Zürich, Tonhalle Zürich, Violinrezital Ray Chen, 21.05.2011

Mai 4, 2011  
Veröffentlicht unter Pressemeldung, Tonhalle Zürich

classical_company.jpg

The Classical Company

Ray Chen / Violinrezital
Samstag, 21. Mai 2011 / 18.00 Uhr / Kammermusiksaal Kongresshaus Zürich (Tonhalle)

Er gilt als eine der ganz grossen Hoffnungen unter den jungen Violinisten. Der in Taiwan geborene und in Australien aufgewachsene Ray Chen gewann in den letzten Jahren zwei der bedeutendsten internationalen Violin-Wettbewerbe: 2008 den Yehudi-Menuhin-Wettbewerb und 2009 den Queen-Elisabeth-Wettbewerb.

Danach unterzeichnete er einen exklusiven Vertrag mit Sony Classical, und diesen Februar ist seine erste CD „Virtuoso“ mit Werken von Giuseppe Tartini, César Franck, Johann Sebastian Bach und Henryk Wieniawski erschienen. Mit Violinwerken dieser vier Komponisten ist Chen nun erstmals in Deutschland und in der Schweiz auf Tournee.

Bei seinem einzigen Schweizer Konzert in Zürich spielt er von Giuseppe Tartini (1692-1770) die als Teufelstriller-Sonate bekannte Violinsonate in g-Moll, César Francks (1822-1890) einzige Violinsonate in A-Dur, Johann Sebastian Bachs (1685-1750) Chaconne aus der Partita Nr. 2 in d-Moll, und schliesslich vom polnischen Violinvirtuosen Henryk Wieniawski (1835-1880) die Légende in g-Moll und das Thème original varié in A-Dur.

Chen erhielt bereits mit vier Jahren Geigenunterricht und gab mit acht Jahren sein erstes Konzert, begleitet vom Queensland Philharmonic Orchestra. Mit 15 Jahren wurde er am Curtis Institute of Music angenommen. Er spielt die Huggins-Stradivari, eine Leihgabe der Nippon Music Foundation, und die Macmillan-Stradivari, eine Leihgabe, die er 2009 als Sieger der Young Concert Artists International Auditions in New York erhielt.

Seither ist Chen mit dem Deutschen Symphonie-Orchester in der Berliner Philharmonie auftreten, und spielte mit dem Taipei Symphony Orchestra an der Weltausstellung Shanghai. Konzerte sind geplant mit den Münchner Philharmonikern, dem Orchestra Filarmonica della Scala, dem Orquesta Nacional de Espana, dem Toronto Symphony Orchestra und dem Sydney Symphony Orchestra.

Bei seinem Zürcher Konzert wird Chen begleitet vom französischen Pianisten Julien Quentin.
Veranstalter/Produzent des Konzerts ist The Classical Company.

Zürich Opernhaus Zürich, Benefizkonzert zugunsten der Katastrophenopfer in Japan 27.3.2011

 zuerich.jpg

Opernhaus Zürich

Benefizkonzert zugunsten der Katastrophenopfer in Japan

Orchester der Oper Zürich spendet an die Glückskette

Sonntag, 27. März 2011, 11.15 Uhr Tonhalle  

Gustav Mahler (1860-1911)
Sinfonie Nr. 9 D-Dur (1909/10)

Daniele Gatti Musikalische Leitung
Orchester der Oper Zürich
Die Schreckensnachrichten und Fernsehbilder von den Verwüstungen in Japan nach dem Erdbeben und dem anschliessenden Tsunami lassen wohl niemanden kalt – ganz zu schweigen von der Sorge um die havarierten Atomkraftwerke. Die Mitglieder des Orchesters der Oper Zürich haben sich entschlossen, ihre Solidarität und ihr Mitgefühl mit dem japanischen Volk konkret zum Ausdruck zu bringen: Indem sie die Gage für das nächste Philharmonische Konzert kollektiv spenden und damit einen Beitrag leisten, die Not der Menschen im Norden Japans zu lindern. Dies hat auch der Chefdirigent des Opernhaus Zürich, Daniele Gatti, getan, der an diesem Morgen Gustav Mahlers Neunte Sinfonie dirigieren wird: Maestro Gatti wird seine Gage für diese Konzert dankenswerterweise ebenfalls zur Verfügung stellen.

Die Beziehungen des Zürcher Opernorchesters zu Japan sind vielfältig. Den Teilnehmern an der grossen Japan-Tournee des Opernhauses Zürich im Jahre 2007 (mit «La Traviata» und «Der Rosenkavalier») ist die überaus herzliche Aufnahme noch in lebhafter Erinnerung. Drei unserer Orchestermitglieder sind Japaner – einer davon ist Konzertmeister Keisuke Okazaki. Darüber hinaus bestehen familiäre Bindungen einzelner Orchestermitglieder in das fernöstliche Land.

Die «Glückskette» hat ein Spendenkonto zugunsten der Opfer in Japan eröffnet und wird die Spendengelder in einer ersten Phase über ihre Partner – ADRA, Caritas, Heilsarmee und Schweizerisches Rotes Kreuz – an die japanischen Hilfswerke weiterleiten. Die Besucher des 4. Philharmonischen Konzerts können sich ebenfalls der Initiative anschliessen: es werden Einzahlungsscheinde der Glückskette aufgelegt.

Eine gemeinsame Initiative von der Neuen Zürcher Zeitung
und dem Orchester der Oper Zürich
«Ich habe wieder einmal die 9. Sinfonie Mahlers durchgespielt. Der erste Satz ist das Allerherrlichste, was Mahler geschrieben hat. Es ist der Ausdruck einer unerhörten Liebe zu dieser Erde, die Sehnsucht, im Frieden auf ihr zu leben, sie, die Natur noch auszugeniessen bis in ihre tiefsten Tiefen – bevor der Tod kommt.» So schreibt Alban Berg 1912 in einem Brief an seine Frau. Im Jahr zuvor war Gustav Mahler im Alter von gerade einmal 50 Jahren gestorben. Die Uraufführung seiner Neunten Sinfonie konnte er nicht mehr erleben. Sie fand erst ein Jahr später, am 26. Juni 1912, unter der Leitung von Bruno Walter in Wien statt.
Entstanden war die Neunte in einer Zeit der fundamentalen und erschreckenden Umbrüche in Mahlers Leben. 1907 war seine zehnjährige Amtszeit als Direktor der Wiener Hofoper zu Ende gegangen. Seine ältere Tochter starb an Scharlach-Diphterie, und von dem Arzt, der sie behandelt hatte, erfuhr der Komponist, dass sich sein Herz in einem bedenklichen Zustand befinde. Gedanken an den Tod sollten Mahler von nun an in immer stärkerem Ausmass beschäftigen. Das 1908 komponierte «Lied von der Erde», das in wenigen Tagen in einer neuen Choreografie von Heinz Spoerli vom Zürcher Ballett aufgeführt wird, stand am Beginn dieser Abschiedsstimmung. Im folgenden Sommer schrieb er die Neunte Sinfonie – ein Werk, in dem der Tod allgegenwärtig ist. In kaum zwei Monaten arbeitete er in seinem Komponierhäuschen in Toblach an der Partitur, die bereits Anfang September 1909 im Entwurf fertig vorlag. Im Winter schrieb Mahler sie dann in New York, wo er an der Metropolitan Opera dirigierte, ins Reine und überarbeitete sie bei dieser Gelegenheit gründlich, noch bevor sich im Februar 1911 die ersten Anzeichen seiner tödlichen Krankheit bemerkbar machten.
Mahler-Biograf Wolfgang Johannes Bekh bringt es auf den Punkt: «Es muss schöpferische Erregung tiefster Art gewesen sein, der das Werk entstammt. Noch einmal erklingt der Scheidegruss an das Leben, an die Erde, an die Heimat jenseits der Berge. Aber dies ist kein Gesang des Einzelnen mehr, sondern das Todeslied der grossen, vielgestaltigen Natur. Die Welt stirbt und singt sich in den letzten Schlummer. Die Kräfte, aus denen das Leben emporwuchs, fliessen zurück ins All. Es ist ein Sterben ohne Bitterkeit und Hass, von heftigen Zuckungen letzter, innerlich widerstrebender Willenskräfte unterbrochen. Ausklingend verschmelzen Willen und Schicksal zum bewuss­ten Untergehen des Vollendeten: Apotheose des Todes … ‹Was mir der Tod erzählt›, lautet die ungeschriebene Überschrift der Neunten Sinfonie.»
Für Daniele Gatti, den Chefdirigenten der Oper Zürich, spielt Mahlers Neunte in den kommenden Monaten eine zentrale Rolle. Nachdem er sie mit den Zürcher Musikerinnen und Musikern erarbeitet hat, wird er die Sinfonie am 18. Mai 2011, dem 100. Todestag Gustav Mahlers, auch mit den Wiener Philhar­monikern in der Wiener Staatsoper, Mahlers einstiger Wirkungsstätte, sowie bei Konzerten in Madrid und Leipzig aufführen.

Pressemeldung Opernhaus Zürich

Kultur-Casino Bern / Tonhalle ZürichVittorio Grigolo / Neue Philharmonie Westfalen

classical_company.jpg

The Classical Company

Presseinformation 

Tonhalle Zürich

Kultur-Casino Bern

Vittorio Grigolo / Neue Philharmonie Westfalen

Donnerstag, 17. Febr. 2011 / 19.30 Uhr / Tonhalle Zürich / Dirigent: Pier Giorgio Morandi
Sonntag, 20. Febr. 2011 / 17.00 Uhr / Kultur-Casino Bern / Dirigent: Alberto Hold-Garrido

The Classical Company Vittorio Grigolo by A. Dobici The Classical Company Vittorio Grigolo by A. Dobici

In der Schweiz machte er bisher vor allem am Opernhaus Zürich von sich reden. Der italienische Tenor Vittorio Grigolo hat eine langjährige Verbindung mit dem Opernhaus und der Stadt Zürich, wo er auch lebt. Seine Zürcher Rollendebüts sind etwa Edgardo („Lucia di Lammermoor“), Corrado („Il corsaro“) und die Titelrolle in „Les contes d’Hoffmann“.

Einem ganz breiten Publikum bekannt wurde Grigolo im September 2008 mit der live-TV-Übertragung der Oper „La Traviata“ aus dem Zürcher Hauptbahnhof. Jetzt kommt der Startenor erstmals mit zwei Rezitals, zusammen mit der Sopranistin Sonya Yoncheva und begleitet von der Neuen Philharmonie Westfalen, nach Zürich und Bern.

Der 1977 in Arezzo in der Toskana geborene und in Rom aufgewachsene Grigolo sang bereits als Kind im Chor der Sixtinischen Kapelle. Mit 13 Jahren hatte er als Hirte – und Kindersopran – in Puccinis „Tosca“ seinen ersten Auftritt auf einer Opernbühne – an der Seite von Luciano Pavarotti! Grigolo wurde in der Presse als „Pavarottino“ gefeiert.

Mit 18 Jahren trat er – nun ein Tenor – als Nemorino in „L’elisir d’amore“ in Open-Air-Aufführungen in verschiedenen Städten des Veneto auf, und im Sommer danach als Graf Almaviva in „Il barbiere di Siviglia“. Nach einer umfassenden Gesangsausbildung war er mit 23 Jahren der jüngste Tenor an der Scala in Mailand.

Bald danach sang er an den grossen Opernhäusern der Welt unter der Leitung von Dirigenten wie Riccardo Chailly, Lorin Maazel, Riccardo Muti, Myung-Whun Chung, Zubin Mehta, Daniele Gatti oder Antonio Pappano. Sein Repertoire umfasste bald nicht nur Mozart, Donizetti, Verdi und Puccini, sondern auch Gounod, Massenet, Offenbach und die geistlichen Werke Rossini.

Im April 2007 brillierte Grigolo neben Angela Gheorghiou und Renato Bruson als Alfredo in „La Traviata“ in der Regie von Franco Zeffirelli an der römischen Staatsoper. Ein weiterer Höhepunkt in Grigolos Karriere ist sein Debüt als Rodolfo in Puccinis „La Bohème“ im September 2007 an der Washingtoner National Opera mit Placido Domingo am Pult.

In den letzten Jahren hatte Grigolo zudem Auftritte etwa in den Opern „Faust“, „Don Carlo“, „Falstaff“, „Rigoletto“, „Lucrezia Borgia“ oder „Gianni Schicchi“. Letzten Juni feierte er einen triumphalen Einstand an der Seite von Anna Netrebko in einer Neuproduktion von Jules Massenets „Manon Lescaut“ am Covent Garden in London, und im Herbst eröffnete er die Spielzeit an der Met in New York mit „La Bohème“.
Heute ist Grigolo einer der gefragtesten Tenöre seiner Generation und kann sich seine Auftritte aussuchen. Mit seinem Soloalbum „The Italian Tenor“ mit Arien von Donizetti, Puccini und Verdi bei Sony Classical sowie einer Grammy-nominierten Aufnahme von Bernsteins „West Side Story“ hat er sich zudem bereits als erfolgreicher Schallplattenkünstler etabliert.

Grigolos Tourneeauftakt im Januar in Deutschland erhielt enthusiastische Kritiken: „Endlich hat die Opernwelt wieder einen italienischen Startenor“ (Ruhr Nachrichten), „Ein Heldentenor wie der grosse Pavarotti“ (Bild), oder „Ein Timbre dunkler und viriler als Pavarotti, runder als Domingo, sicherer als Carreras“ (Der Tagesspiegel).

Auf dem Programm der beiden Schweizer Konzerte stehen im ersten Teil Arien und Duette von Verdi, Puccini, Donizetti und Mascagni und nach der Pause Lieder und Arien von Crescenzo, Bixio, Arditi, Cardillo, Lehar und Bernstein.

An der Seite von Grigolo gibt die junge Bulgarische Sopranistin Sonya Yoncheva ihr Schweizer Debüt. Sie gewann letztes Jahr an der Scala in Mailand den Ersten Preis des Operalia-Wettbewerbs als Manon (Massenet). Die musikalische Leitung hatte Placido Domingo.

Begleitet werden Grigolo und Yoncheva von der Neuen Philharmonie Westfalen unter der Leitung von Pier Giorgio Morandi (Zürich) und Alberto Hold-Garrido (Bern). Die Neue Philharmonie Westfalen hat sich einen Namen als Tourneepartner für Solisten von Weltruhm gemacht. 2006 begleitete das Orchester Konzerte mit Anna Netrebko, und 2007 eine Operettengala mit Angelika Kirchschlager und Simon Keenlyside.

Veranstalter/Produzent des Konzerts ist The Classical Company / DTC Classics

Mehr Informationen zu Vittorio Grigolo finden Sie unter: www.sonymasterworks.eu/vittoriogrigolo/dpp/