu sehen. An der Volksoper debütierte Andreas Bieber bereits 1991 als Mercedes in La Cage aux Folles.  PMVOW  08.06.2016

Münster, Theater Münster, Spielplan 2016/17: Tiefenbohrung nach Grundwerten, IOCO Aktuell, 06.06.2016

Juni 6, 2016 by  
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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

 Theater Münster: Spielplan 2016/17

Tiefenbohrung nach den europäischen Grundwerten

 Münster / Theater Management © Butterhof

Münster / Theater Management © Butterhof

Den aktuellen Spielplan 2016/17 präsentiert das Theater Münster als Tiefenbohrung nach den europäischen Grundwerten. Rundum zufrieden zeigt sich die Leitung des Theaters, als sie den neuen Spielplan 2016/17 vorstellt. Steigende Besucherzahlen, eine hohe Auslastung des Drei-Sparten-Hauses und ein ehrgeiziges Programm lassen Intendant Dr.Ulrich Peters und sein Team hoffnungsfroh in die Zukunft schauen. Von HANNS BUTTERHOF

Das Theater in Münster kann ohnehin auf eine lange Geschichte zurückblicken. Seit mehr als 200 Jahren hat es ein festes Haus, das 1755 auf ein Dekret des Kurfürsten Franz Freiherr von Fürstenberg hin in dessen Gegenwart eröffnet wurde. Aus  finanziellen Gründen und wegen baulicher Mängel wurde dieser Theaterbau 1890 geschlossen.

Seit 1895, als mit dem „Lortzingtheater“ der nächste Anlauf genommen wurde, hat das Theater seinen Platz auf dem Gelände des ehemaligen Adelshofes der von Romberg an der Neubrückenstraße. Schon im Juli 1941 wurde das Bauwerk zusammen mit der als Konzerthalle genutzten daneben gelegenen Stadthalle und weiteren 95% von Münster durch Bomben zerstört. Mauerreste des Rombergschen Hofs sind heute noch als mahnende Zeichen in die Anlage des neuen Theaterbaus integriert.

Als erster Theaterneubau in Deutschland nach dem Krieg war das neue Theater nicht unumstritten; heute steht das von dem Architektenteam Deilmann, von Hausen, Rave und Ruhnau entworfene Neue Haus für 955 Zuschauer unter Denkmalschutz. 1956 wurde es mit Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ eröffnet. 1971 kam das Kleine Haus dazu, in dem es möglich ist, Spielflächen und Ränge für bis zu 350 Zuschauer variabel anzuordnen.

Münster / Theater Intendant Dr. Ulrich Peters © Butterhof

Münster / Theater Intendant Dr. Ulrich Peters © Butterhof

Seit 2012 leitet Dr. Ulrich Peters als Generalintendant die zum Theater Münster umbenannten Städtischen Bühnen. Frank Behnke leitet die Schauspiel- und Hans Henning Paar die Tanz-Sparte. Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura wird Münster 2017 verlassen. Das Junge Theater leitet Julia Diana Heße, die Niederdeutsche Bühne Hannes Demming.

Für die neue Spielzeit gibt es kein spartenübergreifendes Motto. Das Musiktheater setzt auf ein breites Spektrum bewährter Klassiker von Gounods „Faust“, Verdis „Falstaff“, Händels „Alcina“ bis Webers „Freischütz“, und mit „Curtains“ wieder auf ein Krimi-Musical von Kander & Ebb.

Das Schauspiel unternimmt nach den Worten des Schauspiel-Direktors Frank Behnke eine Tiefenbohrung in die Mythologie der europäischen Geschichte. Behnke will mit Hebbels „Nibelungen“, Shakespeares „Wie es euch gefällt“ und Brechts „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ die Wurzeln des europäischen Wertesystems bloßlegen. Sein darin enthaltenes enthusiastische Lob der Aufklärung führt bis an den kritischen Punkt, wo Aufklärung wieder in Dogmatismus umschlägt.

Das Tanztheater wird ebenfalls die Fragen europäischer und persönlicher Identität umkreisen. Mit „Romeo und Julia“ greift Hans Henning Paar ein Bürgerkriegsthema auf, mit „Circ…us“ will er das problematische Anderssein tänzerisch befragen. Auf die neue Spielzeit am Theater Münster darf man gespannt sein. IOCO / HANNS BUTTERHOF / 03.06.2016

 

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