Berlin, Staatsoper Unter den Linden, 2017/18 – Ein teurer Kulturtempel öffnet die Pforten, IOCO Aktuell, 30.06.2017

Staatsoper Unter den Linden - Im Traum © Max Lautenschläger

Staatsoper Unter den Linden – Im Traum © Max Lautenschläger

Staatsoper im Schillertheater

 2017/18 – Staatsoper Unter den Linden im Wandel

 Wiedereröffnung:  3.10.2017 – 7.12. 2017

Auf der Jahrespressekonferenz der Staatsoper Unter den Linden stellten im Intendanzgebäude der zum 31.3.2018 scheidende Intendant Jürgen Flimm (75), Matthias Schulz (40) und Generalmusikdirektor Daniel Barenboim (74) den Spielplan 2017/18 vor. Der Geschäftsführende Direktor der Staatsoper, Ronny Unganz, fehlte, ohne Erklärung. Die Pressekonferenz der Lindenoper galt so sichtbar allein der Kunst, dem Künstlichen. Matthias Schulz, als Konzertchef der Salzburger Festspiele erstmals prominent in der Öffentlichkeit, ab 1.9.2017 Co-Intendant der Staatsoper, wird zum 1.4.2018 Intendant und Nachfolger Flimms. Doch Jürgen Flimm scheidet nur als Intendant; der Lindenoper und den Berlinern bleibt er weiterhin erhalten: Als Regisseur kehrt er bereits am 7.7.2018 mit der deutschen Erstaufführung von Salvatore Sciarrinos Ti vedo, ti sento, mi perdo an die Lindenoper zurück.

Staatsoper unter den Linden / Manager Flimm, Barenboim, Schulz © IOCO

Staatsoper Unter den Linden / Manager Flimm, Barenboim, Schulz © IOCO

Es war eine auffällige Pressekonferenz. Erwartungen, daß die Lindenoper-Chefs, Flimm, Barenboim und Schulz, vor Begeisterung über die anstehende Rückkehr an das Stammhaus platzten würden, wurden enttäuscht. Die teure Luxusoper im Herzen Berlins: Nebensache! Obwohl zu den verkündete Lindenoper-Eröffnungsterminen 3.10.2017 und 7.12.2017 Unsicherheit dominierte. In Abwesenheit von Direktor  Ronny Unganz klang Jürgen Flimm zur Wiedereröffnung merkwürdig resignativ als er sagte: „Wir glauben es (den Termin) bis heute immer noch nicht..  zupfen uns am Ohr… kleine Angst haben wir immer noch..„.  Die Zeit zwischen dem 3.10. und dem 7.12.2017 sei erforderlich, um die neue Bühnentechnik zu testen und Inszenierungen der neuen Technik anzupassen. Zum  profanen Alltag, wie Budget, Auslastung, Einnahmen hörte man von Flimm nur, daß das „kleine“ Schillertheater mit 90% ausgelastet sei. Flimm & Co konzentrierten sich sehr routiniert nur auf künstlerische Erfolge der laufenden Spielzeit, „Triumphe (?) in der Carnegie Hall..„, auf 2017/18 kommende Inszenierungen, auf Flüge der Staatskapelle in Barenboims Heimat ans Teatro Colon in Südamerika; man freute sich über Dirigate des seit vielen Jahren nach London abwandernden Simon Rattle, erklärte Claude Debussys´ Bedeutung in der Musik und ähnliches. Anders Dominique Meyer, Chef der Wiener Staatsoper: Auf dessen Pressekonferenzen werden, sehr professionell, nicht nur den „Erfolgen“, sondern auch Problemen, dem Opernalltag, Auslastungen, Budget, Besucheralter oder Frauenquoten allzeit detailliert Platz einräumt.

 Staatsoper Unter den Linden im Juni 2017 - Ohne Verschalung © IOCO

Staatsoper Unter den Linden im Juni 2017 – Ohne Verschalung © IOCO

Eine der Pressekonferenz folgende, 2-stündige Führung mit Bauhelm und auf eigene Gefahr, gab umsomehr Aufschluß über Status und Ziele der Sanierung. Kay Keßner, an der Lindenoper auch auf der Bühne aktiv, erklärte der Presse in vielen Details, auf der Hauptbühne wie den vier Rängen der Lindenoper, in Proberäumen, in tiefen unterirdischen Gänge mit logistischer Hightec, das Primat des Denkmalschutzes bei der Sanierung, die große Bedeutung von Erich Kleiber (1890 – 1956) und Vater von Carlos Kleiber für den Erhalt der Lindenoper und Apollosaal in  alten, klassischen Strukturen. Keßner führte in die neuen Probenräume für Orchester und Chor; er führte aus, wie Nachhallzeiten der Lindenoper durch um 3.000m³ auf 9.500m³ vergrößertes Raumvolumen oder in Probenräumen durch aufwendig sanierte Wand- und Vorhangstrukturen gesteuert werden. Die mit knapp 1.400 Plätzen nicht große Lindenoper wird durch neue Bestuhlung noch 30 Plätze einbüßen.  Zum Zeitpunkt der Führung war in der Lindenoper noch wenig fertig: Blanke Bretter, kreischende Maschinen, Schläuche, rohes Mauerwerk, hämmernde Arbeiter. Kay Keßner glaubte fest an den offiziellen Eröffnungs-Termin. Doch ob am 7.12.2017 oder irgendwann: Die  neue Lindenoper im Herzen Berlins wird zu einem Juwel deutscher Kultur werden, wenn auch unendlich teuer erkauft.

Staatsoper Unter den Linden / Sanierung - Blick vom vierten Rang © IOCO

Staatsoper Unter den Linden / Sanierung – Blick vom vierten Rang © IOCO

3.10.2017: WIEDERERÖFFNUNG LINDENOPER

Wenn sie dann stattfindet!

Am 3. Oktober 2017, fünf Tage nach Abzug der Bauarbeiter, erleben Berliner die erste Vorstellung in der sanierten neuen Lindenoper: Robert Schumanns romantische  „Szenen aus Goethes Faust“ mit großem Aufgebot an Solisten, Chören und Musikern; dazu Sinfoniekonzerte in der Oper, der Philharmonie und auf dem Bebelplatz. All dies soll ab 3.10.2017 einen neuen Anfang verkünden, ist Teil eines neutätigen PRÄLUDIUMS. Den Auftakt des PRÄLUDIUM bildet das Open-Air-Konzert STAATSOPER FÜR ALLE mit Daniel Barenboim, der Staatskapelle Berlin und dem Staatsopernchor am 30. September um 17 Uhr unter freiem Himmel auf dem Bebelplatz bei freiem Eintritt. Am folgenden Tag, dem 1. Oktober, haben Berliner sowie Gäste aus aller Welt die Möglichkeit, die Lindenoper bei musikalischen Führungen zu erkunden.  Am 7. Oktober sind die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Zubin Mehta in der Staatsoper Unter den Linden zu Gast. Am 8. Oktober wird die Neue Werkstatt mit »Rivale«, einer Uraufführung von Lucia Ronchetti als Auftragswerk der Staatsoper Unter den Linden, in der Regie von Isabel Ostermann und unter der musikalischen Leitung von Max Renne eingeweiht (weitere Termine: 11., 14., 15., 17., 19., 20. und 22. Oktober 2017). Das Programm des PRÄLUDIUM wird für alle live auf den Bebelplatz übertragen.

Am 7.10.2017 Abends ist wieder Stille in der Lindenoper; Technik, Inszenierungen, Theater-Mitarbeiter müssen gelernt, getestet werden; bis 7.12.2017: An diesem Tag findet die formelle Eröffnung des Opernhauses Unter den Linden statt; mit Feiern und einem Geburtstagskonzert zur Gründung des Opernhauses vor 275 Jahren: Die Staatskapelle Berlin spielt aus Ein Sommernachtstraum, dazu Kompositionen von Pierre Boulez und Richard Stauss. Am 8.12.2017 beginnt der wahre Opernbetrieb: Mit der Premiere von Hänsel und Gretel in der Inszenierung von Achim Freyer (83).

Staatsoper Unter den Linden / in der Sanierung / Blick von der Hauptbühne in den Zuschauerraum © IOCO

Staatsoper Unter den Linden / in der Sanierung / Blick von der Hauptbühne in den Zuschauerraum © IOCO

2017/18 – BESONDERE AKZENTE

Besondere Akzente setzen 2017/18 acht Premieren auf der großen Bühne (darunter eine deutsche Erstaufführung), zwei Uraufführungen und vier Premieren in der Neuen Werkstatt, 13 Musiktheaterwerke aus dem Repertoire sowie mehr als 90 Konzerte. Die bereits zum 23. Mal veranstalteten FESTTAGE kehren zurück an ihren Gründungsort, während das Festival für Neues Musiktheater INFEKTION! erstmals Unter den Linden stattfindet. Insgesamt sind es über 290 Veranstaltungen plus zahlreiche Projekte der Jungen Staatsoper. Darüber hinaus führen Gastspiele die Staatskapelle Berlin u. a. nach Dresden, Paris, Wien, Salzburg und Buenos Aires.

Staatsoper Unter den Linden / Riesiger sanierter Probenraum für Orchester mit speziellen Nachhall Konstruktionen © IOCO

Staatsoper Unter den Linden / Riesiger sanierter Probenraum für Orchester mit speziellen Nachhall Konstruktionen © IOCO

2017/18: PREMIEREN UND REPERTOIRE

Alte Freunde: Anna Netrebko mit Ehemann an der Staatsoper

Daniel Barenboim wird in der kommenden Spielzeit neben Robert Schumanns „Szenen aus Goethes Faust“ (Premiere: 3. Oktober) drei weitere Neuproduktionen dirigieren. Zum einen Wagners »Tristan und Isolde« in der Regie von Dmitri Tcherniakov mit Andreas Schager und Anja Kampe in den Titelrollen (Premiere: 11. Februar 2018), zum anderen zwei Verdi- Opern: die FESTTAGE-Premiere mit »Falstaff«, inszeniert von Mario Martone, mit Michael Volle, der sein Rollendebüt in der Titelpartie gibt (Premiere: 25. März 2018) sowie »Macbeth« mit Harry Kupfer (81) als Regisseur und mit Plácido Domingo (76 – 80) und Anna Netrebko als Macbeth und Lady Macbeth (Premiere: 17. Juni). Darüber hinaus wird Daniel Barenboim die Wiederaufnahmen von Wagners »Parsifal« und Debussys »Pelléas et Mélisande« musikalisch leiten. Yusif Eyvazov, Ehemann von Anna Netrebko, hier die Heirat in Wien,  wurde, passend zu den Juni Macbeth Terminen seiner Anna Netrebko, mal eben gleich mit an die Lindenoper geladen: Ab 2.6.2018 macht Eynazov den Cavaradossi in Tosca.

Staatsoper Unter den Linden / Kay Keßner führt durch die Lindenoper © IOCO

Staatsoper Unter den Linden / Kay Keßner führt durch die Lindenoper © IOCO

Zu den weiteren Premieren der Spielzeit 2017/18 zählen Engelbert Humperdincks »Hänsel und Gretel« inszeniert von Achim Freyer (81) und dirigiert von Sebastian Weigle (Premiere: 8. Dezember), Claudio Monteverdis »L’incoronazione di Poppea« in der Regie von Eva-Maria Höckmayr, gespielt von der Akademie für Alte Musik Berlin unter der Leitung von Diego Fasolis (Premiere: 9. Dezember), sowie „Altrocker“ (so Jürgen Flimm) Hans Neuenfels´ Neuproduktion von Richard Strauss´ »Salome«, musikalisch geleitet von Zubin Mehta, Ehrendirigent der Staatskapelle Berlin (Premiere: 4. März). Mit der deutschen Erstaufführung von Salvatore Sciarrinos »Ti vedo, ti sento, mi perdo«, im Rahmen von INFEKTION! Festival für Neues Musiktheater, kehrt Jürgen Flimm wenige Wochen nach dem Ende seiner Amtszeit als Intendant als Regisseur an das Haus zurück und setzt die intensive Auseinandersetzung mit dem Musiktheaterschaffen des italienischen Komponisten an der Berliner Staatsoper fort. Die Koproduktion mit dem Teatro alla Scala di Milano wird dirigiert von Maxime Pascal; es singen u. a. Laura Aikin und Otto Katzameier (Premiere: 7. Juli 2018 | INFEKTION!).

Höhepunkte des Repertoires sind Jürgen Flimms Inszenierung von Glucks »Orfeo ed Euridice« mit Bejun Mehta und Elsa Dreisig in den Titelrollen, Wim Wenders´ Produktion von Bizets »Les pêcheurs de perles«, wie bei der Premiere mit Olga Peretyatko-Mariotti, sowie Purcells »King Arthur« in der Regie von Sven-Eric Bechtolf und Julian Crouch, dirigiert von René Jacobs. Mit Brittens »The Turn of the Screw« und Mozarts »Don Giovanni« stehen zwei erfolgreiche Produktionen von Claus Guth wieder auf dem Spielplan, u. a. mit Christopher Maltman und Maria Bengtsson. Neben »Pelléas et Mélisande« – erstmals seit 2009 wieder gezeigt – ist eine weitere Regiearbeit von Ruth Berghaus zu erleben: Rossinis »Il barbiere di Siviglia«. Darüber hinaus spannt die Spielzeit 2017/18 mit Mozarts »Die Zauberflöte«, Puccinis »La Bohème« (Angela Gheorghiu als Mimì), »Tosca«, Verdis »La traviata«, Wagners »Parsifal« (R: Dmitri Tcherniakov), Strauss´ »Ariadne auf Naxos« (R: Hans Neuenfels) einen Bogen vom späten 18. bis ins frühe 20. Jahrhundert.

Sängerinnen und Sängern sind u.a. Maria Agresta, Laura Aikin, Daniela Barcellona, Piotr Beczala, Maria Bengtsson, Max Emanuel Cencic, Marianne Crebassa, Francesco Demuro, Plácido Domingo, Tara Erraught, Yusif Eyvazov, Angela Gheorghiu, Ekaterina Gubanova, Anja Kampe, Dmitry Korchak, Bejun Mehta, Anna Netrebko, René Pape, Olga Peretyatko-Mariotti, Ailyn Pérez, Simone Piazzola, Adrianne Pieczonka, Anna Prohaska, Xavier Sabata, Fabio Sartori, Nadine Sierra, Nina Stemme, Lauri Vasar, Rolando Villazón, Michael Volle sowie Kwangchul Youn.

 

2017/18 KONZERTPROGRAMM

Die Staatskapelle Berlin spielt in Berlin 16 große Sinfoniekonzerte mit acht Programmen – erstmals wieder im Opernhaus Unter den Linden sowie in der Philharmonie. Acht von ihnen stehen unter der Leitung von Daniel Barenboim. Die weiteren großen Orchesterkonzerte werden geleitet von Antonio Pappano, Zubin Mehta, Christoph von Dohnányi und François-Xavier Roth. Als Solisten sind Maurizio Pollini (Klavier), Renaud Capuçon, Lisa Batiashvili (Violine) sowie die Sängerinnen und Sänger Anna Prohaska, Nadine Sierra, Anna Nechaeva, Lauren Michelle (Sopran), Marianne Crebassa (Mezzosopran), Bejun Mehta (Countertenor), Ian Bostridge, Francesco Demuro (Tenor), Thomas Hampson, Matthias Goerne (Bariton) und Alex Espositio (Bass) zu erleben.

Staatsoper Unter den Linden / Kay Keßner führt durch den Apollosaal © IOCO

Staatsoper Unter den Linden / Kay Keßner führt durch den Apollosaal © IOCO

Einen besonderen Auftakt der Konzertsaison bildet das Eröffnungskonzert des Musikfest Berlin am 31. August in der Philharmonie. Unter der Leitung von Daniel Barenboim spielt die Staatskapelle Berlin Anton Bruckners 8. Sinfonie. In der Spielzeit 2017/18 werden gleich zwei besondere Geburtstagskonzerte gefeiert: Am 15. November gibt Daniel Barenboim anlässlich des 75. Geburtstags ein Benefizkonzert zugunsten des Musikkindergartens Berlin e.V. in der Philharmonie. Gemeinsam mit seinem langjährigen Freund und Weggefährten Zubin Mehta als Dirigent der Staatskapelle Berlin tritt Daniel Barenboim als Solist am Klavier in Erscheinung. 200 Jahre älter wird die Staatsoper Unter den Linden, die am 7. Dezember ihr 275-jähriges Bestehen feiert. Anlässlich dieses Jubiläums erklingen unter der Leitung von Daniel Barenboim Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Pierre Boulez sowie Richard Strauss, allesamt Komponisten, die auch selbst an der Staatsoper dirigiert haben.

Zum ersten Mal überhaupt wird James Levine die Staatskapelle Berlin am 31. Oktober 2017 in der Philharmonie bei Gustav Mahlers 3. Sinfonie dirigieren. Mit Mezzosopranistin Violeta Urmana sowie dem Staatsopernchor und dem Kinderchor.
Zu Gast sind außerdem die Wiener Philharmoniker – zunächst unter der Leitung von Zubin Mehta (81) mit Werken von Johannes Brahms, Joseph Haydn und Béla Bartók (7. Oktober) sowie bei den FESTTAGEN 2018 unter der Leitung von Daniel Barenboim mit Gustav Mahler (24. März). Darüber hinaus werden die Berliner Philharmoniker gemeinsam mit Simon Rattle als Gastorchester in der Staatsoper Unter den Linden ein Konzert mit Musik von Strawinsky und Rachmaninow geben (30. November). Die Staatskapelle wird im November mit drei Konzerten, geleitet von jungen Dirigenten wie Lahav Shani, Pablo Heras-Casado und Lorenzo Viotti, im Pierre Boulez Saal zu Gast sein (4., 9., 21. November).

Das Konzertprogramm der FESTTAGE 2018 steht ganz im Zeichen von Gustav Mahler und Claude Debussy. Nach der Eröffnung am 24. März durch die Wiener Philharmoniker, die bereits zum fünften Mal in Folge der Einladung nach Berlin nachkommen, gibt die Staatskapelle Berlin anlässlich des 100. Todestages von Debussy gemeinsam mit ihrem Generalmusikdirektor ein Konzert allein mit Werken dieses Komponisten (29. März). Auf dem Programm stehen seine »Fantaisie« für Klavier und Orchester mit Martha Argerich (77) als Solistin sowie sein monumentales Opus »Le Martyre de Saint Sébastien«, mit Anna Prohaska (Sopran), Marianne Crebassa (Mezzosopran), Anna Lapkovskaja (Alt) und Maria Furtwängler als Sprecherin sowie dem Staatsopernchor. Ihren Abschluss finden die FESTTAGE-Konzerte am 31. März in einem gleichfalls Debussy gewidmeten Duo-Recital von Martha Argerich und Daniel Barenboim.

 Staatsoper im Schillertheater / Hauptspielstaette bis Dezember 2017 © Thomas Bartilla

Staatsoper im Schillertheater / Hauptspielstaette bis Dezember 2017 © Thomas Bartilla

Die Konzerte zum Jahreswechsel finden am 31. Dezember 2017 und 1. Januar 2018 in der Staatsoper Unter den Linden statt, mit Beethovens 9. Sinfonie unter der Leitung von Daniel Barenboim auf dem Programm.
Im Pierre Boulez Saal kommt Schuberts Streichquartett-Zyklus zur Aufführung, gespielt vom Streichquartett der Staatskapelle Berlin (3. Dezember 2017, 7. Februar, 5. März, 13. Juni 2018). Die Konzertreihe »Preußens Hofmusik«, die Kammerkonzerte mit Mitgliedern der Staatskapelle Berlin, die Liedrecitals, die Kinder- und Chorkonzerte finden künftig wieder im Apollo-Saal der Staatsoper statt. Darüber hinaus gibt es Jubiläumskonzerte der Orchesterakademie und des Internationalen Opernstudios, ein »Klimakonzert« des »Orchester des Wandels«, Museumskonzerte im Bode-Museum und Konzerte in der Neuen Werkstatt. Fortgesetzt wird das Symposion »450 Jahre Staatskapelle Berlin« mit Betrachtungen zum »langen« 19. Jahrhundert.

GASTSPIELE DER STAATSKAPELLE BERLIN

Gastspiele führen das Orchester und ihren Generalmusikdirektor Daniel Barenboim im September 2017 in den Kulturpalast Dresden (4. September) sowie in die Philharmonie de Paris (9. und 10. September). 2018 stehen Auftritte im Musikverein Wien (7., 9. und 10. Mai) und bei den Salzburger Pfingstfestspielen (20. und 21. Mai) auf dem Programm sowie erneut eine Reise in die Ferne, nach Südamerika: Im Juli 2018 geht es nach Buenos Aires an das Teatro Colón.

Staatsoper Unter den Linden / Die Gänge der Lindenoper im Rang - Heute © IOCO

Staatsoper Unter den Linden / Die Gänge der Lindenoper im Rang – Heute © IOCO

NEUE WERKSTATT (NW)

Die Werkstatt im Schiller Theater, die sich in den vergangenen sieben Jahren als Ort für das zeitgenössische Musiktheater wie für Kinder- und Jugendoper etabliert hat, findet als »Neue Werkstatt« Unter den Linden ihre Heimat im historischen Orchesterprobesaal im Intendanzgebäude.

Grabstätte von Fanny Hensel und Felix Mendelssohn Bartholdy © IOCO

Grabstätte von Fanny Hensel und Felix Mendelssohn Bartholdy © IOCO

Eröffnet wird die Neue Werkstatt am 8. Oktober mit »Rivale«, einer Uraufführung von Lucia Ronchetti als Auftragswerk der Staatsoper Unter den Linden unter der musikalischen Leitung von Max Renne. Inszeniert wird die Kammeroper von Isabel Ostermann. Zum weiteren Programm der Neuen Werkstatt zählen die Uraufführung von »Abstract Pieces« von Manos Tsangaris als Auftragswerk der Staatsoper Unter den Linden (Uraufführung: 19. Mai 2018), die Premiere von »Sommertag« von Nikolaus Brass nach dem gleichnamigen Stück von Jon Fosse (R: Eva-Maria Weiss, ML: Max Renne, Premiere: 10. Februar 2018) sowie »Ein Portrait des Künstlers als Toter«, ein Projekt des italienischen Autors Davide Carnevali zusammen mit dem argentinischen Komponisten Franco Bridarolli (28. Juni 2018 | INFEKTION!). Für Menschen ab sechs Jahren ist Mike Svobodas Musiktheater für Kinder »Der unglaubliche Spotz« zu erleben (R: Marcin ?akomicki, Premiere: 24. November 2017). Ab dem 5. April 2018 bringt das Kinderopernhaus Lichtenberg in Kooperation mit der Staatsoper »Fanny! – Wer will mir wehren zu singen«, ein Musiktheater mit Kompostionen von Fanny Mendelsohn für Menschen ab acht Jahren, auf die Bühne.  Von PMStUdL / IOCO VJ

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Wien, Wiener Staatsoper, Spielplan 2017/18 – Im Olymp der Musiktheater, IOCO Aktuell, 14.04.2017

April 15, 2017 by  
Filed under Hervorheben, IOCO Aktuell, Oper, Wiener Staatsoper

Wiener Staatsoper © Wiener Staatsoper / Michael Poehn

Wiener Staatsoper © Wiener Staatsoper / Michael Poehn

Die Wiener Staatsoper – Olymp der Musiktheater

2017/18 – 600.000 Besucher, 350 Vorstellungen: 227 Oper, 53 Ballett,….
54 Opernwerke, 9 Ballette, 4 Kinderopern

Die Wiener Staatsoper ist der Olymp der Musiktheater, weltweit. Die Weltgeltung der Staatsoper hält der Franzose Dominique Meyer seit 2011 auf hohem Niveau: 600.000 Besucher jährlich, eine Auslastung von 99% auf 2.284 Plätzen: Normalität in Wien, doch auch weltweit einzigartig. Die Spielzeit 2017/18 beginnt am 3. September 2017 mit einem Tag der Offenen Tür. Am 4.9. nimmt mit der Repertoire-Oper Il Trovatore, Regie Daniele Abbado, mit Anna Netrebko als Leonora und Marcelo Alvarez als Manrico das künstlerische Geschehen 2017/18 seinen Lauf auf.

Wiener Staatsoper / Legris - Meyer - Platzer © IOCO

Wiener Staatsoper / Legris – Meyer – Platzer © IOCO

Die kommende Spielzeit präsentierten Dominique Meyer, Ballettchef Manuel Legris und Finanzchef Thomas Platzer im April 2017 sympathisch entspannt. Traditionell beginnt Meyer die Spielplan-Pessekonferenz mit der Präsentation von Zahlen zur laufenden Spielzeit und betont die Bedeutung hoher Auslastung („…es gibt Leute die sagen, Auslastung sei nicht wichtig; doch was würden diese Leute sagen, wenn die Auslastung niedrig wäre..„) und positioniert damit die Wiener Staatsoper als realitätsorientierten Kulturtempel, welcher jenseits verzaubernden Bühnengeschehens seine Aufgaben real wie professionell umsetzt. Die Gesamt Auslastung der laufenden Saison lag per 3.4.2017 bei 98,70%, die Auslastung der Oper bei 99,26%, des Ballett bei 97,21%. Auch negativ erscheinende Zahlen erklärt Meyer im Detail: Der Rückgang der Besucherzahl zum 3.4.2017 von 403.000 gegenüber 410.000 im Vorjahr ist dem Schaltjahr 2016 und Kinderoper-Vorstellungen auf der Hauptbühne zuzuschreiben. Auffällig im Zahlenmarathon: Ein drittel aller Besucher der Staatsoper, 200.000, sind Zugereiste! Eine Zahl, welche das hohe internationale Ansehen der Wiener Staatsoper wie deren herausragende Bedeutung für die einheimische Wirtschaft griffig dokumentiert.

Wiener Staatsoper / Anna Netrebko und Dominique Meyer © Wiener Staatsoper GmbH / Ashley Taylor

Wiener Staatsoper / Anna Netrebko und Dominique Meyer © Wiener Staatsoper GmbH / Ashley Taylor

2019, zum 150 – jährigen Jubiläum der 1869 eröffneten Staatsoper soll, so Meyer, die Staatsoper saniert sein; es besteht erheblicher Sanierungsbedarf. Beginn im Sommer 2017 mit dem Schwind-Foyer und Loggia. Auch soll die Untertitelanlage des Theaters auf ein System mit Tablets umgestellt werden und sechs Sprachen. u.a. Japanisch, bedienen; Meyer sieht mit Blick auf komplexe Operntexte noch erhebliche Probleme. Doch das Augenmerk Meyers gilt ebenso den im Theatergeschehen erheblich unterrepräsentierten Weiblichkeit: Bei Dirigenten, Regisseuren und Komponisten sind Frauen noch Ausnahmen; Taten folgen der Ansage: Die erste Premiere der neuen Spielzeit, Der Spieler von Sergej Prokofjiew, 4. Oktober 2017, wird von Simone Young dirigiert und von Karoline Gruber inszeniert. Auch die Steigerung von Kinderprojekten ist ein Anliegen. In zahlreichen Produktionen, von Wagners Nibelungenring für Kinder (8. Oktober 2017) bis zur kultigen Zauberflöte für Kinder am 9.2.2018 (Tag nach dem Opernball 2018) bietet die Wiener Staatsoper zahrleiche Musik- wie Ballettprojekte für Kinder. Jonas Kaufmann und Anja Harteros: Sie werden nach der erfolgreichen Premiere von Andrea Chénier an der Bayerischen Staatsoper diese Partien an der Wiener Staatsoper (23.4., 26.4., 29.4., 2.5.2018) singen. Anna Netrebko, so Dominique Meyer, gefiel die Partie der Adriana Lecouvreur so gut, daß sie diese neu einstudierte und ab 9.12.2017 ihr Adriana Rollendebut an der Staatsoper  geben wird. Kein großer Name der Musikwelt fehlt an der Staatsoper in 2017/18: Roberto Alagna und Dmitri Hvorostovsky ab 12.3.2018 in Otello, Kristine Opolais als Cio-Cio-San ab 21.11.2017, Placido Domingo, Anja Kampe, Diego Florez, Aida Garifullina, .

6 Opernpremieren – 1 Kinderopern-Premiere

54 Opern – 9 Ballette – 4 Kinderopern

Wie gewohnt bietet der Opernspielplan eine international konkurrenzlose Bandbreite und Vielfalt: 54 verschiedene Opernwerke (einzigartig in der Welt), 9 verschiedene Ballettprogramme und 4 Kinderopern zu erleben. Hinzu kommen zahlreiche Konzerte, Matineen und Sonderveranstaltungen. Sechs Opernpremieren im Großen Haus sowie eine Kinderopern-Premiere in der AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCHGASSE angesetzt:

Paris / Familiengrab von Camille Saint-Saens © IOCO

Paris / Familiengrab von Camille Saint-Saens © IOCO

–  Sergej Prokofjew: Der Spieler (4. Oktober 2017 – D: Simone Young; R: Karoline Gruber; mit: Dan Paul Dumitrescu, Elena Guseva, Misha Didyk, Linda Watson, Thomas Ebenstein, Elena Maximova, Morten Frank Larsen);
–  Alban Berg: Lulu in der dreiaktigen Fassung (3. Dezember 2017 – D: Ingo Metzmacher; R: Willy Decker; mit: Agneta Eichenholz, Angela Denoke, Bo Skovhus, Herbert Lippert, Franz Grundheber);
–  Georg Friedrich Händel: Ariodante (24. Februar 2018 – D: William Christie; R: David McVicar; mit: Sarah Connolly, Chen Reiss, Hila Fahima, Christophe Dumaux, Rainer Trost, Pavel Kolgatin, Wilhelm Schwinghammer);
–  Gottfried von Einem: Dantons Tod (24. März 2018 – D: Susanna Mälkki; R: Josef Ernst Köpplinger; mit: Wolfgang Koch, Herbert Lippert, Jörg Schneider, Thomas Ebenstein, Olga Bezsmertna);
–  Camille Saint-Saëns Samson et Dalila (12. Mai 2018 – D: Marco Armiliato; R: Alexandra Liedtke; mit: Elena Garanca, Roberto Alagna, Carlos Álvarez, Sorin Coliban);
–  Carl Maria von Weber: Der Freischütz (11. Juni 2018 – D: Tomáš Netopil, R: Christian Räth; mit Adrian Eröd, Camilla Nylund, Alan Held, Andreas Schager, Daniela Fally, Albert Dohmen) sowie
–  Alma Deutscher: Cinderella (28. Jänner 2018 in der AGRANA STUDIOBÜHNE| WALFISCHGASSE; D: N. N.; R: Birgit Kajtna)

Ballettdirektor Manuel Legris präsentiert in der Wiener Staatsoper drei Premieren:
–  den dreiteiligen Abend MacMillan | McGregor | Ashton (31. Oktober 2017 – D: Valery Ovsyanikov) mit Concerto von Kenneth MacMillan, Eden | Eden von Wayne McGregor und Marguerite and Armand von Frederick Ashton;
–  Edward Clug:  Peer Gynt (21. Jänner 2018 – D: Simon Hewett) sowie die
–  Nurejew Gala 2018 (29. Juni 2018 – D: Kevin Rhodes).

Wiener Staatsoper Innen © Wiener Staatsoper / Michael Poehn

Wiener Staatsoper Innen © Wiener Staatsoper / Michael Poehn

In der AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCHGASSE wird in der Spielzeit 2017/2018 neben der Premiere von Cinderella, Juan Crisóstomo de Arriagas Die arabische Prinzessin und Wagners Nibelungenring für Kinder (Hirofumi Misawa nach Richard Wagner) auch wiederum ein breites Programm mit u. a. von Staatsoperndirektor Dominique Meyer moderierten Künstlergesprächen, musikalischen Einführungsveranstaltungen, Meisterklassen, Konzerten, Lesungen, Vorträgen u. a. zu Operngeschichte, Veranstaltungen der Opernschule und Ballettakademie angeboten.

Die neue Saison bringt auch zahlreiche Künstler-Debüts am Haus, so etwa der Dirigentin Susanna Mälkki, der Dirigenten Giampaolo Bisanti, William Christie (mit dem Orchester Les Arts Florissants), Tomáš Hanus, Alexander Soddy, Ramón Tebar sowie der Regisseure Josef Ernst Köpplinger und Alexandra Liedtke. Zu den Sängerinnen und Sängern, die sich 2017/2018 dem Staatsopernpublikum vorstellen, zählen u. a. Hrachuhí Bassenz, Sarah Connolly, Annette Dasch, Lise Davidsen, Sabine Devieilhe, Agneta Eichenholz, Venera Gimadieva, Nora Gubisch, Elena Guseva, Christiane Karg, Anita Rachvelishvili, Simone Schneider; Benjamin Bernheim, Christophe Dumaux, Robert Gleadow, Murat Karahan, Bernard Richter, Andreas Schager, Wilhelm Schwinghammer, Thomas Tatzl.

Wichtige Sängerinnen und Sänger geben 2017/2018 ihre persönlichen Rollendebüts an der Wiener Staatsoper: KS Elena Garanca und KS Roberto Alagna sind weltweit erstmals in den Titelpartien von Samson et Dalila zu erleben, Piotr Beczala gestaltet erstmals den Maurizio in Adriana Lecouvreur – an der Seite von Anna Netrebko – und den Don José in Carmen, Wolfgang Koch die Titelpartie in Dantons Tod, Christopher Maltman den Ford (Falstaff) und den Mandryka (Arabella), Marina Rebeka die Amelia in Simon Boccanegra, KS Angela Denoke die Gräfin Geschwitz in Lulu, Aleksandra Kurzak die Desdemona (Otello) – um nur einige zu nennen.

 Wien / Antonio Vivaldi - In Venedig vergessen -Lebendig in Wien_ Bildhauer: Gianni Arico © IOCO

Wien / Antonio Vivaldi – In Venedig vergessen -Lebendig in Wien_ Bildhauer: Gianni Arico © IOCO

Neben den genannten und den Ensemblesängern treten weiters u. a. folgende Gastsolisten auf: Laura Aikin, Gun-Brit Barkmin, Luciana D’Intino, Danielle de Niese, Angela Gheorghiu, Carmen Giannattasio, KS Edita Gruberova, Anja Harteros, Anita Hartig, Evelyn Herlitzius, Anja Kampe, KS Angelika Kirchschlager, Isabel Leonard, Kristin Lewis, Lise Lindstrom, KS Marjana Lipovšek, Irina Lungu, KS Waltraud Meier, KS Ricarda Merbeth, Erin Morley, Catherine Naglestad, Camilla Nylund, Kristine Opolais, Olga Peretyatko-Mariotti, KS Adrianne Pieczonka, Dorothea Röschmann, Michaela Schuster, Tatiana Serjan, Maria José Siri, Ekaterina Siurina, KS Krassimira Stoyanova, Iréne Theorin, Iris Vermillion, Linda Watson, Sonya Yoncheva, Elena Zhidkova; Wolfgang Ablinger-Sperrhacke, Nicola Alaimo, KS Carlos Álvarez, Marcelo Álvarez, Ain Anger, Aleksandrs Antonenko, Dmitry Belosselskiy, Jean-François Borras, Pavol Breslik, Javier Camarena, Marco Caria, Mario Cassi, Alessandro Corbelli, Jorge de León, Misha Didyk, Andrzej Dobber, Albert Dohmen, KS Plácido Domingo, Norbert Ernst, Paolo Fanale, KS Juan Diego Flórez, Roberto Frontali, KS Ferrucio Furlanetto, Massimo Giordano, Renato Girolami, Matthias Goerne, KS Stephen Gould, Vittorio Grigolo, Günther Groissböck, KS Franz Grundheber, Eric Halfvarson, KS Thomas Hampson, Alan Held, Ioan Hotea, Dmitri Hvorostovsky, Jonas Kaufmann, Simon Keenlyside, Tomasz Konieczny, Dmitry Korchak, Mariusz Kwiecien, Yonghoon Lee, Željko Lucic, Ambrogio Maestri, KSCH Peter Matic, Maxim Mironov, Tomislav Mužek, René Pape, George Petean, Massimiliano Pisapia, Luca Pisaroni, Dmytro Popov, Piero Pretti, Jukka Rasilainen, Johan Reuter, Peter Rose, KS Kurt Rydl, Fabio Sartori, KS Michael Schade, Erwin Schrott, KS Peter Seiffert, KSCH Peter Simonischek, Antonino Siragusa, KS Bo Skovhus, Pietro Spagnoli, Ludovic Tézier, Rainer Trost, Christopher Ventris, Rolando Villazón, Martin Winkler, Lars Woldt, Kwangchul Youn.

 Wien / Johann Strauss Vater © IOCO

Wien / Johann Strauss Vater © IOCO

2017/2018 stehen – neben den genannten Hausdebütanten – wieder am Pult der Wiener Staatsoper: Alain Altinoglu, Marco Armiliato, Pavel Baleff, Michael Boder, Semyon Bychkov, Frédéric Chaslin, James Conlon, Jonathan Darlington, KS Plácido Domingo, Dan Ettinger, Adam Fischer, James Gaffigan, Guillermo García Calvo, Sascha Goetzel, Eivind Gullberg Jensen, Michael Güttler, Daniel Harding, Graeme Jenkins, Patrick Lange, Louis Langrée, Jesús López Cobos, Cornelius Meister, Ingo Metzmacher, Tomáš Netopil, Yannick Nézet-Séguin, Evelino Pidò, Speranza Scappucci, Peter Schneider, Jean-Christophe Spinosi, Jeffrey Tate, Sebastian Weigle, Simone Young.

Der vielfältige Opern- und Ballettspielplan wird ergänzt von etablierten Veranstaltungsreihen:
–  Solistenkonzerte: An 5 Abenden stellen international herausragende Interpretinnen und Interpreten attraktive Konzertprogramme vor.
–  Matinee-Reihe Ensemblematinee im Mahler-Saal: An insgesamt 7 Terminen präsentieren sich junge Ensemblesängerinnen und -sänger abseits des Vorstellungsbetriebes. Am Klavier begleitet werden sie von den Korrepetitoren des Hauses.
–  Kammermusik-Reihe der Wiener Philharmoniker: In 10 Matineen präsentieren Mitglieder des Orchesters in wechselnden Ensembles unterschiedliche Kammermusik-Programme.
–  Kontrapunkte – Gesprächsmatineen von und mit Clemens Hellsberg: Dr. Clemens Hellsberg leitet zwei Diskussionsrunden zu aktuellen kulturellen Themen.
Am 23. Juni 2018 findet ein Galakonzert mit KS Edita Gruberova statt, die seit fast fünf Jahrzehnten der Wiener Staatsoper eng verbunden ist.
Abgerundet werden die umfangreichen Aktivitäten durch verschiedene weitere Matineen. Den beliebten Tag der offenen Tür begeht das Haus am 3. September 2017.
Insgesamt stehen in der Spielzeit 2017/2018 über 350 Vorstellungen auf dem Programm, davon 227 Opernvorstellungen (inkl. Kinderzauberflöte), 53 Ballettvorstellungen, 7 Konzerte, 7 Gesangsmatineen, 10 Kammermusik-Matineen, 8 weitere Matineen sowie in der AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCHGASSE zahlreiche Kinderopernvorstellungen, Tanzdemonstrationen der Ballettakademie sowie weitere Veranstaltungen.

Am 8. Februar 2018 findet zum 62. Mal der Wiener Opernball statt: Das Haus wird wiederum in einen großen Ballsaal verwandelt, wo am darauffolgenden Tag zwei Vorstellungen von Die Zauberflöte für Kinder stattfinden.
Im Rahmen zweier konzertanter Gastspiele ist die Wiener Staatsoper auch in der nächsten Saison wieder im Ausland zu erleben: Am 22. Januar 2018 wird Don Giovanni in Abu Dhabi gespielt, am 2. April 2018 Le nozze di Figaro in Aix-en-Provence. In der Spielzeit 2017/2018 werden im Rahmen von WIENER STAATSOPER live at home insgesamt 45 Vorstellungen in exzellenter Bild- und Tonqualität über Internet live übertragen.

 Wiener Staatsoper / Videoleinwand am Herbert von Karajan Platz © IOCO

Wiener Staatsoper / Videoleinwand am Herbert von Karajan Platz © IOCO

Neben dem eigenen Portal www.staatsoperlive.com ist das Angebot auch über folgende Plattformen direkt abrufbar: Amazon Fire TV (Box oder Stick – App: WIENER STAATSOPER LIVE); Apple TV (Generation 4 seit Ende 2015 – App-Suche: WIENER STAATSOPER); A1TV Mediabox (Menüpunkt Internet Apps: WIENER STAATSOPER LIVE), Samsung SmartTV (App: WIENER STAATSOPER); und in Kürze auch SmartTVs anderer Hersteller.
Um ihr Angebot einer Vielzahl junger Menschen in ganz Österreich und darüber hinaus zugänglich zu machen, setzt die Wiener Staatsoper diese Technik für ein Live-Schulprogramm zu ausgewählten Terminen ein: Wiener Staatsoper live at school. Schülerinnen und Schüler entdecken das Haus samt seinen vielen Berufen, sie erleben live bei einer Probe den Entstehungsprozess mit und können durch zeitversetzte Ausstrahlung zur Schulzeit am Vormittag eine der Live-Übertragungen einer Opern- oder Ballettvorstellung gemeinsam erleben.
Im Rahmen von Oper live am Platz werden in den Monaten September, April, Mai und Juni wiederum jeweils rund 20 ausgewählte Opern- und Ballettvorstellungen live auf den Herbert von Karajan-Platz übertragen. Darüber hinaus werden alle Vorstellungen vom 27. Dezember 2017 bis 1. Jänner 2018 und das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker live am Platz gezeigt, Die Fledermaus am 31. Dezember als Beitrag zum „Silvesterpfad“ der Stadt Wien.

Berlin, Staatsoper im Schiller Theater, 2016/17: Letzte Spielzeit im Notbehelf? IOCO Aktuell, 15.08.2016

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Staatsoper im Schiller Theater

Staatsoper im Schillertheater © Thomas Bartilla

Staatsoper im Schillertheater © Thomas Bartilla

Spielplan 2016/17: Große Namen im Notbehelf

 Bartoli, Kaufmann, Hampson, Nylund, LangLang ….

Eröffnungsfest am 10. September 2016

Staatsoper Berlin / Barenboim - Flim - Spielplan 16/17 © IOCO

Staatsoper Berlin / Barenboim – Flim – Spielplan 16/17 © IOCO

Sieben Jahre Notbehelf, Staatsoper im Schillertheater, so von Jürgen Flimm im April 2016 offiziell verkündet, gehen im Sommer 2017 zu Ende. Die sanierte Staatsoper Unter den Linden soll am 3. Oktober 2017 wieder für den Spielbetrieb geöffnet sein. 108 Premieren, über 2000 Veranstaltungen werden bis Herbst 2017 im Notbehelf Schillertheater gegeben worden sein. Eine Mammutaufgabe für alle in diesem Notbehelf tätigen Menschen. Auffällig, dass große Künstler aus aller Welt ihren Weg nach Berlin, in das lütte Schillertheater gefunden haben. Ein großes Verdienst, nicht nur von Daniel Barenboim und Jürgen Flimm. Alle Mitarbeiter des Hauses, von der Logistik bis zur Beleuchtung haben Großes geleistet.

Anekdotisches 2016/17: Die Staatskapelle Berlin besteht 175 Jahre (Giacomo Meyerbeer damals Generalmusikdirektor), seit 25 Jahren wird sie von Daniel Barenboim geleitet

Die neue Staatsoper Unter den Linden wird vollständig barrierefrei sein, verbesserte Akustik besitzen und mit moderner Logistik den Anforderungen eines modernen Repertoiretheaters besser gerecht werden. 2010 genannte Sanierungskosten der Staatsoper Unter den Linden von € 250 Mio werden, von IOCO geschätzt, auf weit über € 500 Mio gestiegen sein. Die Sanierung der Staatsoper wird damit, wie die Elbphilharmonie Hamburg oder die Oper Köln, zum finanziellen Großdesaster geworden sein. Die Steuerzahler Deutschlands müssen dafür gerade stehen, andere Projekte werden gekürzt werden.

Für die letzte Spielzeit 2016/17 im Schillertheater sind die Akzente der Staatsoper auf acht Premieren auf der großen Bühne, fünf in der Werkstatt, sowie ein Abschiedsprojekt Schillertheater im nebenan gelegenen Café Keese. Dazu kommen 20 Musiktheaterwerke aus dem Repertoire, mehr als 80 Konzerte, die 22. Ausgabe der FESTTAGE sowie zum 7. Mal INFEKTION! Festival für Neues Musiktheater. Insgesamt über 280 Veranstaltungen plus Projekte der Jungen Staatsoper.

PREMIEREN…:  3. Oktober 2016  Fidelio, Regie Harry Kupfer

Die Eröffnungspremiere der Spielzeit am 3. Oktober 2016 ist eine Neuproduktion von Ludwig van Beethovens Fidelio unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim und in der Regie von Harry Kupfer, der erstmals seit 15 Jahren wieder an der Berliner Staatsoper inszeniert. Die künstlerische Zusammenarbeit von Harry Kupfer und Daniel Barenboim begann 1992 mit Parsifal, es folgten bis 2001 neun weitere gemeinsame Wagner-Neuproduktionen. Den bisherigen Höhepunkt der gemeinsamen Zusammenarbeit bildete die Aufführung des Wagner-Zyklus’ zu den FESTTAGEN 2002.

 Georges Bizet © IOCO

Georges Bizet © IOCO

Daniel Barenboim dirigiert Richard Strauss’ Elektra, die letzte Operninszenierung von Patrice Chéreau, die nun als Koproduktion mit u. a. der Mailänder Scala, der Met Opera und Aix-en-Provence erstmals in Berlin zu sehen sein wird, mit u. a. Evelyn Herlitzius in der Titelpartie. Gemeinsam mit Wim Wenders, der damit sein Opernregiedebüt gibt, erarbeitet Daniel Barenboim Georges Bizets Les pêcheurs de perles | Die Perlenfischer.

Café Keese © IOCO

Café Keese © IOCO

Zu den weiteren Premieren der Spielzeit 2016/17 zählen Jürgen Flimms Inszenierung von Giacomo Puccinis Manon Lescaut, eine Koproduktion mit dem Mikhailovsky Theater Sankt Petersburg (ML: Mikhail Tatarnikov) und Hector Berlioz’ La damnation de Faust, inszeniert von Monty Python-Mitbegründer Terry Gilliam und dirigiert von Sir Simon Rattle. Magdalena Kozena begleitet Ehemann Rattle auch in dieser Produktion, hier in der Partie der Marguerite. Sven-Eric Bechtolf  deutet Henry Purcells King Arthur mit Sängern und Schauspielern neu, musikalisch geleitet von René Jacobs, der damit seine 24. Produktion an der Staatsoper realisiert. Erstmals in Berlin zu sehen ist die Koproduktion mit der Staatsoper Stuttgart von Wolfgang Rihms Jakob Lenz in der Regie von Andrea Breth mit Georg Nigl in der Titelpartie (ML: Franck Ollu). Die FESTTAGE-Premiere 2017 ist Richard Strauss’ Die Frau ohne Schatten, inszeniert von Claus Guth und musikalisch geleitet vom Ehrendirigenten der Staatskapelle Berlin, Zubin Mehta.
Im Rahmen von INFEKTION! gestalten Jürgen Flimm und Isabel Ostermann darüber hinaus einen Musiktheaterabend unter dem Titel Ort der Sehnsucht im Café Keese in der Bismarckstraße 108, mit Sängern des Staatsopernchors, Musikern, Tänzern und Schauspielern.

Wolfgang A Mozart © IOCO

Wolfgang A Mozart © IOCO

Daniel Barenboim wird 2016/17 neben den drei Premieren bei Giuseppe Verdis Macbeth mit Plácido Domingo in der Titelrolle sowie bei Richard Wagners Parsifal als FESTTAGE-Wiederaufnahme am Pult der Staatskapelle Berlin zu erleben sein. Vier Wiederaufnahmen von Inszenierungen von Jürgen Flimm stehen mit Glucks Orfeo ed Euridice, Mozarts Le nozze di Figaro, Händels Il trionfo del Tempo e del Disinganno und der Werkstatt-Produktion »Wissen Sie, wie man Töne reinigt? Satiesfactionen« auf dem Programm. Weitere Highlights aus dem Repertoire sind u. a. Janáceks Katja Kabanowa mit Simon Rattle am Pult, Wagners Tannhäuser, geleitet von Simone Young, und Puccinis Tosca mit Angela Gheorghiu in der Titelpartie.

Zu den großen Sängerpersönlichkeiten der kommenden Spielzeit gehören u. a. Cecilia Bartoli, Piotr Beczala, Johan Botha, Ildebrando D’Arcangelo, Plácido Domingo, Burkhard Fritz, Angela Gheorghiu, Thomas Hampson, Evelyn Herlitzius, Jonas Kaufmann, Wolfgang Koch, Magdalena Kožená, Christopher Maltman, Waltraud Meier, Liudmyla Monastyrska, Georg Nigl, Camilla Nylund, René Pape, Olga Peretyatko, Adrianne Pieczonka, Anna Prohaska, Dorothea Röschmann, Matti Salminen, Fabio Sartori, Andreas Schager, Erwin Schrott, Falk Struckmann, Iréne Theorin, Michael Volle und Eva-Maria Westbroek.

Berliner DOM © IOCO

Berliner DOM © IOCO

KONZERTE:   16 große Sinfoniekonzerte

Die Staatskapelle Berlin spielt in Berlin 16 große Sinfoniekonzerte mit acht Programmen in der Philharmonie und im Konzerthaus. Zehn von ihnen stehen unter der Leitung von Daniel Barenboim, der 2016/17 seit 25 Jahren an der Spitze des Orchesters steht. Die weiteren großen Orchesterkonzerte werden geleitet von Paavo JärviZubin Mehta und Lahav Shani. Als Solisten sind Lang Lang, Radu Lupu, Piotr Anderszewski (Klavier), Lisa Batiashvili (Violine) sowie die Sopranistin Julia Kleiter, Tenor Benjamin Bernheim und Bass René Pape zu erleben.

Einen besonderen Auftakt bildet das I. Abonnementkonzert in Zusammenarbeit mit dem Musikfest Berlin, bei dem Edward Elgars monumentales Oratorium The Dream of Gerontius unter der Leitung von Daniel Barenboim zur Aufführung gelangt, mit den Gesangssolisten Sarah Connolly, Jonas Kaufmann und Thomas Hampson, der Staatskapelle Berlin und über 200 beteiligten Sängern des Staatsopernchors, des Konzert- und Jugendchors der Staatsoper und des RIAS Kammerchors.

Simone Young © IOCO

Simone Young © IOCO

Mezzosopranistin Cecilia Bartoli wird bei einem Benefizkonzert zugunsten der Sanierung der Staatsoper Unter den Linden gemeinsam mit der Staatskapelle Berlin und Daniel Barenboim Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn aufführen. Die FESTTAGE umfassen ein Konzert der Wiener Philharmoniker (mit einem Mozart-Schönberg-Programm), zwei Konzerte der Staatskapelle Berlin mit den Solisten Anne-Sophie Mutter und Radu Lupu sowie ein Duo Recital mit Martha Argerich und Daniel Barenboim. Die Konzerte zum Jahreswechsel setzen 2016/17 einen besonderen Akzent mit einem gemeinsamen Programm von Violinistin Lisa Batiashvili, Trompeter Till Brönner, Daniel Barenboim, der Staatskapelle Berlin sowie dem Till Brönner Orchestra. Unter der Leitung von Simone Young findet eine Wagner-Gala statt, bei der u. a. Waltraud Meier, Camilla Nylund, Anne Schwanewilms, Johan Botha, Burkhard Fritz, Wolfgang Koch, René Pape sowie der Staatsopernchor zu erleben sind.

Staatsoper Berlin / Staatsoper unter den Linden - Eröffnung 3. Oktober 2017 © IOCO

Staatsoper Berlin / Staatsoper unter den Linden – Eröffnung 3. Oktober 2017 © IOCO

Im neuen Pierre Boulez Saal steht ein Zyklus mit sämtlichen Schubert-Sinfonien, gespielt von der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim, auf dem Programm.  Darüber hinaus werden ein Weihnachtskonzert mit dem Kinderchor der Staatsoper und der Staatskapelle, »Klimakonzerte« des »Orchester des Wandels«, Kammerkonzerte mit Mitgliedern der Staatskapelle und ihren Gästen im Bode-Museum und im Gläsernen Foyer des Schiller Theaters stattfinden. Das Gläserne Foyer ist überdies der Ort für Liedrecitals mit Solisten des Hauses, für Kinderkonzerte sowie für das zweite Symposion 450 Jahre Staatskapelle Berlin. Die Konzertreihe Preußens Hofmusik ist an einer neuen Spielstätte, dem Weißen Saal im Schloss Charlottenburg, angesiedelt.
Alle Konzerttermine der Staatskapelle Berlin finden Sie nun auf einen Blick auf der neuen Website des Orchesters, die seit heute unter www.staatskapelle-berlin.de online ist.

STAATSKAPELLE BERLIN ON TOUR

Die Staatskapelle Berlin und Daniel Barenboim setzen 2016/17 ihre intensive Beschäftigung mit Anton Bruckner fort und bringen den Zyklus aller Bruckner-Sinfonien sowohl in der Pariser Philharmonie (in drei Etappen von September 2016 bis September 2017) als auch in der New Yorker Carnegie Hall (16. bis 29. Januar 2017) zur Aufführung. Weitere Gastspiele führen das Orchester und ihren Generalmusikdirektor im Rahmen der Proms nach London, zum Lucerne Festival, in den Wiener Musikverein sowie in die neue Elbphilharmonie Hamburg.

WERKSTATT:  Uraufführung  Comeback von Oscar Strasnoy

Die Werkstatt wird 2016/17 mit einer Uraufführung von Oscar Strasnoys Comeback nach einem Libretto von Christoph Hein eröffnet. Zu den weiteren Premieren zählen La Douce nach einer Dostojewski-Novelle von Emmanuel Nunes, Nicola Sanis Il tempo sospeso del volo, eine Kammeroper über die Geschichte des Mafia-Jägers Giovanni Falcone, sowie Aribert Reimanns Die Gespenstersonate nach dem Drama von Strindberg.
Die Junge Staatsoper ist u. a. mit dem vom Jugendclub und Jugendchor der Staatsoper gestalteten Musiktheaterprojekt »Ouropera« in der Werkstatt präsent.

Den Beginn der neuen Spielzeit feiert die Berliner Staatsoper am 10. September 2016 wieder mit einem Eröffnungsfest für kleine und große Gäste. Dazu laden wir Sie schon jetzt ganz herzlich ein!

Das komplette Programm der Spielzeit 2016/17 mit weiteren Informationen zur neuen Saison finden Sie ab sofort unter www.staatsoper-berlin.de.

Staatsoper im Schillertheater – Karten Hier :
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Wien, Wiener Staatsoper, Premiere: ADRIANA LECOUVREUR, 16.02.2014

Februar 14, 2014 by  
Filed under Premieren, Pressemeldung, Wiener Staatsoper

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Wiener Staatsoper

Wiener Staatsoper © Starke

PREMIERE | ERSTAUFFÜHRUNG AN DER WIENER STAATSOPER:  ADRIANA LECOUVREUR

 
FRANCESCO CILÈA
OPER IN VIER AKTEN | TEXT: ARTURO COLAUTTI
 
Im Haus am Ring ist die 1902 in Mailand uraufgeführte Oper noch niemals erklungen, obgleich der veristische Stil des Komponisten Francesco Cilèa und die komplexe Liebes- und Eifersuchtsgeschichte der Oper nichts an Wirkung fehlen lassen. Adriana Lecouvreur liebt und wird vom Grafen von Sachsen wiedergeliebt – und findet doch durch ein vergiftetes Blumenbukett ihrer Konkurrentin den Tod. Geschickt haben Cilèa und sein Librettist Arturo Colautti die Handlung, die im Theatermilieu spielt, mit der geschichtlichen Realität verwoben. Die Titelfigur lebte wie ihr Liebhaber im 18. Jahrhundert und war eine führende Schauspielerin ihrer Zeit, Erdachtes und Historie bilden somit eine dichte, von Cilèa klanglich raffiniert angereicherte Einheit.
 
This opera premièred in Milan in 1902 has never before been performed at the Opera House on the Ring, although the veristic style of the composer Francesco Cilèa and the complex story of love and jealousy are used to full effect in this work. Adriana Lecouvreur loves the Count of Saxony, who returns her love – but dies as a result of a bouquet of poisoned flowers sent her by her rival. Cilèa and his librettist Arturo Colautti skilfully interweave a story set in the world of the
theatre with the historical reality. The title character and her lover lived in the 18th century, and she was a leading actress of her time. Fiction and history thus form a densely knit whole elaborately enriched by the music of Cilèa.
 
 
Dirigent: Evelino Pidò | Regie: David McVicar | szenische Einstudierung: Justin Way | Bühne: Charles Edwards | Kostüme: Brigitte Reiffenstuel | Licht: Adam Silverman | Choreographie: Andrew George | choreographische Einstudierung: Adam Pudney
Chorleitung: Thomas Lang
 
BESETZUNG:
Maurizio, Conte di Sassonia: Massimo Giordano
Il Principe di Bouillon: Alexandru Moisiuc
Abate: Raúl Giménez
Michonnet: Roberto Frontali
Quinault.: Jongmin Park
Poisson: Jinxu Xiahou
Adriana Lecouvreur: Angela Gheorghiu
La Principessa di Bouillon: Elena Zhidkova°
Jouvenot: Bryony Dwyer*
Dangeville: Juliette Mars
 
Orchester der Wiener Staatsoper
Chor der Wiener Staatsoper
Bühnenorchester der Wiener Staatsoper
 
°Debüt an der Wiener Staatsoper | *Stipendiatin von Novomatic
Alle Solistinnen und Solisten geben in dieser Vorstellung ihr Rollendebüt an der Wiener Staatsoper.
 
Premiere: Sonntag, 16. Februar 2014
Reprisen: 19., 22., Februar, 4., 8., 12. März 2014
Die Vorstellung am 22. Februar 2014 wird im Rahmen von WIENER STAATSOPER livestreaming weltweit übertragen: staatsoperlive.com sowie live von Radio Ö1 (+ EBU).
 
 
 
 
Pressemeldung Wiener Staatsoper

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