Wiesbaden, Hessisches Staatstheater, WA Götterdämmerung von Richard Wagner, 24.09.2017

Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Götterdämmerung von Richard Wagner

Wiederaufnahme am 24. September 2017

Richard Wagners Götterdämmerung ist wieder am Hessischen Staatstheater Wiesbaden zu sehen. Am Pult steht Alexander Joel, der in der vergangenen Spielzeit den gesamten Zyklus Der Ring des Nibelungen dirigierte und damit große Erfolge feierte.

Die Partie des Siegfried übernimmt Lance Ryan, einer der gefragtesten Heldentenöre im deutschen Fach, zuletzt in der Titelpartie von Peter Grimes und demnächst auch als Tannhäuser in Wiesbaden zu erleben. Catherine Foster, die aktuelle Brünnhilde der Bayreuther Festspiele, steht in dieser Partie auch in Wiesbaden auf der Bühne. Johannes Martin Kränzle, der gefeierte Beckmesser der Bayreuther Meistersinger, kommt als Gunther nach Wiesbaden. Betsy Horne, zuletzt Freia in Das Rheingold, ist Gutrune. Shavleg Armasi ist Hagen, Thomas de Vries übernimmt, wie schon in Das Rheingold und Siegfried, die Partie des Alberich. Margarete Joswig, zuletzt Fricka in Das Rheingold und Die Walküre, gibt ihr Debüt als Waltraute. Die Rheintöchter sind Heather Engebretson, Marta Wryk und Silvia Hauer.

Musikalische Leitung Alexander Joel Inszenierung Uwe Eric Laufenberg Bühne Gisbert Jäkel Kostüme Antje Sternberg Licht Andreas Frank Video Falko Sternberg Chor Albert Horne Dramaturgie Regine Palmai

Siegfried Lance Ryan Gunther Johannes Martin Kränzle Alberich Thomas de Vries Hagen Shavleg Armasi Brünnhilde Catherine Foster Gutrune Betsy Horne Waltraute Margarete Joswig Woglinde Heather Engebretson Wellgunde Marta Wryk Flosshilde Silvia Hauer

Chor & Extrachor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden
Karten sind an der Theaterkasse im Großen Haus, telefonisch unter 0611.132 325 oder auf www.staatstheater-wiesbaden.de erhältlich.

Pressemeldung Staatstheater Wiesbaden

Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Tristan und Isolde – Ekstase wider Stille, IOCO Kritik,

März 8, 2017 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Musiktheater im Revier, Oper

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Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

Komplexer Mythos in „gerader Erzählweise“

Tristan und Isolde von Richard Wagner

Von Viktor Jarosch

Intendant Michael „Furchtlos“ Schulz und Opernstar Torsten Kerl als „Matchmaker“ – er hat eine besondere Beziehung zu Gelsenkirchen – bringen mit  Tristan und Isolde eine höchst komplexe Produktion ins Revier. Mit kleinem Etat schafft das MiR ein künstlerisches Mammutprojekt, vor dem große Theater mit vielfachem Etat zurückschrecken. Der Lohn: Eine starke Tristan-Inszenierung, eine begeisternde Premiere, ausverkauftes Haus für die kommende Vorstellungen und eine Ausstrahlung, welche weit über die Grenzen des Ruhrgebiets wirkt.

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde - Kerl, Foster, Malmberg, Herbst, Herrenchor © Forster

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde – Kerl, Foster, Malmberg, Herbst, Herrenchor © Forster

Der uralte Mythos um Tristan und Isolde kennt keine Verfasser. Seine Macht bezieht der Mythos aus kollektiver Wahrnehmung, aus Archetypen, nicht aus individuell ästhetisch gestalteten Kunstwerken. Im 5. Jahrhundert fanden fragmentarische Versionen der Legende um Tristan und Isolde ihren Weg in die Literatur der Länder Europas; 1210 veröffentlichte in Deutschland erstmals Gottfried von Straßburg den Versroman Tristan; Adaptionen folgten. Der Zauber des Mythos Tristan ergriff auch den Mythen-getriebenen Richard Wagner schon um 1840.

MiR Trailer zu Tristan und Isolde

Von der mittelalterlichen Sage blieb in der Oper Wagners nur der Name und ein wenig äußerer Rahmen: Wagner machte so Morold zu Isoldes getötetem Verlobten; in der Sage dagegen ist Morold ein irischer Riese, welcher aus Cornwall junge Mädchen und Jungen holt. Wagners unerfüllbare Liebesleidenschaft zu der verheirateten Mathilde Wesendonck wie die Philosophie Schopenhauers waren ihm Schmerz wie Inspiration: Seine Tristan-Komposition wird von Sehnsucht nach  unbedingtem Tod, von schrankenloser Leidenschaften ohne Rücksicht auf Riten und Gesetzen der Welt getrieben; von Gedanken, welche damals wie heute  psychopathische Züge haben, welche als krankhaft im sozialen, als Todsünde im religiösen Sinne gelten.

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde - Malmberg, Kerl, Foster, Herbst, Herrenchor © Forster

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde – Malmberg, Kerl, Foster, Herbst, Herrenchor © Forster

Richard Wagner begann 1857 mit dem Werk Tristan und Isolde: Die Komposition des Nibelungenringes war in eine Schaffenskrise geglitten. Doch auch die Schöpfung von Tristan und Isolde sollte von Krisen begleitet werden: Erst im Juni 1865 sollte die Uraufführung in München stattfinden. Die Dichtung zu Tristan hatte Wagner 1857 in wenigen Monaten geschrieben, die Partitur dagegen dauerte Jahre: Das Mystische ist Mittelpunkt der Komposition; dies auszudrücken öffnet Wagner zu romatischer Musik auch das Tor zur Atonalität. Bereits in den ersten sieben Takten des Vorspiels werden alle zwölf Töne der Halbtonleiter verwendet: Mystisches – Auflösung, Verschwimmen, Verdämmern – zeigend. Wagner komponiert in Tristan und Isolde neue, bis dahin unbekannte Klangwelten mit verzehrender Expressivität, ein Gleichgewicht zwischen Ekstase und Stille.

Regisseur Michael Schulz bringt eine wohltuend klassische Inszenierung, in „gerader Erzählweise“ (Dramaturgie Gabriele Wiesmüller), mit griffiger Personenregie, blendender Besetzung und neutralen Kostümen (Renée Listerdal) auf die Bühne des MiR. Fokus sind Psyche, Mystik und Wagners komplexe Partitur. Schulz meidet angestrengte abstrakte Interpretationen auf der Bühne sondern lenkt Blick und Gedanken der Besucher mit konkreter Einfachheit der Bühnenbilder unabgelenkt auf die in Musik und Dichtung deutlich werdende Zerrissenheit der handelnden Charaktere. Im ersten Aufzug: Eine höhengeteilte Bühne (Kathrin-Susann Brose) bildet im Halbdunkel des Unterdecks eine klagende Isolde und Brangäne ab, während über ihnen, auf dem Oberdeck, vor schwarzem Mast (Tristan lehnt wie in Trance an ihm) und hohen weißen Segeln, freudige Seemänner die kommende Ankunft in Cornwall besingen. Sanfte Lichteffekte (Patrick Fuchs) verwischen Bewußtes mit Unbewußtem, stärken das unvergängliche Phänomen der Tristan-Partitur.

 Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde - Torsten Kerl im dritten Aufzug © Forster

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde – Torsten Kerl im dritten Aufzug © Forster

Akribisch getragene Eleganz zeichnen Vorspiel wie die folgenden Aufzüge der Neuen Philharmonie Westfalen unter Rasmus Baumann. Sanft wie einfühlsam spielte das Orchester, zumindest zu Beginn der fünf Stunden–Oper, ohne Myterienmalerei. Tristan ist keine leise Oper, die Erfahrungen am MiR waren begrenzt. Und doch gelingt es Dirigent und Orchester die Partitur der so handlungsarmen Oper schon in der Premiere sehr expressiv auszumusizieren, Wagners Werk tonmalerisch zu interpretieren. Ein klagender Junger Seemann (Ibrahim Yesilay) eröffnet das anspruchsvolle Psychodrama im MiR, unsichtbar in lyrisch reiner Unschuld „Westwärts schweift der Blick, ostwärts streicht das Schiff“. Wut, Enttäuschung und Verzweiflung bringt die Bayreuth-erfahrene Catherine Foster als Isolde schon im ersten Aufzug der Premiere, sicher in hochdramatischer aber kontrollierter Diktion, von „Wer wagt mich zu höhnen!“ über das berühmte Liebesduett des zweiten Aufzugs und das „O sink hermieder, Nacht der Liebe“ bis zum gemeinsamen Liebestod und ihrem „Isolde ruft: Isolde kam, mit Tristan treu zu sterben“. Torsten Kerl, weltweit gesuchter Wagner-Sänger, beherrscht seine schwere Partie des Tristan souverän; bei aller Dramatik strahlt auch immer wieder tenoraler Charme in wunderbarem Timbre. Die riesige Partie bewältigt Torsten Kerl kraftvoll wie auffällig textsicher, speziell im besonders fordernden dritten Aufzug, als er mit fiebrigen Visionen, von Melot verletzt, am Boden liegt. Doch auch die MiR Ensemblemitglieder Urban Malmberg als Kurwenal und Almuth Herbst als Brangäne beherrschten in ihren Debüts ihre großen Partien und rundeten mit einem stimmlich sicheren wenn auch etwas salbungsvoll braven Phillip Ens als König Marke die ungewöhnliche Premiere Tristan und Isolde im MiR ab.

 Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde - Der liebestod im dritten Aufzug © Forster

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde – Der Liebestod im dritten Aufzug © Forster

Stürmischer Applaus, viele Bravos, Bravas, Bravi des voll besetzten Hauses belohnten Intendant Michael Schulz wie Initiator Torsten Kerl für ihr gewagtes wie erfolgreiches Experiment Tristan und Isolde inmitten des Reviers. Doch auch die Neue Philharmonie Westfalen unter Rasmus Baumann wie die hoch geforderten Ensemblemitglieder des MiR wurden für ihre gelungene Beiträge hörbar belohnt.

Tristan und Isolde im MiR, Gelsenkirchen: Termine :  Premiere 04. Mär. 2017 17:00-22.00 Uhr, 12. Mär. 2017 16:00-21:00 Uhr, 19. Mär. 2017 16:00-21:00 Uhr, 26. Mär. 2017 16:00-21:00 Uhr, 08. Apr. 2017 17:00-22:00 Uhr, 07. Mai. 2017 16:00-21:00 Uhr, 13. Mai. 2017 17:00-22:00 Uhr, 04. Juni. 2017 16:00-21:00 Uhr

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen – Karten Hier:
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Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Premiere Tristan und Isolde, 04.03.2017

Februar 24, 2017 by  
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Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

TRISTAN UND ISOLDE von Richard Wagner
Premiere: Samstag, den 4. März 2017, 17 Uhr, Großes Haus

König Marke schickt seinen Vertrauten, den jungen Ritter Tristan, nach Irland, um ihm die Prinzessin Isolde als Braut zuzuführen. Er weiß nicht, dass Tristan und Isolde insgeheim ein Liebespaar sind. Gemeinsam treten sie die Schiffsreise nach Cornwall an, Tristan meidet Isoldes Nähe. Als Isoldes Vertraute Brangäne Tristan schließlich zu ihr bringt, beschließen die Liebenden, mit Hilfe eines Todestranks ihrem Leben ein Ende zu setzen – und gestehen sich rückhaltlos ihre Liebe. Doch der Trank bringt nicht den Tod, sondern vertieft die Liebe des Paares durch einen unlösbaren Zauber.

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde - Kerl, Foster, Malmberg, Herbst, Herrenchor © Forster

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde – Kerl, Foster, Malmberg, Herbst, Herrenchor © Forster

In Cornwall eingetroffen und mit König Marke verheiratet, wartet Isolde des Nachts auf Tristan. Überglücklich, einander wiederzusehen, schlagen sie alle Warnungen in den Wind. Doch der König entdeckt den Verrat. Im Zweikampf mit Markes Vertrautem Melot kann sich Tristan seinen Schuldgefühlen nicht länger entziehen und stürzt sich in Melots Schwert. Schwer verwundet zieht sich Tristan auf sein Schloss zurück und wartet mit einer nicht heilenden Wunde auf Isolde. Als sie endlich zu ihm kommt, hat er bereits dem irdischen Leben entsagt und stirbt in ihren Armen. Isolde folgt ihm in eine andere Welt.

„Unbewusst – höchste Lust“ sind die letzten Worte Isoldes, bevor sie den berühmtesten Liebestod der Musikgeschichte erleidet. Tristan und Isolde, 1865 in München uraufgeführt, ist Richard Wagners persönlichstes Musikdrama und untrennbar mit seiner Biografie verknüpft: Wagner sah sich selbst der, in der bürgerlichen Gesellschaft unerfüllbaren, Liebesleidenschaft zu Mathilde Wesendonck ausgesetzt, die ihm gleichzeitig Schmerz und höchste Inspiration bereitete. In dieser Frau fand der Komponist eine ebenbürtige Gesprächspartnerin und sie schrieb auch die Verse zu den berühmten Wesendonck-Liedern, die heute als musikalische Studien zu „Tristan und Isolde“ gelten. „Nun schreiten wir so leise als tief in uns selber. […] Es ist unser eigenes tiefsinniges Träumen, dort zu finden, wo die Worte und die Schritte nicht mehr eilen.“ sagte Ernst Bloch über das Magische des Tristan-Vorspiels.

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde - Malmberg, Kerl, Foster, Herbst, Herrenchor © Forster

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde – Malmberg, Kerl, Foster, Herbst, Herrenchor © Forster

Bayreuth kommt nach Gelsenkirchen! Richard Wagners großes Epos über Liebe und Schuld in der Inszenierung von Generalintendant Michael Schulz bringt Bayreuth-Größen wie Catherine Foster, Torsten Kerl und Gerhard Siegel auf die Bühne des Großen Hauses.

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde - Kerl © Forster

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde – Kerl © Forster

Der junge deutsche Tenor TORSTEN KERL gehört zu den weltweit gefragtesten Sängern seines Fachs. Er gastiert an allen wichtigen internationalen Opernhäusern, unter anderem an der Staatsoper Wien, Metropolitan Opera New York, Deutschen Oper Berlin, San Francisco Opera, Royal Opera Covent Garden London, Semperoper Dresden, Scala di Milano, New National Tokyo Opera, Nederlandse Opera Amsterdam, Staatsoper München, Gran Teatro del Liceo Barcelona, Palau de les Arts Valencia, Opera National de Paris (Bastille), Châtelet Paris, Opera du Lyon, Staatsoper Hamburg, Teatro Carlo Felice Genova, Den Norske Opera Oslo, Kungliga Operan Stockholm, Opera de Munt Brüssel, Maggio Musicale Fiorentino. Torsten Kerl begann zunächst als professioneller Solo-Oboist (Orchestermusiker und Instrumental-Solist) und wurde dann schnell Sänger. Er ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe, Förder-Preise und Stipendien. Im Jahr 2000 gewann er einen „Grammy Award“ im Bereich „Beste internationale Opernaufnahme des Jahres“. Torsten Kerl ist häufiger Gast bei internationalen Festivals wie z.B. bei den Bayreuther Festspielen („Holländer“ und „Meistersinger“), den Salzburger Festspielen (Mozart-Requiem, „Liebe der Danae“, „Die tote Stadt“), beim Edinburgh Festival („Lohengrin“), dem Glyndebourne Festival („Fidelio“ und „Tristan“), dem Festival in Orange („Holländer“), dem Aarhus Opernfestival in Dänemark („Die tote Stadt“ und „Tristan“) und dem Festival in Savonlinna in Finnland („Lohengrin“). Ein besonderer Repertoire-Schwerpunkt ist das deutsche Fach, so gehört Torsten Kerl weltweit zu den wenigen Tenören, die regelmäßig alle großen Wagner-Partien interpretieren (Rienzi, Erik, Tannhäuser, Lohengrin, Loge, Siegmund, beide Siegfriede, Tristan, Stolzing, und Parsifal). Außerdem singt Torsten Kerl regelmäßig den Max („Freischütz“), Paul („Tote Stadt“), Florestan („Fidelio“), Pedro („Tiefland“) und Kaiser („Frau ohne Schatten“). Daneben gastiert er aber auch regelmäßig im französischen Fach mit Don José („Carmen“) und Samson („Samson et Dalila“), im russischen Fach mit Grigori („Boris Godunov“) und Hermann („Pique Dame“) und im italienischen Fach mit Otello („Otello“), Turriddu („Cavalleria Rusticana“) und Dick Johnson („Fanciulla del West“).

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde - Kerl, Foster © Forster

Musiktheater im Revier / Tristan und Isolde – Kerl, Foster © Forster

Die britische Sopranistin CATHERINE FOSTER begann ihr Gesangsstudium 1993 bei der renommierten britischen Gesangslehrerin Pamela Cook, die sie bis zu ihrem Tod im Jahr 2013 unterrichtete. Zwischen 1995 und 1999 studierte sie am Birmingham Conservatoire, dem Royal Northern College of Music in Manchester und dem London Opera Studio. Noch während ihres College-Studiums gab sie ihr Debüt als Königin der Nacht an der Opera of Northern Ireland und der Welsh National Opera. Im Jahr 2000 folgte ihr Hausdebüt als Königin der Nacht an der English National Opera. Zwischen 2001 und 2011 war Catherine Foster am Nationaltheater Weimar als jugendlich dramatischer Sopran engagiert und erweiterte dort ihre Bühnenerfahrung mit Rollen wie Mimi, Leonore in Il Trovatore, Elisabeth in Don Carlos, Abigaille, Elektra in Idomeneo, Turandot und Tosca. In Weimar hatte sie auch die Möglichkeit, sich auch in das deutsche Repertoire einzuarbeiten: Auf Elisabeth im Tannhäuser folgten u. a. Senta, Leonore in Beethovens Leonore (Fidelio). So vollzog sich der Wechsel ins dramatische Fach. Bald schon stand sie in Rollen wie Brünnhilde (Walküre, Siegfried und Götterdämmerung), Isolde (Tristan und Isolde) und Strauss‘ Elektra auf der Weimarer Bühne. Daneben gastierte sie in Don Carlos in Kassel und in Nabucco in Bremen. Im Jahr 2006 gelang der internationale Durchbruch mit der Kaiserin in Die Frau ohne Schatten als Rollen- und zugleich Hausdebüt in Dresden. Dorthin kehrte sie 2008 und 2010 zurück, um die Wiederaufnahmen von Der Fliegende Holländer und Fidelio zu singen.

Tristan und Isolde im MiR, Gelsenkirchen: Termine :  04. Mär. 2017 17:00-22.00 Uhr, 12. Mär. 2017 16:00-21:00 Uhr, 19. Mär. 2017 16:00-21:00 Uhr, 26. Mär. 2017 16:00-21:00 Uhr, 08. Apr. 2017 17:00-22:00 Uhr, 07. Mai. 2017 16:00-21:00 Uhr
13. Mai. 2017 17:00-22:00 Uhr, 04. Juni. 2017 16:00-21:00 Uhr

Mitwirkende: Musikalische Leitung: Rasmus Baumann, Inszenierung: Michael Schulz, Bühne: Kathrin-Susann Brose, Kostüm: Renée Listerdal, Chor: Alexander Eberle, Licht: Patrick Fuchs, Dramaturgie: Gabriele Wiesmüller, Tristan: Torsten Kerl / Gerhard Siegel, Isolde: Catherine Foster / Yamina Maamar, Kurvenal: Urban Malmberg, Brangäne: Almuth Herbst, Marke: Phillip Ens / Dong-Won Seo, Melot: Piotr Prochera / Marvin Zobel, Ein Hirte: William Saetre, Ein Steuermann: Jacoub Eisa
Junger Seemann: Ibrahim Yesilay.  PMMiR

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Wiesbaden, Hessisches Staatstheater, Premiere: ELEKTRA von Richard Strauss, 28.01.2016

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Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Premiere: ELEKTRA  von Richard Strauss (1864 – 1949)

Tragödie in einem Akt | Libretto: Hugo von Hofmannsthal, nach der Tragödie von SophoklesUraufführung: 1909 in Dresden

Premiere am Do, 28.01.2016 19:30, GROSSES HAUS, Weitere Vorstellungen:  So, 31.01.2016, 19:30, Mi, 03.02.2016, 19:30, Sa, 06.02.2016, 19:30 So, 14.02.2016, 19:30

Das »dämonische, ekstatische Griechentum des 6. Jahrhunderts« wollte Richard Strauss mit seiner Oper Elektra nach dem alten griechischen Mythos heraufbeschwören und »Winkelmannschen Römerkopien und Goethescher Humanität« entgegenstellen. Er brauchte alle seine »Steigerungskraft«, um nach seinem Jahrhundertwerk Salome von Oscar Wilde zum ersten Mal ein genialisches Textbuch Hugo von Hofmannsthals in Musik zu setzen, erneut eine große Frauengestalt auf die Bühne zu bringen.

Der griechische Mythos aus Homers Ilias wurde zuerst von Sophokles für die Bühne bearbeitet. Die Librettoversion Hofmannsthals von 1903 spitzt den Stoff um die Hysterieforschung von Freud, die Aggressionen der Vorzeit des kommenden Weltkriegs und den Untergang des Habsburgerreichs Österreich zu. Richard Strauss führt ein bis aufs Äußerste gespanntes großes Orchester in die Klänge der Moderne, ohne die Tonalität und das Melos zu verlieren. Dieses Werk am Beginn des 20. Jahrhunderts steht für alles Folgende, aber auch für eine untergegangene Welt, die wir in uns tragen.

Musikalische Leitung Zsolt Hamar, Inszenierung & Bühne Rebecca Horn
Kostüme Amélie Haas, Licht Klaus Krauspenhaar
Chor Albert Horne, Dramaturgie Bodo Busse

BESETZUNG:
Elektra: Catherine Foster, Klytämnestra: Dalia Schaechter, Doris Soffel
Chrysothemis: Erika Sunnegardh, Emily Magee, Orest: Young Doo Park
Ägisth: Aaron Cawley, Der Pfleger des Orest: Wolf Matthias Friedrich
Die Vertraute: Petra Urban, Die Schleppträgerin: Ines Behrendt
Ein junger Diener: Benedikt Nawrath
Ein alter Diener: Monte Jaffe
Die Aufseherin: Ruth Staffa
Mägde: Silvia Hauer, Marta Wryk, Celeste Haworth, Stella An, Katharina Konradi
Chor & Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Pressemeldung Hessisches Staatstheater Wiesbaden

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