Wiesbaden, Hessisches Staatstheater, Premiere: ELEKTRA von Richard Strauss, 28.01.2016

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Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Premiere: ELEKTRA  von Richard Strauss (1864 – 1949)

Tragödie in einem Akt | Libretto: Hugo von Hofmannsthal, nach der Tragödie von SophoklesUraufführung: 1909 in Dresden

Premiere am Do, 28.01.2016 19:30, GROSSES HAUS, Weitere Vorstellungen:  So, 31.01.2016, 19:30, Mi, 03.02.2016, 19:30, Sa, 06.02.2016, 19:30 So, 14.02.2016, 19:30

Das »dämonische, ekstatische Griechentum des 6. Jahrhunderts« wollte Richard Strauss mit seiner Oper Elektra nach dem alten griechischen Mythos heraufbeschwören und »Winkelmannschen Römerkopien und Goethescher Humanität« entgegenstellen. Er brauchte alle seine »Steigerungskraft«, um nach seinem Jahrhundertwerk Salome von Oscar Wilde zum ersten Mal ein genialisches Textbuch Hugo von Hofmannsthals in Musik zu setzen, erneut eine große Frauengestalt auf die Bühne zu bringen.

Der griechische Mythos aus Homers Ilias wurde zuerst von Sophokles für die Bühne bearbeitet. Die Librettoversion Hofmannsthals von 1903 spitzt den Stoff um die Hysterieforschung von Freud, die Aggressionen der Vorzeit des kommenden Weltkriegs und den Untergang des Habsburgerreichs Österreich zu. Richard Strauss führt ein bis aufs Äußerste gespanntes großes Orchester in die Klänge der Moderne, ohne die Tonalität und das Melos zu verlieren. Dieses Werk am Beginn des 20. Jahrhunderts steht für alles Folgende, aber auch für eine untergegangene Welt, die wir in uns tragen.

Musikalische Leitung Zsolt Hamar, Inszenierung & Bühne Rebecca Horn
Kostüme Amélie Haas, Licht Klaus Krauspenhaar
Chor Albert Horne, Dramaturgie Bodo Busse

BESETZUNG:
Elektra: Catherine Foster, Klytämnestra: Dalia Schaechter, Doris Soffel
Chrysothemis: Erika Sunnegardh, Emily Magee, Orest: Young Doo Park
Ägisth: Aaron Cawley, Der Pfleger des Orest: Wolf Matthias Friedrich
Die Vertraute: Petra Urban, Die Schleppträgerin: Ines Behrendt
Ein junger Diener: Benedikt Nawrath
Ein alter Diener: Monte Jaffe
Die Aufseherin: Ruth Staffa
Mägde: Silvia Hauer, Marta Wryk, Celeste Haworth, Stella An, Katharina Konradi
Chor & Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Pressemeldung Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Zürich, Opernhaus Zürich, Wiederaufnahme: ELEKTRA, 20.09.2015

September 17, 2015 by  
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Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Wiederaufnahme: ELEKTRA

Oper von Richard Strauss
Tragödie in einem Aufzug
Libretto von Hugo von Hofmannsthal nach seiner gleichnamigen Tragödie
nach der Tragödie von Sophokles

In deutscher Sprache
mit deutscher und englischer Übertitelung

Wiederaufnahme am 20 Sep 2015, 14:00

Die deutsche Sopranistin Evelyn Herlitzius wird zurzeit als «ideale Elektra» gefeiert. In der vergan­genen Spielzeit gab sie in Zürich eine umjubelte Färberin in Die Frau ohne Schatten. Jetzt kehrt sie in der Titelpartie von Richard Strauss’ Elektra an unser Haus zurück. Mit einem riesenhaften Orchesterapparat entfesselte Strauss in seiner 1909 uraufgeführten Oper Klänge, die man bis dahin so noch nicht gehört hatte. Deren expressionistische Wildheit hat bis heute nichts von ihrer Wirkung eingebüsst. Der archaische Stoff erschreckt und fasziniert gleichermassen: Eine junge, unendlich einsame Frau – Elektra – wird allein durch den Gedanken am Leben gehalten, den Mord an ihrem Vater Agamemnon zu rächen. Ist die Rache vollbracht und ihr Bruder Orest hat die Mutter Klytämnestra und deren Geliebten Aegisth umgebracht, tanzt Elektra einen ekstatischen Tanz, auf dessen Höhepunkt sie tot zusammenbricht. Hanna Schwarz singt in der hochgelobten Inszenierung von Martin Kusej die Klytämnestra, Emily Magee ist erneut als Chrysothemis zu erleben. Die musikalische Leitung hat der Strauss-Experte Lothar Koenigs, Musikdirektor der Welsh National Opera.

Musikalische Leitung Lothar Koenigs
Inszenierung Martin Kusej
Bühnenbild Rolf Glittenberg
Kostüme Heidi Hackl
Lichtgestaltung Jürgen Hoffmann
Choreinstudierung Ernst Raffelsberger
Dramaturgie Regula Rapp
Ronny Dietrich

BESETZUNG:
Klytämnestra: Waltraud Meier
Elektra: Evelyn Herlitzius
Chrysothemis: Emily Magee
Aegisth: Michael Laurenz
Orest: Michael Kraus
Der Pfleger des Orest: Reinhard Mayr
Die Aufseherin: Nadine Secunde
1. Magd: Kismara Pessatti (20 Sep), Liliana Nikiteanu (26 Sep; 4 Okt)
2. Magd: Julia Riley
3. Magd: Irène Friedli
4. Magd: Mélissa Petit
5. Magd: Ivana Rusko
Die Vertraute: Shelley Jackson
Die Schleppträgerin: Estelle Poscio
Ein junger Diener: Iain Milne
Ein alter Diener: Bastian Thomas Kohl

Philharmonia Zürich
Chor der Oper Zürich
Statistenverein am Opernhaus Zürich

Pressemeldung Opernhaus Zürich

Hamburg, Staatsoper Hamburg, Premiere LA FANCIULLA DEL WEST, 01.02.2015

Januar 15, 2015 by  
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Staatsoper Hamburg

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

Premiere: Giacomo Puccinis »La Fanciulla del West« an der Staatsoper Hamburg

Vincent Boussard bringt Puccinis »Western-Oper« in Hamburg auf die Bühne

Staastoper Hamburg / La Fanciulla del West - Collage © Cristian Lacroix

Staastoper Hamburg / La Fanciulla del West – Collage © Cristian Lacroix

Alle Männer im Goldgräberlager sind in Minnie verliebt: Die Besitzerin des Saloons »Polka« ist Projektionsfigur ihrer erotischen und emotionalen Wünsche. Doch Minnie entzieht sich ihren Avancen. Als aber der mexikanische Bandit Ramerrez unter dem Namen Dick Johnson Zuflucht im Ort sucht, verliebt sie sich in ihn. Sheriff Jack Rance glaubt die wahre Identität Johnsons zu kennen und bedrängt Minnie, weil auch er sie begehrt. In einer Pokerpartie zockt Minnie um das Leben des Geliebten: Verliert sie, wird sie sich dem Sheriff hingeben, gewinnt sie, soll Dick Johnson frei sein. Mit falschen Karten dreht Minnie das Spiel zu ihren Gunsten. Doch auch der Sheriff betrügt sie, denn er lässt Dick gegen sein Ehrenwort gefangen nehmen. Nur Minnies entschlossenes Eintreten für den Outlaw mit dem guten Herzen rettet diesen vor dem Galgen…

Puccinis »Wildwest-Oper« »La Fanciulla del West« erlebt seit einiger Zeit ein Comeback auf den Spielplänen. Die Staatsoper Hamburg bringt das Werk, das Puccini für den amerikanischen »Markt« komponierte und das 1910 an der New Yorker Metropolitan Opera mit Enrico Caruso und Emmy Destinn uraufgeführt wurde, am 1. Februar 2015 als Neuproduktion heraus. Das französische Produktionsteam Vincent Boussard, Vincent Lemaire und Christian Lacroix, das in Hamburg mit großem Erfolg »Madama Butterfly« auf die Bühnen brachte, deutet das Werk neu. Regisseur Vincent Boussard beleuchtet in seiner Deutung vor allem die Einsamkeit der Männer: »Das Stück leidet immer noch unter dem fundamentalen Missverständnis eines Cowboy-und-Indianer-Spiels. Aber Puccini hat ja keine Oper über Cowboys geschrieben, sondern über Emigranten«, sagt er. Auf der Suche nach einer Zukunftsperspektive wurden die Goldgräber in der Mitte des 19. Jahrhunderts aus allen Teilen der Welt nach Kalifornien gespült. »Puccini zeigt uns ganz radikal eine reine Männergesellschaft. Es gibt keine Familien, keine Frauen, nichts als Spiel, Alkohol und Arbeit«, so Vincent Boussard. »Diese Goldgräber sind eigentlich Fremdenlegionäre – entwurzelt, lieblos, gewaltbereit.« Das Bühnenbild für die Neuproduktion gestaltet Vincent Lemaire, für die Kostüme sind Christian Lacroix und Vincent Boussard gemeinsam verantwortlich.

Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Carlo Montanaro. Der italienische Dirigent und musikalischer Leiter am Teatr Wielki in Warschau und gefragter Gast an allen großen Opernhäusern, stand bereits mehrfach an der Staatsoper Hamburg am Pult. Unter anderem leitete er hier die Neuproduktionen von »Aida« und »Manon Lescaut«. Als Minnie kehrt Emily Magee an die Staatsoper zurück. Die amerikanische Sopranistin sang in Hamburg unter anderem mit großem Erfolg die Kaiserin in der Neuproduktion von »Die Frau ohne Schatten« und gab 2008 unter Simone Young ihre Rollendebüts als Daphne und Arabella. Carlo Ventre übernimmt die Partie des Dick Johnson. Der aus Uruguay stammende Tenor debütierte in der Saison 2008/09 in Hamburg mit der Rolle des Cavaradossi, 2011/12 sang er hier den Des Grieux in der Neuproduktion von »Manon Lescaut«, 2014 folgte Radamès in »Aida«. Dick Johnsons Gegenspieler Jack Rance ist Andrzej Dobber. Der polnische Bariton ist ebenfalls ein häufiger Gast an der Dammtorstraße, unter anderem konnte er hier in den Neuproduktionen von Verdis »Aida«, Borodins »Fürst Igor« und Verdis »I due Foscari« große Erfolge feiern. Es singen außerdem: Jürgen Sacher (Nick), Tigran Martirossian (Ashby), Davide Damiani (Sonora), Dovlet Nurgeldiyev (Trin), Moritz Gogg (Sid), Viktor Rud (Bello), Benjamin Popson (Harry), Jun-Sang Han (Joe), Vincenzo Neri (Happy), Alin Anca (Larkens), Szymon Kobylinksi (Billy Jackrabbit), Rebecca Jo Loeb (Wowkle), Florian Spiess (Jake Wallace) und Daniel Todd (Postillon). Die Einstudierung des Chores übernimmt Eberhard Friedrich.

Premiere: 1. Februar 2015, 18.00 Uhr
Vorstellungen: 4., 7., 10., 13., 18. und 21. Februar 2015

Pressmeldung Staastoper Hamburg

Zürich, Opernhaus Zürich, Wiederaufnahme: DIE FRAU OHNE SCHATTEN, 22.11.2014

November 14, 2014 by  
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Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Wiederaufnahme:

DIE FRAU OHNE SCHATTEN von Richard Strauss

Richard StraussDie Frau ohne Schatten gehört zu den grossen Stückherausforderungen des Opernrepertoires. Das Werk erfordert einen riesigen Orchesterapparat, und gleich fünf dramatische Hauptpartien sind zu besetzen. In unserer Wiederaufnahme singt mit Evelyn Herlitzius, eine grosse Strauss- und Wagnerinterpretin, die anspruchsvolle Rolle der Färberin. Mit Emily Magee und Roberto Saccà sind auch die Partien der Kaiserin und des Kaisers mit hochkarätigen und in Zürich bestens bekannten Künstlern besetzt. Die musikalische Leitung dieser Wiederaufnahme übernimmt unser Generalmusikdirektor Fabio Luisi, der eine besondere Leidenschaft für die Werke von Richard Strauss hat. Der Regisseur David Pountney liest diese geheimisvolle Märchenoper, die Strauss und Hugo von Hofmannsthal während des Ersten Weltkriegs schrieben, als eine «Studie über vier Figuren auf der Suche nach ihrem Menschsein».

Seit sie den Menschenkaiser geheiratet hat, gehört die Tochter des Geisterkönigs Keikobad weder dem Geisterreich noch der Welt der Menschen an, denn sie wirft keinen Schatten. Um ganz Mensch zu werden, steigt sie mit Hilfe der Amme zur Erde hinab. Dort will sie der Färberin, die mit ihrem Mann Barak in ärmlichen Verhältnissen lebt, den Schatten abkaufen…

Musikalische Leitung Fabio Luisi, Inszenierung David Pountney
Bühnenbild Robert Israel, Kostüme Marie-Jeanne Lecca
Lichtgestaltung Jürgen Hoffmann, Choreinstudierung Ernst Raffelsberger

BESETZUNG:
Der Kaiser: Roberto Saccà, Die Kaiserin: Emily Magee
Die Amme: Birgit Remmert, Barak: Thomas Johannes Mayer
Seine Frau: Evelyn Herlitzius, Der Einäugige: Valeriy Murga
Der Einarmige: Wenwei Zhang, Der Bucklige: Airam Hernandez
Der Geisterbote: Reinhard Mayr
Die Stimme des Falken / Ein Hüter der Schwelle des Tempels: Hamida Kristoffersen
Der Falke: Beate Vollack, Erscheinung eines Jünglings: Yujoong Kim
Die Wächter der Stadt: Ivan Thirion, Roberto Lorenzi, Oleg Loza
Eine Stimme von oben: Judit Kutasi, Stimmen der ungeborenen Kinder: Hamida Kristoffersen, Judit Kutasi, Alexandra Tarniceru, Estelle Poscio, Dara Savinova
Dienerinnen: Alexandra Tarniceru, Dara Savinova, Estelle Poscio, Hamida Kristoffersen, Judit Kutasi

Vorstellungen:
22 Nov 2014, 18:00 WIEDERAUFNAHME, 27 Nov 2014, 18:00
30 Nov 2014, 14:00, 06 Dez 2014, 18:00 ZUM LETZTEN MAL IN DIESER SPIELZEIT

Pressemeldung Opernhaus Zürich

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