Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Tristan und Isolde – Ekstase wider Stille, IOCO Kritik,

März 8, 2017 by  
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Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

Komplexer Mythos in „gerader Erzählweise“

Tristan und Isolde von Richard Wagner

Von Viktor Jarosch

Intendant Michael „Furchtlos“ Schulz und Opernstar Torsten Kerl als „Matchmaker“ – er hat eine besondere Beziehung zu Gelsenkirchen – bringen mit  Tristan und Isolde eine höchst komplexe Produktion ins Revier. Mit kleinem Etat schafft das MiR ein künstlerisches Mammutprojekt, vor dem große Theater mit vielfachem Etat zurückschrecken. Der Lohn: Eine starke Tristan-Inszenierung, eine begeisternde Premiere, ausverkauftes Haus für die kommende Vorstellungen und eine Ausstrahlung, welche weit über die Grenzen des Ruhrgebiets wirkt.

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde - Kerl, Foster, Malmberg, Herbst, Herrenchor © Forster

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde – Kerl, Foster, Malmberg, Herbst, Herrenchor © Forster

Der uralte Mythos um Tristan und Isolde kennt keine Verfasser. Seine Macht bezieht der Mythos aus kollektiver Wahrnehmung, aus Archetypen, nicht aus individuell ästhetisch gestalteten Kunstwerken. Im 5. Jahrhundert fanden fragmentarische Versionen der Legende um Tristan und Isolde ihren Weg in die Literatur der Länder Europas; 1210 veröffentlichte in Deutschland erstmals Gottfried von Straßburg den Versroman Tristan; Adaptionen folgten. Der Zauber des Mythos Tristan ergriff auch den Mythen-getriebenen Richard Wagner schon um 1840.

MiR Trailer zu Tristan und Isolde

Von der mittelalterlichen Sage blieb in der Oper Wagners nur der Name und ein wenig äußerer Rahmen: Wagner machte so Morold zu Isoldes getötetem Verlobten; in der Sage dagegen ist Morold ein irischer Riese, welcher aus Cornwall junge Mädchen und Jungen holt. Wagners unerfüllbare Liebesleidenschaft zu der verheirateten Mathilde Wesendonck wie die Philosophie Schopenhauers waren ihm Schmerz wie Inspiration: Seine Tristan-Komposition wird von Sehnsucht nach  unbedingtem Tod, von schrankenloser Leidenschaften ohne Rücksicht auf Riten und Gesetzen der Welt getrieben; von Gedanken, welche damals wie heute  psychopathische Züge haben, welche als krankhaft im sozialen, als Todsünde im religiösen Sinne gelten.

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde - Malmberg, Kerl, Foster, Herbst, Herrenchor © Forster

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde – Malmberg, Kerl, Foster, Herbst, Herrenchor © Forster

Richard Wagner begann 1857 mit dem Werk Tristan und Isolde: Die Komposition des Nibelungenringes war in eine Schaffenskrise geglitten. Doch auch die Schöpfung von Tristan und Isolde sollte von Krisen begleitet werden: Erst im Juni 1865 sollte die Uraufführung in München stattfinden. Die Dichtung zu Tristan hatte Wagner 1857 in wenigen Monaten geschrieben, die Partitur dagegen dauerte Jahre: Das Mystische ist Mittelpunkt der Komposition; dies auszudrücken öffnet Wagner zu romatischer Musik auch das Tor zur Atonalität. Bereits in den ersten sieben Takten des Vorspiels werden alle zwölf Töne der Halbtonleiter verwendet: Mystisches – Auflösung, Verschwimmen, Verdämmern – zeigend. Wagner komponiert in Tristan und Isolde neue, bis dahin unbekannte Klangwelten mit verzehrender Expressivität, ein Gleichgewicht zwischen Ekstase und Stille.

Regisseur Michael Schulz bringt eine wohltuend klassische Inszenierung, in „gerader Erzählweise“ (Dramaturgie Gabriele Wiesmüller), mit griffiger Personenregie, blendender Besetzung und neutralen Kostümen (Renée Listerdal) auf die Bühne des MiR. Fokus sind Psyche, Mystik und Wagners komplexe Partitur. Schulz meidet angestrengte abstrakte Interpretationen auf der Bühne sondern lenkt Blick und Gedanken der Besucher mit konkreter Einfachheit der Bühnenbilder unabgelenkt auf die in Musik und Dichtung deutlich werdende Zerrissenheit der handelnden Charaktere. Im ersten Aufzug: Eine höhengeteilte Bühne (Kathrin-Susann Brose) bildet im Halbdunkel des Unterdecks eine klagende Isolde und Brangäne ab, während über ihnen, auf dem Oberdeck, vor schwarzem Mast (Tristan lehnt wie in Trance an ihm) und hohen weißen Segeln, freudige Seemänner die kommende Ankunft in Cornwall besingen. Sanfte Lichteffekte (Patrick Fuchs) verwischen Bewußtes mit Unbewußtem, stärken das unvergängliche Phänomen der Tristan-Partitur.

 Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde - Torsten Kerl im dritten Aufzug © Forster

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde – Torsten Kerl im dritten Aufzug © Forster

Akribisch getragene Eleganz zeichnen Vorspiel wie die folgenden Aufzüge der Neuen Philharmonie Westfalen unter Rasmus Baumann. Sanft wie einfühlsam spielte das Orchester, zumindest zu Beginn der fünf Stunden–Oper, ohne Myterienmalerei. Tristan ist keine leise Oper, die Erfahrungen am MiR waren begrenzt. Und doch gelingt es Dirigent und Orchester die Partitur der so handlungsarmen Oper schon in der Premiere sehr expressiv auszumusizieren, Wagners Werk tonmalerisch zu interpretieren. Ein klagender Junger Seemann (Ibrahim Yesilay) eröffnet das anspruchsvolle Psychodrama im MiR, unsichtbar in lyrisch reiner Unschuld „Westwärts schweift der Blick, ostwärts streicht das Schiff“. Wut, Enttäuschung und Verzweiflung bringt die Bayreuth-erfahrene Catherine Foster als Isolde schon im ersten Aufzug der Premiere, sicher in hochdramatischer aber kontrollierter Diktion, von „Wer wagt mich zu höhnen!“ über das berühmte Liebesduett des zweiten Aufzugs und das „O sink hermieder, Nacht der Liebe“ bis zum gemeinsamen Liebestod und ihrem „Isolde ruft: Isolde kam, mit Tristan treu zu sterben“. Torsten Kerl, weltweit gesuchter Wagner-Sänger, beherrscht seine schwere Partie des Tristan souverän; bei aller Dramatik strahlt auch immer wieder tenoraler Charme in wunderbarem Timbre. Die riesige Partie bewältigt Torsten Kerl kraftvoll wie auffällig textsicher, speziell im besonders fordernden dritten Aufzug, als er mit fiebrigen Visionen, von Melot verletzt, am Boden liegt. Doch auch die MiR Ensemblemitglieder Urban Malmberg als Kurwenal und Almuth Herbst als Brangäne beherrschten in ihren Debüts ihre großen Partien und rundeten mit einem stimmlich sicheren wenn auch etwas salbungsvoll braven Phillip Ens als König Marke die ungewöhnliche Premiere Tristan und Isolde im MiR ab.

 Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde - Der liebestod im dritten Aufzug © Forster

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde – Der Liebestod im dritten Aufzug © Forster

Stürmischer Applaus, viele Bravos, Bravas, Bravi des voll besetzten Hauses belohnten Intendant Michael Schulz wie Initiator Torsten Kerl für ihr gewagtes wie erfolgreiches Experiment Tristan und Isolde inmitten des Reviers. Doch auch die Neue Philharmonie Westfalen unter Rasmus Baumann wie die hoch geforderten Ensemblemitglieder des MiR wurden für ihre gelungene Beiträge hörbar belohnt.

Tristan und Isolde im MiR, Gelsenkirchen: Termine :  Premiere 04. Mär. 2017 17:00-22.00 Uhr, 12. Mär. 2017 16:00-21:00 Uhr, 19. Mär. 2017 16:00-21:00 Uhr, 26. Mär. 2017 16:00-21:00 Uhr, 08. Apr. 2017 17:00-22:00 Uhr, 07. Mai. 2017 16:00-21:00 Uhr, 13. Mai. 2017 17:00-22:00 Uhr, 04. Juni. 2017 16:00-21:00 Uhr

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Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Premiere Tristan und Isolde, 04.03.2017

Februar 24, 2017 by  
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Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

TRISTAN UND ISOLDE von Richard Wagner
Premiere: Samstag, den 4. März 2017, 17 Uhr, Großes Haus

König Marke schickt seinen Vertrauten, den jungen Ritter Tristan, nach Irland, um ihm die Prinzessin Isolde als Braut zuzuführen. Er weiß nicht, dass Tristan und Isolde insgeheim ein Liebespaar sind. Gemeinsam treten sie die Schiffsreise nach Cornwall an, Tristan meidet Isoldes Nähe. Als Isoldes Vertraute Brangäne Tristan schließlich zu ihr bringt, beschließen die Liebenden, mit Hilfe eines Todestranks ihrem Leben ein Ende zu setzen – und gestehen sich rückhaltlos ihre Liebe. Doch der Trank bringt nicht den Tod, sondern vertieft die Liebe des Paares durch einen unlösbaren Zauber.

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde - Kerl, Foster, Malmberg, Herbst, Herrenchor © Forster

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde – Kerl, Foster, Malmberg, Herbst, Herrenchor © Forster

In Cornwall eingetroffen und mit König Marke verheiratet, wartet Isolde des Nachts auf Tristan. Überglücklich, einander wiederzusehen, schlagen sie alle Warnungen in den Wind. Doch der König entdeckt den Verrat. Im Zweikampf mit Markes Vertrautem Melot kann sich Tristan seinen Schuldgefühlen nicht länger entziehen und stürzt sich in Melots Schwert. Schwer verwundet zieht sich Tristan auf sein Schloss zurück und wartet mit einer nicht heilenden Wunde auf Isolde. Als sie endlich zu ihm kommt, hat er bereits dem irdischen Leben entsagt und stirbt in ihren Armen. Isolde folgt ihm in eine andere Welt.

„Unbewusst – höchste Lust“ sind die letzten Worte Isoldes, bevor sie den berühmtesten Liebestod der Musikgeschichte erleidet. Tristan und Isolde, 1865 in München uraufgeführt, ist Richard Wagners persönlichstes Musikdrama und untrennbar mit seiner Biografie verknüpft: Wagner sah sich selbst der, in der bürgerlichen Gesellschaft unerfüllbaren, Liebesleidenschaft zu Mathilde Wesendonck ausgesetzt, die ihm gleichzeitig Schmerz und höchste Inspiration bereitete. In dieser Frau fand der Komponist eine ebenbürtige Gesprächspartnerin und sie schrieb auch die Verse zu den berühmten Wesendonck-Liedern, die heute als musikalische Studien zu „Tristan und Isolde“ gelten. „Nun schreiten wir so leise als tief in uns selber. […] Es ist unser eigenes tiefsinniges Träumen, dort zu finden, wo die Worte und die Schritte nicht mehr eilen.“ sagte Ernst Bloch über das Magische des Tristan-Vorspiels.

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde - Malmberg, Kerl, Foster, Herbst, Herrenchor © Forster

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde – Malmberg, Kerl, Foster, Herbst, Herrenchor © Forster

Bayreuth kommt nach Gelsenkirchen! Richard Wagners großes Epos über Liebe und Schuld in der Inszenierung von Generalintendant Michael Schulz bringt Bayreuth-Größen wie Catherine Foster, Torsten Kerl und Gerhard Siegel auf die Bühne des Großen Hauses.

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde - Kerl © Forster

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde – Kerl © Forster

Der junge deutsche Tenor TORSTEN KERL gehört zu den weltweit gefragtesten Sängern seines Fachs. Er gastiert an allen wichtigen internationalen Opernhäusern, unter anderem an der Staatsoper Wien, Metropolitan Opera New York, Deutschen Oper Berlin, San Francisco Opera, Royal Opera Covent Garden London, Semperoper Dresden, Scala di Milano, New National Tokyo Opera, Nederlandse Opera Amsterdam, Staatsoper München, Gran Teatro del Liceo Barcelona, Palau de les Arts Valencia, Opera National de Paris (Bastille), Châtelet Paris, Opera du Lyon, Staatsoper Hamburg, Teatro Carlo Felice Genova, Den Norske Opera Oslo, Kungliga Operan Stockholm, Opera de Munt Brüssel, Maggio Musicale Fiorentino. Torsten Kerl begann zunächst als professioneller Solo-Oboist (Orchestermusiker und Instrumental-Solist) und wurde dann schnell Sänger. Er ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe, Förder-Preise und Stipendien. Im Jahr 2000 gewann er einen „Grammy Award“ im Bereich „Beste internationale Opernaufnahme des Jahres“. Torsten Kerl ist häufiger Gast bei internationalen Festivals wie z.B. bei den Bayreuther Festspielen („Holländer“ und „Meistersinger“), den Salzburger Festspielen (Mozart-Requiem, „Liebe der Danae“, „Die tote Stadt“), beim Edinburgh Festival („Lohengrin“), dem Glyndebourne Festival („Fidelio“ und „Tristan“), dem Festival in Orange („Holländer“), dem Aarhus Opernfestival in Dänemark („Die tote Stadt“ und „Tristan“) und dem Festival in Savonlinna in Finnland („Lohengrin“). Ein besonderer Repertoire-Schwerpunkt ist das deutsche Fach, so gehört Torsten Kerl weltweit zu den wenigen Tenören, die regelmäßig alle großen Wagner-Partien interpretieren (Rienzi, Erik, Tannhäuser, Lohengrin, Loge, Siegmund, beide Siegfriede, Tristan, Stolzing, und Parsifal). Außerdem singt Torsten Kerl regelmäßig den Max („Freischütz“), Paul („Tote Stadt“), Florestan („Fidelio“), Pedro („Tiefland“) und Kaiser („Frau ohne Schatten“). Daneben gastiert er aber auch regelmäßig im französischen Fach mit Don José („Carmen“) und Samson („Samson et Dalila“), im russischen Fach mit Grigori („Boris Godunov“) und Hermann („Pique Dame“) und im italienischen Fach mit Otello („Otello“), Turriddu („Cavalleria Rusticana“) und Dick Johnson („Fanciulla del West“).

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde - Kerl, Foster © Forster

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde – Kerl, Foster © Forster

Die britische Sopranistin CATHERINE FOSTER begann ihr Gesangsstudium 1993 bei der renommierten britischen Gesangslehrerin Pamela Cook, die sie bis zu ihrem Tod im Jahr 2013 unterrichtete. Zwischen 1995 und 1999 studierte sie am Birmingham Conservatoire, dem Royal Northern College of Music in Manchester und dem London Opera Studio. Noch während ihres College-Studiums gab sie ihr Debüt als Königin der Nacht an der Opera of Northern Ireland und der Welsh National Opera. Im Jahr 2000 folgte ihr Hausdebüt als Königin der Nacht an der English National Opera. Zwischen 2001 und 2011 war Catherine Foster am Nationaltheater Weimar als jugendlich dramatischer Sopran engagiert und erweiterte dort ihre Bühnenerfahrung mit Rollen wie Mimi, Leonore in Il Trovatore, Elisabeth in Don Carlos, Abigaille, Elektra in Idomeneo, Turandot und Tosca. In Weimar hatte sie auch die Möglichkeit, sich auch in das deutsche Repertoire einzuarbeiten: Auf Elisabeth im Tannhäuser folgten u. a. Senta, Leonore in Beethovens Leonore (Fidelio). So vollzog sich der Wechsel ins dramatische Fach. Bald schon stand sie in Rollen wie Brünnhilde (Walküre, Siegfried und Götterdämmerung), Isolde (Tristan und Isolde) und Strauss‘ Elektra auf der Weimarer Bühne. Daneben gastierte sie in Don Carlos in Kassel und in Nabucco in Bremen. Im Jahr 2006 gelang der internationale Durchbruch mit der Kaiserin in Die Frau ohne Schatten als Rollen- und zugleich Hausdebüt in Dresden. Dorthin kehrte sie 2008 und 2010 zurück, um die Wiederaufnahmen von Der Fliegende Holländer und Fidelio zu singen.

Tristan und Isolde im MiR, Gelsenkirchen: Termine :  04. Mär. 2017 17:00-22.00 Uhr, 12. Mär. 2017 16:00-21:00 Uhr, 19. Mär. 2017 16:00-21:00 Uhr, 26. Mär. 2017 16:00-21:00 Uhr, 08. Apr. 2017 17:00-22:00 Uhr, 07. Mai. 2017 16:00-21:00 Uhr
13. Mai. 2017 17:00-22:00 Uhr, 04. Juni. 2017 16:00-21:00 Uhr

Mitwirkende: Musikalische Leitung: Rasmus Baumann, Inszenierung: Michael Schulz, Bühne: Kathrin-Susann Brose, Kostüm: Renée Listerdal, Chor: Alexander Eberle, Licht: Patrick Fuchs, Dramaturgie: Gabriele Wiesmüller, Tristan: Torsten Kerl / Gerhard Siegel, Isolde: Catherine Foster / Yamina Maamar, Kurvenal: Urban Malmberg, Brangäne: Almuth Herbst, Marke: Phillip Ens / Dong-Won Seo, Melot: Piotr Prochera / Marvin Zobel, Ein Hirte: William Saetre, Ein Steuermann: Jacoub Eisa
Junger Seemann: Ibrahim Yesilay.  PMMiR

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Linz, Landestheater Linz, Premiere: DIE LUSTIGE WITWE, 07.11.2015

Oktober 30, 2015 by  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

 DIE LUSTIGE WITWE von Franz Léhar

Libretto von Viktor Léon und Leo Stein

Grabmal Victor Leon ©   IOCO

Grabmal Victor Leon © IOCO

Paris – die Metropole der Weltausstellungen und des Can-Can, mondän und erotisch. Eine diplomatische Gesandtschaft trifft sich in sorgenvoller Konspiration, denn: Der Staatsbankrott des Vaterlandes scheint unvermeidlich. Baron Mirko Zeta sieht nur noch ein Mittel, wie er den fiktiven Operettenstaat Pontevedro vor dem finanziellen Ruin retten kann: die millionenschwere Witwe Hanna Glawari, die gerade in Paris angekommen ist! Einer seiner Landsleute soll, nein muss die Witwe heiraten. Und schon beginnt die Jagd auf die Millionen des wohl charmant-kokettesten „Rettungs-Schirms“ der Operettengeschichte.

Premiere am Samstag, 7. November 2015, 19.30 Uhr Großer Saal, Musiktheater Volksgarten, Weitere Vorstellungen:, DIENSTAG, 10. NOVEMBER 2015 19:30 – 22:15 UHR, MONTAG, 16. NOVEMBER 2015 19:30 – 22:15 UHR, MONTAG, 23. NOVEMBER 2015 19:30 – 22:15 UHR, DONNERSTAG, 26. NOVEMBER 2015 19:30 – 22:15 UHR
MITTWOCH, 02. DEZEMBER 2015 19:30 – 22:15 UHR, SONNTAG, 06. DEZEMBER 2015 Geschlossene Vorstellung 15:00 – 17:45 UHR, FREITAG, 11. DEZEMBER 2015,19:30 – 22:15 UHR, SONNTAG, 13. DEZEMBER 2015,19:30 – 22:15 UHR, DONNERSTAG, 17. DEZEMBER 2015,19:30 – 22:15 UHR, DONNERSTAG, 31. DEZEMBER 201519:00 – 21:45 UHR, SAMSTAG, 02. JÄNNER 2016,19:30 – 22:15 UHR, SONNTAG, 17. JÄNNER 201617:00 – 19:45 UHR, MITTWOCH, 27. JÄNNER 2016,19:30 – 22:15 UHR
FREITAG, 29. JÄNNER 201619:30 – 22:15 UHR, DIENSTAG, 02. FEBRUAR 201619:30 – 22:15 UHR, FREITAG, 12. FEBRUAR 2016,19:30 – 22:15 UHR, DIENSTAG, 23. FEBRUAR 201619:30 – 22:15 UHR, SAMSTAG, 05. MÄRZ 201617:00 – 19:45 UHR, FREITAG, 22. APRIL 2016,19:30 – 22:15 UHR, DIENSTAG, 26. APRIL 2016 19:30 – 22:15 UHR, MITTWOCH, 11. MAI 2016 19:30 – 22:15 UHR

Zu dieser Produktion gibt es ein theaterpädagogisches Angebot unter der Leitung von Anna-Lena Geerdts., Musikalische Leitung Johannes Wildner, Daniel Spaw
Inszenierung und Bühne Michiel Dijkema, Kostüme Alexandra Pitz
Choreografie Matthew Tusa, Chorleitung Georg LeopoldDramaturgie,  Magdalena Hoisbauer

BESETZUNG:
Michael Wagner, Hans-Günther Müller (Baron Mirko Zeta, pontevedrinischer Gesandter in Paris), Elisabeth Breuer, Martha Hirschmann (Valencienne, seine Frau), Martin Achrainer, Matthäus Schmidlechner (Graf Danilo Danilowitsch, Gesandtschaftssekretär), Judith Kuhn, Gotho Griesmeier (Hanna Glawari), Sven Hjörleifsson, Jacques le Roux (Camille de Rosillon), Csaba Grünfelder, Pedro Velázquez Díaz (Vicomte Cascada), Iurie Ciobanu, Jonathan Whiteley (Raoul de Saint-Brioche), Ulf Bunde, Ville Lignell (Bogdanowitsch, Konsul), Petra Göndöcs, Antoaneta Mineva (Sylviane, seine Frau), Claus Durstewitz, Bonifacio Galván (Kromow, Gesandtschaftsrat), Gabriele Salzbacher, Ulrike Weixelbaumer (Olga, seine Frau), Nikolai Galkin, Andrzej Ulicz (Pritschitsch, Oberst in Pension), Cheryl Lichter, Isabelle Wernicke- Brîncoveanu (Praskowia, seine Frau), Reinhold G. Moritz, Matthäus Schmidlechner (Njegus, Kanzlist bei der Gesandtschaft), Monika Brandstetter (Tanz und Akrobatik)
Chor des Landestheaters Linz
Bruckner Orchester Linz

Pressemeldung Landestheater Linz

Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Premiere: RIGOLETTO von Giuseppe Verdi, 15.03.2015

Februar 2, 2015 by  
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Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

 

Premiere: RIGOLETTO von GIUSEPPE VERDI

Dichtung FRANCESCO MARIA PIAVE nach LE ROI S‘AMUSE von VICTOR HUGO

IN ITALIENISCHER SPRACHE MIT DEUTSCHEN ÜBERTITELN

Premiere 15. MRZ. 2015, 18.00 UHR, Weitere Vorstellungen: 19. MRZ. 2015, 19.30 UHR, 21. MRZ. 2015, 19.30 UHR, 27. MRZ. 2015, 19.30 UHR, 05. APR. 2015, 18.00 UHR
24. MAI. 2015, 18.00 UHR, 30. MAI. 2015, 19.30 UHR, 07. JUN. 2015, 15.00 UHR
14. JUN. 2015, 18.00 UHR, 21. JUN. 2015, 18.00 UHR 26. JUN. 2015, 19.30 UHR

MiR / RIGOLETTO - Aris Argiris © Pedro Malinowski

MiR / RIGOLETTO – Aris Argiris © Pedro Malinowski

Mit grimmigen Pointen befeuert Rigoletto, der Hofnarr des Herzogs von Mantua, die amourösen Eskapaden seines adligen Brotherrn. Gehasst für seine brutalen Scherze und verspottet für seinen missgestalteten Körper, ist er bei Hofe ein Außenseiter. Eine willkommene Sonderstellung, die er durch kalkulierte Grobheiten gezielt zu behaupten versucht, glaubt er doch, dadurch sein privates Glück vor den Übergriffen des Herzogs bewahren zu können: Gilda, seine einzige Tochter und einziger Lebenssinn, hält er zu Hause sorgsam vor den lüsternen Blicken des Hofes verborgen. Doch längst haben Gerüchte die Runde gemacht, Rigoletto verstecke daheim eine junge Geliebte. Eine Gruppe von Höflingen beschließt, sie für den Herzog zu entführen, um sich für die durch den Narren erlittenen Demütigungen zu rächen. Den überraschend heimkehrenden Rigoletto täuschen sie über die wahre Identität ihres Opfers und können den Ahnungslosen sogar dazu überreden, ihnen beim Raub seiner eigenen Tochter zu helfen. Zu spät erkennt Rigoletto die Verschwörung. Im Herzogspalast fordert der verzweifelte Vater die Herausgabe des entehrten Mädchens, doch Gilda selbst widersetzt sich der Rückkehr in die häusliche Gefangenschaft: Zur Lebensunkenntnis erzogen, glaubt sie an die wahre Liebe jenes Mannes, der ihr seit langem schon unter falschem Namen den Hof macht. In einem zwielichtigen Wirtshaus enthüllt Rigoletto seiner Tochter den wahren Charakter ihres untreuen Geliebten und weist sie an, in Männerkleidung die Stadt zu verlassen. Einen Mörder beauftragt er mit der Tötung des Herzogs. Doch der Leichnam, der ihm übergeben wird, ist nicht der des Adligen …

Giuseppe Verdis erschütterndes Operndrama Rigoletto gehört auch 163 Jahre nach seiner Uraufführung zum Standardrepertoire des modernen Musiktheaters. Das Psychogramm eines Ausgestoßenen, der sich in der Öffentlichkeit „zum Narren machen“ lässt, um im Privaten sein Glück zu behaupten, wirkt gleichermaßen als Lehrstück antiker Tragödienhandlung wie auch als höchst aktuelle Parabel über die gefährlichen Mechanismen medialer Selbstinszenierung. Mit sicherem dramatischen Instinkt wählte der Theaterpraktiker Verdi die Erzählung Le Roi s’amuse von Victor Hugo zur Grundlage seines neuen Auftragswerkes, die sein bewährter Librettist Francesco Maria Piave fast wortgetreu zu einem Operntext verdichtete. Das Stück bildet den Auftakt der so genannten „Trilogia popolare“, einer Musiktheatertrilogie über soziale Grenzgänger, zu der neben Rigoletto auch seine zwei Jahre später uraufgeführten Welterfolge Il Trovatore und La Traviata zählen. Michael Schulz erzählt Verdis berührendes Außenseiter-Drama für die Große Bühne des MiR.

MUSIKALISCHE LEITUNG: RASMUS BAUMANN
NACHDIRIGAT: THOMAS RIMES, VALTTERI RAUHALAMMI
INSZENIERUNG: MICHAEL SCHULZ, BÜHNE: KATHRIN-SUSANN BROSE
KOSTÜME: RENÉE LISTERDAL, CHOR: CHRISTIAN JEUB
DRAMATURGIE: ANNA GRUNDMEIER

Besetzung:
HERZOG: HONGJAE LIM, RIGOLETTO: ARIS ARGIRIS
GILDA: ALFIA KAMALOVA, MONTERONE: TOMAS MÖWES
GRAF VON CEPRANO: JACOUB EISA
GRÄFIN VON CEPRANO, GIOVANNA, MADDALENA: ALMUTH HERBST | NORIKO OGAWA-YATAKE
MARULLO: CHRISTIAN HENNEBERG, BORSA: PHILIPP WERNER
SPARAFUCILE: DONG-WON SEO
GERICHTSDIENER: CHARLES E. J. MOULTON
PAGE: NORIKO OGAWA-YATAKE, ALMUTH HERBST

Premiere am 15. MRZ. 2015, 18.00 UHR, Weitere Vorstellungen: 19. MRZ. 2015, 19.30 UHR, 21. MRZ. 2015, 19.30 UHR, 27. MRZ. 2015, 19.30 UHR, 05. APR. 2015, 18.00 UHR
24. MAI. 2015, 18.00 UHR, 30. MAI. 2015, 19.30 UHR, 07. JUN. 2015, 15.00 UHR
14. JUN. 2015, 18.00 UHR, 21. JUN. 2015, 18.00 UHR 26. JUN. 2015, 19.30 UHR

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