München, Bayerische Staatsoper, Il trittico von Giacomo Puccini, IOCO Kritik, 03.01.2018

Januar 3, 2018 by  
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Bayerische Staatsoper München

Bayerische Staatsoper München Foto: © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper München Foto: © Wilfried Hösl

Il trittico – Giacomo Puccini

– Gianni Schicchi – Il tabarro – Suor Angelica –

Von Hans-Günter Melchior

Ach ja, es tut mir Leid, stimmt aber doch, oder? wie oft schon empfand man beim Anhören von Puccinis Musik dieses leichte Unbehagen, ganz ähnlich den Gewissensbissen eines Fettleibigen, der an Weihnachten zuviel Süßigkeiten in sich hineinstopft. Die langen Melodienbögen, das Belcanto, ganz nahe am Süßlichen und Gefälligen, die bruchlos aufgehenden Harmonien.

Großes Opernvergnügen

Dieses Mal ist es anders. Man erlebt den Musikdramatiker Puccini, den szenischen Gestalter, der das Geschehen mit rauen, zuweilen rohen Klängen ausstattet, musikalisch – an Wagner erinnernd – ausmalt und die Dissonanzen nicht scheut, wenn sich Tragisches, Zwiespältiges ereignet. Und der mit impressionistischen Valeurs imponiert, wenn sich Hintergründiges zuträgt, mit einem Satz: man staunt über die Modernität dieses Komponisten.

Bayerische Staatsoper / Il trittico - hier in Gianni Schicci das Ensemble © Wilfried Hoesl

Bayerische Staatsoper / Il trittico – hier in Gianni Schicci das Ensemble © Wilfried Hoesl

Nicht lange braucht man zu suchen, woran dies liegt: am Dirigenten Kirill Petrenko. Er hat das brillante Bayerische Staatsorchester fest im Griff, erlaubt keine Ausrutscher ins Melodramatische oder gar Kitschige, führt straff und in die Komposition hineinhörend. Eine glänzende Leistung, zweifelsfrei, aber so weit sollte man dann doch nicht gehen wie die SZ, nicht gerade einen naiven Wunderglauben strapazieren und gleich von Petrenkos „Wunderhänden“ träumen, denen die Musik gleichsam im Akt des Dirigierens entströmt (da wäre Theodor W. Adornos Aufsatz „Dirigent und Orchester“ in der „Einleitung in die Musiksoziologie“ korrigierend hilfreich gewesen). Die Musik hat immer noch Puccini geschrieben und das Orchester hat sie gespielt und der Dirigent hat sie – großartig – interpretiert. So verhält es sich nunmal in der hierarchischen Ordnung der Kunst. Verbeugung vor Puccini.

Es handelt sich bei Il trittico, wenn man durchaus so will, um ein Triptychon. Freilich fällt es einigermaßen schwer, eine verbindende Idee zu finden, zu unterschiedlich sind die Handlungen, zu disparat die zugrundeliegenden Ereingisse. Der intellektuelle Aufwand, aus den drei Stücken eine Grundidee herauszudestillieren, wirkt verkrampft und führt zu keinem überzeugenden Ergebnis.

Aber ist dies denn überhaupt notwendig? Wo doch jede der drei Opern durchaus einleuchtend und in sich geschlossen für sich spricht. Die Stücke werden von der niederländischen Regisseurin Lotte de Beer beeindruckend und mit sparsamen Mitteln in Szene gesetzt: eben als selbständige Werke:

Bayerische Staatsoper / Il trittico hier in Il tabarro mit Eva-Maria Westbroek als Giorgetta, Wolfgang Koch als Michele und Yonghoon Lee als Michele © Wilfried Hoesl

Bayerische Staatsoper / Il trittico hier in Il tabarro mit Eva-Maria Westbroek als Giorgetta, Wolfgang Koch als Michele und Yonghoon Lee als Michele © Wilfried Hoesl

Il tabarro spielt im Paris des beginnenden 20. Jahrhunderts. Michele ist der Eigentümer eines Lastenkahns, der die Existenzgrundlage für ihn und seine Frau Giorgetta darstellt. Als das gemeinsame Kind stirbt, entfremden sich die Eheleute. Giorgetta verliebt sich in den auf dem Kahn arbeitenden Löscher Luigi. Als ihr Ehemann Michele hinter die ehewidrige Beziehung kommt, erwürgt er Luigi und bedeckt die Leiche mit einem Mantel.

Suor Angelica handelt vom Leben der Schwester Angelica in einem Kloster zum Ende des 17. Jahrhunderts. Angelica ist fürstlicher Herkunft. Als sie ein uneheliches Kind, einen Sohn, bekommt, wird sie von ihrer Tante (ihre Eltern sind bereits gestorben) zur Strafe in ein Kloster gesteckt. Nachdem sie dort bereits sieben Jahre, für die Heilkräuter zuständig, arbeitet, bekommt sie endlich von der Tante den sehnlich erwarteten Besuch. Sie will wissen, wie es ihrem Kind geht. Die Tante teilt ihr kalt und ohne Anteilnahme mit, dass das Kind vor zwei Jahren gestorben sei. In ihrer Verzweiflung vergiftet sich Angelica. Im Todeskampf hat sie die Vision der Muttergottes, die Angelicas Kind in den Armen haltend Mutter und Sohn zusammenführt.

Gianni Schicchi schließlich spielt im Florenz des Jahres 1299. Der reiche Buoso Donati ist gestorben. Die mittellose Verwandtschaft versammelt sich am Totenbett in der Hoffnung, vom Erblasser testamentarisch reich bedacht worden zu sein. Aus dem endlich gefundenen Testament ergibt sich jedoch, dass Donati seinen gesamten Nachlass einem Kloster übereignet. Die leer ausgehende Verwandtschaft ist ratlos und verzweifelt. Der herbeigerufene Erzgauner und gelernte Betrüger Gianni Schicchi, dessen Tochter Lauretta den einst präsumptiven Erben Rinuccio liebt und im Erbfalle heiraten will, kommt auf die Idee, den Leichnam Donatis wegzuschaffen. Er will sich in das Totenbett legen und einem herbeigerufenen Notar vorspiegeln, es handele sich bei ihm, Schicchi, um den – natürlich noch lebenden – Donati, der sein Testament diktieren und notariell beurkunden lassen will. So geschieht es. Schicchi, alias Donati, diktiert dem gutgläubigen (oder bestochenen, die Höhe der Entlohnung spricht für eine Bestechungssumme) Notar seine letztwillige Verfügung, mit der er vor allem und zum übergroßen Anteil sich selbst bedenkt. Er verweist die empört protestierende Verwandtschaft aus dem nun ihm gehörenden Haus.

Besonders Gianni Schicchi überzeugt musikalisch und von der burlesken, temporeichen Handlung her, der geradezu überbordenden Komik, die sich von der Musik auf das Geschehen überträgt.

Bayerische Staatsoper / Il trittico hier in Suor Angelica Ermonela Jaho als Angelica sowie Ensemble und Chor © Wilfried Hoesl

Bayerische Staatsoper / Il trittico hier in Suor Angelica Ermonela Jaho als Angelica sowie Ensemble und Chor © Wilfried Hoesl

Lotte de Beer hat alle drei Opern in einem Trichter inszeniert, der sich zum Zuschauerraum hin öffnet und Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft symbolisieren soll. Eine Art Zeitbehälter. Diese Bühnengestaltung ist aus sich heraus zwar nicht verständlich, man käme als Zuschauer nicht ohne weiteres darauf und ist gut beraten, sich zuvor die Ausführungen der Regisseurin im Podcast des Nationaltheaters anzuhören.

Der insgesamt durchaus gelungenen Inszenierung tut dies freilich keinen Abbruch. Die Regisseurin verzichtet darauf, mit allerlei Performance-Tricks und dem Schnickschnack des Regietheaters Eindruck zu schinden und Tiefgründiges vorzutäuschen, sondern belässt es bei einigen Requisiten, wie etwa einer Luke im Kahn von Il tabarro, den weißen Gewändern der Nonnen in Suor Angelica, oder den clownesken Kostümen in Gianni Schicchi, um Orte und Stimmung des Geschehens zu charakterisieren. Die geschickte Lichtregie tut ein Übriges. Warum allerdings die Szene sich in Il Tabarro und Suor Angelica (wo die wundergläubige und visionäre Handlung besonders am Ende – freilich ohne Verschulden der Regisseurin –  doch arg den Kitsch streift) zum Schluss im Trichter dreht, erschloss sich dem Rezensenten nicht.

Außer dem großartigen Dirigat und der brillanten Orchesterleistung sind Ermonela Jahos wunderschön warmer Sopran und der kernige Bass von Ambrogio Maestri besonders hervorzuheben. Eine Einzelkritik aller Protagonisten würde den Rahmen einer Rezension sprengen.

Insgesamt ein vom Publikum zu Recht begeistert gefeiertes Opernerlebnis. Eine Empfehlung für München-Besucher: sollten Sie im Januar oder Juli hierher kommen, versäumen Sie nicht Il trittico, erkämpfen Sie sich ein Ticket.

Il trittico an der Baerischen Statsoper: Die weiteren Termine 14.7.2018, 16.7.2018

 

Berlin, Staatsoper im Schiller Theater, 2016/17: Letzte Spielzeit im Notbehelf? IOCO Aktuell, 15.08.2016

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Staatsoper im Schiller Theater

Staatsoper im Schillertheater © Thomas Bartilla

Staatsoper im Schillertheater © Thomas Bartilla

Spielplan 2016/17: Große Namen im Notbehelf

 Bartoli, Kaufmann, Hampson, Nylund, LangLang ….

Eröffnungsfest am 10. September 2016

Staatsoper Berlin / Barenboim - Flim - Spielplan 16/17 © IOCO

Staatsoper Berlin / Barenboim – Flim – Spielplan 16/17 © IOCO

Sieben Jahre Notbehelf, Staatsoper im Schillertheater, so von Jürgen Flimm im April 2016 offiziell verkündet, gehen im Sommer 2017 zu Ende. Die sanierte Staatsoper Unter den Linden soll am 3. Oktober 2017 wieder für den Spielbetrieb geöffnet sein. 108 Premieren, über 2000 Veranstaltungen werden bis Herbst 2017 im Notbehelf Schillertheater gegeben worden sein. Eine Mammutaufgabe für alle in diesem Notbehelf tätigen Menschen. Auffällig, dass große Künstler aus aller Welt ihren Weg nach Berlin, in das lütte Schillertheater gefunden haben. Ein großes Verdienst, nicht nur von Daniel Barenboim und Jürgen Flimm. Alle Mitarbeiter des Hauses, von der Logistik bis zur Beleuchtung haben Großes geleistet.

Anekdotisches 2016/17: Die Staatskapelle Berlin besteht 175 Jahre (Giacomo Meyerbeer damals Generalmusikdirektor), seit 25 Jahren wird sie von Daniel Barenboim geleitet

Die neue Staatsoper Unter den Linden wird vollständig barrierefrei sein, verbesserte Akustik besitzen und mit moderner Logistik den Anforderungen eines modernen Repertoiretheaters besser gerecht werden. 2010 genannte Sanierungskosten der Staatsoper Unter den Linden von € 250 Mio werden, von IOCO geschätzt, auf weit über € 500 Mio gestiegen sein. Die Sanierung der Staatsoper wird damit, wie die Elbphilharmonie Hamburg oder die Oper Köln, zum finanziellen Großdesaster geworden sein. Die Steuerzahler Deutschlands müssen dafür gerade stehen, andere Projekte werden gekürzt werden.

Für die letzte Spielzeit 2016/17 im Schillertheater sind die Akzente der Staatsoper auf acht Premieren auf der großen Bühne, fünf in der Werkstatt, sowie ein Abschiedsprojekt Schillertheater im nebenan gelegenen Café Keese. Dazu kommen 20 Musiktheaterwerke aus dem Repertoire, mehr als 80 Konzerte, die 22. Ausgabe der FESTTAGE sowie zum 7. Mal INFEKTION! Festival für Neues Musiktheater. Insgesamt über 280 Veranstaltungen plus Projekte der Jungen Staatsoper.

PREMIEREN…:  3. Oktober 2016  Fidelio, Regie Harry Kupfer

Die Eröffnungspremiere der Spielzeit am 3. Oktober 2016 ist eine Neuproduktion von Ludwig van Beethovens Fidelio unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim und in der Regie von Harry Kupfer, der erstmals seit 15 Jahren wieder an der Berliner Staatsoper inszeniert. Die künstlerische Zusammenarbeit von Harry Kupfer und Daniel Barenboim begann 1992 mit Parsifal, es folgten bis 2001 neun weitere gemeinsame Wagner-Neuproduktionen. Den bisherigen Höhepunkt der gemeinsamen Zusammenarbeit bildete die Aufführung des Wagner-Zyklus’ zu den FESTTAGEN 2002.

 Georges Bizet © IOCO

Georges Bizet © IOCO

Daniel Barenboim dirigiert Richard Strauss’ Elektra, die letzte Operninszenierung von Patrice Chéreau, die nun als Koproduktion mit u. a. der Mailänder Scala, der Met Opera und Aix-en-Provence erstmals in Berlin zu sehen sein wird, mit u. a. Evelyn Herlitzius in der Titelpartie. Gemeinsam mit Wim Wenders, der damit sein Opernregiedebüt gibt, erarbeitet Daniel Barenboim Georges Bizets Les pêcheurs de perles | Die Perlenfischer.

Café Keese © IOCO

Café Keese © IOCO

Zu den weiteren Premieren der Spielzeit 2016/17 zählen Jürgen Flimms Inszenierung von Giacomo Puccinis Manon Lescaut, eine Koproduktion mit dem Mikhailovsky Theater Sankt Petersburg (ML: Mikhail Tatarnikov) und Hector Berlioz’ La damnation de Faust, inszeniert von Monty Python-Mitbegründer Terry Gilliam und dirigiert von Sir Simon Rattle. Magdalena Kozena begleitet Ehemann Rattle auch in dieser Produktion, hier in der Partie der Marguerite. Sven-Eric Bechtolf  deutet Henry Purcells King Arthur mit Sängern und Schauspielern neu, musikalisch geleitet von René Jacobs, der damit seine 24. Produktion an der Staatsoper realisiert. Erstmals in Berlin zu sehen ist die Koproduktion mit der Staatsoper Stuttgart von Wolfgang Rihms Jakob Lenz in der Regie von Andrea Breth mit Georg Nigl in der Titelpartie (ML: Franck Ollu). Die FESTTAGE-Premiere 2017 ist Richard Strauss’ Die Frau ohne Schatten, inszeniert von Claus Guth und musikalisch geleitet vom Ehrendirigenten der Staatskapelle Berlin, Zubin Mehta.
Im Rahmen von INFEKTION! gestalten Jürgen Flimm und Isabel Ostermann darüber hinaus einen Musiktheaterabend unter dem Titel Ort der Sehnsucht im Café Keese in der Bismarckstraße 108, mit Sängern des Staatsopernchors, Musikern, Tänzern und Schauspielern.

Wolfgang A Mozart © IOCO

Wolfgang A Mozart © IOCO

Daniel Barenboim wird 2016/17 neben den drei Premieren bei Giuseppe Verdis Macbeth mit Plácido Domingo in der Titelrolle sowie bei Richard Wagners Parsifal als FESTTAGE-Wiederaufnahme am Pult der Staatskapelle Berlin zu erleben sein. Vier Wiederaufnahmen von Inszenierungen von Jürgen Flimm stehen mit Glucks Orfeo ed Euridice, Mozarts Le nozze di Figaro, Händels Il trionfo del Tempo e del Disinganno und der Werkstatt-Produktion »Wissen Sie, wie man Töne reinigt? Satiesfactionen« auf dem Programm. Weitere Highlights aus dem Repertoire sind u. a. Janáceks Katja Kabanowa mit Simon Rattle am Pult, Wagners Tannhäuser, geleitet von Simone Young, und Puccinis Tosca mit Angela Gheorghiu in der Titelpartie.

Zu den großen Sängerpersönlichkeiten der kommenden Spielzeit gehören u. a. Cecilia Bartoli, Piotr Beczala, Johan Botha, Ildebrando D’Arcangelo, Plácido Domingo, Burkhard Fritz, Angela Gheorghiu, Thomas Hampson, Evelyn Herlitzius, Jonas Kaufmann, Wolfgang Koch, Magdalena Kožená, Christopher Maltman, Waltraud Meier, Liudmyla Monastyrska, Georg Nigl, Camilla Nylund, René Pape, Olga Peretyatko, Adrianne Pieczonka, Anna Prohaska, Dorothea Röschmann, Matti Salminen, Fabio Sartori, Andreas Schager, Erwin Schrott, Falk Struckmann, Iréne Theorin, Michael Volle und Eva-Maria Westbroek.

Berliner DOM © IOCO

Berliner DOM © IOCO

KONZERTE:   16 große Sinfoniekonzerte

Die Staatskapelle Berlin spielt in Berlin 16 große Sinfoniekonzerte mit acht Programmen in der Philharmonie und im Konzerthaus. Zehn von ihnen stehen unter der Leitung von Daniel Barenboim, der 2016/17 seit 25 Jahren an der Spitze des Orchesters steht. Die weiteren großen Orchesterkonzerte werden geleitet von Paavo JärviZubin Mehta und Lahav Shani. Als Solisten sind Lang Lang, Radu Lupu, Piotr Anderszewski (Klavier), Lisa Batiashvili (Violine) sowie die Sopranistin Julia Kleiter, Tenor Benjamin Bernheim und Bass René Pape zu erleben.

Einen besonderen Auftakt bildet das I. Abonnementkonzert in Zusammenarbeit mit dem Musikfest Berlin, bei dem Edward Elgars monumentales Oratorium The Dream of Gerontius unter der Leitung von Daniel Barenboim zur Aufführung gelangt, mit den Gesangssolisten Sarah Connolly, Jonas Kaufmann und Thomas Hampson, der Staatskapelle Berlin und über 200 beteiligten Sängern des Staatsopernchors, des Konzert- und Jugendchors der Staatsoper und des RIAS Kammerchors.

Simone Young © IOCO

Simone Young © IOCO

Mezzosopranistin Cecilia Bartoli wird bei einem Benefizkonzert zugunsten der Sanierung der Staatsoper Unter den Linden gemeinsam mit der Staatskapelle Berlin und Daniel Barenboim Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn aufführen. Die FESTTAGE umfassen ein Konzert der Wiener Philharmoniker (mit einem Mozart-Schönberg-Programm), zwei Konzerte der Staatskapelle Berlin mit den Solisten Anne-Sophie Mutter und Radu Lupu sowie ein Duo Recital mit Martha Argerich und Daniel Barenboim. Die Konzerte zum Jahreswechsel setzen 2016/17 einen besonderen Akzent mit einem gemeinsamen Programm von Violinistin Lisa Batiashvili, Trompeter Till Brönner, Daniel Barenboim, der Staatskapelle Berlin sowie dem Till Brönner Orchestra. Unter der Leitung von Simone Young findet eine Wagner-Gala statt, bei der u. a. Waltraud Meier, Camilla Nylund, Anne Schwanewilms, Johan Botha, Burkhard Fritz, Wolfgang Koch, René Pape sowie der Staatsopernchor zu erleben sind.

Staatsoper Berlin / Staatsoper unter den Linden - Eröffnung 3. Oktober 2017 © IOCO

Staatsoper Berlin / Staatsoper unter den Linden – Eröffnung 3. Oktober 2017 © IOCO

Im neuen Pierre Boulez Saal steht ein Zyklus mit sämtlichen Schubert-Sinfonien, gespielt von der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim, auf dem Programm.  Darüber hinaus werden ein Weihnachtskonzert mit dem Kinderchor der Staatsoper und der Staatskapelle, »Klimakonzerte« des »Orchester des Wandels«, Kammerkonzerte mit Mitgliedern der Staatskapelle und ihren Gästen im Bode-Museum und im Gläsernen Foyer des Schiller Theaters stattfinden. Das Gläserne Foyer ist überdies der Ort für Liedrecitals mit Solisten des Hauses, für Kinderkonzerte sowie für das zweite Symposion 450 Jahre Staatskapelle Berlin. Die Konzertreihe Preußens Hofmusik ist an einer neuen Spielstätte, dem Weißen Saal im Schloss Charlottenburg, angesiedelt.
Alle Konzerttermine der Staatskapelle Berlin finden Sie nun auf einen Blick auf der neuen Website des Orchesters, die seit heute unter www.staatskapelle-berlin.de online ist.

STAATSKAPELLE BERLIN ON TOUR

Die Staatskapelle Berlin und Daniel Barenboim setzen 2016/17 ihre intensive Beschäftigung mit Anton Bruckner fort und bringen den Zyklus aller Bruckner-Sinfonien sowohl in der Pariser Philharmonie (in drei Etappen von September 2016 bis September 2017) als auch in der New Yorker Carnegie Hall (16. bis 29. Januar 2017) zur Aufführung. Weitere Gastspiele führen das Orchester und ihren Generalmusikdirektor im Rahmen der Proms nach London, zum Lucerne Festival, in den Wiener Musikverein sowie in die neue Elbphilharmonie Hamburg.

WERKSTATT:  Uraufführung  Comeback von Oscar Strasnoy

Die Werkstatt wird 2016/17 mit einer Uraufführung von Oscar Strasnoys Comeback nach einem Libretto von Christoph Hein eröffnet. Zu den weiteren Premieren zählen La Douce nach einer Dostojewski-Novelle von Emmanuel Nunes, Nicola Sanis Il tempo sospeso del volo, eine Kammeroper über die Geschichte des Mafia-Jägers Giovanni Falcone, sowie Aribert Reimanns Die Gespenstersonate nach dem Drama von Strindberg.
Die Junge Staatsoper ist u. a. mit dem vom Jugendclub und Jugendchor der Staatsoper gestalteten Musiktheaterprojekt »Ouropera« in der Werkstatt präsent.

Den Beginn der neuen Spielzeit feiert die Berliner Staatsoper am 10. September 2016 wieder mit einem Eröffnungsfest für kleine und große Gäste. Dazu laden wir Sie schon jetzt ganz herzlich ein!

Das komplette Programm der Spielzeit 2016/17 mit weiteren Informationen zur neuen Saison finden Sie ab sofort unter www.staatsoper-berlin.de.

Staatsoper im Schillertheater – Karten Hier :
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Berlin, Staatsoper im Schiller Theater, Spielplan 2013/14 – Und ewig dauert das Interim, IOCO Aktuell,


Aktuell

Staatsoper im Schillertheater © Thomas Bartilla

Staatsoper im Schillertheater © Thomas Bartilla

Staatsoper im Schiller Theater

Kleine Staatsoper, großes Musiktheater, dröhnender Bauskandal

Jürgen Flimm © IOCO

Jürgen Flimm © IOCO

Jürgen Flimm, 71, Intendant der bis 2010 hoch geschätzten Berliner Staatsoper Unter den Linden leitete seine dritte Jahrespressekonferenz (JPK) im peripheren Schiller Theater an der Bismarckstraße (974 Plätze); für drei, fünf oder sieben Jahre – so genau weiß dies keiner – Ersatzspielstätte der Staatsoper. Die Hauptspielstätte Unter den Linden wird seit 2010 saniert. Die Sanierung sollte bis 2013 dauern, doch dann verzögerten Berliner Überraschungen den Rückzugtermin, auf 2015 oder später. Ein belastbarer Rückzugtermin der Staatsoper wird, so Flimm sarkastisch, erst im Laufe des Jahres 2014 genannt; weitere Verzögerungen seien denkbar. Kosten des verspäteten Rückzugs würden ausgeglichen. Das sei sicher, so Flimm und Geschäftsführer Unganz. Die Sanierungskosten der Staatsoper wurden 2010 offiziell noch mit €239 Mio veranschlagt; öffentlich geflüsterte Sanierungskosten betragen dagegen inzwischen über €500 Mio. Weiteres Berliner Kuriosum: Die Deutsche Oper Berlin (1.954 Plätze) produziert 300 Meter neben dem Schiller Theater, auf der Bismarckstraße, ebenfalls gutes wie hoch subventioniertes Musiktheater. Die Sanierung der Berliner Staatsoper: Weiterer Inbegriff des Berliner Bau-Chaos´: „Ohne das„, wie Jürgen Flimm sagt, „einer vom Platz gestellt wird. Flimm weiter… wir regen uns nicht mehr auf …vielleicht macht man aus der Staatsoper ein Abfertigungsgebäude für den Flughafen.…“.

Erleben Sie die Jahrespressekonferenz live auf dem folgenden Video:

Authentische Jahrespressekonferenz: Abseits politischer Rücksichten 

Daniel Barenboim © IOCO

Daniel Barenboim © IOCO

Jürgen Flimm und Generalmusikdirektor Daniel Barenboim, 70, beide gesundheitlich angeschlagen, lieferten eine lebendige wie kompetente Jahrespressekonferenz ab. Irdisches fand nur beiläufig Erwähnung: Die Auslastung sollen bei 88% liegen, 155.000 Besucher haben in 264 Veranstaltungen der laufenden Saison das Staatstheater besucht. Zu wenig, wenn man die extremen Kosten des Provisoriums und einen Staatsoper-Anspruch zugrunde legt. Doch, mit künstlerisch hohen Ambitionen glaubhaft verfüllt, mit fröhlichem wie schwarzem Humor begleitet, hielten Flimm und Barenboim die Bedeutung ihres Provisoriums hoch. Man hörte

–  Daniel Barenboim in seiner Jugend die Größe Verdi´scher Partituren nicht erfasste und nur über Pavarotti und Domingo zu seinem Verdi-Stil fand. Barenboim möchte Verdi in den kommenden Jahren zu seinem Staatsopern-Schwerpunkt  machen. Im Herbst 2013 dirigiert er die Premiere von Il Trovatore.

Placido Domingo und andere Weltstars das Schiller Theater wegen der sängerfreundlichen Akustik sehr schätzen („Klang wie in meinem Wohnzimmer“)

Sasha Waltz, bekannte Berliner Ballettgröße und Choreographin, in der Spielzeit 2013/14 eng an die Staatsoper gebunden wird: Waltz inszeniert ihre erste Oper, Tannhäuser, und die Ballettproduktion SACRE mit Musik von Igor Strawinsky (dessen Le Sacre du Primtemps wurde vor 100 Jahren uraufgeführt), Hector Berlioz und Claude Debussy. Beides mit Daniel Barenboim am Pult. Zudem steht die Wiederaufnahme von Dido & Aeneas in der Choreographie von Sasha Waltz auf dem Spielplan (s. unten).

Spielzeiteröffnung 15. September mit Fest für Groß und Klein

Staatsoper im Schillertheater / Daniel Barenboim / © Monika Ritterhaus

Staatsoper im Schillertheater / Daniel Barenboim / © Monika Ritterhaus

Die Spielzeit 2013/14 der Berliner Staatsoper beginnt offiziell am 15. September erstmals mit einem Eröffnungsfest für kleine und große Gäste. Im Saal gibt es Verse von Wilhelm Busch und Musik von Alois Zimmermann. Vorgetragen von Jürgen Flimm und Musikern der Staatskapelle. Dazu viele Überraschungen. Lassen Sie sich überraschen!

Neun Musiktheater-Premieren, darunter eine Uraufführung, setzen die Opern-Akzente der kommenden Saison. Dazu weitere sechs Premieren auf der Werkstattbühne. 24 Opernwerke aus dem Repertoire, mehr als 70 Konzerte, die jährlichen FESTTAGE zu Ostern, die vierte Ausgabe des Festivals für Neues Musiktheater INFEKTION! und zahlreiche Projekte der Jungen Staatsoper. Insgesamt sind es über 300 Veranstaltungen an der Staatsoper. Neun Musiktheater-Premieren:

– Die Zarenbraut, Nikolai Rimsky-Korsakow´s hierzulande selten gezeigte Oper in der Regie von Dmitri Tcherniakov, die Eröffnungspremiere ist am 3. 10. 2013.

SACRE, 26. Oktober 2013, eine Opern-Ballettproduktion, inszeniert und choreographiert von Sasha Waltz, zum 100-jährigen Jubiläum der Uraufführung Igor Strawinskys Le Sacre du printemps in Verbindung mit SCENE D´AMOUR aus Romeo und Julia von Hector Berlioz und L`APRÈS-MIDI D´UN FAUNE von Claude Debussy

Il Trovatore, 29.November 2013, von Giuseppe Verdi, mit Daniel Barenboim am Pult, Graf Luna: Placido Domingo, Leonora: Anna Netrebko, Manrico: Aleksandr Antonenko, Ferrando: Adrian Sampetrean, Acucena: Marian Prudenskaja

Katja Kabanowa, 25. Januar 2014, von Leos Janacek, mit Simon Rattle am Pult, Katja: Eva-Maria Westbroek, Marfa: Deborah Polaski, Dikoj: Pavlo Hunka, Boris: Pavel Cernoch

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REIN GOLD, 9. März 2014, Uraufführung von Nicolas Stemann, nach einem Bühnenessay von Elfriede Jelinek zu Richard Wagners Ring der Nibelungen mit Markus Poschner am Pult

Tannhäuser, 12. April 2014, von Richard Wagner, Regie/Choreographie: Sasha Waltz, mit Daniel Barenboim am Pult, Tannhäuser: Peter Seiffert, Landgraf: René Pape, Elisabeth: Marina Poplavskaja, Venus: Marina Prudenskaja

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, 6. Juni 2014, Musik von Kurt Weill, Text von Bertolt Brecht, Jenny Hill: Evelin Novak, Jim Mahoney: Michael König

Neither und Footfalls (Doppelabend), 22. Juni 2014, von Morton Feldmann und Samuel Beckett, Francois Xavier Roth am Pult, Inszenierung Katie Mitchell, Sopran: Laura Aikin

Macbeth, Juni 2014, noch ohne genauen Termin, Kammeroper von Salvarore Sciarrino, Inszenierung Jürgen Flimm, als Teil von INFEKTION!, des Festival für neues Musiktheater

Staatsoper Unter den Linden Großer Saal © Marion Schöne

Staatsoper Unter den Linden Großer Saal © Marion Schöne

Grab Georg Friederich Händel im Westminster Abbey London © IOCO

Grab Georg Friederich Händel im Westminster Abbey London © IOCO

22 Repertoire-Stücke mit großer Besetzung  stehen auf dem Spielplan der kommenden Spielzeit. Darunter: AIDA von Giuseppe Verdi mit Zubin Mehta am Pult, Inszenierung Pet Halmen, ab 15.2.2014; Aschemond oder The Fairy Queen von Helmut Oehring / Henry Purcell, ab 23. Juni 2014; Der Fliegende Holländer von Richard Wagner, Inszenierung Philipp Stölzl, ab 12. Dezember 2013; Dido & Aeneas von Henry Purcell nach dem 4. Gesang von Vergil, Choreographie Sasha Waltz, ab 6. Mai 2014; Die Zauberflöte von W.A. Mozart, Inszenierung August Everding, Pamina: Anna Prohaska, ab 8. November 2013; Don Carlo von Giuseppe Verdi, Massimo Zanetti am Pult, Philipp II. René Pape, ab 18. Mai 2014; Don Giovanni von W.A. Mozart, Daniel Barenboim am Pult, Christopher Maltmann als Don Giovanni, Rolando Villazon als Don Ottavio, Anna Prohaska als Zerlina, ab 18. Oktober 2013; aber auch: FOR THE DISCONNECTED CHILD ein Projekt von Falk Richter; Il barbiere di Siviglia von Gioacchino Rossini mit Gyula Orendt als Figaro, ab 24. Januar 2014; Il Trionfo del Tempo e del Disinganno von Georg Friedrich Händel, ab 7.6.2014; La Bohème von Giacomo Puccini mit Josep Caballé-Domenech am Pult und Alexey Dolgov als Rodolfo, ab 20 Dezember 2013. Salome von Richard Strauss nach Oscar Wilde mit Zubin Mehta am Pult und Camilla Nylund als Salome, ab 2. Februar 2014; Simon Boccanegra von Giuseppe Verdi mit Daniel Barenboim am Pult und Placido Domingo als Simon Boccanegra, und Anja Harteros als Maria Boccanegra, ab 13. April 2014; aber auch Tosca ab 28.2.2014; Ein Maskenball ab 14. September 2013, Wozzeck ab 4. Oktober 2013.

Mit den großen Sängerpersönlichkeiten der kommenden Spielzeit wird die Staatsoper auch im Schiller Theater ihren hohen Ansprüchen gerecht: Anna Netrebko, Plácido Domingo, Rolando Villazón, René Pape, Peter Seiffert, Bejun Mehta, Peter Mattei, Anna Prohaska, Liudmyla Monastyrska, Christine Schäfer, Anja Harteros, Waltraud Meier, Camilla Nylund, Olga Peretyatko, Deborah Polaski, Dorothea Röschmann, Eva-Maria Westbroek, Pavel Cernoch, Albert Dohmen und Christopher Maltman.

Staatsoper im Schillertheater – Spielzeit 2013/14: Alle Karten Hier
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Die Staatskapelle Berlin gibt im Rahmen ihrer 172. Abo-Konzertsaison acht große Sinfoniekonzerte in der Philharmonie und im Konzerthaus. Fünf von ihnen wird Daniel Barenboim dirigieren, bei einem weiteren tritt er als Pianist auf. Darüber hinaus sind andere erstklassigen Pianisten zu Gast: Martha Argerich, Yefim Bronfman, Maurizio Pollini und András Schiff, der als Solist und musikalischer Leiter ein Programm mit sechs Klavierkonzerten von Johann Sebastian Bach gestaltet. Weitere Dirigenten und Solisten sind Zubin Mehta, Michael Gielen, Dorothea Röschmann, Bernarda Fink und Guy Braunstein. Hinzu kommen ein Benefizkonzert zugunsten der Sanierung der Staatsoper mit Lang Lang, die traditionellen Konzerte zum Jahreswechsel, die diesmal von Pablo Heras-Casado dirigiert werden sowie die Konzerte zu den FESTTAGEN 2014, bei denen erstmals die Wiener Philharmoniker mit einem Mozart-Programm zu erleben sind. Zudem tritt Plácido Domingo gemeinsam mit der Staatskapelle Berlin auf; schließlich steht ein Duo-Klavierrecital mit Martha Argerich und Daniel Barenboim auf dem Programm.

Beethoven-Haus in Wien © IOCO

Beethoven-Haus in Wien © IOCO

Der Barenboim-Zyklus umfasst in der Saison 2013/14 vier Konzerte: eine Liedmatinee mit Anna Prohaska, zwei Kammerkonzerte mit Mitgliedern der Staatskapelle sowie ein Klavierrecital mit dem Pianisten Piotr Anderszewski. Die Kammerkonzerte im Festsaal des Roten Rathauses und im Bode-Museum reflektieren in dieser Spielzeit die reichhaltige Geschichte des Orchesters, das 1570, vor 444 Jahren, zum ersten Mal als kurbrandenburgische Hofkapelle erwähnt wurde. Zwei Benefizkonzerte der Stiftung Naturton, die von den Musikern der Staatskapelle getragen wird, finden an ungewöhnlichen Orten statt: in der Lokhalle am Natur-Park Schöneberger Südgelände sowie am Telegrafenberg Potsdam.

In der Werkstatt werden wieder zeitgenössisches und experimentelles Musiktheater sowie Stücke der Klassischen Moderne zu sehen sein: Ernst Kreneks Vertrauenssache, Lucia Ronchettis Lezione di tenebra, Paul-Heinz Dittrichs Die Verwandlung / Die Blinden, Harrison Birtwistles Punch and Judy und Salvatore Sciarrinos Lohengrin. Außerdem wird als Premiere der Jungen Staatsoper Georges Aperghis´ Rotkäppchen und Wiederaufnahmen von Ermanno Wolf-Ferraris Aschenputtel und Dmitri Schostakowitschs Moskau Tscherjomuschki zu erleben sein.

Der Spielplan 2013/14 der Staatsoper im Schiller Theater:  Peripheres Provisorium meets Feuerwerk der Hochkultur aus Tanz, Theater und Musik“. Für Jahre. Nur in Berlin !

IOCO / Viktor Jarosch /  Mai 2013

Frankfurt, Oper Frankfurt, Premiere LA FANCIULLA DEL WEST von Giacomo Puccini, 12.05.2013

Mai 8, 2013 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

 LA FANCIULLA DEL WEST  von Giacomo Puccini

Premiere: Sonntag, 12. Mai 2013, um 18.00 Uhr,  Weitere Vorstellungen: 16., 19., 24., 30. Mai, 2., 9. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren), 12., 15. Juni 2013 Falls nicht anders angegeben, Beginn  um 19.30 Uhr

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Die Premiere wird vom Hessischen Rundfunk (HR) in Kooperation mit Deutschlandradio Kultur (DLR Kultur) aufgezeichnet. Der Hessische Rundfunk überträgt live auf hr2-kultur (auch als Livestream unter www.hr2-kultur.de) am Sonntag, dem 12. Mai 2013, mit Vorprogramm ab 17.30 Uhr. Deutschlandradio Kultur sendet die Aufnahme zeitversetzt und bundesweit am Samstag, dem 1. Juni 2013, ab 19.05 Uhr.

Oper Frankfurt / La fanciulla del West© Monika Rittershaus

Anlässlich der amerikanischen Erstaufführungen seiner Opern Manon Lescaut und Madama Butterfly 1907 an der New Yorker Metropolitan Opera besuchte Giacomo Puccini (1858-1924) eine Vorstellung von David Belascos Schauspiel The Girl of the Golden West (1905). Obwohl es mit seinen Englischkenntnissen nicht zum Besten stand, war der italienische Komponist – geleitet von seinem untrüglichen Theaterinstinkt – von der Handlung hingerissen. Der Plan zur Komposition einer „Wildwestoper“, die zudem an der Met uraufgeführt werden sollte, war daher schnell gefasst. Die Uraufführung am 10. Dezember 1910 mit Emmy Destinn, Enrico Caruso und Pasquale Amato in den drei Hauptpartien sowie unter der musikalischen Leitung von Arturo Toscanini war beim Publikum äußerst erfolgreich. In Frankfurt war die Oper in einer szenischen Realisierung zuletzt 1958 in der Regie von Hans Hartleb und unter der musikalischen Leitung von Wolfgang Rennert zu erleben.

Oper Frankfurt / La fanciulla del West© Monika Rittershaus / Eva-Maria Westbroek (Minnie) und Ashley Holland (Jack Rance) Zur Handlung: Minnie ist Wirtin eines Saloons und die gute Seele eines kalifornischen Goldgräberlagers. Die Avancen des Sheriffs Jack Rance wehrt sie kategorisch ab. Sie hat nur Augen für einen Fremden namens Dick Johnson, hinter dem sich in Wahrheit der Bandit Ramerrez verbirgt, der mit seiner Bande das Camp ausrauben will. Diesen Plan verwirft er jedoch, da er Minnies rasch gefasste Zuneigung erwidert. Als Johnson bei einem Schusswechsel mit den Goldgräbern und dem eifersüchtigen Sheriff, welcher sein doppeltes Spiel durchschaut, schwer verwundet wird, startet Minnie eine ungewöhnliche Rettungsaktion. Sie schlägt Rance ein Pokerspiel um das Leben des Geliebten vor: Gewinnt sie, ist Dick frei; verliert sie, müssen sich beide dem Sheriff ausliefern…

Mit dieser Produktion fügt der als Wagner- und Strauss-Spezialist geltende Frankfurter Generalmusikdirektor Sebastian Weigle seinem Repertoire eine neue Facette hinzu. Dabei handelt es sich um die Übernahme einer Stockholmer Inszenierung von Christof Loy in neuer Besetzung. Nach der Premiere in Schweden am 17. Dezember 2011 bescheinigte die deutsche Presse der Arbeit seinerzeit einen „grandiosen Erfolg“ und begeisterte sich für eine Inszenierung, „bei der man eigentlich nichts besser machen kann.“ Die international gefragte holländische Sopranistin Eva-Maria Westbroek, in Frankfurt zuletzt als Sieglinde in Wagners Walküre erfolgreich, kehrt nun für die Titelpartie an den Main zurück. Gleichfalls keine Unbekannten in Frankfurt sind der aus Uruguay stammende Tenor Carlo Ventre (Dick Johnson) und der englische Bariton Ashley Holland (Jack Rance). Zu den jüngsten hiesigen Auftritten Ventres gehört Verdis Otello (2011), während Holland hier u.a. 2006 in der Titelpartie von Detlef Glanerts Caligula beeindruckte. Die übrige Besetzung stammt – von wenigen Gästen abgesehen – aus dem Ensemble der Oper Frankfurt.

Die Premiere wird vom Hessischen Rundfunk (HR) in Kooperation mit Deutschlandradio Kultur (DLR Kultur) aufgezeichnet. Der Hessische Rundfunk überträgt live auf hr2-kultur (auch als Livestream unter www.hr2-kultur.de) am Sonntag, dem 12. Mai 2013, mit Vorprogramm ab 17.30 Uhr. Deutschlandradio Kultur sendet die Aufnahme zeitversetzt und bundesweit am Samstag, dem 1. Juni 2013, ab 19.05 Uhr.

Oper in drei Akten von Giacomo Puccini, Text von Guelfo Civinini und Carlo Zangarini
Nach dem Schauspiel The Girl of the Golden West (1905) von David Belasco
In italienischer Sprache mit Übertiteln
Musikalische Leitung: Sebastian Weigle
Inszenierung: Christof Loy, Szenische Leitung: Anna Tomson
Bühnenbild und Kostüme: Herbert Murauer, Licht: Bernd Purkrabek
Video: Hobi Jarne, Nils Fridén, Emil Gotthard, Choreografie: Thomas Wilhelm
Dramaturgie: Yvonne Gebauer, Dramturgische Betreuung: Norbert Abels
Chor: Matthias Köhler

Premiere: Sonntag, 12. Mai 2013, um 18.00 Uhr,  Weitere Vorstellungen: 16., 19., 24., 30. Mai, 2., 9. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren), 12., 15. Juni 2013 Falls nicht anders angegeben, Beginn  um 19.30 Uhr

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Pressemeldung Oper Frankfurt