Dortmund, Theater Dortmund, Germeshausen folgt Herzog als Intendant, IOCO Aktuell, 17.02.2017

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Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

 Heribert Germeshausen folgt Jens-Daniel Herzog 

Intendantenkarussell Dresden – Nürnberg -Dortmund

Dortmund / Heribert Germeshausen © Heribert Germeshausen

Dortmund / Heribert Germeshausen © Heribert Germeshausen

Die Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden Dortmunder Opern-Intendanten Jens-Daniel Herzog war erfolgreich: Heribert Germeshausen wird zur Spielzeit 2018/19 nach Dortmund wechseln, wenn der Rat der Stadt in seiner Sitzung am 6. April 2017 seine Zustimmung gibt. Germeshausen ist seit der Spielzeit 2011/12 Operndirektor am Theater und Orchester Heidelberg und künstlerischer Leiter des Barockfestivals Winter in Schwetzingen. Jens-Daniel Herzog wechselt zur Spielzeit 2018/19 von Dortmund als Staatsintendant zum Nürnberger Staatstheater. Dort folgt er auf Peter Theiler, der 2018 an der Semperoper in Dresden die seit 2012 dauernde, hochteure wie peinliche Posse um die  Besetzung der Intendanz beenden soll.

Heribert Germeshausen (Jahrgang 1971) begann seine Theaterlaufbahn als Musiktheaterdramaturg 2004 am Theater Koblenz und bei den Salzburger Festspielen unter der Intendanz von Peter Ruzicka. Nach einem Intermezzo bei einer internationalen Sängeragentur wechselte er im Januar 2008 als Musiktheaterdramaturg an die Oper Bonn.

2009 bis 2011 wirkte er als Operndirektor und Leitender Musiktheaterdramaturg am Anhaltischen Theater Dessau, dessen Opernsparte ein Jahr später wegen ihres gesanglich-musikalisch wie inszenatorisch hohen Niveaus für Spitzenplätze in mehreren bundesweit bedeutsamen Rankings nominiert wurde. Die Eröffnungspremiere Lohengrin (Regie Andrea Moses) erhielt eine Nominierung für den Theaterpreis „Der Faust“.

Theater Dortmund / Die gefeierte ZAUBERFLÖTE an der Oper Dortmund ©  Bjoern Hickmann

Theater Dortmund / Die gefeierte ZAUBERFLÖTE an der Oper Dortmund ©  Bjoern Hickmann

In Heidelberg erfolgte unter seiner Leitung eine erfolgreiche Neuausrichtung des Winter in Schwetzingen auf in Deutschland bisher nicht aufgeführte Werke der Opera napoletana wie Nicolò A. Porporas Polifemo oder Alessandro Scarlattis Marco Attilio Regolo. Im Jahr 2013 geriet die erste Neuinszenierung von Wolfgang Rihms Dionysos seit der Uraufführung bei den Salzburger Festspielen zu einem weithin beachteten Erfolg bei Publikum und Presse. Ebenfalls 2013 gewann das Heidelberger Theater zusammen mit dem Theater Freiburg in der Rubrik „Ungewöhnlich überzeugende Theaterarbeit abseits großer Theaterzentren“ die Kritikerumfrage der Fachzeitschrift „die deutsche bühne“.

 

In der Spielzeit 2014/15 wurde die Opernsparte des Heidelberger Theaters mit dem „Preis der Deutschen Theater- und Medienverlage 2014“ ausgezeichnet. Der Preis wird für den „spannendsten und innovativsten Spielplan der Saison“ verliehen. In der Begründung hieß es: „Unter der Leitung des Operndirektors Heribert Germeshausen, der auch für die Barock-Produktionen im Rokokotheater Schwetzingen verantwortlich zeichnet, hat die Sparte Oper des Heidelberger Theaters ein unverwechselbares Profil gewonnen, das durch große Entdeckerfreude, durch überlegten Umgang mit dem Repertoire und eine vorbildliche Ensemblepflege überzeugt.“

Zu den Höhepunkten der jüngeren Vergangenheit zählten neben einer sängerisch glanzvollen Neuinszenierung von Die Zauberflöte insbesondere die Wiederentdeckung von Vincis/Händels Didone abbandonata und die Uraufführung von Johannes Harneits Opern Abends am Fluss / Hochwasser in der Regie von Peter Konwitschny – ein Opernprojekt, das mit einem hochkarätigen Symposion zum zeitgenössischen politischen Musiktheater verbunden war.

Heribert Germeshausen ist Jury-Mitglied bei wichtigen Gesangswettbewerben, u.a. beim „Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti“ der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik.

Oper Dortmund © Theater Dortmund

Oper Dortmund © Theater Dortmund

Germeshausen studierte Rechtswissenschaften in Passau, Heidelberg und Lausanne sowie BWL an der European Business School in Oestrich-Winkel und Master of Business Administration an der Katz Graduate School of Business in Pittsburgh. „Die Stadt Dortmund ist attraktiv für Kulturschaffende – auch aufgrund der guten Arbeit jener, die hier waren“, sagt Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau. „Es ist ein gutes, professionelles kulturelles Milieu entstanden. Die Menschen kommen gerne zu uns.“ 

Germeshausen: „Voller Hochachtung vor Jens-Daniel Herzogs Verdiensten um die Oper Dortmund freue ich mich sehr, als sein Nachfolger in Zusammenarbeit mit dem von mir sehr geschätzten GMD Gabriel Feltz die Zukunft der Oper Dortmund gestalten zu dürfen.“ PMStDo

 

 

 

Berlin, Komische Oper, Barrie Kosky, IOCO Aktuell, Dezember 2015

Dezember 7, 2015 by  
Filed under IOCO Aktuell, Komische Oper Berlin

Komische Oper Berlin

Komische Oper Berlin / Barrie Kosky © Jan Windszus Photography

Komische Oper Berlin / Barrie Kosky © Jan Windszus Photography

Ein neues Feature von der australischen Rundfunkanstalt ABC über die Komische Oper und seinen Intendanten, Regisseur Barrie Kosky.

Der Beitrag berichtet aus dem „Backstage“ des Berliner Opernhauses, mit einem Gespräch mit Barrie Kosky, sowie mit beitreten Interviews verschiedener Sänger.

Das Radio-Feature wurde von dem australischen Musiker und Journalisten Breandáin O’Shea für die ABC produziert und ist in englischer Sprache.

Livestream und Podcast hier:

Radio-Feature Barrie Kosky Komische Oper Berlin

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Essen, Aalto Theater Essen, Sylvester-Fledermaus: Merkwürdigkeiten eines Intendanten, IOCO Aktuell, 05.01.2013

Januar 5, 2013 by  
Filed under Aalto Theater Essen, Pressemeldung

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Aalto Theater Essen

Aalto Theater, Essen © IOCO

Aalto Theater Essen © IOCO

Aalto Sylvester-Fledermaus ohne Intendant:
Stefan Soltesz zieht Fledermaus an Wiener Staatsoper vor

Sylvester steht bei den meisten Theatern Schwungvolles auf dem Programm. Die Fledermaus von Johann Strauss ist unbestrittener Publikumsliebling dieses Abends. So auch am Aalto Theater Essen, wo Stefan Soltesz seit 1997  Intendant und GMD ist. Zu Sylvester 2012 wurde die packende Gil Mehmert Produktion der Fledermaus erneut vor einem begeisterten Publikum aufgeführt.
Aalto  Managent Stefan Soltesz, Cauwenbergh, PK 2011, ©IOCO

Aalto Theater Management, Mitte Stefan Soltesz © IOCO

Doch einer fehlte an diesem Abend im Essener Aalto Theater: Der langjährige Intendant und Generalmusik-direktor Stefan Soltesz. Auf der ersten Seite der Besetzungsbeilage zum Abendprogramm preist sich Soltesz noch in endlos epischer Breite: „Österreichischer Dirigent (?) mit ungarischer Herkunft….seit 1997 GMD und Intendant des Hauses..“ Entgegen der mit Eigenwerbung  überfrachteten Besetzungsbeilage glänzte der langjährige Chef des Aalto Theaters in der Abendvorstellung nur durch Abwesenheit. Ein denkwürdiger Wermutstropfen zum ansonsten gelungenen heiteren Jahresausklang 2012 im Aalto Theater.
Krank, Urlaub? Wo war Soltesz? Der Grund sehr profan: Stefan Soltesz verdiente anderswo, dirigierte genau an diesem Abend in Wien eine Fledermaus, an der illustren Wiener Staatsoper.  Intendant Soltesz, sich anscheinend zu Höherem als Aalto berufen fühlend, verordnete das Dirigat zur Essener Fledermaus großzügig dem Kapellmeister Volker Perplies, welcher tatsächlich mit seinen Philharmonikern eine rundum begeisternde, fetzige Vorstellung ablieferte.

Juristisch und vertraglich ist gegen Soltesz´ Gastdirigate vermutlich nichts einzuwenden. Auch wurde Stefan Sotesz an diesem Abend als Dirigent nicht vermisst. Sehr wohl bleibt ein bitterer Nachgeschmack, wenn der Intendant des großen  Aalto Theaters Essen, in Wien dirigierend „fremd geht“, statt den identifikationsstiftenden Sylvester Abend aktiv an seiner Essener Hauptwirkungsstätte mit seinem dortigen Theaterpublikum zu gestalten.  Das Selbstverständnis eines Intendanten sollte aus anderem Holz gemacht sein. Das Aalto-Theater Essen darf sich glücklich schätzen, mit  Hein Mulders ab Herbst 2013 einen neuen Intendaten zu besitzen.

IOCO / Viktor Jarosch / 5.1.2013

Basel, Theater Basel, Podium – WIEVIEL KUNST BRAUCHT DIE STADT, 16.10.2012

Oktober 4, 2012 by  
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Theater Basel

„WIEVIEL KUNST BRAUCHT DIE STADT oder 770 FRANKEN“

Ein Podium mit Politik und Kunst im Theater Basel

„Dann instrumentalisieren Sie die Kultur!“ – so kritisierte der amtierende Regierungspräsident Guy Morin unlängst in der Presse die Ideen zur Kulturpolitik, die sein Herausforderer Baschi Dürr formulierte.

Steht also ein kultureller Kahlschlag zu befürchten, sollte Dürr Regierungspräsident werden? Oder ist es eine dringend notwendige Neustrukturierung der bisherigen Förderpraxis, was ihm vorschwebt? Und welche Position der Kulturaktivist und Sänger Elia Rediger, ein weiterer Herausforderer?

Eins ist jedenfalls sicher: Für die Künstler und Kulturschaffenden in Basel könnte der 28. Oktober 2012 zu einem wichtigen Datum werden – und deshalb lädt Georges Delnon, Direktor des Theater Basel, am Montag, den 15. Oktober 2012, um 19.30 Uhr, Baschi Dürr, Guy Morin und Elia Rediger zu einer etwas anderen Podiumsdiskussion ins Foyer Grosse Bühne ein. Als Gesprächspartner mit von der Partie ist Stephan Märki, Direktor des Konzert Theater Bern, kulturpolitisch kampferprobt aus seiner Zeit als Intendant in Weimar. Ariane Andereggen, Paul Grill und andere Mitglieder des Ensembles gestalten das künstlerische Programm.

„WIEVIEL KUNST BRAUCHT DIE STADT oder 770 FRANKEN“

Ein Podium mit Politik und Kunst im Theater Basel

Montag, 15. Oktober 2012, 19.30 Uhr, Foyer Grosse Bühne, Eintritt frei!

Pressemeldung Theater Basel

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