Linz, Landestheater Linz, OPERNPREMIEREN IM SEPTEMBER & OKTOBER 2017

Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

OPERNPREMIEREN IM
SEPTEMBER & OKTOBER 2017
AM LANDESTHEATER LINZ

Opernpremieren im September und Oktober 2017: darunter die Barockoper La Rosinda von Francesco Cavalli unter der musikalischen Leitung von Anne Marie Dragosits. Mit Richard Strauss‘ Die Frau ohne Schatten inszeniert Intendant Hermann Schneider erstmals eine Oper für die große Bühne im Musiktheater. Auch für den neuen Chefdirigenten Markus Poschner wird es die erste Premiere im Musiktheater. Freuen darf man sich auch auf die Österreichische Erstaufführung von Schaf, ein Musiktheater für junges Publikum ab 5 Jahren mit Werken Henry Purcell, Georg Friedrich Händel, Claudio Monteverdi und Antonio Vivaldi´.


LA ROSINDA
DRAMMA PER MUSICA IN DREI AKTEN VON FRANCESCO CAVALLI
Musikalische Leitung Anne Marie Dragosits
Inszenierung Gregor Horres
Premiere Samstag, 16. September 2017, 20.00 Uhr
BlackBox, Musiktheater Volksgarten


DIE FRAU OHNE SCHATTEN
OPER IN DREI AKTEN VON RICHARD STRAUSS
Musikalische Leitung Markus Poschner
Inszenierung Hermann Schneider
Premiere Samstag, 30. September 2017, 19.00 Uhr
Großer Saal, Musiktheater Volksgarten


SCHAF (ÖE)
MUSIKTHEATER FÜR JUNGES PUBLIKUM VON SOPHIE KASSIES
Konzept von Flora Verbrugge mit Werken von Henry Purcell, Georg Friedrich Händel,
Claudio Monteverdi und Antonio Vivaldi
Für alle ab 5 Jahren
Inszenierung Gregor Horres
Premiere Sonntag, 22. Oktober 2017, 15.00 Uhr
BlackBox Lounge, Musiktheater Volksgarten

Pressemeldung Landestheater Linz

München, Bayerische Staatsoper München, Premiere Die Gezeichneten von Schreker, 01.07.2017

Bayerische Staatsoper München

Bayerische Staatsoper München Foto: © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper München  ©  Wilfried Hösl

  Die Gezeichneten von Franz Schreker

Premiere 1. Juli 2017  Kommende Vorstellungen Dienstag 04.07.2017 – 19.00 Uhr, Dienstag 11.07.2017 – 19.00 Uhr, Samstag 12.05.2018 – 19.00 Uhr, Dienstag 15.05.2018 – 19.00 Uhr, Samstag 19.05.2018 – 19.00 Uhr

Die Gezeichneten, Franz Schrekers hochpolitisches Künstlerdrama, feiert am 1. Juli Premiere. Dirigent Ingo Metzmacher gibt sein Hausdebüt am Pult des Bayerischen Staatsorchesters. Die Produktion von Krzysztof Warlikowski ist die erste Neuinszenierung seit der Münchner Erstaufführung im Jahr 1919

Bayerische Staatsoper / Die Gezeichneten © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper / Die Gezeichneten © Wilfried Hösl

Zum Werk und zum Komponisten
Die Uraufführung war ursprünglich unter der Leitung von Bruno Walter an der Bayerischen Staatsoper geplant. Wegen des Kriegs wurde sie aber zunächst verschoben und letztendlich aufgegeben und fand erst im August 1918 an der Frankfurter Oper statt. Bald nach der Uraufführung holte Bruno Walter das Werk im Februar 1919 nach München, wohin es nun nach Jahrzehnten des Vergessens zurückkehrt. Schrekers drei große Opern aus seiner Zeit in Wien Der ferne Klang, Der Schatzgräber und Die Gezeichneten sind Meisterwerke des 20. Jahrhunderts, deren Erfolge Franz Schreker selbst miterlebte. Seine Werke zeichnen sich durch das eigene Verfassen seiner Libretti aus. Schreker überlässt den musikalischen Schaffensprozess dabei ganz seiner Intuition, ohne ein Konzept im Vorhinein festzulegen. Sein Fokus auf die Entwicklung von Utopien in seinen Opern ist auf Schrekers Zerrissenheit zwischen seiner katholischen sowie jüdischen Herkunft zurückzuführen – er fühlte sich zugehörig und anders zugleich. Die Verfemung und Verfolgung im Nationalsozialismus überlebte er nicht.

Zur Inszenierung
Der Regisseur Krzysztof Warlikowski inszenierte an der Bayerischen Staatsoper bereits Eugen Onegin sowie zuletzt die Neuproduktion von Die Frau ohne Schatten, ein Werk das übrigens zeitgleich zu Schrekers Die Gezeichneten komponiert wurde und ebenfalls bei den diesjährigen Opernfestspielen zu sehen ist (2. und 5. Juli).

Bayerische Staatsoper / Die Gezeichneten © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper / Die Gezeichneten © Wilfried Hösl

Warlikowski erarbeitet gemeinsam mit seinem Kollektiv aus Künstlern wie der Bühnenbildnerin Malgorzata Szczesniak seine eigene Version der Utopie des Elysiums, um die es in Die Gezeichneten geht. Warlikowski lässt sich von berühmten Utopien der Kunstgeschichte inspirieren, wie zum Beispiel Bilder von Leonardo DaVinci oder Metropolis von Fritz Lang.

Das Werk wird in das Hier und Jetzt transferiert, ohne dabei den historischen Kontext zu ignorieren.

Hauptpartien
Die Hauptrolle des Alviano Salvago übernimmt John Daszak, der zuletzt im Januar als Robert Falcon Scott in South Pole zu erleben war. Catherine Naglestad gibt ihr Rollendebüt als Carlotta Nardi. Desweiteren singen Tomasz Konieczny (Capitano di giustizia) und Christopher Maltman (Graf Andrea Vitellozzo Tamare). PMBStOM

 

Stuttgart, Oper Stuttgart, Erstaufführung Gion Antoni Derungs‘ Oper Benjamin, 23.06.2017

Oper_Stuttgart_1zeilig_rotNEU

Oper Stuttgart

Opernhaus Stuttgart / SPIELZEITERÖFFNUNG "OPER OHNE GRENZEN" © Martin Sigmund

Opernhaus Stuttgart / SPIELZEITERÖFFNUNG „OPER OHNE GRENZEN“ © Martin Sigmund

 Benjamin  von  Gion Antoni Derungs

Junge Oper Stuttgart

Premiere Freitag, 23. Juni 2017 im Kammertheater, weitere Termine 28.6.2017, 2.7.2017, 6.7.2017, 13.7.2017, 9.11.2017

Als zweite Neuproduktion der Spielzeit präsentiert die Junge Oper Stuttgart am Freitag, 23. Juni 2017, um 19 Uhr im Kammertheater die Deutsche Erstaufführung von Gion Antoni Derungs‚ Oper Benjamin für alle ab 14 Jahren. Basierend auf der Geschichte von Josef, die sowohl im Alten Testament als auch im Koran von einer historischen Begegnung umherziehender Nomadenstämme mit der hochentwickelten Kultur Ägyptens erzählt, schuf der Schweizer Komponist eine Oper für acht Solisten, einen Tänzer und Chor zu einem Text von Giovanni Netzer in rätoromanischer, lateinischer, italienischer und deutscher Sprache. Als Regisseur kehrt Neco Çelik an die Junge Oper Stuttgart zurück. 2011 wurde seine erste Opern-Regiearbeit für Ludger Vollmers Gegen die Wand nach dem gleichnamigen Film von Fatih Akin an der Jungen Oper mit dem Deutschen Theaterpreis „DER FAUST“ in der Kategorie „Regie Kinder- und Jugendtheater“ ausgezeichnet. Den Bühnenraum gestaltet Stephan von Wedel, die Kostüme entwirft Valentin Köhler. Die Musikalische Leitung liegt in den Händen von Jan Croonenbroeck, der gemeinsam mit der Dramaturgin Johanna Danhauser die Stuttgarter Fassung der Oper eingerichtet hat.

Benjamin, der Jüngste in Jakobs Sippe, ist stummer Beobachter eines Familiendramas. Der Verlust seiner Mutter führt zu brutalen Brüderkämpfen, Isolation und anschließendem Aufstieg eines Familienmitglieds in der Fremde. Neid, Lust, Überlebenskampf, Trauer und Ortlosigkeit bewegen die Figuren in ihrer Auseinandersetzung mit Gott und der Gemeinschaft.

Gion Antoni Derungs hat die archaische Migrationsgeschichte zu einer Oper über Glaube und Schicksal verarbeitet und lässt durch die Konzentration auf die menschliche Stimme spirituelle Intimität und theatrale Energie entstehen.

Karten über www.oper-stuttgart.de, Kartentelefon: 0711. 20 20 90, und an der Abendkasse

Pressemeldung Staatsoper Stuttgart

Hagen, Theater Hagen, Premiere GESCHICHTEN AUS DEM WIENER WALD, 24.06.2017

Mai 22, 2017 by  
Filed under Oper, Premieren, Pressemeldung, Theater Hagen

theaterhagen_seit1911_2

Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

GESCHICHTEN AUS DEM WIENER WALD  von HK GRUBER

LIBRETTO MICHAEL STURMINGER,  nach ÖDÖN von HORVÁTH

PREMIERE 24. JUNI 2017 19.30 UHR, weitere Termine: 30.6.; 5.7., 7.7., 12.7., 15.7.2017, jeweils 19.30 Uhr

Der Zauberkönig, Inhaber einer Puppenklinik, will seine Tochter Marianne mit dem biederen Fleischhauer Oskar verheiraten. Kurz vor der Verlobung trifft Marianne auf den charmanten Alfred, den Verflossenen der reifen Trafikantin Valerie. Er erscheint ihr wie ein Fingerzeig raus aus der engen Kleinbürgerwelt in eine glücklichere Zukunft. Doch die Umstände, sie sind nicht so: Alfred fühlt sich von Marianne eingeschränkt, das Zusammenleben der beiden gestaltet sich ärmlich in jeder Hinsicht, und zudem ist das gemeinsame Kind ein weiterer Hemmschuh. Der Kleine wird bei Alfreds Großmutter und seiner Mutter in der Wachau »ausgelagert«, Alfred sucht wieder Anschluss an seine Vergangenheit, und Marianne bleibt nichts anderes übrig, als im halbseidenen Milieu ihr Geld zu verdienen. Die Katastrophe ist somit vorprogrammiert.

Theater Hagen / Geschichten aus dem Wiener Wald - Kenneth Mattice, Kristine Larissa Funkhauser © Klaus Lefebvre

Theater Hagen / Geschichten aus dem Wiener Wald – Kenneth Mattice, Kristine Larissa Funkhauser © Klaus Lefebvre

Ödön von Horváth schrieb mit dem 1931 am Deutschen Theater in Berlin uraufgeführten Volksstück, dem er das Motto »Nichts gibt so sehr das Gefühl der Unendlichkeit als wie die Dummheit« voranstellte, ein bitterböses Schauspiel über Selbstbetrug und Lebenslüge: Das Ausgesprochene ist eben nicht als bare Münze zu nehmen, sondern als Maske dessen, was nicht gesagt werden kann oder darf.

Der österreichische Komponist HK Gruber komponierte kongenial (auf Anregung Michael Sturmingers) die gleichnamige Oper, die sich dem Text Horváths verpflichtet fühlt – »Ich habe mich gar nicht als Komponist der Oper gesehen, eher als Dialogregisseur« – und die 2014 bei den Bregenzer Festspielen erfolgreich uraufgeführt wurde. Nach einer Präsentation an der Komischen Oper in Berlin 2016 zeigt das theaterhagen nun als Erstaufführung in NRW die dritte Inszenierung dieses »ständigen Balanceaktes zwischen dem angeblich Schönen und dem porträtierten Elend« (Gruber). Intendant Norbert Hilchenbach, der sich im Laufe seines 45-jährigen Berufslebens mehrfach mit den Geschichten auf der Bühne auseinandergesetzt hat, erarbeitet die Oper als seine letzte Arbeit am theaterhagen.

MUSIKALISCHE LEITUNG  Florian Ludwig, INSZENIERUNG Norbert Hilchenbach, BÜHNE Jan Bammes, KOSTÜM Yvonne Forster, LICHT  Achim Köster, CHOR   Wolfgang Müller-Salow, DRAMATURGIE  Maria Hilchenbach

MIT Marilyn Bennett, Martin Blasius, Andrew Finden, Kristine Larissa Funkhauser, Veronika Haller, Maria Klier, Björn Christian Kuhn, Kenneth Mattice, Joslyn Rechter, Richard van Gemert, Jeannette Wernecke, Philipp Werner, Kejia Xiong, Rainer Zaun; Chor des theaterhagen, philharmonisches orchesterhagen. PMThHa

PREMIERE 24. JUNI 2017 19.30 UHR, weitere Termine: 30.6.; 5.7., 7.7., 12.7., 15.7.2017, jeweils 19.30 Uhr

Theater Hagen – Alle Karten Hier:
Karten Kaufen

Nächste Seite »