Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, DIALOGUES DES CARMELITES wieder in Düsseldorf, ab 09.03.2012

März 8, 2012 by  
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Deutsche Oper am Rhein

Francis Poulencs Dialogues des Carmélites wieder in Düsseldorf
Spitzenbesetzung für die „Gespräche der Karmelitinnen“, als intensives Kammerspiel inszeniert. Acht Vorstellungen vom 9. März bis 28. April.

Francis Poulencs „Dialogues des Carmélites“ sind ab Freitag, 09. März, um 19.30 Uhr wieder im Düsseldorfer Opernhaus zu erleben. Die in der Spielzeit 2010/11 vom flämischen Regisseur Guy Joosten im Team mit dem Bühnen- und Kostümbildner Johannes Leiacker inszenierte Oper fand bei Publikum und Presse größten Anklang. „In der seit etwa zehn Jahren andauernden Serie der Neuinszenierungen der „Carmélites“ kann sich Düsseldorf mit einer profilierten, vorteilhaft unspektakulären, geistig vertieften Inszenierung gut behaupten; es ist zu hoffen, dass es eine Wiederaufnahme und auch eine Übernahme nach Duisburg geben wird. Das Interesse des Publikums jedenfalls – die letzte Vorstellung der leider nur kurz dauernden Serie war ausverkauft – spricht dafür.“ (Werner Häussner, „Tagespost“).

Mit den „Gesprächen der Karmeliterinnen“ nach George Bernanos‘ Roman „Die begnadete Angst“ entwirft Poulenc eine packende Studie über Lebens- und Todesangst: Die furchtsame Blanche bittet um Aufnahme im Orden der Karmelitinnen. In der abgeschiedenen Gemeinschaft hofft sie, ihren existenziellen Ängsten zu entfliehen. Doch die Frauen spiegeln das Lebensthema der jungen Adeligen in allen Facetten wider: Angst vor dem Leben und Angst im Angesicht des Todes, Angst vor Gefahr und Verantwortung, vor Trennung und Verlust. Außerhalb der Klostermauern tobt die Französische Revolution, der Orden wird aufgelöst, die Karmelitinnen werden verhaftet und schließlich zum Tode verurteilt. Unter diesen Repressionen ringen die Frauen um ihre Würde. Auch Blanche wird am Ende nicht mehr fliehen – sie hat sich entschieden und ihre Ängste besiegt.

Unter wechselnder Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober und Kapellmeister Ralf Lange besticht das Stück durch differenziert gezeichnete weibliche Partien, die mit Susan Maclean als Madame de Croissy, Helen Lyons als Neue Priorin und Jeanne Piland als Mère Marie exzellent besetzt sind. Anett Fritsch, die in der vergangenen Spielzeit ihr Rollendebüt bravourös meisterte, ist auch diesmal als Blanche zu erleben, ebenso wie Alma Sadé als unbekümmerte Soeur Constance. Premierenbesetzung auch für die männlichen Hauptpartien: John Wegner verkörpert Blanches Vater, Marquis de la Force, Corby Welch ihren Bruder und Bruce Rankin den Beichtvater. Gemeinsam mit weiteren Solisten aus dem Ensemble und dem Chor der Deutschen Oper am Rhein sowie den Düsseldorfer Symphonikern lassen sie die auf historischen Tatsachen basierende Handlung eindrücklich auf der Bühne lebendig werden.

Aufführungen im Düsseldorfer Opernhaus:

Fr 09.03. – 19.30 Uhr / So 11.03. – 15.00 Uhr / Fr 16.03. – 19.30 Uhr / Fr 06.04. – 18.30 Uhr / So 08.04. – 18.30 Uhr / Do 12.04. – 19.30 Uhr / Di 24.04. – 19.30 Uhr / Sa 28.04. – 19.30 Uhr