Verona, Arena di Verona, Festival 2016 24. Juni – 28. August 2016, IOCO Aktuell, 23.4.2016

Mai 5, 2016 by  
Filed under Arena di Verona, IOCO Aktuell

Verona / Arena di Verona Vorplatz © IOCO

Verona / Arena di Verona Vorplatz © IOCO

Arena di Verona 2016 – Aida, Carmen, Il Trovatore….
  Große Oper in römisch antikem Amphitheater

Die Arena di Verona lädt Sie zum 94. Opernfestival in die Arena von Verona ein, die vom 24. Juni bis 28. August 2016 stattfinden wird. 46 Abende, an denen in der Tradition der Arena klassische Opern aufgeführt werden. Mit großartigen Inszenierungen, eigens  für das römische Amphitheater geschaffen. Nahezu 600.000 Besucher zählt das einnehmendste Opernfestival der Welt  jedes Jahr.

Verona, Stimmungsbild in der Arena di Verona © IOCO

Verona, Stimmungsbild in der Arena di Verona © IOCO

Seit 1913, zum 100. Geburtsjahr des populärsten aller Opernkomponisten dem sensiblem Menschenfreund Giuseppe Verdi, finden in der antiken Arena di Verona über zwei Monate dauernde Opernfestspiele statt. 2016 machen 46 Vorstellungen und 600.000 Theaterbesucher machen die Festspiele in der Arena di Verona Jahr für Jahr zum größte Opernereignis der Welt. Stimm- und Lebensfreude sind die Merkmale dieses Opernfestivals. Verona feiert  im humanen Geiste Verdis dies Festival jedes Jahr  „lebendig, mitten im Volk“.

Die Arena di Verona wurde 30 n.Chr. erbaut. Von einem Erdbeben im Jahr 1117 schwer zerstört sind die Umfänge heute 138 x 109 Meter. 45 Stufenränge mit 45 Zentimeter Höhe und Tiefe bieten 22.000 Besuchern Platz. Die Arena di Verona – nach dem Kolosseum in Rom und der Arena von Capua – das drittgrößte der erhaltenen antiken Amphitheater. Wo 1278 die letzten gegen die Inquisition kämpfenden Katharer hingerichtet wurden, wo früher Gladiatoren mit Löwen kämpften schwelgen heute lebensfrohe Musikliebhaber.

5 Opern stehen 2016 auf dem Spielplan – Carmen von Georges Bizet, Aida, La Traviata, Il Trovatore von  Giuseppe Verdi, Giacomo Puccinis Turandot – und ein willkommenes Comeback mit dem Gala Roberto Bolle and Friends am 18. Juli.

Verona / Nabucco in der Arena di Verona © IOCO

Verona / Nabucco in der Arena di Verona © IOCO

Am 24. Juni 2016 wird das Opernfestival mit einer vom Publikum der Arena besonders geliebten Oper eröffnet: Carmen von Georges Bizet, die an 13 Abenden in der im Filmstil gestalteten Inszenierung über die Bühne geht, die Franco Zeffirelli 1995 geschaffen hat; die Kostüme stammen von Anna Anni. Wiederholungen: 1. 6. 9. 13. 16. 29. Juli – 5. 11. 17. 20. 23. 27. August.

Am darauffolgenden Abend, dem 25. Juni, wird die meistaufgeführte Oper der Arena von Verona Aida – die Symboloper schlechthin, – dargestellt, in der traditionsreichen Inszenierung von Gianfranco de Bosio aus dem Jahr 1982 und mit der Choreographie von Susanna Egri. Wiederholungen: 30. Juni, – 3.7. 14. 17. 24. 28., 31. Juli  – 7. 9. 14. 18. 21. 24. 28. August.

Die dritte Oper auf dem Spielplan, die an 8 Abenden aufgeführt wird, mit Première am 2. Juli, ist Giuseppe Verdis La Traviata in der eleganten, stilvollen Inszenierung, die Hugo de Ana für die Eröffnung des Opernfestivals 2011 geschaffen hat; auch Regie, Bühnenbild, Kostüme und Lichtgestaltung tragen seinen Namen. Die lebhafte Choreographie stammt hingegen von Leda Lojodice. Wiederholungen : 5. 8. 12. 15. 22. 26. 30. Juli.

 Verona / AIDA Kulissen vor dem Rathhaus © IOCO

Verona / AIDA Kulissen vor dem Rathhaus © IOCO

Am 18. Juli steht auf dem Spielplan der besondere Gala-Abend mit Roberto Bolle and Friends, der auch für die Opernsaison 2016 in die Arena di Verona zurückkehrt. Der weltberühmte Étoile wird auf der Bühne des Amphitheaters, zusammen mit den populärsten Tänzer der internationalen Ballettensemble, wieder auftreten. Ein besonderer Abend ganz im Zeichen der Klassik und der Kreativität des modernen Balletts.

Ab 23. Juli und an 5 Abenden wird Giacomo Puccinis Turandot dargestellt in der prunkvollen Inszenierung von Franco Zeffirelli, den Kostümen von Emi Wada, der Choreographie von Maria Grazia Garofoli und Lichtgestaltung von Paolo Mazzon. Wiederholungen: 27. Juli – 12. 19. 25. August.

Die letzte Oper auf dem Spieplan, Giuseppe Verdis Il Trovatore feiert die Erstaufführung am 6. August und wird in der Folge an drei weiteren Abenden über die Bühne gehen. Regie und Bühnenbild stammen wiederum von Franco Zeffirelli, die Kostüme von Raimonda Gaetani, El Camborios Choreographie wurde von Lucia Real wieder aufgenommen; Duelle und Kämpfe auf der Bühne werden von Waffenmeister Musumeci Greco vorbereitet. Wiederholungen: 10. 13. 26. August.

Verona / Gardasee © IOCO

Verona / Der Gardasee lockt wie die Festspiele © IOCO

Das Opernfestival 2016 findet mit der Mitwirkung von Orchester, Chor, Ballettkorps und den Technikern der Fondazione Arena di Verona, statt sowie der zahlreichen Mimen und Komparsen.

Der Beginn der Darstellungen für die Opernsaison 2016 wird wie folgt bestätigt: um 21.00 Uhr in den Monaten Juni und Juli, um 20.45 Uhr im August, während der Gala Abend mit Roberto Bolle and Friends wird um 22.00 Uhr anfangen.

Auskünfte – Pressebüro Fondazione Arena di Verona – Via Roma 7/D, 37121 Verona tel. (+39) 045 805.1861-1905-1891-1939 – fax (+39) 045 803.1443

ufficio.stampa@arenadiverona.itwww.arena.it

Karten – Via Dietro Anfiteatro 6/B, 37121 Verona Tel. (+39) 045 59.65.17 – Fax (+39) 045 801.3287 – Email biglietteria@arenadiverona.it  Call Center (+39) 045 800.51.51 – www.arena.it – Vorverkauf Geticket

Von Smartphone  und Tablet mit App der Arena von Verona  für Android und Apple iOS

  •  Carmen  von Georges Bizet –  Regie Franco Zeffirelli 24. Juni bis 28. August 2016
 Verona / Nabucco in der Arena di Verona2 © IOCO

Verona / Nabucco in der Arena di Verona2 © IOCO

24 Juni 21.00 Uhr – 1, 6, 9, 13, 16, 29 Juli 21.00 Uhr – 5, 11, 17, 20, 23, 27 August 20.45 Uhr

  •   Aida  von Giuseppe Verdi,  Regie Gianfranco de Bosio – Historische Aufführung aus dem Jahr 1913

25, 30 Juni 21.00 Uhr – 3, 7, 14, 17, 24, 28, 31 Juli 21.00 Uhr,  7, 9, 14, 18, 21, 24, 28 August 20.45 Uhr

 

  •  La Traviata  von Giuseppe Verdi, Regie Hugo de Ana

2, 5, 8, 12, 15, 22, 26, 30 Juli 21.00 Uhr

  •  Roberto Bolle and Friends  18 Juli 22.00 Uhr
  • Turandot  von Giacomo Puccini, Regie Franco Zeffirelli

23, 27 Juli 21.00 Uhr – 12, 19, 25 August 20.45 Uhr

  •  Il Trovatore von Giuseppe Verdi,  Regie Franco Zeffirelli

6, 10, 13, 26 August 20.45 Uhr 

IOCO / Aktuell / 05.05.2016

Landshut-Straubing, Landestheater Niederbayern, Premiere Aida von Giuseppe Verdi, 03.06.2016

landestheater _niederbayern.jpg

Landestheater Niederbayern

Prachtvolles-Stadttheater-Passau © Litvai

Prachtvolles-Stadttheater-Passau © Litvai

Aida von Giuseppe Verdi

PREMIEREN Passau 14.05.16 Landshut 03.06.16 Straubing 07.06.16

Das Landestheater Niederbayern zeigt erstmals Aida. Kurz nach der niederbayerischen Erstaufführung von Tristan und Isolde stemmt das Landestheater Niederbayern einen weiteren Operngiganten: Giuseppe Verdis 1871 für das Opernhaus in Kairo komponierte Oper Aida. Dieses Meisterwerk vereint prunkvolle Massenszenen mit kammerspielartigen Momenten. Berühmt geworden sind vor allem Radamès‘ Liebesgesang auf die himmlische Aida (Celeste Aida), der Triumphmarsch mit den schnurgeraden Aida-Trompeten, der eindrucksvolle „Nil“-Akt und das Schlussduett in der Grabkammer „O terra, addio“.

Der ägyptische Vizekönig wünschte sich 1870 für sein neues Opernhaus in Kairo, dem ersten auf afrikanischem Boden, eine westliche Oper über ein ägyptisches Thema. Das Werk sollte von einem der bedeutendsten Komponisten der Zeit geschrieben werden (zur Auswahl standen Gounod, Wagner und Verdi) und Schauplatz das alte Ägypten sein.

Die äthiopische Gefangene Aida, eigentlich eine Prinzessin, befindet sich in dem operntypischen Zwiespalt zwischen Pflicht und Neigung: Sie ist in Liebe zu Radamès, dem ehrgeizigen Befehlshaber der ägyptischen Armee, entbrannt. Weil sie den Feind liebt, muss sie seinen Sieg über ihr eigenes Vaterland wünschen. Radamès erwidert ihre Liebe und verzichtet seinerseits auf die Hochzeit mit der Königstochter Amneris und damit auf eine vielversprechende Karriere. Wegen Vaterlandverrats wird er zum Tode verurteilt, er soll lebendig begraben werden. Vereint sind die Liebenden nur im Tode: Aida stiehlt sich unbemerkt in die Grabkammer und gemeinsam hauchen Radamès und sie in einem herzergreifenden Duett ihr Leben aus. Es ist eine von Beginn an aussichtslose Liebesgeschichte, weil das Glück des Einzelnen in unauflösbarem  Widerspruch zu den Interessen des Staates steht.

Aida ist viel mehr als der berühmte Triumphmarsch. Verdis Meisterwerk vereint prunkvolle Massenszenen und kammerspielartige Momente der Liebestragödie. Italienisches Melodramma, französische Grand Opéra, deutsches Musikdrama und exotische Volksweisen erfahren in klanggewaltigen Tableaus eine einzigartige Verbindung. Die 1871 uraufgeführte Oper gehört zu den imposantesten Werken des Opernrepertoires.

EINFÜHRUNGSMATINEEN:  Passau 08.05.2016, 11.00 Uhr Landshut 29.05.2016, 11.00 Uhr Straubing 07.06.2016, 18.45 Uhr

Musikalische Leitung Basil H. E. Coleman | Regie Stephen Medcalf |
Choreografie Eva Simmeth | Bühne Karlheinz Beer | Kostüme Iris Jedamski

Mit : Aida Suyoung Kang | Amneris Jenny Hou | Radamès Paolo Lardizzone |
Amonasro Kyung Chun Kim | Ramphis Stephan Bootz | Il Re Jisang Ryu |
Messagero Oscar Imhoff | Sacerdotessa Emily Fultz/Martha O’Hara

Tänzer Lubomira Demska, Ursula Geef, Lisa Hebeisen, Linda Hempel, Barbara Schober;
Peter Scheufler, Johannes Walter, Paul Markus

Niederbayerische Philharmonie, Chor des Landestheaters Niederbayern, Statisterie des Landestheaters Niederbayern

Pressemeldung Landestheater Niederbayern

Wien, Wiener Staatsoper, AIDA von Giuseppe Verdi, ab 08.03.2016

März 7, 2016 by  
Filed under Pressemeldung, Wiener Staatsoper

wien_neu.gif

Wiener Staatsoper

Wiener Staatsoper © Starke

Wiener Staatsoper © Starke

Aida von Giuseppe Verdi

nach einem Libretto von Antonio Ghislanzoni

Vorstellungen: 08., 11., 14. und 17. März, 19:00 Uhr

Simone Young dirigiert ab Dienstag, 8. März 2016 eine großteils neu besetzte Vorstellungsserie von Verdis Aida – ein Werk, das sie erstmals an der Wiener Staatsoper leitet. Ihre Hausdebüts geben Liudmyla Monastyrska als Aida, Ekaterina Gubanova als Amneris und Simone Piazzola als Amonasro. Erstmals sind im Haus am Ring Fabio Sartori als Radames, Il Hong als König, Jongmin Park als Ramfis und Caroline Wenborne als Priesterin zu erleben.

Dirigent Simone Young, Regiekonzept Nicolas Joel
Ausstattung Carlo Tommasi
Choreographie Jan Stripling

BESETZUNG:
Ekaterina Gubanova_Amneris
Liudmyla Monastyrska_Aida
Fabio Sartori_Radames
Simone Piazzola_Amonasro
Il Hong_König
Jongmin Park_Ramfis
Carlos Osuna_Bote
Caroline Wenborne_Priesterin

Pressemeldung Wiener Staatsoper

Essen, Aalto Musiktheater, AIDA von Giuseppe Verdi: 27 Jahre Kult, IOCO Aktuell, 03.02.2016

März 4, 2016 by  
Filed under Aalto Theater Essen, Kritiken

aalto_logo.jpg
Aalto Theater Essen

Aalto-Theater-Essen © IOCO

Aalto-Theater-Essen © IOCO

AIDA – Farbenfrohe Abkehr von Pompösem

Essen / Aalto-Theater AIDA © Hamza Saad

Essen / Aalto-Theater AIDA © Hamza Saad

AIDA ist große Oper, Giuseppe Verdi einzigartiger Komponist. Nicht nur in Verona besitzt AIDA Kultstatus, auch im Aalto-Theater in Essen. In Verona inspiriert seit 100 Jahren die vom feinsinnigen ägyptischen Vizekönig Khedive Ismail Pasha in Auftrag gegebene klassische Volksoper AIDA. Ismail Pasha beauftragte Verdi 1870 für den astronomischen Betrag von 150.000 Goldfranken eine wahrhaft ägyptische Volksoper schreiben. Das Szenarium stammt von Auguste Mariette, Leiter der ägyptischen Antikenverwaltung, und, unbewiesen, aus einer alt-ägyptischen Papyrusrolle. Verdi jedenfalls schwärmt von seiner Ägyptenreise, als ihn die heiße Sonne inspirierte, die „glutvolle Thematik und das eigentümliche Wesen ägyptischer Volksweisen“ mit italienischem Belcanto-Kolorit zu füllen.

Essen / Aalto -Theater AIDA © Hamza Saad

Essen / Aalto -Theater AIDA © Hamza Saad

Dietrich Hilsdorfs inszenierte diese AIDA  in Essen bereits 1989. Dort wurde sie zu Kult und reizt auch 2016 mit grandioser Beleuchtung, farbenreicher Vielschichtigkeit und der Abkehr von Monumentalem. Eine modern-gefällige Anti-Kriegs-Sicht bietet Hilsdorf im Programmheft, wenn er die Handlung, wenig Verdi-treu, mit heutiger Rhetorik beschreibt: Ramphis facht dort „die kriegshetzerische Stimmung an“, „Vernichtungsauftrag wird in einem religiösen Akt abgesegnet“…. Doch mit farbig faszinierenden Bühnenbildern (Johannes Leiacker), auffälligen Lichteffekten und dunklen Schattenstrukturen (Jürgen Nase) verlässt Hilsdorf  allzu flachen Populismus und verleiht Verdis Belcanto-Oper einen lebendig differenzierenden Geist der heutigen Zeit. Hilsdorfs bleibende Neigung, Verdis AIDA mit Anti-Kriegs-Pathos zu verkleiden zeigt auch seine Bonner AIDA Inszenierung aus 2014.

Essen / Bühnenprospekt AIDA © IOCO

Essen / Bühnenprospekt AIDA © IOCO

Mit Beginn der Vorstellung stimuliert den Besucher bereits die Bildsprache eines riesigen  in weichen Farben gemalten Bühnenprospekts (Bild). Wüste, Pyramiden, Schilf und Palmen bilden sich darauf im sommerlichen Sonnenuntergang ab. Zu den zarten Lauten der Ouvertüre wandeln am Bühnenrand  Aida und Amneris in Prachtgewändern. Mit dem folgenden ersten Akt wird der Prospekt durch Lichteffekte durchsichtig, gibt dem Bühnebild mit aufregenden Schattenbildern lebendigen Charakter, wird zur Trennlinie von Liebe und Krieg. In einem großen einsichtigen Raum konspirieren planen Radames, Priester, Krieger. Hypnotische Faszination erzeugt auch das zweite Bild,  im welchem Radames das heilige Schwert erhält und den Gott Ptha den Feldzug segnen läßt.

Essen / Aalto Theater AIDA © Hamza Saad

Essen / Aalto Theater AIDA © Hamza Saad

Der kompositorisch einzigartige Triumph-Marsch, ein Höhepunkt von AIDA, verfällt in Hilsdorfs Inszenierung leider zum anbiedernden Anti-Kriegsplüsch. Zu großartigen Orchesterklängen und  AIDA-Trompeten defilieren nicht huldigende Kämpfer vor dem König. Stattdessen danken Priester aus den Rängen des Theaters, tanzen die Töchter gefallener Kämpfer RingelReihe, weihen Witwen ihre Kinder dem Krieg, feiern Industriemanager den Krieg, grüßen Veteranen mit Krücken, Jungfrauen überreichen dem König….. Zwei coole „Memphis Twins“ vertreiben tanzend Sorgen, dass Krieg doch etwas Schlechtes sein könnte. Texte, in Verdis Libretto nicht zu finden, sind gut gemacht und stärken die Authentizität der Bühnenhandlung als legitime Freiheiten moderner Inszenierungen. Mitreißend das letzte, sich im Unendlichen verlierende Bühnenbild, in welchem Aida mit ihrer Pace-Arie in dämonisch beklemmendem Halbdunkel Frieden für Radames und sich beschwört.

Das erfahrene Aalto-Ensemble meistert die hohen Anforderungen der Oper glänzend: Kelebogile Besong verleiht der vielschichtigen Partie der Aida mit romantisch-lyrischem Sopran, von zarten Piani hin zum dramatischen C einen ungewöhnlich reizvollen elegischen Klang; ihre Arie „O patria mia“ war ein Höhepunkt des Abends. Helena Zubanovich begegnet als Amneris dem lyrischen Duktus ihrer Gegenspielerin mit kultiviert dramatischem Mezzo.

Essen / Aalto Theater AIDA © Hamza Saad

Essen / Aalto Theater AIDA © Hamza Saad

Gaston Rivero gestaltet den Radames sicher mit verblüffend heller Tenorkraft. Die fordernde, frühe „Antrittsarie“ Celeste Aida meistert Rivero sicher und wohltimbriert, mitsamt des darin so gefürchteten hohen B. Tijl Faveyts ist als Hohepriester Ramfis ist mit schwerem Bass ebenso präsent wie Heiko Trinsiger mit wohlklingem Bariton als Amonasro und, aus den Rängen, Baurzhan Anderzhanov als König–Pharao. Yannis Pouspourikas leitet die Essener Philharmoniker mit gefühlsreicher Intensität. Zur zentralen Triumphszene des 2. Aktes gelingt Pouspourikas die komplexe Interaktion von Bühne und den in den Rängen des Aalto-Theaters verteilten großen Chöre (Patrick Jaskolka). So verbindet sich der Klangreichtum Verdis mit dem Bühnengeschehen und wird zu einem homogenen Gesamtwerk.

AIDA im Aalto-Theater, 1989 erstmals inszeniert, ist auch 2016 hochmodern, ansprechend und faszinierend. Ensemble, Chöre und Orchester wurden von den Besuchern lange und laut gefeiert.

IOCO / Viktor Jarosch / 04.04.2016

AIDA im Aalto-Theater: Weitere Vorstellungen am 1. Juli 2016, 10. Juli 2016

Theater & Philharmonie Essen – Alle Karten Hier :
Karten Kaufen

 

Nächste Seite »