Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Trauer um Bruce Rankin, IOCO Aktuell, 15.12.2017

Dezember 20, 2017 by  
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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

 Deutsche Oper am Rhein:  Trauer um Bruce Rankin

Die Deutsche Oper am Rhein trauert um ihr langjähriges Ensemblemitglied, den britischen Tenor Bruce Rankin. In der kommenden Spielzeit hätte er sein 20jähriges Jubiläum im Ensemble des Düsseldorf-Duisburger Hauses gefeiert. Bruce Rankin starb am 11.Dezember 2017 im Alter von 65 Jahren.

Bruce Rankin begann 1986 mit den in England so üblichen „reisenden Operngesellschaften“ seine Opernkarriere als Tenor. Es folgten Engagements an der Wales Opera, der Opera Scotland und der Opera Holland Park.

Nach diesen Engagements an britischen Opernhäusern und 1995  am Theater Bremen kam Bruce Rankin 1998 an die Deutsche Oper am Rhein und wurde in den ersten Spielzeiten durch Partien wie Pinkerton in Puccinis Madama Butterfly, Edgardo in Donizettis Lucia di Lammermoor  oder als Lucio Silla in der gleichnamigen Mozart-Oper bekannt. In den letzten Jahren entwickelte er sich zu einem großartigen Charaktertenor und zeigte ein besonderes Talent für skurrile Figuren, denen er ein unverwechselbares Profil gab. Zuletzt begeisterte er in der tragikomischen Rolle des Fürsten Basil Basilowitsch in Lehárs Der Graf von Luxemburg.

Deutsche Oper am Rhein / In Memoriam Bruce Rankin, hier als Valzacchi im Rosenkavalier der Rheinoper © Matthias Jung

Deutsche Oper am Rhein / In Memoriam Bruce Rankin, hier als Valzacchi im Rosenkavalier der Rheinoper © Matthias Jung

Bruce Rankin starb am 11. Dezember 2017in Düsseldorf im Alter von  65 Jahren. „Der plötzliche Tod von Bruce Rankin trifft uns tief im Herzen “, sagt Generalintendant Christoph Meyer. „Wir verlieren einen großartigen Künstler und einen außergewöhnlich beliebten und geschätzten Kollegen, der mit seiner absoluten Professionalität, seiner großen Sensibilität und seinem feinen britischen Humor stets für eine positive Stimmung im Haus gesorgt hat. Er wird uns sehr fehlen.“ PMDOR

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Der Graf von Luxemburg – Léhar neu geadelt, IOCO Kritik, 11.12.2016

Dezember 11, 2016 by  
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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Der Graf von Luxemburg  an der Rheinoper

 Léhars Operette neu geadelt und brillant zur Schau gestellt

Der Graf von Luxemburg:  Weitere Vorstellungen in Duisburg oder Düsseldorf: 17.12.2016, 22.12.2016, 22.12.2016, 26.12.2016, 28.12.2016, 31.12.2016, 06.01.2017, 20.01.2017, 07.02.2017, 26.02.2017, 25.3.2017, 31.03.2017, 11.05.2017

Von Albrecht Schneider

Hi Leute, möchte man an dieser Stelle rufen, ehe Ihr weiterlest, kauft schleunigst ein Ticket und schaut Euch den Grafen selber an. Drei hinreißende Stunden werdet Ihr erleben….

Bereits des Längeren kommt die Operette, die nach dem letzten Krieg vornehmlich in verkitschten Filmen überlebte, im Sog der Musicals und mittels peppiger Inszenierungen wieder, und diese Vokabel wird ihr durchaus gerecht, angetanzt auf den Bühnen der Staats- und Stadttheater. Nach wie vor liefert sie süße Gefühle und transportiert uns in eine schadstoff-freie Umgebung. Allein, nicht unentwegt bleibt der Verstand zugunsten des Sentiments ausgeschaltet, perlt die Musik nicht zwingend wie der Champagner aus der geöffneten Flasche. Das trifft gerade auf den Graf von Luxemburg zu, der zwar nach wie vor mit den unverzichtbaren Versatzstücken wie Liebe und Komik, mit Geld und unreinen Herzen hantiert, sowie üppig musikalisches Schaumgebäck serviert. Nur steigt bei ihm, als einem Kind des zwanzigsten Jahrhunderts, schon einmal der korrumpierbare Mensch aus dem Kostüm, schimmert durch die Schminke das wahre Gesicht. Und in reine Harmonie ist die Geschichte auch nicht durchwegs gebettet, sondern sie wird bisweilen durch Klänge unbequem, die eher der „seriösen“ Musik zugehören.

Deutsche Oper am Rhein / Der Graf von Luxemburg - Michel Cornel Frey (Armand Brissard), Bo Skovhus (René Graf von Luxemburg), Chor © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Der Graf von Luxemburg – Michel Cornel Frey (Armand Brissard), Bo Skovhus (René Graf von Luxemburg), Chor © Hans Joerg Michel

Regisseur Jens-Daniel Herzog stellt in einem Paris der Jetztzeit einen Grafen vor, dem alles abhanden kam, vor allem das Geld, und dem jetzt noch das letzte abhanden kommt, was ihm nach einem munteren Playboydasein geblieben ist, nämlich die Distinktion seiner adeligen Gesellschaft.

Jens-Daniel Herzog in der Rheinoper © IOCO

Jens-Daniel Herzog in der Rheinoper © IOCO

Für eine halbe Million Francs verkauft er sich an den plutokratischen russischen Fürsten Basil Basilowitsch (steinreiche Russen sind für das Genre Operette seit ihrer Entstehung offenbar nahezu unentbehrlich), indem er zum Schein dessen Liebe, die Sängerin Angèle Didier, ehelicht. Die Dame soll mit ihrem Einverständnis auf diese Weise adelig, mithin zu einer standesgemäßen Partie erhoben und zur Heirat mit dem Russen salonfähig gemacht werden. Die Bedingung für den Grafen besteht darin, bei dem amtlichen Akt des Ringetauschs die potentielle Gattin nicht zu sehen zu kriegen und nach drei Monaten Pseudoehe in die Scheidung einzuwilligen.

Jetzt könnte man denken, das sei weniger eine vergnügliche, eher eine leicht unappetitliche Affäre, und als Operettenstoff kaum brauchbar. Allerdings findet sie im Künstlermilieu statt, und da geht es bekanntlich zwar immer ärmlich, dafür mächtig lustig zu. Dem aus pekuniärem wie feudalistischem Anlass verkuppelten Paar, das absehbar gegen Ende der Vorstellung zueinander finden wird, steht ein buffoneskes gegenüber: der Maler Armand Brissard, ein Freund des Grafen, möchte mit der geliebten Juliette Vermont, vormals Sängerin und nunmehr Zofe der Kollegin Didier, unbedingt intim sein. Eine Kopulation, zu der, ihr prinzipiell zuneigend, sie erst nach Heimkehr vom Standesamt bereit ist. Mit dem daraus resultierenden üblichen Kampf der Geschlechter, ausgetragen in gegenseitiger Körpermalerei, einer Art Action Painting mit weiter dazu gestoßenen Bohemiens und sonstigen Possen, zu denen der zunächst grämliche, danach trunkene Graf seinen letzten Sous beisteuert.

Deutsche Oper am Rhein / Der Graf von Luxemburg - Vlnr: Bruce Rankin, Karl Walter, David Jerusalem, Luis Fernando Piedra, Bo Skovhus © Hans Jörg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Der Graf von Luxemburg – Vlnr: Bruce Rankin, Karl Walter, David Jerusalem, Luis Fernando Piedra, Bo Skovhus © Hans Jörg Michel

Somit ist der Knoten geschürzt, und von der Musik angesteckt darf das Spiel der guten wie miesen Gefühle, der Amüsierlust und des Katzenjammers hin zum Happyend beginnen. Aus dem Mit- und Gegeneinander von fünf Figuren mit unterschiedlichen Begierden schlägt die Inszenierung wahre Funken. Die Szene wechselt behende, vor das simple Maleratelier schiebt sich ein lausiges Zimmer, das der Abwicklung des lausigen Heiratsgeschäfts dient. Zu den Hauptfiguren gesellen sich des Fürsten Dreigestirn von russischer Gorillas (Bodyguards), das für mancherlei Slapstickeinlagen gut ist.

Im zweiten Akt wacht ein echter Drache als Pförtner vor dem Bühneneingang des Opernhauses, worin aufgrund ihrer Heirat die Frühverrentung der Sängerin Angèle Didier gefeiert wird. Dort kommt es zu einigen Turbulenzen, weil der Graf, jäh in die Künstlerin und anonyme Gattin verliebt, in deren Garderobe eindringt, Russenfürst und Leibgarde dazwischenfahren und zudem das Buffopärchen zwischen die Fronten gerät. Da tanzt und tobt die überkandidelte Gesellschaft derart herum, um Kritikaster die Nase rümpfen zu lassen ob der Holterdiepolterkomik. Aber geht hier nicht eine Operette über die Bühne?

Wenn die Grand Dame Oper bei soignierten Musikfreunden in höchstem Ansehen steht, so kehren sie dem Töchterchen Operette, als käme es wie ein leichtes, verdrehtes Mädchen angestakst, deswegen verächtlich den Rücken zu. Verglichen mit der altehrwürdigen Mutter wartete das oft hübschere und gewiss leichtsinnigere Kind mit schlichteren Geschichten auf, hüpfen, kreisen und verbiegen sich die Körper anders als in der Opera Seria oder dem Musikdrama. Und das alles passiert zu einer Musik, die den Ohren kaum wehtut.

Deutsche Oper am Rhein / Der Graf von Luxemburg - Susan Maclean (Gräfin Stasa Kokozowa) © Hans Jörg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Der Graf von Luxemburg – Susan Maclean (Gräfin Stasa Kokozowa) © Hans Jörg Michel

In der Hotelhalle des 3. Aktes mutiert der Drache durch geschwinde Umkostümierung gleichermaßen zum Concierge, zum Liftboy wie zum Servierfräulein, und empfängt und bedient die just angereiste russische(!) Gräfin Stasa Kokozowa. Die nutzt ihr Couplet: Was ist das für ne Zeit, liebe Leut, um mittels einiger hinzugedichteter Verse dem Publikum zeitnah ein bisschen die Meinung zwar nicht zu geigen, doch immerhin zu singen. Ihrer Rolle obliegt die Lösung des Knotens, indem sie auf das ihr einst gegebene Heiratsversprechen des Fürsten pocht. Der erinnert sich dessen und entbindet das liebend Paar von seinen Verpflichtungen. Hiermit dürfen die zwei in eine bereits geschlossene, bislang nicht vollzogene, bloß hoffentlich beide Partner beglückende Ehe entschreiten.

Ja, wir sind in der Operette, und deren Bedingung ist Tempo, befeuert von der Musik. Bo Skovhus, ein Graf von Habitus und Stimme, lässt sich von ihr treiben. Selten erlaubt sie Momente, in denen die Protagonisten zu sich selbst finden. Dann singt der Luxemburger Aristokrat mit changierender Prosodie und den Banknoten zwischen den Fingern von lachendem Glück und der Liebe, womit sowohl das Geld gemeint sein kann wie die unbekannte ferne Frau, deren Parfüm Trèfle incarnat noch im Raum schwebt. Dessen Duft wird ihn später dazu anstiften, in melancholischen Tönen die eigene unredliche Handlungsweise zu reflektieren. Sein Singen weiß genau, wann Partitur und Augenblick die heldische, die getrübte oder die fidele Klangfärbung fordern.

Deutsche Oper am Rhein / Der Graf von Luxemburg - Bo Skovhus (René Graf von Luxemburg), Juliane Banse (Angèle Didier), Chor © Hans Jörg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Der Graf von Luxemburg – Bo Skovhus (René Graf von Luxemburg), Juliane Banse (Angèle Didier), Chor © Hans Jörg Michel

Gleiches lässt sich von Julia Banse sagen, welche die distinguierte wie kokettierende Sängerin Angèle Didier in jeder Hinsicht verlebendigt. Franz Léhars Komposition ist von sinfonischer, von operndramatischer Qualität und der eines Giacomo Puccini, was die Künstler selbst betonen, durchaus ebenbürtig. Bo Skovhus und Julia Banse: Zwei berühmte Namen, die den ihnen vorauseilenden glänzenden Ruf sicht- und hörbar bestätigen. Beider Leistung vor Augen und im Ohr wäre stimmliche Kritik beckmesserisch, weil sie sich nicht unbedingt im Schöngesang äußern müssen, sondern in einer die jeweilige Situation beglaubigenden Klangrede.

Bruce Rankin, der Fürst Basil Basilowitsch, singt sich vortrefflich vom selbstherrlichen Boss über den verliebten Gockel hin zum kapitulierenden Trauerklößchen, Lavinia Dames und Cornel Frey geben das Künstlerpärchen Juliette Vermont und Armand Brissard und stehen den Kollegen in nichts nach. Gewissermaßen in der Nachfolge von Kolumbine und Harlekin agieren sie gleich springlebendigen sinnlichen Rivalen des leicht verdorbenen und berechnenden ersten Paares.

Der Schauspieler Oliver Breite wechselt wie ein Irrwisch die Kleidung und das Geschlecht, um überzeugend sämtliches Hotelpersonal zu mimen, während Susan Mclean als Gräfin Stasa Kokozowa der Zeit und dem Publikum singend die Leviten liest und sich alsbald den Fürsten schnappt.

Deutsche Oper am Rhein / Der Graf von Luxemburg - Bo Skovhus (René Graf von Luxemburg), Cornel Frey (Armand Brissard), Lavinia Dames (Juliette Vermont) © Hans Jörg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Der Graf von Luxemburg – Bo Skovhus (René Graf von Luxemburg), Cornel Frey (Armand Brissard), Lavinia Dames (Juliette Vermont) © Hans Jörg Michel

Das Orchester unter Lukas Beikircher macht dem Ensemble ordentlich und con fuoco Beine, denn die Musik will tanzen und tanzen lassen. Dass es manchmal voller Temperament über die eigenen Füße stolpert, was soll’s, trägt es doch die Sänger jederzeit sicher durch die Partitur und unterschlägt oder verschleiert nicht Töne, die unter der Melodielinie bisweilen der scheinbar allseitigen guten Laune widersprechen wollen.

Das vorwiegend soignierte Publikum im Düsseldorfer Opernhaus schien die von Sibylle Gädeke ausstaffierte und von Mathis Neidhardt eingerichtete Operette Der Graf von Luxemburg zu goutieren. Der Beifall zumindest ließ darauf schließen. Sofern sie weiterhin so leichtfüßig und elegant auftritt, dürfte sie den Herrschaften bald richtig ans Herz wachsen. Wie auch immer, Leute, es bleibt dabei: Gehet hin und kauft Euch ein Ticket. Von Albrecht Schneider

Der Graf von Luxemburg:  Weitere Vorstellungen in Duisburg oder Düsseldorf: 17.12.2016, 22.12.2016, 22.12.2016, 26.12.2016, 28.12.2016, 31.12.2016, 06.01.2017, 20.01.2017, 07.02.2017, 26.02.2017, 25.3.2017, 31.03.2017, 11.05.2017

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Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Premiere Der Graf von Luxemburg von Franz Léhar, 03.12.2016

Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

„Ist es Geld oder große Liebe?“

Der Graf von Luxemburg von Franz Léhar

Deutsche Oper am Rhein / Der Graf von Luxemburg © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Der Graf von Luxemburg © Hans Joerg Michel

Mit Franz Lehárs Der Graf von Luxemburg inszeniert Jens-Daniel Herzog an der Deutschen Oper am Rhein die erste Operette seiner Regie-Laufbahn. In den Hauptrollen: die internationalen Opernstars Juliane Banse und Bo Skovhus. Am 3. Dezember ist Premiere im Opernhaus Düsseldorf, am 22. Dezem­ber im Theater Duisburg. Das Werk­stattgespräch mit anschließendem Probenbesuch gibt am Montag, 21. Novem­ber, um 18.00 Uhr Einblick in die Produktion.

Ist es die große Liebe oder nur ein anrüchiger Hochzeitsdeal, der den völlig abgebrannten Renée Graf von Luxemburg mit der allseits bewunderten Sängerin Angèle Didier verbindet? Beide ahnen, dass es ein Glück gibt, das mehr wiegt als ein Koffer voller Geld und die gesicherte Existenz nach einer vollendeten Bühnenkarriere, vor allem, wenn man sie einem mafiösen Gauner des russischen (Geld-)Adels anvertraut hat …

Mit den Opernstars Juliane Banse und Bo Skovhus bringt die Deutsche Oper am Rhein Franz Lehárs OperetteDer Graf von Luxemburg auf ihre beiden Bühnen. Die Neuproduktion feiert am 3. Dezember im Opernhaus Düsseldorf und am 22. Dezember im Theater Duisburg Premiere. Lukas Beikircher dirigiert die Düsseldorfer Symphoniker und die Duisburger Philharmoniker.

Jens-Daniel Herzog, Intendant der Oper Dortmund und designierter Staatsintendant des Staats­theaters Nürnberg, inszeniert mit Lehárs Graf von Luxemburg die erste Operette seiner Regie-Laufbahn. Schon lange zählt er zu den Bewunderern des Genres: „Wie leichtfüßig spielt die Operette doch mit unseren Sehnsüchten, Träumen, Zweifeln, Ängsten und Verlusten. Sie stürzt uns in einen Taumel der Sinne und Begierden und rettet uns aus der unweigerlich folgenden Katerstimmung in die schöne Lüge einer heilen Welt“, meint der Regisseur.

Der Graf von Luxemburg lebt von himmlischen Melodien voller Sentiment, Witz, Tempo und absurder Komik, die Jens-Daniel Herzog im Bühnenbild von Mathis Neidhardt, mit phantasievollen Kostümen von Sibylle Gädecke und großartigen Darstellern auf die Bühne bringt: Juliane Banse und Bo Skovhus stehen als Angèle und René nicht zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne und zählen diese Operette zu ihren Lieblingsstücken. Cornel Frey und Lavinia Dames spielen das junge Künstlerpaar Armand und Juliette, Pariser Bohèmiens am Rande des Existenzminimums. Mit Geld und Ganoven (David Jerusalem, Luis Fernando Piedra, Karl Walter Sprungala) setzt der russische Fürst Basil Basilowitsch (Bruce Rankin) seine Gefühlsinteressen durch, allerdings nicht gegen die ebenfalls millionenschwere russische Gräfin Stasa Kokozowa (Susan Maclean/Doris Lamprecht), die plötzlich auftaucht, um ihn an die gemeinsame Verlobung zu erinnern. Das spielfreudige Ensemble ergänzen der Schauspieler Oliver Breite (Ménager), der Chor der Deutschen Oper am Rhein und die von Kati Farkas einstudierten Tänzerinnen und Tänzer.

Schon vor der Premiere gibt die Opernwerkstatt im Opernhaus Düsseldorf am Montag, 21. November, um 18.00 Uhr Einblick in die Produktion. Nach einem Gespräch mit Juliane Banse, Lukas Beikircher und Jens-Daniel Herzog sind die Besucher zur Bühnenprobe eingeladen. Am Mittwoch, 21. Dezember, um 17.00 Uhr findet die Opernwerkstatt im Theater Duisburg statt. Der Eintritt ist frei. PMDOR

Der Graf von Luxemburg im Opernhaus Düsseldorf:
Sa 03.12. – 19.30 Uhr  (Premiere)   / Di 06.12. – 19.30 Uhr  / Do 08.12. – 19.30 Uhr  / So 11.12. – 15.00 Uhr  / Di 13.12. – 19.30 Uhr  / Sa 17.12. – 19.30 Uhr  / Fr 20.01. – 19.30 Uhr  / So 26.02. – 18.30 Uhr  / Sa 25.03. – 19.30 Uhr  / Do 11.05. – 19.30 Uhr

Der Graf von Luxemburg im Theater Duisburg:
Do 22.12. – 19.30 Uhr  (Premiere)  / Mo 26.12. – 18.30 Uhr  / Mi 28.12.  – 19.30 Uhr  / Sa 31.12. – 19.00 Uhr  / Fr 06.01. – 19.30 Uhr  / So 15.01. – 18.30 Uhr  / Di 07.02. – 19.30 Uhr  / Fr 31.03. – 19.30 Uhr  / Fr 16.06. – 19.30 Uhr

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Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, DOR Spielplan November 2016

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

DOR:  Oper und Ballett am Rhein – November 2016

Düsseldorf / Hänsel und Gretel © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Düsseldorf / Hänsel und Gretel © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Im November 2016: … gibt es in beiden Spielstätten der Deutschen Oper am Rhein ein abwechslungsreiches Programm, das vor allem für Familien viel zu bieten hat. Premiere feiert das Mitmach­Projekt Lost in the Forest am Mittwoch, 9. November, um  11.00 Uhr, im Opernhaus Düsseldorf und am Freitag, 25. November, um 18.00 Uhr, im Theater Duisburg. Fast ein Jahr lang waren junge Theater­ und Musikenthusiasten für dieses große Bühnenspektakel Hänsel und Gretel auf der Spur. Das Ergebnis ist eine Adaption der beliebten Märchenoper von Engelbert Humperdinck, bei der sich niemand im Wald verirrt: Das Abenteuer lauert nämlich mitten in der Großstadt und ist dennoch ziemlich verhext. Erste Einblicke in das neue Mitmach­Format bietet die Familienopernwerkstatt zu Lost in the Forest bei freiem Eintritt am Mittwoch, 2. November, im Opernhaus Düsseldorf und am Mittwoch, 23. November, im Theater Duisburg, Beginn ist jeweils um 17.00 Uhr.

Humperdincks beliebter Märchenopern­Klassiker Hänsel und Gretel nach der legendären Inszenierung von Andreas Meyer­-Hanno aus dem Jahr 1969 darf im Winterprogramm selbstverständlich nicht fehlen. Am Freitag,  11. November, um 18.00 Uhr, feiert die Familienoper Wiederaufnahme im Opernhaus Düsseldorf, im Theater Duisburg ist die Opernadaption nach dem bekannten Märchen der Brüder Grimm am Samstag, 10. Dezember, um  18.00 Uhr, zum ersten Mal zu erleben.  Der Opernbaukasten mit KiKA­Moderator Malte Arkona geht in die zweite Runde: In dieser Folge wird es darum gehen, was in einem Opernhaus hinter den Kulissen passiert. Regisseurin Esther Mertel geht oft gestellten Fragen auf den Grund: Was arbeitet eigentlich genau ein Opernintendant? Wie entsteht ein Spielplan? Und wie fühlt sich ein Sänger, der für eine Partie oder ein festes Engagement vorsingen muss? Das und etliches anderes hinter den Kulissen, worauf nicht nur Kinder neugierig sind, gibt es im Opernbaukasten – Folge 2 zu entdecken. Premiere im Opernhaus Düsseldorf ist am Sonntag, 6. November, um 11.00 Uhr.

Düsseldorf / DOR_Die Schneekönigin © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Düsseldorf / DOR_Die Schneekönigin © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Nach der stürmisch gefeierten Uraufführung im Frühjahr 2016 kehrt Marius Felix Langes Familienoper Die Schneekönigin auf die Düsseldorfer Bühne zurück. Phantasievolle Bilder entführen Zuschauer ab sechs Jahren mit Gerda und Kay, den jungen Helden aus Andersens Märchen, in die eisige Welt der Schneekönigin. Der Familienvorstellung am Freitag, 25. November, um 18.00 Uhr folgt eine Schulvorstellung am Dienstag,  29. November, um 11.00 Uhr. Im Dezember stehen jeweils zwei weitere Familien­und Schulvorstellungen auf dem Spielplan. Im Theater Duisburg ist Die Schneekönigin am Donnerstag, 10. November, um 11.00 Uhr, zum vorerst letzten Mal zu erleben.

Am Freitag, 11. November, um 19.30 Uhr öffnet sich im Theater Duisburg der Vorhang für Otto Nicolais komisch fantastische Oper Die lustigen Weiber von Windsor. Präzise und witzig inszeniert von Dietrich W. Hilsdorf, fasziniert das Stück auch durch die großzügigen, stimmungsvoll ausgestalteten Bühnenräume von Dieter Richter und die historisch anmutenden Kostüme von Renate Schmitzer. Einblicke in das Stück und die Regie gibt bei freiem Eintritt die Opernwerkstatt zu Die lustigen Weiber von Windsor am Donnerstag, 3. November, 18.00 Uhr, im Theater Duisburg.

Erste Live ­Einblicke in die nächste Operettenproduktion, Franz Lehárs Der Graf von Luxemburg gibt die Opernwerkstatt am 21. November, um 18.00 Uhr, im Opernhaus Düsseldorf. Dramaturg und Regieteam erläutern Hintergründe zum Stück und zum Konzept, und im Anschluss daran besteht die Möglichkeit, eine Bühnenprobe zu erleben – alles bei freiem Eintritt und ohne Voranmeldung. Premiere feiert Der Graf von Luxemburg im Opernhaus Düsseldorf am Samstag, 3. Dezember, und im Theater Duisburg am Donnerstag, 22. Dezember, jeweils um 19.30 Uhr.

Ballett am Rhein
An zwei Samstagen kommt im November im Opernhaus Düsseldorf das Ballettprogramm b.26 auf die Bühne: Am  19. November und am 26. November, jeweils um 19.30 Uhr, führt das Ballett am Rhein seine Zuschauer durch 175 Jahre Ballettgeschichte: Auf ein virtuoses Tanzfest aus Balletten von August Bournonville lässt Martin Schläpfers preisgekrönte Compagnie mit Antony Tudors „Dark Elegies“ ein Ritual tief berührender Trauer folgen, um das Programm mit Terence Kohlers Ballett „One“ zu Brahms’ Sinfonie Nr. 1 zu beenden.

Im Theater Duisburg ist am Dienstag, 1. November, um 18.30 Uhr sowie am Samstag, 5. und am Mittwoch, 16. November, um jeweils 19.30 Uhr Martin Schläpfers jüngstes Ballettprogramm – b.29 – zu erleben. Es zeigt mit „Mozartiana“ ein Stück des großen Meisters der Neoklassik, George Balanchine, eine Uraufführung von Martin Schläpfer –„Konzert für Orchester“ zum gleichnamigen Stück von Witold Lutoslawski – und das parodistische Ballett „The Concert“ von Jerome Robbins.

Felix Mendelssohn Bartholdy © IOCO

Felix Mendelssohn Bartholdy © IOCO

Symphoniker im Foyer – auch für Menschen mit Demenz und deren Begleitung
Am Sonntag, 27. November, um 11.00 Uhr, stehen Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann im musikalischen Fokus der Symphoniker im Foyer. Beide Komponisten waren Düsseldorf verbunden und haben mit ihrem Wirken als Musikdirektoren das kulturelle Leben der Stadt mitgeprägt. Von Mendelssohn sind sein frühes Streichoktett Es­Dur und das Beethoven gewidmete Streichquartett a­Moll zu hören. Erweitert wird das Programm durch Schumanns und Mendelssohns für Männerchor geschriebene Lieder, präsentiert vom Vokalensemble „Globus Vocalis“. Zu diesem Foyerkonzert sind auch Menschen mit Demenz und ihre Begleitung herzlich eingeladen. Sie treffen sich bereits um 10.00 Uhr und erhalten eine Einführung in das Programm. Eine vorherige Anmeldung ist unbedingt erforderlich. Anmeldung und weitere Informationen bei telefonischer Reservierung unter 0211.89 25 211 und im Opernshop Düsseldorf. Eintritt 12,00 Euro – für die Begleitperson dementiell Erkrankter ist der Eintritt frei. PMDOR

Mittwoch  02.11. – 17.00 Uhr
Familienopernwerkstatt: „Lost in the Forest“Hänsel und Gretel auf der Spur im Opernhaus Düsseldorf


Do 03.11. – 18.00 Uhr
Opernwerkstatt: „Die lustigen Weiber von Windsor“ im Theater Duisburg


So 06.11. – 11.00 Uhr
Premiere: Der Opernbaukasten – Folge 2. Oper entdecken mit Malte Arkona im
Opernhaus Düsseldorf


So 06.11. – 18.30 Uhr
Wiederaufnahme: „Die Entführung aus dem Serail“ im Opernhaus Düsseldorf


Mi 09.11. – 11.00 Uhr
Premiere Opern­Mitmachprojekt: Lost in the Forest – Hänsel und Gretel auf der
Spur im Opernhaus Düsseldorf


Fr 11.11. – 19.30 Uhr
Opernpremiere: Die lustigen Weiber von Windsor im Theater Duisburg


Fr 11.11. – 18.00 Uhr
Wiederaufnahme: Hänsel und Gretel im Opernhaus Düsseldorf


Sa 19.11. – 19.00 Uhr
Benefiz­Gala: DRK­Gala 2016 im Theater Duisburg


Mo 21.11. – 18.00 Uhr
Opernwerkstatt: Der Graf von Luxemburg im Opernhaus Düsseldorf


Mi 23.11. – 17.00 Uhr
Familienopernwerkstatt: Lost in the Forest im Theater Duisburg


Fr 25.11. – 18.00 Uhr
Premiere Opern­Mitmachprojekt: Lost in the Forest – Hänsel und Gretel auf der
Spur im Theater Duisburg


Fr 25.11. – 18.00 Uhr
Wiederaufnahme Familienoper: Die Schneekönigin im Opernhaus Düsseldorf


So 27.11. – 11.00 Uhr
Symphoniker im Foyer: Düsseldorfer Komponisten im Opernhaus Düsseldorf

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