Halle, Händel – Festspiele, 2017 : Barocke Kriege in Oper und Oratorien, IOCO Aktuell, 02.07.2017

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Theater und Orchester Halle

Oper Halle © Falk Wenzel

Oper Halle © Falk Wenzel

Die Händel-Festspiele in Halle an der Saale

Barocke Kriege in Oper und Oratorium, dazu Händel-Pastete vom Feinsten

Von Guido Müller

Händel Logo © Händel Festspiele Halle

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Im Juni  2017 sind in Halle die Händel-Festspiele 2017 zu Ende gegangen. In über hundert Veranstaltungen widmeten sich diese Händel Festspiele dem Thema Original oder Fälschung mit einem besonderen Schwerpunkt auf Oratorien. Aber auch die Oper kam nicht zu kurz. Das letzte Händel-Oratorium Jephta wurde dann auch zur Eröffnung in der Oper von Halle szenisch aufgeführt. Eine Besprechung bei IOCO folgt zur Wiederaufnahme bei den kleinen Festspielen Händel im Herbst im November 2017 in der Saalestadt.

Zur bewährten Programmdramaturgie der Händel-Festspiele gehört auch, den Vorjahresbeitrag der Oper Halle nicht nur im Herbst sondern auch im folgenden Frühsommer aufzunehmen. Diesmal ist es die Inszenierung des eher selten aufgeführten königlichen Familiendramas Sosarme (1732) durch Philipp Harnoncourt, Sohn des kürzlich verstorbenen Dirigenten Nikolaus Harnoncourt. Dieser bringt schon von zu Hause den Sinn für historische Aufführungspraxis mit, den er hier mit einer frechen, behutsam aktualisierenden Inszenierung verbindet, die aber nie gewaltsam aufgesetzt wirkt. Bernhard Forck dirigiert das Händel-Festspielorchester Halle auf historischen Instrumenten nach leichten Unsicherheiten zu Anfang in der ersten von zwei Vorstellungen dann doch schnell frisch, lebendig und inspiriert. Bald verbreitet das Händel-Festspielorchester Halle eine geradezu prickelnde barocke Stimmung zwischen Orchestersolisten und Sängern.

Die Inszenierung von Harnoncourt bietet szenischen Spielwitz und Selbstironie, so daß das junge Sängersensemble sichtlich mit viel Spaß agiert. Geschickt werden auch die Wiederholungsteile der Dacapoarien mit immer neuen lebendigen Einfällen aufgepeppt, so dass nie Langeweile in dieser sprühenden Inszenierung aufkommt.
Auch in Sosarme steigert zudem Händel in der komplizierten königlichen Familiengeschichte im geschickten Wechsel der langsamen und schnellen Arien und der Stimmfarben der Protagonisten von Szene zu Szene die Dramatik. In dieser Oper geht es Händel schon deutlich weniger um die Demonstration der enormen stimmlichen barocken Verzierungsakrobatik wie in seinen frühen Heldenopern sondern um psychologischen Gefühlsausdruck, der auf Vorklassik und Klassik hindeutet.
Bei Händel spielt die Handlung im antiken Kleinasien. Für seine Zeitgenossen waren Parallelen der Handlung zum Konflikt zwischen dem englischen König und dem Prinzen von Wales deutlich erkennbar. Die Inszenierung in Halle verlegt das Ganze in eine leicht trostlose britische Vorstadtsiedlung, die nach Angriffen von Jugendbanden so bürgerkriegsmäßig herunter gekommen wirkt wie ein Londoner Vorort nach den gewalttätigen Jugend-Unruhen nach der Jahrtausendwende. Schließlich ist zu Beginn im Libretto auch von einer hungernden Bevölkerung in einer belagerten Stadt die Rede, die es zu befreien gilt.

Händel Festspiele Halle / Michael Taylor als Argone mit Komparsen © Falk Wenzel, Theater Oper und Orchester Halle

Händel Festspiele Halle / Michael Taylor als Argone mit Komparsen © Falk Wenzel, Theater Oper und Orchester Halle

Michael Taylor stellt mit seiner betörenden Countertenorstimme den aufsässig-revoltierenden Königssohn Argone in Lederjacke dar, der nach anfänglichem Zögern seine Jugendgang zum Krieg anstiftet. Ihm zur Seite stehen der Vater König Haliate, treffend tenoral durch Robert Sellier charakterisiert, und dessen engster Berater und Intrigant Altomaro, den David Ki Hyun Park mit betörendem tiefen und bedrohlichen Bass gestaltet. Die junge Altistin Julia Böhme verleiht dem unehelichen Sohn Haliates und Enkel Altomaros, Melo, ein edles tiefes und samtiges Timbre.
Auf der Gegenseite stehen die Braut Elmira und ihr leicht verträumt gezeichneter, edelmütiger und friedfertiger königlicher Geliebter Sosarme. Unterstützung findet das Paar bei der Gattin des Königs und Mutter des rebellischen Argone.
Henriette Gödde verkörpert für mich in dieser Aufführung diese Rolle der Erenice als leidende, mißhandelte Mutter und zugleich mutige Königin in besonders anrührender Weise. Stimmlich wie darstellerisch ist sie die eigentliche Hauptfigur der Oper. Ihr hat Händel besonders ausdruckstarke Arien gewidmet. Mein persönlicher Höhepunkt der Vorstellung war ihre stark berührende Darstellung in der tief traurigen Arie „Cuor di madre e cuor di moglie“ im dritten Akt mit konzertierender Solo-Violine. Darin schildert sie ihre innere Zerrissenheit vor einem Duell zwischen Sohn und Ehemann so wie es nur Händel schafft.

Händel Festspiele Halle / Benno Schachtner und Ines Lex © Falk Wenzel / Theater Oper und Orchester GmbH Halle

Händel Festspiele Halle / Benno Schachtner und Ines Lex © Falk Wenzel / Theater Oper und Orchester GmbH Halle

Ein weiterer Höhepunkt in der Aufführung ist das hinreißende Siciliano Andante-Duett im zweiten Akt zwischen Sosarme und seiner Braut Elmira. Der stilistisch wie in den Stimmfarben technisch perfekt seine Stimme nuancierende Countertenor Benno Schachtner und die gleichermaßen wunderbar lyrisch wie koloratursicher singende Ines Lex berühren dabei gesanglich ebenso stark wie sie das Publikum in glänzender Spiellaune immer wieder zu Szenenapplaus animieren. Sosarme wurde schließlich dem berühmten Kastraten Senesino in die Gurgel geschrieben und Elmira der großen Händel-Diva Anna Strada del Pò. Benno Schachtner und Ines Lex erweisen sich deren vollkommen würdig.
Der Regisseur lässt den im Kampfe fast tödlich verletzten Sosarme mit angehefteten Blutfetzen, den man je nach Bedarf abnehmen und wieder aufkleben kann, im Krankenbett mit Infusion im schmachtenden Liebesduett zur glucksenden Freude des Publikums auch mal mit seiner Braut unter die Bettdecke kriechen.

Händel Festspiele Halle / Benno Schachtner als Sosarme © Falk Wenzel / Theater Oper und Orchester Halle

Händel Festspiele Halle / Benno Schachtner als Sosarme © Falk Wenzel / Theater Oper und Orchester Halle

Insgesamt machte die Wiederaufnahme von Sosarme 2017 an der Oper Halle auch dem Publikum großes Vergnügen. Alle Sängerdarsteller wie das Händel-Festspielorchester Halle haben sich gegenüber 2016 noch einmalstark gesteigert.

Biblisches Kriegsdrama und zwei starke Frauen.

Neben Händels erstem Oratorium Esther und dem Messiah in der Dubliner und in der Londoner Fassung wurde in der voll besetzten Marktkirche von Halle Händels packendes Oratorium Deborah direkt an seinem Taufstein aufgeführt. Die zahlreichen Originalplätze der Händel-Zeit machen den großen Reiz der Festspiele in seiner Geburtsstadt aus. Händel komponierte das Werk 1733 ein Jahr nach Sosarme in großer Eile. So erlauben die Händel-Festspiele in Halle immer wieder interessante direkte Vergleiche zwischen seinen Werken. Auch nach seinen ersten Oratorien komponierte Händel nämlich auch noch weiter zwölf teilweise zu den wichtigsten seiner Opern zählende Werke wie Ariodante (1734), Alcina (1735) und Serse (1737).
Auch in Deborah standen Händel mit Anna Maria Strada del Po als Deborah und Senesino als Barak die Gesangstars seiner Operncompagnie zur Verfügung. Daher war die Neugier des Londoner Publikums auf dieses Werk so groß, daß der kaufmännisch versierte Händel zum Ärger der Subskribenden die Preise für die Uraufführung erhöhte. Die ersten Aufführungen fanden dann auch nicht in einer Kirche sondern im King’s Theatre am Haymarket statt. Das Oratorium wurde schon zu Händels Lebzeiten eines der beliebtesten in Großbritannien und noch Mendelssohn-Bartholdy schätzte das Werk sehr und führte es in einer eigenen Bearbeitung auf.

In Halle erleben wir einem zwanzigköpfigen Spitzenchor und ein Orchester aus Krakau, die Capella Cracoviensis, unter der dramatisch-bewegten musikalischen Leitung von Jan Tomasz Adamus mit durchgängig herausragenden Solisten. Für einen Händel-Liebhaber ist es faszinierend zu verfolgen, wie der Komponist eigene Chöre aus seinen Coronation Anthems oder Musik der Brockes-Passion nicht einfach nur recycelt sondern weiter entwickelt. Auch hier steht wie in vielen Oratorien Händels eine kriegerische Konfrontation aus dem Alten Testament – hier zwischen Israeliten und Kanaaiten – im Mittelpunkt. Im Zentrum der Handlung stehen aber zwei mutige Frauen: die Prophetin Deborah und die junge Jael.

Händel hatte mit seinem Librettisten Samuel Humphreys das englischsprachige Werk der englischen Königin Caroline gewidmet mit der Bemerkung, dass sie in dem Oratorium die alttestamentarische Heldin Deborah darstellten, wie sie für das Glück ihres israelitischen Volkes wirkte, sie würde jedoch von der Königin Großbritanniens übertroffen werden. Daher lobt das teilweise grausame Vorgänge schildernde Werk ganz besonders nachdrücklich und geradezu voremanzipatorisch den Heldenmut der Frauen. Der katalanische Countertenor Xavier Sabata singt wie gewohnt großartig den Barak und die Engländerin Rebecca Bottone die Deborah. Die Marokkanerin Hasnaa Bennani gestaltet mit glockenhellem Sopran die Jael. Diese junge Sängerin, die es in Zukunft zu beachten gilt, gewann 2011 den ersten Preis für Barockgesang im französischen Froville, eine der renommiertesten Auszeichnungen für Sänger im Bereich Alter Musik. Eine ebensolche äußerst positive Entdeckung war für mich der polnische Altist Micha Czerniawski als Bösewicht Sisera, der dem London Händel Festival besonders verbunden ist und gerade auf allen großen Alte-Musik-Festivals für Furore sorgt.

Der einzige Wermutstropfen für mich in diesem herrlichen Konzert war, dass zwischen der letzten Arie des Barak und dem großen auf Alleluja endenden Schlußchor das dramaturgisch äußerst wichtige Accompagnato-Rezitativ der Deborah gestrichen wurde. So etwas sollte bei einem Händel-Festival heutzutage vermieden werden, denn Händels Werke sind in allen Teilen musikalisch und dramaturgisch sehr bewusst so aufgebaut, dass nicht einfach Steine herausgebrochen werden können, ohne das Gleichgewicht zu zerstören.

Bukolisch-barocke Marionetten-Helden-Operette.

Im weiteren Verlauf der Händel-Festspiele gab es die Möglichkeit an drei Tagen Händels Dramma per musica Giustino von 1736 an einem besonderen Ort in einer einzigartigen Inszenierung und Atmosphäre zu erleben. Daher waren alle drei Vorstellungen schon lange im voraus ausverkauft.

Goethe-Theater Bad Lauchstädt © Historische Kuranlagen und Goethe-Theater Bad Lauchstädt GmbH

Goethe-Theater Bad Lauchstädt © Historische Kuranlagen und Goethe-Theater Bad Lauchstädt GmbH

Im von Goethe persönlich konzipierten und fast unversehrt erhaltenen, gerade im Prozess der behutsamen gründlichen Restaurierung befindlichen Goethe-Theater im Kurpark von Bad Lauchstädt südlich von Halle wurde die selten gespielte Oper Giustino von einer Mailänder Marionetten-Truppe unter Eugenio Monti Colla aufgeführt. Da es sich bei dieser Oper eher um eine bukolische barocke Helden-Operette als ein Musikdrama mit psychologischem Tiefgang handelt, wo ein Hirte wie im Märchen nach vielen Abenteuern mit Bären und Seemonstern Vizekaiser von Byzanz wird und die Kaisertochter bekommt, bietet sich das Werk für eine solche Umsetzung mit Puppen besonders an. Händel hatte das Werk zeitgleich in einer Trias mit Arminio (den es 2015 und 2016 in Halle zu sehen gab) und Berenice (die 2018 in Halle zu sehen sein wird) verfasst.

Bereits 2011 hatte dasselbe italienische Puppentheater Carlo Colla e Figli  Händels frühe Ritter-Abenteuer-Oper Rinaldo mit großem Erfolg auf die Bühne des Goethe-Theaters gebracht und auf Tourneen gezeigt. Das entspricht der Tradition dieser Puppentheater, die bereits im 18. Jahrhundert die großen Opern aus Neapel, Mailand oder Venedig mit den berühmtesten Kastraten und Sängerinnen in vereinfachter und verkürzter Version als Wanderbühne in kleinen Städtchen aufführten. Auch diese Giustino-Produktion wird zunächst nach Winterthur weiter ziehen.

Aufgespielt hat das die bereits 1984 gegründete Berliner Lautten Compagney um Wolfgang Katschner am Pult. Auch seinem Orchester auf historischem Instrumentarium eignet eine besondere spielerische und farbig-swingende Herangehensweise, indem z. B. im Schlagwerk des Basso Continuo der Perkussion-Virtuose Peter A. Bauer auch Kastagnetten, alle möglichen Arten von Rasseln und Landknechtstrommeln verwendet. Die Sänger singen von der Empore zur rechten und linken Seite zum Spiel der farbenfrohen Marionetten in buntesten barock-byzantinischen Bühnenbildern, die sich als Schiebekulissen leicht wechseln lassen. Die Marionetten und ihre wechselnden Kostüme sind mit viel Liebe bis ins kleinste Detail hergestellt. Wer sich einen Rest kindlicher Begeisterungsfähigkeit erhalten hat, wird restlos entzückt sein so wie das Publikum in den eng besetzten Sitzbänken und auf der Galerie im Goethe-Theater. Es reagierte zum Schluss dann auch wie eine entfesselte Rasselbande mit Getrampel, rhytmischem Klatschen, Bravorufen und Standing-Ovations, wie wenn im Kasperletheater am Ende alles gut ausgegangen ist.

So reizvoll die Idee und Umsetzung durch Marionetten mit ihren bunten optischen Reizen auch sind, so zeigen sich doch auch die Grenzen einer solchen Inszenierung. Gerade in den Dacapo-Arien sind wir es seit den Regietheater-Zeiten der 1980iger Jahre, für die ein Peter Konwitschny an der Oper Halle, ein Harry Kupfer, der einen legendären Giustino an der Komischen Oper Berlin inszenierte (aus dem die Mailänder im Auftritt des Hirten Giustino inmitten seiner Tiere sogar ehrfürchtig zitieren), oder auch der langjährige Intendant der Oper Halle und Countertenor Axel Köhler stehen, gewohnt, dass die Wiederholungen des A-Teils der Dacapo-Arie zu einer psychologischen Vertiefung der Personen oder Szenen verwendet. Hier stoßen Marionetten in Mimik und Gestik trotz aller handwerklich feinen Arbeit an ihre Grenzen. Auch das Repertoire der Arm- und Beinbewegungen ist trotz aller Akrobatik der Spieler durch die Fäden in immerhin gut drei Stunden schnell erschöpft. Hinsichtlich der musikalischen Seite gab es zum Glück aber auch kaum Kürzungen.

Es ist also der szenisch-optische Reiz, mit dem z.B. ein Bär, dem nach dem Erlegen durch Giustino der rote Stoffbauch aufklappt, ein großes Seeungeheuer oder an vielen Fäden schwebende Vöglein und Putten die Zuschauer auf geradezu naive Weise verzaubern. Die Truppe aus Mailand zeigt dabei eine unerschöpfliche Fantasie. Und dazu kommt der Reiz der Abstimmung zwischen menschlichen Stimmen und Puppen. Die herausragenden Sänger verliehen den Personen der komplizierten Intrigen und Wunder am Hof von Byzanz Profil und Tiefe. Besonders gefielen mir der vor allem im mittleren und unteren Register tonschön singende Countertenor Owen Willetts in der Titelrolle, und Helena Rasker mit profunder Altstimme. Fanie Antonelou verzauberte mit ihrem klaren Sopran, den sie vor allem in dem ohne Begleitung als purem Gesang mit Echos vorgetragenen Arioso „Per me dunque il ciel“ im 2. Akt zeigen konnte. Sylvia Rena Ziegler (Mezzosopran) verlieh dem Kaiser ein schönes stimmliches Profil. Auch Andreas Post (Tenor), Drew Satini (Bariton) und Shadi Torbey (Bass) standen dem in nichts nach.

Der musikalische Hauptakteur in dieser an raffiniertesten Bläserstimmen und instrumentalen Mischungen besonders reichen Hirten- und Naturoper war für mich aber die Lautten compagney Berlin unter Wolfgang Katschner mit makelloser Blockflöte, zwei Oboen, Fagott, zwei Hörnern und Trompete. Weit über jede Routine hinaus belebten sie die ganze Aufführung der Händel-Oper in diesem reizvollen historischen Theaterraum, in dem Goethe bereits Schiller inszeniert und der junge Richard Wagner Mozart-Opern dirigiert hat.

Eine Pasticcio-Oper oder eine Händel-Pastete mit fremden Zutaten

Am vorletzten Tag der Händelfestspiele gab es eine wirkliche Novität und Überraschung. Als konzertante deutsche Erstaufführung wurde ein Pasticcio aufgeführt, eventuell von Georg Friedrich Händel nach einem Hinweis seines englischen Agenten in Italien Owen Swiney in Kooperation mit den Sängerstars Senesino, Francesca Cuzzoni und Giuseppe Maria Boschi zusammen gestellt: Elpidia von 1725. Solche Zusammenstellungen von Arien verschiedener Komponisten in einem neuen inhaltlichen Zusammenhang gab es im 18. Jahrhundert nicht nur in Italien oder Deutschland sondern auch unter der musikalischen Leitung von Händel am Cembalo in London sehr häufig. So wie Händel in seinem Oratorium Deborah eigene, oft nur einmal für andere Zwecke aufgeführte Musik wieder verwandte, wurden wie in einer Pastete Reste von noch unbekannten Arien aus verschiedenen Werken meistens italienischer Erfolgskomponisten zusammengestellt. Händel stellte solche Opern-Pasteten auch aus eigenen Werken zusammen wie z.B. im Fall des Oreste, der 2018 in Halle aufgeführt wird.

Georg Friedrich Händel Grabstätte in Westminster Abbey © IOCO

Georg Friedrich Händel Grabstätte in Westminster Abbey © IOCO

In diesen Fall wurden 1725 in zwei Aufführungsserien am Londoner King’s Theatre Haymarket unter dem Titel L’Elpidia, ogero li rivali generosi Stücke vor allem der jüngsten Opernsaison in Venedig 1724/25 zusammengestellt aus Leonardo Vincis Opern Ifigenia in Tauride und Rosmira fedele sowie von Giuseppe Maria Orlandini, Antonio Lotti, Domenico Sarri, Geminiano Giacomelli und Giovanni Maria Capelli.
Das Werk firmierte lange unter dem Namen von Leonardo Vinci, dessen Werke in den vergangenen Jahren auch durch szenische Aufführungen wieder größere Beachtung finden. Händel schätzte diesen 1725 in London noch fast unbekannten neapolitanischen Kollegen so sehr, dass er auch ganze Opern von ihm unter seiner Direktion aufführen ließ. In den letzten Jahren hat sich das Interesse auch den Pasticci zugewandt, die besonders bei den Händel-Festspielen Halle jährlich aufgeführt werden.
Elpidia kam nun zur Aufführung in den Franckeschen Stiftungen in Halle, das als Waisenhaus die Entsprechung zu dem von Händel besonders unterstützten Foundling Hospital in London ist und an denen der junge Händel wohl selber als Student unterrichtet hatte.

Das Opern-Konzert unter der grandiosen musikalischen Leitung des italienischen Oboisten Leo Duarte mit dem Orchester der Opera Settecento war ein Ereignis der Sonderklasse! Für mich war es der Höhepunkt der diesjährigen Händel-Festspiele.
Erst seit 2015 widmet sich das Ensemble in London unter Duartes Leitung mit wechselnden jungen Sängern der Spitzenklasse Ausgrabungen vor allem von Opern im neapolitanischen Stil z.B. von Pergolesi oder Hasse. Die weibliche Hauptpartie der Elpidia wurde von Erica Eloff mit großem stimmlichen Einsatz und Dramatik gestaltet, der Countertenor Tom Verney, der erst kurzfristig eingesprungen war, sang die Hauptpartie des Olindo in Perfektion. Ihnen zur Seite gestellt war der hinreißend singende und schauspielernde Tenor Rupert Charlesworth (Vitige). Der Countertenor Michael Taylor sang den Ormonte mit Schmelz und notwendiger Leidenschaft. Ciara Hendrick erströmte ihren jugendlichen süßen Sopran (Rosmilda) und Christopher Jacklin durfte als Belisario seine kunstvollen Bass-Koloraturen beisteuern. Alle bekommen sich gewaltig in die Haare. Und natürlich geht es darum, wer Elpidia am Ende gewinnt.

Es war wirklich toll und Händel oder das Teamwork haben 1725 eine gute Auswahl der Arien der Kollegen getroffen. Aber zum wirklichen Ereignis wird das Ganze erst, wenn man so erstklassige Sänger hat, wie in dieser Produktion aus London, die das Ganze unter einer so durchglühenden und tänzerisch beschwingten Leitung so hinreißend gut interpretieren! Es war sensationell gut gesungen und musiziert! Da freut man sich schon, wenn das Ensemble 2018 mit der Händel-Pastete, pardon Pasticcio, Ormisda zu den Händel-Festspielen 2018 in Halle zurück kehrt.

HändelFestspiele 2018  Halle –  25.05. bis 10.06.2018

Auch 2018 gibt es wieder einen bunten Strauß an Opern von Händel, wie Berenice, Parnasso in festa, Ormisda, Oreste, Muzio Scevola, Rinaldo und Arianna in Creta, außerdem die Oratorien Jephta (szenisch), Samson, Messiah, Chandos Te Deum sowie Festkonzerte mit Joyce DiDonato, Sophie Karthäuser, Magdalena Kožená, Nathalie Stutzmann, Julia Lezhneva und Max Emanuel Cencic. Das vollständige Programm findet sich demnächst auf www.haendelhaus.de .Der Vorverkauf beginnt am 24.11.2017.

Oper Halle & Händel Festspiele:  Karten HIER
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Münster, Theater Münster, Alcina von G. F. Händel, IOCO Kritik, 14.3.2017

März 17, 2017 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Oper, Theater Münster

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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

„Lob der leichtherzigen Liebe“

Alcina: Händels Zauberoper rätselhaft und gefällig

VON HANNS BUTTERHOF

Theater Münster / Alcina - Henrike Jacob hat frühere Liebhaber in Tiere verwandelt © Oliver Berg

Theater Münster / Alcina – Henrike Jacob hat frühere Liebhaber in Tiere verwandelt © Oliver Berg

Nur gute zwei Stunden dauert Händels Zauberoper Alcina an Münsters Großem Haus. Ohne Chor, Ballett und Nebenfiguren wird der Blick frei auf das Beziehungsgefüge der handelnden Personen, die in Liebe, Lust und Eifersucht miteinander verstrickt sind.

Regisseur Sebastian Ritschel macht es dem Publikum nicht leicht, sich zurechtzufinden. Wichtige Informationen über die Ausgangslage fehlen, und auch die Absicht der Inszenierung bleibt undeutlich. So muss sich jeder das vor allem innere Geschehen aus den intensiv langen monologischen Arien zusammensetzen.

Alcina (Henrike Jacob) erscheint in ihren Arien nicht als kriminelle Erotomanin, obwohl sie einmal auf der Hinterbühne mit ihren verflossenen, wie in Trance agierenden Liebhabern im Bett zu sehen ist. Aber ihren Liebes- und Treueschwüren zu ihrem gegenwärtigen Lover Ruggiero (Lisa Wedekind) muss man nicht trauen. Erst als sie glühend vergeblich um ihn kämpft, wird ihre Liebe glaubhaft. Da verliert sie ihren Zauber und ist statt dämonisch böse nur mitleidserregend.

Theater Münster / Alcina - Henrike Jacob - Ihre Zauberkraft schmilzt © Oliver Berg

Theater Münster / Alcina – Henrike Jacob – Ihre Zauberkraft schmilzt © Oliver Berg

Ruggieros verblendete Liebe zu ihr trägt anfangs noch deutliche Züge der Selbstzufriedenheit. Er verlässt Alcina für seine Verlobte Bradamante (Charlotte Quadt), die ihn mit ihrem Begleiter Melisso (Filippo Bettoschi) im Namen von  Ehre, Pflicht und Mitleid aus Alcinas Reich heimholen möchte. Seine Zustimmung hört sich weniger nach erfüllter Liebe als nach Flucht vor der fordernd auflodernden Liebe Alcinas an.

Das einzige wirklich glückliche Paar der Oper sind Alcinas Schwester Morgana (Eva Bauchmüller) und Oronte (Youn-Seong Shim), der trotz ihrer blitzartigen Verliebtheit in den als Mann verkleideten Bradamante an seiner Liebe festhält. Ihr fesselndes Geheimnis ist, dass sie so spontan bleibt und nicht in einengender Konventionalität erstarrt.

So hat Morgana die am wenigsten dramatischen, aber weich fließenden Arien, die Eva Bauchmüller mit nahezu flowerpowerlich gelöstem Sopran singt. Als ob Händel der leichtherzigen Liebe huldigen und die Angst der Männer vor tiefer fraulicher Liebe offenlegen wollte.

Theater Münster / Alcina - Morgana und Oronte © Oliver Berg

Theater Münster / Alcina – Morgana und Oronte © Oliver Berg

Wieso sich diese Variationen von Liebe in einem frostig schönen Palast mit Wänden aus Eis (Bühne: Markus Meyer) abspielen, bleibt wie manches andere rätselhaft. Aber es schmilzt zauberhaft schön, als Alcinas Liebe dramatisch aufglüht und ihr Reich vergeht.

Das Sinfonieorchester unter Attilio Cremonesi spielt eher verhalten wie zu einem Konzert bei Hofe. Es begleitet und trägt die Sängerinnen und Sänger mehr, als dass es deren Gefühlslagen noch einmal kräftig ausmalt. Vor allem Henrike Jacob erhält für ihre etwas kühl angelegte Alcina viel Beifall, gleich gefolgt von Eva Bauchmüller und Charlotte Quadt, deren Mezzo etwas schwach für einen überzeugenden Bradamante ist. Applaus auch für Youn-Seong Shim, der mit warmem Tenor seine Koloraturen ebenso meistert wie der Bariton Filippo Bettosci seine einzige Arie als mahnender Melisso.

Alcina im Theater Münster: Weitere Vorstellungen 31.3. und 12.4.2017 jeweils 19.30 Uhr, 9.4.2017 15.00 und 23.4.2017 19.00 Uhr.

Theater Münster – Karten Hier:
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Zürich, Opernhaus Zürich, Wiederaufnahme Alcina von G. F. Händel, 31.12.2016

Dezember 23, 2016 by  
Filed under Oper, Opernhaus Zürich, Pressemeldung

Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

  Alcina von Georg Friedrich Händel

Libretto von einem Unbekannten, nach   Antonio Fanzaglia

 Die verführerische Zauberin Alcina hat schon viele Männer in ihr Inselreich gelockt, die sie Herkunft, Ziel und Identität vergessen lässt und als Liebessklaven hält. Ihrer überdrüssig geworden, verwandelt sie sie für gewöhnlich in Steine, Pflanzen oder Tiere. Aber mit der Ankunft des Kreuzritters Ruggiero ist plötzlich alles anders: Die selbstbewusste Herrscherin Alcina erlebt sich zum ersten Mal als liebende Frau, die am Ende mit allen Mitteln um ihre Liebe kämpfen muss.

Georg Friedrich Händel hat mit der Figur der Alcina ein faszinierendes Psychogramm einer grossen Liebenden gezeichnet, das weit in die Moderne vorausweist. Aber auch die weiteren Figuren dieser «magic opera» sind individuell charakterisiert und begeben sich auf eine lange Reise, an deren Ende sich alle in einem Labyrinth tiefer und dunkler Gefühle wiederfinden.

Regisseur Christof Loy hat in seiner von Presse und Publikum umjubelten Inszenierung zunächst das barocke Theater als szenische Metapher für Alcinas illusorisches Zauberreich gewählt, um dann allmählich die Kehrseite dieser schönen Welt aufzuzeigen. Traumhaft ist die Besetzung unserer Wiederaufnahme: Cecilia Bartoli ist erneut als Alcina zu erleben. An ihrer Seite stellt sich mit Philippe Jaroussky als Ruggiero der wohl gefragteste Countertenor der Gegenwart am Opernhaus Zürich vor. Julie Fuchs als Alcinas Schwester Morgana und Varduhi Abrahamyan als Ruggieros Verlobte Bradamante machen das Barock-Glück perfekt. Am Pult des Orchestra La Scintilla steht erneut der italienische Barockspezialist Giovanni Antonini.

Musikalische Leitung Giovanni Antonini, Inszenierung Christof Loy, Bühne Johannes Leiacker, Kostüme Ursula Renzenbrink, Lichtgestaltung Bernd Purkrabek
Choreografie Thomas Wilhelm, Dramaturgie Kathrin Brunner

Besetzung: Alcina Cecilia Bartoli, Ruggiero Philippe Jaroussky, Morgana Julie Fuchs
Bradamante Varduhi Abrahamyan, Oronte Fabio Trümpy, Melisso Krzysztof Baczyk
Cupido Barbara Goodman, Continuo Claudius Herrmann
Margret Köll, Sergio Ciomei, Orchestra La Scintilla

Alcina Termine :  Sa 31 Dez 2016, 18:00, Mo 2 Jan 2017, 19:00
Mi 4 Jan 2017, 19:00, Fr 6 Jan 2017, 19:00, So 8 Jan 2017, 19:30, Di 10 Jan 2017, 19:00

Pressemeldung Opernhaus Zürich

Stuttgart, Oper Stuttgart, Höhepunkte der Spielzeit 2016/17

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Oper Stuttgart

Stuttgart Opernhaus © A.T. Schaefer

Stuttgart Opernhaus © A.T. Schaefer

Die ersten Höhepunkte der Spielzeit 2016/17

Am Freitag, 23. September 2016, eröffnet die Oper Stuttgart mit Ludwig van Beethovens einziger Oper Fidelio in der Inszenierung von Jossi Wieler und Sergio Morabito. Am Samstag, 24. September, kehrt Giuseppe Verdis Rigoletto und am Sonntag, 25. September, Georges Bizets Carmen zurück auf die Opernbühne. Zu einem musi-kalischen Streifzug durch die kommende Opern- und Konzertsaison lädt die Oper Stuttgart im Rahmen der Spiel-zeiteröffnung Oper ohne Grenzen ebenfalls am Sonntag, 25. September, um 11 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Inszenierung von Georg Friedrich Händels Alcina des Regieduos Jossi Wieler und Sergio Morabito feiert am Mittwoch, 05. Oktober, Wiederaufnahme. Als Eröffnungspremiere inszeniert Frank Castorf am Sonntag, 30. Oktober, Charles Gounods Faust. Musiker des Staatsorchesters Stuttgart eröffnen die Konzertsaison mit einem kostenlosen Lunchkonzert am Dienstag, 04. Oktober, dicht gefolgt vom 1. Sinfoniekonzert am 09. und 10. Okto-ber 2016 unter der Musikalischen Leitung von Marek Janowski.


Spielzeiteröffnung 2016/17
Oper ohne Grenzen: Eine musikalische Matinee zum Saisonauftakt
Sonntag, 25. September 2016, um 11 Uhr
Freiheit und Grenzüberwindung stehen im Zentrum der Spielzeit 2016/17, und dies auf vielfältige Art und Weise: Als Antwort auf die wachsende Fremdenfeindlichkeit in Deutschland hatte die Deutsche Opernkonferenz im vergangenen Jahr den Gedanken der „Oper ohne Grenzen“ ins Leben gerufen. Diesen Leitsatz greift die Oper Stuttgart auf und startet am 25. September 2016 unter diesem Motto mit einer großen Spielzeiteröffnung in die neue Opern- und Konzertsaison. Leitungsteam, Sänger und Instrumentalisten des Staatsorchesters Stuttgart laden das Publikum auf eine musikalische Reise durch die kommende Spielzeit ein. Der Eintritt zur Spielzeiteröff-nung ist frei. Freie Platzwahl.


Erste Opernvorstellungen
Fidelio von  Ludwig van Beethoven 23. / 26. / 30. Sep 2016, 24. / 28. Okt, 5. / 8. / 15. / 18. Nov
Musikalische Leitung: Patrick Lange, Regie und Dramaturgie: Jossi Wieler, Sergio Morabito, Bühne: Bert Neumann, Kostüme: Nina von Mechow, Licht: Lothar Baumgarte
Chor: Johannes Knecht
Don Fernando: Ronan Collett, Don Pizarro: Michael Ebbecke, Florestan: Eric Cutler, Leonore: Rebecca von Lipinski, Rocco: Roland Bracht, Marzelline: Josefin Feiler, Jaquino: Daniel Kluge


Rigoletto von Giuseppe Verdi   24. Sep 2016, 1. / 8. / 13. / 22. / 25. Okt, 9. / 26. Nov, 7. / 12. / 16. Dezember 2016
Musikalische Leitung: Lorenzo Viotti / Giuliano Carella
Regie und Dramaturgie: Jossi Wieler, Sergio Morabito
Bühne: Bert Neumann, Kostüme: Nina von Mechow, Licht: Lothar Baumgarte
Chor: Johannes Knecht

Herzog von Mantua: Ivan Magrì, Rigoletto: Francesco Landolfi / Markus Marquardt, Gilda: Lenneke Ruiten / Mirella Bunoaica, Graf von Monterone: Roland Bracht, Graf von Ceprano: Padraic Rowan / Michael Nagl, Gräfin: Idunnu Münch / Josy Santos, Marullo: Ashley David Prewett, Borsa: Kai Kluge, Sparafucile: Liang Li, Maddalena: Ezgi Kutlu / Stine Marie Fischer, Giovanna: Carmen Mammoser


Georges Bizet   Carmen:  25. Sep 2016, 2. / 15. / 21. Okt, 7. / 14. / 19. / 25. Nov
Musikalische Leitung: Modestas Pitrenas, Regie: Sebastian Nübling
Bühne und Kostüme: Muriel Gerstner
Licht: Gérard Cleven, Video: Gabriele Vöhringer
Chor und Kinderchor: Christoph Heil, Dramaturgie: Xavier Zuber
Zuniga: David Steffens, Morales: Ronan Collett, José: Matthias Klink, Escamillo: Bogdan Baciu / Gezim Myshketa, Dancaïre: Dominic Große, Remendado: Kai Kluge, Frasquita: Esther Dierkes, Mercedes: Maria Theresa Ullrich, Carmen: Ramona Zaharia, Micaëla: Pumeza Matshikiza / Catriona Smith, Surplus (Schauspieler): Luis Hergón


Wiederaufnahme
Georg Friedrich Händel Alcina 5. / 9. / 12. / 23. / 29. Okt 20161. / 4. / 12. Nov
Musikalische Leitung: Christian Curnyn
Regie und Dramaturgie: Jossi Wieler, Sergio Morabito
Bühne und Kostüme: Anna Viebrock
Alcina: Ana Durlovski, Ruggiero: Diana Haller, Morgana: Yuko Kakuta, Bradamante: Stine Marie Fischer, Oronte: Sebastian Kohlhepp, Melisso: Arnaud Richard, Oberto: Josy Santos


Eröffnungspremiere
Charles Gounod Faust 30. Okt 20163. / 6. (nm) / 11. / 17. Nov16. / 21. / 30. Jan 2017
Musikalische Leitung: Marc Soustrot, Regie: Frank Castorf
Bühne: Aleksandar Deni, Kostüme: Adriana Braga Peretzki
Licht: Lothar Baumgarte, Chor: Johannes Knecht, Dramaturgie: Ann-Christine Mecke
Faust: Atalla Ayan, Mephistopheles: Adam Palka, Valentin: Gezim Myshketa, Wagner: Michael Nagl, Margarethe: Mandy Fredrich, Siebel: Sophie Marilley / Josy Santos, Marthe Schwerdtlein: Iris Vermillion / Fredrika Brillembourg
Einführungsmatinee:  23. Okt 2016, 11 Uhr, im Opernhaus, Foyer I. Rang


Erste Konzerte
1. Lunchkonzert
04. Okt 2016, 12:45 – 13:15 Uhr, Opernhaus, Foyer I. Rang
Mit Musikern des Staatsorchesters Stuttgart Eintritt frei


1. Sinfoniekonzert: Phantastische Polyphonie
09. und 10. Okt 2016, 11 Uhr bzw. 19.30 Uhr, Beethovensaal der Liederhalle
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 5 B-Dur (1875-78)
Musikalische Leitung: Marek Janowski
Staatsorchester Stuttgart


1. Kammerkonzert: Lange Nacht der Nachtmusiken
19. Okt 2016, 19.30 Uhr, Mozartsaal der Liederhalle
In Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Stuttgart
Wolfgang Amadeus Mozart Serenade c-Moll (»Nacht musique«) KV 388 für Bläseroktett (1782) George Crumb Four Nocturnes (»Night Music II«) für Violine und Klavier (1964) Franz Schubert Triosatz (»Notturno«) für Klavier, Violine und Violoncello Es-Dur D 897 (1827-28) Johann Sebastian Bach Goldberg-Variationen BWV 988 (1741) in einer Fassung für Streichtrio u. a.
Rezitation: Manja Kuhl
Mit Musikern des Staatsorchesters Stuttgart


1. Liedkonzert: Abschied mit Schubert

28. Nov 2016, 20 Uhr, Opernhaus, Foyer I. Rang
Lieder von Franz Schubert, Carl Loewe und Ludwig van Beethoven
Bass: Matthias Hölle Klavier: Stephen Hess
Musiker des Staatsorchesters Stuttgart
Vorverkaufsbeginn am 28. September 2016. Schriftliche Kartenvorbestellung bereits möglich.

Junge Oper
CastingFür die Projektchöre von Benjamin
Alte Musikhochschule Stuttgart, Urbansplatz 2, 70182 Stuttgart
Erwachsenenchor (24 – 99 Jahre): 13. Okt 2016 ab 17 Uhr
Jugendchor (15 – 23 Jahre): 15. Okt 2016 ab 10 Uhr
Anmeldung: education@staatstheater-stuttgart.de


1. Sitzkissenkonzert: Im Garten der Pusteblumen
Opernhaus, Foyer III. Rang
22. Okt 2016, 14 und 15.30 Uhr, 27. Okt, 9.30 und 11 Uhr / 29. Okt, 14 und 15.30 Uhr /
10. Nov, 9.30 und 11 Uhr / 21. Nov, 9.30 und 11 Uhr / 28. Nov, 9.30 und 11 Uhr /
1. Dez , 9.30 und 11 Uhr / 3. Dez, 14 und 15.30 Uhr

Die Premieren der Musiktheaterproduktionen Gold von Leonard Evers und Benjamin von Gion Antoni Derungs finden am 14. Jan 2017 bzw. 23. Juni 2017 statt.

Vorverkauf
Der Vorverkauf für die Veranstaltungen im September und Oktober 2016 hat bereits begonnen. Karten über www.oper-stuttgart.de, Kartentelefon: 0711.20 20 90 und an der Theaterkasse.

Telefonischer Verkauf und Öffnungszeiten der Theaterkasse während der Theaterferien 28. Juli bis 28. August 2016 (Telefonischer Kartenvorverkauf und Abonnementbüro): Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 14 Uhr, Donnerstag von 14 bis 18 Uhr erreichbar; Tageskasse geschlossen.

29. August bis 11. September 2016 (Tageskasse und Abonnementbüro): Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 14 Uhr, Donnerstag von 14 bis 18 Uhr geöffnet und telefonisch erreichbar.

Pressemeldung Staatsoper Stuttgart

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