Baden Baden, Festspielhaus, Rolando Villazón – Ildar Abdrazakov, 26.11.2017

November 20, 2017 by  
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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

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Rolando Villazón heim in Baden-Baden

Der mexikanische Tenor feierte im Festspielhaus große Erfolge als Sänger und als Regisseur. Nun kommt er mit einem Kollegen im Duett.

Villazón und Ildar Abdrazakov: Es ist ein Gipfeltreffen zweier Operngrößen, von denen der eine – Rolando Villazón – zu den berühmtesten Tenören der Gegenwart zählt. Am Sonntag, 26. November 2017 um 18 Uhr singen die beiden Künstler Arien und Duette aus französischen und italienischen Opern.

Festspielhaus Baden-Baden / Rolando Villazón, Ildar Abdrazakov © Dario Acosta / Deutsche-Grammophon

Festspielhaus Baden-Baden / Rolando Villazón, Ildar Abdrazakov © Dario Acosta / Deutsche-Grammophon

[Von Rolando Villazon wurden verschiedene Aufnahmen bei der deutschen Grammophon veröffentlicht.]

Nachdem er 1999 mehrere Preise bei Domingos Operalia-Wettbewerb gewann, schlossen sich für Rolando Villazón schnell das Europa-Debüt als Des Grieux in Massenets Manon in Genua an sowie Debüts als Alfredo in La Traviata an der Opéra de Paris und als Macduff in Verdis Macbeth an der Berliner Staatsoper. Es folgte eine steile Karriere, die den Ausnahme-Tenor in rasendem Tempo an alle großen Bühnen der Welt führte. Ein außergewöhnlicher Erfolg, den Villazón auch seinem Bühnentalent zu verdanken hat: „Bloß schön singen, das ist für mich nicht genug“, sagt er, „ich möchte Menschen darstellen, Charaktere. Für mich muss die Stimme dem Charakter dienen und nicht umgekehrt.“ Dabei hat der gebürtige Mexikaner viele Talente: Wie Caruso zeichnet er Karikaturen, schreibt Romane und gab 2011 in Lyon sein Opernregie-Debüt. Im Baden-Badener Festspielhaus inszenierte er zu den Pfingstfestspielen 2012 mit großem Erfolg Donizettis L’Elisir d’Amore, drei Jahre später folgte seine Regie von Verdis La Traviata, mit denen die Pfingstfestspiele 2015 eröffnet wurden.

Rolando Villazón trifft bei seinem  Arien-Abend im Festspielhaus nun auf Ildar Abdrazakov, dessen samtig dunkler Bass eine ideale Ergänzung zu Villazóns tenoralem Schönklang ist – ganz nach dem Motto: Besser als eine brillante Stimme sind zwei brillante Stimmen! Der russische Sänger, der 2001 als 25-Jähriger an der Mailänder Scala debütierte, ist der bedeutendste Bassist seiner Generation und deshalb auch an allen großen Opernhäusern dieser Welt gefragt, allen voran an der Metropolitan Opera New York. Hier haben Abdrazakov und Villazón auch das erste Mal gemeinsam auf der Bühne gestanden in einer Aufführung von Lucia di Lammermoor 2009. Es folgte eine stetige Zusammenarbeit, denn Villazón schätzt erklärtermaßen Abdrazakovs „schokoladige“ Stimme, „voller Charakter und mit einer herausragenden Technik“. Im Festspielhaus präsentieren beide Sänger Arien und Duette aus dem französischen und italienischen Opernrepertoire, etwa aus Gounods bekannter Goethe-Parabel über das ewige Verlangen nach dem Unerreichbaren („Faust“), Arrigo Boitos ebenfalls auf Goethe basierende und glutvoll komponierte Oper „Mefistofele“ sowie aus Donizettis Melodramma „L’Elisir d’Amore“. Unterstützt werden die beiden Vokalheroen von der Janá?ek Philharmonie Ostrava, die zu den führenden tschechischen Sinfonieorchestern zählt. Konzertreisen führte das 1954 gegründete Ensemble, das über ein breit gefächertes Repertoire verfügt, durch Europa, in die USA sowie nach Japan, Südkorea, Taiwan und Australien. Dirigent des Abends ist Guerassim Voronkov, ein vielseitig begabter Künstler, der seine musikalische Karriere in der Gruppe der Ersten Violinen des Bolschoi- Orchesters startete. Heute arbeitet er u. a. als Dirigent am Gran Teatre del Liceu in seiner Wahlheimat Barcelona. Zudem ist er Chefdirigent der Simfònica del Conservatori Superior del Liceu sowie Gründer und Künstlerischer Leiter des Camerata Mediterranea Orchestra. PMFShBB

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Baden-Baden, Festspielhaus, Klavierkonzert Seong-Jin Cho, 22.07.2017

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Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

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Seong-Jin Cho – Überflieger aus Seoul

Er ist der Solist des letzten Konzerts der Baden-Badener Sommerfestspiele 2017 am Samstag, 22. Juli 2017 um 18 Uhr. Seong-Jin Cho spielt an diesem sommerlichen Festspielabend die beiden Klavierkonzerte von Frédéric Chopin, was an sich schon ein seltenes Ereignis ist.

Das Orchester des Mariinsky Theaters unter Valery Gergiev interpretiert nach der Pause noch Anton Bruckners monumentale siebte Sinfonie.

2015 gewann mit Seong-Jin Cho aus Seoul erstmals ein Koreaner den Warschauer Chopin-Wettbewerb, einen der weltweit schwierigsten Klavierwettbewerbe. Jetzt kommt der Sieger von 2015 in Festspielhaus Baden-Baden mit gleich zwei Chopin-Konzerten. In der zweiten Konzerthälfte erklingt Bruckners monumentale siebte Sinfonie. Valery Gergiev dirigiert das Orchester des Mariinsky Theaters.

Festspielhaus Baden - Baden / Seong-Jin Cho © Harald Hoffmann / DG

Festspielhaus Baden – Baden / Seong-Jin Cho © Harald Hoffmann / DG

[Von Seong-Jin Cho wurden verschiedene Aufnahmen bei der Deutschen Grammophon veröffentlicht.]

Perlend wie Champagner, dennoch einfühlsam und ohne vordergründige Effekthascherei: So ließe sich das beeindruckende Spiel von Seong-Jin Cho beschreiben, bei dem nicht Selbstdarstellung, sondern die Musik im Vordergrund steht. Die künstlerische Reife und die musikalischen Fähigkeiten des südkoreanischen Pianisten, der seit 2012 am Pariser Conservatoire bei Michel Béroff studiert, sicherten ihm im Oktober 2015 den ersten Preis beim 17. Internationalen Chopin-Wettbewerb, der weltweit zu den angesehensten Klavierwettbewerben zählt und zu dessen Preisträgern Größen wie Maurizio Pollini, Martha Argerich und Krystian Zimerman zählen. Wie die meisten Finalisten entschied sich Cho für den Vortrag des ersten Chopin-Konzerts: „Es ist eine enorme Herausforderung, weil es schon so oft von so vielen großen Künstlern aufgeführt und eingespielt wurde. Das macht es nicht leicht, eine individuelle Interpretation zu entwickeln.“ Der Newcomer legt sein Hauptaugenmerk nicht auf die vertrackten schnellen Linien: „Die Läufe kann jeder großartig spielen. Es sind die stillen, melodischen Momente, die den Unterschied machen.“ Ein „natürlicher, sanglicher Klang“ sei ihm besonders wichtig, vor allem beim Chopin, „weil mich seine sanglichen Qualitäten an Mozart erinnern“; nicht zufällig zählen Mozart und die italienische Belcanto-Oper zu Chopins wichtigsten Einflüssen.

Anders als beim Chopin-Wettbewerb muss sich Cho bei seinem Baden-Badener Gastspiel am Samstag, 22. Juli 2017, um 18 Uhr nicht für eines der beiden Chopin-Konzerte entscheiden, da sowohl das e-Moll-Konzert als auch das in f-Moll auf dem Programm vertreten ist – Werke, die erklärtermaßen beide zu seinem „Traum-Repertoire“ gehören. Obgleich vor allem in letzterem Werk viele der typischen Merkmale des „Style brillant“ anzutreffen sind, gelang es Chopin, die äußeren Momente des virtuosen Komponierens mit einer bis dahin ungeahnten poetischen Subtilität zu verbinden, wobei er mit der träumerischen Aura und Finesse des Klanges eine substanziell neuartige ästhetische Qualität schuf.

Begleitet wird Seong-Jin Cho bei seinem Baden-Badener Chopin-Debüt vom Orchester des Mariinsky Theaters unter der Leitung des Altmeisters Valery Gergiev. Zusätzlich zu beiden Chopin-Konzerten erklingt Anton Bruckners monumentale Siebte Symphonie, die dem Komponisten nach Jahrzehnten der Ablehnung endlich zu jenem durchschlagenden Erfolg verhalf, den er sich Zeit seines Lebens erhofft hatte.

Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden

Baden – Baden, Festspielhaus, Konzert – Elina Garanca – Aus Lettland um die Welt, 03.02.2017

Januar 31, 2017 by  
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Elina Garanca –  Aus Lettland um die Welt

Für ein hohes Maß an Perfektion bekannt: Mezzosopranistin Elina Garanca gastiert an den bedeutendsten Opernhäusern rund um den Globus. Die Bühnen sind handverlesen und auch ihr Repertoire wählt sie mit großer Sorgfalt: am Freitag, 03. Februar 2017, um 19 Uhr kommt sie mit Arien aus Opern von Tschaikowsky bis Mascagni ins Festspielhaus Baden-Baden – begleitet wird sie von der Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter Karel Mark Chichon.

Festspielhaus Baden Baden / Elina Garanca © Holger Hage, DG

Festspielhaus Baden Baden / Elina Garanca © Holger Hage, DG

[Von Elina Garanca wurden verschiedene Aufnahmen bei der Deutschen Grammophon veröffentlicht.]

So mancher Mezzo wäre gerne Sopran, um auf der Bühne Tenören zu verfallen und noch im Sterben Triumphe zu feiern. Elina Garanca hingegen liebt ihre Stimmgattung. Ihr Mezzo ermöglicht es ihr, die reiferen, interessanten, auch mal bösen Frauen zu spielen – und dazu noch all die Hosenrollen – also die Partien, in denen eine Sängerin einen Mann verkörpert. Meilensteine ihrer steilen Karriere hat die lettische Sopranistin im Festspielhaus Baden-Baden erreicht. Großes Aufsehen erregte sie in Baden-Baden im Jahr 2005 als Adalgisa in einer konzertanten Produktion von Vincenzo Bellinis Norma an der Seite von Edita Gruberová. Die Silvester-Gala 2008 mit ihr und der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern sowie die Baden-Baden Gala 2013 an der Seite von Jonas Kaufmanns hat ebenfalls für Furore gesorgt.

Wieder einmal kehrt sie am Freitag, 3. Februar 2017, um 19 Uhr zurück auf die Festspielhaus-Bühne mit ihrem Lieblingsrepertoire: Arien von Tschaikowsky, Darzins, Saint Saens, Verdi, Cilea, Ponchielli und Mascagni, sowie neapolitanische Lieder.

Die aus Riga stammende Elina Garanca wurde 1976 in eine musikalische Familie geboren und erhielt ihre Ausbildung an der Lettischen Musikakademie ihrer Heimatstadt. Nach ersten Engagements am Staatstheater Meiningen und der Oper Frankfurt begann ihre große Karriere. Heute singt die mit einem Exklusiv-Vertrag der Deutschen Grammophon ausgestattete Künstlerin an den großen Opernhäusern der Welt. 2007 und 2009 wurde sie mit dem ECHO Klassik als Sängerin des Jahres ausgezeichnet. Im Jahr 2013 erhielt sie für ihr Album „Romantique“ erneut einen ECHO Klassik und wurde 2013 von der Wiener Staatsoper als eine der jüngsten Titelträgerinnen zur Kammersängerin ernannt. Der Titel ihres neuen Arienalbums lautet „Revive“, also „Wiederbeleben“ oder „Wiederaufleben lassen“: Es geht um „starke Frauen in schwachen Momenten“, erklärt die Sängerin.

Festspielhaus Baden Baden / Elina Garanca © Holger Hage, DG

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Neben der Mezzo-Partie der Fürstin Bouillon wird Elina Garanca im Festspielhaus Baden-Baden unter anderen auch die Primadonnen-Rolle aus Francesco Cilèas „Adriana Lecouvreur“ singen. Ihr sonores Timbre glänzt besonders in Rollen wie der „Jungfrau von Orléans“ von Peter Tschaikowsky. Mit dramatischen Tiefen, expressiven Höhen und ausdrucksstarken Phrasierungen ist sie in der Arie „D’amour l’ardente flamme“ von Camille Saint- Saëns „Samson et Dailila“ zu erleben.

Begleitet wird Elina Garanca an diesem Abend von der Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter Leitung ihres Ehemannes Karel Mark Chichon. Chichon, der unter anderem Assistent bei Giuseppe Sinopoli und Valery Gergiev war, ist seit 2009 Chefdirigent des Lettischen Nationalorchesters.

Pressemeldung Festspielhaus Baden Baden

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Heidenheim, Opernfestspiele Heidenheim, Ausklang mit Knalleffekt – Daniel Hope, 07.08.2016

August 5, 2016 by  
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Opernfestspiele Heidenheim

Opernffestspiele Heidenheim / Daniel Hope © Harald Hoffmann / DG

Opernffestspiele Heidenheim / Daniel Hope © Harald Hoffmann / DG

Ausklang mit Knalleffekt

Die Saison der Opernfestspiele Heidenheim geht zu Ende: Händels große Feuerwerks-Ouvertüre setzt in der „Last Night“ am Sonntag, 7. August, um 20 Uhr den Punkt unter die Festspiele 2016. Mit Feuerwerk. Und mit Weltstar: Daniel Hope bringt zusammen mit der Cappella Aquileia neben Händel auch Vivaldis Vier Jahreszeiten und die „Vier Jahreszeiten recomposed“ von Max Richter auf die Bühne des Rittersaals oder des Festspielhauses. [Von Daniel Hope wurden verschiedene Aufnahmen bei der Deutschen Grammophon veröffentlicht.]

Der gefeierte und mehrfach mit dem Echo Klassik ausgezeichnete Geiger, 1973 in Durban, Südafrika, geboren, spielte bereits als Kind mit Yehudi Menuhins Enkelkindern. Kein Wunder also, dass er die Geige zu seinem Lebensinhalt machte. Ab 1978 nahm er Geigenstunden und bereits sechs Jahre später trat Daniel in London in das Royal College of Music ein, wo er bei den russischen Meistern Itzhak Rashkovsky, Felix Andrievsky und Grigory Zhislin studierte. Letzte Station seines Studiums war die Royal Academy of Music, wo er mit Zakhar Bron arbeitete (1992–1998).

Auf diesem soliden Fundament baute Daniel Hope eine eindrucksvolle Karriere auf, und er arbeitet jetzt weltweit mit den renommiertesten internationalen Orchestern und Dirigenten. Seine Aufnahmen erhielten zahlreiche Auszeichnungen, darunter sechs ECHO-Preise, einen „Classical Brit Award“, den Deutschen Schallplattenpreis und mehrere „Grammy“-Nominierungen. Während seiner gesamten Laufbahn hat Daniel Hope furchtlos Schranken durchbrochen und sich auf innovative, unkonventionelle musikalische Erfahrungen eingelassen. Zu den lohnenden Ergebnissen gehören Alben wie das modernistische „Spheres“, Max Richters „Berlin by Overnight“ sowie seine jüngste Veröffentlichung „Escape to Paradise – The Hollywood Album“ mit Gastauftritten von Sting und Max Raabe. Daniel Hope spielt die »Ex-Lipiñski« von Guarneri del Gesù aus dem Jahr 1742, die ihm von einer ungenannten Familie aus Deutschland zur Verfügung gestellt wurde.

Über Vivaldis Vier Jahreszeiten sagt der britische Komponist Max Richter,das Werk ist ein omnipräsentes Klangobjekt und wie kein anderer Teil unserer musikalischen Landschaft und meines täglichen Lebens“. Und tatsächlich: Wollte man eine Hitliste der Musik aus den vergangenen 300 Jahren zusammenstellen, die „vier Jahreszeiten“ wären sicherlich ganz vorne mit dabei. Richter arbeitet in der Tradition von großen Neuschöpfern alter Werke wie Igor Strawinsky oder Hans Zender. Er bearbeitet, transformiert, sucht neuen Zugang, lotet Grenzen aus – und lässt doch in jedem Takt seine Liebe zum Original durchscheinen. Vivaldi bleibt Vivaldi – und wird zugleich wieder zu dem Grenzgänger, als der er in seiner Zeit berühmt war. Die Gegenüberstellung von Original und Neuschöpfung schafft einen erfrischten Zugang zu einem Werk „klassischer Popmusik“.

Info kompakt   Last night     Sonntag, 7. August 2016, 20 Uhr
Rittersaal Schloss Hellenstein / Festspielhaus Congress Centrum Heidenheim*
Das Konzert ist ausverkauft.

*Abhängig von der Witterung findet die Veranstaltung im Rittersaal Schloss Hellenstein Open Air oder im Festspielhaus Congress Centrum Heidenheim statt. PMFsHh

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