New York, Metropolitan Opera, Fabio Luisi rumpelt nach New York Teil 2, IOCO Aktuell, 17.09.2011


Aktuell

Metropolitan Opera

Der unaufhaltsame Aufstieg des Fabio Luisi:  Teil 2

Fabio Luisi, Sohn eines genuesischen Lokomotivführers, wird neuer Musikchef der New Yorker MET, dem mit 3.900 Plätzen größten Opernhaus der Welt, mutmaßt IOCO seit längerem. Nichts ist bisher offiziell. Trotzdem. Mit einseitigem Vertragsverhalten in Europa legte Fabio Luisi eine weitere Etappe seines inzwischen rumpelnden Wechsels nach New York  zurück: Die Position des Musikdirektors an der MET ist für Luisi greifbar nah.

James Levine, seit 40 Jahren Musikdirektor an der MET, seit Jahren mit schweren Rückenproblemen kämpfend, stürzte Anfang September in seinem Haus in Vermont und kann seine Verpflichtungen für Monate nicht wahrnehmen.  Diese Woche sollte Levine mit Proben in New York beginnen. Daraus wird nichts.

Metropolitan Opera, New York (c) IOCO Fabio Luisi (c) YuyuCity Opera, New York, neben der MET gelegen (c) IOCO

Fabio Luisi,  als GMD an der Dresdner Staatsoper von Christian Thielemann  mit zweifelhaften Methoden  ausgebootet,  seit Herbst 2010 als  Erster Gastdirigent der MET bereits fest installiert, wird ab sofort alle Verpflichtungen von James Levine übernehmen. Hierfür sagte Fabio Luisi alle seine Engagements bei frustrierten Häusern in Rom, Genua, Wien und San Francisco, ab. Verträge hin oder her. MET General Manager, Peter Gelb, bedankt sich in der MET - Presseerklärung (s. unten) vorauseilend sehr brav für angebliches Verständnis. IOCO Rückfragen bei den betroffenen Häusern ergaben jedoch, daß Absage und Verhalten von Fabio Luisi, vorsichtig formuliert, höchstes Befremden ausgelöst hat. Von Verständnis war nichts zu hören. Ohne Einzelheiten zu nennen betonte man auch, daß das Vertragsverhalten Luisis keinen Erstfall darstelle. Das Teatro dell`Opera in Rom, ebenfalls über das Verhalten von Landsmann Luisi empört (sprachlich mildernd: “The Show must go on“), engagierte für die Elektra-Aufführung am 30.9. bereits Aalto-GMD  Stefan Soltesz.  Auf der Webseite des Hauses schreibt man zu Fabio Luisi und seinem Verhalten Klartext:     “…….Ein Umstand, der nicht zuletzt die Opera di Roma, die als einziges Opernhaus unter den Verpflichtungen Luisis im Saisonprogramm eine lyrische Oper wie Elektra hatte, schädigt. Eine bedauerliche Angelegenheit, die der klassischen Musik und lyrischen Oper schadet. Die Leitung des Teatro dell`Opera di Roma ist aktuell dabei, den Vorfall zu bewerten und die Maßnahmen zu ergreifen, die dem Ruf der Fondazione hinsichtlich ihrer Kompetenz und ihrem Publikum  gerecht werden.”

Diese weitere Etappe auf dem Weg an die Metropolitan Opera wurde für Fabio Luisi zum unerquicklichen Rumpelpfad. Sein Ruf als verantwortungsbewußter Partner hat – außerhalb von New York – sehr gelitten. Die nächste Etappe wartet bereits: Fabio Luisi ist ab Herbst 2012 per GMD-Vertrag an das Opernhaus Zürich gebunden. Unter welchen Konditionen dieser Vertrag angepasst wird, geschmeidig, ruppig oder juristisch streitig: Dies erfahren Sie vermutlich bald bei IOCO in “Teil 3″ der  Fabio Luisi - Erfolgsstory.

Wünschen wir zunächst James Levine gute Genesung und lesen Sie, wie locker die Metropolitan Opera in ihrer Presseerklärung vom 6.9.2011 zum aktuellen Skandal um Fabio Luisi  berichtet.

 IOCO / Viktor Jarosch / 17.09.2011

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Presseerklärung von Peter Gelb, General Manager der Metropolitan Opera, New York  zum unwöhnlichen Vertragsgebaren von Fabio Luisi:

“After a fall last week that damaged one of his vertebrae, James Levine underwent emergency surgery on Thursday in New York, forcing him to withdraw from his performances at the Metropolitan Opera this fall. Levine was scheduled to begin orchestra rehearsals for the new season today. According to his doctors, he was successfully recuperating from another back surgery when the accident happened while he was on vacation in Vermont.

While Levine will continue in his position as Music Director, Fabio Luisi has been named the Met’s Principal Conductor, with the new appointment taking effect immediately. In April 2010, Luisi was appointed Principal Guest Conductor of the Met. He will replace Levine for most of the fall performances, conducting the new productions of Don Giovanni (premiering October 13) and Siegfried (premiering October 27), as well as the MET Orchestra concert at Carnegie Hall on October 16.

“While Jim’s latest setback is hugely disappointing for all of us, he joins me in welcoming Fabio’s larger role,” said Peter Gelb, the Met’s General Manager. “I am very pleased that Fabio was able to rearrange his fall schedule, and I appreciate the understanding of those companies with whom he was scheduled to conduct.”

In order to replace Levine, Luisi had to cancel performances with the Rome Opera, the Genoa Opera, the Vienna Symphony, and the San Francisco Symphony.

“I am honored to have been asked to take on these additional responsibilities, but my thoughts are also with Maestro Levine,” said Luisi.

Luisi will conduct the first five performances of Don Giovanni on October 13, 17, 22, 25, and 29 matinee, and Siegfried on October 27 and November 5 matinee. Louis Langrée will conduct the remaining four performances of Don Giovanni on October 31, November 3, 7, and 11. Derrick Inouye will conduct Siegfried on November 1.

Levine hopes to recover in time to return to the Met in January for the new production of Wagner’s Götterdämmerung (premiering January 27, 2012), as well as for the full cycles of Der Ring des Nibelungen in April and May.

Luisi made his Met debut in 2005 with Verdi’s Don Carlo and has also conducted  a new production of Richard Strauss’s Die Ägyptische Helena (2007), as well as revivals of Simon Boccanegra, Turandot, Elektra, Le Nozze di Figaro, Hansel and Gretel, Ariadne auf Naxos, and Rigoletto with the company. In addition, he has previously stepped in for Levine to conduct performances of Tosca (April 2010), Lulu (May 2010), Das Rheingold (March/April 2011), and, in the June 2011 tour of Japan, Don Carlo, La Bohème, and a concert with the MET Orchestra. He also conducted the MET Orchestra in concert with Natalie Dessay as soloist at Carnegie Hall in May of this year, again replacing Levine. This season, Luisi also conducts a new production of Massenet’s Manon (March 26-April 23, 2012) starring Anna Netrebko and a revival of La Traviata (April 6-May 2, 2012) with Dessay in the title role for the first time at the Met.”

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New York, Metropolitan Opera, Fabio Luisi rumpelt nach New York, Teil 3, IOCO Aktuell, 16.10.2011


Aktuell

Metropolitan Opera

Der unaufhaltsame Aufstieg des Fabio Luisi:  Teil 3

Wien: Lothar Zagrosek  läßt Fabio Luisi  schnell vergessen

Im IOCO-Bericht vom 17.9.2011, Teil 2,  berichteten wir über den Sturz des Chefdirigenten der Metropolitan Opera,  James Levine, und wie Einspringer und Karrierist Fabio Luisi Musiktheater verprellt, siehe IOCO-link.

Metropolitan Opera, New York (c) IOCO Fabio Luisi (c) YuyuCity Opera, New York, neben der MET gelegen (c) IOCO

Auch die Wiener Symphoniker mußten durch Absagen ihres Chefdirigenten Fabio Luisi kurzfristig umdisponieren. Drei für den 12. – 14. Oktober 2011 im Wiener Musikverein  geplante  Konzerte, ein Mahler-Zyklus, waren betroffen. Lothar Zagrosek sprang kurzfristig ein. Für alle drei Konzerte! Auf der Webseite der Wiener Symphoniker ist zu lesen:  “Wir danken M° Lothar Zagrosek, dass er sich kurzfristig bereit erklärt hat, die Konzerte mit unverändertem Programm an Stelle des ursprünglich angekündigten  Fabio Luisi zu übernehmen.” Lothar Zagrosek hat, obwohl kurzfristig eingesprungen, hervorragend dirigiert. Die Kritiker schrieben: “Die hohe Qualität von Dirigent und Ausführenden waren…..herrliche Homogenität….”. 

Man staunte und lernte in Wien wie zuvor in Rom: Niemand vermisste Fabio Luisi!

Fabio Luisi´s Vertrag als  Chefdirigent der Wiener Symphoniker endet 2013. Nun melden die Wiener Symphoniker, daß ab Saison 2014-15 der gebürtige Schweizer Philippe Jordan neuer Chefdirigent und künstlerischer Leiter wird. Jordan wird der fünfzehnte Musikchef und “fügt sich damit in eine Reihe großer Dirigentenpersönlichkeiten wie Fabio Luisi, Wolfgang Sawallisch oder Georges Prêtre ein” so die Wiener Symphoniker.

IOCO wurde auf Anfrage bestätigt, daß die weiteren Konzerte der Wiener Symphoniker mit Fabio Luisi in Wien und den USA planmäßig stattfinden werden. Auch planen die Wiener Symphoniker über 2013 hinaus mit Luisi.  In Rom und anderen Städten jedoch, bricht eine Zeit ohne Fabio Luisi an. Und man lernte: Niemand oder nur wenige dort werden Fabio Luisi vermissen.

IOCO / Viktor Jarosch / 16.10.2011

New York, Metropolitan Opera, Fabio Luisi rumpelt an die MET Teil 2, IOCO Aktuell, 16.10.2011


Aktuell

Metropolitan Opera

Der unaufhaltsame Aufstieg des Fabio Luisi:  Teil 2

Fabio Luisi, Sohn eines genuesischen Lokomotivführers, wird neuer Musikchef der New Yorker MET, dem mit 3.900 Plätzen größten Opernhaus der Welt, mutmaßt IOCO seit längerem. Nichts ist bisher offiziell. Trotzdem. Mit einseitigem Vertragsverhalten in Europa legte Fabio Luisi eine weitere Etappe seines inzwischen rumpelnden Wechsels nach New York  zurück: Die Position des Musikdirektors an der MET ist für Luisi greifbar nah.

James Levine, seit 40 Jahren Musikdirektor an der MET, seit Jahren mit schweren Rückenproblemen kämpfend, stürzte Anfang September in seinem Haus in Vermont und kann seine Verpflichtungen für Monate nicht wahrnehmen.  Diese Woche sollte Levine mit Proben in New York beginnen. Daraus wird nichts.

Metropolitan Opera, New York (c) IOCO Fabio Luisi (c) YuyuCity Opera, New York, neben der MET gelegen (c) IOCO

Fabio Luisi,  als GMD an der Dresdner Staatsoper von Christian Thielemann  mit zweifelhaften Methoden  ausgebootet,  seit Herbst 2010 als  Erster Gastdirigent der MET bereits fest installiert, wird ab sofort alle Verpflichtungen von James Levine übernehmen. Hierfür sagte Fabio Luisi alle seine Engagements bei frustrierten Häusern in Rom, Genua, Wien und San Francisco, ab. Verträge hin oder her. MET General Manager, Peter Gelb, bedankt sich in der MET - Presseerklärung (s. unten) vorauseilend sehr brav für angebliches Verständnis. IOCO Rückfragen bei den betroffenen Häusern ergaben jedoch, daß Absage und Verhalten von Fabio Luisi, vorsichtig formuliert, höchstes Befremden ausgelöst hat. Von Verständnis war nichts zu hören. Ohne Einzelheiten zu nennen betonte man auch, daß das Vertragsverhalten Luisis keinen Erstfall darstelle. Das Teatro dell`Opera in Rom, ebenfalls über das Verhalten von Landsmann Luisi empört (sprachlich mildernd: “The Show must go on“), engagierte für die Elektra-Aufführung am 30.9. bereits Aalto-GMD  Stefan Soltesz.  Auf der Webseite des Hauses schreibt man zu Fabio Luisi und seinem Verhalten Klartext:     “…….Ein Umstand, der nicht zuletzt die Opera di Roma, die als einziges Opernhaus unter den Verpflichtungen Luisis im Saisonprogramm eine lyrische Oper wie Elektra hatte, schädigt. Eine bedauerliche Angelegenheit, die der klassischen Musik und lyrischen Oper schadet. Die Leitung des Teatro dell`Opera di Roma ist aktuell dabei, den Vorfall zu bewerten und die Maßnahmen zu ergreifen, die dem Ruf der Fondazione hinsichtlich ihrer Kompetenz und ihrem Publikum  gerecht werden.”

Diese weitere Etappe auf dem Weg an die Metropolitan Opera wurde für Fabio Luisi zum unerquicklichen Rumpelpfad. Sein Ruf als verantwortungsbewußter Partner hat – außerhalb von New York – sehr gelitten. Die nächste Etappe wartet bereits: Fabio Luisi ist ab Herbst 2012 per GMD-Vertrag an das Opernhaus Zürich gebunden. Unter welchen Konditionen dieser Vertrag angepasst wird, geschmeidig, ruppig oder juristisch streitig: Dies erfahren Sie vermutlich bald bei IOCO in “Teil 3″ der  Fabio Luisi - Erfolgsstory.

Wünschen wir zunächst James Levine gute Genesung und lesen Sie, wie locker die Metropolitan Opera in ihrer Presseerklärung vom 6.9.2011 zum aktuellen Skandal um Fabio Luisi  berichtet.

 IOCO / Viktor Jarosch / 17.9.2011

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Presseerklärung von Peter Gelb, General Manager der Metropolitan Opera, New York  zum unwöhnlichen Vertragsgebaren von Fabio Luisi:

“After a fall last week that damaged one of his vertebrae, James Levine underwent emergency surgery on Thursday in New York, forcing him to withdraw from his performances at the Metropolitan Opera this fall. Levine was scheduled to begin orchestra rehearsals for the new season today. According to his doctors, he was successfully recuperating from another back surgery when the accident happened while he was on vacation in Vermont.

While Levine will continue in his position as Music Director, Fabio Luisi has been named the Met’s Principal Conductor, with the new appointment taking effect immediately. In April 2010, Luisi was appointed Principal Guest Conductor of the Met. He will replace Levine for most of the fall performances, conducting the new productions of Don Giovanni (premiering October 13) and Siegfried (premiering October 27), as well as the MET Orchestra concert at Carnegie Hall on October 16.

“While Jim’s latest setback is hugely disappointing for all of us, he joins me in welcoming Fabio’s larger role,” said Peter Gelb, the Met’s General Manager. “I am very pleased that Fabio was able to rearrange his fall schedule, and I appreciate the understanding of those companies with whom he was scheduled to conduct.”

In order to replace Levine, Luisi had to cancel performances with the Rome Opera, the Genoa Opera, the Vienna Symphony, and the San Francisco Symphony.

“I am honored to have been asked to take on these additional responsibilities, but my thoughts are also with Maestro Levine,” said Luisi.

Luisi will conduct the first five performances of Don Giovanni on October 13, 17, 22, 25, and 29 matinee, and Siegfried on October 27 and November 5 matinee. Louis Langrée will conduct the remaining four performances of Don Giovanni on October 31, November 3, 7, and 11. Derrick Inouye will conduct Siegfried on November 1.

Levine hopes to recover in time to return to the Met in January for the new production of Wagner’s Götterdämmerung (premiering January 27, 2012), as well as for the full cycles of Der Ring des Nibelungen in April and May.

Luisi made his Met debut in 2005 with Verdi’s Don Carlo and has also conducted  a new production of Richard Strauss’s Die Ägyptische Helena (2007), as well as revivals of Simon Boccanegra, Turandot, Elektra, Le Nozze di Figaro, Hansel and Gretel, Ariadne auf Naxos, and Rigoletto with the company. In addition, he has previously stepped in for Levine to conduct performances of Tosca (April 2010), Lulu (May 2010), Das Rheingold (March/April 2011), and, in the June 2011 tour of Japan, Don Carlo, La Bohème, and a concert with the MET Orchestra. He also conducted the MET Orchestra in concert with Natalie Dessay as soloist at Carnegie Hall in May of this year, again replacing Levine. This season, Luisi also conducts a new production of Massenet’s Manon (March 26-April 23, 2012) starring Anna Netrebko and a revival of La Traviata (April 6-May 2, 2012) with Dessay in the title role for the first time at the Met.”

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IOCO / Viktor Jarosch / 16.10.2011

New York, Metropolitan Opera, Fabio Luisi rumpelt nach New York Teil 2, IOCO Aktuell, 17.09.2011


Aktuell

Der unaufhaltsame Aufstieg des Fabio Luisi:  Teil 2

Fabio Luisi, Sohn eines genuesischen Lokomotivführers, wird neuer Musikchef der New Yorker MET, dem größten Opernhaus der Welt, mutmaßt IOCO seit längerem. Nichts ist bisher offiziell. Trotzdem. Mit einseitigem Vertragsverhalten in Europa legte Fabio Luisi eine weitere Etappe seines inzwischen rumpelnden Wechsels nach New York  zurück: Die Position des Musikdirektors an der MET ist für Luisi greifbar nah.

James Levine, seit 40 Jahren Musikdirektor an der MET, seit Jahren mit schweren Rückenproblemen kämpfend, stürzte Anfang September in seinem Haus in Vermont und kann seine Verpflichtungen für Monate nicht wahrnehmen.  Diese Woche sollte Levine mit Proben in New York beginnen. Daraus wird nichts.

Metropolitan Opera, New York (c) IOCO Fabio Luisi (c) YuyuCity Opera, New York, neben der MET gelegen (c) IOCO

Fabio Luisi,  als GMD an der Dresdner Staatsoper von Christian Thielemann  mit zweifelhaften Methoden  ausgebootet,  seit Herbst 2010 als  Erster Gastdirigent der MET bereits fest installiert, wird ab sofort alle Verpflichtungen von James Levine übernehmen. Hierfür sagte Fabio Luisi alle seine Engagements bei frustrierten Häusern in Rom, Genua, Wien und San Francisco, ab. Verträge hin oder her. MET General Manager, Peter Gelb, bedankt sich in der MET - Presseerklärung (s. unten) vorauseilend sehr brav für angebliches Verständnis. IOCO Rückfragen bei den betroffenen Häusern ergaben jedoch, daß Absage und Verhalten von Fabio Luisi, vorsichtig formuliert, höchstes Befremden ausgelöst hat. Von Verständnis war nichts zu hören. Ohne Einzelheiten zu nennen betonte man auch, daß das Vertragsverhalten Luisis keinen Erstfall darstelle. Das Teatro dell`Opera in Rom, ebenfalls über das Verhalten von Landsmann Luisi empört (sprachlich mildernd: “The Show must go on“), engagierte für die Elektra-Aufführung am 30.9. bereits Aalto-GMD  Stefan Soltesz.  Auf der Webseite des Hauses schreibt man zu Fabio Luisi und seinem Verhalten Klartext:     “…….Ein Umstand, der nicht zuletzt die Opera di Roma, die als einziges Opernhaus unter den Verpflichtungen Luisis im Saisonprogramm eine lyrische Oper wie Elektra hatte, schädigt. Eine bedauerliche Angelegenheit, die der klassischen Musik und lyrischen Oper schadet. Die Leitung des Teatro dell`Opera di Roma ist aktuell dabei, den Vorfall zu bewerten und die Maßnahmen zu ergreifen, die dem Ruf der Fondazione hinsichtlich ihrer Kompetenz und ihrem Publikum  gerecht werden.”

Diese weitere Etappe auf dem Weg an die Metropolitan Opera wurde für Fabio Luisi zum unerquicklichen Rumpelpfad. Sein Ruf als verantwortungsbewußter Partner hat – außerhalb von New York – sehr gelitten. Die nächste Etappe wartet bereits: Fabio Luisi ist ab Herbst 2012 per GMD-Vertrag an das Opernhaus Zürich gebunden. Unter welchen Konditionen dieser Vertrag angepasst wird, geschmeidig, ruppig oder juristisch streitig: Dies erfahren Sie vermutlich bald bei IOCO in “Teil 3″ der  Fabio Luisi - Erfolgsstory.

Wünschen wir zunächst James Levine gute Genesung und lesen Sie, wie locker die Metropolitan Opera in ihrer Presseerklärung vom 6.9.2011 zum aktuellen Skandal um Fabio Luisi  berichtet.

IOCO / Viktor Jarosch / 17.09.2011

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Presseerklärung von Peter Gelb, General Manager der Metropolitan Opera, New York  zum unwöhnlichen Vertragsgebaren von Fabio Luisi:

“After a fall last week that damaged one of his vertebrae, James Levine underwent emergency surgery on Thursday in New York, forcing him to withdraw from his performances at the Metropolitan Opera this fall. Levine was scheduled to begin orchestra rehearsals for the new season today. According to his doctors, he was successfully recuperating from another back surgery when the accident happened while he was on vacation in Vermont.

While Levine will continue in his position as Music Director, Fabio Luisi has been named the Met’s Principal Conductor, with the new appointment taking effect immediately. In April 2010, Luisi was appointed Principal Guest Conductor of the Met. He will replace Levine for most of the fall performances, conducting the new productions of Don Giovanni (premiering October 13) and Siegfried (premiering October 27), as well as the MET Orchestra concert at Carnegie Hall on October 16.

“While Jim’s latest setback is hugely disappointing for all of us, he joins me in welcoming Fabio’s larger role,” said Peter Gelb, the Met’s General Manager. “I am very pleased that Fabio was able to rearrange his fall schedule, and I appreciate the understanding of those companies with whom he was scheduled to conduct.”

In order to replace Levine, Luisi had to cancel performances with the Rome Opera, the Genoa Opera, the Vienna Symphony, and the San Francisco Symphony.

“I am honored to have been asked to take on these additional responsibilities, but my thoughts are also with Maestro Levine,” said Luisi.

Luisi will conduct the first five performances of Don Giovanni on October 13, 17, 22, 25, and 29 matinee, and Siegfried on October 27 and November 5 matinee. Louis Langrée will conduct the remaining four performances of Don Giovanni on October 31, November 3, 7, and 11. Derrick Inouye will conduct Siegfried on November 1.

Levine hopes to recover in time to return to the Met in January for the new production of Wagner’s Götterdämmerung (premiering January 27, 2012), as well as for the full cycles of Der Ring des Nibelungen in April and May.

Luisi made his Met debut in 2005 with Verdi’s Don Carlo and has also conducted  a new production of Richard Strauss’s Die Ägyptische Helena (2007), as well as revivals of Simon Boccanegra, Turandot, Elektra, Le Nozze di Figaro, Hansel and Gretel, Ariadne auf Naxos, and Rigoletto with the company. In addition, he has previously stepped in for Levine to conduct performances of Tosca (April 2010), Lulu (May 2010), Das Rheingold (March/April 2011), and, in the June 2011 tour of Japan, Don Carlo, La Bohème, and a concert with the MET Orchestra. He also conducted the MET Orchestra in concert with Natalie Dessay as soloist at Carnegie Hall in May of this year, again replacing Levine. This season, Luisi also conducts a new production of Massenet’s Manon (March 26-April 23, 2012) starring Anna Netrebko and a revival of La Traviata (April 6-May 2, 2012) with Dessay in the title role for the first time at the Met.”

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New York, Metropolitan Opera, Fabio Luisi rumpelt zum MET-Posten, IOCO Aktuell, 17.09.2011


Aktuell

Metropolitan Opera

Der unaufhaltsame Aufstieg des Fabio Luisi:  Teil 2

Fabio Luisi, Sohn eines genuesischen Lokomotivführers, wird neuer Musikchef der New Yorker MET, dem größten Opernhaus der Welt, mutmaßt IOCO seit längerem. Nichts ist bisher offiziell. Trotzdem. Mit einseitigem Vertragsverhalten in Europa legte Fabio Luisi eine weitere Etappe seines inzwischen rumpelnden Wechsels nach New York  zurück: Die Position des Musikdirektors an der MET ist für Luisi greifbar nah.

James Levine, seit 40 Jahren Musikdirektor an der MET, seit Jahren mit schweren Rückenproblemen kämpfend, stürzte Anfang September in seinem Haus in Vermont und kann seine Verpflichtungen für Monate nicht wahrnehmen.  Diese Woche sollte Levine mit Proben in New York beginnen. Daraus wird nichts.

Metropolitan Opera, New York (c) IOCO Fabio Luisi (c) YuyuCity Opera, New York, neben der MET gelegen (c) IOCO

Fabio Luisi,  als GMD an der Dresdner Staatsoper von Christian Thielemann  mit zweifelhaften Methoden  ausgebootet,  seit Herbst 2010 als  Erster Gastdirigent der MET bereits fest installiert, wird ab sofort alle Verpflichtungen von James Levine übernehmen. Hierfür sagte Fabio Luisi alle seine Engagements bei frustrierten Häusern in Rom, Genua, Wien und San Francisco, ab. Verträge hin oder her. MET General Manager, Peter Gelb, bedankt sich in der MET - Presseerklärung (s. unten) vorauseilend sehr brav für angebliches Verständnis. IOCO Rückfragen bei den betroffenen Häusern ergaben jedoch, daß Absage und Verhalten von Fabio Luisi, vorsichtig formuliert, höchstes Befremden ausgelöst hat. Von Verständnis war nichts zu hören. Ohne Einzelheiten zu nennen betonte man auch, daß das Vertragsverhalten Luisis keinen Erstfall darstelle. Das Teatro dell`Opera in Rom, ebenfalls über das Verhalten von Landsmann Luisi empört (sprachlich mildernd: “The Show must go on“), engagierte für die Elektra-Aufführung am 30.9. bereits Aalto-GMD  Stefan Soltesz.  Auf der Webseite des Hauses schreibt man zu Fabio Luisi und seinem Verhalten Klartext:     “…….Ein Umstand, der nicht zuletzt die Opera di Roma, die als einziges Opernhaus unter den Verpflichtungen Luisis im Saisonprogramm eine lyrische Oper wie Elektra hatte, schädigt. Eine bedauerliche Angelegenheit, die der klassischen Musik und lyrischen Oper schadet. Die Leitung des Teatro dell`Opera di Roma ist aktuell dabei, den Vorfall zu bewerten und die Maßnahmen zu ergreifen, die dem Ruf der Fondazione hinsichtlich ihrer Kompetenz und ihrem Publikum  gerecht werden.”

Diese weitere Etappe auf dem Weg an die Metropolitan Opera wurde für Fabio Luisi zum unerquicklichen Rumpelpfad. Sein Ruf als verantwortungsbewußter Partner hat – außerhalb von New York – sehr gelitten. Die nächste Etappe wartet bereits: Fabio Luisi ist ab Herbst 2012 per GMD-Vertrag an das Opernhaus Zürich gebunden. Unter welchen Konditionen dieser Vertrag angepasst wird, geschmeidig, ruppig oder juristisch streitig: Dies erfahren Sie vermutlich bald bei IOCO in “Teil 3″ der  Fabio Luisi - Erfolgsstory.

Wünschen wir zunächst James Levine gute Genesung und lesen Sie, wie locker die Metropolitan Opera in ihrer Presseerklärung vom 6.9.2011 zum aktuellen Skandal um Fabio Luisi  berichtet.

 IOCO / Viktor Jarosch / 17.09.2011

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Presseerklärung von Peter Gelb, General Manager der Metropolitan Opera, New York  zum unwöhnlichen Vertragsgebaren von Fabio Luisi:

“After a fall last week that damaged one of his vertebrae, James Levine underwent emergency surgery on Thursday in New York, forcing him to withdraw from his performances at the Metropolitan Opera this fall. Levine was scheduled to begin orchestra rehearsals for the new season today. According to his doctors, he was successfully recuperating from another back surgery when the accident happened while he was on vacation in Vermont.

While Levine will continue in his position as Music Director, Fabio Luisi has been named the Met’s Principal Conductor, with the new appointment taking effect immediately. In April 2010, Luisi was appointed Principal Guest Conductor of the Met. He will replace Levine for most of the fall performances, conducting the new productions of Don Giovanni (premiering October 13) and Siegfried (premiering October 27), as well as the MET Orchestra concert at Carnegie Hall on October 16.

“While Jim’s latest setback is hugely disappointing for all of us, he joins me in welcoming Fabio’s larger role,” said Peter Gelb, the Met’s General Manager. “I am very pleased that Fabio was able to rearrange his fall schedule, and I appreciate the understanding of those companies with whom he was scheduled to conduct.”

In order to replace Levine, Luisi had to cancel performances with the Rome Opera, the Genoa Opera, the Vienna Symphony, and the San Francisco Symphony.

“I am honored to have been asked to take on these additional responsibilities, but my thoughts are also with Maestro Levine,” said Luisi.

Luisi will conduct the first five performances of Don Giovanni on October 13, 17, 22, 25, and 29 matinee, and Siegfried on October 27 and November 5 matinee. Louis Langrée will conduct the remaining four performances of Don Giovanni on October 31, November 3, 7, and 11. Derrick Inouye will conduct Siegfried on November 1.

Levine hopes to recover in time to return to the Met in January for the new production of Wagner’s Götterdämmerung (premiering January 27, 2012), as well as for the full cycles of Der Ring des Nibelungen in April and May.

Luisi made his Met debut in 2005 with Verdi’s Don Carlo and has also conducted  a new production of Richard Strauss’s Die Ägyptische Helena (2007), as well as revivals of Simon Boccanegra, Turandot, Elektra, Le Nozze di Figaro, Hansel and Gretel, Ariadne auf Naxos, and Rigoletto with the company. In addition, he has previously stepped in for Levine to conduct performances of Tosca (April 2010), Lulu (May 2010), Das Rheingold (March/April 2011), and, in the June 2011 tour of Japan, Don Carlo, La Bohème, and a concert with the MET Orchestra. He also conducted the MET Orchestra in concert with Natalie Dessay as soloist at Carnegie Hall in May of this year, again replacing Levine. This season, Luisi also conducts a new production of Massenet’s Manon (March 26-April 23, 2012) starring Anna Netrebko and a revival of La Traviata (April 6-May 2, 2012) with Dessay in the title role for the first time at the Met.”

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New York, Metropolitan Opera, Der unaufhaltsame Aufstieg des Fabio Luisi, von Graz nach New York


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Fabio Luisi:   Maestro an der Metropolitan Opera: 

Nur eine Frage der Zeit !

 

Noch im Februar 2010 kündigte ein völlig frustrierter Fabio Luisi fristlos seinen bis 2012 laufenden Vertrag mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Voran gegangen waren unwürdige Auseinandersetzungen um das Dirigat des  ZDF – Neujahrskonzert 2010. Der in München wegen überzogener Forderungen gefeuerte Christian Thielemann usurpierte mit fragwürdigen Mitteln  egoistisch, wenn nicht unlauter dieses medienwirksame Konzert für sich. Vorbei an Fabio Luisi, dem damals noch zuständigen Generalmusikdirektor der Sächsischen Staatskapelle Dresden.  Luisi resignierte in Dresden. Thielemann und sein Wirken: In München gescheitert, in Dresden erfolgreich.

Metropolitan Opera, New York (c) IOCO Fabio Luisi (c) YuyuCity Opera, New York, neben der MET gelegen (c) IOCO

Doch schon Mitte 2011 strahlt Fabio Luisi´s Stern heller denn je zuvor. Ab 2012 ist Fabio Luisi vertraglich für fünf Jahre als Generalmusikdirektor an das Opernhaus Zürich gebunden.  Ob er sich dort als GMD dauerhaft wohl fühlt darf nicht als gesichert gelten. Denn: Mit ihm kommt aus Berlin Andreas Homoki als neuer Intendant nach Zürich. Der Walter-Felsenstein-Jünger Homoki hinterläßt an der Komischen Oper Berlin wenig Spuren. Sein übereifrig verfolgtes “modernes Regietheater” verfing beim Publikum nicht. Sein ex-GMD-Kollege Carl St. Clair hatte 2010 die Zusammenarbeit mit Homoki “aus künstlerischen Gründen” fristlos beendet. St. Clairs Interimsnachfolger Patrick Lange verspürt ebenfalls keine Lust, unter Homoki an der Komischen Oper zu dirigieren. Fabio Luisi motiviert und erfolgreich unter Regieapostel Andreas Homoki in Zürich?  Es bleiben erhebliche Zweifel. Auch wenn sich beide lange kennen und – öffentlich – lieb reden. Zweifel bleiben erst Recht, seit das Werben der Metropolitan Opera, New York um Luisi  zunehmend öffentlich und lauter ausgetragen wird.  Bereits 2010 wurde Fabio Luisi zum Principal Guest Director (NB: Erster Dirigent hinter MET - Musikdirektor James Levine) bestellt. Seine Funktion:  Neben Levine die MET  strategisch und künstlerisch ausbauen.

Bekannt ist seit langem, dass MET - Musikdirektor James Levine mit schweren gesundheitlichen Problemen kämpft. Auch wenn Levine Dirigate immer noch, fast  reflexhaft bejubelt werden, hinter den MET-Vorhängen wird längst über Levine´s  Nachfolger sinniert. Direktor der Metropolitan Opera, Peter Gelb, hält sich zu Spekulationen bedeckt: Levine sei großer Dirigent, Genie, Levine entscheide selbst wie lange….  Wenn da nicht auch das Großunternehmen MET wäre, welches Halbheiten in zentralen Führungsfragen nicht dulden kann. Peter Gelb muß zuvorderst seiner unternehmerischen Verantwortung für die Metropolitan Opera und ihren 850.000 Besucher im Jahr gerecht werden.  Gelb kennt Fabio Luisi seit vielen Jahren: “Ich schätze ihn, das Orchester schätzt ihn”. Typisch für die Öffentlichkeit bestimmt klingt Gelb´s farblose Erklärung:  “Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt”, aber “Luisi soll an der MET eine wichtige Rolle spielen”. Wer Peter Gelb kennt: Gelb weiß sehr genau was die Zukunft bringt.  Unausgesprochen deutlich: Levine´s Rolle an der MET wird neu definiert, Luisi wird mehr Verantwortung an der MET übernehmen. Für Londoner Buchmacher dürfte der Fall entschieden sein.

Luisi´s Frau übrigens, Fotografin,  zieht bereits nach New York um. Luisi erklärt dies mit ihrem Beruf und dem New Yorker Fotografen – Netzwerk. Wie es auch sei: 1983 begann Luisi seine Karriere als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung an der Grazer Oper, 1984  debutierte Fabio Luisi dort mit Viva la Mamma von Gaetano Donizetti.  Nun führt sein Weg über  Zürich vermutlich an die größte Oper der Welt, an die MET  nach New York. Die wunderbare Karriere des Fabio Luisi, geboren 1959,  als Sohn eines genuesischen Lokomotivführers.  Thielemann und die Ereignisse Dresden bleiben nur abgeschmackte Fußnote.

IOCO / VJ / 82011

New York, Metropolitan Opera, Der unaufhaltsame Aufstieg des Fabio Luisi – von Dresden nach New York, IOCO Aktuell, 08.2011

 
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Metropolitan Opera

Fabio Luisi:   Maestro an der Metropolitan Opera: 

Nur eine Frage der Zeit !

Noch im Februar 2010 kündigte ein völlig frustrierter Fabio Luisi fristlos seinen bis 2012 laufenden Vertrag mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Voran gegangen waren unwürdige Auseinandersetzungen um das Dirigat des  ZDF – Neujahrskonzert 2010. Der in München wegen überzogener Forderungen gefeuerte Christian Thielemann usurpierte mit fragwürdigen Mitteln  egoistisch, wenn nicht unlauter dieses medienwirksame Konzert für sich. Vorbei an Fabio Luisi, dem damals noch zuständigen Generalmusikdirektor der Sächsischen Staatskapelle Dresden.  Luisi resignierte in Dresden. Thielemann und sein Wirken: In München gescheitert, in Dresden erfolgreich.

Metropolitan Opera, New York (c) IOCO Fabio Luisi (c) YuyuCity Opera, New York, neben der MET gelegen (c) IOCO

Doch schon Mitte 2011 strahlt Fabio Luisi´s Stern heller denn je zuvor. Ab 2012 ist Fabio Luisi vertraglich für fünf Jahre als Generalmusikdirektor an das Opernhaus Zürich gebunden.  Ob er sich dort als GMD dauerhaft wohl fühlt darf nicht als gesichert gelten. Denn: Mit ihm kommt aus Berlin Andreas Homoki als neuer Intendant nach Zürich. Der Walter-Felsenstein-Jünger Homoki hinterläßt an der Komischen Oper Berlin wenig Spuren. Sein übereifrig verfolgtes “modernes Regietheater” verfing beim Publikum nicht. Sein ex-GMD-Kollege Carl St. Clair hatte 2010 die Zusammenarbeit mit Homoki “aus künstlerischen Gründen” fristlos beendet. St. Clairs Interimsnachfolger Patrick Lange verspürt ebenfalls keine Lust, unter Homoki an der Komischen Oper zu dirigieren. Fabio Luisi motiviert und erfolgreich unter Regieapostel Andreas Homoki in Zürich?  Es bleiben erhebliche Zweifel. Auch wenn sich beide lange kennen und – öffentlich – lieb reden. Zweifel bleiben erst Recht, seit das Werben der Metropolitan Opera, New York um Luisi  zunehmend öffentlich und lauter ausgetragen wird.  Bereits 2010 wurde Fabio Luisi zum Principal Guest Director (NB: Erster Dirigent hinter MET - Musikdirektor James Levine) bestellt. Seine Funktion:  Neben Levine die MET  strategisch und künstlerisch ausbauen.

Bekannt ist seit langem, dass MET - Musikdirektor James Levine mit schweren gesundheitlichen Problemen kämpft. Auch wenn Levine Dirigate immer noch, fast  reflexhaft bejubelt werden, hinter den MET-Vorhängen wird längst über Levine´s  Nachfolger sinniert. Direktor der Metropolitan Opera, Peter Gelb, hält sich zu Spekulationen bedeckt: Levine sei großer Dirigent, Genie, Levine entscheide selbst wie lange….  Wenn da nicht auch das Großunternehmen MET wäre, welches Halbheiten in zentralen Führungsfragen nicht dulden kann. Peter Gelb muß zuvorderst seiner unternehmerischen Verantwortung für die Metropolitan Opera und ihren 850.000 Besucher im Jahr gerecht werden.  Gelb kennt Fabio Luisi seit vielen Jahren: “Ich schätze ihn, das Orchester schätzt ihn”. Typisch für die Öffentlichkeit bestimmt klingt Gelb´s farblose Erklärung:  “Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt”, aber “Luisi soll an der MET eine wichtige Rolle spielen”. Wer Peter Gelb kennt: Gelb weiß sehr genau was die Zukunft bringt.  Unausgesprochen deutlich: Levine´s Rolle an der MET wird neu definiert, Luisi wird mehr Verantwortung an der MET übernehmen. Für Londoner Buchmacher dürfte der Fall entschieden sein.

Luisi´s Frau übrigens, Fotografin,  zieht bereits nach New York um. Luisi erklärt dies mit ihrem Beruf und dem New Yorker Fotografen – Netzwerk. Wie es auch sei: 1983 begann Luisi seine Karriere als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung an der Grazer Oper, 1984  debutierte Fabio Luisi dort mit Viva la Mamma von Gaetano Donizetti.  Nun führt sein Weg über  Zürich vermutlich an die größte Oper der Welt, an die MET  nach New York. Die wunderbare Karriere des Fabio Luisi, geboren 1959,  als Sohn eines genuesischen Lokomotivführers.  Thielemann und die Ereignisse Dresden bleiben nur abgeschmackte Fußnote.

IOCO / Viktor Jarosch / 08.2011

New York, Metropolitan Opera, Der unaufhaltsame Aufstieg des Fabio Luisi, IOCO Aktuell, 14.08.2011


Aktuell

Metropolitan Opera

Fabio Luisi:   Maestro an der Metropolitan Opera: 

Nur eine Frage der Zeit !

Noch im Februar 2010 kündigte ein völlig frustrierter Fabio Luisi fristlos seinen bis 2012 laufenden Vertrag mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Voran gegangen waren unwürdige Auseinandersetzungen um das Dirigat des  ZDF – Neujahrskonzert 2010. Der in München wegen überzogener Forderungen gefeuerte Christian Thielemann usurpierte mit fragwürdigen Mitteln  egoistisch, wenn nicht unlauter dieses medienwirksame Konzert für sich. Vorbei an Fabio Luisi, dem damals noch zuständigen Generalmusikdirektor der Sächsischen Staatskapelle Dresden.  Luisi resignierte in Dresden. Thielemann und sein Wirken: In München gescheitert, in Dresden erfolgreich.

Metropolitan Opera, New York (c) IOCO Fabio Luisi (c) YuyuCity Opera, New York, neben der MET gelegen (c) IOCO

Doch schon Mitte 2011 strahlt Fabio Luisi´s Stern heller denn je zuvor. Ab 2012 ist Fabio Luisi vertraglich für fünf Jahre als Generalmusikdirektor an das Opernhaus Zürich gebunden.  Ob er sich dort als GMD dauerhaft wohl fühlt darf nicht als gesichert gelten. Denn: Mit ihm kommt aus Berlin Andreas Homoki als neuer Intendant nach Zürich. Der Walter-Felsenstein-Jünger Homoki hinterläßt an der Komischen Oper Berlin wenig Spuren. Sein übereifrig verfolgtes “modernes Regietheater” verfing beim Publikum nicht. Sein ex-GMD-Kollege Carl St. Clair hatte 2010 die Zusammenarbeit mit Homoki “aus künstlerischen Gründen” fristlos beendet. St. Clairs Interimsnachfolger Patrick Lange verspürt ebenfalls keine Lust, unter Homoki an der Komischen Oper zu dirigieren. Fabio Luisi motiviert und erfolgreich unter Regieapostel Andreas Homoki in Zürich?  Es bleiben erhebliche Zweifel. Auch wenn sich beide lange kennen und – öffentlich – lieb reden. Zweifel bleiben erst Recht, seit das Werben der Metropolitan Opera, New York um Luisi  zunehmend öffentlich und lauter ausgetragen wird.  Bereits 2010 wurde Fabio Luisi zum Principal Guest Director (NB: Erster Dirigent hinter MET - Musikdirektor James Levine) bestellt. Seine Funktion:  Neben Levine die MET  strategisch und künstlerisch ausbauen.

Bekannt ist seit langem, dass MET - Musikdirektor James Levine mit schweren gesundheitlichen Problemen kämpft. Auch wenn Levine Dirigate immer noch, fast  reflexhaft bejubelt werden, hinter den MET-Vorhängen wird längst über Levine´s  Nachfolger sinniert. Direktor der Metropolitan Opera, Peter Gelb, hält sich zu Spekulationen bedeckt: Levine sei großer Dirigent, Genie, Levine entscheide selbst wie lange….  Wenn da nicht auch das Großunternehmen MET wäre, welches Halbheiten in zentralen Führungsfragen nicht dulden kann. Peter Gelb muß zuvorderst seiner unternehmerischen Verantwortung für die Metropolitan Opera und ihren 850.000 Besucher im Jahr gerecht werden.  Gelb kennt Fabio Luisi seit vielen Jahren: “Ich schätze ihn, das Orchester schätzt ihn”. Typisch für die Öffentlichkeit bestimmt klingt Gelb´s farblose Erklärung:  “Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt”, aber “Luisi soll an der MET eine wichtige Rolle spielen”. Wer Peter Gelb kennt: Gelb weiß sehr genau was die Zukunft bringt.  Unausgesprochen deutlich: Levine´s Rolle an der MET wird neu definiert, Luisi wird mehr Verantwortung an der MET übernehmen. Für Londoner Buchmacher dürfte der Fall entschieden sein.

Luisi´s Frau übrigens, Fotografin,  zieht bereits nach New York um. Luisi erklärt dies mit ihrem Beruf und dem New Yorker Fotografen – Netzwerk. Wie es auch sei: 1983 begann Luisi seine Karriere als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung an der Grazer Oper, 1984  debutierte Fabio Luisi dort mit Viva la Mamma von Gaetano Donizetti.  Nun führt sein Weg über  Zürich vermutlich an die größte Oper der Welt, an die MET  nach New York. Die wunderbare Karriere des Fabio Luisi, geboren 1959,  als Sohn eines genuesischen Lokomotivführers.  Thielemann und die Ereignisse Dresden bleiben nur abgeschmackte Fußnote.

IOCO / Viktor Jarosch / 14.08.2011

New York, Metropolitan Opera, Der unaufhaltsame Aufstieg des Fabio Luisi, von Dresden nach New York

Fabio Luisi:  GMD der Metropolitan Opera:  Nur eine Frage der Zeit?

Noch im Februar 2010 kündigte ein völlig frustrierter Fabio Luisi fristlos seinen bis 2012 Vertrag laufenden mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Voran gegangen waren unwürdige Auseinandersetzungen um das Dirigat des  ZDF – Neujahrskonzert 2010. Der in München wegen überzogener Forderungen gefeuerte Christian Thielemann usurpierte mit fragwürdigen Mitteln  egoistisch, wenn nicht unlauter dieses medienwirksame Konzert für sich, vorbei an Fabio Luisi, dem damals noch zuständigen Generalmusikdirektor der Sächsischen Staatskapelle Dresden.  Luisi resignierte in Dresden. Thielemann und sein Wirken: In München gescheitert, in Dresden erfolgreich.

Metropolitan Opera, New York (c) IOCO Fabio Luisi (c) YuyuCity Opera, New York, neben der MET gelegen (c) IOCO

Doch schon Mitte 2011 strahlt Fabio Luisi´s Stern heller denn je zuvor. Ab 2012 ist Fabio Luisi vertraglich für fünf Jahre als Generalmusikdirektor an das Opernhaus Zürich gebunden.  Ob er sich dort als GMD dauerhaft wohl fühlt darf nicht als gesichert gelten. Denn: Mit ihm kommt aus Berlin Andreas Homoki als neuer Intendant nach Zürich. Der Walter-Felsenstein-Jünger Homoki hinterläßt an der Komischen Oper Berlin wenig Spuren. Sein übereifrig verfolgtes “modernes Regietheater” verfing beim Publikum nicht.  Sein ex-GMD-Kollege Carl St. Clair hatte die Zusammenarbeit mit Homoki “aus künstlerischen Gründen” fristlos beendet. St. Clairs Interimsnachfolger Patrick Lange verspürt ebenfalls keine Lust, unter Homoki an der Komischen Oper zu dirigieren. Fabio Luisi in Zürich, motiviert und erfolgreich unter Regieapostel Andreas Homoki?  Es bleiben erhebliche Zweifel. Auch wenn sich beide lange kennen und – öffentlich – lieb reden. Zweifel erst Recht, seit das Werben der Metropolitan Opera, New York um Luisi  zunehmend öffentlich und lauter ausgetragen wird.  Vor einem Jahr wurde Luisi zum Principal Guest Director (NB: Erster Dirigent hinter MET - Musikdirektor James Levine) bestellt. Seine Funktion:  Neben Levine die MET  strategisch und künstlerisch ausbauen.

Bekannt ist seit langem, dass MET - Musikdirektor James Levine mit schweren gesundheitlichen Problemen kämpft. Auch wenn Levine Dirigate immer noch und eher reflexhaft bejubelt werden, hinter den MET-Vorhängen wird längst über Levine´s  Nachfolger sinniert. Direktor der Metropolitan Opera, Peter Gelb, hält sich zu Spekulationen bedeckt: Levine sei großer Dirigent, Genie, Levine entscheide selbst wie lange….  Wenn da nicht auch das Großunternehmen MET wäre, welches Halbheiten in zentralen Führungsfragen nicht dulden kann. Peter Gelb muß zuvorderst seiner unternehmerischen Verantwortung für die Metropolitan Opera und ihren 850.000 Besucher im Jahr gerecht werden.  Gelb kennt Fabio Luisi seit vielen Jahren: “Ich schätze ihn, das Orchester schätzt ihn”. Typisch für die Öffentlichkeit bestimmt klingt seine farblose Erklärung:  Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt, aber “Luisi soll an der MET eine wichtige Rolle spielen”. Wer Peter Gelb kennt: Gelb weiß sehr genau was die Zukunft bringt.  Unausgesprochen deutlich: Levine´s Rolle an der MET wird neu definiert, Luisi wird mehr Verantwortung an der MET übernehmen. Für Londoner Buchmacher dürfte der Fall entschieden sein.

Luisi´s Frau übrigens, Fotografin,  zieht bereits nach New York um. Luisi erklärt dies mit ihrem Beruf und dem New Yorker Fotografen – Netzwerk. Wie auch immer: 1984 in Grau debutierte Fabio Luisi noch mit Viva la Mamma von Gaetano Donizetti.  Nun führt sein Weg über Dresden, Zürich vermutlich an die größte Oper der Welt, nach New York, an die MET. Die wunderbare Karriere des Fabio Luisi, geboren 1959,  als Sohn eines genuesischen Lokomotivführers.

IOCO / VJ / 11.7.2011

New York, Metropolitan Opera, Traumkarriere oder Der unaufhaltsame Aufstieg des Fabio Luisi, ein IOCO Bericht, 11.07.2011


Aktuell

Metropolitan Opera

Fabio Luisi:  GMD der Metropolitan Opera:  Nur eine Frage der Zeit?

Noch im Februar 2010 kündigte ein völlig frustrierter Fabio Luisi fristlos seinen bis 2012 Vertrag laufenden mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Voran gegangen waren unwürdige Auseinandersetzungen um das Dirigat des  ZDF – Neujahrskonzert 2010. Der in München wegen überzogener Forderungen gefeuerte Christian Thielemann usurpierte mit fragwürdigen Mitteln  egoistisch, wenn nicht unlauter dieses medienwirksame Konzert für sich, vorbei an Fabio Luisi, dem damals noch zuständigen Generalmusikdirektor der Sächsischen Staatskapelle Dresden.  Luisi resignierte in Dresden. Thielemann und sein Wirken: In München gescheitert, in Dresden erfolgreich.

Doch schon Mitte 2011 strahlt Fabio Luisi´s Stern heller denn je zuvor. Ab 2012 wird  Fabio Luisi  vertraglich für fünf Jahre als Generalmusikdirektor an das Opernhaus Zürich gebunden sein.  Ob er sich dort dauerhaft wohl fühlen wird, darf nicht als gesichert gelten. Denn: Mit ihm kommt aus Berlin als neuer Intendant Andreas Homoki nach Zürich. Der Walter-Felsenstein-Jünger Homoki hinterläßt an der Komischen Oper Berlin wenig Spuren. Sein übereifrig verfolgtes “modernes Regietheater” verfing beim Publikum nicht.  Sein ex-GMD-Kollege Carl St. Clair hatte die Zusammenarbeit mit Homoki “aus künstlerischen Gründen” fristlos beendet. St. Clairs Interimsnachfolger Patrick Lange verspürt ebenfalls keine Lust, unter Homoki an der Komischen Oper zu dirigieren. Fabio Luisi in Zürich, motiviert und erfolgreich unter Regieapostel Andreas Homoki?  Es bleiben erhebliche Zweifel. Auch wenn sich beide lange kennen und – öffentlich – lieb reden. Zweifel erst Recht, seit das Werben der Metropolitan Opera, New York um Luisi  zunehmend öffentlich und lauter ausgetragen wird.  Vor einem Jahr wurde Luisi zum Principal Guest Director (NB: Erster Dirigent hinter MET - Musikdirektor James Levine) bestellt. Seine Funktion:  Neben Levine die MET  strategisch und künstlerisch ausbauen.

Bekannt ist seit langem, das der MET - Musikdirektor James Levine mit schweren gesundheitlichen Problemen kämpft. Auch wenn Levine Dirigate immer noch und eher reflexhaft bejubelt werden, hinter den MET-Vorhängen wird längst über Levine´s  Nachfolger sinniert.  Direktor der Metropolitan Opera, Peter Gelb, hält sich zu Spekulationen bedeckt: Levine sei großer Dirigent, Genie, Levine entscheide selbst wie lange…. Unausgesprochen spürbar: Levine wird bald gehen. Wenn da nicht auch noch die drängende Zukunft wäre. Peter Gelb muß zuvorderst seiner unternehmerischen Verantwortung für die Metropolitan Opera und ihren 850.000 Besucher im Jahr gerecht werden.  Gelb kennt Fabio Luisi seit vielen Jahren: “Ich schätze ihn, das Orchester schätzt ihn”. Typisch für die Öffentlichkeit bestimmt klingt seine farblose Erklärung:  Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt, aber “Luisi soll an der MET eine wichtige Rolle spielen”. Wer Peter Gelb kennt: Gelb weiß sehr genau was die Zukunft bringt.

Für Londoner Buchmacher dürfte der Fall entschieden sein. 75 : 25, daß Fabio Luisi in wenigen Jahren als Musikdirektor an der MET in New York arbeitet.  Seine Frau übrigens, Fotografin,  zieht bereits dorthin um. Luisi sagt, dies hinge mit ihrem Beruf zusammen. Von Dresden über Zürich nach New York, an die größte Oper der Welt. Die wunderbare Karriere des Fabio Luisi, 1959 als Sohn eines genuesischen Lokomotivführers geboren.

IOCO / VJ / 11.7.2011