Zürich, Opernhaus Zürich, Wiederaufnahme Alcina von G. F. Händel, 31.12.2016

Dezember 23, 2016  
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Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

  Alcina von Georg Friedrich Händel

Libretto von einem Unbekannten, nach   Antonio Fanzaglia

 Die verführerische Zauberin Alcina hat schon viele Männer in ihr Inselreich gelockt, die sie Herkunft, Ziel und Identität vergessen lässt und als Liebessklaven hält. Ihrer überdrüssig geworden, verwandelt sie sie für gewöhnlich in Steine, Pflanzen oder Tiere. Aber mit der Ankunft des Kreuzritters Ruggiero ist plötzlich alles anders: Die selbstbewusste Herrscherin Alcina erlebt sich zum ersten Mal als liebende Frau, die am Ende mit allen Mitteln um ihre Liebe kämpfen muss.

Georg Friedrich Händel hat mit der Figur der Alcina ein faszinierendes Psychogramm einer grossen Liebenden gezeichnet, das weit in die Moderne vorausweist. Aber auch die weiteren Figuren dieser «magic opera» sind individuell charakterisiert und begeben sich auf eine lange Reise, an deren Ende sich alle in einem Labyrinth tiefer und dunkler Gefühle wiederfinden.

Regisseur Christof Loy hat in seiner von Presse und Publikum umjubelten Inszenierung zunächst das barocke Theater als szenische Metapher für Alcinas illusorisches Zauberreich gewählt, um dann allmählich die Kehrseite dieser schönen Welt aufzuzeigen. Traumhaft ist die Besetzung unserer Wiederaufnahme: Cecilia Bartoli ist erneut als Alcina zu erleben. An ihrer Seite stellt sich mit Philippe Jaroussky als Ruggiero der wohl gefragteste Countertenor der Gegenwart am Opernhaus Zürich vor. Julie Fuchs als Alcinas Schwester Morgana und Varduhi Abrahamyan als Ruggieros Verlobte Bradamante machen das Barock-Glück perfekt. Am Pult des Orchestra La Scintilla steht erneut der italienische Barockspezialist Giovanni Antonini.

Musikalische Leitung Giovanni Antonini, Inszenierung Christof Loy, Bühne Johannes Leiacker, Kostüme Ursula Renzenbrink, Lichtgestaltung Bernd Purkrabek
Choreografie Thomas Wilhelm, Dramaturgie Kathrin Brunner

Besetzung: Alcina Cecilia Bartoli, Ruggiero Philippe Jaroussky, Morgana Julie Fuchs
Bradamante Varduhi Abrahamyan, Oronte Fabio Trümpy, Melisso Krzysztof Baczyk
Cupido Barbara Goodman, Continuo Claudius Herrmann
Margret Köll, Sergio Ciomei, Orchestra La Scintilla

Alcina Termine :  Sa 31 Dez 2016, 18:00, Mo 2 Jan 2017, 19:00
Mi 4 Jan 2017, 19:00, Fr 6 Jan 2017, 19:00, So 8 Jan 2017, 19:30, Di 10 Jan 2017, 19:00

Pressemeldung Opernhaus Zürich

Zürich, Opernhaus Zürich, Premiere I Puritani von Vincenco Bellini, 19.06.2016

Juni 19, 2016  
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Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

I Puritani von Vincenco Bellini

Premiere 19 Jun 2016, 19:00,  Weitere Vorstellungen:  22 Jun 2016, 19:00 – 25 Jun 2016, 20:00, 29 Jun 2016, 19:30, 3 Jul 2016, 20:00,  7 Jul 2016, 19:00, 10 Jul 2016, 18:00

Zürich / Oper-I Puritani © Judith Schlosser

Zürich / Oper-I Puritani © Judith Schlosser

I Puritani Den historischen Hintergrund für Vincenzo Bellinis letzte Oper bildet der Bürgerkrieg im England des 17. Jahr­hunderts: Die republikanischen Puritaner und die königstreuen Katholiken stehen sich feindlich gegenüber. Die Liebes­beziehung zwischen Elvira, Tochter des puritanischen Lord Valtons und dem Royalisten Arturo Talbo führt mitten durch die beiden Lager. Bellini liebte an diesem Stoff die emotionalen Ausnahmezustände der Figuren und zeichnet diese mit der für ihn typischen, weit ausschwingenden und zugleich hochvirtuosen Melodik. Den Sängern verlangt er allerhöchste Kunstfertigkeit ab.

Die Neuproduktion, die von Andreas Homoki inszeniert wird, bietet mit der südafrikanischen Sopranistin Pretty Yende einen neuen, hell leuchtenden Stern am Belcanto-Himmel auf. An ihrer Seite gibt Lawrence Brownlee die halsbrecherische Partie des Arturo Talbo. Michele Pertusi als Sir Gior­gio, Geor­ge Petean als Riccardo Forth und Liliana Nikiteanu als Enrichetta komplettieren eine in jeder Hinsicht festspielwürdige Besetzung. Am Dirigentenpult setzt Fabio Luisi seine musikalische Entdeckungsreise in Sachen Bellini fort.

Musikalische Leitung Fabio Luisi, Inszenierung Andreas Homoki
Bühne Henrik Ahr, Kostüme Barbara Drosihn, Lichtgestaltung Franck Evin
Choreinstudierung Pablo Assante, Dramaturgie Claus Spahn
Lord Gualtiero Valton Wenwei Zhang, Sir Giorgio Michele Pertusi
Lord Arturo Talbo Lawrence Brownlee, Sir Riccardo Forth George Petean
Sir Bruno Robertson Dmitry Ivanchey, Enrichetta di Francia Liliana Nikiteanu
Elvira Pretty Yende,  Philharmonia Zürich, Statistenverein am Opernhaus Zürich, Chor der Oper Zürich

Pressemeldung Opernhaus Zürich

Zürich, Opernhaus Zürich, Wiederaufnahme: TURANDOT, 12.12.2015

Dezember 11, 2015  
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Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Wiederaufnahme: TURANDOT

Oper von Giacomo Puccini
Lyrisches Drama in drei Akten und fünf Bildern
Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Lucio Graf Gozzi
Vervollständigung des 3. Aktes von Franco Alfano (zweite Fassung)
In italienischer Sprache
mit deutscher und englischer Übertitelung

Wiederaufnahme am 12 Dez 2015, 19:00

Weitere Vorstellungen:
15 Dez 2015, 19:00
19 Dez 2015, 19:00
22 Dez 2015, 19:00
26 Dez 2015, 20:00 AMAG-VOLKSVORSTELLUNG
30 Dez 2015, 19:00

Giacomo Puccinis letzte Oper Turandot etabliert die repressive Gesellschaftsordnung eines düster-­märchenhaften Chinas. Sie kristallisiert sich in dem blutigen Rache-Ritus der Prinzessin Tu­randot, die mit ihrer kalten Schönheit scharenweise Freier anlockt und sie mittels unlösbarer Rätsel dem Henker ausliefert. Verunsichert wird diese Gesellschaft durch eine Gruppe von Fremden um den Prinzen Calaf, der sich unerkannt den drei Rätseln der grausamen Prinzessin stellt, sie löst und am Ende mit ihrer Liebe belohnt wird. Puccinis unvollendet gebliebene Partitur besticht durch raffinierte Exotik und eine gekonnte Mischung aus Tragik und skurrilem Witz. Sie spannt ein Panorama auf, das von pompösen Massenszenen über leidenschaftliches Pathos zwischen Turandot und Calaf bis zu den aus der Commedia dell’arte stammenden Figuren Ping, Pang und Pong reicht.

Als Turandot setzt die weltweit gefeierte Sopranistin Nina Stemme ihre Zusammenarbeit mit unserem Haus fort. Als Calaf ist der aufstrebende italienische Tenor Riccardo Massi zum ersten Mal am Opernhaus Zürich zu erleben.

Musikalische Leitung Alexander Joel
Inszenierung Giancarlo del Monaco
Bühne und Kostüme Peter Sykora
Lichtgestaltung Hans-Rudolf Kunz
Choreinstudierung Jürg Hämmerli

BESETZUNG:
Turandot: Nina Stemme
Liù: Alexandra Tarniceru
Calaf: Riccardo Massi
Timur: Wenwei Zhang
Ping: Ivan Thirion
Pang: Dmitry Ivanchey
Pong: Pavel Petrov
Altoum: Martin Zysset
Mandarin: Oliver Widmer
Philharmonia Zürich
Chor der Oper Zürich
Chorzuzüger
Zusatzchor der Oper Zürich
SoprAlti
Kinderchor
Statistenverein am Opernhaus Zürich

Pressemeldung Opernhaus Zürich

Zürich, Opernhaus Zürich, Premiere: IL VIAGGIO A REIMS, 06.12.2015

November 30, 2015  
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Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Premiere: IL VIAGGIO A REIMS

Oper von Gioachino Rossini
Dramma giocoso in einem Akt
Libretto von Luigi Balocchi
In italienischer Sprache
mit deutscher und englischer Übertitelung

Premiere am 06 Dez 2015, 19:00

Weitere Vorstellungen:
11 Dez 2015, 19:00
13 Dez 2015, 14:00
16 Dez 2015, 19:00
18 Dez 2015, 19:00
23 Dez 2015, 19:00 OPERNHAUSTAG
27 Dez 2015, 20:00
01 Jan 2016, 19:00 AMAG-VOLKSVORSTELLUNG
03 Jan 2016, 20:00
05 Jan 2016, 20:00 OPERNHAUSTAG
07 Jan 2016, 19:00
09 Jan 2016, 19:00

Das Kurhotel Zur Goldenen Lilie in der französi­schen Provinz beherbergt für einmal Persönlichkeiten aus ganz Europa. Alle haben sie das gleiche Reiseziel: Reims, um dort den Krönungsfeierlichkeiten Karls X. beizuwohnen. Aber die Reisemittel, sprich die Pferde, sind urplötzlich alle vermietet. Und so fügt man sich dem Schicksal, bleibt – und feiert vorerst sich selbst. Mit von der Partie sind Corinna (eine berühmte, römische Improvisationskünstlerin), die Marchesa Melibea (gebürtige Polin und Witwe eines italie­ni­schen Generals, der am Hochzeitstag bei einem feindlichen Überraschungsangriff starb), die Contessa di Folleville (die das denkbar grausamste Opernschicksal erleidet: ihr Gepäck ist ver­schwun­den), Madama Cortese (jodelnde Besitzerin des Hotels), Cavalier Belfiore (unver-drossener französischer Schürzenheld), der russische General Conte di Libenskof (eifersüchtig verliebt in die Marchesa Melibea), Don Profondo (Antiquitätensammler und Mitglied mehrerer Akademien) sowie Barone di Trombonok (Musikfanatiker und Verwalter der Reisekasse) – Figuren also, wie sie sich Regisseur Christoph Marthaler selbst ausgedacht haben könnte.

Tatsächlich aber stammen sie aus Gioachino Rossinis Il viaggio a Reims: Dessen letzte italienischsprachige Oper, 1825 anlässlich der Krönung Karls X. in Paris uraufgeführt, markierte den Beginn seiner Karriere in Paris. Trotz grossen Erfolgs zog Rossini das Werk bald wieder zurück. Erst vor dreissig Jahren wurde dieses Buffo-Juwel, das nicht weniger als 13 Vokalstars benötigt, in Pesa­ro wieder zum Leben erweckt. Unsere Sängerbesetzung von Julie Fuchs über Rosa Feola bis Javier Camarena entspricht dem königlichen Anlass, mit dem erst 30-jährigen Daniele Rustioni steht ein Shootingstar am Dirigentenpult.

Musikalische Leitung Daniele Rustioni
Inszenierung Christoph Marthaler
Bühne und Kostüme Anna Viebrock
Regiemitarbeit Joachim Rathke
Lichtgestaltung Martin Gebhardt
Choreinstudierung Ernst Raffelsberger
Choreografie Altea Garrido
Dramaturgie Malte Ubenauf, Kathrin Brunner
Solo-Flöte Maurice Heugen (6, 16, 18, 27 Dez), Maria Goldschmidt (11, 13, 23 Dez)
Harfe Julie Palloc (6, 11, 13, 16, 18, 23 Dez)

BESETZUNG:
Corinna: Rosa Feola
La Marchesa Melibea: Anna Goryachova
La Contessa di Folleville: Julie Fuchs
Madama Cortese: Serena Farnocchia
Il Cavaliere Belfiore: Edgardo Rocha
Il Conte di Libenskof: Javier Camarena
Lord Sidney: Nahuel Di Pierro
Don Profondo: Scott Conner
Il Barone di Trombonok: Yuriy Tsiple
Don Alvaro: Pavol Kuban
Don Prudenzio: Roberto Lorenzi
Don Luigino: Spencer Lang
Maddalena: Liliana Nikiteanu
Modestina: Rebeca Olvera
Delia: Estelle Poscio
Zefirino: Iain Milne
Antonio: Ildo Song
Gelsomino: Christopher William Hux
Günter Bröhl: Marc Bodnar
Carlo Enzio Scrittore: Raphael Clamer
Madama Diedenhofer: Altea Garrido
Signora Gemello-Fraterno: Evelyn Angela Gugolz
Signora Gemello-Identico: Ilona Kannewurf
Barone Tensione del Collo: Sebastian Zuber

Philharmonia Zürich
Chor der Oper Zürich

Pressemeldung Opernhaus Zürich

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