Schwerin, Mecklenburgisches Staatstheater, Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck, 08.12.2017

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Mecklenburgisches Staatstheater

Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin © Silke Winkler

Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin © Silke Wink

   Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck

Premiere am Freitag, den 8. Dezember 2017 um 19.30 Uhr, Weitere Vorstellungen: 10., 17. und 26.12. jeweils 18 Uhr, 15.12. um 19.30 Uhr, 22.12. um 11 Uhr, 23.12.17 um 16 Uhr sowie 6.1.18 um 19.30 Uhr  

Die in ärmlichen Verhältnissen lebenden Geschwister Hänsel und Gretel haben ihre Mutter verärgert. Zur Strafe müssen sie im Wald nach Beeren suchen. In der Dämmerung verlaufen sich die Beiden und müssen die Nacht im Freien verbringen. Am nächsten Morgen bemerken sie ein Häuschen aus Lebkuchen, und die hungrigen Geschwister beginnen zu naschen. Da erscheint die böse Knusperhexe, die die Kinder einfängt, mit der Absicht, sie später zu verspeisen. Doch sie hat sich zu früh gefreut, denn Gretel hat der Hexe die Zaubersprüche abgelauscht und kann sie überlisten …

Seit der Uraufführung am 23. Dezember 1893 am Weimarer Hoftheater zählt Engelbert
Humperdincks Hänsel und Gretel zu den beliebtesten Opern des Repertoires. Nach ersten von Humperdincks Schwester Adelheid Wette angeregten Kompositionen für eine Theateraufführung im Familienkreis entstand eine durchkomponierte romantische Oper in der Nachfolge der Musikdramen Richard Wagners. Seine Popularität verdankt das Werk der seelenvollen Musik, die malerische, unbekümmert heitere oder dämonische Züge annehmen kann, vor allem aber den volksliedhaften Kinderliedern wie „Suse, liebe Suse“, „Brüderchen, komm tanz’ mit mir“ und „Ein Männlein steht im Walde“.

Operndirektor Toni Burkhardt inszeniert Hänsel und Gretel in einer märchenhaften
Ausstattung für alle, die sich von der Poesie des Opernklassikers verzaubern lassen möchten – Kinder und die, die noch einmal Kind sein wollen.

Musikalische Leitung: Martin Schelhaas, Inszenierung: Toni Burkhardt
Ausstattung: Bernhard Niechotz

Mit: Yoontaek Rhim, Itziar Lesaka, Ks. Petra Nadvornik, Sophia MaenoKatrin Hübner,
Christian Hees, Iuliia Tarasova, Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin, Kinderchor der Schweriner Singakademie, Chorkinder des Goethe-Gymnasiums Schwerin

Hänsel und Gretel: Premiere 8.12.2017; weitere Vorstellungen: 10., 17. und 26.12. jeweils 18 Uhr, 15.12. um 19.30 Uhr, 22.12. um 11 Uhr, 23.12.17 um 16 Uhr sowie 6.1.18 um 19.30 Uhr;  PMMStSch

 

Schwerin, Mecklenburgisches Staatstheater, Ballettpremiere Who Shot The Sheriff?

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Mecklenburgisches Staatstheater

Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin © Silke Winkler

Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin © Silke Wink

 Who Shot The Sheriff?

Erste Ballettpremiere der Saison 2017/18

Ausverkaufte Uraufführung am 27. Oktober im Schweriner E-Werk  des Mecklenburgischen Staatstheaters

Ein Western-Ballett präsentiert das Ballettensemble des Mecklenburgischen Staatstheaters als erste Premiere der Spielzeit am 27. Oktober 2017. Who Shot The Sheriff? lautet der Titel der Uraufführung des italienischen Choreographen Francesco Nappa, der bereits zum zweiten Mal mit den Schweriner Tänzerinnen und Tänzern ein Stück auf die E-Werk-Bühne bringt. Die Premiere ist bereits ausverkauft, Karten gibt es wieder für die zweite Vorstellung am 4. November um 19.30 Uhr sowie für die folgenden im November und Dezember.

Mecklenburgisches Staatstheater - Who shot the Sheriff? - Dan Datcu , Eliza Kalcheva © Silke Winkler

Mecklenburgisches Staatstheater – Who shot the Sheriff? – Dan Datcu , Eliza Kalcheva © Silke Winkler

Inspiriert von legendären Westernfilmen und großartigen Soundtracks und mit einer guten Portion Humor versetzt der italienische Choreograph Francesco Nappa mit „Who Shot The Sheriff?“ das Ballett des Mecklenburgischen Staatstheaters in die staubige, whiskey- und bleihaltige Atmosphäre des „Wilden Westens“. Wer hat nicht als Kind „Cowboy und Indianer“ gespielt, fasziniert von den einsamen Helden in den endlosen Weiten der Prärie? Mit dem Western verbindet sich der nostalgische Traum von Freiheit, Abenteuer, Pioniergeist und der ungeschminkten Auseinandersetzung von Gut und Böse. Natürlich ist der Western ein Klischee und hat wenig mit der historischen Realität der großen Migrationsbewegungen in Nordamerika zu tun, doch kein anderes
Genre der Literatur- und Filmgeschichte hat derart das Bild vom „Mythos Amerika“ geprägt.

Weitere Vorstellungen: 4. und 22. November und 8., 21. und 30. Dezember
2017 jeweils 19.30 Uhr sowie am 17. Dezember um 18 Uhr im E-Werk des
Mecklenburgischen Staatstheaters

Pressemeldung Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin

Schwerin Schlossfestspiele, SCHLOSSFESTSPIELE SCHWERIN – West Side Story, 30.06.2017

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Mecklenburgisches Staatstheater

Schwerin / Schlosssfestspiele - Schwerin © Silke Winkler

Schwerin / Schlosssfestspiele – Schwerin © Silke Winkler

SCHLOSSFESTSPIELE SCHWERIN 2017 des Mecklenburgischen Staatstheaters

„West Side Story“
Musical nach einer Idee von Jerome Robbins

Buch von Arthur Laurens, Musik von Leonard Bernstein und Gesangstexte von Stephen Sondheim

am Freitag, den 30. Juni 2017 um 20 Uhr  auf dem Alten Garten, 19055 Schwerin  vor dem Mecklenburgischen Staatstheater

Musikalische Leitung: Daniel Huppert
Inszenierung und Choreographie: Simon Eichenberger,
Bühnenbild: Stephan Prattes, Kostüme: Conny Lüders

Mit: Nikolas, Heiber, Jörn-Felix Alt, Matthias Koziorowski, Eiko Keller, Arvid Johannson, Claudio Gottschalk-Schmitt, Javan Hoen, Steven Novak, Ludwig Mond, Alyosa Forlini, Dan Dactu, Maxim Perju, Franziska Trunte, Melanie Böhm, Paulina Plucinski, Marie-Therese Anselm, Melanie Böhm, Magdalena Pawelec, Tracy Guenachi, Olga Morozov, Fem Rosa Rudoff, Joey Ferre, Michael Fernandez, Tommie Luyben, Tommaso Bucciero, Ennio Zappalá, Giuseppe Salomone, David Reichert, Jan Förster, Lukas Schwedeck , Moritz Weber-Jänichen, Mercedesz Csampai, Katrin Hübner, Sdonie Smith, Laura Friedrich Tejero, Rebecca Stahlhut, Eliza Kalcheva, Irene López Ros, Elena Lucas, Maria Pawelec, Matthias Unruh, Rüdiger Daas, Özgür Platte, es spielt die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin

Mecklenburgisches Staatstheater / Schlossfestspiele Schwerin - West Side Story - Mercedesz Csampai, Jörn Felix Alt © Silke Winkler

Mecklenburgisches Staatstheater / Schlossfestspiele Schwerin – West Side Story – Mercedesz Csampai, Jörn Felix Alt © Silke Winkler

Wer kennt nicht die mitreißenden und zu Herzen gehenden Songs wie „Maria“, „Tonight“, „I Feel Pretty“ oder „Somewhere“… Dem legendären Dirigenten und Komponisten Leonard Bernstein und seinem Autorenteam glückte vor 60 Jahren mit der „West Side Story“ der geniale Coup, Shakespeares „Romeo und Julia“ in die Neuzeit zu übertragen und die Lovestory mit einer faszinierenden Musik neu zu erzählen. Mit der Verschmelzung von Jazz, Swingmusik, lateinamerikanischen Tanzrhythmen und Elementen der italienischen Oper schuf er einen „amerikanischen Sound“ und legte die Grundlage für ein neues Musiktheater-Genre.

Die rivalisierenden Jugendbanden der amerikanischen Jets und der puertoricanischen Sharks liefern sich einen erbitterten Kampf um die Vorherrschaft auf den Straßen. Im Zuge eines gewalttätigen Schlagabtauschs kommt es zu einer unvorhergesehenen Begegnung mit tragischen Folgen: Tony von den Jets und die Puertoricanerin Maria verlieben sich ineinander und geraten zwischen die Fronten. Der Konflikt eskaliert, als Tony bei einer Auseinandersetzung der beiden Gruppen Marias Bruder Bernardo im Zweikampf tötet. Die Katastrophe für die beiden Liebenden ist nicht mehr abzuwenden…

Fasziniert von der einzigartigen Atmosphäre auf dem Alten Garten in Schwerin, im Mittelpunkt des Residenzensembles, wird der international gefragte Choreograph Simon Eichenberger das Musical aller Musicals mit dem Musiktheaterensemble und Ballett des Mecklenburgischen Staatstheaters, internationalen Gästen sowie der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin temporeich in Szene setzen. Eichenberger, der zwischen den renommiertesten deutsch-sprachigen Musical-Bühnen als vielbeschäftigter Choreograph pendelt, erhielt 2015 für die Stage Entertainment- Produktion DAS WUNDER VON BERN in Hamburg den „Deutschen Musical Theater Preis“ in der Kategorie „Beste Choreographie“.

Weitere Vorstellungen: am 1. und 2.7., 6. bis 9.7., 13. bis 15.7., 19. bis 23.7., 27. bis 30.7. und vom 3. bis 5.8.2017 um jeweils 20 Uhr sowie am 16.7. und 6.8. um 18 Uhr auf dem Alten Garten

Pressemeldung Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin

Schwerin, Mecklenburgisches Staatstheater, Margarethe von Charles Gounod, IOCO Kritik, 17.05.2017

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Mecklenburgisches Staatstheater

Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin © Silke Winkler

Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin © Silke Winkler

Margarethe von Charles Gounod

„Mit  göttlichem  Mephisto“

Margarethe von Charles Gounod; weitere Vorstellungen: 21.5.2017, 7.6.2017, 3.11.2017, 22.11.2017, 14.12.2017, 4.01.2018, 17.1.2018, 2.3.2018

Von Thomas Kunzmann

Charles Gounods 1859 komponierte Erfolgsoper basiert auf Goethes Faust, reduziert jedoch die Geschichte auf die Beziehung zu Margarethe und trägt deshalb hierzulande oftmals ihren Namen.

Mecklenburgisches Staatstheater / Margarethe mit v.l.n.r.: Florian Kontschak, Lázaro Calderón, Itziar Lesaka, Katrin Hübner © Silke Winkler

Mecklenburgisches Staatstheater / Margarethe mit v.l.n.r.: Florian Kontschak, Lázaro Calderón, Itziar Lesaka, Katrin Hübner © Silke Winkler

Der alternde Gelehrte wünscht sich die Jugend zurück, um Lust am Weibe noch einmal neu entdecken und ausleben zu können. Hierfür beschwört er Mephisto herbei, der tatsächlich erscheint und ihm für seine Seele im Jenseits diesseits zudiensten ist. Mit seiner Hilfe verführt Faust die tugendhafte Margarethe. Als sie von ihm ein Kind erwartet, tötet Faust im Duell ihren Bruder, der für ihre Ehre eintritt. Margarethe, von Faust alleingelassen, tötet ihr Kind. Faust zwingt Mephisto, sie im Gefängnis zu besuchen. Dort weigert sich Margarethe jedoch, ihnen in die Freiheit zu folgen und sich damit ihrer Strafe zu entziehen. Als sie stirbt, hält Mephisto sie für verloren, der Chor jedoch nennt sie gerettet.

Mecklenburgisches Staatstheater / Margarethe mit Lázaro Calderón als Faust © Silke Winkler

Mecklenburgisches Staatstheater / Margarethe mit Lázaro Calderón als Faust © Silke Winkler

Dieser Faust beginnt in einem Gedankengefängnis, dessen Zentrum eine Pyramide seiner Schriften dominiert. Doch alle Bücher können ihn nicht das letzte Geheimnis, das der Jugend offenbaren und so greift er zum letzten Mittel und ruft Mephisto herbei. Begeistert ist der nicht! Was könnte er nicht alles schaffen oder zerstören, wenn er sich nicht mit diesen Gutmenschen plagen müsste? Genervt schaut er auf seine Uhr, aber das hier scheint aufwändiger zu werden und er muss Einiges aufbieten, um zum Erfolg zu gelangen. Dass der eigene Spaß dabei nicht zu kurz kommt, zeigt seine Begegnung mit den Soldaten, die er ordentlich foppt. Was Faust allerdings an Margarethe findet, wird ihm fremd bleiben. Voller Unverständnis wirft er ihr Nachtgewand auf’s Bett zurück, an dem er gerade noch roch, als könnte er darin das Geheimnis entdecken, was Menschen daran wohl finden. Da ist das „Betthupferl“ für ihn deutlich erquicklicher. Und dann muss er sich zu allem Unglück auch noch mit der ranzigen Nachbarin mit ihrem grauenhaften Likör einlassen. Faust hingegen liebt Margarethe ernsthaft, lässt sich zwar immer wieder von Mephisto treiben, von einem einmaligen amourösen Abenteuer jedoch keine Spur, was es seinem Konkurrenten Siébel nur noch schwerer macht.

Ganz in weiß kommt diese Inszenierung daher: Mephisto als der Verführer ebenso wie die  Bühne, Requisiten, Chor: alles ist jungfräulich rein, aber auch eine Leinwand für gute oder böse Mächte und die eigene Fantasie. Selbst die Walpurgisnacht findet in Margarethes weißer Kammer statt. Voller Stolz projiziert Mephisto in die leeren Bilderrahmen, Fenster und auf Wände seine Werke quer durch die Jahrhunderte, während ein Sarg mit Fausts Büchern brennt: Was wird vom Gelehrten bleiben? Sein Fehltritt geht in die Geschichte ein, seine Leistungen jedoch gehen in Rauch auf, werden verblassen. Und Margarethe? Was hat sie eigentlich falsch gemacht? Leicht ist ihr die Entscheidung sicher nicht gefallen und dieser Faust ist doch wirklich galant aufgetreten? Dennoch trägt sie die Konsequenzen ihres Handelns. Ob ihr Tod auch ihre Erlösung sein wird?

 Schwerin / Mecklenburgisches Staatstheater_ Margarethe mit Florian Kontschak als Mephisto © Silke Winkler

Schwerin / Mecklenburgisches Staatstheater_ Margarethe mit Florian Kontschak als Mephisto © Silke Winkler

Gregor Rot dirigiert das Orchester sängerfreundlich mit angenehmer Dynamik durch die mehr als drei Stunden mit Pause. Der Chor besticht erneut durch seine homogene Leistung und stimmungserzeugende Bühnenpräsenz. Katrin Hübner ist ein zart-zärtlicher Siébel, der für Margarethe zwar weder über die finanziellen Mittel noch Eloquenz, in jedem Fall aber über eine im Ohr bleibende Stimme verfügt. Lázaro Calderón als Faust schmeichelt sich sowohl darstellerisch (besonders im ersten Akt) als auch mit seinem Belcanto-Schmelz nicht nur in Tijana Grujic’ Margarethe, die ihrerseits mal kokett, doch meist warmherzig mit ihrem wunderbaren Sopran kontert. Großartig kräftig emotional und mit bestechender Klangfülle kommt Yoontaek Rhim als ihr Bruder Valentin daher. Florian Kontschak jedoch macht klar, dass diese Oper weder Faust noch Margarethe heißen sollte – dieser Mephisto ist einfach göttlich!

Margarethe von Charles Gounod; weitere Vorstellungen: 21.5.2017, 7.6.2017, 3.11.2017, 22.11.2017, 14.12.2017, 4.01.2018, 17.1.2018, 2.3.2018

 

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