Dresden, Semperoper Dresden, Uraufführung des Requiems „Dresden“ von Lera Auerbach, 13./14.02.2012

Januar 31, 2012 by  
Filed under Premieren, Pressemeldung, SemperOper

semperoper_neu_2.jpg
Semperoper Dresden

Ode an den Frieden _ Lera Auerbachs Requiem »Dresden« wird in den Gedenkkonzerten der Staatskapelle uraufgeführt

Staatskapelle Dresden / Lera Auerbach  © F. Reinhold

Staatskapelle Dresden / Lera Auerbach © F. Reinhold

Alljährlich musizieren die Sächsische Staatskapelle und der Staatsopernchor am 13. und 14. Februar ein Konzert im Gedenken an die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg. In diesem Jahr stehen diese Konzerte unter einem besonderen Vorzeichen: Zum ersten Mal seit über 50 Jahren erklingt zu diesem Anlass ein neu komponiertes Requiem, das neben der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit auch das heutige Leid thematisiert und den Gedanken der Hoffnung mit einschließt. Mit dem von der Sächsischen Staatskapelle und der Stiftung Frauenkirche Dresden gemeinsam beauftragten Requiem »Dresden« stellt die Capell-Compositrice Lera Auerbach zugleich das umfangreichste Werk im Rahmen ihrer Dresdner Residenz vor. Uraufgeführt wird es am 11. Februar in der Dresdner Frauenkirche – dem Ort, an dem die künstlerische Idee entstand und der die Komponistin zu diesem Werk inspirierte.
Lera Auerbach stand in den vergangenen Monaten in besonderer Weise im Fokus der Medien: Im August und September 2011 eröffnete die Komponistin mit der Aufführung ihrer »Dialogues on Stabat Mater« und der Uraufführung ihres neuen Streichquartettes »Songs of Alkonost«, das in der Semperoper und bei den Internationalen Schostakowitsch Tagen Gohrisch zu hören war, ihre Residenz als diesjährige Capell-Compositrice der Sächsischen Staatskapelle. Im November 2011 folgte die Uraufführung ihrer Oper »Gogol« am Theater an der Wien – ein Erfolg, der die Opernwelt aufhorchen ließ und Publikum wie auch zahlreiche Kritiker in Begeisterung versetzte. »Auerbach ist primär eine Melodikerin«, schwärmte Reinhard Brembeck in der Süddeutschen Zeitung. »Wer so fest an die Melodie glaubt, wer nichts anderes im Instrumentalen sucht, der kann auch brillant für Singstimmen schreiben.«
In den diesjährigen Konzerten zum Dresdner Gedenktag steht die nächste Uraufführung eines vokalen Auerbach-Werkes an: das Requiem »Dresden«, das wie die Gogol-Oper abendfüllend sein wird und damit den größten Auftrag darstellt, den die Staatskapelle bislang an einen ihrer Capell-Compositeure vergeben hat. Hierfür kooperierte sie mit der Stiftung Frauenkirche Dresden. Gemeinsamer Wunsch der Auftraggeber und der Komponistin war eine Uraufführung im wieder aufgebauten Dresdner Gotteshaus, das für die Überwindung von Trauer und Tod durch Hoffnung und Versöhnung steht. So erklingt das Werk nun erstmals im direkten zeitlichen Vorfeld des Dresdner Gedenktages am 11. Februar und nachfolgend am 13. und 14. Februar auch in der Semperoper.

Für die in New York lebende russisch-amerikanische Komponistin ist das Requiem eine Herzensangelegenheit. Bei ihren bisherigen Aufenthalten in Dresden habe sie sich zwangsläufig mit der Historie der Stadt auseinandergesetzt. »Dresden ist durch die schreckliche Zerstörung im Zweiten Weltkrieg zu einem Symbol für unglaubliches Leid geworden, aber es ist heute eine Stadt, die ebenso für den friedlichen Wiederaufbau und für Erneuerung steht.« Deshalb ergänzte Lera Auerbach den Titel des Werkes im Laufe des Kompositionsprozesses durch den Untertitel »Ode to Peace« – »Ode an den Frieden«, womit sie den zentralen Gedanken der Versöhnung und der Hoffnung unterstreicht. Wichtig war ihr außerdem der Bezug zu Schillers Menschheits-Ode »An die Freude«, die zumindest in Teilen am Dresdner Elbufer entstanden ist.

Erste Requiem-Uraufführung seit 56 Jahren
Auerbach stellt mit dem Werk bereits ihre dritte Requiem-Komposition vor. 2007 entstand ihr in Bremen uraufgeführtes »Russian Requiem«, und bereits ein Jahr zuvor schrieb sie mit ihrer zweiten Symphonie ebenfalls ein vokal-symphonisches Werk, dem sie den Untertitel »Requiem for a Poet« gab. Beide Werke sind einer vergleichsweise traditionellen und dennoch individuellen Musiksprache verpflichtet, die den Hörer unmittelbar berührt und überwältigt. Dies dürfte sicher auch für das »Dresden«-Requiem zutreffen.
Neben der historischen Auseinandersetzung mit der Dresdner Geschichte ging diesem Werk auch eine umfassende theologische und linguistische Vorbereitung voraus: Für das insgesamt 18-sätzige Libretto griff Lera Auerbach neben dem Text der lateinischen Totenmesse auch auf eine Vielzahl anderer Texte zurück, darunter Psalmen, das »Vater unser« wie auch zentrale Gebete der jüdischen Liturgie, die der jüdisch-stämmigen Komponistin in besonderer Weise vertraut sind. So ist es zum einen der überkonfessionelle Charakter, der das Werk auszeichnet, zum anderen aber auch ein überzeitlicher: Den Jahrhunderte alten Gebetstexten stellt Auerbach Texte aus der Gegenwart gegenüber, etwa das Gebet von Father Judge, dem Kaplan der New Yorker Feuerwehr und ersten dokumentierten Opfer der Terroranschläge vom 11. September, oder ein Gedicht des Dresdner Autors Christian Lehnert, das dieser 2003 für die Glockenweihe der damals im Wiederaufbau begriffenen Frauenkirche schrieb. Das »Kyrie«, die Bitte um Erbarmen, wird in über 20 verschiedenen Sprachen gesungen – Ausdruck des universalen Anspruchs, den die Komponistin mit ihrem Werk verfolgt.

Lera Auerbachs »Ode an den Frieden« ist also in vielfacher Hinsicht eine Herausforderung. Auch in den Gedenkkonzerten der Staatskapelle nimmt das Requiem eine Sonderstellung ein: Seit 1956 ist in diesen Konzerten, in denen in der Regel die »klassischen« Totenmessen von Mozart, Brahms, Verdi oder auch Berlioz und Dvo?ák auf dem Programm stehen, keine Uraufführung mehr erklungen. 1956 dirigierte der damalige Kapellmeister Kurt Striegler ein eigenes Requiem, das er den elf Jahre zuvor in Dresden Umgekommenen widmete. Lera Auerbach schrieb ihr Werk – die aktuellen politischen und ideologischen Konflikte vor Augen – »im Gedenken an die Opfer nationalistischer Bewegungen auf der ganzen Welt«.
Musikalische Völkerverständigung
Dem Gedanken der Völkerverständigung ist auch die Auswahl der Interpreten des Dresdner Requiems verpflichtet, die das Werk in der Frauenkirche und in der Semperoper zur Aufführung bringen. »Wir haben sehr bewusst Künstler aus jenen Ländern ausgewählt, die im Zweiten Weltkrieg unter den Deutschen gelitten haben«, erläutert Jan Nast, Orchesterdirektor der Sächsischen Staatskapelle. So sind an den Konzerten – neben den Mitgliedern der Staatskapelle und den Männern des Staatsopernchors – ein russischer Dirigent (Vladimir Jurowski), ein englischer Bariton (Mark Stone), ein holländischer Countertenor (Maarten Engeltjes) sowie Knabenchöre aus London (St. Paul’s Cathedral Choir) und New York (Saint Thomas Choir of Boys) beteiligt. Damit steht das Werk auch in einer Traditionslinie mit dem »War Requiem« von Benjamin Britten, der 1962 mit einer ähnlichen Wahl der Interpreten die Versöhnung zwischen den im Krieg verfeindeten Völkern unterstrich. Im Unterschied zu Britten sieht die Partitur des Requiems »Dresden« aber ausschließlich männliche Gesangsstimmen vor: »Es sind die Männer und Knaben, die als Soldaten bis heute die kriegerischen Auseinandersetzungen führen. Doch so lange Knaben singen, gibt es Hoffnung, dass die Spirale des Leids irgendwann ein Ende findet«, so die Komponistin.
Mit Vladimir Jurowski konnte für die Uraufführung ein Dirigent gewonnen werden, der biographisch eng mit Dresden verbunden ist und als ein profunder Anwalt nicht zuletzt der zeitgenössischen russischen Musik gilt. Der Principal Conductor des London Philharmonic Orchestra, der als Gastdirigent der Sächsischen Staatskapelle bereits seit mehreren Jahren regelmäßig für Höhepunkte des Dresdner Musiklebens sorgt, begann seine Ausbildung an der Dresdner Musikhochschule und ist heute einer der gefragtesten Dirigenten weltweit. Auch für ihn ist die Requiem-Uraufführung in den Dresdner Gedenkkonzerten, die traditionell ohne Beifall stattfinden und in einer Schweigeminute enden, etwas »sehr Bewegendes und Außergewöhnliches«.
Bereits am 10. Februar gibt Lera Auerbach in einem Künstlergespräch im Foyer der Semperoper Auskunft über ihr neues Werk und ihre ästhetischen Überzeugungen. Unmittelbar vor der Uraufführung am 11. Februar findet im Hauptraum der Frauenkirche zudem eine Konzerteinführung in Anwesenheit der Komponistin statt.

(Textautor: Tobias Niederschlag)
Konzert in der Frauenkirche III
Samstag, 11. Februar 2012, 20 Uhr*
Frauenkirche Dresden
6. Symphoniekonzert
Montag, 13. Februar 2012, 20 Uhr
Dienstag, 14. Februar 2012, 20 Uhr
Semperoper Dresden
Zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens am 13. Februar 1945
Vladimir Jurowski Dirigent
Maarten Engeltjes Countertenor
Mark Stone Bariton
Saint Thomas Choir of Boys (New York)
St. Paul’s Cathedral Choir (London)
Herren des Sächsischen Staatsopernchors Dresden
Einstudierung: Pablo Assante
Lera Auerbach
Requiem »Dresden – Ode an den Frieden« [2012]
Uraufführung
Auftragswerk der Stiftung Frauenkirche Dresden und der Sächsischen Staatskapelle Dresden
Am 14. Februar Live-Übertragung auf MDR Figaro
* Um 19 Uhr Konzerteinführung in Anwesenheit der Komponistin im Hauptraum der Frauenkirche. Für Konzertbesucher ist diese kostenlos (Einlass ab 18.45 Uhr).
Pressemeldung Semperoper Dresden

München, Bayerische Staatsoper München,Live-Stream „Don Carlo“ 22.01.2012

Januar 20, 2012 by  
Filed under Bayerische Staatsoper, Pressemeldung

Bayrische Staatsoper.jpg

Bayerische Staatsoper München

Erinnerung: Live-Stream „Don Carlo“ am Sonntag

Am 22. Januar überträgt die Bayerische Staatsoper mit Giuseppe Verdis Don Carlo die zweite Oper in Echtzeit ins Internet. Opernfans aus aller Welt können ab 17.00 Uhr auf www.staatsoper.de die Inszenierung von Jürgen Rose auf der Bühne der Staatsoper mitverfolgen. Die Produktion ist mit Jonas Kaufmann als Infant von Spanien, Anja Harteros als Elisabeth de Valois und René Pape als König Philipp starbesetzt. Das Bayerische Staatsorchester wird von Asher Fisch dirigiert.

Der Live-Stream ist Teil eines Pilotprojektes der Bayerischen Staatsoper. Schon am 7. Januar präsentierte Staatsintendant Nikolaus Bachler einen Live-Stream von Donizettis L’elisir d’amore. An diesem Abend konnten weltweit über 77.000 Klicks auf den Stream verzeichnet werden. Die Nutzung ist für den User erneut kostenfrei. Einzige Voraussetzung ist eine Breitband-Internetverbindung wie DSL, die aktuellste Version des Flash-Players und an den Rechner angeschlossene Lautsprecher.

Live-Stream Don Carlo Sonntag, 22. Januar 2012 17.00 Uhr


Live-Stream des Gesprächs zum „Ring des Nibelungen“ am 19.01.

Am 19. Januar findet anlässlich der Neuinszenierung des Ring des Nibelungen ein Gespräch statt, das live auf www.staatsoper.de übertragen wird. Die Diskussion zwischen Intendant Nikolaus Bachler, Regisseur Andreas Kriegenburg und Generalmusikdirektor Kent Nagano beginnt um 19.00 Uhr. Die Beteiligten sprechen über die Neuinszenierung und beantworten Fragen zur Neuproduktion von Wagners Tetralogie.

Auf www.staatsoper.de können Sie das Gespräch live verfolgen und über die Chat-Funktion Fragen an die Beteiligten stellen.

Gespräch zum „Ring des Nibelungen“ Do 19.01.2012, 19 Uhr

Am 22. Januar überträgt die Bayerische Staatsoper mit Giuseppe Verdis Don Carlo die zweite Oper in Echtzeit ins Internet. Opernfans aus aller Welt können ab 17.00 Uhr auf www.staatsoper.de die Inszenierung von Jürgen Rose auf der Bühne der Staatsoper mitverfolgen. Die Produktion ist mit Jonas Kaufmann als Infant von Spanien, Anja Harteros als Elisabeth de Valois und René Pape als König Philipp starbesetzt. Das Bayerische Staatsorchester wird von Asher Fisch dirigiert.

Pressemeldung Bayerische Staatsoper München

München, Bayerische Staatsoper München, „Don Carlo“ live und kostenlos im Internet, 22.01.2012

Januar 19, 2012 by  
Filed under Bayerische Staatsoper, Pressemeldung

Bayrische Staatsoper.jpg

Bayerische Staatsoper München

„Don Carlo“ live und kostenlos im Internet

Am 22. Januar überträgt die Bayerische Staatsoper mit Giuseppe Verdis Don Carlo die zweite Oper in Echtzeit ins Internet. Opernfans aus aller Welt können ab 17.00 Uhr auf www.staatsoper.de die Inszenierung von Jürgen Rose auf der Bühne der Staatsoper mitverfolgen. Die Produktion ist mit Jonas Kaufmann als Infant von Spanien, Anja Harteros als Elisabeth de Valois und René Pape als König Philipp starbesetzt. Das Bayerische Staatsorchester wird von Asher Fisch dirigiert.

Der Live-Stream ist Teil eines Pilotprojektes der Bayerischen Staatsoper. Schon am 7. Januar präsentierte Staatsintendant Nikolaus Bachler einen Live-Stream von Donizettis L’elisir d’amore. An diesem Abend waren weltweit über 77.000 Zuseher dabei. Die Nutzung ist für den User erneut kostenfrei. Einzige Voraussetzung ist eine Breitband-Internetverbindung wie DSL, die aktuellste Version des Flash-Players und an den Rechner angeschlossene Lautsprecher.

Live-Stream
Don Carlo
Sonntag, 22. Januar 2012 17.00 Uhr
www.staatsoper.de

 

Pressemeldung Bayerische Staatsoper München

Würzburg, Mainfrankentheater Würzburg, OTELLO Ballet Uraufführung, 21.01.2012

wuerzburg.jpg

Mainfrankentheater Würzburg

Ballett
Anna Vita
OTHELLO

Ballett nach der Tragödie „Othello, der Mohr von Venedig“ von William Shakespeare
Musik von Ferruccio Busoni

Uraufführung: 21. Januar 2012 | 19.30 Uhr | Großes Haus, Mainfranken Theater Würzburg

Othello ist ein angesehenes und ranghohes Mitglied der venezianischen Armee. Seine Frau Desdemona ist gutherzig und wunderschön. Eigentlich fehlt es ihm an nichts. Doch die dunkle Farbe seiner Haut erweckt in ihm starke Minderwertigkeitsgefühle. Das nutzt Jago, einer seiner Untergebenen, aus, der sich bei einer Beförderung übergangen fühlt. Und so zettelt dieser eine ausgefeilte Intrige an, bei der ein simples Taschentuch genügt, um den verhassten Vorgesetzten in eine Welt aus Eifersucht, Missgunst, Zorn und Argwohn zu stürzen.

Für ihre Ballettversion von Shakespeares Tragödie wählte Anna Vita Musik des Deutsch-Italieners Ferruccio Busoni (1866 – 1924). Dessen Kompositionen liefern in ihrer Tragik, ihrem Humor, ihrer Dramaturgie, ihren Überraschungen und ihrer Kantabilität die passende Grundlage, um „Othello“ mit den Mitteln des Tanzes zu erzählen. Gemäß dem Spielzeitmotto „FREMDE HEIMAT“ stehen für Anna Vita die Mechanismen im Vordergrund, die ausgelöst werden, wenn sich eine Gesellschaft mit dem Anderen und Fremden, das durch Othello repräsentiert wird, konfrontiert sieht. So handelt der Intrigant Jago bewusst böse, weil ihn der Neid bis zum Äußersten treibt. Dem gegenüber steht die große Liebe zwischen Othello und Desdemona. Eine Liebe, die Grenzen überwindet, aber dann durch Missgunst und Fremdenhass zerstört wird.

Es war William Shakespeare, der diese faszinierende Mischung aus Hass, Neid, ungezügelter Leidenschaft und intellektuellem Scharfsinn derart theatralischpackend auf die Bühne brachte, dass dieser Stoff seitdem immer wieder andere Künstler zu neuen Werken inspiriert hat.

Musikalische Leitung: Enrico Calesso
Choreografie und Inszenierung: Anna Vita
Bühne und Kostüme: Stefan Morgenstern
Licht: Klaus Gärditz
Dramaturgie: Christoph Blitt

Mit:
Othello: Felipe Soares Cavalcante / Leonam Abilio da Conceicao Santos
Desdemona: Caroline Matthiessen / Cara Hopkins a. G
Jago: Ivan Alboresi / Yoshimasa Samos
Emilia: Ako Nakanome / Zoya Ionkina
Cassio: Aleksey Zagorulko / Manuel Wahlen
Bianca: Eun Kyung Chung / Zoya Ionkina
Rodrigo: Manuel Wahlen / Ivan Alboresi
Vier Frauen: Zoya Ionkina, Cara Hopkins a. G.,
Alexandra Silvey, Tatiana Samos a. G. / Eun Kyung Chung, Caroline Matthiessen,
Ako Nakanome
Zwei Männer: Felipe Soares Cavalcante, Yoshimasa
Samos / Ivan Alboresi (Marius Krisan)
Brabantio: Komparserie
Der Doge von Venedig: Komparserie

Enrico Calesso wurde in Treviso (Italien) geboren und studierte Klavier in Venedig am dortigen Konservatorium bei Anna Colonna Romano sowie Orgel und Komposition. Parallel dazu schloss er 1998 das Magisterstudium in Philosophie bei Prof. Emanuele Severino an der Universität “Ca’ Foscari” in Venedig mit Auszeichnung ab. Von 2000 bis 2005 besuchte er die Dirigierklasse von Prof. Uros Lajovic an der Universität Wien. Wichtige Erfahrungen sammelte er auch als Assistent von Ulf Schirmer. 2008 übernahm Enrico Calesso für drei Jahre die musikalische Leitung der Oper Klosterneuburg (bei Wien) und war von 2007 bis 2010 am Theater Erfurt als Kapellmeister und Assistent des Generalmusikdirektors tätig. Darüber hinaus war er bereits als Dirigent u. a. bei den Wiener Symphonikern, beim Radio Symphonie-Orchester Wien, beim Philharmonischen Orchester Erfurt, bei der Filarmonia Veneta Malipiero, und beim Philharmonischen Orchester Rzeszów zu erleben. In der Saison 2010/2011 kam er als Erster Kapellmeister an das Mainfranken Theater, wo er in der folgenden Spielzeit zum Würzburger Generalmusikdirektor berufen wurde. Die aktuelle Saison eröffnete er mit Meyerbeers „L’Africaine“. Neben dem Ballett „Othello“ wird er in dieser Spielzeit noch bei Wagners „Tristan und Isolde“ und Glucks „Orfeo ed Euridice“ amDirigentenpult stehen. Wie schon im Vorjahr so wird er auch im Sommer 2012 bei den Bregenzer Festspielen mehrere Vorstellungen von Umberto Giordanos „Andrea Chenier“ dirigieren.

Anna Vita absolvierte ihre Tänzerausbildung an der „John Cranko Schule“ in Stuttgart. Ab 1983 war sie an folgenden Häusern engagiert: Staatstheater Saarbrücken, Theater Dortmund, Oper Bonn, Theater Basel und Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg. Seit 2004 ist sie als Ballettdirektorin und Choreografin an das Mainfranken Theater Würzburg verpflichtet. Seit dem kreierte sie für die Ballettcompagnie unter anderen Produktionen wie „Der Welt Lohn“, „Andersens Welt“, „Der Nussknacker“, „Romeo und Julia“, „Das Bildnis des Dorian Gray“, „Medea“, „Der Feuervogel“, „Dracula“ oder „Dyskolos“. Gastaufträge führten sie an das Theater Augsburg oder die Deutsche Oper am Rhein. Anna Vita ist 1. Vorsitzende von „Runder Tisch Tanz Würzburg/Mainfranken e.V.“ und entwickelte 2011 mit dem Verein das erste Festival „Würzburg tanzt“. Von der Oper Halle bekam sie den Auftrag, „Der Tod und das Mädchen“ für die dortige Compagnie einzustudieren. Anna Vita ist Trägerin des Theaterpreises Würzburg 2007 des Theater- und Orchesterfödervereins.

Durch die jahrelange Arbeit mit Youri Vàmos und seinem Team sowie den engen Kontakt zu Cranko-Balletten während Ihrer Ausbildung festigte sich bei Anna Vita das Bestreben nach Umsetzung von Handlungen, ob autobiografische Schicksale, historische Begebenheiten, Romane oder Märchen. Immer interessieren sie die Menschen und deren Beziehungen zueinander. Dabei hat sie ihren eigenen Stil gefunden der das Neoklassische mit dem Modernen und dem Tanztheater verbindet.

Stefan Morgenstern wurde 1960 in Köln geboren. Nach Abschluss seines Architekturstudiums schlug er die Theaterlaufbahn ein. Seit 1993 arbeitet er als freier Bühnen- und Kostümbildner und immer wieder auch als Kreativpartner für Eventagenturen im Bereich Messeauftritte und Eventdesign. Einen Schwerpunkt seiner Theaterarbeit bildet der Bereich Tanztheater. So entstanden zahlreiche Bühnenbilder und Ausstattungen für Choreografen wie Daniela Kurz, Renato Zanella, Roberto di Oliveira, Davide Bombana, Antonio Gomes, Mauro de Candia oder Anna Vita an Bühnen wie dem Staatstheater Stuttgart, dem Staatstheater Nürnberg, dem Nationaltheater Mannheim, der Deutschen Oper Berlin, dem Staatstheater Saarbrücken, der Staatsoper Wien, der Volksoper Wien, dem Aalto-Theater Essen, dem Theater Augsburg oder der Compagnie De Anima in Rio de Janeiro. Für Schauspiel- und Opernproduktionen. entstanden Bühnenbilder und Kostüme an den Theatern von Esslingen, Neuss, Mainz, Wien, Frankfurt / Oder, Klagenfurt, Linz, St. Pölten, Detmold, Nürnberg, dem Augsburg oder Pforzheim und für das Rossini- Festival in Bad Wildbad unter der Regie von Daniela Kurz, Jochen Biganzoli, Rennie Wright, Silvia Armbruster oder Ernst Konarek. Daneben beschäftigt sich Stefan Morgenstern auch in mehreren freien, experimentellen Produktionen immer wieder mit den Themen: Raum, Bewegung, Musik, Interaktion und Improvisation. Im Jahre 2000 erhielt die Produktion „Die Winterreise“ mit Daniela Kurz und dem Tanztheater Nürnberg den Bayerischen Theaterpreis. 2010 wurde er in der Fachzeitschrift „Opernwelt“ zum Bühnenbildner des Jahres nominiert.

Pressemeldung Mainfrankentheater Würzburg

Nächste Seite »