Hildesheim, Theater für Niedersachsen, September 2017

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Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Spielzeit 2016/17
TfN ? Produktionen im September 2017


PREMIEREN:


KÖNIG DER HERZEN Komödie von Alistair Beaton

Theater für Niedersachsen / König der Herzen © Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / König der Herzen © Theater für Niedersachsen

Der britische Thronfolger Prinz Richard löst eine Staatskrise aus, weil er sich entschlossen hat, der Stimme seines Herzens zu folgen und seine große Liebe zu heiraten, auch wenn sie Muslimin ist. Die Premierministerin und der Oppositionsführer versuchen hinter den Kulissen mit allen Mitteln diese Ehe zu verhindern. – Beaton zählt in Großbritannien zu den populärsten Autoren politischer Satire. Er lässt uns ins Zentrum der Macht blicken – um mit bissigem Humor Klischees und Ressentiments aufs Korn zu nehmen. Inszenierung Dietrich Trapp Bühne und Kostüme Swana Gutke Mit Simone Mende (Nicola Bailey), Martin Schwartengräber (Stephen Clarke), Marek Egert (Prinz Richard), Tim Czerwonatis (Prinz Arthur), Michaela Allendorf (Annie Brett), Moritz Nikolaus Koch (Toby Frost), N.N./ Gotthard Hauschild (Marcus Linklater), Joëlle Rose Benhamou (Nasreen Sazwari), Dieter Wahlbuhl (Sir Terence Pitch), Gregor Müller (Harry Holbrook), Statisterie
PREMIERE Sa, 2.9., 19:00 Uhr, Großes Haus


AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY

Theater für Niedersachsen / AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY © Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY © Theater für Niedersachsen

Oper von Kurt Weill, Libretto von Bertolt Brecht Drei Gangster gründen mitten in der Wüste eine Paradiesstadt, in der alles, was der Mensch begehrt, für Geld zu haben ist. In einer Nacht, als ein Hurrikan alle um ihr Leben zittern lässt, ruft der Holzfäller Jim Mahoney die noch radikalere Parole aus: Alles ist erlaubt! Nimm dir, was immer du willst, du darfst es! – Bertolt Brechts kraftvolle Parabel ist in ihren Fragen nach gesellschaftlicher Freiheit, Lustbefriedigung und der Rolle des Geldes heute hochaktuell und gleichzeitig mit der Musik Kurt Weills ein schillerndes und dramatisches Musiktheater-Meisterwerk des 20. Jahrhunderts. Musikalische Leitung Florian Ziemen Inszenierung Hans Hollmann Bühne und Kostüme Romina Kaap Chöre Achim Falkenhausen Mit Neele Kramer (Leokadja Begbick), Christoph Waltle (Fatty, der Prokurist), Uwe Tobias Hieronimi (Dreieinigkeitsmoses), Meike Hartmann (Jenny Hill), Hans-Jürgen Schöpflin (Jim Mahoney), Aljoscha Lennert (Jakob Schmidt), Levente György (Sparbüchsenbill), Peter Kubik (Alaskawolfjoe), Aljoscha Lennert (Tobby/ Mann musikalisch), N.N. (Ausruferin), Natascha Flindt (Tänzerin), Opernchor, Extrachor und Jugendchor des TfN, Orchester des TfN, Statisterie des TfN
PREMIERE Sa, 23.9., 19:00 Uhr, Großes Haus


KONZERTE:


1. SINFONIEKONZERT
Die TfN · Philharmonie in ihrer Wandlungsfähigkeit steht im Mittelpunkt des ersten Konzertes des neuen Generalmusikdirektors Florian Ziemen. Drei Werke des Aufbruchs bilden dieses Eröffnungsprogramm: Auf Haydns klein besetzte theatralische Sturm-und-Drang-Sinfonie Nr. 59 folgt Jani Christous monumentales und aufrüttelndes Werk Enantiodromia von 1967. Beethovens Siebente ist wohl sein radikalstes sinfonisches Werk und wurde von Zeitgenossen wahlweise als „Apotheose des Tanzes“ bewundert oder mit „Jetzt ist er verrückt geworden!“ geschmäht.
LEITUNG Ziemen
TERMIN So, 3.9., 20:00 Uhr, Großes Haus


1. KAISERPFALZ-KONZERT
Gleich drei prägende Werke der Klavierkonzert-Geschichte stehen auf dem Programm des ersten Kaiserpfalz-Konzerts: Mozarts 20. Klavierkonzert gilt als eines der wegbereitenden Werke auf dem Weg zum sinfonischen Klavierkonzert. Nicht von ungefähr orientiert sich Beethovens frühes 2. Klavierkonzert (zeitlich eigentlich sein erstes) an eben jenen Werken Mozarts, weist aber in seiner Expressivität bereits auf die weitere Entwicklung Beethovens hin. Mit Chopins virtuosem 2. Klavierkonzert, zeitlich gesehen ebenfalls sein erstes, ist das Klavierkonzert endgültig in der Romantik angekommen.
TERMIN So, 17.9., 18:00 Uhr, Kaiserpfalz Goslar


WIEDERAUFNAHME:


HEXENJAGD Schauspiel von Arthur Miller

Theater für Niedersachsen / HEXENJAGD - Elizabeth Proctor (M. Allendorf) John Proctor (G. Müller) © v. Traubenberg

Theater für Niedersachsen / HEXENJAGD – Elizabeth Proctor (M. Allendorf) John Proctor (G. Müller) © v. Traubenberg

Abigail und ihre Freundinnen werden nachts nackt tanzend im Wald entdeckt. Die Erklärung: Teufelswerk. Um einer Strafe zu entgehen, bezichtigen die Mädchen unbescholtene Personen der Hexerei. Inszenierung Bettina Rehm Bühne und Kostüme Julia Hattstein Bühnenmusik Thomas Hertel Mit Moritz Nikolaus Koch (Reverend Parris), Laureen Hoffmann/ Nicole Knap (Betty Parris), Lilli Meinhardt (Abigail Williams), Simone Mende (Mrs. Ann Putnam), Dieter Wahlbuhl (Thomas Putnam), Paula Freter (Mercy Lewis), Joëlle Rose Benhamou (Mary Warren), Gregor Müller (John Proctor), Katharina Wilberg (Rebecca Nurse), Martin Schwartengräber (Giles Corey), Marek Egert (Reverend John Hale), Michaela Allendorf (Elizabeth Proctor), Gotthard Hauschild (Ezekiel Cheever), Thomas Strecker (Richter Hathorne), Jürgen Haug (Danforth), Nicole Knap/ Laureen Hoffmann (Ruth Putnam)
Dauer ca. 2 Stunden 30 Minuten, inklusive einer Pause


REPERTOIRE:


LOVE STORY Musical von Howard Goodall und Stephen Clark, nach Erich Segal
Die Liebesgeschichte der beiden Collegestudenten Oliver und Jenny kommt jetzt auf die Musicalbühne.
Ohrwurmverdächtige Songs und die weltbekannte Filmtitelmelodie bilden die musikalische Grundlage für die Adaption des Kinoerfolgs der 1970er Jahre. Inszenierung Jörg Gade Musikalische Leitung Andreas Unsicker Bühne und Kostüme Hannes Neumaier Choreografie Annika Dickel Mit Elisabeth Köstner (Jenny Cavilleri), Jürgen Brehm (Oliver Barrett IV), Alexander Prosek (Phil Cavilleri/ Eishockey-Fan), Jens Krause (Oliver Barrett III/ Eishockey-Fan/ Mann 2/ Konzertbesucher), Judith Bloch/ Laura Mann (Alison Barrett/ Eishockey-Fan/ Konzertbesucherin), Sandra Pangl (Jennys Mutter/ Barista/ Frau 1/ Eishockey-Fan/ Jenny-Double/ Hochzeitsgast), Tim Müller (Eishockey-Fan/ Ärzte/ Konzertbesucher/ Timothy/ Kellner/ Mann 1), Teresa Scherhag/ Valentina Inzko Fink (Eishockey-Fan/ Konzertbesucherin/ Hochzeitsgast/ Kellnerin/ Frau 2), Dirk Flindt/ Klaus Möller (Eishockey-Fan/ Konzertbesucher/ Bediensteter im Hause Barrett/ Hochzeitsgast), Dagmar Hohls/ Uta van Venrooy (Eishockey-Fan/ Konzertbesucher/ Bediensteter im Hause Barrett/ Hochzeitsgast)


JUNGES THEATER:


DIE REISE DES KLEINEN H.
Eine Geschichte nach Theodor Storm – Uraufführung. Koproduktion mit dem Theater Karo Acht, ab 3 Jahren Zwei Menschen erkunden die Welt der Bewegung. Bewegung heißt Entdeckung. Entdeckt werden können Geschichten, die aus nichts weiter als zwei Körpern, Musik und Fantasie entstehen. LEITUNG Grünwald-Waack, Schörghofer, Tripitsis
PREMIERE Do, 7.9., 11:00 Uhr, theo


DIE ABENTEUER DES HÄSSLICHEN ENTLEINS
Kindermusical nach Hans Christian Andersen Koproduktion mit dem Theater Persephone, ab 3 Jahren In einem Reigen von Bildern, Bewegungen und Liedern sucht – und findet! – das nur scheinbar hässliche Entlein seinen Platz in der Welt. LEITUNG Müller, Linnhoff, Tafel, Pohnert
WIEDERAUFNAHME Sa, 23.9., 15:00 Uhr, Kloster Lamspringe


NACH FEUERLAND UND DURCH
Herr Magellan will um die Welt. Gastspiel Theater zwischen den Dörfern, ab 6 Jahren
In diesem Stück dreht sich alles um die große Sehnsucht nach echten Abenteuern, nach eigenen Antworten auf große Fragen.
LEITUNG S. Wessel, Pourian, F. Wessel


THEATERGARTEN 2017:


Noch bis zum 23.9.2017 ist die Gastronomie des THEATERGARTENS täglich von 16:00 bis 22:00 Uhr für Sie geöffnet und wartet mit spannenden Programmpunkten auf, umsonst und draußen – jeden Tag! NEU: Bei Regen finden die Veranstaltungen trotzdem statt – im Theater!

QUIZ ROYAL Klugscheißen für Royalisten mit Katharina Wilberg und Dr. Christof Wahlefeld Beweisen Sie, wie gut Sie zum Thema „Klatsch und Tratsch rund um Königshäuser“ informiert sind. Passend zu KÖNIG DER
HERZEN wird es beim

QUIZ ROYAL fürstliche Preise geben.
TERMIN Fr, 1.9., 18:30 Uhr, Theatervorplatz (Eintritt frei)

ORPHEUS IM WALD Eine (unvollständige) Geschichte des Musiktheaters
Vor ca. 2000 Jahren wurde das Theater, etwas später das Musiktheater und wiederum etwas später das Musical erfunden. Solisten der MusicalCompany und des Musiktheaters nehmen Sie mit auf diese kleine Reise.
TERMIN Di, 5.9., 18:30 Uhr, Theatervorplatz (Eintritt frei)


FROM BRITAIN WITH LOVE Liederabend mit Mitgliedern des Opernchores
Bei einem Liederabend präsentieren Mitglieder des Opernchores englische Musik von Barock bis Moderne.
TERMIN Do, 7.9., 18:30 Uhr, F1 (Eintritt frei)


TANZ IM THEATERGARTEN Offenes Tanzen mit Michaela Allendorf und Alexander Prosek Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr führen erneut unsere beiden Künstler charmant durch das Programm und zeigen für alle Anfänger die Grundschritte.
TERMIN Fr, 8.9., 18:30 Uhr, Theatervorplatz (Eintritt frei)

SOMMERNACHTSBALLADEN Liederabend mit Alexander Prosek und Andreas Unsicker Alexander Prosek (Gesang) und Andreas Unsicker (Klavier) präsentieren ein stimmungsvolles Programm bestehend aus Titeln u. a. von Joe Cocker, Robbie Williams und Adele.
TERMIN Mi, 13.9., 18:30 Uhr, Theatervorplatz (Eintritt frei)


VORHANG AUF FÜR IMPRO-OPEN-AIR Impro-Show mit Christine Nitschke und Sebastian Barnstorf Die neue Spielzeit beginnt für Christine Nitschke und Sebastian Barnstorf mit einer Premiere: Auf dem Theatervorplatz spielen sie für Sie – mit einem Überraschungsgast – Improvisationstheater.
TERMIN Do, 14.9., 18:30 Uhr, Theatervorplatz (Eintritt frei)


AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY Matinee Operdirektor Florian Ziemen und Regie-Altmeister Hans Hollmann berichten von ihrer Arbeit an Weills Klassiker und das Ensemble singt Auszüge.
TERMIN So, 17.9., 11:15 Uhr, Theatervorplatz (Eintritt frei)


SINGEN MACHT SCHÖN Offenes Singen für alle
Bekannte deutsche und englische Lieder und Schlager werden unter der charmanten Anleitung von Theaterpädagogin Bettina Braun gemeinsam mit dem Publikum geschmettert.
TERMIN Di, 19.9., 18:30 Uhr, Theatervorplatz (Eintritt frei)


DIE WELT VON JIM KNOPF Theater-Workshop für Kinder, ab 6 Jahren
Wir spielen und bewegen uns durch die Welt von Jim Knopf. Alle Kinder, die Lust auf Bewegung und Theater haben, sind eingeladen mitzumachen.
TERMIN Mi, 20.9., 16:00 Uhr, Theatervorplatz (Eintritt frei)


DAS WEIßE BAND Film von Michael Haneke
Anlässlich der Wiederaufnahme von HEXENJAGD: das Oscar nominierte Meisterwerk „Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte“.
TERMIN Mi, 20.9., 19:30 Uhr, Thega-Filmpalast (Karten nur im Kino).


MACH MIR EINE SZENE! Theater-Workshop für Erwachsene
Das Hildesheimer Theaterpädagogische Zentrum (TPZ) lädt anlässlich seines 10. Geburtstags alle interessierten Erwachsenen zu
einem zweistündigen Theater-Schnupper-Workshop ein.
TERMIN Do, 21.9., 18:30 Uhr, Treffpunkt: Bühneneingang (Eintritt frei)


WIR SIND DIE NEUEN Lesebühne: Lesung der Komödie nach Ralf Westhoff Oldie-WG trifft Studenten-WG. Überraschend und witzig: Jung und spontan geben sich die Alten, spießig und lerngestresst die Jugend. Mitglieder des Schauspiel-Ensembles lesen die Dramatisierung des Kinoerfolges von 2014.
TERMIN Fr, 22.9., 18:30 Uhr, F1 (Eintritt frei)


EXTRA:


TfN IM WOHNZIMMER Faust-Häppchen. Das Wichtigste in 60 Minuten. Ein Pakt mit dem Teufel, und schon bekomme ich alles, was ich will? Die Legende um Faust fasziniert seit über 400 Jahren.
Anlass genug, die „Acts and Facts“ der Faust-Saga zu einem Wohnzimmer-Infotainment-Abend zusammenzutragen. Mit Neele
Kramer, Peter Kubik, Astrid Reibstein.
TERMIN Fr, 8.9., 20:30 Uhr, Bar Wohnzimmer (Kaiserstraße 41)


KANN MAN DAS TANZEN? Zeitgenössische Tanzproduktion zur Musik Telemanns Das Tanzprojekt ist eine Kooperation zwischen dem Theaterpädagogischen Zentrum, dem Zentrum für Telemann-Pflege und -Forschung Magdeburg, dem Vokalsolisten-Ensemble Gli Scarlattisti und der Sticky Trace Company.
TERMIN So, 10.9., 19:00 Uhr, Großes Haus

Pressemeldung Theater für Niedersachsen

Linz, Landestheater Linz, Österreichische Tanzgala, 05.05.2013

Mai 3, 2013 by  
Filed under Landestheater Linz, Pressemeldung

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Landestheater Linz

Österreichische Tanzgala

Landestheater Linz / Black Cake  © Michael Pöhn

Landestheater Linz / Black Cake © Michael Pöhn

 
Die Österreichische Tanzgala zeigt ein Panoptikum der heimischen Tanzszene. Am 5.
Mai 2013 treffen sich Landestheater Kompanien aus allen Himmelsrichtungen und
Solisten des Wiener Staatsballetts im neuen Musiktheater an Volksgarten. Last-
Minute- Tickets sind am Sonntag, 5. Mai im Rahmen des „Tag des Tanzes“ ab 11 Uhr im
Kartenservice des Musiktheaters erhältlich!
 
Initiiert von Jochen Ulrich, dem im vergangenen November verstorbenen Ballettdirektor des Landestheaters Linz, und nun in der künstlerischen Verantwortung von Fabrice Jucquois, zeigen die Kompanien der österreichischen Landestheater sowie Solisten des Wiener Staatsballetts die Vielfalt der österreichischen Tanzlandschaft.
 
Die Tanzkompanie des Tiroler Landestheaters unter Enrique Gasa Valgawird u.a. Ausschnitte aus seiner Produktion Faust präsentieren, das Ballettensemble des
Landestheaters 
Salzburg zeigt Ravels Bolero in der Choreografie seines Ballettdirektors Peter Breuer. Die Tanzkompanie der Oper Graz tanzt ausgewählte Szenen aus Daphnis et Chloé seines Chefchoreografen Darrel Toulon sowie Debussys Faun in der Choreografie von Vasco Wellenkamp. Mit Dagmar Kronberger und Eno Peci stellen Solisten des Wiener Staatsballetts ihre Vielseitigkeit unter Beweis: mit dem hinreißenden Pas de deux aus Boris Eifmans Anna Karenina sowie Ausschnitten aus Black Cake von Hans van Manen.
Ein Vorgeschmack auf die nächste Linzer Ballettpremiere bildet den Schlusspunkt der Gala: Mit Ausschnitten aus Romeo und Julia (in einer Neueinstudierung einer Kölner Produktion von Jochen Ulrich) wird dem verstorbenen Linzer Ballettdirektor die Ehre erwiesen. Am Sonntag, 5. Mai 2013 ab 11 Uhr sind Last-Minute-Tickets an der Musiktheater Kassa erhältlich.
 
 
Pressemeldung Landestheater Linz

 

Dresden, Semperoper Dresden, Uraufführung des Requiems „Dresden“ von Lera Auerbach, 13./14.02.2012

Januar 31, 2012 by  
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Semperoper Dresden

Ode an den Frieden _ Lera Auerbachs Requiem »Dresden« wird in den Gedenkkonzerten der Staatskapelle uraufgeführt

Staatskapelle Dresden / Lera Auerbach © F. Reinhold

Staatskapelle Dresden / Lera Auerbach © F. Reinhold

Alljährlich musizieren die Sächsische Staatskapelle und der Staatsopernchor am 13. und 14. Februar ein Konzert im Gedenken an die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg. In diesem Jahr stehen diese Konzerte unter einem besonderen Vorzeichen: Zum ersten Mal seit über 50 Jahren erklingt zu diesem Anlass ein neu komponiertes Requiem, das neben der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit auch das heutige Leid thematisiert und den Gedanken der Hoffnung mit einschließt. Mit dem von der Sächsischen Staatskapelle und der Stiftung Frauenkirche Dresden gemeinsam beauftragten Requiem »Dresden« stellt die Capell-Compositrice Lera Auerbach zugleich das umfangreichste Werk im Rahmen ihrer Dresdner Residenz vor. Uraufgeführt wird es am 11. Februar in der Dresdner Frauenkirche – dem Ort, an dem die künstlerische Idee entstand und der die Komponistin zu diesem Werk inspirierte.
Lera Auerbach stand in den vergangenen Monaten in besonderer Weise im Fokus der Medien: Im August und September 2011 eröffnete die Komponistin mit der Aufführung ihrer »Dialogues on Stabat Mater« und der Uraufführung ihres neuen Streichquartettes »Songs of Alkonost«, das in der Semperoper und bei den Internationalen Schostakowitsch Tagen Gohrisch zu hören war, ihre Residenz als diesjährige Capell-Compositrice der Sächsischen Staatskapelle. Im November 2011 folgte die Uraufführung ihrer Oper »Gogol« am Theater an der Wien – ein Erfolg, der die Opernwelt aufhorchen ließ und Publikum wie auch zahlreiche Kritiker in Begeisterung versetzte. »Auerbach ist primär eine Melodikerin«, schwärmte Reinhard Brembeck in der Süddeutschen Zeitung. »Wer so fest an die Melodie glaubt, wer nichts anderes im Instrumentalen sucht, der kann auch brillant für Singstimmen schreiben.«
In den diesjährigen Konzerten zum Dresdner Gedenktag steht die nächste Uraufführung eines vokalen Auerbach-Werkes an: das Requiem »Dresden«, das wie die Gogol-Oper abendfüllend sein wird und damit den größten Auftrag darstellt, den die Staatskapelle bislang an einen ihrer Capell-Compositeure vergeben hat. Hierfür kooperierte sie mit der Stiftung Frauenkirche Dresden. Gemeinsamer Wunsch der Auftraggeber und der Komponistin war eine Uraufführung im wieder aufgebauten Dresdner Gotteshaus, das für die Überwindung von Trauer und Tod durch Hoffnung und Versöhnung steht. So erklingt das Werk nun erstmals im direkten zeitlichen Vorfeld des Dresdner Gedenktages am 11. Februar und nachfolgend am 13. und 14. Februar auch in der Semperoper.

Für die in New York lebende russisch-amerikanische Komponistin ist das Requiem eine Herzensangelegenheit. Bei ihren bisherigen Aufenthalten in Dresden habe sie sich zwangsläufig mit der Historie der Stadt auseinandergesetzt. »Dresden ist durch die schreckliche Zerstörung im Zweiten Weltkrieg zu einem Symbol für unglaubliches Leid geworden, aber es ist heute eine Stadt, die ebenso für den friedlichen Wiederaufbau und für Erneuerung steht.« Deshalb ergänzte Lera Auerbach den Titel des Werkes im Laufe des Kompositionsprozesses durch den Untertitel »Ode to Peace« – »Ode an den Frieden«, womit sie den zentralen Gedanken der Versöhnung und der Hoffnung unterstreicht. Wichtig war ihr außerdem der Bezug zu Schillers Menschheits-Ode »An die Freude«, die zumindest in Teilen am Dresdner Elbufer entstanden ist.

Erste Requiem-Uraufführung seit 56 Jahren
Auerbach stellt mit dem Werk bereits ihre dritte Requiem-Komposition vor. 2007 entstand ihr in Bremen uraufgeführtes »Russian Requiem«, und bereits ein Jahr zuvor schrieb sie mit ihrer zweiten Symphonie ebenfalls ein vokal-symphonisches Werk, dem sie den Untertitel »Requiem for a Poet« gab. Beide Werke sind einer vergleichsweise traditionellen und dennoch individuellen Musiksprache verpflichtet, die den Hörer unmittelbar berührt und überwältigt. Dies dürfte sicher auch für das »Dresden«-Requiem zutreffen.
Neben der historischen Auseinandersetzung mit der Dresdner Geschichte ging diesem Werk auch eine umfassende theologische und linguistische Vorbereitung voraus: Für das insgesamt 18-sätzige Libretto griff Lera Auerbach neben dem Text der lateinischen Totenmesse auch auf eine Vielzahl anderer Texte zurück, darunter Psalmen, das »Vater unser« wie auch zentrale Gebete der jüdischen Liturgie, die der jüdisch-stämmigen Komponistin in besonderer Weise vertraut sind. So ist es zum einen der überkonfessionelle Charakter, der das Werk auszeichnet, zum anderen aber auch ein überzeitlicher: Den Jahrhunderte alten Gebetstexten stellt Auerbach Texte aus der Gegenwart gegenüber, etwa das Gebet von Father Judge, dem Kaplan der New Yorker Feuerwehr und ersten dokumentierten Opfer der Terroranschläge vom 11. September, oder ein Gedicht des Dresdner Autors Christian Lehnert, das dieser 2003 für die Glockenweihe der damals im Wiederaufbau begriffenen Frauenkirche schrieb. Das »Kyrie«, die Bitte um Erbarmen, wird in über 20 verschiedenen Sprachen gesungen – Ausdruck des universalen Anspruchs, den die Komponistin mit ihrem Werk verfolgt.

Lera Auerbachs »Ode an den Frieden« ist also in vielfacher Hinsicht eine Herausforderung. Auch in den Gedenkkonzerten der Staatskapelle nimmt das Requiem eine Sonderstellung ein: Seit 1956 ist in diesen Konzerten, in denen in der Regel die »klassischen« Totenmessen von Mozart, Brahms, Verdi oder auch Berlioz und Dvo?ák auf dem Programm stehen, keine Uraufführung mehr erklungen. 1956 dirigierte der damalige Kapellmeister Kurt Striegler ein eigenes Requiem, das er den elf Jahre zuvor in Dresden Umgekommenen widmete. Lera Auerbach schrieb ihr Werk – die aktuellen politischen und ideologischen Konflikte vor Augen – »im Gedenken an die Opfer nationalistischer Bewegungen auf der ganzen Welt«.
Musikalische Völkerverständigung
Dem Gedanken der Völkerverständigung ist auch die Auswahl der Interpreten des Dresdner Requiems verpflichtet, die das Werk in der Frauenkirche und in der Semperoper zur Aufführung bringen. »Wir haben sehr bewusst Künstler aus jenen Ländern ausgewählt, die im Zweiten Weltkrieg unter den Deutschen gelitten haben«, erläutert Jan Nast, Orchesterdirektor der Sächsischen Staatskapelle. So sind an den Konzerten – neben den Mitgliedern der Staatskapelle und den Männern des Staatsopernchors – ein russischer Dirigent (Vladimir Jurowski), ein englischer Bariton (Mark Stone), ein holländischer Countertenor (Maarten Engeltjes) sowie Knabenchöre aus London (St. Paul’s Cathedral Choir) und New York (Saint Thomas Choir of Boys) beteiligt. Damit steht das Werk auch in einer Traditionslinie mit dem »War Requiem« von Benjamin Britten, der 1962 mit einer ähnlichen Wahl der Interpreten die Versöhnung zwischen den im Krieg verfeindeten Völkern unterstrich. Im Unterschied zu Britten sieht die Partitur des Requiems »Dresden« aber ausschließlich männliche Gesangsstimmen vor: »Es sind die Männer und Knaben, die als Soldaten bis heute die kriegerischen Auseinandersetzungen führen. Doch so lange Knaben singen, gibt es Hoffnung, dass die Spirale des Leids irgendwann ein Ende findet«, so die Komponistin.
Mit Vladimir Jurowski konnte für die Uraufführung ein Dirigent gewonnen werden, der biographisch eng mit Dresden verbunden ist und als ein profunder Anwalt nicht zuletzt der zeitgenössischen russischen Musik gilt. Der Principal Conductor des London Philharmonic Orchestra, der als Gastdirigent der Sächsischen Staatskapelle bereits seit mehreren Jahren regelmäßig für Höhepunkte des Dresdner Musiklebens sorgt, begann seine Ausbildung an der Dresdner Musikhochschule und ist heute einer der gefragtesten Dirigenten weltweit. Auch für ihn ist die Requiem-Uraufführung in den Dresdner Gedenkkonzerten, die traditionell ohne Beifall stattfinden und in einer Schweigeminute enden, etwas »sehr Bewegendes und Außergewöhnliches«.
Bereits am 10. Februar gibt Lera Auerbach in einem Künstlergespräch im Foyer der Semperoper Auskunft über ihr neues Werk und ihre ästhetischen Überzeugungen. Unmittelbar vor der Uraufführung am 11. Februar findet im Hauptraum der Frauenkirche zudem eine Konzerteinführung in Anwesenheit der Komponistin statt.

(Textautor: Tobias Niederschlag)
Konzert in der Frauenkirche III
Samstag, 11. Februar 2012, 20 Uhr*
Frauenkirche Dresden
6. Symphoniekonzert
Montag, 13. Februar 2012, 20 Uhr
Dienstag, 14. Februar 2012, 20 Uhr
Semperoper Dresden
Zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens am 13. Februar 1945
Vladimir Jurowski Dirigent
Maarten Engeltjes Countertenor
Mark Stone Bariton
Saint Thomas Choir of Boys (New York)
St. Paul’s Cathedral Choir (London)
Herren des Sächsischen Staatsopernchors Dresden
Einstudierung: Pablo Assante
Lera Auerbach
Requiem »Dresden – Ode an den Frieden« [2012]
Uraufführung
Auftragswerk der Stiftung Frauenkirche Dresden und der Sächsischen Staatskapelle Dresden
Am 14. Februar Live-Übertragung auf MDR Figaro
* Um 19 Uhr Konzerteinführung in Anwesenheit der Komponistin im Hauptraum der Frauenkirche. Für Konzertbesucher ist diese kostenlos (Einlass ab 18.45 Uhr).

Pressemeldung Semperoper Dresden

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Essen, Philharmonie Essen, Streichquartett Meta4, 29.01.2012

Januar 23, 2012 by  
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Philharmonie Essen

Streichquartett Meta4 stellt sich vor

Konzert in der Reihe „Essener Jugendstil“ am Sonntag, 29. Januar 2012, um 11 Uhr

 Das junge finnische Streichquartett Meta4 stellt sich am Sonntag, 29. Januar 2012, um 11:00 Uhr in der Philharmonie Essen vor. Im Gepäck haben Antti Tikkanen (Violine), Minna Pensola (Violine), Atte Kilpeläinen (Viola) und Tomas Djupsjöbacka (Violoncello) ein ebenso unkonventionelles wie spannendes Programm: Jouni Kaipainens Streichquartett Nr. 6, op. 92 „The Terror Run“, Gabriel Faurés Streichquartett e-Moll, op. 121 und Béla Bartóks Streichquartett Nr. 1 a-Moll, Sz 40.

Der selbstverständliche Umgang mit zeitgenössischer Musik ist eines der Markenzeichen des Ensembles, was sich nicht zuletzt im Konzert im Alfried Krupp Saal widerspiegelt. Weitere Belege für die musikalische Offenheit des Ensembles: Seit einigen Jahren spielt das Quartett im Stehen. „Es macht einen freier und man fühlt sich freier“, erläutert Antti Tikkanen. Zudem sitzt seit Kurzem, fürwahr ungewöhnlich, das Cello neben der zweiten Violine, die Bratsche neben der ersten – das klinge besser. Mit solchen Akzenten sorgt Meta4 seit 2004, als die damals ganz junge Formation beim Moskauer Schostakowitsch-Wettbewerb als Sieger hervorging, für Furore. Sein rasanter Aufstieg führte Meta4 bereits u.a. in die Londoner Wigmore Hall, das Concertgebouw  Amsterdam und die berühmte Carnegie Hall in New York.

Im Anschluss an das Konzert findet ein Künstlergespräch im Foyer statt. Jeder Besucher erhält dazu ein kostenloses Softgetränk.

Karten (Einheitspreis (€): 16,- zzgl. Systemgebühr) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

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