Görlitz, Gerhart Hauptmann Theater, Ewa Strusinska neue Generalmusikdirektorin, IOCO Aktuell, 20.12.2017

Dezember 21, 2017 by  
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Gerhart Hauptmann Theater

Goerlitz / Theater Goerlitz © Peter Hennig

Goerlitz / Theater Goerlitz © Peter Hennig

Neue Lausitzer Philharmonie mit Ewa Strusinska 

Die Neue Lausitzer Philharmonie spielt künftig unter weiblicher Leitung. Ewa Strusinska (*1976) folgt als Generalmusikdirektorin am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau auf Andrea Sanguineti, der das Haus zum Ende der Spielzeit 2017/18 verlässt.

Mit Beginn der kommenden Spielzeit übernimmt Ewa Strusinska als Generalmusikdirektorin die Leitung der Neuen Lausitzer Philharmonie. Vor wenigen Minuten unterzeichnete die polnische Dirigentin ihren Vertrag für vier Spielzeiten in Görlitz. Damit endet ein langwieriges Auswahlverfahren, bei dem sich Frau Strusinska gegen eine Vielzahl von Bewerbern durchsetzte.

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau / Ewa Strusinska © PR

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau / Ewa Strusinska © PR

Strusinska selbst zeigte sich sichtlich erfreut über die Entscheidung: »Die Nachricht hat mich bewegt und beglückt, und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der Neuen Lausitzer Philharmonie und mit allen Künstlern des Gerhart-Hauptmann-Theaters. Genauso freue ich mich auf unsere Begegnungen mit dem Publikum in einer der schönsten Städte und schönsten Regionen Deutschlands – mitten in Europa. >Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an< (E.T.A.Hoffmann).«

Eifrigen Musiktheater- und Konzertbesuchern dürfte die 41-jährige bereits bestens bekannt sein: In der vergangenen Spielzeit stand sie in der letzten Vorstellung von Puccinis Manon Lescaut am Pult der Neuen Lausitzer Philharmonie und präsentierte sich im 1. Philharmonischen Konzert der aktuellen Spielzeit unter dem Titel »Beethoven-Zyklus III« einem breiten Publikum im gesamten Kulturraum.

Dieses überzeugte sie genauso, wie ihre neuen Görlitzer Kollegen in Intendanz, Orchester, Chor und Ensemble, die die Entscheidung für die künftige GMD gemeinsam auf eine breite Basis der Befürwortung stellten.

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau / Orchester - Lausitzer Philharmonie © Marlies Kross

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau / Orchester – Lausitzer Philharmonie © Marlies Kross

Nach ihrem Abschluss an der Fryderyk Chopin University of Music in Warschau machte Ewa Strusinska als Preisträgerin beim renommierten Bamberger Symphoniker Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerbs 2007 auf sich aufmerksam. Von 2008 bis 2010 war sie als erste weibliche Dirigentin als Assistentin des GMD eines englischen Orchesters tätig. Beim Hallé Orchestra in Manchester arbeitete sie eng mit Sir Mark Elder zusammen und übernahm die musikalische Leitung des dortigen Jugendorchesters. Anschließend wechselte sie als Assistentin bzw. Gastdirigentin an die Nationaloper Warschau, wo sie sowohl das bekannte polnische als auch internationale Opernrepertoire dirigierte.

Zwischen 2013 und 2016 prägte sie als Generalmusikdirektorin der Stettiner Philharmonie das Musikleben der Stadt nachhaltig und wurde binnen kürzester Zeit zur treibenden Kraft der künstlerischen Verwandlung des Orchesters. Unter ihrer Leitung entwickelte das Orchester einen bislang unbekannten Glanz, der sich in Stettins akustisch brillanter neuer Philharmonie bestens entfalten konnte. Nach dieser Aufbauleistung ist Strusinska derzeit freischaffend tätig.

Musikalisch fokussiert ihr Interesse klar auf die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, aber auch in der klassischen und romantischen Musik fühlt sie sich zu Hause, genau wie in den großen, chorsinfonischen Werken, Programm mit lateinamerikanischer Musik und Crossover-Projekten. Einen weiteren Schwerpunkt ihres Engagements stellt die musikalische Nachwuchsförderung dar.

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Hannover, Staatsoper Hannover, Wiederaufnahme Manon Lescaut, 18.10.2017

Oktober 18, 2017 by  
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Staatsoper Hannover 

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Wiederaufnahme „Manon Lescaut“

Mittwoch, 18. Oktober 2017, 19.30 Uhr, Opernhaus

Puccinis erster großer Welterfolg, die Oper „Manon Lescaut“, steht ab Mittwoch, 18.10.2017, 19.30 Uhr, wieder auf dem Programm der Staatsoper Hannover. Die Titelrolle, die zwischen Liebe und Luxus hin und hergerissene Manon Lescaut, wird wieder von der armenischen Sopranistin Karine Babajanyan interpretiert. Die international gefragte Sopranistin ist seit vergangener Spielzeit festes Ensemblemitglied der Staatsoper Hannover.

Staatsoper Hannover / Manon Lescaut © Jörg Landsberg

Staatsoper Hannover / Manon Lescaut © Jörg Landsberg

Als Manons Liebespartner Renato Des Grieux ist erstmals der junge portugiesische Tenor Paulo Ferreira zu hören, der in der vergangenen Saison bereits als Cavaradossi in Puccinis „Tosca“ zu erleben war und in den großen italienischen Tenorpartien am Tiroler Landestheater Innsbruck, der Oper Malmö und der Hamburgischen Staatsoper zu hören war.

Die dritte Hauptrolle, Manons Bruder Lescaut, singt und spielt Ensemblemitglied Brian Davis.

Die musikalische Leitung der insgesamt acht Vorstellungen haben der neue 1. Kapellmeister Valtteri Rauhalammi und Generalmusikdirektor Ivan Repuši? inne.

Karten (20 bis Euro 58) an den Theaterkassen in Opern- und Schauspielhaus, telefonisch unter 0511/9999-1111, unter oper-hannover.de sowie an den bekannten Vorverkaufsstellen.

Termine: 18., 21., 29.10., 4., 10., 24.11.2017, 9., 12.1.2018, jeweils 19.30 Uhr.

Pressemeldung Staatsoper Hanover

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Hannover, Staatsoper Hannover, Wilhelm Tell, Figaro und viel mehr: Spielplan Oktober 2017

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Staatsoper Hannover 

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Die Staatsoper Hannover

 Spielplan Oktober 2017

Rossinis letzte Oper Wilhelm Tell steht als konzertante Premiere am Reformationstag auf dem Spielplan; Alessandro De Marchi, Spezialist für die Musik des ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhunderts, dirigiert das Ensemble der Staatsoper Hannover (31.10.). Vier weitere Aufführungen folgen im weiteren Verlauf der Spielzeit. – Eine weitere Premiere findet am 20.10. im Ballhof statt, wenn die Zuschauer Cherubino in den Club Figaro, begleiten, eine Produktion der Jungen Oper frei nach Mozarts Die Hochzeit des Figaro in der Regie von Friederike Karig. – Wer die tragische Geschichte um Violetta Valéry in der Kultinszenierung Benedikt von Peters erleben möchte, sollte den Oktober nutzen: Am 7. und 11.10. finden die beiden letzten Aufführungen dieser Spielzeit von La traviata statt. – Beeilen sollte man sich auch, um Der junge Lord noch einmal zu erleben, bereits am 19.10. ist die letzte Vorstellung der Henze-Oper. – Ein Wiedersehen gibt es dafür mit Puccinis Manon Lescaut: Am 18.10. kehrt die armenische Starsopranistin Karine Babajanyan in der Titelrolle auf die Bühne der Staatsoper zurück. – Wieder im Ballhof 2 zu sehen ist ab 27.10. das ebenso unterhaltsame wie lehrreiche Märchen vom Märchen im Märchen. – Am 8. und 9.10. musiziert Generalmusikdirektor Ivan Repušic beim 2. Sinfoniekonzert mit dem Niedersächsischen Staatsorchester Hannover Beethovens Sinfonie Nr. 5 sowie Werke von Richard Strauss, darunter die Vier letzten Lieder mit Kelly God als Solistin – Eine neue Heimat haben die Kammerkonzerte gefunden: Ab sofort finden sie im Landesmuseum (Willy-Brandt-Allee 5) statt. Beim 1. Kammerkonzert »Oboe plus Streicher« kommen Werke von Françaix, Britten, Fauré und Bax zur Aufführung (15.10.). – Der ehemalige Solo-Cellist des Staatsorchesters, Rainer Pehrisch, spielt zusammen mit der Pianistin Tatiana Bergh im Kammerkonzert Extra: Cellosonaten Werke von Mjaskowski, Beethoven und Schostakowitsch (24.10.).

 


>> PREMIERE OPER

WILHELM TELL (KONZERTANT)  von Gioacchino Rossini
Libretto von Étienne de Jouy und Hippolyte Bis, nach Friedrich Schiller
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln,  Premiere Di, 31.10.17, 18:30 Uhr

Das Grabmal von Gioacchino Rossini in Paris © IOCO

Das Grabmal von Gioacchino Rossini in Paris © IOCO

Wenn er Rossinis Oper Guillaume Tell höre, so fühle er sich glücklich und vollauf zufrieden, vergesse alle Sorgen; in dieser Art äußerte sich Georges Bizet über das Werk seines Komponistenkollegen Gioacchino Rossini, der seine 1829 uraufgeführte Oper dem Schweizer Nationalhelden widmete.

Im Stile einer Grand opéra präsentiert Rossini den Befreiungsschlag gegen die habsburgischen Besatzer sowie die Gründung der Schweizer Eidgenossenschaft und verknüpft die Tell-Legende in der Nebenhandlung mit Arnolds unglücklicher Liebe zu Mathilde. Sowohl Tells tragischer Konflikt als auch Arnolds Zwiespalt erfahren eine positive Wendung. Das berühmte Geschehen rund um Rütlischwur und Apfelschuss entfaltet Rossini in einem musikalisch eindrucksvollen Naturidyll, das gleichzeitig als identitätsstiftender Lokalkolorit fungiert. Meisterhaft fasst Rossini die Befreiung der Unterdrückten in Töne und lässt in seiner Partitur sowohl Bevölkerung als auch Natur aufatmen.

Für die konzertante Aufführungsserie konnte Alessandro De Marchi gewonnen werden – renommierter Spezialist für die Musik des 18. und frühen 19. Jahrhunderts.

MUSIKALISCHE LEITUNG Alessandro De Marchi CHOR Lorenzo Da Rio

WILHELM TELL Stefan Adam, ARNOLD Sung-Keung Park, WALTER Tobias Schabel, MELCTHAL Michael Dries JEMMY Ania Vegry GESSLER Shavleg Armasi RODOLPHE Edward Mout RUODI Pawel Brozek LEUTHOLD Daniel Eggert MATHILDE Dorothea Maria Marx HEDWIG Monika Walerowicz,  Chor und Extrachor der Staatsoper Hannover, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover


>> PREMIERE JUNGE OPER


CLUB FIGAROJugendproduktion frei nach Wolfgang Amadeus Mozarts Die Hochzeit des Figaro,  Mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, Ludger Nowak u.a.
Premiere Fr, 20.10.17, 19:30 UHR

Mozart Denkmal in Wien © IOCO

Mozart Denkmal in Wien © IOCO

Mittendrin ist man im Club Figaro – frei von der Aufsicht durch Eltern, Lehrer und sonstige Aufpasser. Sein, wer man ist, sich treffen, mit wem man will, Freundschaften pflegen und neue Kontakte knüpfen – all das kann man hier. Mittendrin ist auch Cherubino: und zwar mitten auf der Suche nach Antworten auf die Fragen, wohin man gehört, wohin die Zukunft führen wird. Wie weit geht man, um dazu zu gehören – und was steckt eigentlich hinter der Fassade von »Peace, Love and Happiness«, hinter der sich so viele verstecken? Im Nachtleben blühen Träume auf und kommen Sehnsüchte hoch, doch wird auch unsicher über sich selbst und die Zukunft gegrübelt – auf und um den Dancefloor herum wachsen sich Sorgen und Konflikte zu kleinen und großen Dramen aus. Das Motto »dance like nobody’s watching« zu erfüllen, wird immer schwerer, wenn jeder Move einen auch einen Schritt näher ans Erwachsensein bringt.

Diesen verrückten Tanz in die Nacht und ins Leben wagt das Ensemble der Jungen Oper gemeinsam mit jugendlichen Darstellern, Musikern und Tänzern aus Hannover und Umgebung. Den Soundtrack dazu liefern originale und bearbeitete Klänge aus Mozarts Oper Die Hochzeit des Figaro: Mozart trifft Band trifft Club-Musik; eine Synthese, die ebenso verrückt sein kann, wie der legendäre Komponist selbst.

MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Klein MUSIKALISCHE BEARBEITUNGEN, ORIGINALKOMPOSITIONEN UND BANDEINSTUDIERUNG Ludger Nowak INSZENIERUNG Friederike Karig BÜHNE Anja-Katharina Lütgens KOSTÜME Dennis Ennen LICHT Uwe Wegner DRAMATURGIE Christopher Baumann MUSIKTHEATERPÄDAGOGIK Maike Fölling

MIT Ula Drescher, Marlene Gaßner, Ylva Stenberg; Gihoon Kim, Hyun-Joong Kim, Yannick Spanier sowie jugendlichen Darstellern und Musikern aus Hannover,  Niedersächsisches Staatsorchester Hannover


>> REPERTOIRE JUNGE OPER, OPER UND BALLETT


DER FLIEGENDE HOLLÄNDER von Richard Wagner

Der Holländer hat sich einst in die Stürme geworfen und das Schicksal, die Natur und Gott herausgefordert. Der Lohn für seine Hybris ist ein Fluch, der es ihm nur noch alle sieben Jahre gestattet, an Land zu gehen. Nur eine Frau, die einen Schwur auf ewige Treue einlösen kann, vermag ihn davon zu befreien. Könnte Senta die Erlösung des Holländers sein? Obsessiv träumt sich Senta einen Mann wie den Holländer herbei – einen Mann, wie es der Jäger Erik niemals sein kann. Und tatsächlich: als sich der Holländer und Senta begegnen, tritt zum ersten Mal Stille in die Herzen der beiden Suchenden. Doch ist es der stille Einklang zweier Herzen, die ihre Bestimmung gefunden haben – oder die dräuende Stille im Auge des Sturms, dem Unheil folgen wird? »Mensch gegen Natur, Bernd Mottl stellt das große Ganze in den Mittelpunkt.« Neue Presse

VORSTELLUNGEN AM 10.10. UND 20.10.17


HENRY VIII

Als König Heinrich der Achte von England mit 55 Jahren stirbt, ist er ein kranker, fettleibiger Despot. Der ehemals glänzende Hoffnungsträger entwickelt sich zum Schrecken seines Volkes: Zehntausende werden durch ihn zum Tode verurteilt – darunter zwei seiner sechs Ehefrauen. Seinem lang ersehnten Thronerben Edward hinterlässt Henry ein ausgeblutetes Land und leere Staatskassen. Jörg Mannes rückt die imposante Gestalt dieser historischen Figur ins Zentrum seines Balletts. Mark Polscher hat für Henry VIII eigens einen Klangraum für Orchester und Elektronische Musik geschaffen. Die Komposition erklingt gemeinsam mit Werken von Edward Elgar und Johann Sebastian Bach. »Wunderbar verdeutlicht Mannes in seiner Choreographie die Beziehungen Henrys zu seinen Frauen.« HAZ

VORSTELLUNGEN AM 06.10. UND 15.10.17


DER JUNGE LORD

Der im kleinen Hülsdorf-Gotha mit großer Neugier erwartete englische Sir Edgar zieht in die Stadt, eckt mit seiner distanzierten Art jedoch bei den braven Hülsdorf-Gothaern an. Eine Versöhnung scheint zu gelingen, als Sir Edgar ein Fest zur Vorstellung seines Neffen, des jungen Lord Barrat, ankündigt: Der junge Lord macht großen Eindruck – allen voran auf die junge Luise, die bisher dem Studenten Wilhelm zugetan war. Wird dieser sie in der allgemeinen Begeisterung für Barrat noch umstimmen können? Und führt Sir Edgar sonst noch etwas im Schilde? – Hans Werner Henze schuf mit dem Jungen Lord auf ein Libretto von Ingeborg Bachmann 1964 eine der erfolgreichsten komischen Opern des 20. Jahrhunderts.

VORSTELLUNGEN AM 04.10. UND ZUM LETZTEN MAL AM 19.10.17


DER LIEBESTRANK

Nemorino verzehrt sich nach Adina, die ihn jedoch nicht ernst nimmt. Wie gut, dass Dulcamara einen Liebestrank für derartige hoffnungslose Fälle im Sortiment hat. Der feste Glaube an die baldige Wirkung des Tranks steigert Nemorinos Selbstbewusstsein, was wiederum Adina ärgert. Aus Trotz entschließt sie sich zur Hochzeit mit dem Soldaten Belcore. Um eine weitere Flasche des wundertätigen Elixiers kaufen zu können, lässt sich Nemorino von Belcore als Soldat anwerben. Erst als Adina hiervon erfährt, erkennt sie die Aufrichtigkeit von Nemorinos Gefühlen. »So macht Belcanto Spaß!« Neue Presse

VORSTELLUNGEN AM 13.10. UND 22.10.17


MANON LESCAUT

Im Mittelpunkt von Puccinis erstem Welterfolg steht die fatale Liebesbeziehung zwischen dem Adeligen Des Grieux und der jungen Manon Lescaut. Der Zwiespalt zwischen der Sehnsucht nach Liebe und den Vorzügen eines Lebens im Luxus wird Manon zum Verhängnis. Ihr Weg treibt sie gemeinsam mit ihrem Geliebten in die Verelendung und in einen einsamen Tod. Mit Manon Lescaut nach Die Geschichte des Chevalier Des Grieux und der Manon Lescaut von Abbé Prévost gelang Puccini der internationale Durchbruch.

»Ein nicht nur musikalisch hinreißender Abend, der beweist, dass spannende und emotional packende Personenregie nicht nur möglich ist, sondern optisch genussvoll zum Nachdenken anregen kann.« Online Musik Magazin

WIEDERAUFNAHME AM 18.10., WEITERE VORSTELLUNGEN AM 21.10. UND 29.10.17


DAS MÄRCHEN VOM MÄRCHEN IM MÄRCHEN,    AB 5 JAHREN

Nachdem er seine Mutter verloren hat, muss der kleine Mahmut für sich selbst sorgen. Bei einer Reihe von Abenteuern steht ihm ein Glücksvogel bei und wendet alles zum Guten. Auf poetische Weise führt die Geschichte nach Kemal Kurt den jungen Helden durch vier Episoden, in denen der kleine Waisenjunge nach wiederholten Neuanfängen seine schmerzvollen Erfahrungen zu bewältigen lernt und seinen Platz innerhalb der Gesellschaft findet. Traditionelle türkische Lieder reichern die Handlung an und bekräftigen dieses Plädoyer für die kindliche Phantasie. In den farbenprächtigen Kostümen finden sich Anklänge an den orientalischen Kontext des Märchens. »Toll: Deutsche, türkische oder sonst woher stammende Kinder versanken gemeinsam in dem Märchen vom Märchen, bei dem Sprachbarrieren keine Rollen spielen.« Neue Presse

WIEDERAUFNAHME AM 27.10., WEITERE VORSTELLUNG AM 29.10.17, BALLHOF ZWEI


LA TRAVIATA von Giuseppe Verdi

Die Kult-Inszenierung von Benedikt von Peter steht wieder auf dem Spielplan! Nicole Chevalier singt erneut Violetta Valéry, die auf die Liebe ihres Lebens verzichtet. Erst als es zu spät ist, begreift ihr Geliebter Alfredo, welches Opfer sie für ihn gebracht hat. »Sensationell ist die Violetta der Nicole Chevalier – vokal ohne Tadel, darstellerisch rückhaltlos und damit schlichtweg ergreifend.« omm.de. »Atemberaubend.« Mitteldeutsche Zeitung. »Singuläres Opernereignis.« Weser-Kurier. »Umwerfend und erschütternd.« Süddeutsche Zeitung

VORSTELLUNGEN AM 07.10. UND ZUM LETZTEN MAL IN DIESER SPIELZEIT AM 11.10.17


WEST SIDE STORY

Im Zentrum von Leonard Bernsteins Musical-Welterfolg West Side Story von 1957 steht die tragische Geschichte des Liebespaars Tony und Maria, die verfeindeten Lagern angehören. Tony fällt dem Bandenkrieg zwischen den Jets, einer Straßengang amerikanischer Jugendlicher, und den aus Puerto Rico stammenden Sharks zum Opfer. Erst als Marias Trauer um den ermordeten Geliebten in Empathielosigkeit umzuschlagen droht, erkennen die Jugendlichen die Folgen ihrer sinnlosen Gewalt. Das Stück ist von beklemmender Aktualität; viele seiner musikalischen Nummern – etwa »Tonight«, »Maria« oder »I like to be in America« – wurden zu Evergreens.

VORSTELLUNGEN AM 01.10., 03.10., 05.10., 14.10., 17.10., 25.10. UND 27.10.17


 >> KONZERTE


2. SINFONIEKONZERT
LUDWIG VAN BEETHOVEN Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67 (1803–08)
RICHARD STRAUSS Vier letzte Lieder (1948) und Tod und Verklärung op. 24 (1888/89)

»Durch die Nacht zum Licht« ist das Motto, das GMD Ivan Repušic über dieses Konzert gesetzt hat: Geradezu idealtypisch wendet Ludwig van Beethoven die düstere Grundtonart seiner 5. Sinfonie, c-Moll, im Finale in strahlendes C-Dur. Doch auch das prägnante Anfangsmotiv, mit dem Beethoven das Schicksal an die Tür klopfen lässt, hat sie zur vermutlich bekanntesten Sinfonie der Musikgeschichte gemacht. Parallel zur 6. Sinfonie entstanden, erreicht Beethoven in ihr formal und inhaltlich unerhört Neues.

»Durch die Nacht zum Licht«: Der junge Richard Strauss greift mit seiner dritten Tondichtung Tod und Verklärung das große Beethoven’sche Vorbild auf. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der aufstrebende Komponist bei seiner ausdifferenzierten Programmmusik über den Todeskampf bis zur Todesstunde mit anschließender Verklärung in C-Dur nicht Beethovens Tonartenplan im Kopfgehabt hat.

Sechzig Jahre später schrieb Strauss wunderbar instrumentierte Orchesterlieder auf Texte von Hermann Hesse und Joseph von Eichendorff. Ein Jahr vor seinem Tod entstanden, wurden sie posthum als Vier letzte Lieder zusammengefasst und werden nun im Opernhaus von der Sopranistin Kelly God zum Klingen gebracht.

SOLISTIN Kelly God (Sopran) DIRIGENT Ivan Repušic, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
SO, 08.10.17, 17 UHR,  MO, 09.10.17, 19.30 UHR
Kurzeinführung mit Ivan Repušic jeweils 45 Minuten vor dem Konzert


1. KAMMERKONZERT: OBOE PLUS STREICHER
JEAN FRANÇAIX Streichtrio (1933)
BENJAMIN BRITTEN Phantasy Quartet op. 2 für Oboe und Streichtrio (1932)
GABRIEL FAURÉ Streichquartett e-Moll op. 121 (1924)
ARNOLD BAX Oboenquintett (1922)

Die Kammerkonzerte des Niedersächsischen Staatsorchesters haben eine neue Heimat gefunden: den Vortragssaal des Landesmuseums. Die Eintrittskarte berechtigt am Konzerttag auch zum Besuch des weitläufigen Museums mit Landesgalerie, naturkundlicher, völkerkundlicher und archäologischer Sammlung. Den Auftakt der neuen Kammerkonzert-Saison macht die reizvolle Besetzung von Oboe mit Streichern mit Werken der 1920er und 1930er Jahre aus England und Frankreich.

MIT Juri Schmahl (Oboe), Annette Mainzer-Janczuk (Violine), Stefanie Dumrese (Viola), Marion Zander (Violoncello) u.a.

SO, 15.10.17, 11 UHR, NIEDERSÄCHSISCHES LANDESMUSEUM HANNOVER


KAMMERKONZERT EXTRA: CELLOSONATEN
NIKOLAI MJASKOWSKI Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 1 D-Dur op. 12 (1911)
LUDWIG VAN BEETHOVEN Sonate für Klavier und Violoncello Nr. 3 A-Dur op. 69 (1808)
DMITRI SCHOSTAKOWITSCH Sonate für Violoncello und Klavier d-Moll op. 40 (1934)

Der frühere Solo-Cellist des Staatsorchesters, Rainer Pehrisch, kehrt zum zweiten Mal für einen Sonatenabend aus dem Ruhestand ins Opernhaus zurück. Gemeinsam mit der Pianistin Tatiana Bergh präsentiert er mit der 3. Cellosonate von Beethoven und der Sonate von Schostakowitsch zwei große Werke des Repertoires. Außerdem auf dem Programm: die erste, noch spätromantische Cellosonate des unbekannteren russischen Komponisten Nikolai Mjaskowski, Kommilitone von Sergei Prokofjew am St. Petersburger Konservatorium.

MIT Rainer Pehrisch (Violoncello) und Tatiana Bergh (Klavier)
DI, 24.10.17, 19.30 UHR, LAVES-FOYER, PMStOH

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Jussi Björling Der Caruso des Nordens, IOCO Portrait, Februar 2017

Februar 8, 2017 by  
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Portrait

Jussi Bjoerling © Privat

Jussi Bjoerling © Privat

Der Caruso des Nordens – Jussi Björling

Am 9. September 2010 jährte sich  der 50. Todestag eines der größten Tenöre aller Zeiten.  Noch heute ist die Erinnerung an diesen Ausnahmesänger nicht verblasst. Jussi Björling wurde am 5. Februar 1911 in Borlänge, (Schweden) geboren. Er selber feierte seinen Geburtstag am 2. Februar, da man zunächst dieses Datum in die offiziellen Dokumente eintrug.

Erst nach seinem Tod fand sich die Geburtsurkunde, die den 5. Februar belegte. Bereits am 15. Dezember 1915 begann seine außergewöhnliche Karriere als Sänger. Sein Vater David Björling gründete mit seinen Söhnen, Olle, Gösta und Jussi ein Kindertrio, das sein erstes Konzert eben an diesem 15. Dezember, in der Trefaldighetskyrka (Dreifaltigkeitskirche) in Örebro, gab.

In der Folge gastierte das Trio in zahlreichen Konzerten in Schweden. Im Jahr 1917 verstarb seine Mutter, Ester Björling, erst fünfunddreißig jährig, nach der Geburt des vierten Sohnes Karl. Einige Tage später sangen die Kinder bei der Beisetzung der Mutter in der Kirche von Stora Tuna. David Björling und seine drei ältesten Söhne traten nun als „Björling Male Quartett“ auf und reisten 1919 nach Amerika, wo in der Gustavus Adolphus Kirche in New York am 20. November das erste Konzert stattfand. Im Februar 1920 wurden in New York sechs Titel auf Schallplatten aufgenommen, noch heute als CD erhältlich.

Somit begann Björling seine Schallplattenkarriere bereits als Neunjähriger. 1924 stirbt  der Vater, sodass ein Freund der Familie, Rolf Lundgren, die Leitung des Trios übernimmt. Als 1927 eine weitere Tournée in die USA scheitert, kehrt Jussi in seine Heimatstadt zurück und arbeitet vorübergehend als Verkäufer in einem Haushaltwarengeschäft. Im April 1928, gelingt es ihm, dem berühmten schwedischen Tenor Carl Martin Öhman, zu dieser Zeit Mitglied der Staatsoper Berlin, aber oft in Stockholm gastierte, vorzusingen. Öhman eilte zu John Forsell, dem Direktor der Stockholmer Oper und selber ein gefeierter Bariton, um ihm zu berichten, er habe „die beste schwedische Tenorstimme des Jahrhunderts“ gehört. Forsell bestellte Björling zu einem Vorsingen und bemerkte „ein siebzehn jähriges Phänomen“.

Forsell nahm Björling als Schüler in seiner Klasse im Stockholmer Konservatorium auf. Nun entwickelte sich alles rasend schnell und es schien, als wolle sich das Schicksal, das ihm nur eine kurze Lebensdauer gewährte, dennoch von seiner besten Seite zeigen. Bereits im Oktober 1929, unterzeichnet er seinen ersten Schallplatten – Vertrag. 1930 singt er im Rahmen von Studenten – Aufführungen die Tenorpartien im Requiem von Mozart und im Tedeum von Bruckner. Im Juli des gleichen Jahres gibt er an der königlichen Oper von Stockholm sein erstes Debut in der kleinen Rolle des Lampenanzünders in Puccinis „Manon Lescaut“ und bereits einen Monat später findet sein offizielles Debut als Don Ottavio in Mozarts „Don Giovanni“ statt.

Im September die ersten Schallplatten Aufnahmen unter der Leitung des schwedischen Dirigenten Nils Grevillius, mit dem Björling bis zu seinem Tod unzählige Aufnahmen machte. Im Laufe der ersten Jahre sang Björling ein Repertoire, für das andere Tenöre ein ganzes Leben brauchten. Was kaum bekannt ist, das er Rollen wie den Arnoldo in Wilhelm Tell, oder den Florestan in Fidelio sang. Außerdem, um nur einige zu nennen, den Harun in Djamileh von Bizet, den Walther in Tannhäuser, Eric in „Der fliegende Hölländer“, den Tonio in „La fille du régiment“, den Belmonte in „Die Entführung aus dem Serail“, den Tamino in „Die Zauberflöte, den Faust in“La damnation de Faust“, Lyonel in „Martha“, Luigi in „Il Tabarro“, Lensky in „Eugen Onegin“, Wilhelm Meister in „Mignon“, Conte Almaviva in „Il Barbiere di Seviglia“, den Roméo in „Roméo et Juliette“, Vladimir in „Prinz Igor“ von Borodin, Vasco da Gama in L´africaine, den Sandor Barinkay in Der Zigeunerbaron, Alfred in „Die Fledermaus“, Narraboth in „Salome“, Dick Johnson in „La fanciulla del West“, Nemorino in „L´Elisir d´Amore“, Alfredo in „La Traviata“, Elemer in „Arabella“, dazu all die Rollen, mit denen er wenige Jahre später Weltrum erlangte.

Schon in dieser Zeit sang er mit weltberühmten Partnern zusammen, so in Tosca mit Dusolina Giannini, im „Barbiere“ mit Giuseppe de Luca, „Prinz Igor“ und „Faust“ mit Fedor Chaljapin, in „Don Giovanni“ mit Ezio Pinza und „Rigoletto“ mit Lawrence Tibbett. Ab 1936 gastierte Björling bereits an der Wiener Staatsoper, wo er unter der Leitung so großartiger Dirigenten wie Victor de Sabata und Josef Krips mit Maria Nemeth, Jarmila Novotna, Alexander Kipnis, Alexander Svet und Ester Rethy u.a. sang.

An der Staatsoper Dresden, war u.a. Maria Cebotari seine Partnerin. Außerdem gab er Gastspiele in Prag, Kopenhagen, Uppsala, Brno (Tschechoslowakai), in Malmö, Budapest, Berlin, Nürnberg und Paris. Am 28. November 1937 gibt Björling mit einem Konzert in der New Yorker Carnegie Hall, sein Amerika Debut. Seine Partnerin war keine geringere als Maria Jeritza. Am 8. Dezember des gleichen Jahres, an der City Opera Chicago sein amerikanisches Opern Debut als Duca di Mantova in „Rigoletto“ , mit Beverly Lane und Lawrence Tibbett. Am 20. Dezember ist er Partner von Lily Pons bei einem Konzert im Waldorf Astoria Hotel in New York. Am 21. Dezember unterschreibt er seinen ersten Contract mit der Metropolitan Opera für die nächste Saison und am 24. November 1938 debutiert er mit „La Bohéme“ an der Met. Seine Partnerin war Mafalda Favero als Mimi. Nun entwickelte sich eine weltweite Karriere.

Verona / Arena di Verona Vorplatz © IOCO

Verona / Arena di Verona Vorplatz © IOCO

Am 12. Mai debutiert er an der Covent Garden Opera in London als Manrico in „Il Trovatore“ als Partner von Gina Cigna (Leonora), Gertrud Palson – Wettergren (Azucena) und Mario Basiola (Luna), unter der Leitung von Vittorio Gui. Von dieser Vorstellung gibt es einen Mitschnitt. Im Oktober 1940 singt Björling in San Francisco in „Ballo in Maschera“ mit Elisabeth Rethberg und im November in der Carnegie Hall in New York das Verdi Requiem unter der Leitung von Arturo Toscanini. 1943 sein erstes Auftreten am Teatro Comunale Florenz als Manrico mit Maria Caniglia als Leonora und im August 1946 sein Scala Debut in Verdis „Rigoletto“, mit Lina Aimaro und Carlo Tagliabue. 1948 fragt ihn der große Tenor Giovanni Zenatello, Mitbegründer der Opern Festspiele in der Arena von Verona, ab er die Partie des Enzo Grimaldo in La Gioconda von Ponchielli in der Arena, als Partner von Maria Callas singen wolle.

Björling lehnte mit der Begründung ab, dass er in diesem Jahr nicht mehr die Zeit habe, eine so umfangreiche Partie einzustudieren. So kam eine Partnerschaft mit Maria Callas erst zustande, als er an der Lyric Opera Chicago im November 1955 zwei Trovatore – Vorstellungen mit ihr sang. Dies waren die einzigen gemeinsamen Auftritte dieser beiden Ausnahme Sänger. Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass es von einer der beiden Vorstellungen einen Mitschnitt gibt. Doch ist bis zum heutigen Tage leider noch nichts dergleichen aufgetaucht. Im Mai 1950 nochmals an der Scala Milano mit Un Ballo in Maschera (vier Vorstellungen). 1951 besuchte Dorothy Caruso, die Witwe des legendären Enrico Caruso, an der Met eine Rigoletto Vorstellung mit Björling.

Sie war tief beeindruckt von der Qualität und der Schönheit seiner Stimme. Bei einem gemeinsamen Fernseh – Interview schenkte sie Björling eines der Kostüme ihres Mannes aus Rigoletto und bezeichnete ihn als den einzig legitimen Nachfolger Enrico Carusos. Das Kostüm ist heute eines der Schmuckstücke im Jussi Björling Museum in Borlänge (in der Nähe von Stockholm.) Björling hat an fast allen bedeutenden Opernhäusern der Welt gesungen, er hat weltweit Konzerte und Liederabende gegeben, u.a. in Honolulu, in Kuba, in Kanade, auf Hawaii, in Afrika, in Holland  Finnland, Norwegen, Dänemark, Lettland, Österreich, Deutschland und in der Schweiz, wo er in Luzern zwei Mal das Requiem von Giuseppe Verdi, unter der Leitung Arturo Toscaninis sang.

Er hat seit 1931 regelmäßig Schallplattenaufnahmen gemacht, sodass seine gesangliche Entwicklung genauestens nachvollzogen werden kann. Alleine elf Gesamtaufnahmen und eine Vielzahl von Arien und Lieder Platten kamen auf den Markt, die alle auf CD übertragen wurden. Dazu eine Vielzahl von Opern Lifemitschnitten und Konzerten aus diversen Theatern. Schon bei den ersten Aufnahmen, Björling war zu dieser Zeit erst zwanzig Jahre alt, ist eine erstaunliche technische Sicherheit festzustellen. In wenigen Jahre gelingt es ihm, diese Technik zu vervollkommnen. Björlings Stimme war von mittlerer Größe, doch erzielte er durch eine perfekte Fokussierung des Tones eine Durchschlagskraft, die ihn befähigte selbst Partien wie Radames, Manrico, und Canio ständig im Repertoire zu führen. Jürgen Kesting schreibt in seinem Buch, Die großen Sänger des 20. Jahrhunderts, „Die Stimme war von überragender Qualität. Sie besaß den Eigenreiz eines unverkennbaren silbrigen Timbres und, bei mittlerem Volumen, große Schallkraft und eine wundervolle, leicht ansprechende Höhe. Er konnte H, C und selbst das Cis ansatzlos attackieren. Die Töne kamen wie abgewippt von einem Sprungbrett. Die Skala war ebenmäßig, die Registerverblendung bruchlos. Vor allem das strahlende Mittelstimmregister mit dem kopfigen Klanggepräge war exemplarisch entwickelt“. Dem ist nichts hinzuzufügen.  IOCO / AB

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