Münster, Theater Münster, DON CARLO. EIN REQUIEM von Alfred Schnittke, 07.10.2017

September 13, 2017 by  
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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

 

DON CARLO – EIN REQUIEM

Oper von Giuseppe Verdi unter Verwendung des REQUIEMS, von Alfred Schnittke,  italienisch mit deutschen Übertiteln

Premiere: Samstag, 7. Oktober 2017, 19.30 Uhr, Weitere Vorstellungen im Oktober: Donnerstag, 12. Oktober, 19.30 Uhr,Sonntag, 15. Oktober, 15.00 Uhr,  Mittwoch,18. Oktober, 19.30 Uhr,  Dienstag, 31.Oktober, 19.00 Uhr,  

»Als mir diese Krone aufs Haupt gesetzt wurde, schwor ich zu Gott, den Glauben mit Feuer und Schwert zu schützen.«

Das düstere Vermächtnis seines despotischen Vaters Karl V. lastet schwer auf den Schultern Philipps II. Aus seinem Schatten heraus regiert er als König unfrei und zerstört nicht nur das Lebensglück seines Sohnes Carlo: Aus Staatsraison nimmt er dessen Verlobte Elisabeth zu seiner Frau. Mit der gleichen rigorosen Machtpolitik unterdrückt er auch alle Andersgläubigen: Die Protestanten werden als Ketzer verbrannt, die Aufständischen in den Niederlanden mit Krieg überzogen. Der einsame, alternde Mann wird schlussendlich zur tragischen Figur – unterdrückt vom Diktat der Inquisition.

In Verdis (1813–1901) Entwicklung spielt DON CARLO die Rolle der großen Drehscheibe zwischen dem früheren Melodrama der 1850er Jahre und den beiden Shakespeare-Opern der letzten Lebensjahre. Das große Schillersche Drama der Aufklärung, der Appell an Gedankenfreiheit und menschliche Solidarität in einem erstarrten religiösen und politischen Machtgefüge war der Hebel, um die Bühne freizumachen für ein umfassenderes musikalisches Theater der echten Menschen.

Die Idee, ein Requiem zu komponieren, kam Alfred Schnittke (1934–1998), als er sein Klavierquintett schrieb. Das Quintett war seiner 1972 verstorbenen Mutter gewidmet. Schnittke setzte die Idee des Requiems erst dann endgültig um, als er die Bühnenmusik für eine Inszenierung von Schillers Drama DON KARLOS am Moskauer Mossowet-Theater (1975) schreiben sollte. Der Regisseur wollte das Schauspiel vor dem Hintergrund katholischer Kirchenmusik inszenieren, und Schnittke beschloss, ein vollständiges Requiem zu komponieren.

Musikalische Leitung: Golo Berg, Inszenierung: Ulrich Peters, Bühne: Rifail Ajdarpasic, Kostüme: Ariane Isabell Unfried, Choreinstudierung: Inna Batyuk, Dramaturgie: Ronny Scholz

Mitwirkende: Stephan Klemm (König Filippo II.), Garrie Davislim (Don Carlo, Infant von Spanien), Filippo Bettoschi (Rodrigo Marquis von Posa), Christoph Stegemann (Der Großinquisitor), Kristi-Anna Isene (Elisabetta von Valois), Monika Walerowicz (Prinzessin Eboli), Kathrin Filip (Gräfin d’Aremberg/ Tebaldo), Youn-Seong Shim (Der Graf von Lerma), Opernchor des Theaters Münster, Extrachor des Theaters Münster, Sinfonieorchester Münster

Premiere: DON CARLO – Ein Requiem: Samstag, 7. Oktober 2017, 19.30 Uhr, Weitere Vorstellungen im Oktober: Donnerstag, 12. Oktober, 19.30 Uhr,Sonntag, 15. Oktober, 15.00 Uhr,  Mittwoch,18. Oktober, 19.30 Uhr,  Dienstag, 31.Oktober, 19.00 Uhr,  

Öffentliche Probe: Donnerstag, 21. September, 19.30 Uhr , Großes Haus

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.Bielefeld, Theater Bielefeld, Premiere OTELLO von Giuseppe Verdi, 07.10.2017

September 11, 2017 by  
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Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

OTELLO von  GIUSEPPE VERDI

 Libretto von Arrigo Boito, nach Shakespeares Othello, der Mohr von Venedig // In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

PREMIERE : 07.10.17, 19:30 Uhr, weitere  Vorstellungen : 14.10., 22.10., 09.11., 29.11., 05.12., 20.12.17

Was für eine Erfolgsgeschichte! Otello hat mehr erreicht, als er wohl je zu erträumen wagte: Er bekleidet einen hohen militärischen Rang, scheint gesellschaftlich anerkannt zu sein und hat Desdemona, eine der schönsten und begehrtesten Frauen des Landes, im Sturm erobert. Und dies alles gelang ausgerechnet ihm, dessen Leben als Sklave vorgezeichnet schien, der auf abenteuerlichen Wegen als Habenichts in eine fremde Gesellschaft kam. Als der intrigante Jago ihm das Gift der Eifersucht einträufelt, beginnt
Otello jedoch alles zu entgleiten. Mit kleinen, wohldosierten Bemerkungen wird nicht nur Otello, sondern die gesamte Gesellschaft manipuliert. Fassungslos und zu spät erkennen die Beteiligten letztendlich, wie sich direkt unter ihren Augen und dennoch für sie nicht sichtbar eine tödliche Tragödie anbahnen konnte.

Verdis Spätwerk irritierte die Zeitgenossen zunächst. Selbstbewusst beschritt der 70-jährige Komponist den Weg zum italienischen Musikdrama, veränderte und dekonstruierte dabei formale Konventionen der Nummernoper, wenn auch das Formprinzip noch erkennbar blieb. Doch alle diese Formen ordnete Verdi nun der seit langem von ihm geforderten »dramatischen Wahrheit« unter, um ein echtes, einheitliches Musikdrama zu schaffen. Der instrumentale Part löst sich aus der Begleitfunktion und wird zu deutender Ergänzung des Vokalparts, ohne dass dadurch jedoch die Vorherrschaft der Stimmen in Frage gestellt würde. Eng wie nie zuvor verschmelzen die Akte zu einem durchkomponierten Ganzen, so dass Otello heutzutage mit Fug und Recht gleichzeitig als End- und Höhepunkt der romantischen italienischen Oper gilt. Der ununterbrochene musikalische Fluss übt eine ähnlich unentrinnbare Sogwirkung aus wie Jagos minutiös getimte Manipulationen menschlicher Schicksale.

Mit Jago erschuf William Shakespeare eine abgrundtief zynische Figur, einen Meister der Verführung. Kein Wunder, dass Giuseppe Verdi und sein Librettist Arrigo Boito zeitweise beabsichtigten, ihre Oper Jago zu nennen. Auch Regisseur Paul-Georg Dittrich stellt den brillanten Manipulator ins Zentrum seiner Deutung. Was treibt Jago an? Sind es wirklich die kleinlichen, allzu menschlichen Kränkungen, die er selbst anführt – jeweils angepasst an das fragende Gegenüber? Oder ist etwa der metaphysischen Überhöhung zu glauben, mit der er sich dem Publikum als das personifizierte Böse zu erkennen gibt? Offen bezieht Jago die Zuschauer in sein Spiel ein und demonstriert ihnen, welche Gefahr seiner Meinung nach in dem scheinbar so angepassten Fremden schlummert, schließlich weiß er: »Er ist, was er ist.« Diese Andersartigkeit Otellos gilt es vor aller Augen bloßzustellen. Doch darf der Zuschauer einem Demagogen trauen, dessen suggestives Blendwerk Dinge anders erscheinen lässt, als sie sind?

Eine dystopisch-surrealistische Welt entwerfen die Bühnenbildnerinnen Lena Schmid und Monika Annabel Zimmer gemeinsam mit der Kostümbildnerin Anna Rudolph. Wie auf der abgeschotteten Insel Zypern, zu deren Statthalter Otello zu Beginn der Oper ernannt wird, gibt es auch hier kein Entkommen für Otello, der sich Herr der Lage wähnt und darüber nicht erkennt, dass er sich längst in Jagos Propaganda-System befindet. Komplettiert wird der düstere Kosmos durch die Videos des Filmemachers Vincent Stefan. Privater Raum existiert nicht mehr, alles wird medial überwacht und nutzbar gemacht.

Für die Rolle des Otello konnte der russische Tenor Mikhail Agafonov gewonnen werden. Seine geliebte Desdemona, unschuldig und doch zum Sterben verurteilt, wird von Sarah Kuffner dargestellt. Evgueniy Alexiev beherrscht als Jago sämtliche Formen medialer, psychologischer sowie musikalischer Manipulation. Daniel Pataky fällt als Otellos Protegé Cassio dem Intrigenspiel als Erster zum Opfer. Lianghua Gong und Ensemble-Neuzugang Lorin Wey werden alternierend den aussichtslos in Desdemona verliebten Rodrigo interpretieren. Auch Hasti Molavian als Jagos Ehefrau Emilia wird durch emotionale Abhängigkeit zu einem Werkzeug der Manipulation.

Yoshiaki Kimura leiht dem edlen Montano seine Stimme und Moon Soo Park wird als Lodovico versuchen, das Lügennetz zu zerreißen. Es spielen und singen unter der Leitung von GMD Alexander Kalajdzic der Bielefelder Opernchor, der Extrachor des Theaters Bielefeld, die JunOs und die Bielefelder Philharmoniker.

MUSIKALISCHE LEITUNG  –  Alexander Kalajdzic 
Geboren in Zagreb, Kroatien, begann Alexander Kalajdzic seine musikalische Ausbildung mit sechs Jahren und gab ab dem achten Lebensjahr regelmäßig Konzerte als Pianist. Er gewann mehrere Preise bei Bundeswettbewerben und setzte anschließend sein Studium an der Musikhochschule in Wien fort, wo er die Dirigierklasse von Karl Österreicher mit Auszeichnung absolvierte. Darüber hinaus studierte er Klavier, Viola und Korrepetition. Schon während des Studiums dirigierte er Symphoniekonzerte mit den Zagreber Philharmonikern sowie dem Orchester des Kroatischen Rundfunks. Sein beruflicher Weg führte ihn nach Krefeld-Mönchengladbach, wo erals Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung erste Theatererfahrungen sammelte. Danach war er als Kapellmeister in München, als erster
Dirigent am Nationaltheater Weimar und von 2008 bis 2010 als 1. Kapellmeister am Nationaltheater Mannheim tätig, wo er sich ein großes Repertoire erarbeiten konnte. Er gastierte u. a. in den USA, Mexiko, Südafrika, Italien, Frankreich, in der Schweiz und in Tschechien. Seit Spielzeitbeginn 2010/11 leitet er als GMD die musikalischen Geschicke des Theaters Bielefeld und der Bielefelder Philharmoniker.

INSZENIERUNG
Paul-Georg Dittrich studierte von 2007 bis 2011 Regie an der Theaterakademie Hamburg. Er inszenierte u. a. am Schauspiel Frankfurt, Theater Bremen, Theater Heidelberg, Schauspielhaus Wien, Theater Augsburg, Theater Aachen, Theater Kiel, Landestheater Tübingen, Stadttheater Bremerhaven, Theater Erlangen, Landestheater Schleswig-Holstein, Kampnagel Hamburg und an der Neuköllner Oper Berlin. Festivaleinladungen u. a. zu den Baden-Württembergischen Theatertagen und zu Kaltstart Hamburg.

2016 wurde er für den Deutschen Theaterpreis FAUST in der Kategorie »Regie Musiktheater« für die Operninszenierung Wozzeck von Alban Berg am Theater Bremen nominiert. 2017 erhielt er mit der Inszenierung Die Wand nach dem Roman von Marlene Haushofer am Theater Aachen eine Einladung zum NRW-Theatertreffen. Das Stadtmagazin Klenkes wählte die Inszenierung Orlando nach Virgina Woolf zur »Besten Inszenierung« in der Spielzeit 2013/14 am Theater Aachen. Zudem erhielt Dittrich den Preis der LTT-Freunde für die »Beste Inszenierung« in der Spielzeit 2012/13 am Landestheater Tübingen. Im Fokus von Dittrichs Arbeiten steht neben dem poetischen Geschichtenerzählen und der phantasievollen Einbeziehung von audiovisuellen Medien immer auch die künstlerische Suche nach einer zeitgenössischen Vernetzung zwischen Musik- und Sprechtheater und nach experimentellen Spielformen. In der Spielzeit 2017/18 werden Regie-Arbeiten u. a. am Theater Bremen (Oper) und an der Hamburger Staatsoper entstehen. Verdis Otello ist seine erste Arbeit am Theater Bielefeld.

BÜHNE
Lena Schmid, geboren 1986 in Zürich, lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte an der Toneelacademie Maastricht und an der Akademia Sztuk Pieknych in Warschau Bühnen- und Kostümbild und war zwei Jahre als Bühnenbildassistentin am Centraltheater Leipzig engagiert. Seit 2013 arbeitet sie als freiberufliche Bühnen- und Kostümbildnerin im Bereich Schauspiel, Oper und Tanz u. a. in Berlin am Berliner Ensemble, an der Neuköllner Oper und in den Uferstudios. Außerdem arbeitet sie an der Oper Bremen, am Schauspielhaus Graz, Düsseldorfer Schauspielhaus, Theater am Neumarkt in Zürich, Schauspiel Frankfurt und am Staatstheater Hannover. Regelmäßige Zusammenarbeit verbindet sie u. a. mit den Regisseuren Paul-Georg Dittrich, Alexander Eisenach und der Regisseurin Lily Sykes.

Monika Annabel Zimmer studierte in den Niederlanden an der Toneelacademie Maastricht und in Wien an der Universität für angewandte Kunst, Bühnen- und Kostümbild. 2017 schloss sie mit ihrem Master of Theater erfolgreich ihr Studium in den Niederlanden ab. Während der Studienzeit wirkte sie an unterschiedlichsten Theaterproduktionen mit. Zuletzt war sie am Grazer Schauspielhaus als Ausstattungsassistentin beschäftigt, an dem sie auch mehrere eigene Projekte verwirklichte.

KOSTÜME
Anna Rudolph (geb. Macholz) studierte an der Fachhochschule für Design und Medien in Hannover Kostümdesign und Szenografie. Mit dem Stück Birds von Juliane Kann in der Regie von Sascha Hawemann gewann sie den Publikumspreis bei den Autorentheatertagen 2008 am Thalia Theater. Seit 2008 arbeitet sie als freiberufliche Bühnen- und Kostümbildnerin im Bereich Schauspiel und Oper u. a. am Badischen Staatstheater Karlsruhe, Stadttheater Klagenfurt, Staatstheater Ingolstadt, Schauspiel Hannover, Theater Luzern, Theater Bremen. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet sie u. a. mit den Regisseuren Lars-Ole Walburg und Marco Storman. Verdis Otello für das Theater Bielefeld ist die erste gemeinsame Arbeit von Anna Rudolph und dem Regisseur Paul-Georg Dittrich.

VIDEO
Vincent Stefan absolvierte seit seiner Jugend diverse Klavier- und Kompositionsschulen (Friedrich Goldmann). Seit Jahren als Musiker, Regisseur, Komponist, Dramaturg, Performer und Fotograf international aktiv, erweiterte er ab 2008 sein künstlerisches Tätigkeitsfeld als Videodesigner. Neben Kompositionsaufträgen (Studio Babelsberg, Kent Nagano/DSO Berlin, Staatsoper Berlin, Theatertreffen/Maxim Gorki) führten ihn Engagements im deutschsprachigen Raum u. a. an die Staatsoper Berlin, an die Volksbühne Berlin, zur Semperoper Dresden, zur Oper Halle, zum Steirischen Herbst, zur Ruhrtriennale, zum HAU 1+2, an das Berghain und an das Nationaltheater Weimar. Seine personellen Wirkstätten reichen von Peter Konwitschny über David Mouchtar-Samorai bis Christoph Schlingensief, von Sybille Berg, Heta Multanen bis hin zu diversen Musikvideoproduktionen, beispielsweise die Inszenierung des weltweit größten Lipdubs zum Opus-Hit Live is Life. Vincent Stefan inszenierte 2016 Trond Reinholdtsens Music as Emotion und wird 2018/19 neben drei weiteren Operninszenierungen auch beim Film als Regisseur tätig sein. Derzeit ist er als Komponist und Pianist im Rahmen des Musikfestivals Fremd bin ich der Alten Oper Frankfurt / Mousonturm in Frankfurt zu sehen.

BESETZUNG –  Otello Mikhail Agafonov, Jago Evgueniy Alexiev, Cassio Daniel Pataky,
Rodrigo Lianghua Gong / Lorin Wey, Lodovico / Ein Herold Moon Soo Park, Montano Yoshiaki Kimura, Desdemona Sarah Kuffner, Emilia Hasti Molavian, Bielefelder Opernchor // Extrachor des Theaters Bielefeld // JunOs //, Bielefelder Philharmoniker; PMTHBi

Otello am Theater Bielefeld:  PREMIERE : 07.10.17, 19:30 Uhr, weitere  Vorstellungen : 14.10., 22.10., 09.11., 29.11., 05.12., 20.12.17

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Klagenfurt, Stadttheater Klagenfurt, La Traviata und Lange Nacht der kurzen Musik, 14. – 15.09.2017

Stadttheater Klagenfurt

Stadttheater Klagenfurt

Stadttheater Klagenfurt © Stadttheater Klagenfurt / Helge Bauer

Stadttheater Klagenfurt © Stadttheater Klagenfurt / Helge Bauer

  Stadttheater Klagenfurt – Spielzeitbeginn

La Traviata und Lange Nacht der kurzen Musik

Nach Sanierungsarbeiten während der Sommerpause erstrahlt das Stadttheater Klagenfurt in neuem Glanz und startet mit Verdis La Traviata, in der Regie von Richard Brunel, am 14. September 2017 in die Spielzeit 2017/2018.

Stadttheater Klagenfurt / Bestuhlung © ArnoldPöschl

Stadttheater Klagenfurt / Bestuhlung © Arnold Pöschl

Die Geschichte von Violetta Valéry wird als das Schicksal einer Frau von heute erzählt. Sie versucht aus der schillernden Halbwelt der Pariser „High Society“ auszubrechen, indem sie eine Beziehung mit dem aus der Provinz stammenden Alfredo Germont eingeht. In der Titelrolle ist die irische Sopranistin Claudia Boyle zu sehen. Giedre Šlekyte leitet das Kärntner Sinfonieorchester.

Alexandre Dumas Grabstätte in Paris © IOCO

Alexandre Dumas Grabstätte in Paris © IOCO

Am Tag nach der Eröffnungspremiere feiert das Stadttheater Klagenfurt den Spielzeitbeginn mit Konzerten an verschiedenen Spielstätten im und um das Theater. Ein bunter Mix unterschiedlicher Musikstile, von Klassik über Pop und Jazz bis zur Volksmusik steht am Programm. Erstmals dabei auch eine musikalische Quizshow, zusammengestellt von unserer Dramaturgie. Mit: Kärntner Sinfonieorchester, Klakradl, Voxon, LEYYA, Chor des Stadttheaters Klagenfurt, Tanzlmusi, Singschule Carinthia, The Erlkings, Swinging Strings, musikalische Quizshow , half//half, After Show Party im Park Haus.

Ab 5. Oktober zeigt das Stadttheater Klagenfurt eine Uraufführung: Hier stehe ich – ich kann nicht anders. ist ein Theaterprojekt zu Martin Luther von Cesare Lievi. Es ist in Koproduktion mit Theatern in Rom und Bologna anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums entstanden. Die zwölf szenischen Fragmente werden von deutsch- und italienischsprachigen Darstellern gespielt.

Die Renovierungsarbeiten konnten während der Sommermonate abgeschlossen werden. Das Dach und die Bestuhlung des Zuschauerraums sind vollkommen neu: 25.000 Dachziegel wurden verarbeitet und 716 Stühle mit einem nahezu geräuschlosen Klappmechanismus in edlem Olivgrün sorgen für neuen Sitzkomfort. Die Kasse und das Abo-Büro wurden in minimalistisch – elegantem Schwarz-Weiß, inspiriert von der Jugendstilfassade des Hauses, von Architekt Günther Domenig gestaltet. Die Kosten für die Sanierung des Theaters belaufen sich auf knapp 1 Mio. Euro und werden aus den laufenden Budgets finanziert. Alle Aufträge für die Sanierungsarbeiten gingen an Kärntner Firmen.


Stadttheater Klagenfurt / La Traviata © Jean-Louis Fernandez

Stadttheater Klagenfurt / La Traviata © Jean-Louis Fernandez

La Traviata  von Giuseppe Verdi
Libretto von Francesco Maria Piave nach dem Drama La dame aux camélias
von Alexandre Dumas d. J.  , In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

PREMIERE 14. September 2017, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen 16.9.; 19.9.; 21.9.; 23.9.; 27.9.; 29.9.; 6.10.; 11.10.;  14.10.;  17.10.;  21.10.; 10.11.; 12.10.; 14.10.2017

Als „Walzer in drei Akten“ ist La Traviata mitunter charakterisiert worden. Dem Dreiertakt gewinnt Verdi in seiner berühmtesten Oper das gesamte Spektrum menschlicher Emotionen ab. Der französische Regisseur Richard Brunel kehrt nach dem überwältigenden Erfolg von Dialogues des Carmélites nach Klagenfurt zurück und inszeniert Verdis Meisterwerk. Die Titelrolle übernimmt Claudia Boyle.

Bei der Uraufführung 1853 im venezianischen Opernhaus La Fenice wurde La Traviata vom Publikum kühl aufgenommen. Ein zeitgenössischer Stoff auf der Opernbühne, noch dazu das Lieben und Sterben einer Edelkurtisane, gereichte zum Zeitpunkt der Erscheinung des Werkes noch zum Skandal. Neu war auch, dass anhand des Leidens der an Tuberkulose erkrankten Titelheldin Themen wie der Widerstreit zwischen bürgerlicher Wohlanständigkeit und dem frivolen Flitterglanz der „High Society“ verhandelt werden. Dem Widerstand der Zensoren zum Trotz ließ der bis heute anhaltende Siegeszug der „vom Wege Abgekommenen“ – so die wörtliche Übersetzung des Titels – nicht lange auf sich warten. Dies ist nicht nur auf Verdis unmittelbar mitreißende Musik zurückzuführen, sondern auch auf die Tatsache, dass sich in ihr die Höhen und Tiefen der modernen menschlichen Existenz spiegeln.

MUSIKALISCHE LEITUNG Giedre Šlekyte, REGIE Richard Brunel, BÜHNE Anouk Dell’ Aiera, KOSTÜME Axel Aust, LICHTDESIGN Laurent Castaingt, CHOR-EINSTUDIERUNG Günter Wallner,  DRAMATURGIE Catherine Ailloud-Nicolas, Markus Hänsel

Mit: Violetta Valéry Claudia Boyle, Flora Bervoix Iris van Wijnen, Annina Júlia Banyai , Alfredo Germont Giordano Lucá, Giorgio Germont Domenico Balzani, Gastone Joshua Owen Mills, Barone Douphol Nicholas Crawley, Marchese d´Obigny Josef Pepper, Dottore Grenvil Jisang Ryu , Giuseppe Thomas Tischler, Ein Diener Floras Jihoon Kwon, Chor und Extrachor des Stadttheaters Klagenfurt, Kärntner Sinfonieorchester

Weitere Vorstellungen: 16., 19., 21., 23.,27., 29. Sept; 6., 11., 14., 17., 21.Okt; 10.,12.,14. Nov 2017
Einführungsmatinee 03. September 2017, 11 Uhr, Bühne. Moderation Intendant Florian Scholz
Einführung zur Oper 25 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Galeriefoyer links


URAUFFÜHRUNG
Hier stehe ich – ich kann nicht anders“

Premiere 24.10.2017, weitere Vorstellungen

Theaterprojekt zu Martin Luther von Cesare Lievi, Zwölf szenische Fragmente / Auftragswerk des Stadttheaters Klagenfurt, Koproduktion mit Emilia Teatro Fondazione – Bologna und Associazione Teatro di Roma Aus dem Italienischen von Hinrich Schmidt-Henkel

„Hier stehe ich – ich kann nicht anders” soll Martin Luther vor den größten Autoritäten seiner Zeit, dem Kaiser und dem Papst, ausgesprochen haben. Für welche Überzeugungen stehen wir noch ein? Cesare Lievi geht mit vier deutsch- und vier italienischsprachigen SchauspielerInnen in zwölf szenischen Fragmenten auf eine theatralische Suche…

1517 veröffentlichte Martin Luther seine 95 Thesen gegen den päpstlichen Ablasshandel und leitete damit das Zeitalter der Reformation ein. Was ist 500 Jahre danach von diesem historischen Ereignis, das die Kirche spaltete und den längsten Glaubenskrieg aller Zeiten auslöste, geblieben? Und welche Rolle spielt dieser Einschnitt in der Glaubensgeschichte Europas heute in unserem Alltag, in unserer Denk- und Lebensweise? Wie steht es heute um Gott, den Glauben, die Gnade, die Sakramente, die Erlösung, die Wahrheit und die Macht des Wortes? Sind diese Themen in unserem laizistischen und säkularisierten Weltbild noch aktuell? Führt der Glaube, vor allem der Glaube an einen einzigen Gott, zwingend zu Intoleranz und Fanatismus? Konnte Luthers einstmals revolutionärer Gottesbegriff überdauern? Tragen wir Menschen den göttlichen Funken für alle Ewigkeit in uns oder sind wir nichts weiter als vergängliche Wesen in einem kalten Universum?

Autor und Regie Cesare Lievi, Musik Mauro Montalbetti, Bühne Maurizio Balò, Kostüme Birgit Hutter, Lichtdesign Cesare Agoni, Dramaturgie Sylvia Brandl, Philine Kleeberg

Darsteller Valentina Bartolo, Bea Brocks, Irene Kugler, Alvia Reale I, Hendrik Arnst, Paolo Garghentino, Gregor Kohlhofer, Graziano Piazza

Premiere 24.10.2017; Weitere Vorstellungen: 7., 10., 12., 13., 18., 28. Oktober; 3., 8. November 2017,  Einführungsmatinee 24. September 2017, 11 Uhr, Bühne. Moderation Intendant Florian Scholz – Einführung vor Vorstellungsbeginn im Galeriefoyer links


Stadttheater Klagenfurt / Lange Nacht der kurzen Musik © Bauer

Stadttheater Klagenfurt / Lange Nacht der kurzen Musik © Bauer

STATT THEATER
WIENER STÄDTISCHE

Die lange Nacht der kurzen Musik

Feiern Sie mit uns den Spielzeitbeginn am Stadttheater Klagenfurt!,  15. September 2017, 19.00 – 24.00 Uhr,    EINTRITT FREI!

Am Tag nach der Eröffnungspremiere mit La Traviata feiert das Stadttheater Klagenfurt den Spielzeitbeginn mit Konzerten an mehreren Spielstätten im und um das Theater. Ein bunter Mix unterschiedlicher Musikstile, von Klassik über Pop und Jazz bis zur Volksmusik steht am Programm. Erstmals dabei auch eine musikalische Quizshow, zusammengestellt von unserer Dramaturgie. Mit: Kärntner Sinfonieorchester, Klakradl, Voxon, LEYYA, Chor des Stadttheaters Klagenfurt, Tanzlmusi, Singschule Carinthia, The Erlkings, Swinging Strings, musikalische Quizshow , half//half, After Show Party im Park Haus.


PROGRAMM


BÜHNE
19.00 Uhr Kärntner Sinfonieorchester
Das Kärntner Sinfonieorchester eröffnet – ganz der Tradition gemäß – auch in diesem Jahr die „Lange Nacht“. Unter Leitung von Günter Wallner werden Werke der Filmmusik – von Ben Hur bis Captain America zu hören sein. Und zur Einstimmung auf die Spielzeit gibt es bereits jetzt die schönsten Melodien aus Schwanensee.
21.00 Uhr Klakradl
Wenn das mit dem Salzburger Stier preisgekrönte Kabarettduo RaDeschnig mit den Musikern von [:klak] gemeinsame Sache macht, ist alles möglich: Jazz, traditionelles Kärntnerlied oder Filmmusik. Musikalische Virtuosität trifft auf bodenständige Texte und auf große Lyrik.


WIENER STÄDTISCHE FREILICHTBÜHNE GOETHEPARK
20.00 Uhr Voxon Die beliebte Kärntner A-capella-Band Voxon präsentiert mitreißenden Pop, Rock und Jazz in deutscher, englischer, slowenischer und italienischer Sprache – Rhythmus und Power, ganz ohne Instrumentalbegleitung.

21.00 Uhr Tanzlmusi Dass die Musiker des Kärntner Sinfonieorchesters sich nicht nur auf das klassische Repertoire verstehen, sondern auch auf traditionelle Volksmusik, beweist dieses Projekt. Bei Volksfeststimmung darf natürlich auch getanzt werden.
22.00 Uhr LEYYA Sphärisch-fließend, aber ebenso kraftvoll und impulsiv ist der Sound der Wiener/ Eferdinger Experimental/Elektronik-Pop-Formation LEYYA. Mit ihrer Kombination von feiner Melancholie und elektronischen Beats schaffen die FM4-Award-Gewinner LEYYA eigensinnige Klangwelten an der Grenze zwischen Kunst und Pop.


OBERES FOYER
20.00 Uhr Musikalisches Quiz Musikalische Quizshow, mit der Sie unser Dramaturgie-Team durch die Opern-Produktionen der neuen Saison aber auch durch die Unterhaltungsmusik des 20. Jahrhunderts führt. Raten Sie mit und gewinnen Sie Theaterkarten!


ORCHESTERPROBENRAUM
19.30 Uhr The Erlkings Ob in einem Bierlokal oder auf einer Konzertbühne: The Erlkings beweisen, dass man auch zu Goethe, Schiller und Schubert tanzen kann. Vier Multi-Instrumentalisten präsentieren frisch arrangierte Versionen von Schuberts Lied-Klassikern.
21.30 Uhr Swinging Strings-Quartett Von jazzigen Bearbeitungen bekannter Klassik-, Pop- und Rockhits über Swingjazz in der Tradition von Django Reinhard bis hin zu eigenen Kompositionen: die Swinging Strings überwinden Genregrenzen.


STADTPFARRKIRCHE ST. EGID
20.00 Uhr Singakademie Carinthia Die Singakademie Carinthia fördert seit 2013 junge Gesangstalente, die regelmäßig in den Opernproduktionen des Stadttheaters mitwirken. Entdecken Sie bei diesem Konzert das Talent der jungen Sängerinnen und Sänger.
21.00 Uhr Chor des Stadttheaters Klagenfurt Der Chor des Stadttheaters unter Leitung von Günter Wallner lädt in der Stadtpfarrkirche zu einem einzigartigen Klangerlebnis und setzt in seinem A-capella- Programm auf die Kraft der puren Stimme.


RESTAURANT OSCAR
20.00 Uhr half//half Stimmenmeer trifft auf zupfenden Herzschlag. Hier reicht der Jazz dem Pop die Hand und tanzt in der Klassik. Die Stimme: Sophie Eder, der Kontrabass: Mathias Krispin Bucher.


PARK HAUS
23.00 After Show Party Im Park Haus gegenüber vom Stadttheater wird nach dem letzten Konzert weitergefeiert. Mit DJ Nina Love und guter Stimmung wird hier die lange Nacht zum frühen Morgen.
Die Bars im Foyer des Stadttheaters und bei der Freilichtbühne sind ab 18.00 Uhr geöffnet. Die Konzerte dauern 50 bis 60 Minuten, ein Konzertwechsel ist für das Publikum jederzeit möglich.  PM Stadttheater Klagenfurt

Hannover, Staatsoper Hannover, Wiederaufnahme La traviata, 03.09.2017

August 31, 2017 by  
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Staatsoper Hannover 

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Kultinszenierung zurück an der Staatsoper Hannover

  La traviata von Giuseppe Verdi

Sie gilt als eine der prägenden Inszenierungen der letzten Jahre und ist ein echter Dauerbrenner: Benedikt von Peters Inszenierung von Giuseppe Verdis Oper La traviata, die am Sonntag, 3. September 2017, um 16 Uhr Wiederaufnahme an der Staatsoper Hannover feiert. Für nur sechs Vorstellungen (letztmalig am 11.10.2017) kehrt die Produktion nach Hannover zurück. Auch diesmal übernimmt Nicole Chevalier, international gefragte Sopranistin und ehemaliges Ensemblemitglied der Staatsoper Hannover, die Rolle der Violetta Valéry. Inzwischen war die gefeierte Produktion auch in der Schweiz zu sehen: Regisseur von Peter, seit der letzten Spielzeit Intendant am Theater Luzern, hat seine Traviata-Inszenierung kürzlich auch dort gezeigt, ebenfalls mit Nicole Chevalier in der Hauptrolle.

Staatsoper Hannover / La Traviata © Thomas M. Jauk

Staatsoper Hannover / La Traviata © Thomas M. Jauk

Das Niedersächsische Staatsorchester Hannover wird dirigiert von Gregor Bühl. Der ehemalige 1. Kapellmeister der Staatsoper Hannover ist mittlerweile ein gefragter Gastdirigent auf den Opern- und Konzertpodien in ganz Europa. PMStoH

Wiederaufnahme La traviata:  3.9.2017, 16 Uhr; weitere Vorstellungen: 7.9., 16.9., 28.9., 7.10., 11.10.2017 (jeweils 19.30 Uhr)

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